Ar. 42. Donnerstag, den 26. Wai 1881. VI. Jahrgang. Cillier Zeitung. ?rünumk>-ation»-Sscjingungsn. Aür Silli: liA . . . —SS Wettetjtttif . . i-S» H»N>>iUirig . , . ».— «►aiHiam». . . Mit Vost. Versendung: . . 1.80 . . . S.»0 . . . «.«5 w«m> .Hiltiüiini t?i«zelne Nummern 7 fr. Erscheint zed» ttt. < (e«4eta«,» 3n(tr«te Cttf die „fiBiet j'tlaof" «■ i tt. Wtfli in fti'R. xn) nUtn »e»eule,»e» «lädlc» dc, a«iui»e«l>. I«I. »>c«. ie>« i» Gr»z. n. L"(iSiUI u#6 Willi. * 4»m» >» (Bien. A. Hili. jiilung« • Sjeiur i» (alt «4. ?er Kampf um die Schute. Wien, 23. Mal. Hands of! Rührt nicht an die Schult l Hülei Euch, da» Heilig» lhum der Deutsche» in Oesterreich mit frevelnder Hand anzutasten! Hände weg! Die heutige Sitzung des Abgeordnetenhauses hat es deut-lich gezeigt, daß wir für unsere idealen Ziele im-mcr noch mit opsermulhigsler Begeisterung einzu-treten vermögen. Feilscht, wie die Schächer um die Kleider de» Heiland«, um Bahnen und der» gleichen, aber unsere Schule, die un« Deutschen der Tempel der Bildung und Aufklärung ist, an die rühn nicht. Wir können manche« dulden, der Deutsche hat eine harte Haut; aber an seinen Idealen hängt er mit allen Fasern seine« deut« schen treuen Herzen«. Die läßt er sich nicht rau-den. Ihr beschwört durch Euern Anschlag wider die Schule einen Sturm der Entrüstung herauf, dem da« baufällige Gerüste einer zusammenge« flickten Majorität nicht Stand halten kann..... Wa« haben unsere Abgeordneten mit ihrer impo-santen Minorität von dieser ZufallS-Majorilät nicht schon hingenommen! Seit Graf Taoffe die Aera der Ve, söhnung eröffnet, war da« Bretter-hau« vor dem Schottenthore »chon oft der Schau-platz bewegter, aufregender, heftiger Auftritte; aber eine solche Scene, wie die heutige, hat dasselbe »och nie gesehen. Warum aber auch duldet die Regierung, duldet die Majorität, daß die Feinde des Richte«, dcr Aufklärung und Erkenntniß ge-rate gegen da« höchste Ideal der Deutschen ihre tempelschänderischen Hände ausstrecken? Sie thun es ungern, wider Willen. Um so ärger. Sie ahn» teil, was kommen werde, wa« kommen mußte, und hatten doch nicht den Muth, sich dem Terro» riSmuS de« schwarzen Häuflein« zu widersetzen. Sie hatlen aber auch nicht den Muth, die Motive anzugeben, welche sie bestimmten, die achtjährige Schulpflicht auf den Allar der „Versöhnung" zu legen. „Als Redner gegen den Au»schußantrag — verkündigt» der Präsident, nachdem der Be« richterstatter der Majorität, Hofrath Lien« bacher, die Tribüne bestiegen halte — „find eingetragen: Dr. Promber, Dr. Hoffer, Dr. *wst<-kandl, Panowtki, Stibitz. Neusfer, Dr. Ed. Sueß, Dr. v. HeilSbeeg, Fux. R. v. Obentraut, v. Wick-hoff. Frh. v. Hackelberg, Dr. Schaup, Dr. Nitfche, f ll r denselben ist niemand eingetragen." Doch, doch! Einen Generalrevner hat die Majorität doch bestellt, Herrn Oberndorfer; und auch die Regierung fand einen muthigen Vertreter ihre» — nicht muthigen Vorgehen«; er nennt sich Pozzi und ist Scction«chef im LuituSministerium. Außer-dem sprach noch von Seite der Rechten der un-vermeidlicht Herr Georg Liendacher. Da« Trifo-lium Pozzi-Odtrndorfer-Lienbachcr auf der einen Seite; auf der andern: Hofrath Dr. Beer al« Berichterstatter der Minorität, dann Dr. Prom-der, Dr. Hoffer und Dr. Ed. Sueß. E« war ein Tag de« Gerichtes. Dr. Beer entwickelte die Anklage. Mit einer Wärme, welche durch die Ruhe des Tones und die Mäßigung des Ausdruckes nur um so wohlthuender wirkte, verfocht er das von den liberalen hochgehaltene Princip der Schulpflicht. Der Staut n"rmirt dieselbe. Er mag concreten Bedürfnissen zu ent< sprechen in der Erleichterung dieser Pflicht so weil gehen, wie nur immer möglich, aber dem Belieben dcr Eltern darf er e« nicht anheimstellen, ob die-selbe erfüllt werden soll, oder nicht. Und weil dcr Ausschußantrag dies thut, darum bedeutet deffen Annahme nichts Anderes, als die Aufhebung de» Volksschulgefetze«, die Rückkehr zu den ehemaligen Schulzuständen. Hat der Herr Ackerbauminister, fragte Redner, feine Zustimmung zu der neuen Formn« lirung gegeben? Hat er in Erwägung gezogen, daß die ganze Organisation unserer modernen Ackerbaufchulen auf dem Volksschulgesetze aufgebaut ist? (Sehr richtig, link«.) Hat der Herr Han« d e l « m i n i st e r sich überlegt, daß die ihm unterstellten gewerblichen Lehranstalten dadurch leiden und annulirt werden in ihrem bisherigen Bestände? Daß man von vorne wird anfangen müssen, sie zu or^anisiren? Und wa« mich am meisten wundert, ich vermisse auch den Herrn Sandesvertheidigung« - Minister. Hat dieser feine Zustimmung zu dem Gefetzent« warf gegeben? Weiß er nicht, in welchem Zu» sammenhange allgemeine Schulbildung und allge« meine Wehrpflicht stehen? Ackerbauminister und LandeSvertheidigung»« minister, sie find ja alle Glieder jene» Kabinet», welches den stolzen Namen de» Grafen Taaffe an der Spitze Hot; Graf Taoffe ist e» eigentlich, dcr eS dem großen NachbarstaatSmann abgelauscht hat und den Makler in dieser großen Frage bildet. Weiß nun Graf Taaffe nicht, welche Aufgaben sich der moderne Staat stellt? Hat er dlo» die Aufgabe, seine Machtsphäre zu wahren. Recht»-zwecke zu vollbringen und zu verwirklichen? Er hat ja doch auch die Aufgabe, gewisse Culturzwecke zu verfolgen. Aber Culturzwecke kümmern den Herrn Ministerpräsidenten nicht. Innerlich lacht er über unseren Eifer für da« Volksschulgesctz und für die zukünftige Generation, wenn er nur momentan au» einer Schwierigkeit herauskommt. Feuilleton. Zn den Gewittern der Zeit. Roman von Äigler. Cll. Fortsehung.) Er stand bei den Arbeitern in dem Ansehen einte warm fühlenden, den Klagen seiner armen Mitmenschen leicht zugänglichen Mannes, entgegen dem starren, eisernen Sin» seines Vater». Aber er war der Sohn eine« Äroßcapitalisten, und da» nur machte die unzufriedenen, leidenschaftlichen Leute oft gegen die edlen Absichle» Willibald'» blind . . . Er dürfte da» nicht mit jedem wagen, aber wil H-lmbold suchte Willibald, seitdem er wußte, daß derselbe der Verwirklichung einer fest in Kopf und Herz geprägte» Idee zustrebte, in eine Art vertraulichen Umgang« zu gelangen ... er be-aiül>lt sich, ihn zu seinem Standpunkte emporzu-ziehen. Freilich war dieser ein Standpunkt, der von den wenigsten erreicht oder auch nur verstanden, ton fast keinem gewüidigl, von den meisten ver-lacht und verspoltet wird. Es ist die Zeit der starren Gegensätze, die Zeit der Verständniß- und Rücksichtslosigkeiten . .. Helmbold verlangte nach Bildung, er empfand eine wahre Gier, feine darauf zielenden Bedürf« nisse zu befriedigen, und oft, wenn er an Willi» bald die Fülle der Kenntnisse desselben bewunderte — Willibald hatte ihm diese Bewunderung, seit er in näherem Verkehr mit ihm stand, abgenölhigt! — fühlte er im tiefsten Herzen eine Regung de« Neide» und mehrere Mal schon hatte er, Willibald gegenüberstehend, ausgerufen: — Ja, die Reichen können das Alle» lernen, und danim sind sie die Ueberlegenen, die unseren kenntnißtosen Geist am Gängelbande führen, wohin nur e» ihnen beliebt! — Wohlan! hatte Willibald bei sich gedacht: Du sollst deinen Durst stillen können, die Mittel, Dich zu bilden, sollen Dir zugänglich gemacht werden! Und er stellte nicht nur seine sehr reichhaltige Privatbibliothek zur Bersügung, sondern ließ e» sich auch angelen fein, ihm öfter eine Stunde freie Zeit zu verschaffen, die entweder im gegenseitigen Austausch der Meinungen oder von Helmbold allein bei der Lektüre verbracht wurde . . . Die beiden Männer kamen eben jetzt wieder au» dem Privatzimmer Willibald's nach dem Fabrikhof herüber; sie hatten die Pause, welche während de» Frühstück» stattfindet, mit einem be-lehrenden Gespräch ausgefüllt, und Helmbold steckte einen dicken Band, den er au» Willibald'» Biblia- thek entliehen, in die innere Tasche seine» Rocke». Die nach »er Wcrkstättc zurückkehrenden Arbeiter saht» die beiden neugierig an und sprachen über da» jüngste Ercigniß: Helmbold hatte von den Ehef» der Fabrik die Stelle eine» niederen technischen Beamten erhalten. Es war Willibald nur nach Aufwendung vieler Mühe gelungen, die Bewilliguug seine» Vater», der den Umgang seine» Sohne» mit diesem „trotzigen Arbeiter" sehr ungern sah, zu dieser Rangerhöhung Helmbold'» zu erhalten. Die Arbeit hatt« noch nicht lange wieder be« gönnen al» Willibald'» Braut in ihrer eleganten Equipage drüben vor dem Wohnhause ankam. Die Dienstboten im Treppenhause stoben überrascht äu»« einander, al» die Dame in ihrer kostbaren Kleidung heranraufchte. Die dösen Zungen halten sich eben wieder mit Willibald beschäftigt. E» stand bei den Leuten fest, daß dieser zu« weilen Abend» Besuche abstattete, die für einen Bräutigam, der im Begriff stand, sich nächsten» zu verehlichen, weuig passend waren. Der Portier de» Haufe», welcher eben eitig wieder in feine Stube zurücklief, wollte sogar ganz bestimmt gestern Abend Willibald Arm in Arm mit einem jungen Mädchen gesehen haben, mit dem er über den Alexanderplatz gegangen sei. Und dieser häufige und vertrauliche Umgang de» jungen Chef» mit dem Arbeiter Helmbold .. wenn tr nur geuisse Differenzen begleicht und ein kleine» Häuflein zufriedenstellt, welche« sich in den Kopf gefetzt hat, die Axt an die Schulgesetz-gebung zu legen. Bilbung«zweck, Herabwürdigung unsere« Parlamente«, Herabwürdigung der Autorität der Regierung, an da« denkt Graf Taaffe nicht. Gerade er hat durch sein Borgehen, nicht in anderen materiellen Fragen, sondern in dieser vitalen, bedeutenden, einschueidenden Frage die Autorität der Regierung in der öffentlichen Mei-nung um ein Gewaltige« herabgewürdigt. Nachdem noch Dr. Promder und Dr. Hosser den Au»schußantrag bekämpft hatten, mel-dete sich der RegierungSvertreter Section«chef Dr. Pozzi zum Wort. Er hat sich tapfer gehalten, ja sogar heroisch. Dem Muthe gegenüber, den er an den Tag legte, erscheint die Tapferkeit eine« Eid Feigheit; denn er unternahm es, die Regierung vor dem Lorwurf der Inkonsequenz in Schutz zu nehmen, wiewohl sie dem Antrag Lienbacher» beistimmt, dessen Nothwendigkeit sie allerdings nicht einsieht. Aber sie sieht auch keine Gefahr darin, daß man den Eltern erlaube zu verlangen, daß ihre Kinder au» der Schule ent-lassen werden. Der Herr MinoritätSberichterstatter, jagt Herr Pozzi, habe ja einstmals erzählt, wie sich die achtjährige Schulpflicht in den letzten Iah-ren so tief einbürgere in die Bevölkerung. E« ist sonach gar nicht zu besorgen, daß die Eltern von dem ihnen Herrn Lienbacher zulieb eingeräumten Rechte Gebrauch machen werden. . . . Der arme Hofralh Lienbacher wird einfach auffitzen. Herr Pozzi ist eben überzeugt, daß die Eltern ein sol-chc« Verlangen nicht stellen werden. Uud dann ist ja auch noch eine hohe Regierung da, deren Festig-keit, Unbeugsamkeit und Pflichttreue wir vertrauen dürfen. Herr Pozzi erklärte im Namen der Re» gierung — man kann sie also erforderlichen Fall» beim Wort nehmen — daß e» die Regierung für ihre Pflicht ansehen weide, „die Interessen der Schute thunlich st zu wahren/ .... Leo T h u n l i ch st natürlich. E» war bitteres Lachen, das durch die Reihen der Linken ging, als Herr Dr. Pozzi sich so ror Lienbacher qedemüthigt hatte. Die Debatte wurde hierauf geschlossen und Herr Oberndorfer sprach als Generalredner der Rechten. Seine Rede war des kulturfeindlichen Antrags würdig, dem sie galt. Achtjährige Schul-Pflicht! Herr Oberndorfer will sie nur zugestehen, wenn der Staat die Schulkinder auch ernährt und versorgt. Vielleicht findet Herr Pozzi auch einen Weg, wie diesem Wunsche de» Freunde« Lienbacher« entsprochen wird. Und nun kam die Reihe zu sprechen an den Generalredner der Minorität Dr. Ed. S u e ß. Die Wirkung dieser Flammen - Rede zu schildern, mit welcher der beredete