«r. 293. P»lnn«tl«ti« n»pll<» : I« «omptoll «»»»<. ft. ll, d»l»j ft. »«. ss«l b«« Zustellung ln« Han» h«I»l> »0 ti. »llt d« Post «anzl.fi. l5, halbz. ft. 7 bo. Samstag, 22. Dezember. 4 Z«Un> «» l»., p«z«« p». Zell« S lr.l b,l «fter«. 1877. Amtlicher Theil. Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 14. Dezember d. I. Aller« hbchstlhren Fondsgüter.Direllor. Hofrath Franz Ritter v. Streicher, über sein Ansuchen in den bleibenden Ruhestand zu versetzen und demselben in huldvollster Anerkennung seiner 43jährigen treuen und erfolgreichen Dienstleistung den Orden der eisernen Krone zweiter Klasse taxfrei allergnadigst zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Theil. Oefterreichilcher Neichsiath. 322. Gitzung des Abgeordnetenhauses. Wien, 19. Dezember. Nach Erledigung der Einlaufe wird die abgebro. chene Verathung über die Regierungsvorlage, betreffend den Gchifsahrts' und Postvertrag mlt dem österreichisch» ungarischen ^loyd, fortgesetzt. Handelsminister Ritter v. Ehlumecly führt mit Rücksicht auf den in der letzten Sitzung gestellten An> trag Zal ling er aus, daß die Konsularblrichte sowie die Geschäftsberichte des öloyd gedruckt aufliegen und jedermann zugänglich sind, daher eine weitere Vorlage derselben unnütz er,chien. Wa« ferner die gewünsckle illiillheilung der früheren Tarife der AoydgeseUschaft anbelangt, so macht der Minister darauf aufmerksam, daß der ^loyd vollkommene Tariffreiheit gemeßt, ent» gegen den Eisenbahnen, die eine monopolistische Stellung haben und deren Tarife deswegen vom Staate überwacht »vcden müssen. Entgegen dem in der letzten Sitzung schellten Antrage Schaup führt der Minister aus, daß die Abmachung betreffs der Subvention für ge. bisse Linien «den da« Resultat eine« EompromisseK war, bei welchem es sich um gleichmäßige Wahrung der staatlichen sowie der Interessen de« Lloyo handelte, schließlich weist der Minister auf den Nachtheil hin, der daraus erwachsen würde, wenn das Abgrord!lcle»haus bei einem Vertrage, den cs selbst als günstig anerkennt, ble Regierung desavouierte. Jede Gesellschaft, welche künftig in die ttage lürne, mit der Regierung einen Vertrag abzuschließen, würde dies im vorhinein nur Unter ungünstigeren Bedingungen in der Ooraussichl der Abstriche thun, die vom Hause der Abgeordneten zu trwarlen wären. Der Mim,ler schließt mit der Vitle, die Aktionsfähigkeit der Regierung nicht zu schwächen Und dem Beitrage die Zustimmung zu ertheilen. Na« emcr lurzen Bemerkung, vonselte de« »b> ßtordnelen Wldmann und Zalllnger wird der Vertrag mit dem ttloy'» mit großer Majorität an. «tnommen. Die Antrüge Hallmger und Schaup wer. btn abgelehnt. Feuilleton. Vom Elefanten. (Fortsehnn«.) Der wilde Elefant bewohnt mit Vorliebe die balder. Vel Tage zieht er sich in deren Schatten zurück, ^ die Sonnenstrahlen zu vermeiden und zu ruhen. Ehrend der Nacht wandert er und steigt zum Flusse ^'"ab. um zu baden. Der Elefant kennt eine Art von ^lellschllflllcher Ordnung; er lebt nicht einzeln, wic die Elften Arten wilder Thiere, sondern in der Familie. H'dt Familie besteht aus einer Truppe von 20 bis 25 ^dlviduen und wird von einem derselben beherrscht, "t Elefanten wählen den intelligentesten und flächten ^ler sich. Sie bestimmen ihn zum Chef der ganzen ^"de. gehorchen ihm blind und bezeugt» ihm die grille ;l»tbenh,it. Dieser Führer leitet die «ewegungen der Auppe, stellt die Gchildwachen aus und übernimmt die AUt des Kundschafters bei den nächtlichen Efpedilionen. ^ Familie — man könnte sie beinahe einen Elan ""Men — ist so geschlossen, daß der Eintritt für einen "''"mben" vollständig unmvglich ist. Bleibt ein Elefant s'leinzelt, sei es dah seine Truppe g telligenz, die selbst den Kenntnissen der Menschen alle Ehre machen würde, angelegt. Sie vermeiden in der Regel jähe Nbfnlle und bilden immer die natürlichste ^m«e zweier entgegengesetzter Punkte. Doltor Hooter sagt in seiner Beschreibung des Himalaya's, daß die Eingeborncn die steilsten serge immer geradeaus be» steigen, während der Weg der Elefanten im Gegentheile die bequemsten Linien bildet. I,l der Elefant dem Menschen ergeben, so schreitet sllne Dressur oft bt» zu einem ganz unglaublichen Grade fort. Ich war in Eeylon mit der Familie eine« Major« befreundet, welche einen Elefanten Namen« Goupramany besaß. Diesem war d«e Rolle eines Klnoeiwärlers an« verlraut. Er benleitele d,e Kleinen überall hin, in den Wald, an das Ufer des Flusse«, und die kleine Truppe war oft lagelang abwesend, ohne daß sich jemand ihret» wegen beunruhig! haben würde Es genügte, bah man sie unter dem Schuhe des Elefanten wühle, um nicht die geringste Besorgnis zu empfinden. Eines Tage«, als ich das Haus meines Freunde« besuchte uno nach dem älltslen Kinde, dem ich ein Buch bringen wollte, das ich ihm versprochen hale, fragte, sagte mir der Valer: So> pramany Hai fie alle zum Filchfange geführt. Zum Fischfänge? fragte ich erstaunt. Nun, wenn Sle mit m«r kommen wollen, fuhr der Major fort, so können wir in einigen Minuten da« Ufer des Flusses erreichen, um die Trupp« inmitten ihrer Beschäftigung zu überraschen. Ich nnhm d.n Antrag