MbacherM Zeitung. Nr. 43. Vl8n>, mc,atl°n«prels: (!^m Comptoir ganzj. ft ", dall'j. fi. 5«». yllr die .^„NtNung in« Hau» halbj «^n ll. Mit bei Prsl „an,,j. f>. »5, halbj, ? 5«. Mittwoch, 3N. Februar. Instltionsgtbtir: Fill N,Mt Insn«te bi» zu 4 Zelltn «» li., strllßelt Pr. Zeile « lr., bei öft««n wiebnholunsstn pr, Zeile « lr. 1878. Nichtaintlicher Theil. Das Zoll- und Handclöbündnis mit Ungarn. v ^^ zur Vorbcrathung der Ausglcichsvorlagen aps/<.^^'"^"^ des österreichischen Rc'ichsrathes ein-en? t """^^" h"i 'hren Bericht über den Gesetz-' lwu^ wodurch das Ministerium der im Reichsrathe ^"enen Königreiche und Länder zur Vereinbarung der ^ >, "'^ Handelsbünduisscs mit dem Mmisterium M >!"! ^" ungarischen Krone ermächtigt wird, uciioet. Es wird in demselben Folgendes' gesagt: s^s,^"wurf des neuen Zoll' und Handelsbündiiiffe5 l„''? '"Z ,n der äußeren Anordnung und Vertheil an' I Materien enge an das ablaufende Bündnis liH' "Z '" sachlicher Begehung behält er die niesend «les^) ""^"be bei, welche in dem letzteren aus-dual U? ^"^ !"'d s'ch in der ersten Periode der cnts, ! Nclchsgestaltung beiden Landesgebieten herll,,H?^<, sowlc im Interesse der Gefammtinonarchie der V''' ^^ haben. Der Vertragsentwurf will, wie tretet V desselben deutlich sagt, das außer Kraft sek<>, l Bündnis nicht dnrch ein völlig anderes er-fah. ' ,"^"n "'^ den Modifieatioueu. welche die Erwirk^?, """schctlsweith gemacht, für die Zukunft dara' . c^"^'"' ^^' ""'"""ssion darf sich daher unter m ' ^''len. die bei der Vergleichung der Texte, "ndercn c-!^Mna. ^r Alxmderungsbe'schlüsse des sprecku, ^""'^' aufscheinenden Abweichnngcn der Äe-Men^Ü.'^c./"^"^^)"!. Dieselben sind zu einem "erbest ^ formeller Natur, indem sie stilistische erkenm '"^'" ^"'" Zwecke haben. Die Koullnission größer? l?'^ ^^ diese Textänderungen durchaus eine sich he. w ?^ll des Ausdrucke« erzielen, und glaubt, sollen." "'"lMng derselben im einzelnen enthalten zu lUlte,^!!'"^" hierauf jene Artitel der Besprechung ^rd,.., s','^l'lche in meritorischer Begehung geändert "Das l.ll c..l^" ^rlllel Vlll bemerkt der Bericht: Ni, ^,. "^MUldilelenhaus hat zu dem Artilel V lll ^m'n , ?:. ?linea beschlossen, wodnrch die Regie-M,,, ""pachtet werden, den Ansban des öslerrei i>tt ^?^chcn Eisenbahnnetzes in der Richtimg nach zu sofern' w ^"^' ^^" ""thwelidigeil Bahnanschlüsse die Entw n " der unverkennbaren Wichtigkeit, welche ^cs dn ?. 'l? ^ Verkehres mit dem'Orient fur den» Ti,i,,^"b/lgebiete besitzt, glaubt die Kolnmissiuli, V sollen i>'" Zllsatzbcstlmmüng nicht entgegentreten ltieiunl, ^"l)m ""deren hohen Hause angenommene '"eil sir ^ lcdoch scheint darum nicht empfehlenswert!). ^ ^ Interpretation zuläßt, baß es sich um eine Feuilleton. b"s große römische Irrenhaus. 5>i (Schluß,) 3"h tlaqen ^' ^^' die sich unter einander ihre >cwei'de,'. ^ ^ '""", eine Kröte sitzt in feinen s'"lrn; i .V cl?"dere hört Vögel in feinem Magen i "l", Hal s^^ ^"" '"^ einer papierenen Krone 7 ^u^/Z,^d"'^ König von Italien und Vic->'schl)ss, //^ des^ ^efer wieder in ^"'bcuo 'ch' ^'sUlchen kleide, aller Welt Segen >" Nnfte' !.it ' ^"^." der leibhaftige I'.o Xcmo; ^nnann u d^ 2n!e?^^^"ich einen Heuwagen mit 2zei!M' >^ er kann ch ?'^'"' laue "d , N<^^'"!^'"' '"it scheuem. MZMM MMM «?' die n ^"'^/"" tramige weiblich, ^ ^'' "" imN"^'' '"" ^»geschnittenem el'gwsev Mouonlanie ergrifien. ist in tiefe Andacht uersnnken. krampfhaft wickelt sie den Rosenkranz um ihre gefalteten Hände; die andere, eine juuonifche Gestalt, hockt da, ganz in ein weites über den Kopf geschlagenes Gewand gehüllt, ans dem das Geficht wie em Mcduseichmlpt hervorblickt. Auf den Knieen hält sie ein Scheit Holz, wie ein Kind in Tücher geschlagen, das sie fingend mit einem fchanei-lichen Eiapopaia-Lied wiegt. Entsetzen nnd Jammer haben all' ihre Züge, die noch Spnren gros^r Schön-heit tragen, starr gemacht. Die Unglückliche hat ihr Kind im Wahnsinn gelobtet. Wenige Kranke nur sind rs, denen gegenüber der Blick, das Wort, der Wille des Dr. Viale ganz ohnmächtig ist. Nur die materiellste Gewalt, nur die fürcht terliche Zwangsjacke bewältigt, beruhigt sie. Dahin z.ihlt ein herkulisch gebauter Mann, der mit der Stimme eines heisern!^'wl'N fortwährend ..^ri-l! ^ria!" brüllt nnd dabei entschlich nach ^tuft schnappt. Der Unglück liche war ein Perlenfischer. D,e Taucherglocke, in d,e er eingeschlossen war. wurde durch einen schlimmen Anfall' um einige Minuten länger denn gewöhnlich auf dem Meeresgrunde festgehalten und seit dem Momente ringt/ ringt er so aihcmlos. so unbändig nach So ein Irrenhails! Alle edleren Empfindmigl'!,. alle bösen Leidenschaften, alle Dämmn-, alle Todfünden fieht man hier entfesselt. Furcht " tansc-nd Gestalten, Hossart. Neid. Liebe. H"ß.,/hnmz, Zorn, Rache. Wuth. Wollust. Gewissensbisse. Gram. Zweifel und Schmerzen jeder Art haw' alle geist.ge Klarheit ver dunkelt und herrschen nmi »mmnschrankt nber den Menschen in seiner Bcw''ßtl^lett mch machen chil gleichsam zu ihrem leiblichen Äilde. D:e Emdrucke. die man oon dieser schrecklichen Krankheit, diesem ..Scheintod des Geistes" empfängt, sind wahrhaft er^ areifender, vernichtender Natur. Das psychologische Interesse wird von der Tragik des Gegenstandes ganz und gar verdrängt. Mein guter Reise Ger ' »' es, daß die so traurigen und aufregenden ^ diese? Benches einen beschwichtigenden, versöhiienoen Al^ ''?n. Neben der großen Landes-Irrcnanstalt nä!u.,.., ,, ndet sich. gleichfalls unter der Direction des Dr. V,ale, eme Privat-Heilanstalt, die in dem eleganten Stile und in dem humanen Geiste der Leidesdorf'schen m Döbl,ng geleitel wird. (5in junges Mädchen ans angesehener römischer Familie war volle zwei Jahre m der Anstalt gewesen. Sie war die glückliche Braut eines jungen, hoffnungsvollen Mannes; aber je näher der Moment der Vcr'mälung heranrückte, desto frostiger, liebloser begegnete sie ihrem Verlobten, m eine desto trübere Ge-müthsstiinnmng verfiel sie. Niemand tonnte eine Ur< sache. einen Grund des so jähen Wechsels m dem Gefühlsleben des Mädchens erforschen. Aus jede Frage der unglücklichen Eltern erfolgte die fast stereotype Antwort: '..Ich weiß es, ,ch werde meinen geliebten Enriw nicht glücklich machen" — und dabei weinte sie bitterlich, zog sich stundenlang in ihr Zimmer zurück, und die düsteicil Schoten des Trübsinns lagerten sich immer mehr und mehr auf das einst so lebensfrohe Wesen des Mädchens. Das traurige Ende war b.is Irrenhaus. Daselbst war sie durch volle achtzehn Mannte von der tiefsten Melancholie umfangen. " '' '"^ der Mutter erregten sie mehr. als fie sie . "3' ten; die