EINZELPREIS,; woctaentafi 11 9p| Samslag-SonnUn 15 Rpl larburgtr ßtitung Amtliches Organ des Stelrischen Heimatbundes Verlag und Schriftleitunj; Marburg a. d. Drau, Badgasse Nr. 6, Fernruf; 25-67, trscheint wöchentlich sechsmal alt Morgenzeitung (mll Ausnahme der Sonn- und 25-68, 25-69, Ab 18.30 Uhr ist die Schriltleitung nur aut Fernruf Nr, 28-6'j Feiertage). Bezugspreis (im voraus zahlbar) monatlich KM ^10 einichl. Hostge- erreichbar. — Unverlangte Zuschriften werden nicht rückgesandt. — Bei bühr; bei Lieferung im Streifband zuzügl, Porto; bei Abholen in der üeschäftsstella Anfragen ist das Kückporto beizulegen. — Hostscheckkonto Wien Nr. 54.608. KM 2.—. Altreich durch Post monatlich RM 2.10 zuzÜgL 36 RpL Zustellgebühi Otr. 183 0'Itar&urg-S)rau, S>onner(i(ag, 2.3uli 1942 82. dal^roang Sewastopol ist gefallen Ob«r der stKrkiten Land- und Seefestung der Welt wehen nach 25täglgem Ringen die deutschen und rumünlichm Kriegsflaggen — Geflüchtete Sowjets auf Chersones zusammengedrängt und vor der Vernichtung Führerhauptquartier, 1. Juli Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Sewastopol Ist gefallen! Über Fcstuns, Stadt und Häfen wehen die deutschen und rumänischen KrteKsflBREen. Unter FUhrunK des Generalobersten von Manstein haben deutsche und rumänische Truppen« hervorragend linterstützt von den bewährten Kampf-(lieRerkorps des Oeneralobcrsten i'relherrn von Richthofen nach 2S-läslKem erbittertem Ringen heute mittat die llsher stärkste Land- und SeefcstuiiK der Welt bezwungen. Starke Forts, in Fels gehauene Be-festlgungswerke, unterirdische Kanipf-anlasen, Beton- und Erdbunker sowie inzähllgc Feldbefestigungen wurden in vorbildlichem Zusammenwirken aller Waffen genommen. Gefangene« und Beutezahien lassen sich noch nicht übersehen. Reste der geschlagenen Sewastopol-Armee haben sich auf die Halbinsel Chersones geflüchtet. Auf engstem Raum zusammengedrängt, gehen sie ihrer Vernichtung entgegen. Sewastopol »die Crhabencf war der liauptkrieKShafeii der Sowjets auf der Krim am Scliwarzcn Meer. Das'nioderne Sjwastopoij besitiit eine I3cdcutuiiu, die jode zälic Verteidigung rccli(icrti«:t. i^L'lion vor dem KricEe uarcii i^efcsti-jiijtigswerke scliwerster Art aii^relciit worden, die nach Ausbruch des zweiten Weltkrieges unter Berücksichtigung d-^r Tiiodernsten Erfahrungen durch Werks-ßiuppen und flankierende Bunkerstellun-scn verstärkt worden sind. Neben dem Kriegshaten hat es einen Handelshafen, der für die Industri»Jge-l^icte der Ukraine von ausschlaKgebender Ikdeutung ist. Di« Stadt zählt rund l.'(3 000 Minwolmer und ist mit Kriegsma-riiiewerttcn, Marinereparaturwerkstätten. Trockendocks, h'lugzeugwerken und Kricgsarsenalen versehen. Die bucht hat Ankerplätze für größte Seeeinheiten, besitzt Minenboothafen und U-Bootstütz-punkte. Die Wegnahme Sewastioipols be-tlcutet den Verlust einer wichtigen Nachschub- tmd AusKangsbasis für Operationen im Kampfp^biet des Schwarzen Meeres. Der Warenumschlag des Hafens betrug iti den Jaliren des lebhaftesten Seeverkehrs etwa eine halbe Million Tonnen. Sonst sind noch eine Lederfabri'k, yin chemisches Werk und einige Mühlen Sewastopol. Außerdem befindet sicli ^i<>rt das einzige Institut der UDSSR für Physikalische Therapie. Mit der Rrslürniung des Forts Mala-tliow durch deutsche Truppen und durch jj^ie Einnahme der Stadt und des Hafens Halaklawa durch* rumänisclie Truppen J^'ar der Kampf um Sewastopol in eine l'liase getreten, die über den endgülti-KPTi Erfolg des Angriffs keinen Zweifel iielL Im vorigen Welitkrieg wurde Sewastopol am 29. 10 1914 von den deutschen Kreuzern »Goebin« und »Breslau« beschossen. Am 1. Mai 1918 besetzte die Heeresgruppe Eichhorn Sewastopol. Ende 1920 war es im Bürgerkrieg Wrangch letzter Stützpunkt. Im Krimkricß 1854/55 wurde Sewastopol durch Franzosen, Engländern, Türken und Sardinier zu Lande und zu Wasser belagert. 349 Tage brauchten die Belagerer, um Sewastopol zur Übergabe zu zwingen. Damals wurden während der Belagerung aus SOO Kanonen insgesamt 1350 000 Schuß abgegeben. Die VerUisIc auf beiden Seiten waren ungeheuer. Die Belagerer verloren 80 000 Mann, die Russen 120000 Mann, Ziffern, aie für die damaligen Heeresstärken eine unvorsrcTl-bare Größe besaßen und einen Anhaltspunkt geben, für die Schwierigkeiten und Hindernisse, die das Gelände jedem Angreifer entgegensetzt. Unfer Felslrämmern begraben Berlin, 1. Juli Über die letzten Kämpfe vor Sewastopol iberichtet das Oberkommando der Wehr-Imacht: Bei dem Vernichtungskanipf gegen die Boischewisten, die sich zwischen den Höhen westlich der Inkermann-Schlucht und der Stadt zum letzten, verzweifelten Widerstand festgesetzt hatten, zerschlugen Sturzkampfflugzeuge mit vernichtenden Bombentreffern den feindlichen Widerstand. Sturzkampfflugzeuge bahnten der