meine« Freunde« mit Ver-gnüaen an, und nach kurzer Ze,t sahen wir an l>e« sandigen Uflr, welches sich ziemlich weit in den Aluß hinein erstreckte, die kleine Gesellschaft ruhig und schweigend an dem User des Wassers sitzen. W»r nahten uns. Jede« Kint» hielt einen Flschstock in der Hand und sah uno rwaildlcn Blickes auf den Kort, welcher o«n den Wellen bewegt wurde, wa« die Kinder oft zu dem Glauben verleime, dah ein sehr wichtiger Fan« bevorstehe. Seitwürls stand der »lte Goupramany und hielt im ausgestreckten Rüssel einen Bambusftock von großer Das Nelrulengeseh pro 1878 wird ohne Debatte in zweiter und dritter Lesung angenommen. Zum Ersatzmaim in die Delegation (für Kraln) wird Dr. Schaffer gewähll. Abg. Llend acher berichtet über das vom Herren-hause abgeänderte Gcsth, womit d führte Debatte hin und ersucht, de» Nnsjchußantrage zuzustimmen. Abg. Dr. Hanisch spricht gegen die «nnahme. Bei der Abstimmung wird der Aulr«g Wolsli abgelehnt und da« Gesetz mit den oo« Herienhause vor. genommenen Aenderungen in zweiter und driUer Lesung angenommen. Ebenso wird der Regierungsvorlage, betreffend die Verlängerung des zwischen Oesterreich-Unaarn und Großbritannien abgeschlossenen Handelsvertrages, die verfassungsmäßige Zustimmung ertheilt. Abg. Dr. Peez und Genosse» interpellieren den Handelsminister wegen der Eonoenlion mit Ru-mänien, insbesondere wegen der Zolltarife für Eisen und Slahlwaren. Nl»g. Sleudl und Genossen interpellieren den Handclslninlster, ob er nicht geneigt jel, einen Gesetz» enlwurf vorzulegen, wonach nur 0fterreichijch-un. garische Staatsbürger bei Eisenbahn, und Oampfschlssahrtsunternehmungen Anstellungen erhallen bürsen. Die Sitzung schließt um 2 Uhr 1b Minuten. Der Tag der nächsten Gltzung »ird im schriftlichen Wege vllannl gegeben werden. Vom Kriegsschauplätze. Die Schlacht bei Plewna. er zwei schwächer gehallen« Avlylllungen, o« eme aus 10,000 Mann bestehend, in der Richtung nach Süden auf die Stellungen Slobe, less« am Orüaen Berge, dte andere nordwärts von Opanesch, 3^00 Mann stark, zur Beschäftigung und Utnlntung der Russen vom Hauplangrlff dirigiert, um Scheinangriffe behufs Verdeclung der eigentlichen Absicht Osman« zu bewerkstelligen. Dle erslcrwähme Eolonne halle jogar reusslen und einige Redouten de« General« Slodeleff erodecl und ein große« Vlulbao angerichtet, lhe es den Russen gelang, den vorbringendem ^eind Halt zu gel,» worden, daß die Leichen haufenweise sich auflhürmlen, üver selche hmweg neue Kampfer sich den Weg bahn. ten. Ohne bemecll zu werden, erscheml unerwartet am Fuße de« Hügel«, um welchen der Kampf sich conc«n inert halle, cm« türkische Abtheilung, wirft sich mu Ve> htmenz auf die Russen, ein furchtbare« Gemetzel beginnt auf« neue, aber nach einer Halden Olunde welchen die russlichen Reihen, die Türken sehen ihren Marsch, den Feind oerfol.elid und große Verluste zufügend, forl, um nach einiger Zeit die grüßte aller an lhrem Wege lie-gendln Positionen zu «rre»chen, in welche sich die oe,folg. ten Russen in wilder Flucht geworfen hatnn. Der Hun> ger muß sich lebhaft beiden Türken fühlbar gemacht Länge, an welcher sich eine Schnur mit der Angel be fand, und fiichlt. Er stand unbeweglich wie ein Granit» block und harrte geduldig, bi« ein Flsch anbiß. Man kann sich denken, daß ich die Kinder unbeachtet lllß und mich mit dem Thiere allein beschäftigte. Es verging nicht allzu lange Zeit, so wurden meine Beobachtungen belohnt. Da« religiöse Vorurlheil der Hindus, welche« ihnen verbietet, lebende Wesen zu todten, hat zum Re-sullate, daß die Flüsse überau« fischreich, die Dschungeln überau« wildreich sind. Bald begann der Kort an der Fiichschnur Soupramany« sich zu bewegen. Der Elefant rührte sich nicht. Sein kleine«, brennendes Auge folgte mit gespannter Aufmerksamkeit allen Bewegungen de« Korkt« auf dem Wasser. Man sah, oatz der Elefant ein erfahrener Fischer war. Er erwartete den günstigen, den entscheidenden Moment ab, und in der Thal, der Kork verschwand rasch unter dem Wasser, und der Elefant halle die Schnur mit der Oeschicklichleit eine« vollendeten Fischer« empornezoaen. »« Ende derselben zappelte liner jener prachtvollen Goldfische de« Gange«, welche außer, ordentlich wohlschmeckend sind, dle man aber in der Regel, wie alle F,sche dttst« Flusses, erst zu geniehtn pflegt, wenn sie eine oh« zy,« Stunden in Wasser» behiUlern sich „gereinigt" haben. Die zahlreichen Eada. ver, welche die Hindus wahrend der Nacht in dm Van« ze« werfen, hallen viele davon ab, die Fische gleich nach dun gauge zu essen. lFortsttzun, f»l,t.) haben, man sah, wie einzelne die Vrodsäcte der Russen untersuchten und Reste von Brod mit wahrem Heißhun. glr während des Vormarjche« verzehrten. Inzwischen war der Kaiser von Rußland vor Plewna erschienen und betrachtete von einer Redoute in der Nähe von Radi schewo aus mit seiner Suite den Kampf; in dieser Redoute wurde ein Tele« grafenapparat aufgestellt, um von etwaigen, die Sicher« heit der Person betreffenden Ereignissen unterrichtet werden zu lönnen. Von dieser Reooute aus war es möglich, infolge ihrer erhöhten Lage, den Operationen der Alliierten