ihres Verlobten mußten die Aerzte nach einigen mißlungenen Vcrfuchen gänzlich untersagen. gemeinsame Herstellung der Bahnanschlüsse handeln! könne, daher die Kommission nachfolgende, jeden Zweifel befriligende Formulierung vorzuschlagen sich erlaubt: „Die beiden Regirrungen vcipflichten sich, die in der Richtung nach der Levante erforderlichen Bahnanschlüsse zu fördern." Auch dem in ?lititel XI vom Abgrord netenhanse eingeschalteten Alinea: ..Der Verschleiß des Viehsalzes im ermäßigten Preise für Zwecke der Land lvirihschast wird. jedoch nntcr Beobachtung entsprechender Kontrolle, in jedem der beiden Ländeigebiete ,m Geseh-gel'lmgswege selbständig eingeführt werden können. Dieser ermäßigte Preis darf' aber nicht weniger als 4 sl. ö. W. für 1»>»> Kilogramm (5hlornat!iiim be tragen", glanbt die Komniisfion des Herrenhauses nicht zustimmen zu können. Die übrigen vom Abgeordneten Hanse vorgenommenen meritorischen Aenderungen aecep-ticrt die Kommission des Herrenhauses und beantragt, dem von ihm so modifilierten Gesetzentwürfe die Zustimmung zu ertheilen. Zur Situation. Die allgcmeiue politische Stimmung, welche vor kurzem noch eine hochgradig enegte war. hat sich in deu letzte» Tagen weseiitlicy l'eruhiqt, und zwar vor-zll.^wei,e durch die Hoffnung, dah der Kongreß zu staiide tommen und oah cs ,hm gelingen werde, die obfchwebeiidrn Differenzen in einer, den allgemeinen Interessen zusagenden Weise zu lösen. Beruhigend muß es auch wirlcu, daß, wie aus Koustantinopel nnd Pe^ tersburg gleichzeitig gemeldet wird, die englische Flotte vor Slambul die Prinzen-Inseln verlassen und ihre Ankerplätze zurückverlegt hat, wodurch Rußland sich veranlaßt fühlte, auf den Vormarsch seiner Truppen gegen die .Hauptstadt des türkischen Reiches zu ver zichlcn. Em merkwürdiger N^chwimg macht sich indeß in einem Theile der Berlins Presse bemerkbar. Einige Journale, wie die ..Post", die „National Zeitung'", die in ihrem Eifer für Rußland und cnglifche Inter essen bis an die Grenze des Erlaubten gegangen sind. haben eme bemeis üluug gemacht. So zieht die „Post", , nfieundlichste Bcr liner Blatt, eine Parallele zwischen dem Vorgehen Deutschlands im Jahre I87l und dem jchmen Verhalten Rußlands und gelangt dabei zu folgenden Schlüssen: „Man läßt die türkischen Bevollmächtigten nach Kazanlik kommen, läßt sie sechs Tage warten und führt fie dann nach Adrianopel, um sie dort am Hlsten Jänner zur Unterzeichnung eines Abkommens zu briN' gen, das noch heute, am !<>. Februar, für alle Welt Geheimnis ist. Man weiß nicht einmal, ob das Abkommen ein geheimes Büudnis mit der Türkei nebst einen» definitiven Frieden, oder nur einen Prälimina-lienfricden, oder nichts von alledcm bedeutet. Nach russischer Persicherung ist nicht einmal ein Präliminarienfrieden geschloffen, der vielmehr erst folgen foll nnd welcher dann von Europa in einigen Htücken. aber man weiß nicht in welchen, ergänzt werden foll. Ein folchcs Verfahren muß Beforgnis und Unruhe in aller Welt hervorrufen. Die Folge desselben ist, daß die englische Flotte bereits in die Dardanellen ein-gelanfcn und daß Oesterreich vor der Mobilmachung steht. (?) Deutschland. Rußlands Freund, auch in den Krisen dieses Fcldzugcs, kennt weder Rußlands Abmachungen, noch seine weitern Pläne. Dafür empfängt es feltfame Lirbesbezeigungen. AIs Plcwna noch nicht gefallen war, als Oesterreichs fchon damals einmal bevorstehende Mobilmachung auf Deutschlands freund-fchaftlichen Rath unterblieben, da schrieb der „Golos": Ein Hauptwerk für Rußland nach dem Frieden werde die Befestigung der deutsche russischen Freundschaft durch Ausdehnung des Haildelsveitehrs sem. Heute vergleicht der „Golos" Deulschlniid mit dem Wolf. der überall eingebrochen ist und fcheu, aus Furcht vor Strafe, in jeden Stall blickt; nur Rußlands breite Brust könne der Wall für diefen verrufenen Wolf fein. Siehe da, wie man gelernt hat, aufrichtig zu fein! Da wir etwas anf internationale Höflichkeit halten, fo wollen wir die Aufrichtigkeit nicht erwidern, sondern nur an das Wort des Fürsten Blümarck erinnern, daß manche Leute ebenso schnell berauscht als verzagt sind." Wie die Russen über die Konferenz denken, theilt ein den „Times" ails " " "mg zugegangener Brief vom 7. d. mü. .vt: „Die Idee einer Konferenz hat hier c, Enttäufchung und Uuzufriedeuheit erzeugt. T^ .^, kowiter sind wüthend, daß Europa gestattet werden solle, die slavische Frage zu discntieren. Sell»st gemäßigte Leute fürchten, daß die durch die Armee gewonnenen Refultate du»ch die Diplomaten verloren gehen könnten. Die Regierung macht gute Miene zum bösen Spiel. Das Berliner Kabinett betheuert hier, Oesterreich wegen der von ihm angenommenen Haltung zu tadeln, aber ich habe leine Mittel, zu entdecken, inwieweit der Tadel aufrichtig gemeint ist. Da die Konferenz nicht abgewendet werden tann. ist Gortschakoss fehr begierig, die Präsidentschaft zu erlangen. Dies erklärt die Einwände gegen Wien und andere große Hauptstädte als Versammlungsort und 352 die Bemerkungen der „Agence Russe", daß die Bevollmächtigten Kabinetts-Chefs oder Minister für auswärtige Angelegenheiten sein sollten. Wenn solche Bevollmächtigte sich in der Schweiz versammelten, würde Gortschakoff das Präsidium als äo^eu ä'^s übernehmen." Das EityMatt sieht übrigens die Lage als kritisch an, nmsomehr, da, wie es wiederholt versichert, die Inschutznahme des Lebens und Eigenthums englischer Unterthanen nicht der Hauptgrund sei, warum die brttijchc Flotte nach Konstantmopel gesendet wurde. „Die Entsendung der britischen Flotte," sagt das Blatt, „ist ein Fingerzeig, daß wir eine materielle Bürgschaft für den Schutz unserer Interessen haben müssen, so lange Rußland die Dcfensiulinien der türkischen Hauptstadt beseht hält. Tic Flottensendung ist kein feindseliger Act. Wenn Rußland keinen Versuch machen sollte, einen gefährlichen Einsluß über Konstautinopel zu erlangen, wird sic mchts wetter als eine Machtentfaltung sein." Im übrigen tadeln die „Times" sehr emphatisch den Entschluß Rußlands, Konstantinopel zu besetzen, und nennen ihn den überraschendsten aller russischen Irrthümer. „Rußland" sagen sie, „setzt sich einer ernsten und nutzlosen Verantwortlichkeit aus, und es wird Oesterreich sowie auch England Garantie geben müssen, daß es Konstantinopel wieder verlassen werde, wenn es seine übereilte Absicht, die Hauptstadt mit seinen Truppen zu besetzen, ausführen sollte." Auch die französischen Journale beschäftigen sich jetzt wieder etwas eifriger mit der Orientfrage. Die „Rcpublique frau^mse" mahnt die europäische Diplomatic, besonders