vordringenden Infanterie mit schweren Bomben den Weg durch die Stellungen in und um Nikolajewka. Die aus niedriger Höhe abgeworfenen Bomben rissen gewaltige Blöcke aus den Felswänden, die mit ihren Trümmern große Teile der feindlichen Kampfgräben samt Besatzungen und Waffen verschütteten. Ähnlich war auch die Wirkung der von deutschen Sturzkampfflugzeugen über den Eingängen zu Felsentunnclen abgeworfenen Bomben. Felsblöcke in der Gnlße eines fünfstöckigen Hauses verschütteten die Eingänge zu den unUr-irdischen Felsenstellungen und setzten damit viele gutgetarnte und für die deutsche Artillerie schwer zu treffenden feindlichen Batterien außer Gefecht, Gencralieldmarschall von Mansiein Führerhauptquartier, 1. Juli Der Fühirer hat dem Oberbefehlshaber der Krim-Armee, Generaloberst von Manstein zum Generalfeldmarschall befördert und folgendes Telegramm an ihn gerichtet: An den Oberbafehlshabcr der Krim-Armee, Generaloberst von Manstein! hl dankbarer Würdigung der besonderen Verdienste um die siegreich duich-gefuhrtcn Kämpfe auf d©r Krim, die mit der Vernichtungsschlacht von Kertsch und der Bezwingung der durch Natur und Bauten mächtigen Festung Sewa-sto-pol ihre Krönung fanden, befördere ich Sie zum General/eldmarschall. ^ Mit Ihrer Beförderung und durch die Stiftung eines Eriniicrungsschildes für alle Krim-Kämpfer ehre ich vor dem ganzen deutscli-Jn Volk die heldenhaften Leistungen der unter Ihrem Befehl fechtenden Truppen. Adolf Hitler. Versenhongszilfer des luni: 888 ODO brt Im südlichen und mittleren T«il der Ostfront hat der AngriN begonnen — Über El Dabo bis vor El Alameln vorgedrungen Führerhauptquartier, 1. Juli Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: j Im Angriff gegen Sewastopol wurde der Einbrucii in den Inneren Festungsgürtel an mehreren Stellen zum Durclibruch erweitert. Deutsche Truppen drangen, von der Luftwaffe hervorragend unterstützt» bis zu den Verteidigungsstellungen am Ostrand der Stadt vor und erstürmten das aus dem Krimkrieg bekannte Fort Malakow. Von Osten angreifende Divisionen sUeBen nach dem Durchbruch durch die Sapun-Steilung in breiter Front lief In das Festungskampffeld vor und befinden sich in fortschreitendem Angriff. Dabei wurde in hartnäckigen Kämpfen der Übergang über einen ausgedehnten Panzerabwehrgraben erzwungen und zahlreiche, durch moderne Kampfanlagen Ausgebaute Höhenstellungen genommen. Rumänische Truppen gewannen in schnellem Vorstoß Stadt und Hafen Balaklawa. Im südlichen und mittleren Teil der Ostfront sind deutsche und verbündete Truppen zum Angriff angetreten. Nachtangriffe von Kampffliegerverbänden gegen den feindlichen Nachschubver-j kehr im Räume zwischen Don und Oskol verursachten große Zerstörungen in mehreren wichtigen Bahnknotenpunkten, Im Gebiet westlich des Wolchow wurde die Säuberung des Geländes von zersprengten Resten des I'eindcs fortgesetzt. Artillerie zerschlug erneute Bereitstellun- gen der Sowjets vor dem Wolchow-Briickenkopf. An der Einschließungsfront von Leningrad griffen Kampf- und Sturzkampfflugzeuge mit gutem Erfolg feindliche Panzerbereitstellungen an und bekämpfen Eisen-bahnanlagen im Waldai-Gebiet. Im hohen Norden wurden Hafen- und Industrieanlagen sowie ein feindlicher Flugstützpunkt von der Luftwaffe schwer getroffen. In Ägypten stießen deutsche und italie nische Truppen durch das Gebiet von EI Daba nach Osten vor und stehen im An-l^riff gegen die El Alamein-Stellung, die letzte feindliche Befestigung vor Alexandrien. Vor Alexandrien griff ein deutsches Unterseeboot einen stark gesicherten Geleitzug an und versenkte einen Truppentransporter von 13 000 brt. Auf Aklta bombardierten Kampfflugzeuge in der letzten Nacht den Flugplatz Luca. Bombenvolltreffer zerstörten meh-Tcre am Boden abgestellte Flugzeuge und riefen größere Brandfelder in den Flug-platzanlagen hervor. Der Kampf gegen die feindliche Versorgungsschiffahrt brachte auch im Monat Juni große Erfolge. Es wurden 156 feindliche Schiffe mit zusammen 886 000 brt versenkt. Außerdem wurden 58 feindliche Handelsschiffe durch Torpedo- oder Bombentreffer beschädigt. An diesem Erfolg ist die Unterseebootwaffe mit der Versenkung von 132 Schiffen mit 755 300 brt hervorragend beteiligt. Die Auslese Marburg, 2. Juli Gestern «urde in riner Faicrslunde dureJi Bundcsfuhrer Steindl die DundestchÄuDisburc des Stcirischen Hcimalbundes auf SchloB WurtnberiE seiner Bestimmung liberucbtn. Der Nationalsozialismus, jene Urkraft, die es vermochte, ein in ungezählte Parteien zerklüftetes Volk zu einer einzigen Kampf- und Schicksalsgemcinschaft zusammen zu führen, hat den herrlichsten Höhenweg beschritten, der je von* einer Idee beschritten wurde. Dieser Erfolg der Idee, die uns der Führer Adolf Hitler mit auf den Weg gab, wies uns aber auch den Weg zu eirfem