Nr. 258. Samstag, 9. November 1907. 126. Jahrgang. Mbacher Zeitung Vni»»»erati«uspre<»: VNt Posiverlenbung: ganziihria 80 X, halbjährig 15 »i Im »ontor: ganzjährig « ll, halbMlig 11 X, lfti bit guftellung in« Hau« aen winke jetzt wied«' einmal die Gunst des Schicksals, da die Reihen der Ezecheil brüchig geworden sind. Bleilx'il die Deutscljen einig, so gelvinuen sie leicht die alte Stellung als Leute des Hause» zurück, die erste (Gelegenheit ihre Kraft zu betätigen, bietet ihnen der Allsgleich. Langer Beratungen über dieses Werk bedarf es nicht. Es ist zu nehmen oder abzulehnen. Die „Österreichisä)e Volkszeitung" bemerkt: Heii- Pra^ek ist jetzt die parlamentarisä^e Groß' macht, linl die sich das Parlament, die Regierung, der Ausgleich dreht. Wenn die oeutsäM Parteien sich vereinigen, so beweisen sie damit nur, daß sie vor dem Wesen des aus den allgemeinen Wahleil hervorgegangenen Volkshauses „lehr Respekt haben, al.s die unaufrichtigen Politiker des anderen Lageis. Das „Illustrierte Wiener Extrablatt" glaubt, die Teutschen könnten zur Klärung der parlamentarischen Situation viel beitragen, wenn sie sich nur offen für den Ausgleich erklärten. Damit würde sich das übcrtriebeile (Gewicht des czechischen Agra» rierhäufleins samt Herrn Pra^ek wesentlich verringern. Und die ganze Krise würde dadnrch ein ganz anderes Gesicht bekommen. DaS „Deutsche Polksblatt" erklärt, die „cze-chiscl)e Tyrannis" könne nur durch die Einigkeit der Dentschen, gebrochen werden. Die 170 dentschen Vertreter im Parlamente köuneu, wenn sie fest zu> sammeustehen, nicht nur jeden Versnch irgendeiner Regierung, den dentschen Besitzstand im Verord-nnngswege, zu schmälern, verhilidern, sie »nerden auch deil, „czechischeii Terrorismus" zli brechen imstande sein, der es durchsetzen will, daß der czechischen Sprache im pm-lamentarischen Gebrauche Go biete eingeräumt werden, die ihr verschlossen bleiben müssen. Das „Vaterland" würdigt die Bedeutung oeH Zusammeiischlusses der deutschen Parteien und sagt: Mit dem. Eintritte der chnstlichsozialen Partei in die Koalition der dentschen Parteien hat dieselbe ihren Entschluß bekundet, aus die künftige Gestaltung der parlalmiltarischen und politisckien Situation^ einen entsprechenden Einfluß zu gewinnen. Ihre numerisä)e Stärke gibt ihr auch die Möglichkeit hiezu. Die „Arbeiterzeitung" sagt, Freiherr v. Veck irre sich, wenn er an die Dauer seines unpolitischen, weil allpolitischen Regiernngssystems glaubt. Die Pra^ekkrise mag seine Üben'eduugskunst noch be-schwören können; aber die Frage, wohin die Necn> rung Veck steuem will, wird nicht mehr ans der Welt geschafft werden. Schweiz. Über die letzte Volksabstimnmng in der Schweiz sind folgende Einzelheiteil bemerkenswert: Das Militärgesetz wurde in vierzehn Kantonen angenommen, in elf abgelehnt. An der Abstimmung nahmen ungefähr 75 Prozent der- Wählerschaft der gesamten Schweiz teil. Das Abstimmungsergebnis bildet in einzelneil. Kantoneil fiir die amtlichen Kreise eine wahrhafte Ube:raschling. So zum Beispiel hätte niemand erwartet, daß das Militärgesetz illl Kanton Bern auf ^:l.2«0 Opponenten stoßen Feuilleton. Der Götze. Von Adolf Ktarü. (Schluh.) (Fortsetzung folgt.) Sie gab kciirc Antwort. Im Zimmer war es beinahe ganz dunkel: nur die. Augen des Götzen leuclMen vom Kamin henwer wie zwei kleine grüne Länlpchen. Beide, Mann iuü) Weib, hoben gleichzeitig den Kopf und konnten den Blick nicht mehr abwenden von diesem faszinierenden Leuchten. „Woran hast du gedacht?" wiederholte Johnson und erschrak selbst vor dem ranhen, heisereil Ton seiner Stumm". „Ich will es wissen, antworte!" Er faßte im Dnnkeln nach ihrer Hand und preßte sie zusammen. Sie stieß einen kurzeil Schmerzensschrei aus; aber das war alles, was über ihre Lippen kcnn. „So sprich doch!" Das klang beinahe flehend. „Sprich doch, sage, daß du an mich gedacht hast, an irgend ein Ereignis, an irgend eine Stnnde aus unserem Liebeslebcn. Rede! Und wenn e5 tausend mal eine Lüge ist, ich will es glauben, aber sprich!" Er fühlte, wie sie am ganzeil Körper bebte. „Ich kaun nicht!" stammelte sie. „Die Augen, die Augm! Ich kann nicht reden, wenn sie mich so an> glotzen." Er sprang anf und riß auch sie bnital empor. «Du kannst nicht? Al>a, die Augen, die Augen der Wahrheit' Uud jeht muß ich es wissen! Woran hast dii gedacht?" Er preßte ihr die Handgelenke zusmnmen. daß er die Knochen knirschen borte, nnd schüttelte sie in lvtthnsilmiger Wut. „O, ich blinder Tor! Wer ist es? Seinen Namen will ich wissen! Sprich, oder ich ermorde dich, du, du Dirne du!" Er lies; ihre Hand los uud umspannte ihren Hals; er fühlte, wie seine Fingernägel sich einbohrten in das weiclie, warme Fleisch, fühlte, wie ihr Atem röchelnd wurde und empfand eine wilde Freude darüber, „Ich werde dich erwürgen!" sagte er, „ich werde dich erwürgen, aber erst wirst du mir seinen Namen nennen!" Und dann schrie er ihr wohl ein dutzeudmal ius (^sicht: „Dinle! Dirne!" Plötzlich öffnete sich die Tür; auf der Schwelle, bestrahlt vom Lichterglanz der Vorhauslampen, ersten John, im Frack, eine weiße Rose im Knopfloch, einen Blumenstrauß in der Hand. „Wie, im Dunkeln?" rief er munter. „Halloh, das ist ja beinahe unanständig!" Johnson ließ Jessie los, welche atemlos auf dem Boden zusammensank, und wandte sich dem Ankömmling zn. Wie ein Blitz fuhr die Erkenntnis durch seiu Gehirn. „Schurke, Ehebrecher!" Er stürzte auf Vurnes zu; aber zwei Schritte von der Tür entfernt, warf er plötzlich die Hände boch ili die Luft, drehte sich um seine eigene Achse und stürzte der Länge nach zn Boden. „Ein Blutandrang zum Gehirn." sagte eine Stnnde später der Arzt zn Missis Jessie. „Diesmal ist es noch gut abgegangen. Ich glaube uicht, daß irgend ein bleibender Schade für seine Gesundheit zu befürchten, ist." „O, es war fürchterlich!" bestätigte die schölle Frau. „Er hat mich gewürgt, hier sehen Sie noch die Spuren, und unverständliche Fragen an mich gestellt nud mich beschimpft —" „Fieberphantasien, gnädige Frau, nichts wei tcr. Ich versichere es Ihnen. Wenn er erwacht, weiß er kein Wort mehr von dem, was in den letzten Stunden vorgegangen ist." „Glauben Sie, Herr Doktor?" „Aber sicherlich, das ist immer so!" Als der Arzt gegangeil war, schlich die .Haus-frau hinüber in den Salon, zündete die Lampen an imd warf den Götzen, dessen Augen jetzt im hellen Lichtschein ganz matt aussahen, ins lodernd« Kaminfener. Sie wich nicht eher vom Platze, bis das ausgetrocknete Holz verbrannt und die Augen unter einem leisen K^all geborsteu waren. Und dann schlug sie noch wie sinnlos auf die Asche los, daß sie in wusend Atome zerbröckelte. Als sie ins ^ankenzimmer zurückkam, bewegte sich gerade der Kranke, schlug die Aligen anf und blickte im Iimmer umher. „Was ist gescheheil? Was ist mit mir?" Sä)en trat sie an das Bett heran. „Still, „lein Lieber! Ein plötzliches Unwohlsein, das aber rasch wieder vorüber sein wird. Du sollst schlafen." „Liebe Jessie." stammelte er, „komm. küsse mich!" Sie tat es. „War mir nicht, als sei vorhin John dagewesen ?" „Gewiß, er kam dazu, als du ohnmächtig wurdest lind lief gleich um deil Arzt. Er sitzt im Nebenzimmer nnd wartet auf Nachricht." „Geh', sage ihm, mir sei wieder besser, und danke ihm, der treuen Seele. Ich will jetzt schlafen." „Um Gotteslvillen, Jessie, was war das?" fragte Nurnes, als sie zu ihm ins Zimmer trat. Ein Schauder fuhr ihr über- deil Leib. „Die Wahrheit war im Hanse. John, lind starrte mich mit ihren glühenden Angen an, daß ich nicht einmal zn lügen wagte. Aber jetzt ist sie tot, verbrannt! Mse mich. mein John!" Laibacher Zeitung 3tr. 253, 2400 9. November 1907. werde. Es ist dies ein Beweis, daß