folgen zu können. Von hier aus wurde telegrafisch der Eintritt der russisch«rumüilischen Truppen, welche beim Erkennen, daß die Türlen außer anderen Redouten auch die von Vutowa und Opauesch geräumt halten, von denselben Besitz genommen, in die Action angeordnet. Die vereinigten Truppen von den nörd« lichen, östlichen und südlichen Errnierungspunlten for« mierten zwei große Schlachtlimen mit bedeutender Rc« serve. Diese Linien hatten eine Ausdehnung vom Punkte Vrestowaz im Süden bis zum Oliwizasiuß im Norden und sollten den Weg Osmans endgillig sperren. Das Feuer aus den russijchen Gejchützen hatte noch größere Dimensionen angenommen, dle Armee Osman Pascha's war infolge dessen gezwungen, eine Auflösung der Massencolonnen vorzunehmen, um den Wirkungen der Granaten weniger compact« Körper ent« gegenzustellen. Die auf jeden Schritt todt oder verwundet Niedersinkenden hinderten den Vormarsch, wenn man einen Angriff auf die größten Hindernisse so nennen kann, nicht; wo die Russen nicht wichen, wurden sie mit dem Bajonett niedergemacht, bis die Redoute Dolni-Etropol erreicht wurde. Diese Redoule war von drei Regimentern Grenadieren besetzt, doch auch dieses hin-derle die Türlen nicht, eine Aufforderung russischerseils, slch zu ergeben, indem die Unmöglichkeit, den Durchbruch zu effectuieren, erklärt, zurückzuweisen. Osman Pajcha, welch« die Action persönlich leileie, bestieg ein frifches Psero, und an der Spitze der Sturmcolonne warf er sich mit den Seinen auf dieRe< doute, aus welcher verheerende Salven die Angreifer em« pftngen. Nach einstündigem Kampfe, der infolge der Furie, mit denen die Türlen in die Redoule eindrangen, damit endete, die Russen zu verdrängen, war auch diese« Werk genommen. E« war da« letzte unter der Führung Osman«. Der Kampf um Dolni-Etropol wogte eine halbe Stunde hin und her, ohne e« vorausfehen zu lassen, welche Partei den Platz behauplen würde. Die Türken waren in großer Vnzahl eingldiungln und hallen die Gtjchütz« besetzt. Da lam ncue Verstärkung Pascha, im Oberschenkel de« llnten Bllne« schwer oerwrnde,. nicht mehr imstande da« Kommando fortzuführen u d .e^ Ruckzug nach Plewua abgtichnltten sehend, oen Kamp» ausgab. Dl« darauf folgende Episode möge wir zu schil. dern erspart bleiben. Das tragische Ende «me» General« wie Osman Pascha erwectl Gefühle der lraunaslen Ar.'. Ein Mann, der e« verstanden h»>, ganz Europa durch Monate hindurch in Spannung zu halten, hallt einen andern Abschluß seiner Thätiglei! verdient. Eme gewlsse Genugthuung erfuhr er auch vonseite de« Kaisers Äle» zander, welcber ihm seinen Säbel zurückstellt« mit oen «chmeichelhaflesten Ausdrücken dtr Anerkennung. Osman Pascha fuhr in einem Wagen de« Ka'ser« von Ruhland nach Biftowa, wo ihm eine Ehrenwache zur Di«» Position gestellt wurde. Die Gesarnmtftürle der Nliierten belrug vor dem Kampfe 120.000 Mann Infanltrle und Ka« vallerie mit 600 Geschützen, die der Türlen nlchl ganz 40.000 Mann Infanterie und Kavallerie mlt nur bBatterien, welche letztere infolge der herunter« gtlornrnenen Pferde an den Operatio„en so gut wie leinen Antheil nahmen. Die Verluste sollen ln«. gesammt 25.000 Mann Todte und Verwundete be» tragen. Die Separatverlufte sind noch nicht genau festzustellen. Politische Uebersicht. Lalbsch, 21. Dezember. Obgleich da« österreichische Abgeordnelenhau« seine Sitzungen bereit« vertagt hat, setzt doch der Au«. gleich«au«schuß seine Arbeilen vorläufig fort. Der Au«« schuh dürfte htule den Zolltarif burchberalhen haben. Da« Vant«Subcornil6 hielt gestern eine Besprechung über die Achtzig»Millionen.Schuld ab, wobei allseitig der Wunsch geäußert wurde, in dieser Frage eine Verstän. diguug mit Ungarn herbeizuführen. Da« 3omil6 wird nft nach den W«ihnacht«f«rien iu weriw berathen. Der Zollau«schuß des ungarischen Abgeordneten« hauscs sttzle vorgestern die Berathung deS Zolltarifes fort und acceptlerte mit sieben gegen fünf Stimmen den von der Regierung oolge>chlagenen Zolltarif als Grundlage für die Gpezialdlballe. Vor Beginn der Spezial« beralhung wurde ein Subcomits, bestehend aus dem Prä« stbenten und den Abgeordneten Korlzrnlc«, Upponyl und Mudrony, damit btlraul, für einzelne Hauplartilll El/ perlen zu vernehmen. Hierauf wurden die ersten vier Paragraphe unverändert angenommen. — Im Ober-Haufe wurden die Oefehentwürfe über die Ausgleich«« Provisorien, die Indemnität und den englischen Handelsvertrag ohne Bemerkung angenommen. Die neue französische Regierung hat sich durch Besetzung der Unter-SlaalSsekrttariatc compleltiert. E« wurden ernannt: Lepöre, Innere«; Eochery und Girerd, Finanzen; Btthmom, Marine; Easimir P6rler, Unter« richt; Saoary, Justiz; Tlrard, Handel. Die neuen Unter»Staatssekretäre gehören fast ausschließlich der ^lnlen de« Abgeordnetenhauses an. Die Reihe kommt jttzt an die Veränderungen lm Vtrwallung«personal. Eine ln dem „Journal offtciel" veröffentlichte Nlll-besetzung von 83 Präfecturen hat btrells den Anfang gemacht und den Beweis gelleftrt, daß das Ministerium Dufaure entschlossen sei, mit gleicher Energie und Rück' sichlslostgleil dle anli-republitanischen Elemente au« der