großen Ziel: Daß alle geistigen Bewegungen ebenso wie politische Gründungen nur insoweit auf dauernden Bestand rechnen dürfen, 'als sie sich auf ein in ihrer Grundrichtung ihnen entsprechendes Menschentum als 1 räger ihrer Idee stützen können. Die Überwindung marxistischen Kias-sendenkens und der ihm wesensverwandten politischen Erscheinungen und die Rückführung des deutschen Volkes aus einer Zersplitterung, der es durch Hingabe an ein bis zur völligen Auflösung gesteigertes Parteiwesen rettungslos verfallen schien, war nur möglich, weil eine genügende einheitliche völkische Substanz vorhanden war. Die deutsche Geschlossenheit entstand durch Aktivierung dieser völkischen Sijbstanz zunächst zur Schaffung »eines einheitlichen politischen Willens, der Voraussetzung eines Führerstaates. Der Durchbruch der eigenen Art durch einen unserem Wesen nicht gemäßen Geist hindurch konte jedoch unmöglich ^uf den engeren politisch-staatlichen Be-i!irk begrenzt bleiben. Die Übernahme des politischen Regiments im Jahre 1933 durch ilen Führer bedeutete darum auch nicht das Ende des Kampfes, wie auch in der IJntersteiermak dieser Kampf um den völkischen Lebenswillen nicht mit dem Einmarsch der deutschen Truppen in den Apriltagen des Jahres 1941 beendet wurde, er bedeutete vielmehr die Grundlage für die Neugestaltung aller Bezirke des völkischen Lebens aus den lebendigen Grundsätzen der nationalsozialistischen Weltanschauung. Vor dieser Neugestaltung, die auch Im Unterland vielseitig vorangetrieben wird, Fteht die Frage der Struktur und der Ausleseprinzipien der NSDAP: Was geschieht, um die alten, in harter Kampfzeit »bewährten Parteitugenden: Opfer und Mut, Treue, Glauben und ehrlichen Willen von allem andern rein zu halten? Ängstliche Gemüter stellten einmal die Frage, wird die Partei ihren revolutionären Schwung bewahren um diesen gradlinigen Kurs, den jms der Führer vorgezelchnet hat, im ganzen deutschen Volk durchzusetzen. Wir wissen, daß dies alles jetzt keine Fragen mehr sind. Die Stammtische ifauler Gerüchtemacher sind spärlich geworden, Heute stehen, abgesehen von dem Einsatz an allen Fronten des uns von unseren Gegner aufgezwungenen Krieges ungezählte gewissenhafte Nationalsozialisten in schwerem und verantwortungsvollem Einsatz in der Heimat und den besetzten Gebieten, immer gewohnt, die ihnen aufgetragenen Verpflichtungen nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Sie zücken die Klinge, wo der Aufbauwille der nationalsozialistischen Führung den Widerstand Unverständiger oder Übelwollender findet. Sie überzeugen sich, wo Leistung •hinter Worten steckt und wo »KaTh von Seüe 2 »Marburger Zeitung« 2. Juli 1942 Nummer 183 Nur Niederlagen und Rückzüge" falschen l assaden« fällt. Sic beweisen die Haltung, die sie dem Führer schuldig sind, ojnd haben darum ein Anrecht apf offene Zwiesprache über Fragen, Zweifel und II Wünsche, die im Tempo der national-!«,^ , • . . • - ^ sozialistischen Aufbauschiacht, die trotz praktisch fur brttlsche Geleitzuge gesperrt » Katastrophenstimmung Uber den •des Krieges ruhe- und rasdos weiter ^jeführt wird, auftauchen und deren Klä-•ung die weitere Arbeit erleichtert, Diesen Getreuen des Führers, die ihr J.eben nur ihrem Führer und (Iroßdeutsch-land leben, treiben keine Putzmachcrei und winden auch nicht ewig die Zierblumen schöner Worte zu Kränzen, sondern mit tiefem Ernst und hohen Verantwortungsbewußtsein wollen sie immer wertvolle Bausteine sein im gewaltigen Pauwerk, das firoßdeutschland heißt und das alle Zeitstürme überdauern wird. Getragen von diesen großen f^rinzipien ist auch die Führerausicse der Partei und in der Untersteiermark des Steirischen Heimatbundes. Sie wird geführt ohne Rücksicht auf Herkunft, Lebensstellung, Geburt rder Vermögen, sondern ist erfüllt nur von höchster Gewissenspflicht und Verant-Kortung der Nation gegenüber. Sie legt veniger Wert auf die sogenannte gesiell-ßchaftliche Fügnung, auch nicht auf gesellschaftliche Mängel, sondern aus-tchließlich auf die politische, d. h. volks-■führungsmäßige, persönliche Veranlagung lind damit Würdigkeit. Peinlich wird bei dieser Auslese darüber gewacht, daß nicht eine bürokratische Erstarrung das Zeugnis über die Leistung, die Empfehlung über den wahren Wert und damit doch Zusammenbruch in Nordafrika — Die Frage nach der Verantwortung Stockholm, 1, Juli Der >Dai!y Telegraph^^ schreibt in seinem Leitartikel: Die kommende Debatte über den Mißtrauensantrag beginnt im Schatten einer neuen und ernsten Enttäuschung in Nordafrika und eines neuen Rückzuges der britischen Truppen. Die (jefahr, in der der Mittlere Osten schwebt, besteht nicht erst seit gestern, sondcn von dem Augenblick an, wo das Mittc!