die Landleute dieses Kantons sehr konservativ ssesinnt sind. Ebensowohl im Verner Inra, wic iin Verner Oberlant» war die Zahl der mit „Nein" stimmenden in der Mehrheit. Anderseits hatte man angenommen, daß der.Kanwir Genf eine starke Mehrheit gegen das Gesetz aufweisen werde, was aber nicht der Fall war. Es gab dort gegenüber «087 „Nein" «130 „Ja". Was die katholischen Kantone betrifft, haben sie, mit Ansnahme von Luzern und Zug, alle das Gesetz abgelehnt. Besonders stai'k war die Mehr» heit der Opponenten iin Kanton Freiburg. Man will darin den Beweis einer gewissen Unzufriedenheit mit dem Bundesrate erblicken. Der Erfolg der Abstimmung war den Kantonen Zürich und Basel Zu verdanken, wo das Gesetz große Mehrheiten erhielt. Iin Kanton Tessin, wo eine starke Mehrheit gegen das Gesetz erwartet wurde, ist sie weit weniger beträchtlich aufgefallen. In der romanischen Schweiz ergaben sich mit Ausnahme des Antons Wadtland mehr oder lveniger starke Mehrheiten gegen das Gesetz. Die Sozialisten erzielten dort, wo sie lveniger zahlreich sind, größere Erfolge als in den großen Städten, wo sie über die Mehrheit zu verfügen glaubten. Politische Uebersicht. Laib ach, 8. November. Die „Deutsche Zeitung" sagt in einer Vespre-chung des E t a a ts v or an sch l ag es, der wirtschaftliche Aufstieg des Staates sei unzwcifel-linst. Aber man dürfe sich keiner Täuschung darüber hingeben, daß Hemmungserscheinungen oder direkte Rückschläge erfolgen können. Man kann nur den einen Wunsch hegen, daß die guten Zeiten au5 genützt werden. Der Fleiß seiner Bürger hat das Vaterland wirtsck>aftlich regeneriert; möchte doch die Klugheit seiner Staatsmänner und Volksvertreter die Zeit benutzen, um den <^taat auch politisch zu verjüngen. Das „Fremdenblatt" erörtert die Zustände in Mazedonien, und sagt, man würde vorschnell urteilen, wemi man aus der noch immer andauernden Mordlust der Banden auf ein Stagnieren des Neformwerkes der Ententemächte und auf ein Nachlassen der- Kraft der Tüi-kei schließen würde. Wohl sei momentan in der Befolgung der Befehle des Sultans in bezug auf die Bandenbekämpfung eine Art Stillstand eingetreteil, allein man wird nicht fehlgehen, wenn man annimmt, daß dies mit der Feier des Fastenmonats und des Beiramsest.es zusammenhängt, währenddessen der Moslem nicht gerne große militärische Aktionen untemimmt. Die energische Bekämpfung des mazedonische,: Vrigan-taggio mit, Blut und Eisen ist und bleibt ja, die conditio sine qua non jeder Pazifik at orischen Tätigkeit in Mazedonien, die wieder nur ganz allein die Konsolidierung und Aufrechterhaltung der Herrschaft des Sultans zu gewährleisten vermag. So tritt der Parallelismus der Ziele der Politik des Sultans und der auf die Erhaltung de? Friedens, der Souveränität und Territorialität der Türkei bedachten Rcformtätigkeit, der Ententemächte deutlich hervor. Zweck und Ziel der beiderseitigen Absichten, sind keine anderen, als der Mordlust der christlici^en Bewohner Mazedoniens zu steuern und ihnen „Save i Sci)ahanede" — „unter den Auspizien des Sultans" — jenes erträgliche Dasein zu schassen, das keine Nationalität in Mazedonien der anderen gewährleisten könnte. Das Blatt stellt fest, daß der Sultan sich für die Verbesserung des Loses seiner christlichen Untertanen in Mazedonien lebhaft interessiert, und daß, wenn auch gewisse Cliquen der Reformtätigkeit der Mächte aus egoistischen Interessen kontrekarieren möchten, der Sultan selbst über die prinzipiellen Ziele der Großmächte in Mazedonien beruhigt, ja sogar mit ihnen einverstanden zu sein scl)eint. Die Munizip a lw ahlen , die jetzt in England, mit Ausschluß Londons, stattgefunden haben, bedeuten einen Mißerfolg der liberalen Partei. Von l78 Wahlen fielen 145 zugunsten der Konservativen, nur 28 zugunsten der Liberalen und fünf zugunsten der Arbeiter auo. Selbst Lancashire, einst die Heimstätte des Liberalismus, hat eine Schwenkung gemacht. Ein Teil der unionistischen Presse schreibt den ill diesem Umfange vollständig unerwarteten konservativen Sieg dem Kampfe ge» gen die Sozialdemokratie zu, andere Blätter meinen, daß das Volk der Liberalen überdrüssig sei. Das liberale „Daily Ehronicle" gesteht zu. daß die konservativen einen Sieg davongetragen, haben, dessen Bedeutung nicht unterschätzt werden dürfe, doch wäre es falsch, ohne weiteres anzunehmen, daß die Gn'mde, die bei den Munizipalwahlen wirkten, auch bei einer allgemeinen Wahl wirksam sein müßten. Auch das genannte Blatt betont, daß die Furcht vor dem Sozialismus die Niederlage in erster Linie erkläre. Zu den Verpflichtungen, lvelche die dritte russische Neichvduma als Erbschaft von ihrer Vorgängerin in erster Reihe zu übernehmen hat. gehört die Agrarfrage. Die Regierung ist nun auch, wie die „Petersburger Politische Korrespondenz" schreibt, entschlossen, die außerordentlich schwierige und tief eingreifende Materie alsbald nach Zusammentritt des russischen Parlaments mit bestimmten Vorschlägen in Angriff zu nehmen. Hiebei sollen vor allein die allmähliche übei-führung des heute herrschenden extensiven zu einem rationellen, intensiven Wirtschaftssystem, die Auswechselung der veralteten landwirtschaftlichen Gerätschaften, in zeitgemäße die grundlegenden Voraussetzungen bilden, um dein Bauer nicht nur augenblickliche, sondern bleibende Hilfe zu bringe?!, die ihm die Befriedigung feiner Bedürfnisse und die Sicherung seiner Existenz gewähren. Unter anderein wrro die Regien ing der Neichsduma auch ein in langer, sorg fältig ei' Arbeit vorbereitetes Agrar» reformprojekt vorlegen, das die Überleitung der Kommunalwirtschaft zum Einzelbesitze für Grund und Boden unter Hilfeleistung der Adels- und Bauernbanken zum Gegenstande hat. Tagesneuigleiten. — („Der Onkel Europas") ist der neueste Titel, ben vie englischen Zeitungen König Eduard don England beigelegt haben, als sein jüngster Großneffe, de? Prinz von Asturien. der spanische Kronprinz, mit seinen Eltern bor einigen Tagen in England eintraf. Eduard VII. verdient diese Bezeichnung mit Recht, wie ein Blick in den „Gotha" lehrt. Unter seinen vielen Neffen und Großneffen befinden sich der deutsche Kaiser, der Careviö. die Söhne der Kronprinzen von Griechenland und Rumänien und von Prinz Gustav Adolf von Schweden. Von regierenden Häuptern seien der Großherzog von .Hessen-Darmstadt und der Herzog von Koburg-Gotha erwähnt. Durch Heirat ist der König ferner der Onkel des Zaren und des Kronprinzen von Dänemark. Von diesen Neffen und Großneffen wird in Kürze ein Teil in Windsor Castle versammelt sein. An, 14. d. M. werden nicht tveniger als vier Könige und Königinnen dort weilen, nämlich außer dem englischen Königspaare das deutsche Kaiserpaar, König Alfonso und Königin Viktoria von Spanien und König Haalon und Königin Maud von Norwegen. Außerdem wird zur selben Zeit die Königin von Portugal in England sein. die zur Hochzeit ihrer Schwester Prinzessin Luise von Orleans dorthin lommt. Die Zahl der Untertanen dieser vier Könige btlrägt in runder Ziffer fünfhundert Millionen. — (Die Frauen von Bilbao.) Aus Madrid, Ende Ottober, wirb geschrieben: Die blutjunge Iesusa Pujana in Bilbao fand bestätigt, was böse Zungen ihr längst zngezischelt hatten. Sie traf nächstens ihren Ver^ lobten an heimlichem Orte mit einer anderen. Iesusa sagte lein Wort. zog den Revolver und erschoß den Untreuen. Die Richter der Stadt Bilbao waren streng mit der Sünderin. Sie zeigten wenig Mitleid mit der Verzweifellen, die in der Untersuchungshaft Mutter eines Knäbleins geworden. Das Urteil lautete wegen Totschlages auf acht Jahre schweren. Kerlers. Die Frauenwelt von Bilbao geriet über solch harten Spruch in helle Empörung; schnall bildete sich ein Komitee und der beliebteste Journalist der Stadt wurde zur Abfassung eines Protestes gewonnen. Der Mann der Feder ging mU glühender Begeisterung an seine Aufgabe. Er schilderte Iesusa als die Krone aller Weiblichkeit, als Märtyrerin der Liebe, als Rächerin ihrer Ehre und des Namens ihres Kindes. „Richter, die Iesusa verdammen konnten, sind schlimmer als herzlose Wilde, sind wüste Henkersknechte und entmenschte Wüteriche." EZ war Feuer und Schwung in den Worten dieses offenen Schreibens. Sie fanden auch rasch ihren Weg zu den Frauenherzen, und Tausende don Frauennamen füllten bald als zustim- Dreizehn Trümpfe. Erzählung von Carl MuuSmann. Verechtigte Übersetzung aus dem Dänischen von Vernhard Mann. (13. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Als der Arzt später am Vormittag erschien, um sich nach seinein Patienten umzusehen, war or über die mit ihm vorgegangene Veränderung höchst erstaunt. Er erklärte ihn für vollständig gesund. Es handelte sich nun in erster Linie darum, daß er kräftige Nahrung bekam. Außerdem empfahl ev ihm, sich noch einige Tage rlchig zu verhalten. Das hätte man vor einer Woche Holger Werner nicht , erst zu sagen brauchen. Jetzt mußte es ihm besonders scharf eingeprägt werden, denn die Sehnsucht nach der frischen Luft und der freien Natur draußen gärte derartig in ihm, daß er am liebsten alle Vorsichtsrücksichten gesprengt hätte. Den gangen langen Tag hindurch lag er da und blickte zu den: sonnner-blauen Himmel empor und freute sich wic ein Kind zum Wähnachtsfest auf den Augenblick, wann er herauskommen konnte. Um die Zeit totzuschlagen, forderte Hans Voß ihn zu einer Partie Whist zu zweien auf; er wußte jcr von früher, daß das seine Lieblmgsbeschäftiguncj war. Der Rekonvaleszent schien aber gleichzeitig nrit seiner übrigen Verwandlung das Interesse für diesen Stubensftort verloren zu haben, der frühei seine einzige Leidenschaft gewesen war. Dagegen verlangte er Papier nnd Bleistift und schrieb vom Bett aus, so gut es ging, mit einem Präsentierteller als Unterlage, einen langen Brief an seine Mutter. Gegen Abend schlief er lvicder ein, während Vmis Voß sich, nachdem or von Kellner Verständigt Yciiw, cni6 dcin Inmnor schlich und sich, run sich zu 5«rsrrouon. ,n den „Nn^erssar!^" bcgak. Er traf den Clown vom vorhergehenden Abend nicht, dafür aber einen Agenten, den er aus Kopenhagen kannte. Dieser stellte ihn allen Artisten des „Wintergartens", sobald sie frei waren, vor und empfahl ihm ein kleines Restaurant, in dein man ausgezeichnet speiste und das die gewöhnliche Versa nun ln n g sstätte der Künstler' nach Schluß der Voytellung war. Nach einem gemütlichen Abend mit vielen Anknüpfungen und manchen Erzählungen aus dem Artistenleben, kehrte Hans Voß etwas nach ein Uhr nach Hause zurück. Die neuen Eindrücke hatten auf-nnmternd auf ihn gewirkt, und einige der Erzählungen hatten sich seinem (Gedächtnis eingeprägt. In etwas veränderter Form mochtei: sie ganz verwendbar sein und gewandt, wie er war, wenn es darauf ankam, seine Gedanken schriftlich oder mündlich zn formen, nahm er das Papier, das Holger Werner unbenutzt gelassen hatte, und ließ sich nieder, um zu schreiben. Vielleicht würde es seinem Freunde Vergnügen machen oder ihn doch etwas zerstreuen. Es wurde eine kleine, schnell hingeworfene Skizze von der Art, wie er sie häusiger für Feuille-touzwecke geschrieben hatte: Sie lautete so: Sie war das feinste kleine Geschöpf, das man sich denken kann. Alles an ihr war so elegant und aristokratisch, daß man sie schon in ihrem siebzehnten Jahre im Zirkus die „kleine Baron eß" nannte. Die Vkltter war früh gestorben. Sie war zweimal verheiratet gewesen, jetzt reiste das „Gold» käferchen" mit dem Stiefvater. Er war immer hart zu ihr, und es wurde nicht besser, als er eines Tages in einer deutschen Mittelstadt wegen Mißhandlung des Kindes bestraft und vom Publikum ausgepfisfen wurde. 3ttc in ihrem Leben war sie so bange gewesen wie an dem Tage, als sia zum erstenmal nach seiner Bestrafung wieder- nut dem Stiefvater allein war, der, ohne ein Wort zu sagen, sie mit seinen bösen, stechenden Augen durchbohrte und dann die Tür hinter ihnen schloß. Sie wagte nicht, uni Hilfe zu rufen, während er sie über einen Stuhl zog und sie zum Dank für den ihretwegen verbüßten Monat Gefängnis mit seiner Reitpeitsche züchtigte. Es war niemand da, dem sie sich anvertrauen, mit dein sie sprechen komrte. Die Stiefvater sorgte dafür, daß sie die nötige Nahrung erhielt. Dies lag ja in seinen: eigenen Interesse, da er ganz von ihr lebte. Sonst gönnte er ihr auch nicht die geringste Vergnügung oder Abwechslung, imd sobald die Vorstellung vorbei war, brachte er sie nach Hause und schloß sie ein. Dairn ging er selbst aus um zu trinken und zu spielen imd oft kam er erst in früher Morgenstunde nach Hause, wo er vollständig be-trunken, scheltend umhertobte und sie sich erschrocken unter ihrer Bettdecke verkroch. So war es viele Jahre gegangen, das „Gold-käferchen" war jetzt vollständig erwachsen, man betrachtete sie aber noch als .And, so fein und zart erschien sie mit ihrem aristokratischen Airtlitz, ihren langen, aufgekämmten Haaren, die wie Gold über die weißen leicht gebogenen Schultern fielen, und den innigen blauen Augen, die bisweilen einen dunklen melancholischen Glanz annehmen konnten. Die Kostüme waren ihr einziges Vergnügen. Mit ihnen geizte der Stiefvater auch nicht, weil sie nun einmal zum (^sck>äfte gehörten. Sie hatte sie in allen Farben und allen Stoffen, sie beschäftigte sich währent» ihrer ganzen freien Zeit mit ihnen, nähte an ihnen, erneuerte, veränderte und verschöuerte sie. Sie waren aus Samt und Seide, mit goldenen Stickereien. Pfauenfedern, Schwanen- Laibacher Zeitimg Nr. 258. 2401 9. November 1907. mende Unterschriften die Bogen der Kundgebung. Nur dem Staalsanwalt haben Weber Siil noch Inhalt des Protestes gefallen. Er hat den temperamentvollen Verfasser und — alle, alle Protcstlcrinncn, die unterschrieben haben, wegen Beleidigung der richterlichen Behörden in den Anklage» Zustand versetzt. Zehntausend Frauen und ein Mann! Einen größeren Prozeh hat wohl die Welt noch nicht gesehen. — (Ein Schauspieler als Grand von Spanien.) Der spanische Regierungsanzeigcr meldet, wie aus Madrid berichtet wird, daß König Alfons dem bekannten Schauspieler Fernando Mendoza die Würben eines „Grafen Balazote, Grafen von Lalaing und Marquis von Fontanar" erteilt habe. Mit jedem der beiden Grafentitel ist der Rang eines Granden erster Masse verbunden. Es ist das erstemal, daß eine so hohe Auszeichnung einem Mitgliede der spanischen Bühne verliehen wird, und es ist bezeichnend für den Wandel der Zeiten, daß die Verleihung von der alten spanischen Aristotratic ohne Widerspruch auf-genommen worden ist. Die spanischen Granden haben einen Sitz in der ersten Kammer und werden als „Exzellenzen" angeredet. Der neue Marquis von Fontanar denlt übrigens nicht daran, etwa seiner Bühnenlaufbahn zu entsagen. Er wird vielmehr auch künftig weiter auf den Brettern, die die Welt bedeuten, auftreten. Nach der Rücklehr des Königs Alfons aus England wird er vom König empfangen weiden und, nach dem Vorrechte der Granden erster Klasse, seinen Hut in Gegenwart des Monarchen auf dem Haupte behalten dürfen. Dann aber gedenkt er sich auf eine Gastspieltourncc nach den Vereinigten Staaten von Nordamerika zu begeben. — (Weibliche Berufe in Amerika.) Nach einem Bericht des Zcnsusbureaus gibt es in den Vereinigten Staaten 4,838 630 Frauen, die ihren eigenen oder ihrer Familien Lebensunterhalt durch dauernde Lohnarbeit befreiten; das sind 21 Prozent der weiblichen