Administration zu entfernen, wie e« nach dem 16. Mai Herr o. Fourtou mit den republllani>chen gethan, s« wurden bei der Bewegung zumeist die von Herrn von Fourtou abgesetzten Prafeclen wilder berücksichtigt. Die Bewegung in dem Personal der Ultterprafecten und Generalsetretäre wird in wenigen Tagen folgen. In' betreff der Maire« wird bcabfichligt, einfach die Ab-sttzungSdelrele de« Herrn o. Fourtou zu annullieren und dadurch oen utHwu quo auto vom 16. Mai wieder her« zustellen. Man will daunt die gesetzliche Bestimmung umgehen, nach welcher abgesetzte Manes erst nach Ab« lauf eine« Jahre« wieder wühlbar sind. Die italienische Kammer hat vorgestern die Budgelberathung beendigt und sich sodann vertagt. -" In den parlamentarischen Kreisen Roms glaubt man, daß die Neubildung deS Kabinetts sich erst nach den Weihnachtsferien vollziehen werde; die „Ilalie" dagegen stellt die Ernennung für heute in Aussicht. Depretis benutzt die Pause zur Reorganisation der Partei, con-feriert täglich mit den Führern des linken Eenlrums und der Linken und foll sich mit Eairoli bereits so weit verständigt haben, daß dieser ihm die Unterstützung Men« seiner Fraction in Aufsicht stellen konnte, wcnn das von Dtpretis entwickelte Programm eingehalten werde. Ueber die Perloncnfrage herrscht noch Unllarhtil. n^ so viel steht fest, daß das neue Ministerium Dcprctts ein „Ministerium der Eelebrilälen der Linken" werden soll. Emer Meldung aus Serbien vom 20. d. entnimmt die „Pol. Kurr.", daß der Besetzung Plot°plje'< durch die Serben em mehrstündiger Anilllritlalnpf vor-ausgegangen ist. Die Türlcn verbiannlen, bevor sie dt« Ruckzug amralen, 30 Haujer und Magazine. D>e sel* bischen Truppen löichlei den Brand. E« wurde ziemlich vlel Proviant und Munition erbeutet. Der Verlust dll Seiben bei diejer Affaire war unbedculent». wtftl»ch von Plvtüplje. D»e türkische Belatzung von Podgoriza hat vorgestern einen Ausfall gemacht und die Abtheilung d" Marto Miljanovlt gegen die montenegrinisch^ Grenze gedrängt, in der offenbaren Absicht, Slutarl u«0 Antioari Entsatz zu bringen. Die Montenegriner habe" einige Anlioarl beherrschende Positionen eingenommen« Vom asialijchen Kriegsschauplätze n»lcl unterm 18. d. aus Erzerum aemeldet, daß slarler Sch°^ die Russen zwang, Dewe Bojun zu räumen und "" nach dem sieben Meilen nordöstlich entfernten Dorst Zumalahmad zurückzuzehen. Die Artillerie, welche oo" Kar« abl,e,ch,cll wurde, blieb in liefem Schnee steckt"' Im russlichen Lauer herrscht Typhu«. Die Revolution in Kuba, die heule ihrem s"" entgegengeht, hat einer unaesühren Schätzung nach ^. spanischen Regierung bereits 2(X) Millionen Dolla" gekostet — beinahe so viel, als Mr. Buchanan "^ Präsident der Vereinigten Staaten einst o" schlug, für die Insel zu geben. Der KostenrechM'"» müssen zum mindesten 100 Millionen Dollar« sür ^ Rum von Zuckerplantagen und anderem Elgcnlh" hinzugefügt werden. ____^. Kagesneuigkeilen. - lOesttrr«ichftindl«n.) Vil der it«l,«mjcht «en«r»llonsul m «»Mb«'» nach Uom btticbte», i,nll«tl d,r Import tin,elner vsstrl,ich>!^ Industiil.Elzeuzmsst nach Ostindien. Sl> sei 0ft'l««ch!sch^ ". pi« ln Inditn s«hr a'lucht. und se>«n 187«: 763 «,ften und «^ leu zusammen tinz«<^ Tltimer au« llnd«»dorf. »in bisher ganz gecht, die Handschuhe selbst, belriffl, so schreibt er Aber diese: ,,2>n Mit zart meergrünem ober tlllllsblauem beiden« tip» bezogener, glotz» Kosten not Vla«de lleder. Icn« find ». l» mou»q,uot«ro gefchiilten, b>» zum oberen i llt^n« gtlchlussm, nur an ocr UlUtlselle de« H»nbgtleul« eine H i,ch nicht darunter. In o«n Tonnuancen o» nUelzurlefie« Faibin iß llne erstaunlich« M>iNl»!g!!»ll'glc>l eitlich«. 2« fino nichl lneyr old« H>»lb> und »l,l» löu,, e»e< l«, P^lle, «KaUH».,, ee« 6le,n4, Tauoen., Perlgrau, d«« Dtoo»glUi> uud >Vtaclnl0l»u; die Scal» >st in Uberruschend» >lem Mag »ecelcherl. El >fl «ln ltlze^der «l>t>llen«!l>uib!g«u chuuel»un>n, die bll^un>l,ch vlm ^e>uhl oe« ^e»de>» schllchllldiug» Ulizuganglich ftüd, euich te,ue, l<«ilenbt z»itdeneu,f»ftubuug gel^udl u»td. Abcl wcuu jeder «sallt Uud ,t0« Iung'iüg e>nen ttuftcn mit solchem Ixh^ll velichenleu »N t«unen wuuichlc, fo »ü.lchle sich« Nlchl m»ndtl jede Klau Uud jcb« Mlldchcn, fo Vefchenll ,u le,n." — lF " l den ^lt»« — eine goldene ^chal, lm Wcllhu gew'nnen. Hell vlgnaud «ft del glUll.lche 'b'tgti. <3r hat d,e b»0 Pvlul, »u ^56 GeNlN zu Nunde ge» ^»ch>, »ahread sein Oegnel »n 244 ch mlhluogen — nur 8UV0 Pom»« erreicht Hut! Da» lkßen h«l Hl« P»al l» elntl Sell« 176 P«lnl» gemachl, wäh» lNld die ftärlste Set,« de« Slegel« Herrn Vlguaul, nur 174 Hoint« zähl»,. Durchschnittlich machte Herr Vlgnaud 19 und Herr ^'°l ltj Poml« »n llner lour, l«Ntl hat H,ll V'gnaud in 10 Nlld Heil P,al in b Ser«n »ie Zahl van 100 Poml« erleicht 'ber sagar nbelschrMen l" — (Vom Cf-Sullan Murad.) Nu« itonfianliriopel bleibt »in Korrespondent ,« ^Pol. llolr," : »Ef.Vuzlan Muiab ^'cb ,n, P,l„« Tscheragan immer strengir bewacht, »in jeden "n>w,!chung«»ersuch zu verhindern. Trotzdem ifi e» durch die ^llwirlung de« Ei'sullan» feinem, bi«her von jetzem Besuche ^u«gtjchlossmtn i!t!b«lzime Seln Nu«>ehen ver» ^l »r.ulhlil und keideu, s» zwar, d«ß Capoleone von seinem ^llblise zu Thränen gerührt war. Die Mnller be« «ll-Kull««» °^«l« verschleiert der gusammenlunft bei. Vlurad erzählte hierauf ' Szint vom 2. November und bellagle fich bitter, daß man 'U, eil»« »nderen «rzt in der Person be« Dr. Mongeri aus» ^'"gen wollte, wa« er aber absolut zurlltlwie«. Murab ssehl oj-^"b,r «och u„,„ tz^ »indrulle de« an ihm geublen Zwange». "p°le°n, such,, ihn ,u beruhigen. lrUfieti ihn und veifprach ^ "fl,ul«lnmen. veim Nbschiede sagte ihm Murad : Vagen «ie ""'n Fltunden. baß ,ch sie n,cht vergesse, habe und bah ich van ^'" Treue und Ergebenheit ,,luhrt b,n. I« l°fse sie aber bilten, ^ '" i!'b,n nicht »nf« Spiel zu setzen, um mich wieder au> " doch nur lm Falle de« Vedarfe«, passieren; c) die jührliche Subvention per 25 fl. ist bl« »uf weitere« zu sistlcrcn und der lrainlsche iianoe«au«schnß von dieser Glftlerung ln Kennlni« zu fetzen. (Wird ohne Debatlt genehmigt.) 3) GR. Plrler beantragt, den Oberlehrern Andrea« Praprolnll und Leopold Belar sowie dem ttchrer Franz Rallelj werde zu ihren bisherigen Ve> zügen vom 1. Jänner 1878 an die zweite Qu,n. q^ennalzulage im Vclrage von je 60 ft. bei der Sladtlafse flüssig gemacht. (Ohne Debatte genehmigt). 4.) OR. Mahr deamragl, dem ftäollschen Unler-lehrer «nlon Razlnger für die Orchellung de« Un« terrichles ln der Efcurrenooschule am Karolinengrunde eine Remuneration im monatlichen Oelrage von 20 ft. vom 1. Ollvber l. I. an bi« Ende Juli zn bewilligen. (W»rt> ohne Debatte genehmigt.) II.Oerichte der Personal- und Recht«section OO. Dr. Rllter von Kaltenegger stellt den Drlnglichlellsanlrag, da da« Jahr bereit« seinem linde zueile, die Frage wegen der Pachtung der städtischen Oefälle schon heule zu verhandeln, und zwar in geheimer Sitzung (Angenommen.) 1.) OR. Dr. Pfefferer referiert über die von der Verwaltung de« Slechenhause« „zum heiligen Josef" beabfichllgte Einbeziehung eine« Fußsteige« im Kuhthale ln die Einfriedung ihres Vesihthumes. und beantragt, dieselbe unler der Vedingung zu bewilligen, daß die Gesuchfteller die Vertragskosten tragen und die Vertragsurtunde vor der Ausfertigung der Rechlsseclion zur Prüfung vorlegen. OR. Regali: Ich begrüße den Antrag der Sec» lion mit Freuden und befürworte ihn wärmsten«. Die Oemelnde hat für da» Siechenhau« bl« nun ohnehin nlchl« thun lvnnen, wenigsten« zeigt sie jetzt dadurch ihr Hnlgegenlommm, daß fte gestaltet, daß dieser Fußsteig eingefriedet werde. Der Antrag der Seclionen »lrd hieraus einstimmig angenommen. 2.) Vizebürgermelster Dr. von Schrey referiert über da« Oesuch de« Thoma« «mbrojii um Nachsicht der wegen Mißbrauch« de« Gewerbes gegen ihn ver» hängten Geldstrafe per 50 fi. und beantragt, da«, selbe abzuweisen. (Angenommen.) 3.) GR. Dr. Ritter o. Kaltenegger be<,nlragt, den Maaistrllleeanzlisten Robida in den ordentlichen Slatus al« vierten ltanzllsten einzureihen. (An. genommen. 4.) Vlzebürgermeistev Dr. v. Schrey referiert über die anzustrebende Erhöhung des Hinsfuhes von einigen städtischen Gtiftungen und beantragt: Die Erhöhung der Zinsen auf 6"/, sei von den Schuldnern in Anspruch zu nehmen und lxr Magistrat habe letztere zur Ausstellung und Inlabulation diesfalliger Erllä« rungen auf ihre eigenen Kosten zu verhalten. OR. Regali: Auf unjerer Seile haben wir von den Ausführungen des Herrn Referenten nur sehr wenig vernommen. Ich würde bei so wlchlige!, Frugen doch um etwas mehr Deutlichkeit bitten. Vürgermeister Lasch an: Ich lann leinen der Herren Gemcinderäthe zwingen, lauter zu spreche,,, als er es gewohnt ist. Es bleibt andererseits aber auch keinem der Herren benommen, sich in die Nähe des Redners zu verfügen, um ihn besser zu verstehen. GR. Dr. Pfeffer er: Aus dem vorgebrachten Antrage der vereinigten Sectionen ist nicht ersichtlich, ob jenen Schuldnern, welchen die Erhöhung des Zinsfußes möglicherweise nicht genehm wäre, daS ltapital gekündigt und selbes anderswo lociert werden soll. GR. Ho rat: Alle Schuldner »erden einsehen, daß man heutzutage Geld nicht mehr mit 4 oder 5 Per-zent ausleihen lann. Uebrigens wird man dasselbe sehr llicht gegen 6 Perzcnt auf den ersten odcr zweiten Satz von Häusern in dcr Stadt placieren können. Referent V»zebüraermelfter Dr. v. Schrey: Ich muß bedauern, daß mein verehrter Herr Eollega Regali plötzlich unler die Schwerhörigen gegangen ist. Meine Ausführungen scheinen nun denn doch nicht so unoer, »ländlich gewesen zu sein, da fte dessen Nachbar, Herr Horal, wie ich sehe, sehr gut aufgefaßt Hal. Die An-srage, die Herr GR. Dr. Pfcfferer stellte, beantwortet sich wol von selbst, ich glaube die« ohne besonderen An-lrag dem Magistrale überlassen zu können. Ucbrigen« ergänze ich den Section«anlrag in der gewünschten Rlch. lung. Vei der Abstimmung »ird der Seclion««mtr»g angenommen. (»«,»« ,.lgt.) i — («»«zeichnung.) Dem Plitfidentm be« l. l. Ober» l»nde«gerichte» sur Sleiermarl, itärnten und Kl»in, Gr. VlceUenz Herrn Dr. Josef Nilter von Wal. er, wurde die hohe >u»zelch. «ung zutheil, »ll «lltlhochstem Handschreiben Sr. Vlajeftill de« K»,ser« vom lv. d. M. »l« M»g»»ld a»l « e b e» » d » u e r in da« h Herrenhan« de« efterreichlschen st«ich«r»the« berufen zu werben. — (Lib e » ab le g un g ) Der neu ernannte Vlalthaller im Vrzherzoglhume Oesterreich ob der linn«, Herr Vohu«l»o Rmer oouNldmaun, hat vorgestern in Men uuler Inter» venielnng de« Obelsilammeler« HZM. Vrasen trenneville u»b be« Minlfter« be» Imiern ßltihtlln von i!»sser den Vid in d»e Hand <»i. Muieslilt be« « u »Ier « abgelegt. Der Mmlsterlal-l»lh M«lt,r v Ochuib« verlo« die ll«de»j»l»5l — (Sentflzvolstsllull,) «» lhriftlag — Dien«« lag den 25», d. M. - finde« i« landschofüichen lhealer d,e Übliche Woh!lh»«!gle,l»,orfiellung zum Vrftcn de« stildtlschrn »rmenfonbe« in i!»ibach ftotl V«e Dlreclion lilßl au« dltjem «nlufse am genannten Normalnge da« Sens»» t!