Abgeordnete de« II. Wiener Wahlbezirke« der tiefen Entrüstung über la« Alten» tat gegen die Volksschule Ausdruck gab, ist einfach nichl möglich. Ohnedies war die Stimmung der B gewiß, auch er war verdächtig l Wenn nur dieser gar die Stelle eine« Helfershelfer« bei Willibald'« „Abenteuern" versah: Die Bediensteten eine» herrschaftlichen Hause» leben vom Skandal . . . Warum ließen jene bösen Zungen dem Herzen ValeSka'S keine Ruhe? Sie mochte sich'« kaum eingestehen, sie wehrte sich mit aller Kraft gegen den Gedanke» einer Un-treue Willibald'S; aber, weiß der Himmel, fie konnte sich doch dieses Gedankens nicht erwehre», und eine gewisse Schüchternheit, ein etwa« kalte» Zurückhalten hatte sich in ihrem Verkehr mit Willibald während der letzten Wochen bemerkbar gemacht. Ihre freundlichen Züge waren ernster ge« worden, und wie eine heimliche Besorgniß lag e» immer auf ihrem Antlitz. Ader wenn Willibald, diese Veränderung wohl beachtend, zuweilen leise nach der Ursache dieser letzteren gefragt, so hatte sie bisher immer geschickt auszuweichen gewußt. Auch für Valeska war der jetzt so vertrauliche Umgang de« Verlobten mit jenem Arbeiter nicht recht erklärlich, obgleich sie Willibald'S Aeußer-ungcn von damal», al» die Leute eine Lohner-höhung gefordert, nicht vergessen hatte. Er konnte ja die» und da» thun, wenn er sich bemühen wollte, die ihn so lebhaft beschäftigende Frage auch preklisch zu lösen; er konnte unter dem Vorwande, Helmbold» Thätigkeit auf eine andere Art in verfassungstreuen wie mit Elektricität geladen. Und nun solche Impulse zur Entladung. Doch trotz dieser monumentalen Rede, die überall in Oesterreich, wo nur im leisesten ein Sinn für Bildung und Aufklärung vorhanden ist, mit Jubel begrüßt werten muß, machte die Majorität von ihrer Zufallemacht Gebrauch und beschloß daS Eingehen in die Specialdebatte über den Antrag des salzburgischen Erzreaktionär» Hofrath Lienbacher. Der Antrag selbst ist eine schlecht cachirte Reduktion der achtjährigen Schulpflicht; eS wird in demselben den Eltern anheimgestellt, ihre Kinder nach vollendetem 6jährigen Schulde-suche zu Gesindediensten herbeizuziehen. — Nun da» Attentat ist der deutsch- und bil» dungsfetndlichen Liga gelungen. Die Lideralen wurden wieder besiegt, aber sie errangen trotz ihrer Niederlage den SiegeSlorbeer. Politische Rundschau. villi. 25. Mai, Der Handelsvertrag zwischen Oesterreich und Deutschland wurde vorgestern abgeschlossen. In Eroatien hat die Fraumemancipatiou einen großen Schritt vorwärts gemacht. Bei den bevorstehenven Gemeinderathswahlen erscheinen die Frauen auf Gründ des neuen Wahlgesetze» zum erstenmale al« Wühler. Der König von Italien Hot Herrn D e -p r e t i « mit der Bildung eine« neuen Kabinete« beauftragt. In Algerien wurde eine über da« ganze Land verzweigte Verschwörung entdeckt. DaS Werk der zur Zeit in Konstantinopel tagenden europäischen Botschafterkonferenz ist endlich von Erfolg gekrönt worden. In der Sonnabend» Sitzung der Botschas'er und der türkischen De-legirlen ist die Convention für die Uebergaben der an Griechenland eedirteu Gebiete nebst dem die militärischen Details betreffenden Anhang endgültig vereinbart worden. In der Sitzung der serbischen Skupschtina vom 2l. d. M. gelangte eine Botsckast deS Fürsten zur Vorlesung, iu welcher der Abschluß eines Handelsvertrages mit Oesterreich-Ungarn mitge» theilt wird. Nachrichten aus AlexandrowSk besagen, daß die Unruhen in den Kreisen AlezcandroaiSk und Melitopol fortdauern. Die Bauern übersatten daselbst die jüdischen Grundbesitzer und Pächter. Beim Einschreiten der Behörden unterwerfen sich die Tumultanten sofort ohne Widerstand. Wien, 24. Mai. (Orig.-Corr.) Der imposante moralische Erfolg, welchen die verfassungstreue Linke ge-stern in der Debatte über den Lienbacher'sche« Schulan-trag errungen, hätte leicht zu einem ausgesprochenen Abslimmungssiege führen können, wenn nicht zahlreiche Abgeordnete der liberalen Part« pflichtvergessen von Anspruch zu nehmen, diesem seine Arbeitszeit im-merhin etwa» verkürzen, er konnte ihm allenfalls auch Bücher zur Bervoll>«ändigung feiner Kenntnisse leihen, er mochte auch gelegentlich mit ihm sich unterhalten und ihn zu belehren suchen . . . aber daß jetzt ein so gar vertraulicher Verkehr zwischen den beiden stattfand, daß Helmbold zuweileu stundenlang de« Abend» bei Willibald saß. daß dieser mit dem „gemeinen Arbeiter" fast Freundschaft ge-schlössen, daß er e« sich so angelegen sein halte lassen, jene Beförderung desselben zu erwirken ... da« war doch seltsam, das rief ihren Verdacht hervor. Und es geschah dieS ja nicht nur bei ihr allein; die Arbeiter — sie halle e« wohl gehört — und da» Dienstpersonal be» Hause» glaubten ja dasselbe! Mit solchen quälenden Gedanken trug sich Valeska jetzt Tag und Nacht, und wir mögen un» darüber nicht wundern, wenn wir bedenken, daß da» allgemein geachtete Mädchen mit Willibald den ernstesten Schritt im ganzen Leben zu thun im Begriff stand. Auch jetzt, al» VileSka die Treppe hinauf» schritt, lag tiefer Ernst auf ihrem in letzter Zeit von leiser Blässe angehauchten Antlitz. Frau LtSwendt war auSgefahren, um Besuche zu machen, und halte die kleine Luiigart mit sich genommen. Die ältere Tochter des Hause» weilte in dem sich an die Hintere Seite de» Hausc» an- der Sitzung ferngeblieben wären. Die Polen und in«-besondere die Jungtschechen. welche sich ihre« gestrigen »Sieges" schämen, hätte« «4 vielleicht selbst gerne ge-sehen, wenn bei der dritten Lösung die lei üenbaheri, nute bene ohn« offenen Bruch der Parteidiseiplin ver-worsen worden wäre. Aber e» sehlten aus der Linken nahezu eben so viel« Abgeordnete wie auf der Rechten, zum Theil« allerdings in Folg« von „Abpaarungen". So z. B hatten sich mehrere steierische Abgeordnete mit seudalen Vertretern des böhmischen Großgrundbesitze» „abgepaart", was