Bevölkerung im Alter von über 1« Jahren. Unter diesen fast fünf Millionen arbeitenden Frauen sind aber jene nicht berücksichtigt, die ihre Einnahmen durch Kostgeben oder Logisucrmieten erzielen. Unter den überhaupt in Betracht gezogenen 303 Bcrufsarten smd die Frauen in 293 vertreten, u. a. als Lotsen, als Eisenbahnbremser und Lokomotivführer, bei der Feuerwehr als Spritzenfrauen, als Signalwärter, als Droschkenkutscher, als Zimmerleute, als Schieferdecker, Maschinenschlosser. Kesselmacher. Brunnenbohrer usw. Aber in der .Hauptsache bleibt die Frauenarbeit doch auf die sogenannten weiblichen Berufe beschränkt. Den 10 weiblichen Lokomotivführern z. B. stehen 338.144 Schneiderinnen gegenüber, den 5 weiblichen Lotsen 327.206 Lehrerinnen, den 7 weiblichen Strahenbahnschaffnerinnen 146.929 Verwalterinnen von Hotels und Caf6s, den 43 weiblichen Droschkenkutschern 231.458 Stickerinnen und solche, die sich in Fabriken ausschließlich mit Handarbeit ernähren. Rund eine Viertelmillion der fast fünf Mllionen erwerbstätigen Frauen sind immer noch Dienstmädchen. Auch gab es nichl weniger als 453.405 weiblicher Farmarbeiter und 307.700 Farmerinnen. — (Eine Uhr aus Stroh.) Der Schuhmacher-mcister Wegncr aus Strasburg (U.-M.) hat innerhalb «ines Zeitraumes von 15 Jahren eine 1'70 Meter hohe Standuhr fertiggestellt, die in all ihren Teileil, vom kleinsten Rädchen und dem Minutenzeiger an biö zur Basis und den Wänden, lediglich aus Strohhalmen besteht. Die vollständig richtig gehende Strohuhr, die erst vor einigen Wochen fertig wurde, ist in der „Erfindungsausstellung", wie alle übrigen Vorführungen, zu besichtigen. — (Das B lu m en a r m ba n d.) Die letzte Mode-muheit der amerikanischen Damen besteht aus einem schwarzen Band, das um das Gelenk gelegt wird und an dem eine wirkliche Rose oder eine andere Blume, in grüne Blätter eingebettet, befestigt ist. Diese Neuheit ist wohl die anmutigste unter den wunderlichen Blüten, die moderne Exzentrizität in diesem Jahre wieder treibt; jedenfalls wirken diese dem Arm angeschmiegten Blumen schöner als die kostbaren Vlütenzwcigc, Blätter und Buketts aus Juwelen, die man ebenfalls häufig am Handgelenk befestigt sieht. — (Ein Buch. das 362 Kilogramm wiegt.) besitzt laut „Momento" Nr. 263 das britische Museum. Es ist ein geographischer Atlas von gewaltigem Umfange, der alte Karten von Holland in wunderbarer Zeichnung enthält. Dieses Buch ruht in einem riesigen Umschlage, den nur drei Mann zusammen fortzuschaffen vermögen. Der in Leber gebundene und reich mit Gold gezierte Micscnband hat eine Höhe von etwa 2-15 Meter. Er wurde dem König Karl II. gesct>nkt, als er sich in Holland einschiffte, um nach London zurückzukehren. LolaI- und Provinziell-Nachrichten. Aus der Chronik der Adelsbera.er Grotte. (Fortsetzung.) Im Jahre 1878 wurden mit verschiedenen Etablissements in Paris und Wien wegen Einführung der elektrischen Beleuchtung in der Grotte Verhandlungen geführt, die sich schließlich wegen der zu kostspieligen Veistellung eines Motors und auch wegen der Befürchtung zerschlugen, daß sich die an einigen Stellen schon stark geschwärzte Grotte infolge einer so intensiven weißen Beleuchtung nicht hervorragend repräsentieren würde. Im selben Jahre wurde auch der schon im Jahre 1865 gestellte Antrag mehrerer Gasanstalten, die Gasbeleuchtung einzuführen, für immer entschieden abgelehnt. Im Winter 1879/1880 wurden die letzten störenden Stiegen vom Kalvarienberge bis zur Schiebbahn durch Anlage eines weiter ausholenden Weges beseitigt, wodurch die schiefe kolossale Säule besonders zur Geltung gelangte. In diesem Jahre wurden zum erstenmal die Grotten-revenuen mit der Einkommensteuer belegt. Im Jahre 1880 wurden statt der bisherigen einspra-chigcn Transparente solche aus Blech mit mattem Glas und in drei Sprachen (slovenisch, deutsch, italienisch) aufgerichtet. In der Sitzung der Grottenverwaltungslommission dom 14. August 1880 wurden bezüglich des Grottenbesuches, der Veleuchtungsarten, der Bestellung von Grottenführern und Grottendienern, endlich wegen Fixierung des Eintrittsgeldes nach Maßgabe der Anzahl der Besucher einschneidende Nestimmungen getroffen und ein diesbezügliches Normativ erlassen, das jedoch seit Einführung, der elektrischen Beleuchtung inzwischen obsolet wurde und lein Interesse mehr beansprucht. federn und Hermelin, und 511 ihnen gehörten die verschiedensten Trikots und ^uschMeidlmgen. Wenn sic mn Abend allein war und die Lichter vor dein großen Toilettespiegel angezündet hatte, konnte sie das eine nach dem anderen anziehen und ihr eigenes Bild voll allen Seiten betrachten. Oft schien es ihr selbst, daf; sie schön sei, dann genoß sie einen Augenblick, lä'äMe nnd nickte ihrem Vilde das einemal über das andere wie ein (^sellschaftsvogel zu, dein nmn, statt seinesgleichen ein Stück Spiegelglas gegeben hat. Gleich darauf konnte sie sich aber in aller Pracht auf das Bett werfen und bitterlich weinen — weshalb war sie immer so allein und verlassen, ein kleines, verstoßenes Aschenbrödel, um das sich niemand kümmeck! Aus der Entfermmg wurde sie genügend be« wundert. Die Damen fanden sie süß, nnd die.Herren, namentlich die ganz jungen, schwärmten für sie. Im Laufe der Zeit hatten sie ihr nnt, den Blumensträußen, die sie am Abend erhielt, mancherlei, oft kostbare beschenke gesandt, aber bevor sie icnc an sich nehmen durfte, untersuchte der Vater sie iunner in der (Garderobe und befand sich irgend ein Gegenstand von Wert darin, so nahm ei' ihn an sich und vei-kaufte ihn. Nicht einmal einen kleinen Ning nnt einem blauen Stein, um den sie so schr gebeten hatte, durfte sie behalten. War ihre Erziehung auch hart und streng gewesen, so hatte sie doch viel gelernt. Tägliche Schläge und Trainieren hatten diesen von Natur so zcrrten Körper entwickelt, so daß jede Mlskel enr gehärteter Stahl war, der sich leicht und ge-Ichmeidig wte eine sseder biegt. Tä>einbar machte U)r mchts Anstrengung, während sie ständig, auch bn den schwersten Übungen, nnt ihren kleinen lcuch tenden Pcrlenzähnen lächelte. Den Stiefvater konnte niemand leiden. Er stand immer nnmittelbar unter ihr, wenn sie auf dem Seil, im Trapez oder am Neck arbeitete. Er hatte ein, feuerrotes Gesicht, trug innner, einen Arack und einen schweißtriefenden, tief ausgeschnitteneil kragen, und von der Weste hing eine Menge großer Goldsachen von dor Uhrkette auf den dicken Bierbauch hinab. Während sie arbeitete, stand sein Mund keinen Augenblick still. Ob er schallt, drohte oder sie ermunterte, war unmöglich zu unterscheiden. Es klang nur wie ein unnnterbrockLnes Murmeln, schien sie aber zur erneuten Kraftentfaltung anzuregen. Den Namen „Goldkäferchen" hatte der Vater erst in den späteren Jahren für sie erfuuoen. Er gefiel, und war durchans geeiguet, Reklame zu machen. Es ließ sich nicht leugnen, daß das ganze Arrangement, mit dem er sie umgab, geschickt und wirkungsvoll ausgedacht war. Plötzlich tauchte sie aus dem Dunkel der Zirkuskuppel auf, das Licht siel auf sie, und an einem ganz dünnen Platinadraht, so daß nlan ihn nicht sehen konnte, schwebte sie in graziöser Stellung ill die Manege hinab. War sie fertig, so verschwand sie in derselben Weise, und eö lag wirklich etwas Sylphidenartiges, übernatürliches in dieser daunenleichten Gestalt, die flüchtig, einem Schnletterlinge gleich, emporzuflat-tern schien. In diesem kindliä>en Leibe wohnte ebenso wie in demjenigen jeder- anderen Evastochter ein Weib. Der strenge Zwang und die harte Zucht erweckten in ihr schnell reifende Gefühle, ohne daß die schwer« fällige Beobachtungokraft des Vaters sie wahrzunehmen vermochte. (Fortsetzung folgt.) Im Winter 1880/1881 