aber dic Engländer, kaltes Blut zn bewahren, denn der geringste unvorsichtige Schritt könnte Rußlands Sache fördern. Man ist in England entrüstet; man hat Grund in Oesterreich, empört zu sein; allein jetzt ist es zum Handeln und zum Beschränken der rnssischcn Ansprüche für die einzelne Macht zu spät. Das ganze Europa nur kann die Ansprüche der Siegcstruntenheit noch mit den wirtlichen Interessen dcs Abendlandes in Einklang bringen. Daher kaltes Blut und einsichtige Eintracht. So das Organ Gambetta's, während die „Dcbats" nachweisen, daß eine nmsichtige Diplomatie vor einem Jahre noch verhüten tonnte, was jetzt wie Alpdruck auf ganz Europa fällt. Die „Dcbats" machen der auswärtigen Politik des Herzogs Tccazes bittere Vorwürfe. Dccazes habe durchaus falsch gerechnet. Sein Wahn sei gewesen, es könne gelingen, Deutschland mit Rußland zu entzweien, wenn man die Türken letzterem zur Beute anbiete; Dccazes habe monatelang mit Rußland geliebüugelt und er sei schließlich von Gortschatoff zum Narren gehalten worden. Die schönen Anerbletungen, welche Rußland von Frankreich gemacht wurden, seien von Gortschakoff benutzt worden, um Deutschland zu zeigeu, welchen Werth man anf seine Gunst lege. Deutschland ließ jetzt, uni seme Stellung zu Rußland nicht zu lockern, den Russen freie Hand. Das war — fügt das „Journal des Tcbats" hinzu. — der erste Fehler der französischen auswärtigen Politik. Zugleich enthob Dccazcs durch seine Schmeicheleien die Russen der ernsten Befürchtung, Franlreich könnte Eugland diplomatischen Beistand leisten und sich bemühen, sür das europäische Gleichgewicht mit einzutreten; eine verständige, uneigennützige französische Diplomatie, die nach lemcr Allianz angelte, aber die Zukunft im Auge behielt, hätte den Frieden vielleicht erhalten können. Mit dem Erwachen des Frühlings im zweiten Jahre der Erlranlung fingen die trüben Wollen der Melancholie an. sich etwas zu zerstreuen, nnd ein Strahl heiterer Laune durchzuckte znweilen die düsteren, wehmüthigen Züge. Dic Zärtlichkeit der Mutter begegnete nicht mehr der früheren, völligen Apathie, auch die Sorgfalt des Vaters wurde nicht mehr ganz theil-nahmslos hingenommen, und zwei Monate später entwand sich unter sichtbar schmerzlichem Klampfe uud unter krampfhaftem Schluchzen der Name desjenigen ihrer Brust, der so lauge uicht über ihre Lippen gekommen, der — Enrico's. Im Sommer des Jahres 18051 sah man in der Anstalt drei Personen mit vergnügten Gesichtern viel aus- und eingehen, es waren die Eltern der geistigen Reconualcsccntin und Enrico, und nach einer Probezeit von weiteren drei Monaten, gerade an dem Tage und zu der Stunde meines Besuches, kehrte das Mädchen in den kreis ihrer Familie zurück. Noch sehe ich die junge, anmuthige Gestalt mit dem geistigblassen Gesichte vor mir, wie sie an der Schwelle des Hauscs mulchrte, die sie begleitende Oberin der Anstalt wiederholt und gerührt umarmte, wie sie dann leicht-beschwulgt ili den Wagen stieg, der mit vier Glücklichen oavoufuhr. Als ich Dr. Viale um seine Ansicht über die Veranlassung der Erkrankung des Mädchens befragte, ant-wortetc er mir. eine materielle Urfache hätte er durchaus nicht ergründen tonnen, wol aber, daß die .Krankengeschichte der Tochter ganz dieselbe der — Mntter sei. Auch die Mutter hatte einen so unglücklichen, stur. misch bewegten Brautstand, aus dem sie in den Hafen einer langjährigen, glücklichen Ehe einkehrte. lI. fr. Pr.) _____Dr. W. Schlesinger. „Die Politik des Herzogs Decazes hat Deutschlands Mißtrauen erweckt, Englands Initiative gelähmt, Ruß< lands Verwegenheit angestachelt und. zum Untergange der Türkei beigetragen. Haben wir dabei Wenigsteiis einen Alliirtcn gewonnen? Wir alle wissen zu gut, daß dem nicht so ist!" Die DardanelleN'Expedition vor dem englischen Parlamente. Die seit der Eröffnung des englischen Parlaments bis zum heutigen Tage unausgesetzt fortgeführten Debatten über die Orientkrise lenken begreiflicherweise die Aufmerksamkeit der politischen Kreise in hohem Ärade auf sich, trotzdem der größte Theil der in denselben behandelten Ereignisse gegenwärtig naturgemäß schon weit überholt erscheint. Hn den letzten Tagen war es in erster Linie die Entsendung der englischen Flotten-abtheilnng unter Admiral Hornby in die Dardanellen, deren Discussion das englische Parlament in Anspruch nahm. Ueber die Sitzung von 15). d. M. liegt diesbezüglich nachstehender Bericht vor: „Im Unterhause fragt Mr. Edward Jenkins den Schatzkanzler, ob es wahr fei, daß die der Flotte am 23. Jänner gesendeten Befehle dahin lauteten, daß, wenn die Türken sich weigern sollten, die Flotte passieren zn lassen, letztere die Forts zum Schweigen brin» gen nnd sich ihren Weg die Dardanellen hinauf erkämpfen solle; ob es wahr sei, daß demgemäß vom Admiral Vorbereitungen getroffen und entsprechende Befehle ertheilt wurden, und ob thatfächlich dem kommandierenden Admiral irgend welche Befehle gesendet wurden, welche die am 2«. Jänner im Hause verlesenen ergänzten. — Der Marineminister antwortete: Es ist der Wunsch des Schahlanzlers, daß ich diese Frage beantworte. Ich produzierte die Befehle, die dem Admiral Hornby am 23. Jänner gesendet wurden, nnd ich hoffe, man wird mir keinen Mangel an Höflichkeit gegen das ehrenwerthe Mitglied oder gegen irgend ein chrenwcrthcs Mitglied dieses Hanfes vorwerfen, wenn ich erkläre, daß ich es als nicht vereinbar mit meiner Pflicht erachte, unter den heutigen Umständen derartige Fragen zn beantworten. „Der Marqnis von Hartington erbittet sich Ans-tunft über die Bewegungen der Mittelmccr-Flotte, sowie über die mit der Pforte betreffs der Passage der Flotte durch die Dardanellen gepflogenen Unterhandlungen. Der Schatzkanzler erwidert: Ich erwähnte am Montag, daß wir bei der Pforte angefragt hätten, ob sie den britischen Schiffen die Erlaubnis zum Einlaufen in die Dardanellen geben würde. Diese Erlaubnis wurde verweigert, aber die, Regierung hielt es für an-gezeigt, den Schiffen die Weisung zu ertheilen, in die Dardanellen einzulaufen, und die Weisung wurde be« folgt. (Lauter Beifall.) Der Gouverneur der Meerenge protestierte gcgen die Einfahrt der Flotte, aber in Verfolg der ihr ertheilten Befehle wurde darauf keine Rücksicht genommen. Es wurde kein materieller Widerstand geleistet, und zur Stunde haben die Schiffe, wie ich vermuthe, bereits in der Nachbarschaft von Konstantinopel Anker geworfen. (Stürmischer Beifall.) Die russische Regierung eröffnete nns, daß sie in Anbetracht der beabsichtigten Entsendung unserer Flotte nach Konstantinopel erwägen würde, ob sie nicht