°n«ftl!ll „Oesplengte ßesjeln" — e»ne dramalljche Vearbeilung be» belannlen gleichnamigen U«»«n» der „G«len-lande" — in Vzene gehen. — (Nu« demt.'»lbachtiKemlinbei»lhe) I» »er gestern abends »bgeyattenen Kitzuug de« i! « i b « ch e r Vemeindeialhe» — über deren Verlauf n»r bl« zur HlUfl« ,n unserem n« lr»g der P o l > j e i s e c l > o n die Vermehiung der Sladlbeleuch« tung um einige nüher bezeichnete Vasftammen sow« die Abwei» jung einer Vllusung gegen e>n magiftlalliche» slraserlenrln,» be. schlössen. — velrefs» der in einer der letzten Vemeindelalhesitzungen »ngeregten Nalhjuchung uoch c»uem »n der Z o » s st, , h e »or vielen Jahren bestandenen, sruher aber verschtttlelen Vffentllchen «run neu wurde d« Serlch« dahin erftallel, o»h e, ,w«r ge-lang, den genannten Vcunnen au»fiuvig zu machen, bah jedoch dessen Wiederherstellung uud SeuUtzung ulchl mKgllch sr,, l»a ftch btiselbe lnneihall, dec lraßeu>,nie selbst befindet, daher ei» unznlllfsige« Pufsogehllldernl« bilden »Urde. — Dem «lisa, btlh'Kinderspilllle in Lalbach wurde Über »ntrag der F i n a n z fe c t i o n pro 1878 eini Vuboenllon im Vetinge von 300 si. bewilligt. — gu« «chlufse d» «>yung beantworlele der VUrgermelster noch vier Interpellationen, und zwar jene de« GN. Uegali über da» Ueberhanbuehme» de« Vellle» und Vagabundcnwesen« »n Laibach und betreff« der ungesetzlichen Liuhebung einer Ilan«felierung»zeliur feiten« der fillbllschen Olgane, son», jene de« »».Dr. »hozhizh ».«refs« de» Schnelljohren« im Gladtrayon und der Stützung zweier lvüume vor dem Schweizerhause. — Den nllheren vericht Über da« hier Nngesllhlte bringen wir in unserem ullchsten Vlatte. — (Wtihn»chl«befcherung der «rmen.) gnr unentgeltlichen Vespeifung ber »rmeu »« L h r i st l a g e in der kaibacher voll»lllche find eingegangen: Von ben Damen: Valonin Mac «even O'Kelly und Ie°nnelte Nechtr je b st.» Mathilde Pallus» ll st. Mari, Valli. Vl«rie Obref» und Marie Veemann je I st, Fanny llollmg 50 lr.; von den Herren: Heinrich Tlobler au« Vraz 10 st.. Nnton Varon Cobelli b fl, Franz Souvan, Ferdinand Vouoan. «l-fnndel Deeo, 2>r Ratil, I Vleiwei« und I. verderbet je l st., »»««n Urba» b<) lr.; ferner von fllnf Ungenannlen Spenden k 2 ft.. ? fi, ^ st. l st. und 60 ll., endlich von Herrn Veor, »,er l «'»« Vier, — <« ganzen somit 47 fl, 60 lr. und ein «imer vier. «veitel« Spenden werden vom Sladllalsier Herrn Hen «th ° ler sowie »w rolale der Laibacher v«ll«luche m'l Danl entgegengenommen. 2454 — (Theater.) Da« im Laufe der »origjllhrigen Saison mit den Rostocl'schen Decoraliouen nahezu ein Dutzend «al bei »uSverlauften H2»se«n yargesuhrle >lu«ftaltung«stüll: «Die Rtlse um bi« 2rde in achtzig Tagen" gelangt Mittwoch und Donnerstag den 26., beziehungeweise 27. d. M. an unserer Vühne zur Aufführung, diesmal jedoch mit den »om Theatermaler Dlnltor Friyschr'«, H«rn itilanyi, in eigener Regie angescrtlgten Decorationen. Letztere sollen, »ie uns veisichert wird, iluherft «ffeclooll gemalt sein und erstere weil Üdeitilssen. Da d»e gksammte AuVftaltung »»u Neujahr ab bereit» au andere Vühnen vergeben wurde, so findtn in Laibach blos zwei Vorstellungen an den oben genannten Abenden statt. — (Fre»»illige Feuerwehr.) Anläßlich des letzte» Vrande« »n der Spitalgasse fiud der Laibacher frelwilligen Feuerwehr noch folgende weitere Spenden zugeflossen: Von Frau «mal,e Pirler 10 ft., von den Herren Leopolo Pliler 10 st., August I«l sen. 2 st. und Hemrich Slodler in llhe,lt — H«li »ied. Doktor Ferd. « » hm , Veziltsarzt in sludols«wtlth, tlueu Velrag v«» 10 st. gewidmet uud überdies «iuen Jahre«» dtltiag m Aussicht gestellt. Ferner Hal Heir Professor M. Peiar glllchlall« tlnen UnlelftUtzuugsbelrag für Studlereuve »n Golllch«« gespendet. — (Der Aberglaube a» Lande.) Die o«rgesteln »usgegtden« Nr.»7 o««„Polizeiblatte« für il rain" oeroflent« llchl llachft,htu°«u Fall, «er zugleich als Veleg oajllr dien», w,e n«s der Hbeiglauue »n gewissen llr«l>lu uusller lüuolichen Veoollerung noch eilige» urzelt «st, so bah es mitunter dem nächstbester ge» ricbenen Vauuer «u Leichtigkeit gelingt, unter Znhllsenahn« be« nöthigen Hncuspocu« s«n«n Roggen zu schneiden: Dem Hüblcr Flonz Gölte« »on Vlr«i» « »ulden »m Monate September 1876 durch tlne Zigeunerin betlüglr,sch«lwt spxgelung von Zauberkünsten Papiergelder »« Werthe »on 320 st., 40 Thaler allen Gepräge« k 2 fi. pr. 80 st., zulammeu