-meer vor mehreren Monaten praktisch Rückzügen. Die Rückschläge der Jahre 1040 und 1941 waren erklärlich, denn wir waren damals weder in bezug auf Flugzeuge, noch auf Menschen und Masclii-nen gerüstet, .^ber heute in Libyen hauen wir eine sehr gut augestattete Armee, die bestgerüstete, die wir je in den Kampf geschickt haben.« »In bczug auf die Stärke der Lufwaffe konnten wir uns mit den Deutschen messen und hatten sogyr die Oberjegenheit. Und trotzdem sind wir für unsere Geleitzüge gesperrt wurde. ; wieder einmal geschlagen worden. Wer ist ferner erwiesene Tatsache, daß wir nach drei Ki'iegsjahren immer noch weit hinter dem Feind in bezug auf die^Pan-zertypen, die der Armee geFefert werden, zurückstehen, und diese Unterlegen?ieit dauert nunmehr 25 Monate nach der Vj-nenniing des »Panzerrates« an, dessen Ratschläge die Regierung 14 Tage später guthieß. »Daily Mail« schreibt: »Die Öffentlichkeit ist durch die Wendung der Ereignisse in Libyen verwirrt und bestürzt, und auf unsere Freunde und Verbündeten haben sie eine Wirkung, die für uns beschämend ist. Die öffentlichkeit verlangt eine genaue Untersuchung über die Ursache dieser Niederlage. Zwei Jahre lang letzten Fundes die Geburt über die Wür-1 Gestanden unsere Operationen zu Lande igkeit stellt. ^ I pjjj, Niederlagen und Aufgebaut ist diese Führerausrichtung' Äuf eine planvolle Schulungsarbeit, die j bereits in der Kampfzeit einsetzte, aber erst mit der Eröffnung der Gauschulungs-iburgen planmäßig wurde. Diese Schulungsarbeit hat sich gerade in den letzten Jahren in vorbildlichster Weise ausgc-^virkt, In der Kampfzeit und in den Stürmen der Umbruchsjahre blieb der Bewegung wenig Zeit, in methodischer Weise das Volk zu schulen, d. h. das revolutionäre Ideengut nationalsozialistischer Welt-und Lebensanschauung in die Seele zu verankern, denn Schulung nach politischer Seite hin hat nichts mit »Schule« zu tun. Weltanschauungen sind immer Sache des Glaubens und eine Sache des Glaubens ist auch die Weltanschauung des Natio-•nalsozialismus. Sie wird nach dem F.nd-sieg über unsere Feinde in den kommenden Jahrzehnten auch den letzten Volksgenossen der großdeutschen Schicksalsgemeinschaft so formen, wie unsere großL? Zeit ihn verlangt: Aufrecht, tapfer, stark und stolz. Daß dabei auf das politische I'ührer-ikorps und die heranwachsende Generation großer Wert gelegt wird, ist eine Selbstverständlichkeit. Daß die Partei sich die Souveränität in allen Fragen der politi-cchen und weltanschaulichen Schulung vorbehält, ist gleichfalls notwendig. Niemand, auch kein Verband oder Verein außerhalb der Partei kann eine politische und weltanschauliche Schulung betreiben, ohne daß die Partei die Richtlinien hierfür gibt und diese Schulung überwacht. So allein ist durch die Zusammenfassung der weltanschaulichen Erziehungsaufgabe In einer Hand die Garantie gegeben, daß ein Abweichen von der unverfälschten rationalsozialistischen Linie unmöglich wird. Und das ist gut so, denn nur aus der klar geformten deutschen Seele heraus kann ja unsere völkische Wiedergeburt, die schon in dem harten Ringen mit unseren Gegnern auf allen Kriegsschauplätzen so herrliche Zeugnisse der Bewährung hervorbrachte, praktische Wirklichkeit werden, eine Wiedergeburt nicht kann nach alldem bezweifeln, daß in unserer Kriegführung irgendetwas nicht stimmt.« Die vDaily Mail:< stellte darüber hinaus wörtlich fest, »etwas von den Vor-W'ürfen muß auf die fallen, die unsere Befehlshaber auf Schlachtfelder schickten, ohne die notwendigen geistigen und niater'ellen Voraussetzungen.« »News Chronicle« weist c'arauf hin, daß Libyen ein ganzer Friedhof für militärische Berühmtheiten geworden ist. Wilson, Wavell, Cunningham und Jetzt Ritchie sind entweder entlassen oder auf andere Posten versetzt worden. Der General, der Rommel ebenbürtig entgegentreten kann, ist noch nicht entdeckt.« Der amerikanische RunCfimkkorrespon-dent in London, Edward Morro-w, senil- Wachsende Beklemmung In London Schiffsraumnot schlimmer als alle anderen UnglUcksnachrichten Eine unmögliche Aufgabe Stockholm, 1, Juli | Wenn die Alliierten die Offensive er-Die Schitfsraumnot wird in England greifen wollen, müssen unter Berücksich-immer mehr als drückendstes Prohlciii i tigung der Tatsache, das für den Trans-betrachtet. Bezeichnend dafür sind die' port eines einzigen Soldaten und seiner Ausführungen, die nach einem Bericht;/Xusrüstung zehn Tonnen Schiffsraum des »Daily F^xpress« der linksgerichtete Unterhausabgeordnete Shinwell in einer öffentlichen Rede machte. »Die britische Schiffsraumnot ist«, so sagte Shinwell w()rllich, »noch viel beunruhigender als alle Unglücksnacli richten aus Libyen. Die öffentlichkeil müsse unbedingt vollständig unterrichtet werden. Das Unterhaus solle sich jedem Versuch der Redie-rung, eine Geheimsitzung abzuhalten, energisch widersetzten. Es sei reiner Unsinn zu