selber Konstantinopel besetzen solle. Wir haben gegen diese Anschauung protestiert und erklärt, daß wir die Umstände keineswegs als analog ansehen können oder daß die Entsendung der britischen Flotte für die angedeu^ teten Zwecke das von der russischen Regierung beabsich tigte Verfahren rechtfertige. (Beifall.) „Sir L. Palt (confervativ) fragt, ob die Regierung noch immer an ihrer Erklärung festhalte, daß sie selbst die zeitweilige Besetzung von Konstantinopcl nicht mit Gleichgiltigteit betrachten würde. Der Schatzkanz» ler bejaht diese Frage. „Lord Hartington fragt weiter: Haben irgend welche andere europäische Mächte Schiffe nach Konstantinopel geschickt, oder beabsichtigt irgend eine andere Macht dies zu thun? Der Schatzkanzler entgegnet: Keine andere Macht hat bis jetzt Schiffe nach Konstantinopel gesendet. Ich bin jetzt nicht in der Lage, Mittheilungen über die Absichten anderer Mächte machen zn können. Es wird bequemer sein, morgen darüber Mittheilungen zu machen. „Mr. Lowe: Der sehr ehrenwerthe Herr sagte so. eben, daß der Passage der Flotte „kein materieller Widerstand" geleistet worden. Will er erklären, was diese Phrase bedeutet, und mittheilen, welcher Wider« stand geboten wurde? Dem Schatzlanzlcr thut es leid, wenn er eine falsche Bezeichnung gebrauchte. Er meinte, daß keinerlei Gewalt gebraucht und nur ein einfacher Protest eingelegt wurde — ein klarer verbaler Protest seitens des Gouverneurs der Meerenge. „Sir Eharles Dilke fragt: Sind die Linien von Gallipuli in die neutrale Zone miteingeschlossen? Der Schatztanzler: Wir besitzen keine Information über den Gegenstand. „Hierauf wird die zweite Lesung der Kredit« Vorlage beantragt, nnd es entspinnt sich eine Debatte darüber. Mr. Jenkins protestiert heftig gegen die Maßregel. Er unterzieht die Entsendung der Flotte uach Konstantmopel einer sehr scharfen Kritik und erklärt, )as Verhalten Rußlands fei viel würdevoller, gerad-sinniger und edelmüthigcr gewesen als das der cngll-ichen Regierung. (Die Opposition klatscht Beifall; ou Eonservativen rnfen entrüstet: Nein! Nein!) /" Schatzkanzler weist den Vorwnrf, daß die RegierM inbctreff der der Flotte ertheilten Instrnctionen euM Mangel an Aufrichtigkeit bekundet habe, zurück und ^ merkt, es fei stets der Wunfch der Regierung gewei^ dem Hanfe gegenüber offen und frcimüthia zu i^ (Beifall.) Mr. Gladstone gibt wiederholt seiner Abneigung gegen eine Eombination mit Oesterreich odt irgend einer andern Macht Ausdruck. Er glaubt, ^ würde nur die Wirkung haben, die Zugeständnisse'^' Rußland der Türkei zugunsten der bedrückten chn>w chen Nationalitäten abringen würde, cinznschräukcn. ^ kündigt an, er werde morgen die Regierung darM interpellieren, ob es wahr sei, daß Oesterreich!"" Interessen Rußland gegenüber definiert habe. Sn^ bcrt Peel glaubt, die Wurzel der ganzen oricuwliM Wirren fei in Deutschland zu finden. Lord stove" Montague (NoruL-liuIer) setzt die Debatte f"'^ wird auf Antrag des Schatzkanzlers und Mr. ^' stone's zur Ordnung gerufen, weil er den Kaiser", Rußland eineil „Tyrannen" nnd Rnßlands Freunde" England (die Liberalen) ..hypokritische Frcihcitsvcrcyw nannte. Er nimmt die Allsdrücke zurück. . „Sir I. Lubbock bedauert die Angriffe M> Oesterreich und Deutschland und glanbt. die ortt^ talische Fraae könne nnr dnrch ein herzliches (51«"' nehmen zwischen Deutschland, Oesterreich und ^igl^ gelöst werden. Sir George Eampbcll iradical) Y" die britischen Interessen in Konstantinopel nicht ff bedentend gcnng, um ein isoliertes Vorgehen Euglau ' das dazu angethan sei, einen Krieg heraufzubesclMl^ zu rechtfertigen. Lord Elcho meint, das Land sei >",A rend der letzten 30 oder 40 Jahre niemals in e'" solch' gefährlichen Lage wie jetzt gewesen. Es sel ^ her eine unbedingte Unterstützung der RegierumMol sehr geboten. Sir Eharles Dilke bekämpft die AnM des Vorredners. Sir W. Lawson wünscht ""N ^ Regiernng eine deutliche Erklärung, ob sie N^" < Russen zn kämpfen beabsichtige, im Falle sie Kon!' tinopel besetzen. Mr. Parnell hält eine solche 3^ für überflüssig, da die muthlose Haltung des SM tanzlcrs und seiner Parteifreunde zur Gcmigc ben>^' daß jedwede Absicht, ihre Drohungen gegen ^"H^l zur Ausführung zu bringen, aufgegeben sel. Mr. < ^ fürchtet, das Land steuere hoffnungs- nnd hilflos e" . Kriege entgegen; er möchte gern wissen wal"^ Mr. Forster empfiehlt im Interesse des Friedens r ^ Beendigung der Debatte. Nach seinem Ermesst ^ ein Grund für einen Krieg nicht vorhanden, u»" ^ , glaube, die Regierung werde sich nicht bliudlin^ einen Krieg stürzen. Die zeitweilige Besetzung ^>j ' stantinopels durch die Rnsfen würde kein c:^'^ ,^ sein. Mr. E. B. Dcnison bestreitet, daß die E"'^ dung der Flotte nach Konstantinopel als ciue "H rischc Handlung betrachtet werden könnte, ^j, ^f wyn ist anderer Meinung. Die Vorlage wird h^ zum zweiteumale gelesen." Griechenland und der Aufstand in Thesis > Die provisorische aufständische Regierung .^ Thessalien hat von ihrem Sitze in Myrtias ('w'^^i von Volo) folgenden Appell an den griechisch^ Ac nisterrath gerichtet: „Im Naincn der NatioU> ^„ provisorische Regierung von Pelion an den hcllcwl Ministcrrath in Athen. ^el „Herr Präsident! Da unsere Provinz 'wht^i! die unqnalificierbaren Missethaten und Anssch'^ „»v ertragen kann, welchen unsere Ehre nnd unser v" Hst Gnt ausgesetzt sind, nnd indem wir sehen, ^ftgl Ruhe bis zu diesem Tage verkannt nnd falsch "''^M . worden ist, hat sie wie Ein Mann die MM" .. >'i" fen, um ihre Freiheit und ihre Vereinigung "" gM ' Mnttcrlande Griechenland unter dem Scepter ^.^ jestät des Königs der Hellenen, Georg I-, 5" ^ mieren. ' .^pi^ „Wir Unterzeichneten, erwählte Mitglied" o^ visorischen Regierung, nehmen in, Namen ""s^hiil/ datare, welche uns zu ihren nnd all' unserer ^ ^ü Bevollmächtigten gewählt haben, zn nnseM" ^ Vatcrlande unsere Zuflucht und fordern dl'w'N ^e" möglichen Beistand, um die Verwirklichung del ^ ! Wünsche des Hellenismus zu erlangen. Uus jcn! ^j' lassen, deren materielle Kraft unglücklich""^ ,r>^' auf der Höhe unserer moralischen Kraft st"1 „F^ werden nnscre blntdürstiqen Tyrannen nicht ei e^ uns das ganze Unheil der unglücklichen ^u^ .M' leiden zu lassen, da der Schrei einer m" W Nationalität in ihren Allgen ein Verbrech ' ,^ld wird, welches durch die Änsrottnmi best'"', ^ ',^ soll. Ucbcrzcugt. daß nnscr Vcrzweifluu^'" ^^ Echo in dcn Herzen aller Hellenen, vom ll^,.^. ^. ger angefangen bis zunl höchstgestclltcu ^ sc,!'