ihnen aber gleichwohl sehr verübelt wurde, da die Herren au» Böhmen selbst dann in der Sitzung nicht bätien erscheinen können, wenn ihnen auch keine Gelegenheit geboten worden wäre sich „obzupaaren." Aus dies« LIeise kam ti, daß die heutige Majorität in der drittrn Lesung um 3 Stimmen größer war als die gestrige; nämlich 131 gegen 141. Indeß hätte selbst der Fehler auf Seite der Verfassungstreu«» den Sieg der Linken nicht verhindert, wenn die Rechte — wir haben hiebei die g e st r i g e Abstimmung im Auge — nicht über jene vier Stimmen verlügen würde, welche sie Kraft ihrer Majorität er—oben hat. Die Herren Graf Türckheim. Baron Haydn und Abt Moser, dann Herr Puzyna, die im Haus« an Stelle liberaler Abgeord-neten fitzen, haben nämlich für Lienbacher gestimmt. Ohne die Berisication« - Geichicklichkeit der Majorität hätten sonach die Bersarsungitreuen vier Stimmen we-niger gehabt und der Lienbacher sch« Antrag wäre mit Einer Stimme Majorität abgelehnt worden. Zieht man gar in Betracht, daß weitaus die größer« Hälft« der Stimm«« der Majorität Abgeordnet«» au« Länd«rn angehört, welchen ohnehin die 8jährige Schulpflicht nicht auserlegt ist, welch« also von den allsälligen Ukbelstände» derselben nicht betroffen werden, dann kann man wohl nicht umhin die Sueß'sche Rede — noch einmal mit Behagen ftu lesen. Sehr bemerkenswert!, war die Haltung des galizischen Abg. Herrn Otto Hausner. Selbiger Herr hatte noch vorgestern gesagt: ES wäre ein Ber-brechen die Rechtspartei im Stich zu lassen; die Majorität müsse um jeden Preis coawact bleiben, damit nur ja die Regierung nicht m'S Wanken käme. Bor der Ab-stimmung schlich er sich gleichwohl zum Grasen Elam-Martinitz, um sich die Erlaubniß zu erwirken, sich zu absentiren. „ES ist nur, damit ich den liberalen Schein wahren kann," bemerkte er einschmeichelnd und daS Wort Schein bedeutungsvoll betonend. M Q den Vorzug gebe. Mein Mitlto-Legnmlnoaen-Mehl und Malto-Legumlnosen-Choeoladen werden für den ganzen Continent und die andern Welttheile unter meiner Controle von der Firma Starker b Pobuda. kgl Hoflieferanten in Stattgart, dargestellt, und ist nur dasjenige Fabrikat echt, welche« obige Fabriksmarke mit meinem Facsimile in rother Farbe trägt. GebrauchsAnweisung für das Malto-Leguminouen-Mehl. u r i ® 5 0* wird ein Löffel voll Weizenmehl hellgelb geröstet, die Malto-Leguminose ifür ja 1 Teller 1 Esslöffc) voll) hin eingerührt mit Fleischbrühe unter umrühren angegossen und etwa noch 6 Minuten rekocht. Butter und Weizenmehl sind nicht absolut nöthic und wird die Malto-Leguminose andernfalls mit Wasser oder Fleischbrühe angerührt. Dieser Suppe können als Abwechslung geröstete Brod Würfel, Nudeln, Klöschen et«. Beigegeben werden. Mit Mischung von Milch und Wasser und einer Zuthat von Zimml kann ein sehr wohlschmeckender nahrhafter Brei hergestellt werden, welcher auch durch Zugabe von Reis «n Consistenz gewinnt Roh mit Zuckcrnasser und etwas Milch verrührt, stellt die Malto-Leguminose ein wie Mandelmilch schmeckende«, kühlende« and dabei nahrhaftes Getränk dar. N /, Kilo.............., » i. . » ü. » » » » » » » » k ' ........1.30 » >6< » » » » » » » Pftqnet a/|Q Kilo » » 50 » »7. » » C»r»o.P»Iver ohne Zucker, per Dos« i '/, Kilt ................» » -.;><» » » T» » » » » » » » »&'/«»••.......»» 1.40 i » A > , Mehl, per D«m h Kilo...... ...................., » 1.- » Ich bezeug« sehr gerne, dass ich Ihre Mallo Lsguminoten Cboco-laden seit nunmehr '/, Jahr häutig und zwar stet« zu meiner vollen Zufriedenheit anwende, nicht allein bei Wöchnerinnen, die ihr« Kinder selbst stillen, sondern auch bei Kindern, bei denen die aufregenden Eigenschaften der Flcischnahrung vermieden und doch eiweissreiche Nahrung gereicht werden soll; endlich bei der grossen Kategorie der Reconvales-i-enten und solcher Leute, die an schwacher Verdauung leiden, l'eherhaupt kann das Präparat als ein angenehme« Nährmittel für Jung und Ah empfohlen werden, das bisher nach meiner Erfahrung Jedermann gerne und Aerztliche Aeusserungen. lang« nahm. Stuttgart, 16. Dez. 1879. ge». Dr. Hermann Fetzer. Euer Wohlgeboren Stuttgart, 9. Januar 1880. beehr« ich mich, mitzutheilen, dass meine bezüglich der Malto-Leguml-nosrn-Chocolad« bi« jetzt gemachten Versuch« ganz entschieden zu Gunsten des Präparates ausgefallen sind. Abgesehen von dem Gehalt an Nah-rungsstoffen, liegt der Hauptwerth dieses diätetischen Mittels darin, dass es auch von empfindlichen Magen und bei Fiebenmstämlen ertragen wird. Hochachtungsvoll Dr. A Barkart. Herren Starker & Pobuda in Stuttgart Gotha, 20. Januar 1880. Ich m>is« zunächst um Entschuldigung bitten, dass ich nicht schon früher auf Ihr« gefällige Zusendung Ihrer Milto Lrgumlnosen Choooladtn zurückgekommen bin, ich wollte mir eben doch erst mehr Erfahrungen sammeln, ehe ich Ihnen Näheres mittheilte. Ich kann Ihnen nun gerne bezeugen, dass Ihre oben genannten Chocoladen nicht nur sehr wohl-schmeckend und, sondern dass dieselben auch, was ja die Hauptsache ist, von Kindern wie von Erwachsenen, deren Verdauung schwach ist. sehr eul vertragen werden, das« sie die Ernährung wesentlich befördern und dass dieselben demnach überall bestens empfohlen werden können, fch finde namentlich, dass sie schwächlichen Kindern von 8—& Jahren, deren Verdauung irgendwie beeinträchtigt ist, gut bekommen, und das? durch dieselben die Verdauung wieder geregell wird; nur mus« man allerdings die Vorsicht beobachten, dass man sie ihnen nicht zu reichlich und nicht zu oft verabreicht. Ich stelle es Ihrem Ermessen ganz anheim, welchen Gebrauch Sie von dlea«r meiner Empfehlung Ihrer Malto-L«gunrf»«Mn-Chocoladen machen wolle» und muss nur wünschen, dass du selben eine allgemeine Verbreitung finden mögen. Hochachtungsvoll zeichne ich mich ergeben«! Dr R. Madelung, Medicinalrath. . . . Beide Präparate habe ich sowohl