V00 st. w ng« uud 6 seidene Tüchel entlockt, so daß Franz e« «»neu r«a 9 Vlonale alt«» HlNde« «n «ram, Slel»m«l und ltl»»zi«n unftlll »l« Vluft« tanlln herum. Ihr G«lt« sp«ll I'lher uud wird »on ihr »us der Ouilalie begltiltl. Sowol sie w»e ihr Oalle sollen häufig «u sehr eleganter Kleidung »ustrelen und bet »hren Reisen eluen ihnen gehollgen Wag«» und Pferde beullyen. —(Schneeverwehungen auf der Vübbahn.) Kaum hol ftch der erste ^chneefall emgeftelll, werden «mch schon Veiwetzungeu aus den Vellehcellnlen ftgnallsirrt. Einer Meloung der^üobahn» Direction vom 19 d. zufolge ist nämlich wegen htsllgen Schneesturme« der L»ftzug»erlchr »uf der Slrecke W»en» Vlvggnlh, sieußadl^Kauischa und Elemamaug«r»Pollendols «m» geftllll. ^l)lc PlllouenzUg« haben oon Neustadt ad e,ne lverssiälung. — In Vraz ist a« 19. d. der «llpoftzug infolge e,ne« stalls, VchntlsaUt« auf dem Semmermg, welcher m,t Schn.epfiüzen be» fahren werden muß. um '/4 Slunden oerspilllt emzelroffen. — Auch ,u Klagensult traf d,e Wiener Post mfolge Schneeverwe« hnngen schon zweimal mN ziemlich bedeutenden Veifpätungen e>n. Oeffentlicher Da»t. «llcu bei der am 9. d. M. stallgefundmen Diletloulen« Theattivorftellung. deren Ue,»ertrag »«n 27 fi. 50 lr. zur An» fchllffung oon l'ernmltteln für die hiesig«, «oll«lchnien gewidmet wulve, mUVillenden P. T. Herren und 2amen sowie «uch fUr die unentgeltliche Velstellung der zu dieser Ihlolervocst.llung er« f,ld«!,chen Programm« spricht die gefertigt, V«ll«schulle,»ung 'm eigtnen und ,m N°men der delheiliglen Schullinder den «nnigften, achtungsnollft,n Danl an». Leitung der Voll«schnle GoNsche« den 14. Dezember 1877. Fr. Ptp«. keilte. Kundmachung. Zur pachlweisen Hintangabt der sämmtlichen Ge> fülle d« Stadt Laibach für die Jahre 1878, 1879 und 1880 wird hiemit eine Offerloerhandlung ausgeschrieben. Der «usrufspre»« betriigt 43,360 fi. für jede« der drei Pachljahre. Das Offert lft mit einem Vadium von 10 Per. zent de« Angebotes zu belegen, und wird der Grfteher diese« Vadium beim Vertragsabschlüsse auf eine Eaution von 30 Perzent de« Erftehung«preises zu erhöhen haben. Die übrigen Vedinguugen find beim Sladtmagi» strate einzusehen. Die Offerte find gesiegelt und al« solche bezeichnet bi« 27. d. M., morgen« 9 Uhr. beim Einreichung«. Protokolle de« Stadtmagistrate« zu überreichen. Die Genehmigung de» Offertenergebnisse« ist oem Oemeinderathe vorbehalten. Gtadtmagiftrat Laibach am 21. Dezember 1877. Der Vürgermelsler: Laschan m. p. Neueste Post. (Original'Telegramme der ^^aib. Zel tung.") Wie», 21. Dezember. Die „Politische Korrespondenz" meldet au« Konstantinopel: Man erwartet eine Proclamation des Sultan« «n das serbische Voll, die Absetzung Milans aussprechend. Dieselbe Korrespondenz berichtet aus Bukarest: Fürst Karl erhielt vom deutschen Kaiser das Eiserne Kreuz, und aus Eetinje: Die Capitulation des Kastells von Antlvarl wird stündlich erwartet. Wie», 21. Dezember. Hiesige Müller melden au» Konftanlinopel: Der Ministerrath beschloß, die Opera» lionen nördlich vom Vallan auf die Vertheidigung del gestunden zu beschranken. Die Armee Suleiman« wurde gegen Adrianopel dirigiert, um da« Vordringen de» zein-de« üb:r den Vallan zu hindern. Vudaptft, 21. Dezember. Der Zollausschuß des Abgeordnetenhaus«« accepcierte die Erhöhung de« Kaffee» zolle« von 16 auf 24 Gulden. Petersburg, 21. Dezember, offiziell. Die Russen «lümpften am 17. Dezember Ardanujch. VelgraV, 21. Dezember, offiziell. Die serbischen lruppen erstürmten »» 19. Dezember da» Defil6 Gt. Nitolau« sammt dessen Vefeftlgungen, nahmen die Vrücle oon Cecina und zerftbrtm dieselbe, und besetzten die von den lürlen verlassene Position Vablnaglaoa KonftanttNSpel, 19. Dezember. Mehrere Depn. llerte «ouen in der «amwer «in Mißtrauensvotum aeacn da« Ministerium beanlrngrn. Verlln, 20. Dezember. (Presse.) Die lüllische Mediationsnole ist bi«her oon lein« Seite merltorisch beamworlet worden, auch ist von lelnem Kabinette ein vermittelnder Schrill infolge dieser Note geschehen, da in derselben noch nicht der formelle Wunsch nach Vermilt» lung au«gesprochtn, sondern nur die Verettwllllglell au»-gedruckt war, eine Mediation entgegenzunehmen. Bukarest, 20. Dezember. (Deutsche Zlg.) Vsn verläßlicher Seile wird m tgelheilt, daß Fürst Goclscha« luff enljchlosscn sei, im Falle da« Londoner Kablnttl eine Mediation«note an ihn richten sollte, dieselbe zu ignorieren. Celinje. 