erklären, eine solche Debatte könne dem Feinde Informationen liefern. Man müsse manchmal annehmen, daß die Regierung diese Entschuldigung benutze, um sich selbst vor Kritik zu schützen. Die Londoner Zeitschrift »Sphere« stellt in einer Untersuchung des alliierten Schiffsraumproblems u. a. fest; »Der Ausgang des Krieges hängt davon ab, ob Deutschland und Italien schneller U-Boote ocicr aber die Alliier-ften schneller Handelsschiffsraum bauen können. Wer in diesem Wettbewerb unterliegt, wird nach menschlichem F-rme.s-sen den Krieg verlieren. nötig sind, mindestens 35 Millionen Ton nen zur Verfügung stehen. Zugleich versenken aber die Feinde ständig alliierten Schiffsraum. Wenn die Schiffe für eine Offensive zur Verfügung stehen sollen, so müssen b's dahin auf dieser oder der antlc-rcn Seile des Atlantiks 14 Millionen Tonnen Schiffsraum neu gebaut wer^ieii. Können wir das schaffen? Die äußerste Leistungsgrenze des britischen Imperiums liegt bei höchstens 1,25 Millionen Tonnen. Können die USA die Differenz von 12,75 Millionen Tonnen bauen? Wie es heute auf den Meeren unserer Feinde aussieht, bezeugt ein kleiner Bericht des Frachtschiffes der argentinischen staatlichen Handelsflotte »Rio Teuco«, das von USA kommend in Buenos Aires eingetroffen is^. Die Besatzung erzählte, daß sie bei Norfolk in nächster Nähe der Küste einen förmlichen SchiffsfriecJtiof gesichtet habe. Sie hätten über 30 Wracks versenkter Schiffe gezählt^ die dort die Schiffahrt außerordentlich er-scwerten. Tschnngklng dem lintergang verfallen Japan feiert den fünften Jahrestag des China-Konflikts Bahnlinie Tschekiang-Kiangsi unter Kontrolle Tüikiio, 1, Ju'li Der heutige fünfte Jahrestag des Beginns des China-Konfli'ktes wird in ganz nur des deutschen Menschen selbst, son- gefeiert. Der Tag hat für Japan jetzt eine höhere Bedeutung erhalten, da die Kämipfe in China in den Rahmen des groliostasiatischen Krieges gestellt sind, der in einem hal'ben Jahr bereits zur Beseitigung des englisch-ameriikanischen Einflusses in Ostafrika geführt hat. In zahlreichen Artikeln bezeichnet die japanische Presse heute die Chinafront als wichtigste Schlacht des Krieges in Groliostasien und betont, daß die Beseitigung des Tschungking-'Regimes einen bedeutsamen Schritt zur Schaffung einer neuen Ordnung darstellen werde. In einer Unterredung mit dem Vertreter der japanischen Zeltung »Mi Jako Sdiimbun« in Nanking anläßlich der Wiederkehr des Jahrestages des Ausbruchs des Cliina-Komliktes erklärte. Der Regierungschef Wangtscliingwei erklärte, daß die Nanking-Regierung und das cliinesischc Volk entschlossen sei, mit Jaipan alle Leiden und Freuden im Kampf «egcn die aiiglo-amerikanisclien Einfallsabsicliten in Ostasieii und gegen den Kotmnuni.sinus zu teilen. Er bezweifelte nicht, daß Tscliungking als Mitläufer der USA und Englands dem Unte-i- dieser Volksgemeinschaft und der Kultur, Heute finden wir den Niederschlag des stolzen, sicheren Gefühls, das von einer "festen, auf ein klares Ziel zustrebenden Führung eines mächtigen Staates auf alle seine Glieder, bis in die letzte Hütte hinein, auszustrahlen vermag. Und wir schöpfen daraus die Ermutigung und Ermahnung, alle unsere Kräfte einzusetzen, um daran mitzuhelfen, daß das deutsche Vaterland, getragen von der Idee des Nationalsozialismus, seinen Söhnen und Töchtern, die nach langer Fremdherrschaft heimkehrten ins Reich, wieder dieses Gefühl des berechtigten Stolzes, der Geborgenheit und Zuversicht zu geben Vermag. So wird auch die Buiidesschulungsburg des Steirischen Heimatbundes Schloß Wurmberg eine dieser Stätten sein, die Arbeit leistet auf weite Sicht, Gärtner dienst auf dem weiten Feld deutschen Volkstums, das, getragen von nationalsozialistischer Weltanschauung, wertvolles Ackerland werden wird des ewigen rfeiches, das uns der Führer schuf. Robert Kratzert gang verfallen sei. Die Naiikingregicrung ist. verstohe Japajis Absichten und Ziele im groil.!ostasiatischen Krieg vollkommen und dieses Verständnis werde in dem der Nankingregierung unterstehenden Teil Chinas imd den Chinesen des Südraumes geteilt. Die beiden japanischen Kolonnen, die ostwärts und in westlicher Richtung an der Bahnstrecke Tschekiang-Kiangsi vorrücken, haben in der Stadt Huagfeng am Mittwoch die Verbindung aufgenommen. Die vollständiKe Beherrschung der Bahnlinie Tschekiang-Kiangsi wurde demnach von den Japanern in v2rhältnismäßig kuirzer Zeit erreicht. Die jaipanische« Streitkräfte begannen am Dienstagabend mit einer allge-meinen Offensive gegen die Basis der 50, Tschungking-Armee in der achten Kri-sgszone. Die Japaner setzten ihren Vorstoß gegen das Hauptquartier des L'cindcs unter dem Oberbefehl von General Kiit'sovi nach Durclischreitung der Yinshan-Bergc fort. Das hiauptquarticr der ja'paiiischcn Streitkräfte