bei Wöchnerinnen, welche ihren Kindern selbst di« Brust reichten, als auch solchen Personen, welche wegen gewissen «institutionellen Erkrankungen ihr« Kinder ah-salnn mussten, mit sehr gutem Erfolge verordnet Die Milchabsonderung wurde in den ersteren Fällen wesentlich befördert durch gute Verdauung und in letzteren Fällen erholten sieh die Wöchnerinnen wesentlich in kdrzfer«r Zeit, als es sonst bei gewöhnlicher Koat der Fall ist — Beide Präparate sind demnach bestens zu empfehlen. Breslau, 12. Jan. 18m0. Sanitätsrath Dr. Langer. Director der Provinzisl-Hobammen-Lehraoitall Das Verhältnis» und die Art der Verbindung der Malio-Leoutnl-no«e* mit Caoao in Ihren Fabrikaten erscheinen als sehr glücklich. Es ist namentlich der Geschmack derselben bei dem erheblichen Gehalt an Mallo-LepumliiMe doch so angenehm, wie der der reinsten einfachen Chocoladen, sie werden daher, u Harschtet ihrer therapeutischen unleug-hären Wirksamkeit, von den betreffenden Kranken, wie von Nicht kranken in vorbeug-mder Absicht und als diätetisches Mittel durchgängig gern« gebraucht werden, Ulm, 28. Januar 1880. Medicinalrath Dr. Ltik«. Gerne bestätige ich Urnen, das« Ihre Naltt-Legamlnoatn-Chocslade von angenehmern Geschmack, leicht verdaulich und sehr nährend tst,da^r vom sanitären Standpunkt« au« in hohem Grad« empfohlen werden kann. Schvrejnf'irth, 28. Januar 1880 Dr, Kleenann. ' _ Spital- und Bahnnrzt Ich habe in der neuesten Zeit die von Herren Starker 4 Pobatla in Stuttgart bereitete Malto-Lcgunlnosen-Chaoolad« iu meiner Praxis bei chronischen Magenkatarrhen, Blutarwuüi, scropbulöeen Kindern und iy der Reconvaleseonz verschiedener Krankheiten al» leichtverdauliches, sehr nährendes Mittel mit dem günstigsten Erfolge angewendet and kann deshalb obengenannte Chocolade vom irstlichen Standpunkt aus *hne allen Anstand sehr empfehlen. Ulm, 27. Januar 1880. Dr. Flacher, prakt. Ant, Wundarzt u. Geburtshelfer. Den ärztlichen Aeusserungen über Ihre Li«bi|'«che Malto-Legu- mlnotrn-Cbocolade trete ich, nach gründlicher Prüfung dieses ausgezeichneten Präparate« mit yotar Ueberzeugung bei Zwiekau, 28. Januar 1880. Dr. m vou Ihnen gesendete Malta Legualnsser.-Chocolade-Pulver einige Wochen hindurch an einer Reibe von Kindern versucht habe. Säuglinge welche von der Ammenbrust abgesetzt werden mussten, oder welche trotz Ammenbrust in ihrer ErnStu-ung zurückgeblieben und blutarm geworden waren, wurden mit Ihrer Lifblfl «oben Matto-Legaminaseu Chooolad« genährt. Mit Ausnahme weniger Kinder, welche eine Abneigung gegen Chocolade Überhaupt bewiesen, wurde iliesek Nährmittel von Allen gerne genommen, gut vertragen und gut verdaut. Es kann dieses Nährmittel mit vollem Recht« den übrigen Kinder-NährmiUeln angereiht und bestens ■ empfohlen werden. — Von dieser Mittheilung kann auch s.ftentlich Gebt auch gemacht werden. Hochachtungsvoll Director Dr. Frledllnger. Seit längerer Zeit wende ich bei meinen Patienten Ihre Malto-L gum no^cn Chocolade an, da ich wenige Mittel bis jetzt gefunden habe, welch« auf eine so günstige Art auf den erkrankten Organismus einwirken. — Sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen hab' ich die besten Erfolge damit erzielt, kann daher den Gebrauch obiger Präparate nur empfehlen. Bonn, 6. Februar 1880._ Dr. M«tr. AehnLiche Attest« besitzen wir noch vom Herrn Dr ilerm. Schnabel in Breslau. Dr II. Jncobl. kön. Sanitätsrath und Director der Provinzial-Irrenanstalt in Buualau » Kreiswundarzt Dr B. Both in BelgarA. Sanitätsrath Dr. Hüb, mann in t'tftben. » Dr. E. Siebter in Dessau. > Dr. Sehwarzeaberger in Elblag > Dr. Sekweukenbceher in Erfurt. » Dr. Uebelelsen in FVrth. » Professor Dr. ßraefe in Balle a. 8. , Professor Dr. v. Dusch in Heidelberg. » Dr. Waltz in Heidelberg-, » Dr. Peltinann, liön. Kreis-Wundarzt. Dirigirendcr fürstbischof-licher Ober-Hospital- und Communal-Arzt Physik « der Ob«r-«chlesischen Eisenbahn in N«ls*e. » Dr. Jnliu« Caopf, Vorstand der Kinder-Klinik in Nürnberg. Dr. med. und chir. Herrn. Fehl lug Geburtshelfer und erster HaupUehrer der I>andes-Hebamnienanslalt in Stuttgart. » Dr. meo. und chir. Herrn. Kapff. Geburtshelfer in Stuttgart » Dr. med. und chir. Oust K*»eufel4 in Stuttgart » Dr. ftaenger, prakt. Arzt in Ulm » Geheimer Sanitätsrath Dr. F. Mahr, Leibarzt Sr. k. H. des Prinzen Karl von Preussen in Wiesbaden » Professor Dr. med. Hchinldt in WOrzbarg. » Dr. Be««« in WHrsburg et«, etc. DEPOTS: Wien Droguisten: Bruno Kalis, I. Bäckerstrasse 1. Pezoldt & Sites, I. Helserstorferntrasse 4. Franz Wilhelm & Cie., I. Lobkowitzplatz l. Jos. Huss' Nachfolger, I. StaJIburggasse 2. Naegele & Strubell, f. (iraben 27. j. M. Miller & Cie., m. Heumarkt 11. Philipp Röder, IV. Wienstrasse 15. J. Würth & Cie., VII. Ullrichsplatz 4. W. Mandelblüh, l. Kupferechmiedgasse 4 Wien — Apotheker: C. Haubner, I. am Hof 6. Philipp Neustein, 1. Plankengasse 6. W. Twerdy, I. Kohlmarkt 11. J. Barber, I. Operngasse 16. Dr. A. Rosenberg, 111. Radetzkyplatz. Franz Axt, IV. Favoritenstrasse 40. Julius Herbabny, VII. Kaiseretrasse 9U. Karl Weber, Apotheker, VII Ullriehsplatz 4. F. Ant Gross, IX. Wälii ingei*tia.-w. C. Arislm, Wfthring, Martinaatrasse 01. Agram: 8!gm. Mitlbach, Apotheker. Baden bei Wien; A. v. Krimburg, Apotheker. Bet« bei lotheker. Stuhl weissenburg: G. Diebalfa. Apotheker. Ludwig Braun, Apotheker. Tannwald: Ignatz Nachtmanu, Apotheker. Temcsvar: C. M. Jahner, Apotheker. Tricst: Giovanni Clllla, Haupt-Depot. G. B. Foraboschi, Apotheker (Carlo Zanetü's Nachfolger), -AI Cametlo«, Corso 25. Troppau: Franz Brunner, Apotheker. Wels: Carl Richter, A^theker. Zara: N. Androvlö, Apotheker. Eipediit durch Rudolf Nossb, AominewiExpeditioD, Wien, I. s'vilcrstltte Einwohnerschaft oppclliren und sie bitten, einen braven guten Mensche» in seiner trostlosen Lage zu unterstützen. Wir eröffnen daher eine Gubscription und bemerken, daß für gedachten Familienvater bisher »achstehende Beirägt erliegen: Ziedaction der .Cilliec Zeitung"......st. 2.