wurde der Weg unter dem Belvedere in der Weise umgelegt, daß die Grottenbesucher die beiden Riesensäulen passieren mußten, welche großartigen Objekte früher kaum beachtet worden waren. VI. Am 18. Juli 1883. anläßlich des 600jährigen Jubiläums der Vereinigung Krains mit den Erblanden, wurde der Grotte die Ehre des Allerhöchsten Besuches Seiner Majestät des Kaisers zuteil. Obschon die Aufnahme des Grottenbesuches in das Festprogramm erst in später Stunde erfolgte, wurde dennoch durch die unermüdliche Tätigkeit des damaligen Grottenvorstehers die Grotte auf das glänzendste ausgestattet; es wurden aber auch alle Sicherheitsvorlehrungen getroffen, nachdem die ruchlose Oberdanl-Affäre. die sich im benachbarten Trieft abgespielt hatte, noch in frischer Erinnerung stand. Aus Sicherheitsrücksichtcn wurde mehreren angelom mencn Fremden, die die Grotte gleichzeitig mit Seiner Majestät besichtigen wollten, der Eintritt verwehrt, was übrigens ganz begreiflich war. Diese selbstverständliche Verfügung wurde dem Grottenvorsteher in den italienischen Blättern und sogar in einem Wiener Blatte sehr übel vermerkt. Zwei Stunden vor der ursprünglich festgesetzten An lunft des Kaisers brach in der in der nächsten Nähe des Grotteneinganges liegenden Ortschaft Groß-Qtol eine Feuersbrunst aus, die nahezu die halbe Ortschaft einäscherte. Während der Vezirlshauptmann als Grottenvorsteher die letzte Hand an die Vorbereitungen zum festlichen Emp» fange anlegte und gleichzeitig die Löschungsattionen beaufsichtigte, erhielt er die telegraphische Nachricht, daß der Kaiser eine Stund« früher, als ursprünglich bestimmt war. in Adelsberg eintreffen werde. Nun galt es in aller Eile alle Funktionäre, die zum Empfange bestimmt waren und die Bevölkerung überhaupt rasch zu verständigen, damit sich jeder rechtzeitig auf seinem Platze einfinbe, was wiederum bezüglich der Mitglieder der Adelsbcrger und Groh-Otoler Feuerwehren, die zur Spalierbildung bestimmt waren, seine Schwierigkeiten hatte, da sie mit den Löschungs- und Bergungsarbeiten beim Brande vollauf beschäftigt waren. Zum Glück gingen bei alledem der Empfang, die Zufahrt und die Besichtigung der Grotte ohne jeden unliebsamen Zwischenfall vor sich. Der ganze Weg vom Bahnhofe bis zur Grotte und der ganze Markt prangte in Triumphbögen und im Flaggen schmucke. Die Grotte selbst war teilweise elektrisch beleuchtet; überdies waren 16.000 Kerzen und 600 farbige Ballons angebracht. Der Kaiser bediente sich des Bahnwagens; im Tanzsaale wurde Seine Majestät von der Adelsberger Musikkapelle und von 36 in trainischer Nationaltracht gekleideten Tänzerpaaren auf das alleruntcrtänigste begrüßt und Aller-höchstihm von einem Tänzerpaare ein Glas Piltolit kredenzt; im Dome und auf dem Kalvarienberge brachte die Laibacher „Glasbena Matica" mehrere Gesangsnummern zum Vortrage. Seine Majestät geruhten nach dem erfolgten Umgänge, beim „Vorhange" angelangt, der besonderen Bewunderung über das großartige Naturwerl mit den Worten Ausdruck zu verleihen, baß man sich von diesem wunderbaren Objekte gar nicht trennen könne. Als der Monarch aus der Grotte trat. stattete der Ortsvorsteher von Groß-Otok Seiner Majestät den aller-untertänigsten Dank ab für die den Abbrändlern von Groß« Otok spontan zugewiesene Allerhöchste Spende von 1500 Gulden, worauf Seine Majestät durch den ganzen festlich beflaggten Markt bis zum Friedhofe und sodann wieder zurück zum Bahnhofe fuhr. (Fortsetzung folgt.) Die Stadt-Tnrner in Laibach. Unter den vielen fremden Einrichtungen, die im Verlaufe des sechzehnten Jahrhunderts in unserer Stadt eingeführt wurden, verdient auch die Errichtung eines eigenen bürgerlichen Musikchores Erwähnung. Beiläufig um das Jahr 1540 nahm die Bürgerschaft vier Musiler unter dem Namen Stadt-Turner in Sold und warf ihnen einen jährlichen Gehalt von 200 Gulden aus; dagegen hatten diese die Obliegenheit, bei festlichen Aufzügen der Bürgerschaft Misil zu machen und Wechsel-Iveise auf dem Turme des Hauvischlofses die Stunden aus-zublasen. Ihrer bedienten sich auch die Stände, wenn sie sich auf dem Landtage in feierlicher Ordnung nach dem Landhause verfügten. Dafür erhielten die Turner aus der Landschaftstassc eine besondere Vergütung von 40 Gulden. In einer Einlage der Bürgergemeinde, die löbliche Landschaft möchte bei der immer mehr zunehmenden Teuerung auch den jährlichen Beitrag erhöhen, kommen unter an« derem folgende Stellen vor: „da dann die Stat-Thurner dem qanzen Landt ain sondere Zier vund thlaiuodt seien" uud weiter: „fürnemblich weill diß Landt sonderlich bey menniglich mit der Musilh berüembt. vund denselben rhuem zu erhalten ganz willig vund begierig wäre". Infolge dieser Einlage bewilligte auch der damalige Landeshauptmann, der berühmt« Freiherr Josef von Lamberg, die Erhöhung Laibacher Zeitung Nr. 258. 2402 9. November 1907. ihrer Besoldung auf 72 Gulden, uud dem wackeren Meister Stephan, dem Trompeter, eine besondere Gratifikation von 24 Gulden. Lange hat sich das Institut der Stadt-Turner erhalten. Ihrer erwähnt auch Valvasor um das Jahr 1688 und sagt in seiner Beschreibung Laibcichs. daß die Stadt-Turner in ihrer grünen Stadt-Livree täglich um 11 Uhr morgens mit drei Posaunen und einer Zinken oder Kornett sich hören ließen und von der Stadt als gute Musilei besoldet weiden. Auch dieses Institut ist wie so manches andere durch die Unbilden der Zeit untergegangen. Nachstehend soll ein Festung (bekannt unter dem N'amen „Bürgerauszug in Laibach"), an dem die Stadt-Turner tätigen Anteil nahmen, erwähnt werden. In Städten, deren Gründung sich in die dunkle Vorzeit verliert, herrschten untcr den Einwohnern bisweilen seltsame Gebräuche und unter den Zünften oft eigentümliche Freiheiten, die den Bürgern oft teurer als ihre Privilegien waren. Manchmal waren mit dergleichen Gebräuchen festliche Aufzüge verbunden, an denen, obwohl sie anfangs nu«. für gewisse Innungen bestimmt sein mochten, doch im Verlaufe der Zeit bisweilen die ganze Bürgerschaft, oft sogar sämtliche Stadteinwohner Anteil nahmen. Wir erinnern hier an die Auszüge der Väckerzunft zu Wien und München, an die feierlichen Umgänge der Meischer in Nürnberg. Gin ähnlicher Nürgeraufzug fand in früheren Jahrhunderten in der Nacht vom letzten September auf den ersten Oktober auch in Laibach statt. Dieser Aufzug wird nach einem Manuskripte aus dem Jahre 1580 geschildert. In der Hauptstadt Laibach gab es seit undenklichen Zeiten eine gewisse Anzahl Häuser, die von der städtischen Häusersteuer und von den Laudemien in Verlaufsfällen, welche sonst von anderen Häusern dem Magistrate als Grundobrigleit entrichtet werden mußten, befreit waren. Man nannte solche Häuser Patidenlhäuser. Damit jedoch deren Bescher ihr Untertanenverhältnis zum Magistrate anerkannten, zahlten sie von solchen Häusern einen Kreuzer in die städtische Kasse, Nun war es, wie sich das Manuskript ausdrückt, seit undenklichen Zeiten gebräuchlich, daß die Besitzer solcher Patidenlhäuser in der Nacht des 30. September einen förmlichen Aufzug veranstalteten. Sie schritten nämlich paarweise in feierlicher Bürgertracht, unter dem Vorantritte der Stadt-Turner und begleitet von sämtlichen Gesellen und Lehrjungen, welche Faseln und Windlichier trugen, dem Rathause zu. Hier entrichteten sie gerade um Mitternacht in der Hauftthalle den Patident-lreuzer. Hierauf gingen sie im gleichen Aufzugc, unter Musik und Gesang, begleitet von einer zahllosen Volksmenge, die sich unter Iubelgeschrei, Lärmen und Poltern dem Fackelzuge angeschlossen, durch alle Gassen der Stadt. Dies dauerte dann die ganze Nacht hindurch. Im Jahre 1580 hatten, wie gewöhnlich in der