. Regierung, finden werde, haben wir die M)"^ W^ Die provisorische Regierung: L. Vasdctl, '^la" L. Eotouli, E. Sakellariade's. A. Boyadjl,^- G. Stamouli. R. Eotsamams. ^tc' Man sammelt ill Athen offenbar Docu die Konferenz. »5» Hagesueuisskeiten. k ,.^/^""pl'"z Rudolf in England.) Seine l>.^ ^°^" bcr Herr Erzherzog Kronprinz Rndolf S^ "'^ '^ ^ ^ ^^"ch vum Prinzen Ibrahim, dem w.A ^ ''Mtischen Vizelönigs. besuchte dann die alte Uw.lrbige City-Schule ..Christ's Hospital" und speiste na» l. ^^ ^" "°" ^«les. dem Herzog von Con UM und dem Herzog von Cambridge bei Herrn mro„,a„d h Rothschild. An das Mahl schloß sich ein tzrm. '^ Personen. Am Aiittwoch besnchte der Tr» / Fabriken von Woolwich, wo auch große lir l?"'?"" falten ward. Oberst Goodcnough. ehemals n Mr Milltär-Attache in Wien. jetzt Vizcdircltor des Kr^n. '^^'"^ '"' Kliegsministerium. begleitete den "punzen. Abends war letzterer Gast des Herzogs von " lm Kensington Palace. Geladen waren außerdem: brit? !« Prinzessin von Wales. Herzog von Cam-besUe Bruder der Herzogin von Tcck). Graf Veust. v lzog von Hamilton. Sir Andrew Buchanan u. a. Leitn^^. Verhaftung des Haupt lassiers Saw» ^ "^'^ ^bcn gemeldet, daß Franz Lcitncr ausa. « "^"^ 'n der Nähe vom Kahlenbergerdorf Mgnffon worden ist. Wie es heißt, soll er bereits A3 k '^"'" ^"^ allerhand Manipulationen Geld HenVil" >/'" ""vertrauten Kasse veruntreut haben. Ein m „, ' ^ b"mM durch einen Fehler beim Zahlen der Uck?'^ Gelder entstanden ist. war die unmittelbare Jak., 'l ? ^"""' später zmn Dcfraudantcn wurde, gciid. !Ü'^^ ^cttc> er die Abgänge aus den cinlan-dic G,/ ?^ltbriefeu. A" der Linzer Ziehung waren rs m^'"',' l" zahlreich und in einer solchen Höhe. daß »eldb,?!s'" v'' "'i^lich war. von den einlangenden Post-dccleu i'" ^'^ ^"ckzubehalten. um die'Abgänge zu drüben m'" beabsichtigte nun einen Selbstmord zu scinri» m "chbem er a,n 12. d. früh um 8 Uhr in lassen 7'^".'"' I"k"berhof die Kasseschlüssel zuriick-hatte b Kontrollor Matzela schriftlich ersucht um i» ? ö" s"Wtuieren. eilte er iu die Freudenau. berlirk ? ^'""' ^"^ <^" s"chcu. Der Muth «bernack/. - " ^^^ '" bir Leopoldstadt zurück und D" der ?s"" "^"^ National" in der Taborstrahe. su loiinte ^ "^ ^'"^ Anzeige erstattet wurden war. "üttsmtz "!- ^^" '^" nntcrnommen werde», Viach-besarri^ ^ " ^"" H^l "nd begab sich ins Lan-frnitc ^ '". ^^"ssachcn. u,n sich selbst zu stellen, eut-sofort s? " wieder, weil er auf dem Korridor nicht scheiilenz l "^" "blickte, dem er den Zweck seines Er-DornbM., m. """heilen können. Dann irrte er im 4 ft. ^7, "^"ldc umher, und als seine Barschaft von lnordqcdm, °"'?czehrt war. erwachten wieder die Selbst, »ach ks.'s. "' l"' ihm und deshalb schlug er den Weg str«„i.^"""'burg ein. um sich dort in den Donau-V°n ? ' "3"'' ^uf der Straße wurde er belanntlich ^hrto m.ler w/ >,""'^ Stunden später zu seiner Verhaftung. NHand.... 5 b"" Laudesgcrichtc eingeliefert. Er hat ' ^". das Geld defranbiert zu haben. Wer Nr ^'/"^ ^"sch f.) Der bekannte Schrift. »' S^' ^"slav Rafch ist in einer öluwm d« ^lnt^ eines Sckl ^ ^" ^"lin) gestorben. Er war infolge ^ngnnsall^ gelählnt nach Berlin gekommen. Parish pariser M odetollhciten.) In einem "lrttc ^^"berichtc finden wir die Beschreibung einer ^ Wie fulnt s ".es°"ders Aufscheu erregi hat. und in der 3" breit" A "^'"'^^ Vorderbahnen des Rockes wa- ^»'tscklp l ^"^"' gelegt, welche mit schwarzen !"'' Ans >, ^" ""b flochten Krebsen (!!) befestigt wa^ gelben (^" Schultern und der Vordcrtaille fanden sich !"'l grchen ^"""^" ""' ""b die Schleppe war reich s U ritt Kr« ?"^'" "'^ ^"'^" decoriert. Im Haar Mnck. ,m>» ^" ^"' ^""^ ^"""' Krebsen. Korallen. '?^zc»i ??/'", ""^^ tw" ecreoisse.rothem Atlas auf ! ^"ll^ ,,^"l)"lzfuß cmnplctticrte die Toilette, die ^ »vir ül. "^"" "ls schön war. Nichtsdestoweniger .''^ 3lach^"lat. daß die Idee der KrebSgarnitur . "l'ch tl,e^ ",."^"' ^''^' umsomehr. als sie immer s ' Dent ch" ?"' '"'" Die Krebse sind nämlich ^" U"d w"!' ' ''^ '"usscn in den bestimmten Größen « ^"sser m^ ^""^' «"d M'"' "nscht '"an 3' sind .,'" "was Salzsäure, Nachdem die Krebse Zuhält ^ ' W "'heißen Oefen gedörrt, so daß Z^""l Ge?'^,"u^"lknet. wodurch sie leinen ,n ""iun ist , !M ^'""' ^"'U'". Die so hergestellte 7>'..' ^ z?'7 ' ^ich. nur durchau/bizarr l ^""der. daß «"^ ? 5""'cntoilette venoendet. ^" "Quarts g.ht ^" "" ^'" wcschmack der Toi. Nb^P'^^ .,Poly,rates'.) Ans Pest V'V'^ höheren Ä '"/ '^'"" ^'""'" St.. die «3^" nnd i,^.^ "'''/"'' ""ieß gestern das '" 3^?l""kirche Z d^ .'i '7'"""^ die inner-<^'sch"ft und ragt" w^7!^'^"" ""'anterie ^/U'er halbe, S'.? ?" """" ^ldarbc.l". Ü^^"^' dasl «. ^ ^'" s" ganz aufgeregt zurück ^ hade "md^er',b'1"^' ^^arbeiter'n ^ '"" 'hr die Antwort gab. daß Ringe von Polytrates nur in Galanteriewarengeschciften zu bekommen seien. Da der Commis nicht gleich antwortete, wollte sie demselben einen schweren Vronceleuchter an den Kopf schleudern, woran sie durch die mittlerweile erschienene Geschäfts - Eigenthümern, verhindert wnrde. Die bedanernswerthe junge Frau konnte nm mit schwerer Mühe bewältigt und mittels Wagen nach ihrer Wohnung gebracht merdrn. Die junge Frau fchemt an den Folgen einer Fieberaufregung gelitten zu haben." fokales. Kraiuische Eparlasse. Aus dem Berichte des Vcreinspräsidcnten bei der ciestei'ii stattgefimdencn Ocncralvttscimmlmia, der krai-iiischm Sparkasse gcht hei vor, daß sich im Jahre 1tt77 das VmvaltlMgsoermögci! um 5)18,339 fi. i> kr. vermehrt hat und daß dasselbe mit Schluß des Jahres 1877 bereits die Summe von 12.835»,385 fl. 67 kr. beträgt, welche in nachstehenden Poftcn die Deckung findet: 1.) In den auf Rcalhypothelen statu- Gulden tenmäßig versicherten Schuldscheinen per'............. 7.379,045-74 2.) in Darlehen anf Stmitspapiere, <^old und Silberinünzcn . . , . 277.45:!-00 .;.) in Darlehen an das hiesige Pfand- amt ..........'..... 102.000- — 4.» in csronlptieltcn Effekten .... 487,500-89 5.) in Staatspapiercn, kram. Gnmd- ontls>stnn!^obl!g0tionen, hypothekarisch sichergestellten Pfandbriefen nach dcm Knrse vom 31. Dczem w 1^77 ............ 3.328.947-50 <;.) ml hievon bis Ende 1^77 fällig ^'wordenen n. nnbehobcnen Zinsen 0,402 -12 7.) im Guthaben bei dem Kredit- vercine.............. 147,213'04 ^) in Dienstcantioncn........ 13,150' — <^) im Pcuswnofonde........ 80,003' — 10.) im Rcalitätenwerthe....... 535)^497._ 11.) im ^eri echnunl^gnthaben, Inven- tarsgeqenständen nnd Kanzlei- qcrä'thschaften .......... 0,184'13 12.) in der vorhandenen Kasfebarschafl per................ 471'925^65 gleich obiqcln Stande mit......