in Zentralchina gab am Mitt-woclmachmittag die Einnahm«*; von liejigfeng durch die Japaner bjkannt und sagt weiter, daß die TschekianK-Kianusi-Eisenbalin infolgedessen vollstHndig unter die Kontrolle der Japanef gekommen dertc die Stimmung in England mit To1-genden Worten: »Die Bevölkerung ist mehr als aufgebracht über den Gang der Ereignisse in L'bycn und Ägypten. Wenn man die Unruhe des englischen Volkes verstehen will, muß in Betracht gezogen werci'en, daß sich das Volk jetzt im dritten Kriegsjahr befindet. Das englische Volk glaubte bisher, daß seine Truppen den Deutschen ge-wachsen seien, wenn sie ihnen unter gleichen Bedingungen und mit gleicher Aus-rüstung gegenübertreten könnten, Sic glaubten zuversichtlich, daß dies in Nordafrika der Fall w^ar. Sic hörten gleichzeitig viel über die Pläne einer zwerten Front in Europa. Dies rief Optimismus hervor Jetzt müssen sie eine schwer^ Katastrophe im mittleren Orient erleben. Der Schock ist nur zu verständlich. Interessant sind übrigens die Ausfüli-rungen des früheren Oberbefehlshabers der britischen Mittelmeerflotte, Admiral Sir Andrew Cunnigham, der dieser Tage in Washingt'on eingetroffen ist. In einer Pressebesprechung wurde er von ameri-kanischen Journalisten nach den Ursachen der neuen britischen Niederlage in Nordafrika gefragt. Cunninghäm erklärte, die Achsen-Luftwaffe habe Malta »so beharkt, daß die dortigen britischen Streitkräfte neutralisiert wurden.« Rommel habe daher alle Verstärkungen erhalten. »Sogar ziemlich mehr, glaube ich, als wli* dachten.« Weiter wollte sich Cunningham über die Niederlage Englands nicht äußern. Sowjefs können nidil bezahten Genf, 1. Juli Wie erst jetzt bekanntgegeben wird, ist in Moskau ein Abkommen über die Finanzierung der Kriegslieferungen und anderer Kriegshilfe der britischen Regierung an die Sowjetregierung mit rückwirkender Kraft vom 22. Juni 1941 an unterzeichnet worden. Nach den Bedingungen dieses Abkommens ist die britische Regierung bereit, die Lieferungen an Impulsiv hebt der junge Arzt den Kopf, will den Getroffenen sehen, da reiRi ihn die KuRel eines Scharfschützen hintenüber. Verwundet! Der Sanitätsgefreite wirft sich iiher den Assistenzarzt. »Hans! Ilms! Was ist — was hast du?« Zu spät! Über einem wie zimi Sprechen geöffnetem Mund starren ein Paar dunkle Augen zum wolkenlosen Himmel. Er aber will es nicht glauben, daß der gute Kamerad, der Freund, tot ist, der überall beliebte, große jimge, mit dem er schon in Polen viele Gefahren teilte. Er rüttelt ihn an den Schultern, brüllt ihm den Namen ins Gesicht . . . »Sanitäter! Sanitäter!» Verwirrt springt der Gefreite hoch. Was kümmert ihn mm das feindliche Feuer. Woher kam der Ruf. — Ach, da , , , Schon wieder ist es ihm, als greife eine eiskalte Hand nach seinem Herzen. Das ist ja der Oberleutnant, ihr Stoßfruppführer,, der Offi- ^ & . ... WeUbild-Luce Ein von italienischer Flakartillerie in der Marmarlca abgeschossenes englisches Flugzeug Ausgelöscht ist der innere Kampf, Was heißt zier, der 216 Spähtrupps am Westwall führte, hier: gelingen oder nicht gelingen, was Über- Wenn der auch — er wagt nicht weiter zu macht, was Familie? Da vorn liegen verwun dete Kameraden, blutjunge Männer, die bisher weniger vom Leben hatten als er. Ihnen muß er helfen, sie retten, damit sie leben. Und hinter ihnen, da kämpfen Kameraden. Männer, die auch das Leben lieben. Was würden die sagen, wenn ihr »Sani« ein schlechtes Beispiel gäbe . . . Und der Textilarbeiter aus Füssen überwindet sich. Mit pochendem Herzen robbt er zur Mulde vor und untersucht die beiden Unteroffiziere. Der eine, der einen Beckenschuß hat, schneidet er die Hose auf, legt ihm einen sterilen Druckverhand unter das Gesäß und verbindet ihn so gut wie es geht. Er arbeitet rasch, obwohl er, da er nur im Liegen hantieren kann, geringe Bewegungs-niüglichkeiten hat. Während er dem anderen, der einen schweren Streifschuß am Kopt erhielt, die Haare abschneidet und die Wunde dann verbindet, sieht er zwischendurch zum Waldrand hinüber, an dem es immer lebhat-ter wird. Er spürt es, daß von dieser Seite die größte Gefahr droht. Jetzt! Kuhig bleiben! Aufgepaßt! Der Sanitätsgefreite hebt den Kopf, formt i.e Hände vorm A\und zum Trichter: »Granatwerfer nach vorn!« brüllt er erregt, »Granatwerfer nach vorn! Sonst ist alles verloren!« Bange Sekunden. Erleichtert atmet er auf. Sein Huf ist gehört worden. Dann rollt er den schwerverwundeten Unteroffizier auf die Zeltbahn und zieht ihn, Schritt für Schritt unter größten Anstrengungen erzwingend, zurück. Den anderen, den das Bewußtsein verließ, läßt er noch liegen. Denn der Schwerverwundete muß sofort operiert werden. Mit der vorgehenden denken. Hastig untersucht er den Leblosen. Herzschuß! Pfh'chterfüllung bis zum letzten. »Sanitäter! Sanitäter!