Mitter-nachtsfiunde des letzten Septembers, zahlreiche Vollshaufen die Musiler und Fackelträger unter Jauchzen in alle Gassen der Stadt begleitet, als der eben unlängst in Laibach angekommene Vizedom in Krain, Nillas Bonhom. durch den Lärm aus dem Schlafe aufgelveclt wurde und der Meinung war, es sei irgendwo eine Feuersbrunst entstanden oder gar ein Vollsaufstand ausgebrochen. Als er aber von der hergebrachten Gewohnheit und den dabei üblichen Belustigungen unterrichtet wurde, ließ er für diese Nacht das begonnene Volksfest wohl fortdauern, brachte aber tags-darauf die Stadtgemeinde durch seine Vorstellungen dahin, baß die Entrichtung der Patidenksteuer für die Zukunft in der Nacht unterblieb, damit dem Volt« nicht Gelegenheit zu Ausschweifungen gegeben wurde. M. — (Stempelgebühren für Gesuche in Waffe n üb ungsangelegenheiten.) Das Reichs-lriegsministerium hat im Einvernehmen mit den beteiligten Zentralstellen bekanntgegeben, daß von der EinHebung der Stempelgebühren für etwa ungestempelte, mit einem Armutszeugnis belegte, bezw. mit der Mittellosigleitsbestätigung der Gemeindevorstehung versehene Gesuche um Enthebung von der Waffeniibung oder um deren Verlegung auf einen den Erwerbsverhältnissen der Einberufenen entsprechenden Zeitpunlt abzusehen ist. * (Subventionen für Schulgärten.) Der k. l. Landesschulrat für Krain hat im Einvernehmen mit dem Zentralausschusse der l. k. Landwirtschaftsgescllschaft in Laibach, die vom t. k. Ministerium für Kultus und Unterricht und vom lrainischen Norinalschulfonde pro 1907 bewilligte Subvention von 1600 X für die zur Förderung der mit den Volksschulen verbundenen landwirtschaftlichen Lehrlurse und Schulgärten, bezw. für die sorgfältige Bewirtschaftung von Schulgärten 22 Oberlehrer und Schulleiter in Teilbeträgen mit je 50 und 100 X beteilt. —r. * (Zwei Stiftplätze der Antonia Lerchschen Fräulein st iftung.) Die beiden Plätze der Antonia Lerchschen Fräuleinstiftung im Iahrcs- ertrage von je 74 X 66 k mit dem Anfallstermine vom 11. Jänner, bezw. 26. Dezember 1907. sind in Erledigung gelommen. Zum Genusse dieser Stiftung sind berufen adelige Fräulein vom erreichen l>. bis zum vollendeten ^.8. Lebensjcchre, die in Üaibach wohnen, arm und entweder elternlos oder doch vaterlos sind, in Ermanglung von in Laibach wohnhaften Bewerberinnen auch andere in Krain domiziliercnde adelige Fräulein unter den angegebenen Bedingungen. Aspirantinnen auf diese Stiftung haben die gehörig belegten Gesuche bis 15. Dezember 1907 bei der k, l. Landesregierung in Laibach zu überreichen. —?. — (Ob st markt in Ü a i b a ch.) Wie bereits berichtet, beabsichtigt die hiesige k. l. Landwirtschaftsgesellschaft in der Zeit vom 30. November bis 6. Dezember im hiesigen „Mestni Dom" einen Obstmarlt, verbunden mit Obst-prämiierung, zu veranstalten. Man will auf diese Weise einerseits dem kleinen Konsumenten günstige Gelegenheit bieten, auf möglichst einfache Art zu schönem Obste in kleiner Quantität zu gelangen (in Körbchen oder Kistchen zu 5 bis 50 Kilogramm), anderseits hingegen die großen heimischen und auswärtigen Käufer auf das noch vorhandene lrai-nische Obst aufmerksam zu machen. Der geplante Qbst-marlt kann jedoch nur dann stattfinden, wenn eine ent^ sprechende Anzahl von Produzenten ihre Beteiligung daran zusichert. Deshalb weiden alle lrainischcn Obstproduzenten, die noch überflüssiges Obst am Lager haben, ersucht, ihr? Teilnahme bis zum 15. d. M. anzumelden, damit die nötigen Vorbereitungen rechtzeitig getroffen werden können. Das ausgestellte Obst wird zu angegebenen Preisen verlauft werden. Nähere Auskünfte hierüber erteilt die hiesige l. l. Landwirtschllftsgesellschaft. —in— — (Eine wichtige Entscheidung über die Mitgift.) Nach § 1220 des a. b. G.-V. sind die Eltern oder Großeltern verpflichtet, ihren Töchtern oder Enkelinnen „bei ihrer Verheiratung" ein angemessenes Hei-ralsgut zu geben. Der Oberste Gerichtshof hatte nun vor kurzem über die Frage zu entscheiden, ob die Bestimmung „bei ihrer Verheiratung" eine Mitgiftforderung längere Zeit nach der Verehelichung ausschließt. Im vorliegenden Falle hatte die Tochter eines im Invalidcnhause verstorbenen Majors erst elf Jahre nach ihrer Verehelichung von ihrer reichen Großmutter ein Heiratsgut im Betrage von 15.00(1 Kronen oder 5400 .Kronen bar und 1000 Kronen jährlich Zulage verlangt. Von der Instanz wurde die Doiations-pflicht der Großmutter bejaht. Die zweite Instanz gab hingegen dem Rekurse der Großmutter statt und wies den Antrag der Enkelin ab. Dem Revisionsrekurse wurde jedoch vom Obersten Gerichtshofe Folge gegeben. In der Begründung wird hervorgehoben, daß die Vorschrift „bei ihrer Verehelichung" im tz 1220 a. b. G.-V. die Verehelichung der Braut bloß als Beginn des Eintrittes der Dotationspflicht festseht, ohne die Dauer des Dotationsansftruches zu beschränken. Wenn die Klägerin erst nach elf Jahren diesen Anspruch erhebt, so könne hierin ein Verzicht nicht erblickt werden. Die Tochter ohne Enkelin könne auch eine Ergänzung des ihr früher geleisteten Heiratsgules begehren, wenn es nicht angemessen war und während der Ehe der Bedarfsfall eintritt, was hier zutrifft. " (Postalisches.) Die Posterpedientenstelle in Hrasche bei Adelsberg wurde an die Posterpeditorin Frie-derile Ubovc verliehen. — Der Postmeister erster Klasse Gottfried Helm ich wurde von Diva<"a nach Eisnern, der Postmeister zweiter Klasse Franz Ambroöiö von Flitsch nach Dioa<"a verseht. — Ferner wurden versetzt: Die Post-offiziantin Adele Kobler von Birnbaum nach Adelsberg und Hermcnegilde Kolalj von Podnart nach Lai-bach. — Postoffiziantin Hedwig Vajuk in Illyrisch-Fcistritz hat auf ihre Stelle verzichtet. PosteMdientin An-tonie Chiautta in Hra3e bei Adelsberg wurde pensioniert. — Der Postmeister zweiter Klasse Viktor Vad-n o u in Altenmarlt bei Rakel ist gestorben. —,-. " (Industrielles.) Ueber Ansuchen der Firma Lebinger H Bergmann in Littai findet am 19. November um halb 9 Uhr vormittags die Kollaudierung eines von der obgenannten Firma errichteten Lastenaufzuges in ihrem Magazinsgebäude durch einen technischen Sachverständigen der k. k. Landesregierung statt. —?. * (Aus der Diözese.) Die der Präsentation des Herrschaftsbesitzers in Freudental unterstehende Pfarre in Ralitna. politischer Bezirk Laibach Umgebung, wurde dem Pfarrer in Prem, Herrn Johann Lov^in. verliehen. —r. * (Sanitäres.) Wie man uns berichtet, sind in der Ortschaft Jauchen, politischer Bezirk Stein, ein 17jäh-riger Knecht und in der Ortschaft Mrauen. Gemeinde Hin-terberg, politischer Bezirk Gottschee, eine Frau und ein Kind an Typhus erkrankt, ersterer wurde in das hiesige Landes-spital zur ärztlichen Behandlung abgegeben, die letzteren zwei befinden sich in häuslicher Pflege. Die sanitätspolizei-lichen Vorkehrungen wegen Hintanhaltung einer allfälligen Weiierverbreitung der Krankheit wurden angeordnet. — In den Ortschaften Dela<-, Lipovac und Planina des politischen Bezirkes Gottschee und in der Ortschaft Kreßnitz des politischen Bezirkes Littai ist die Typhuseftidemie erloschen. —r. — (Todesfall.) Aus Graz wird vom 7. d. gemeldet: Heute starb hier der Vaurat Oskar Freiherr von Lazarini im 63. Lebensjahre infolge eines Herzschlagcs, nachdem er erst vor drei Tagen schwer erkrankt aus Abba-zia heimgekehrt war, Freiherr v. Lazarini hatte sich nach Absolvierung seiller technischen Studien dem Eisenbahnbau gewidmet und eine Reihe von Linien erbaut, so die Strecken Deutsch-Brod — Humpoletz. Schwechat — Manns-wörth. Laibach—Stein, die Mühllreisbahn in Oberösterreich und noch eine Reihe anderer Linien in Böhmen und Ungarn. Später stand er bei der Ungarischen Nordostlxihn in