— Cin Gymnasiast.............. 5.— Ungenannt...............„ 1.— Herr C. A. Lutz................1.— .. Fran, Zangger............1.— „Wenig aber vom Herzen"............1 — Zusammen: fl. 11.— Weite« Beträge nimmt danksarst entgegen Die Red. d. „Cillirr Ztg." Kleine Chronik. Cilli, 25. Mai. (G c m t i n d r r a t h.) Sonntag, den 29. d. findet eine außerordentliche GemeindtrathSsiyung statt. Auf der Tagltordnung steht die Neuwahl de« Sparcassr-Ausschusses, dessen vierjährige Func-tion«daucr zu Ende geht. (D t c o r i r u n g.) „Nicht die Sterne sind es, sondern was der Mensch in dieselben hinein« legt." Diese Worte Börne'« kommen un« in Er« innerung, wenn wir der Feierlichkeit gedenken, mit welcher verflossenen Sonntag dem verdienten Stadtsörstcr Kummer die silberne Medaille der t. k. LandwinhschastSgtsellschast überreicht wursr. Die Art der Uebergabc gestaltete sich zu einem «hebenden Feste, sie verlieh dcr Auszeichnung erst das richtige Relief, den wahren Werth. Professor S ch m i r g e r aus Graz selbst war es, welcher vor der Wohnung Summer» im Stadtwaldc, an letzteren eine überaus ehrende Ansprache hielt, welcher namentlich seine Verdienste um die Aus« forstung mit beredten Worten schilderte und ihm die Medaille einhändigte. Der F lialvorstaud Dr. ! Langer dankte hierauf dem Professor Schmirger j für seine Jngercnz bezüglich der Auszeichnung. -Bürgerin. Dr. Ntckcrmann betonte den Kleiß j und die Treue des wack?ren Hüter» rmd Pfleger« unsere? Stadtwaldc«. Oberlehrer Lopan verlas «ine in flovenischer Sprache verfaßte Rede de» Kais. Rathe« Dr. St o & t V o r, dem der beschwer« Sie schauerte heftig zusammen. Line Rechnung war'», die sie in ihrer Hand hielt. Rechnung von R. B.. Inftrumentenfabrik, für Herrn Willibald LiSwcndt über ein Fräulein Dori» Mildern *** gösse Nr. 8, III plazirte« Piano; II. Quartal . . . Valeska konnte richt b!« zu Ende lesen. Dori» Mildern! Es schnürte ihr da« Herz zusammen und al« habe sie schnell und heftig wiikcndcS Gift ge» nornmcn, wirbelte e» ihr durch'« Hirn. Sie taumelte und vermochte nur mit größter Mühe noch die Lehne de« Fauteuil« zu erfassen, da« vor dem Schreibtisch stand und auf da« sie niedersank. Man halte also nicht nur ein bloses Gerücht verbreitet, ihre Gedanken hatten ihr keine Lüge zugeraunt! ES war also Wahrheit, nackte, bittere, unabweisbare Wahrheit! ... Da stand e« wie «ine vom Himmel gefallene Anklage de« Verlobten. Valeska war kaum noch ihrer Sinne mächtig. Eine herrliche, zauberische Traumwelt war zu-sammiiigestürzi, nicht blo« von den Würmern de« Zweifel« angefressen ... nein, von dem wuchtigen Schlag der Wahrheit selbst in Trümmer geschlagen. Roch lagen alle Spuren de« furchtbaren Schlage» aus ValcSka'S todtenbleich gewordenem Antli?, al« Willibald festen Schritte» hcrcintrat. „weißer Och«" abgehaltenen Hauptversammlung der landwirthschaftlichcn Filiale Cilli theilte der Obmann Dr. langer mit, daß ihm vom früh» eren Filialvorsteher Herrn Ritter von BerkS 86 fl. al« Erlös für die Obstbäume be« nun-mehr aufgelassenen Obstgarten« übermittelt wurden. Da« Vereinsvermögen beziffere sich auf 500 fl. Hierauf erstattet Dr. Langer Bericht Über die letzte Hauptversammlung der Landwirthschaft«' gefelljchast in Graz. an der er al« Delegirter der Filiale theilgenommen hatte. Er erwähnt, daß die Verleihung der filbernea Gesellschafl«medaille an den Stadtförster Summer und die Ertheilung eine« Ehrenpreise« von 20 fl. an den Lehrer Dobnik iu St. Georgen a. d. S. B. beschlossen worden seien. Bezüglich de« slovenischen Lesebuche« für landwirthfchafltiche Fortbildungsschulen theilt der Vorsitzende mit, daß der Ctvtral-AuSschuß die Verfassung eines solchen beim Lande«schulrathe bereit« urgirt habe. Ueber Antrag be» Kais. Rathe» Dr. floceoai wirb dem Filialvor-stände für die Mühewaltung und da» ersprießliche Wirken der Dank der Versammlung au»gesprochen. Hierauf bespricht Dr. Langer in warmer und beredter Weist die Verdienste de» Lehrer» D o b-nik um den landwinhschaftlichtn Unterricht bei der Schuljugend und die Aneiferung derselben zur Pflege de» Obstbaume« und de» WtinstockeS. Mit dem Wuusche, daß diese Thätigkeit nie erlahmen möge, überreicht er dem Genannten den Ehren» pre»«. Lehrer Dobnik dankt und verspricht nach wie vor auf die Schuljugend einzuwirken. — Herr Lutz berichtet, daß der Central-Ausschuß du Frage einer Horn» und Borstenvieh Ausstellung, die im Herbste hier stattzufinden hätte, angeregt habe. Er bemerkt, daß die Kosten nur unbedeutend waren. Ueber Antrag de« Notar S a j o v i tz wird daher ein vorbereitende« Comite bestehend au« den Herren : Kautschitsch. Hausen-b i ch e l, Lutz, Ernst R ü p s ch l u. R e i d i n g e r gewählt, wrlche« diesbezügliche Vorschläge der Fi» Uale zu erstatten hat. Herr Lutz hält sodann einen instructioen Vortrag über die Erzeugung von Braunheu, von dem er Proben vorweist. Zum Schlüsse beantragt Herr R e i b i n g e r, die Fili-ale möge für die Forterhaltung der Hufbeschlag» lehranstalt in Graz stimmen. Der Antrag wird Er wollte eben freudig auf die Braut zu« eilen, sie in seine Arme schließe» und einen Kuß auf ihre Lippen drücken ... da stanv cr wie vor einer, deren Herz in den letzten Schlügen bebt. Sie sah ihn starr mit große» gläsernen Blicken an. Er vermochte seinen Augen kaum zu trauen. — Valeska! Um Gotle«willen! Wa« ist Dir? brach e« im Tone höchster Angst und Be» stürzung au« seiner Brust hervor, inbem er beu rechten Arm um ihre S imulier legte und sie an sich zu ziehen bemüht war. Sie sprach kein Wort, ihr Blick blieb dcr-selbe. Nur ein Zucken hin und wieder ... ihr Antlitz verrieth die hestige Bewegung ihrer Seele. Die rechte Hand halle sic krampfhaft auf da« Herz gepreßt; der linke