^I2?835.385^07 ^eiuei geht ans dem Vcnchte hervor, daß von den 420 eingelangten Darlchcnsgcsuchen auf Realitäten nur 44 wegen vorhandener Uebcrschnldnng odcr ab-solnt nnznvcichender Sicherheit unberncksichtiget gelassen werden mnßten, dagegen ist 37<> Bewerbern eine Gc« sanllntsumme von fl. 748,530-02 anstandslos bewilli' get worden. Daß die Direction stets bemüht ist. den kleinen lynmdbcsih am i^ande nach Möglichkeit zn nnterstühen. beweist der Umstand, daß von dcn anf Realliypothelen angelegten Sparlafsegeldern mehr als der vierte Theil an' 1300 Parteien ii, Beträgen von 100 bis 300 fl., an 1000 Parteien in Beträgen von 3lX» bis 1000 N., an 5M Parteien in Bl'liä^en von 1000 bis 5000 sl., an 200 Parteien von 5(XX> bis 10.000 fl. n. s. w. dargeliehen sind. Der Gesammtverkehr im lchtverflossenen Jahre belief sich bei 95,191 Parteien in einem Grldnmscchc von 10.704.513 fl. 88 kr. Das Versatzamt, dieses nur zum Wohle der Unbemittelten nnd Dürftigen bestehende humanitäre Institnt. hat auch in, letzten Jahre einen Abgang von 2<»47 fl. 41 kr. nachgewiesen, welche Summe, wie all jährlich, aus dem Reservcfonde der Sparkasse gedeckt wurde. Der Kred itve rein konnte wegen der allgemeinen Stockung des Handels und der Gewerbe anch im vergangenen Jahre nicht die gewünschte Thätigkeit entwickeln. Nachdem dev Reservefond dic Summe von 932.091 Gulden 9l kr. erreicht hat, so wurde zn wohlthat tigen nnd gcmeinnühiaen Zwecken auch heuci^ eine Summe vou «200 sl. i» folgenden Veträgen votiert, als: wuldri, 1.) ssür das hiesige Armeninstitut.......2500 2.) für die Weihuachtskleiderbethellung an Kinder in der Hitalniea.............. 15^ !'.) für die Weihnachtsfeier in der Kleinkinder- bewahvanstalt................ !^ 4.) für UiXelsliitzung bedürftiger Schüler des Gymnasiums iu Laibach.......... 2<>0 5.) für Unterstützung bedinstlger Schüler des Gymnasiums in Krainburg . ........ 100 0.) für Unlerslübung bedinfilger Schüler des Gymnasiums iu Gottschee . . ^...... 100 7.) für Uutevstiltzung bedürftiger Schüler des Gymnasiums iu Nudolsswevth ..... 100 8.) für Uuterslützuug bedürftiger Schüler an der Nealschnle in Lmbach - - -..... 200 9.) fm Uuleistübuug bedlnwger Schiller au der Lehrer Bilduugsaustall m Lalbach ... 1W 10.) für Unterstützung ,.,. der eisten städtischcu Aol eschule.n Laibach W0 II.) für Unterstützuua bcdmftlgcl Schüler an der zweiten städtischen Volksschule in La.bach 2^0 dulden 12.) für Anschaffzmg der Lehrmittel an den Volksschulen Krams: u) dem lrainischen Schulpfennig . . 100 l>) der „>,'il.sc»0 15.) für die evangelische Schule iu Laibach . . 200 16.) für die Erhaltung der hiesigen ttleinkinder- Bewahranstalt......'........ 200 17.) für den hiesigen Klantenunterstühungz- und Versorguugsverein............. N»0 18.) für die hiesige Feuerwehrkasse....... 400 19.) für die Erhaltung des hiesigen Elisnbeth- Kinderspitals................ 200 20.) für Uutcrstühung bedürftiger, aus dem hiesigen Zioilspitäle entlassener Rekonvalescenten .................... 200 21.) für dcn Grazer Freitisch mit Hinweis für ärmere Universitätsstudieieuoe aus Kram . 150 22.) für die Arbeiter-Kranleu- und Invalidenlasse NX» 23.) für die Thealeisubvention pro 1877 78 . . 450 24.) für Unterstützung armer Schuljugend an der Knabenvoltsschulc iu Rudolfswrrth .... 100 25.) füv die städtische MusittapeUc....... 200 20.) für Unterstützung dürftiger Schiller an der kiesigen Hufbeschlag Lehraustalt...... 100 27.) für Uutcrstützuug armer Schülerinnen an der hiesigeu Mädchenschule ... 100 28.) für den Albeitel'Bildungsveleiu ..... 50 29.) für Unterstützung dürftiger Kandidatinnen und Schülerinnen an der Lehrerinnen-Bit» dungsanstalt ................ 100 30.) fur'Uuterstützuug der Musikschule der Phil' harmarmouischeu Gesellschaft........ 150 31.) für Unterstützuug des hiesigen katholischen Gesellenvrreines............... 50 32.) für Unterstützung der Schülerinnen an der Mädchenschule m Gottschee ........ 50 33.) dem Vineenziusvereine in Laibach für Unterstützuug des Siechenhauses....... 200 34.) für Uuteistützung des hiesige« Knabeuasyls 200 35.) für Unterstützung der Vincenz-Kunferenz zum beil. Jakob.............. 100 30.) dem Verciue der Aerzte in Kram als Bei-trag zur Löschner'schcu Stiftung für Witwen und Waiseu von Aerzten....... 100 37.) als Beitrag zur NachsHassung der Kotzen, Bettücher und Strohsäcle für das Versorgungshau« ................. 200 — (Kaiserliches Geschenk.) Se. Majestät der Kaiser habeu der Schulgcmeinde Natschach, im Schul bezirke Gurlfeld, zum Vam' ihrer Schule eine» '" von 500 fl. aus der Allerhöchsten Prwntlasse . digst zu bewilligen geruht. — sLeicheubegängnis.) Vorgestern um zehn Uhr vormittags fand in St. Marein bei Laibach das feierliche Leichenbegängnis des Herrn Dechant Brolich statt, dessen plötzlichen Tod wir Montag gemeldet haben. Monsignorc Ieran und 20 Priester des Dekanats wa ren zu der Leichenfeier erschienen, Monsignore Ieran führte de» liondnct nnd hielt die Orabrebr Tausende von der Landbevölkerung waren aus allen Ortru des Dekanats herbeigeeilt, um dem Verstorbenen die letzte Ehre zn erweisen. Dechant Grolich starb im Alter von 65 Jahren uud war aus St. George» in Oberkrain gebürtig Das Dekanat St. Marein hatte er durch sieb zehu Jahre versehen. — (Todesfälle.) Gestern verschied in Laibach plötzlich infolge eingetretenen Lungenblutsturzes im 72stcn Lebensjahre der vor einigen Monaten nach 4?jäftrigel Dienstzeit in den Nuhestand getretene l, l, L httz. Offizial und vieljährige Registrant beim Y , >l'd tisch.delegierten Bezirksgerichte. Herr Mathias Semlitsch — und tagsvorhcr nach laugem Leiden im 5X Lebens^ jähre Frau Amalie Schanda. gebornc Iora. k, l, Landes. gerichts-Beamtenswitwe. — (Fest-Soiree.) Die vom hiesigen allgemeinen lrainischen Militär Veteranenvereine Sonntag abends in der Citalnica Restauration veranstaltete Fest^Soiree war sehr zahlreich besucht Um 1<» Uhr abeudS brachte der Verciusvorstand Herr G, Mihalic einen von der Vrr sammlung mit stürmischen Hoch. und Zivio-Nufrn be gleiteten Toast auf Se, Majestät den Kaiser Franz Joseph l. aus, in welchem der Redner ans die an diesem Tage vor 25 Jahren gelungene glückliche Rettung unseres Mow archeu von dem auf Allerhüchstdenselbcu geplanten meua> lischen Attentate hinwies und die göttliche Fürsorge dan lend pries, der die Voller Oesterreichs dic Erhaltung ihres geliebten Herrschers zu danken haben. — Für die Unterhaltung der Vereinsmitglicder und der zahlreich erschienenen Gäste sorgten ein mit 00 gespendeten Besten ausgestatteter Glückshaseu. sowie ein zn», Schlüsse improvisiertes Tänzchen, au dem sich über 4<_> Paare belheiligten — (Han dels ball.) Gestern wurde mit der Versendung der Einladungen