Verwendung. — (Zugunsten des Landeshilfsver-eines für Lungenkranke.) Bei dem am 5. d. M. erfolgten Königsschiehen der I. Laibacher Volzschützen-gesellschaft wurde der hiesige Handelsmann Herr Franz Terdina als der beste Schütze für das laufende Jahr zum Schützenkönig ausgerufen. Mit dieser Würde ist der Anspruch auf ein Best im Werte von 60 X verbunden auf welches jedoch der genannte Herr in großmütiger Weife zugunsten des „Landeshilfsvereines für Lungenkranke" verzichtete. Bei dieser Gelegenheit wurde von den anwüsenden Schützen noch ein weiterer Betrag von 18 X gesammelt und dem gleichen Zwecke zugeführt. Den großmütigen Spendern herzlicher Dank! " (Mitteilungen aus der Praxis.) Die Mitglieder des Franzistanerordens als eines Mendilanten-oidcns sind nicht als Personen anzusehen, welche im Sinne des tz 8. Punkt 2, der Reichsrats-Nahlordnung der öffentlichen Mildtätigleit zur Last fallen, und sind daher vom Wahlrechte nicht ausgeschlossen. —r. — (Vereinswesen.) Die gründende Versammlung des Untersiützungs-Begräbnisvereines der k. l. Post-und Telegraphenbediensteten in Laibach wird morgen nachmittag um 5 Uhr im Vereinszimmcr, Aemonastraße 11, stattfinden, worauf die Kollegen aufmerksam gemacht werden, — ( k> i rn u n 0 r o f? o i- 6 i o l> v n .i a v n n k n.1 15 n i l! ll in « i t n 1 n i e, Anton Nabrgoj und Christian N°abrgoj, beide in Lo^e, zu Gemcinderäien ge. wählt. —u. — (Vriefc und Karten nach I apa n.) Laut Handels-Minisierialvcrordnung vom 28. Oktober !. I., Z ^9.074/1', sind Nriefe und Postkarten nach Japan über Sibirien nur in dem Falle zu leiten, wenn dieser Weg ausdrücklich vom Absender vorgeschrieben ist. — (Ein Marti nilonzert der Militärkapelle) findet heute abend in der Südbahnrcstauration (Schrey) statt. Anfang um 8 Uhr. Eintrittsgebühr 60 k. — (Martini-Konzert.) Morgen findet in den Nestaurationslolalitäten des Hotels „Union" ein Martini-Konzert statt. Anfang 7 Uhr abends. — (Die Laib ach er Verein slapelle) konzertiert heute abend im Hotel „Südbahnhof" (Seidel). Anfang um halb 8 Uhr abends. Eintritt frei. " (Verloren) wurde ein schwarzes Geldtäschchen mit 7 X und mehreren Lotteriezctteln. Theater, Kunst und Literatur. "" (Deutsche N ü h n e.) Gestern fand bei sehr gut besuchtem Hause die vierzehnte Aufführung der unverwüstlichen Operette „Die lustige Witwe" statt. Das Publikum spendete den braven Darstellern warmen Beifall. Fräulein Seldern wurde durch Ueberreichung einer schönen Vlumenspende geehrt. — (Konzert V u r m e st e r.) Montag findet ein Konzert des auch in Laibach rühmlichst bekannten großen Geigenkiinftlers Willy Vurmester statt. Ueber seine letzten Leistungen entnehmen wir nachstehende Zeitungsberichte: Nurmester spielte noch einmal bei B'öseudorfer. Angesichts seiner wahrhaft monumentalen Kunst wäre jedes anerkennende Wort eine Beleidigung; er ist etwas so Unvergleichliches, so Eigenartiges, daß ich mich beinahe darüber wundere, daß die Leute schon anfangen, ihn zu begreifen! Wien (Neue Musikal. Presse, Dezember 1905). — Für mein Empfinden ist Vurmester heute der größte Geiger. Kein anderer geht gleich ihm ohne Rest im Wesen der Musik auf. kein anderer hat so viel tiefes Gemüt, fo viel Inhalt und Bekenntnis. Gesang und Wohllaut zu verschenken. In Tschailowslys Canzonetta war ein begnadeter Poet am Werk. Sie klang wie neu entdeckt und schien aus Duft und Wehmut gewoben. Was Vurmcstcr aufaßt, hat Eigenart und Profil. Er spielt Erlebtes, vor unseren Augen Entstandenes. Seine Klage ist echt und nicht von gestern. Er konzertiert nicht, er gibt sich selbst. Wie anders tonnte die alte Arie Bachs, die aus der einen Saite alle die Wunder des Stammvaters der Musik erklingen läßt, unter Vur-mesters Händen immer wieder ihre Auferstehung feiern, eine Offenbarung des alten Testaments, da Gott selber noch Musik machte? Wien (Illustr. Extrablatt). — Man kennt zur Genüge Vurmesters technische Genialität und Vielseitigkeit; man kennt zumal die unwiderstehlichen Zauber, deren er als Herenmeister Paganinischer Art mächtig ist. Aber höher als all seine verblüffende Virtuosität steht uns der herzergreifende Zauber seiner Kantilene, wie er ihn als Sänger der Nachsehen „Air" übt. Das spielt ihm ja wahrhaftig niemand nach; es klingt, als ob gleichzeitig einhalb Dutzend edelster Violoncelle von Meisterhänden gestrichen würden. Wir geben jenem witzigen Kunstfreunde recht, der sich äußerte, daß erst Burmester dem Wiener Publikum das richtige „Air"-Gefühl beigebracht habe. Wien (Fremdenblatt). — Ein solcher Geiger, wie Willy Vurmester. der am Donnerstag in der Singakademie mit dem Philharmonischen Orchester einen ..Paganini-Abenb" veranstaltete, ist seit Menschengedenten nicht dagewesen. So oft man auch geneigt ist, anzunehmen, daß in der Technik die Grenze der Möglichkeit erreicht sei — man wird immer wieder eines anderen belehrt, wobei nicht nur das „Was", sondern auch das „Wie" in Frage kommt. Was Vurmester an Terzen-, Seiten- und Oltavenläufen, ganzen Pizzicatogängen, zweistimmigemFlagcolettspiele und ähnlichen Dingen leistet, grenzt ans Wunderbare, und dabei bleibt der Ton selbst bei den verzwicktesten Kunststücken stets rein und edcl. (Preußische Kreuz-Zeitung). — (Aus der deutschen T h e a t e r t a n z l c i.) Sowohl Fräulein Kurt als auch Fräulein Helmsdorf sind wieder gesund und daher können die Operettenvorstellungen wieder aufgenommen werden. Morgen gelangt die Operette „1001 Nacht" zur Aufführung und am Montag wird die mit durchschlagendem Erfolg gegebene Neuheit „Walzer-traum" wiederholt weiden. Die Partie des „Nicki" wird diesmal Herr Engel singen. — Weiterer Spielplau: Mitt. woch:.....so ich dir!" Donnerstag: „Fräulein Iosette — meine Frau"; Samstag: „Der Rastelbinder". — (Ein neues Oratorium von Perosi.) Abbate Lorenzo Perosi hat, wie der „Kölnischen Zeitung" gemeldet wird, ein neues Oratorium „Anima" vollendet, das seine erste Aufführung im kommenden Dezember zu Rom in einem neuen Konzertsaal erleben wird. den der Meister nach seinen Angaben nnweit der Engelsburg hat erbauen lassen. Illusion, naor» in der Z>otnkirche. Sonntag den 10. November (I'litrociniurn Leatae .VIario Virgin«) um 10 Uhr Hochamt: Hlissa, cls Voatll von Josef Foerster, Graduate k<>i>Q<1it!tll or, vonorüdili^ von Anton Foerster, nach dem Offertorium ssaivo lio^ina von Msgr. Franz Walczynsli, Kanonikus und Chorbireltor in Tarn6w. In der Ktadtpfarrkirche St. Jakob. Sonntag den 10. November. (Maria-Schutzfest) um 8 Uhr Hochamt: ^li^l» „^ii^iictl" Nr. 2 in I'^-^ui' von Fr. Schöpf. Graduate T^n^äiota ot, v«nl>i-udiU^ von Anton Foerstcr. Offertorium ^.v« Hlnrin von Moritz Nrosig. Telegramme des k. k. Telegraphen-ßorrespondenz-Bureaus. Reichsrat. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 8. November. Die Debatte über die Dringlichkeitsanträge, betreffend die Gewährung einer Entschädi» gung für die Familien einberufener Reservisten, gedieh bis zur Wahl der Generalredner und wird Dienstag fortgesetzt werden. Parlamentarisches. Wien, 9. November. Einem ausgegebenen Kommuni-qus zufolge genehmigte der Deutschnationale Verband den Eintritt des Abgeordneten Peschka ins Ministerium, nachdem Minister Prade einige Aufklärungen gegeben. Außerdem wurde der Vorstand des Verbandes beauftragt, dem Zwölferausschuß der deutscheu Parteien mitzuteilen, daß der Verband mit Mehrheit beschlossen habe, für den Ausgleich zu stimmen. Diskonterhöhungen. Rom, 8. November. Durch ein von heute datiertes Dekret des Schatzministeriums wurde nach erfolgter Meinungsäußerung der Emissionsinstitute der Diskont und der Lombard-Zinsfuß von 5 auf 5'/. Prozent erhöht. Petersburg, 8. November. Die Staatsbank erhöht den Diskont für Wechsel bis neun Monate um 1/2 Prozent. Kopenhagen, 8. November. Die Nationalbanl erhöht von morgen ab dcn Wechseldiskont von 6 auf 7 Prozent und den Lombardzinsfuß von 6V2 auf 7^/, Prozent. Stockholm, 8. November. Die Reichsbanl hat den Diskont von 6 auf 6'/, Prozent erhöht. Christian ia, 8. November. Die Bank von Norwegen erhöht von morgen den Diskont von 5 auf 6 Pro. zent. Das französische Einkommensteuergesetz. Paris, 8. November. Trotz aller Ableugnungen verlautet, der Finanzminister werde in der heutigen Sitzung des SteuerausschusseZ ankündigen, daß er sich entschlossen habe, einige Einzelheiten des Eintommensteuerentwurfes abzuändern. So soll die französische Staatsrentc nicht mit einer besonderen Steuer belegt werden, sondern in die Komplementärsteuer einbezogen werden, die das gesamt« Einkommen erst von einer gewissen Höhe an trifft. Dieses Abkommen würde den kleinen Nentenbesitzern zugute kommen. Paris, 8. November. Finanzminister Cailloux stellt neuerlich in formeller Weise in Abrede, daß er irgend eine Abänderung des Ginkommensteuerentwurfes hinsichtlich der beweglichen Werte, insbesondere der Rente, beabsichtige. Verstorbene. Am 6. November. Margaret« Iapelj, Inwohnerin, 75 I., Zimmerergasse 3, Leberkrebs. — Antonia Kovaö, Dienst, böte, 54 I., Floriansgasse 36, 'lubsreul. pulin. Am 7. November. Ursula Vieslvar. Besitzerin. 61 I., Große Schiffergasfe 17, Herzlähmung. — Maria Oadez, Pri« vate, 61 I., Wienerftraße 17, ^popisxia, Uemipioxi». Landestheater in ßaibach. 23. Vorstellung. Ungerader Tag. Vonntag den 1». November »807 10O1 Nacht. Phantastische Operette in einem Vorspiel und zwei Akten von Leo Stein und Karl Lindan. — Musik von Johann Strauß. Bearbeitet von Einst Reiterer. Anfang halb 8 Uhr. Ende 10 Uhr. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. '2Ü7N. TML 6^SO. schwach bewölk "' 911. Nb. 741-1 8 9, SW. schwach 9-l 7 U. F.' > 739-7 j 7'1> NW. schwach > Nebel > 1b Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 4-1', Nor« male 5 4°. Regen frühmorgens. Wettervoraussage für den 9. November für Steiermart, Kärnten und Kr a in: Meist heiter, stellenweise Bodennebel, schwache Winde, sehr kühl, nachts Frost; für das Küstenland: größtenteils bewölkt, schwache Winde, kühl, gleich» mäßig anhaltend. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. übmagening vorhindert sicher SCOTTS Emulsion. 8ie ist das vorzüglichste Heil- und Nährmittel für Kinder und wird auch Ihrem kleinen Liebling die Gesundheit wiederbringen, wie sie es erwiesenermaßen schon für Tausende bewirkt hat. SoottB Emulsion bietet der Abmagerung Einhalt, bildet f gesundes, w-1 festes Fleisch und erfüllt das Kind mit freudiger Lebenskraft. Wenn je ein Kind kränklich erscheint, gebe man ihm unverzüglich cSCOTT». 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Xl>«»lul «In > !'«pot,, «»«!!»»>«>! «IM UM >>«i !«l 8,l»»t<»s-llu«u<, >. ?>.'^M f"' Nu<,»l'...t, V. tt.,.!..!f.^!c,.«., X, ^MM Foulard- V 01 sl 0 Rohe Bast* \ 01 fl Q MeryeilleüX- V QI fl Q Mml~ \ QIM Q uBengaline^QlyjQ uCte|)|j||J(j « Schotten Q|j||J|| uAmm OulUU lur Vlusen und Roben in allen Preislagen, sowie stets das Neueste in schwarzer, weißer und wblger „Hennebera'Veide" von 60 Kreuzer bis fl. 1135 per Meter. — Franlo und »chon verzollt ins Haus. Muster umgehend. (61) 7—7 Seiden-Fabrikt. Henneberg, Zürich. Laibacher Zeitung Nr. 258, 2404 9. November 1907. : einladung. \ fßorgen Sonntag den 10. ßovember j um 8 Qbr abends in der Glasballe : dts „Kasino" ?ur f eier des Oeburts-: tages von flftartui Cutber [ I slHIIIH.AIllllilisllllllfllO | ; mit Cicbtbilderx>ortrag: i \ 41 mci$terbildcr Rcmbrandts. j : g^mfrtff fret. (46H) t Mit sehr gutem Erfolge wird If VTTONiÜrf-——¦""""—" _________' ' SBBtSBBNINk ~a gg»x angewendet bei: 1 1^8 Crkrankangen der Luftwege S III H Katarrhen des Rachens © F§^1 **er Bronchiea fad \£^0$ Lungen and Brustfellentzündung. Niederlage bei den Herren Miohael Kastner und Peter Lassnik in Lalbaoh. (3443) Um Unteraohlebnngpen vorzubeugen, worden die P. T. Konsnraenten von „Mattonis Qießhübler" geboten, dio Originalslasche Gießhübler Sauerbrunn bei Tische vor ihren Augon offnen zu lassen und den Korkbrand zu beachten J C Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens. Dritte Kunstausstellung im Kasinogebäude, I. Stock. Ölgemälde, Aquarelle u. Werke der Bildhauerkunst. Geöffnet täglloh von 10 Uhr vormittags bis 4 Uhr nachmittags. Eintritt 60 Heller. ~- Auf Namen lautende Dauerkarten, welohe zum Besuohe während der ganzen Ausstellungszeit berechtigen und nur für die Person gültig sind, (4575) 3 kosten 2 Kronen. 3___________r Bahnhof-Restauration. Heute Samstag Martini-Konzert ausgeführt von der Musikkapelle des k. u. k. Infanterie-Regiments Leopold II. König der Belgier Nr. 27. Anfang um 8 Uhr abends. Eintritt 60 h. Zu zahlreichem Besuche ladet höflichst ein (4(5i5) Jose! Schrey, Restaurateur. —*^—^-^^-^— — — Caibacbcr deutscher Curnoeretn. Gut ^^ I)etl! Beginn der Can^übungen (oorldufig in der tilasbaik) IDittwocI) den n. Dovember um $ Uhr abends. (46os) 2-1 (Statt jeder besonderen Hn;eige.) Ein guter Ratgeber für alle Eltern, die für ihre Kinder eiu belehrendes Spiel- und Beschäftigungsmittel suchen, ist das illustrierte Büchelchen über Ankor-Steinbau-kasten, Auker-Brückenkasten usw. usw., das die Firma F. Ad. Richter & Cie., Königl. Hof- und Kammorlieforanten in Wien, I., Operngasse 16, auf Verlangen franko zusendet, denn es enthält außer einer eingehenden Beschreibung der verschiedenen Anker-Steinbaukasten und Anker-Brücken-ka8ten auch viele schöne Baubilder sowie zahlreiche hochinteressante Urteile. Diese Beurteilung lautet einstimmig dahin, daß es kein besseres Spiel- und Beschäftigungsmittel für Kinder in jedem Alter gibt, als Richters Anker-Steinbaukasten und Auker-Brückenkasten. Wir geben deshalb allen Eltern den wohlgemeinten Rat, vor Einkauf eines Weihnachtsgeschenkes das interessante Richterscho Büchelchen zu lesen, worin man auch Näheres über gute Musikwerke und Sprech-Apparato findet. (4287 c) Bei Tuberkulose vorordnet man jetzt allgemein das Guajacol. Seine ausgezeichnete Wirkung bewährt sich in sehr vielen Fällen, allein es hat den Nachteil, daß es von den Kranken uicht gerne genommen wird und sogar oft einen unangenehmen Geruch zurückläßt Es ist nun der neuen Chemie gelungen, dieses wichtige Präparat in einer angenehmeren Form, im Thiocol, auf den Markt zu bringen. Das Thiocol wird in einer Siruplösung eingeführt, die man unter dem Namen „Sirolln Roohe" in allen Apotheken erhält, welches Präparat stets gerne genommen und gut vortragen wird. Mancher Kranke wird erfreut sein, nunmehr ein dem Guajacol gleichwertiges Erzeugnis in einer so angenehmen Darreichungsform zu erhalten. (83 b) Ein gutes Hausmittel. Unter den Hausmitteln, die als schmerzstillende und ableitende Einreibung boi Erkältungen usw. angewendet zu werden pflogen, nimmt das in dem Laboratorium der Dr. Richters Apotheke zu Prag erzeugte Liniment. Capsici comp. mit «Anker» (Ersatz für «Auker-Pain-Expellor») die erste Stelle ein. Der Preis ist billig: 80 h, K 1-40 und 2'— die Flasche; jede Flasche befindet sich in eleganter Schachtel und ist kenntlich an dem bekannten Anker. (3791b) 4—1 Hotel Ilirija. Samstag den 9. sowie Sonntag den 10. d. AI. Wurstessen. Leber-, Blut- und Bratwürste eigener Erzeugung. Zu zahlreichem Besuche ladet höflichst ein (4617) 2-2 Wm^H-tw. IVovalc. paaeuTscHEftM MitdenUeilagen:! FUr die Frauenwelt. < Aus der Zeit ' für die 3eit. Der Naturfreund, viichertisch. 3 Monatlich 2hefte! l kompletter )a!zr-gang Marl 7.20. 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