Arm hing schlaff von der Lehne de» Fauleuil« herab. Willibald erfaßte ihre Hand, fühlte an den Pul« ... er ging in fieberhafter Hast. — Aber antworte doch Valeska! Antworte! Wa« ist Dir? rief er in steigernder Lebhaftigkeit. Ein heftige« Zucken ging durch ihren ganzen Körper und drückte sich in ihren Zügen au«. Willibald küßte sie. Sie wehrte ab, indem sie die rechte Hand von der Brust nahm, und e« war Willibald, al« habe sie damit auf den Boden de« Zimmer« gezeigt. (gortsetzung folgt.) glänzenden Ausführungen eine« Eduard Sueß tr. ein Paroli bieten. Eine grellere Gegenüberstellung von Licht uub Schatten ist nicht gut denkbar. Dir Rechte mußte vielleicht de« Spruche« eingedenk gewe-fen fein? .Wa« kein Verstand de« verständigen sieht,, da» übet in Einfalt ein kindlich Gemüth." Darum ließ sie Herrn Oberdörfer die dem reichsten Wissen und der tiefsten Sachkenntniß entkeimten Argu-mente eine« Gelehrten widerlegen. Und richtig siegte die rührende Einfalt über die Gelehrsamkeit. (Reue Feuerwehr.) In Lichten-w a l d wird eine freiwillige Feuerwehr gebildet. (Der kleineZitherfreund) betitelt sich eine Sammlung leicht faßlicher und melodiöser Zither-Tonstücke für Dilettanten und Anfänger, wovon monatlich ein Heft erscheint. Da diese Ausgabe mit Angabe de« ffingersatze« und schul-gemäßen Erläuterungen verseht» ist und die her-vorragendsten Zithcr-Virtuosc» bei dcr Redaction bethciligt sind, so ersitzt diesclbc jtde Zitherschule und eignet sich besonder« zu Uebung«» und Unter-richt«jweckcn. — Der Jahrgang mit 12 Heften (120 Seiten Musikalien) kostet nur 4 fl. und ist durch die .Redaction de« Zithrrfrrund" (prümiirt in Melborne 1880) in Olmütz zu beziehen. (Unsere Beilage.) Der Gesammtauf-lagt unserer heutigen Nummer liegt ein Proipect betreffend Baron Liebig'« Malto Ltguiuinosen-Chocolade und Mchl al« Bcilage bei. (Steiermärkischer Kunstvcrcin in Graz.) Am 29. Juni d. I. sindct dir Ge-winnstziehun^ für da« 16. BertinSjahr statt. Zur Verlosung gelangen folgend? Oclgemäldr: Gioße Walvlandschaft von Rieger fl. 900. Weihnacht von M. PreindlSberger fl. 300. Vornehme Gesellschaft von A. v. Benka fi. 250. Frauenchiemset von Ch. Mali fl. 200. Motiv au» Krakau von I. Sitdorowiq fl. 100. Waldlandschakt von A. Rieger fl. 100. Studicnkopf von H. Mauru« fl. 100. Landschaft von R. van Haancn fl. 80. Ferner 3 große Kohlenzeichnungen (fl. 450) 11 Aquarelle (fl. 570) 12 Chromolitographien und so viel Kupserstit,«. daß auf je 50 Aniheilscheine ein Gewinn füllt. Sämmtliche Gewinne sind geschmackvoll eingerahmt, und nur gezahlte Antheil-scheine nehmen an der Verloosun? Theil. — Außer dem eventuellen Gewinn crhült jeder ge-zahlte Anthcilschcin ein Prämienblatt, welche« fo«-fort zugesendet wi.d. Da« diesjährige VereinSblalt ist dcr schöne Farbendruck .Die Tirolerin". nach dem von Prof. Blaa» für den Verein gemalter» Oclbilbe, welche» ein Pendant zu dcm .Land» mädchcn au» Oberösterreich" bildet. — Dit Be-sitzcr der Antheilscheinc sind jedoch nicht an diese» Bild gebunden, sondern e» steht ihnen die Wahl unter 20 anderen Verein»blättern laut Programm offen. Ein Anthcilschcin kostet nur 3 Gulden. Die Ziehungsliste wird im Juli gratis versendet. (Wegen rückständiger lande»-fürstlicher Steuern) wurden heute gepfän» dete Kleider und Einrichtunglstücke verauctionirt. (Ländliche Rohheit.) Verflossene Woche unternahmen F-uerwehrmänirer au» Wind. Feistritz einen Ausflug nach ObrrpulSgau. AS sie dcn Heimweg antraten, wurden sie an der über den PulSzaul»ach führenden Brücke von den Win-zerSsöhncn Josef Schuster und Jakob Traunrr übtrsalltn. In dem sich nun entsponnenrn Hand-gemcnge erhielt der FleischcrSsohn Franz Mauser eine» Messerstich über dem linke» Augc und außer-dcm mehrere leichte Verletzungen. Auch vier an-dere Feuerwehrmänner wurden, allcrding» nicht erheblich, vtrwundet. Den vereinten Anstrengungen gelang e», einen der Attentäter, nämlich Josef Schuster, zu bewältigen un» zu arretiern. Trauner indcß entfloh. Er wurde jedoch schon am nächsten Tage durch dlt Gtndarmrrit aufgtgriffcn. (Ein W ü t h c r i ch.) Am 20. d. kam der GrundbesitztrSsohn Johann RoSmana in die Wohnung seines Schwiegervater» Georg Toraj zu St. Pankraz (Gcm. Grci») und begehrte von demselben eine ihm zugesalltue Erbschaft. Da ihm solche nicht auSbtzahlt werden konnte, nahm er eine Hacke und ging damit aus seinen Schwieger» vater lo«. Lttztrrer entfloh. Nun bcgann Ro«mann Thür und Fenster zu zertrümmern. Seiner Mut-ter, die ihn beschwichtigen wollte, drohte cr cbcn» fall« mit bcm Erschlagen. Auch sie mußte fliehen und da sie »er ungerathene Sohn nicht einholen konnte, so warf er wuchtige Steine nach ihr, ohne lichc Weg die Theilnahme am Ausflugc verwehrte. Sichtlich gerührt dankir Kummer in deutscher unl> flovenischer Sprache. Hierauf vereinigten sich die Theiluehmer de« fttfte« zu einem kltin.n Schmaust In der Wohnung Kummer«, wobei e« selbstredend an Toasten nicht fehlte. Wir crwähnrn hier nur jenen, welcher der bleibend»» Verdienste dc« Ge-mcindtrathc« R ü p s ch l um dic Entwicklung dc« StadtwaldcS gedachte. Schließlich sei erwähnt, daß t>or Überreichung der Medaille Pros. Schmirger demonstrative Vortrüge gehalte» hatte. (Landwirthschaftliche Filiale Cilli.) In der Sonntag, den 22. d. im Hotel angenommen und gleichzeitig beschlossen die Er» richtung einer solchen Anstalt in C>lli anzusuchen. Professor Schmirger, welcher der Sitzung bei» wohnte, verspricht dicscS Ansuchen zu befürworten. (M i l d t h ü t i g k c l t.) Für die durch den Brand verunglückten Bewohner von Pusterwald (Bez. Judenburg) sind bei der Stadtgemcinde 15 fl. 50 kr. eingtgangcn. (Eine sonderbare Constellation.) Die Majorität dcS Abgeordnetenhauses hattc in der Gcneraldcdatte über den Lienbacher'schtn Schul-antrag den biederen Landman» Odtrndorfer al« Generalredner aufgestellt. Dieser sollte