« Wieder rafft sich der Gefreite auf. Noch im Springen trifft ihn ein Schuß ins Becken. Furchtbar sind die PK-Aiifiialiinc: KricKsbericliter l'ict/.sch (V\b.) Deutsche R-Boote besetzen den Hafen von Tobruk am 20./21. Juni Der futirendt* Offizier des Sprengkonundndns teilt dorn Boot die Unschädlichmachung der Sprengladung mit und gibt Erldubnis zum Anlegen Schmerzen. Sekundenlang i.st er der Ohnmacht nahe. Und wieder der verlangende Ruf: -»Sanitäter!« Da steckt er sich ein Taschentuch in den Mund, wühlt die Zähne hinein und wälzt sicii zu den Kameraden. Mehrmals drohen ihn beim Verbinden die Kräfte zu verlassen. Doch immer wieder feuert er sich an. »Helfen mußt du, helfen, helfen, helfen!« Er denkt nicht daran, daß er selbst verbluten kann. Dreimal folgt er noch verpflichtenden Rufen. Dreimal zieht, rollt und wälzt er sich tujch zu Verwundeten und verbindet sie, dann wird es Nacht um ihn--- Heute habe ich ihn im Lazarett gesprochen, diesen unbekannten deutschen Krankenträger. (jezeichnet ist sein einstmals volles Gesicht, vom wochenlangen Ringen mit dem Tode. Aber aus den umschatteten Augenhöhlen blitzt es mich an: »Und wir haben sie doch zusammengehauen, die 300 Bolschewiken, wir, die 25 Mann vom Stoßtrupp!« Kriegsberichter Erwin Kirchhof. PZ PK-Aufnalime: KriegsbcrichteT Luben-Atluntic (Wb.) HUie durch das Seenotflugzeug Wenn die auf den Wellen treibende Besatzung gefunden ist, wird in ihrer Nahe gewassert.. Das Schlauchrettungsboot macht an dem von Bord dc^ Flugzeuges herunter- delaaseoen. Fallreeft fest Bomben ostwärts Marsa Matrulc Die deutsche Luftwaffe zermürbt den britischen Widerstand — Verfolgung des Feindes wird pausenlos fortgesetzt hinein setzen wir unsere schwere Last. Im Augenblick, da die einzelnen Bomben fallen, nimmt uns die leichte Flak aufs Korn. Im wilden Kurbeln schlagen wir uns mit den rot leuchtenden Geschossen herum, die manchmal zum Greifen nahe explodieren. Immer drei zu gleicher Zeit fangen sie nach uns und können uns doch nicht fassen. Meisterlich gehorcht das Flugzeug jedem Steuerdruck. Zeigte eben noch die Schnauze der Ju im scharfen Wegdrückcn nach unten, so reckt sie sich gleich darauf wieder in den dunstigen Abendhimmel. Dann entwischen wir der Flak, die das Rennen bald aufgibt. Hinter uns aber wälzt sich träge eine Wand schwarzer Qualmwolken nach Süden. Überall lodern Brände. Inmitten des Pulks ist ein großes Treibstofflager getroffen worden. Eine Explosion folgt der anderen. Dann wurrien die Rauchschwaden feurig rot. Wei-ter zum Gebirge hinein greift ein anderer Verband Ju 88 britische Panzerstreitkräftp im Sturz an. Panzer und Lastkraftwagen bleiben in Flammen gehüllt an der Stelle liegen, wo sie von den Bomben getroffen wurden. Kreigsberichter Karl Heinz, Holzhausen, PK. In Nordafrika, im Juni Ein dürrer Wind sprang in trockenen, staubigen Sätzen über das Rollfeld, als wir mit unseren Ju 88 gegen den Abendhimmel starteten. Die Hitze hat auch hier in einigen tausend Metern Höhe nicht nachgelassen, und der Schweiß laßt unsere leichten Tropenhemden unter den Schutzanzügen am Körper kleben. Der Fallschirm drückt, jede Bewegung ist eine Anstrengung, die neuen Schweiß kostet. Die Enge des Raumes ist Gewohnheit geworden. Wir denken nicht an diese nebensächlichen Umstände. Wenn man aus den Fenstern der Wanne sieht, bietet sich ein herrliches Bild geballter Kraft, wie unsere Verbände dahinziehen, um den Tommy ostwärts Marsa Matruk zu suchen. Weit nach Westägypten hineingejagt Irgendwo in den Schluchten und ausgetrockneten Flußläufen haben sich britische Panzer und Fahrzeuge gesammelt, nachdem sie seit Tagen fast pausenlos von Rommels Truppen von der libyschen Grenze weit nach Westägypten hinein gejagt wurden. In breiter Front fliegen wir gleichlaufend zur Küste. Die Wüste unter uns ist von vielen Spuren gekennzeichnet. Dort fuhren Panzer in Kolonnen von drei, vier Stück nebeneinander in kühnem Bogen auf Sidi Ba-rani zu. Das ist schon wieder einige Tage her. Der Feind gab diese Stadt an der Küste preis und zog sich auf Marsa Matruk zurück, auf dessen tief gestaffeltes Verteidigungswerk er nun seine Hoffnung setzte. Vergebensl Deutlich erkennen wir die vordersten deutschen Linien und Geschützstellungen, dann sind wir schon über Feindgebiet, die ersten britischen Flakgeschütze stellen sich mit Sperrfeuer ein.