zu dem am ii März d, I. in den Lokalitäten der alten SchießMc zum Besten 354 des hiesigen Handels - Kranken» und Pensionsvereins stattfindenden Handelsballe begonnen. Derselbe verspricht den vom Comite getroffenen Vorbereitungen zufolge eines der glänzendsten Feste der heurigen, mit eigentlichen Bällen ohnehin nur sehr dürftig ausgestatteten Carnevalssaison zu werden. Das Comite läßt die Tanzsäle und das ltntrce sehr hübsch decoriercn und hat auch für zierliche Damenspenden Sorge getragen. Vor der Naststunde wird ein hübsch ausgestatteter Cotillon mit neuen Figuren arrangiert. Mit der Besorgung der Tanzmusik wurde ein 18 Mann starkes Orchester der Negimentslapelle betraut. Die Beiftcllung warmer und kalter Küche hat Herr Restaurateur Ferlinz übernommen. Im Interesse jener Damen, die den Ball als Zuseherinnen besuchen wollen, werden wir schließlich noch ersucht, mitzutheilen, daß die Galerie erst um 7 Uhr abends geöffnet wird. Eintrittskarten znm Balle können in den Handlungen der Herren Karl Karinger, Ernst Stöckl und Karl S. Till gelöst werden. — (Eine sonderbare Art von Leichen-aufbahr un g.) Den Passanten des Alten Marktes in Laibach bot sich diesertage ein sonderbarer, nichts weniger als angenehmer Anblick dar, auf welchen die Aufmerksamkeit der städtischen Behörde zu lenken, wir nicht umhin können, falls erstere nicht schon selbst durch deu gemeinten Vorfall erregt worden sein sollte. In einem in der Mitte des Alten Marktes situierten Hause befand sich nämlich Ende der verflossenen Woche in einem ebenerdigen Lokale feiner anderen uns übermittelten Version zufolge sogar in der gewöhnlichen Hausflur), deren auf die Straße gehende Thüre tagsüber angelweit offen stand, die Leiche einer im genannten Hause verstorbenen Person derart aufgebahrt, daß der volle Anblick des von zahlreichen Lichtern erleuchteten Paraoebettcs allen Passanten der stark frequentierten Gasse nicht nur möglich, sondern geradezu unausweichlich war. Man muß nun eben nicht zu der Kategorie dcr Hasenfüße oder der besonders prüden Leute gehören, um einen, dem ahnungslosen Passanten auf diese Weise aufgedrungenen Anblick einer Leiche just nicht zu den Annehmlichkeiten zu zählen. Ab-geschcn hievon nämlich, daß dies zum mindesten vom ästhetischen und vielleicht auch voni sanitären Standpunkte aus nicht zu billigen ist, dürfte es gewlß auch so manche Kinder oder nervenschwache Frauen geben, auf die der genannte Anblick, insbcsondcrs am Abende, einen geradezu schädlichen Eindruck ausüben kann. Wir glauben daher mit vollem Rechte diese sonderbare Art der Leichen-ansstellung auf offener Straße — so zu sagen — beanständen und deren Verhinderung für die Zukunft verlangen zu dürfen, umsomchr. als ganz ähnliche Fälle in Laibach, wie uns aus eigener Erfahrung bekannt ist, nicht zu den Seltenheiten gehören. Wir können natürlich nicht verlangen, daß die Leidtragenden eines in einem ebenerdigen, gassenseitigcn Lokale Verstorbenen die Leiche desselben nur im ersten Stockwerke sollen aufbahren dürfen oder sie foglcich in die Todtentammer zu übertragen hätten, aber damit ist noch nicht das Recht verbunden, die vielen Taufende von Pasfanten zwei Tage hintereinander zum Anblicke einer Leiche förmlich zu zwingen. Ein bescheidener, dunkelfarbiger Zitzvorhang vor den betreffenden Thüren und Fenstern wird wol überall noch aufzutrciben sein, ohne die Leichenkosten erheblich zu vermehren, und die) — meinen wir — ist denn doch das Wenigste, was im Interesse der Oeffentlichkeit beansprucht werden darf. — (Gemeinnützige Spende.) Der vor kurzem gegründeten freiwilligen Feuerwehr in Gottfchee ging von dem Handelsmanne in Prag Herrn Josef Plesche eine namhafte Unterstützung im Betrage von 70 st. zu. — (Fatal!) Der gegenwärtig im Iosefstädter Theater in Wien engagierte Komiker Herr Zwcrenz wurde Montag wegen des Vortrages einer von der Po-Uzeibchörde gestricheneu Eoupletstelle zu 24stündigem Arreste verurtheilt. — (Aus dem Laibachcr Schwurgcri chts-saale.) Bei der vorgestern vor dem hiesigen Schwur gerichtshofc unter dem Vorsitze des OLGR. Kaprctz durchgeführten Strafverhandlung wurde der vom Advokaten Dr. Zarnik vertheidigte, des Verbrechens des Todt-schlages angeklagte 19jährige Bauerubursche Franz Sup-pan aus Freithof bei Predaßl, im Krainburgcr Bezirke, nachdem die Geschwornen (Obmann Herr Kanz) die ihnen vorgelegte, auf das Verbrechen des Todtschlagcs lantcnde Hauptfrage mit 11 gegen 1 Stimme verneint, dagegen die auf das Verbrechen der schweren körperlichen Beschädigung lautende Eventualfrage, trotz des Leugnens des Angeklagten, mit 10 gegen 2 Stimmen bejaht hatten, vom Gerichtshofe des letztgenannten Verbrechens schuldig erkannt und zu zweijähriger, allmonatlich durch einen Fasttag verschärfter schwerer Kcrkcrstrafe verurtheilt. Neueste Post. (Original-Telegramme der „Laib.Zeitung.") Wien, 19. Februar. (Abgeordnetenhaus.) Fürst Auersperg antwortete auf die Interpellation betreffend die Orientfrage: Die Friedensbasen entsprechen wesentlich den Mittheilungen der Petersburger Blätter; die Existenz anderer Abmachungen ist der Negierung unbekannt. Gegenüber den Friedensbasen kennzeichnete die Regierung ihren Standpunkt dahin, daß sie die Ab machungcn, soweit dieselben die Interessen der Monarchie oder die Recljte der Signatarmächte berühren, nicht als rechtsverblndlich erkenne, so lange dieselben nickt mit den Signatarmächten vereinbart wurden. Angesichts des bald zu erwartenden Zusammentritts des Kongresses kann die Regierung nicht detailliert über die Friedensbasen sich aussprechen, nur allgemein erklären, daß sie einige Stipulation«! als den Interessen der Monarchie entsprechend nicht zu erkennen vermag. Die Reserve geht jedoch nicht die Pnnlte über die Verbesserung der Lage der Christen an, sondern Bestimmungen, welche eine der Monarchie ungünstige Verschiebung der Machtverhältnisse herbeiführen könnten. Die Regierung hofft auf eine allseitig befriedigende Lösung und wird jedenfalls nach wie vor ihre Aufgabe darin erkennen, die politischen und materiellen Interessen der Monarchie in jeder Richtung zur Geltung zu bringen. Wieu, 19. Februar. Das Abgeordnetenhaus nahm mit 159 gegen 130 Stimmen den Kaffeezoll mit ül<) fl., für gebrannten Kaffee mit 25 fl. und für .Kaffeesurrogate mit 6 fl. an. Budapest, 19. Februar. Tisza, die Orientintcr-pellation beantwortend, gab eine mit der des Fürsten Auersperg identische Erklärung ab. Verlin, 19. Februar. Reichstag. Beningsen be< gründet die Orient-Interpellation. Bismarck erklärt, die Friedensbasen berühren die Interessen Deutschlands