den fit jedoch >u treffen. Der Excedeot, der auch die Drohung ausgesprochen baue, seinen Schwieger-voter zu lödten und dessen Behausung anzuzünden, verschwand hierauf und konnte bisher nicht eruirt werden. (D er h » ch st e D i e b st a h l.) Die vom Sanathaler-Alpenklud auf der Spitze de« Dost-dcrge» errichteten Bänke wurden sammt dem Tischt von Langfingern weggeschleppt. Ans dcm Gerichtssaale. Montag, den 23. Mai. (Credit-papierverfülschuog.) Johann Sa«pan, Jnwohner»sohn au« Kaöidol, «elcher Ein-, Fünf-und Zehngulden Roten verfertigte, wurde nach dem Wahrspruche der Geschworenen zu achtjährigem schweren und sein Bater Anton Sa«pan wegen Mitschuld an diesem Verbrechen zu siebenjährigem schweren Kerker verurtheilt. Dienstag, den 24. Mai (Gewohnheit«-diedstahl.) Der wegen Verbrechen» de» Dieb-stahl» bereit» 11 Male abgestrafte Vagant. Simon Goriupp, welcher, wie er selbst gesteht, in einer Anwandlung verwirrender tfuft, in der Rächt de» 24. »pril den Keuschlcr Johann Zasulta in Amt-mano«dorf bestohlen halte, wurde zu 7jührigem schweren Serler verurtheilt. (K i n d e« m o r d.) Am gleichen Tage wurde auch die Bahnwüchler»tochter Maria Pisk. welche ihr neugeborene» Kind erwürgt und in'» Wasser geworfen halte, zu vierjährigem schweren Kerker verurtheilt. (Mittwoch, den 25. (Vergehen Hegen die E icherheit de» Leben».) Der Win>er«svhn Anlon Kebriö, welcher seinem Bruder Johann, um ihn von einem Raufhandet abzubringen, mit einer Haue einen derartigen Schlag auf den Kopf versetzte, daß derselbe noch drei Tagen an Gehirnlähmung starb, wurde nach dem Verdikte der Geschworenen wegen Vergehen» gegen die Sicherheit de» Redens zu sechs Monaten strengen Arreste« verurtheilt. (N o t h z u ch t.) Der Packträger Georg Savcr-schkk au» Marburg, wurde wegen Verbrechen» der Nothzucht, begangen an seiner zwölfjährigen Slief-tochler zu öjährigem schweren Kerker verurtheilt. Eingesendet.) Aus dem.hauplahe unserer Stadt sieht man all-täglich einige Hühner herum spazieren, welch« sich da ihr Zutter suchen. Kelchen Eindruck dies« Thierchen auf dies«m Platz« machen, namentlich wenn man über die, für sie in der Elrabe bereit stehend« Fult«rschüssel stolpert, will ich nicht weiter erörtern. Vielleicht wird diesem Unfug doch endlich einmal gesteuert werden!__ Interessant ist dir in der heungen Nummer unserer Zeitung sich befindende Glücks-Anzeige von Samuel Heckscher senr. in Hamburg. Diese» Haus hat sich durch seine prompte und «rschwieqene Auszahlung der hier und in der Umgegend gewonnenen Betrüg« einen dermaffen guten 9Üif erworben. dab wir Jeden aui dessen heutige» Inserat schon an dirser Stell« aufmerlsam machen. Kourse der Wiener Börse vom 2.?. Mai 188!. Goldrente...........77.95 Einheitliche Staatsschuld in Roten . 77.35 „ „in Silber . 95.50 186ver Staa'.«-Anleheu«lose .... 133.10 Bankaktien...........836.— Ereditactien.......... 356.40 London............117.10 Rapoleond'or.......... 9.29 f. f. Münzducaten...........5.52 100 Reichsmark.........57.20 Ein Regenschirm wurde im Salon zum ,,gold. Löwen1' beim Fest-■coneerte umgetauscht. Anfrage bei der Redaction dieses Blattes. 250—1 40 Ctr. Heu sind auf der Mlheljak'sohen Villa, nächst dem Eiercierplatxe zu verkaufen. 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Bruttoertrag jährlich, Parkanlagen, edlen Obst-büuinen, vier Joch Aecker und zwei Joch Wiesen, Pferde-, Rindvieh- und Schweinestall, gelangt am 2. Juni d. J. beim k. k. Kreisgerichte in Cilli zur III. eiek. Feilbietung. Vadium 942 fl. Auskünfte bei Gerieht oder bei Kotar Bas. 24-1—3 Gefrorene** Der Unterzeichnet.) beehrt sich höflichst anzuzeigen, dass er vom 1. Juni d. J. an, wieder mit seinem Wagen durch die Stadt ziehen und stets mit vorzüglichem Gefrorenen in diversen Gattungen dienen wird. Hochachtungsvollst 248-2 Johann Kreider. Fecht-Unterricht. s Da wegen Kürze der Zeit die eintretenden SchSler zu einer vollständigen Ausbildung der baldigste Eintritt höchst wttnschcnswerth erscheint, so macht Fechtmeister Prieger, indem schon in den nächsten Tagen die bereits eingetretenen Herren mit dem Unterricht beginnen, nochmals die hofliche Einladung und ist bei dem geringen Honorare eine grössere Betheiligu. g zu erwarten. Das Fechtiocale lat Im Stadtthaatar. Ausverkauf von 160— Herren- imie Gewinne dieser vortheilliasten Geld-Lotterie, welche plangemis* nur 11)0,000 Lose enthält. sind folgende, nämlich: Der grösste Gewinn ist er. 400,000 Mark & Gew. k 4000 M 105 Gew. a 3000 M 363 7— Jeder der Betheiligten erhält von mir neben seinem Original-Lose auch den mit dein Staatswappen versehenen Original-Plan gratis und nach stattgehabter Ziehung sofort di amtliche Ziehungsliste unaufgefordert zugesandt. Die Auszahlung n. Versendung der Gewmngelder erfolgt von mir direct an die Interessenten prompt und unter strengster Verschwiegenheit Jede Bestellung kann man einfach auf eine Posteinzahlungskarte oder per recoin-mandirten Brief machen. Man wende sich daher mit den Auftrügen der nahe bevorstehenden Ziehung halber bis zum 31. V»i <1. J. vertrauensvoll an 181 Samuel llecksclter sen., Banquier and We h*-1-Camptoir in Hambtirc. Wer im Zweifel darüber ist. ob und welchem der vielen in den Zeitungen an-gepriesene» Heilmittel er verirauen darf, dem rathen wir. sich von Äart Serischrk, jkaisert. Äönigt. Univers,läts-Buchhdla., Wien. I. Liesansplatz «i die Broschüre „.«kranken reund" kommen }u lasten, denn darin sind die bewährtestenHeitmittek ausfttt» lich und lachgenM besprochen, so daß man in aller Ruhe pulsen und da4 Bette für sich auswählen kann Es sollte daher kein Leidender die Mühe scheuen eine Postkarte an obige Buchhandlung zu schreiben, um so mehr, als daraus die Zusendung gratis und franco erfolgt, so daß dcm Besteller keinerlei Druck und Verhg von Johann Bakustb in Cilli. Verantwortlicher Redacteur Mix BesuEsi.