20. Dezember. (Presse.) Soeben lam Fürst Nikola ganz unerwartet au« dem liager oon An. tlvari hier an. K 0 nstautin 0 pel, 20. Dezember. (N. Wr. Tgbi.) Suleiman Pascha ist mit starken Truppenlheilen der «ftbulgarischen Armee plbtzlich hier eingeiroffen. Die lttzleren werden den Kern für die Bildung zweier gro-her Heere südlich des Balkan« abgeben. Adrianopel wird da» Centrum für die weiteren Kriegsop^ralionen der Türlci bilden. Außerdem soll aber noch ein zweit«» be> fesllgles ^ager an einem die Hauptausaünge des Balkan« beherrschenden Punkte angelegt werden. Turllscherseil« »lrd man die Festungen Bulgarien« zwar so lange al« nur mögttch zu hallen suchen, aber da« ganze Schwer«! gewicht ln der neuen Phase des Kriege« wlrd aus ble Operationen im Süden de« Balkan« gelegt werden. Der Krieg auf« äußerste ist wieder iiosung geworden und die Pforte will, nachdem fie die Dlspositionen der Mächte infolge der an die Llrcularnote geknüpften Erörterungen kennen gelernt hat, nicht« mehr von Frieden«-mediation wissen. Die Enlschlossenhelt der türkischen Staatsmänner wird unmittelbar auf die Eingebungen de« englischen Botschafter« bayard zurückgeführt. Kairo, 19. Dezember. (Deutsche Ztg.) Es verlautet, der Khedive set von seinem geheimen Agenten in Bonbon benachrichtigt worden, die englische Regierung ziehe die Eoentualilüt einer Occupation Egyvlcn« sehr ernstlich in Erwägung und treffe dem entsprechende Mahnahmen. In den egyplischen Negierungolreisen hat diese Nachricht große Beunruhigung hervorgerufen. telegrafischer »eHseilmr» vom 21. Dezcmoec. Papier. Rente 62 25. — Silber. Rente 66 50. — Vold« Rente 7440. — 1U6l)er Staal«.!llnllhen 1107b. — Banl'AclieN 763. — Kredit' »clltn 202 25. — London l20 40. - Silber 105 Sb. — «. t. MUnz. Dukaten ü 68. - 20-Franlen.GtUcke 9 65. — 100 Reichsmark b9 50. Wien, 31. Dezember. 2 Unr nachmittag«, («chluhlurs,.) »reduaclitn 20225. iuvo,r «ole 11075. 1l«j4tr rose 13375, afterrl>ch«l«»al»b»hn 255-, Blurd» »»On 192 75, 20 ' Ht«mlt»stuch» ^raucooant — , oNtrltichl>chc i»l!l»eul!ll»>ch< «aul— , l?ioyoacl!li» 388—, »ust«»ol;ou!llm!chl >vanl ^» lUrllscht L«>l 1150, ttommunal« «ule„eu U8 50. «,l,ptl,chl — —. Eoldrenle 74 40. V.sser. Angekommene Fremde. t Wien. Lofs. Urellenfelo. Kftte.. und «iselt. «e,s,, Wien. — «eutlanz, »,m,. Vcrlln. - Graf 2.huin. Vutebesiher, Viaomann«dolf. — Vlnoir, gorslinjpelloi, Graz. Rlller oon »osltlh, Hlllftnig. — ßeloner Peter, Feldner anlh und ^oilälter, «tiohhutfablllanl, Dejeiegg. H,«l Olef«nt. Giaf Hoyo« s. «emolm, Kiume — v. Neu- gedauer Oerlha, ^rloal, Tllest. ^ Verg, ttausm., Kranljult. — Delleva, »belsdecg. — vchweigec uno stojendergli, Kftle,, Wien. ^ Ialchte, Kjm., Sagor. vt«hre». Müller, Trleft. — Ttllllnr, Loitjch. - Rauch »«» Schwarzer, Hausierer, Gotllchee.___________________________ liottoziehung. oom 19. Dezember: Prag: 7 57 35 36 16. Theater. Heute lgerader Tag) bei nn!»«hodeuem «bonnement zum zweütN' male (ganz neu): Die Ib.«lllerprln,ell>n. ltomlscht lDperclte >u zwe, »clen und einem «oispitl oon Iacque« Ofsrnbach- Meteorologische Beobachtungen in Laibach. ^ - « ^Y3 3 » ^ " - «3« ""»35» "3" - «» "«^ ? ^8 «Z«» L ^ » - » "8^ 7U7Mg 74S.,< - 6, NO. schwach bewollt^ "^ lil. 2 , «. 746.« — 8., N0. Ichwach bewoltt 0.v« 9 „ »u 747.,» —6.« NW. schwach bewollt Nnhalleud bedellltl H,mmel, einzelne Schnttflocken. 2)a< I»gt«mlllel der Temsitlotur 5 5*. um 3 4» unler dem No^ male.______________________________________________________ Verantwortlicher Redacteur: Oll«mar Vamberg. » Danksagung. » W Flll die vielen veweise heizlicber Iheilnahme an» M M läßlich de« Tode« unsere« »nnigft geliebten Sohne«, W M relp«ct!oe Vruder« M > »skar > W und filc das zahlreiche Geleite zu seiner letzten Ruhe- W W slätle, sowie den spenbein dei vielen Kränze jagen n»r W W un<«ren lies «mpjundenen Danl. W W Äie Familie Naiser. D <^l)lskN!)(l!(^^. Wie». 20. Dezember. (1 Uhr.) Die gestern in Fluß gerathene ungünstige Vewegung machte heule Fortschritte, «hne eine große Heftigkeit anzunehmen. ««Pwn»t«........ «l8b «»4«in,l«........ «6b> 6«60 G««dn««......... 7430 7440 e«s«. 16W........ »« - <»«-^ , 18b4........ !08 00l09- , I860........ 111« 1»17b . 1s«0 (8!......... 13 50 14 Pr«»»«,nlthen der V^odt «i«u SS'«.'» 8l»-b0 D^«n.«l,ul»«rung«.r«se . . I0o10 «0540 t>owKnen«Ps,Hdhr,,f, .... 1UV — 1392b 0esterr„chilche «chutzsch^« . . l«) — 1O) 10 Un«. 6perz. Golörent» .... 31 — 91 50 U»g. «»leubaljn,»»»..... ,8?t> 9<>,h Ung. SchaHdon« „» I. w?4 10A — 104 »ulthen d. stadlgemnude «i« » V. «......... »« «b 3« 50 Gr«de«tl«ft»»«»-Vhl»««tw»«». B»h«en..........103 « 10g 75 »t«d«r0sterr«ich.......104 ^ 104 5« »«li,im.......... »0 7b 8«zb Vi«tz«nb«r,e»....... 7S«> 767h le»eser v»»«t...... 7? b" 7« - Ung«n.......... 7» »b 7» o0 »n«l«.,sterr. V«a .... »57b 8«- «re»i,»l,«l«lt........ 204 2» «04 50 De,«fit«»b«l....... »4 - ll»^ »reditc'lstolt. nn,«r. .... 18V »5 18950 950 ^lo,d.«es«»sch. »90 - 89« - 0e»err. st«r»«ellb«hll . 104 50 105 — «nd°ll>.«»hn ... Z1451 »15 — Klaal«»,hn........ lck'» 75 «5« - Sudbahn......... 7b 50 76^ tl»eiß.«»hn........ 174 »7b Ungar..g»li». Yerbi,»un,«b»tz« »2 2b 9« 7b au„«^«l. »arl.?nd»i»,«.. 1. li(j 101 ^7 Oesterr §l»ro«f».!v»hn 8b l>0 8b ^ Sieb«nbnrger «ahn. . - 64 b" «t««««l>«hn 1.»». . . l53b0 1"^ e,l0»«,n »3«,....... 11>40 11"" b«....... 91 b0 »3 «»»bahn. «,»«...... - — -^"" »us deutsche Pl««e.....b« 65 ^ ^ «°»d«n. lurze «icht .... ,«02) l»"", <»««». lange Sicht . . ,M40 l»""" P«ri« .......47-90 9 ^ 30 . 59 . 4« " Gilnergnlde» . . !0b . bb .100,«»" ische Ornnt»e»U«st«n,«»l)!,li<«t"n Prinatnotierun«: Oeld v) -, W^re ^ ' »it 2»)^ 9 i bi« 2 »4 . »ilglo 85 5) bis sü''" X«chtr««: Um 1 Uhr 20 Vimuten notieren: Papierrenle 63 30 bi« 68 40. «Ub«renle 66 40 l,»« 66 60. G^lorenle 7^2) bl« ?i45. s«< ««»d«n 1^ 20 h»« 1^050. ««P«le«4 » VI hl« 9»54. «HU»« 104 50 bt« 10b S0.