nicht so, daß es aus seiner bisherigen Haltung heraustreten müßte. Die Befürchtungen wegen der Dardanellen seien unberechtigt. Eiue amtliche Auskunft über die einzunehmende Haltung Deutschlands kann Bismarck nicht geben, weil er erst heute die bezüglichen Docu» mente erhielt. Bismarck glaubt nicht an einen europäischen Krieg, da die gegen Rußland vorgehenden Mächte alsdann die Verantwortung für die türkische Erbschaft übernehmen müßten. Deutschland sei für Beschleunigung der Konferenz, die vielleicht in der ersten Hälfte des März zusammentreten werde. Bismarck weist entschieden alle auf ein Einschreiten Deutschlands gestellten Anforderungen zurück. Deutschland wolle ehrlich vermitteln, aber kein Schiedsrichteramt in Europa ausüben. ttonftantinopel, 1^. Februar. Die britische Flotte ist von der Mudaniabay nach Tuzla (17 englische Meilen von Konstantinopel) abgegangen. Wien, 19. Februar. (Pol. Korr.) Nach heutigen Meldungen ans Athen geht es in Thessalien ziemlich blutig her. Die Zeibeks und Ghegcn haben die grie chischen Einwohner der Ortschaften Pesila und Lewka niedergemetzelt. Andererseits gewinnt die griechische Insurrection an Ausbreitung und Terrain. Die Insurgenten von Peliun haben sich in Matriniha befestigt. Im Epirus haben blutige Gefechte bei Radowitza und Karatza stattgefunden. ... Petersburg, 18. Februar. Die „AgenceVM wiederholt, daß die in Wiener und Berliner Telegraf men verbreiteten Nachrichten betreffs des KongM» verfrüht sind. Die Wahl Baden-Badens und die TM-nähme der Minister des Acußern sind wahrscheuM, nur ist noch nichts Definitives bestimmt. — Die M"" Nachricht, daß die russische Regierung 703 MMM Mark in Gold aus der deutschen Neichsbant entlep habe, ist eine reine Erfindung. Telegrafischer Wechselkurs vom 10. Februar. ^ H. Papier-Rente 63 60, - - Silber-Äentc 66 95. -. ^°" Rente 75'—.— 1860er Staats.Anlchen 111 75. — «an!»»"'" 798. — Krcdit-Acticn 231 75. — London 118 25. - ^ 104 75. - K. l. Müuz - Dukaten 5 61. - 20.FranleN'Vl"-946'/,. — 100 Reichsmark 5830. _________^^- Theater. Heute (ungerader Taa^ zum siebentrnmale: Der Seela^ Komische Oper in 3 Acten mit freier Benützung eines "in Sujets von F. Zell. Musik von Richard Ocn«c.^^ Meteorologische ^eubachtungen in ^aldM> 3 -L W 5Z ? 2 5 5ZZ 5 ^2 8Z., 5" 2 5^ -s _____« 5-tz ^2__________5 ^ ^ 7U.Mg. 744 38 —3 2' windstill Nebel ' ^, 19. 2 „ N. 742 96 ^- 58 SW. schwach heiter "^ 9 „ Ab. 744 92 -> 2 0 SO. schwach bewollt ^ Vormittags Nebel, nachmittags heiler. Die Primel bH bereits im Freien. Das Tagesmittel der Temperatur -i' um 19° über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Ottomar Vam be^, ^ Für die vielen Beweise herzlicher Theilnahme, ^ für die schönen Kranzspenden und für die zahlreiche Betheiligung an dein Leichenbegängnisse unseres Aa' tcrs, Großvaters und Gcmals, des Herrn » Ferdinand Josef Schmidt, spricht allen Freunden und Belanntcn, insbesondere noch der löblichen Direction, dem geehrten Lchl' ^ türper und den Zöglingen der hiesigen Handel«' aladcmie, so wie auch dem löbl. Hanocls'KrcmieN' und Pensionsvcreine den tiejgcsühllcsten Dant aus M die trauernde Familie. W Lalbach am 19. Februar 1878. ^ W Wir geben schmerzcrsüllt die traurige Nacl,rl^ ^ daß es dem Allmächtigen gefallen hat, unsere iuMs'' geliebte, unvergeßliche Mutter, Frau W Ämulie OHlMlla ge6. Jörn, W f. t. Beamtenswitwc, W nach langem Leiden heilte um 12 Uhr mittags, "^ M sehen mit den heil. Sterbesakramenten, im 58, i.'ebe»' ^ jähre in die iiwigtcit abzuberufen, ...« M Das Leichenbegängnis findet Mittwoch den M" M Februar um 3 Uhr nachmittags vom Traucrha"!' M Schcllenburggafse Nr. 3, aus statt. ,,^, M Die heil Seelenmessen werden in der Pfarrll^ ^ zu Maria Verkündigung gelesen werden. _,« M Die theure Verblichene wird dem fro"""' Andenken empfohlen, W Laibach den 18. Februar 1878. > Gabriele und Pauline Schani > W Töchter. ^li^slM^sl^s Wien. 18, Februar. (1 Uhr.) Obwol die Kurse bedeutend über dem Stande vom Samstag notieren, bleiben sie theilweise noch unter der Parität «ut " . ^vlsvNv^llvi/l. umfassende Käufe in Speculationsobjeltcn vorgenommen zu werden scheinen. ^-^s^ Otld Ware Papierrente........63 75 6385 Eilbcrrcnte....... . 6710 6730 Goldrente.........74 90 75 — Lose, 1839........302 - 304 — „ 1854........10775 108 - . I860........112 - 11225 , 1860 (Fünftel) .... 12050 121 — 1864........13850 139 — Ung. Prämien.Anl.....77 10 7750 Kredit-L..........16150 162 - Nudolfs-L.........1350 14 — nl. der Stadt Wien 87 75 83 — 'gulierunas.Üose . . 104 25 104 75 ^ uiuancn'Pfandbriefe . . . 142'— —' — j>sterreichiscl„.' Lchahscheine . 100 — 100 20 Ung »"-- "'oldrcnte . . . 92 05 9215 Unsi l.U„l.....98- 9850 Ung. »-,..^ns vom I. 1874 111-50 112 -Unlehen dcr Stadtgemeinde Wien ,n B. V. .".... sg.50 »? - Grundentl aftun«K.Vbllsati«nen. Vöhmen.........10250 103 — Niederöstcrreich ......104 — 104 50 Geld Ware Galizien.........8575 8650 Siebenbürgen.......7625 7660 Temeser Banal......77 50 78 — Ungarn..........78 25 73 75 Nctlen d«n Vanlen. Glld Ware Anglo.österr. Banl..... 101 75 102 — Kreditanstalt ....... 232 50 233 - Dcpositcnbant....... —— —' - Kreditanstalt, ungar..... 217 - 217 25 Nationalbant....... 798— 800 - Unionbant........ 66 50 6675 Vcrlchrsbanl....... 97 — 93 — Wiener Bankverein..... 72 - 73 — Nctlen von Transport Unterneh« mungen. Gelb lllar« Alföld.Bahn .......116— 116 25 Ponau.Damfpschiff..Geselllchaft 373 — 375 - Elisabeth.Nestbahn.....16450 165 - Ferdinands'Nordbahn . . 1985-1987 — Franz-Ioseph.«llhn .... 13050 131' Gelb War« Galizische Karl-Ludwig.Bahn 245 75 246 -KaschaU'Odcrbergcr Bahn . . 105 — 105 50 Lembcrg'Czernowihcr Bahn . 121 — 121 50 Lloyd'lÄesellschast......396— 398' — Oesterr. Nordwestbahn . . . 109-50 110 - Rudolfs.Bahn.......116— 116 50 Staatsbahn........259 — 259 50 Südbahn.........77— 77 25 Theiß.Bahn........175— 176 — Ungar,'galiz Verbindungsbahn 95 50 96-Ungarische Nordostbahn . . . 11150 112' Wiener Tramway.Gcsellsch. . 11550 11 ^?3 ^ Sicbcnbürger Bahn ... - ,^..,o l^, Ttaatsbahn I. Em.....^'^ U»^ Südbahn » 3«/«.....- U^ 9>^ ^ » 5«/,.....- ^.^. " Sübbahn, Bons.....> Devisen. ^ ^ Auf deutsche Plätze .... - H^ l^ Loudon, kurze Sicht ... - ^g^l) l^K Loudon, lange Sicht . . - ^^9b ^ Paris........- - Geldsorten. ^ ^ Dukaten .... 5 fl. 58 tr. ° '^ ^ Napolconsd'or . 9 „ 43 „ , Deutsche Reichs- ^ 58 " H " banluotcn. . . 58 „ ^ " l' Nachtrag: Um 1 Uhr 20 Minuten notieren: Papierrente 63'75 bis 6535, Tilberrente 67— bls 67 10. Goldrente 7490 bis 75-— Kr« London 1181ö bi« 11340. Napsl«ns »43'/, hi» 9 44'/.. Silber 104 2li bis 104 50.