^ Hin und wieder schüttelt sich eine Ju 88, wenn die bunten Leuchtspurkäfer zu nahe aufrückten. Der Zielraum ist erreicht. Da biegen auch schon die Führungsketten ab und stürzen auf die Panzerkampfwagen zu. Bomben schweren Kalibers fallen und treffen die nach allen Seiten flüchtenden Panzer. Dort steht einer, in schneller Fahrt jäh gestoppt, in hellen Flammen, während ein anderer Panzer in eine Bomben-reihe hineinfährt und ihm zum Opfer fällt. Die mit Brennstoff für die Panzer beladenen Lastkraftwagen geraten ebenfalls in Brand. Es ist nicht allzu schwer, in dem ungeordneten Haufen da unten etwas zu treffen. Dicht gedrängt sind die Wagen aufgefahren, versperren »ich gegenseitig den Weg nnd fallen den Bomben der J-u 88 zum Opfer. Es fackelt In allen Ecken der WQste Als unser Flugzeug zum Sturz ansetzt, fackelt e« in der Wüste bereits an allen Ek-ken. Kfitten tn di« Fahrzavgancflmmritinffvn PK-AiMiialinic: Kriegsberichlcr Jürisch (Wb.) Panzer werden für Afrika verladenl Man beacJite, wie winzig die Matrosen noj ben dem Koloß erschcinea Öeite 4 >Mart)urger Zeitung« 2. JtiH \942 Wummer 1«S VM und JCtdUic + Schloß Fischbach für die Dr. Goebbels-Spende. Am 2. Juli wird das Schloß hisch-bdch bei I.uxernburjf in einer h'eierstunde an die Dr. üocbbels-Spende für Kultursoiiaf-fende überleben werden. Aus diesem AnlalJ findet in l.uxemiiurg eine schliclite Veran-staltunR statt, in der Ministerialdirektor Hans liinji^el, der (ienerulsekretär der Reiclis-kulturkannner und Vorsitzende des Kuratoriums der Dr. Jo.sepli (ioebbels-StiftunK, ^preclien wird Nach der Teier wird eine liesiclitiKunjt des Schlosses stattfinden. + Josef Marx-Preis lür Anton Helüer. Der Reichsstattlialter in Wien lialdnr von Sclii-rach, hat auf Vorschlaj; des Direktors der Wiener I^eichshochschule für Musik den an-laliiich des 60. UeburtstaKes des Kornponi-Mcn und f^rofessors der Reichshochschule für Musik, Dr. Joseph Marx gestifteten »Joseph Marx-Preis« erstmalig dem Studierenden der Reichshochschulc für Musik, /ytton Ileiller verliehen, der nicht nur auf cem (iebiete der Komposition, sondern auch in den Instrunientalfächern (Orgel, Klavier iirid Cembalo) Heachtenswertes Kcleistet hat i'nd /A\ den urüßfon Hoffnungen berechtißt. FhruMK für Rudolf Hans, Im Klaffetifur-ter Iv'atliiiussaai fand am SanistaK eine l.hrunsj des Dichters i^udolf Haas zu dessen (ö, (icburtstaK statt. Zu der f'eier hatteti sich der Landeskulturverwalter, der Kreis-leiter von Kia^cnfurt tind der Oberbür^er-tneistcr der (iauhauptstadt sowie andere ;es1aUcr, so wird betont, darf aus der Vorlape nur die Anre-jsMinij zu seiner einen eigentümlichen !"orm-, uedaiiken darstellenden SclKipfunu: entnommen haben, um in eißenpersönlicher, schöpferischer Leistung ein neues, anderes Kunst-^u'fk zu schaffen. Die llerstellunji eines (ie-niäldes unter maßjjetreuer Nachzeichnuner Künstler hat es niclit lediglich als Anref^iin^^ benutzt, scjndern mindestens zum leil anstelle eigener schöpferischer Leistuni; eine fremde gesetzt. Der Urheber des Lichtbildes würde seiner Rechte aus dem Kunst-schutzgi'setz regelmilliig verlustig gehen, wenn es ihm versagt wäre, die Vervielfältigung i:rul gewerbsmäf^ige Verbreitung eines nii! anderen techn'schen A^itteln hergestellten aber dem Lichtbild in allen wesentlichen .Merkmalen maßgetreuen, nachgeahmten Werks zu verbieten. Grazer Kunstleben im Monatslauf Erlesene Künstler gastierten in den Theater- und Konzertsälen der Gauhauptstadt Vermelde jeden Leerlauf im ArbeJtsgang. Konzentriere dich auf deine Arbeit und I laß dich nicht ablenken. ' Mit e^Tipm machtvollen Ausklang — Beethovens Neunter mit Hermann Abendrofh am Pult — schloß die diesjähriqe Konzertsaison des Musikvereins für Steiermark. Es war ein Abend, der der musikalischen Pro-grammarbeit des Leiters dieses Institutes, Prof, Hermann von Schmeidel das beste Zeugnis ausstellte. — Abendroth führte mit überlegener musikalischer Intention das städtische Orchester und den aus allen verfügbaren Kräften der wichtigsten Chorvereinigungen gebildeten Chor, dem sich im Soloquartett Liga Doroghys Sopnn, Isolde Riehls Alt, Herbert Alens kraftvoll strömender BnR imd Hans Depsers feuriger Tenor zugesellten. Ausführende und Zuhörer standen im Ranne des Werkes und des ausstrahlenden Fluidnms snines Dirigenten. Schillers eindrucksvolle Wallensteln-Trilo-qie fand mit der Aufführung von ,,Wallen-steins Tod" ihren mit Interesse erwarteten Abschluß. — Den Bühnenbildern Paul Meh-norts gelang es, die im „Lag.-^r" und in den „Piccolomini" angeschlagenen Stimmungsakkorde gut durchzuhalten, so daß vom optischen her ein roter Faden durch alle drei Abende führte, dem sich die Spielle'-tung Dr. Meyers gerne anvertraut hat. — Ein Friedländler, voll des Zweifels und schwankender Entschlußkraft — ein Monomane seines Ehrgeires — war Eugen Eisenlohr. Als Gegenspieler von dämonisch wirkender Gegenwart trat Ludwig Andersen in der Rnlle des Oktavio Piccolomini hervor. Karl Bosses Max stand ein wenig im Schatten d^r eigenen Leistung in den Piccolomini ohne eigenes Verschulden; immer wird dieser erste Max mehr die Herren rühren als dieser zweite, von seiner eigenen Unent-schlossenheit hin und hergeführte. Der unglücklich Geliebten lieh Eva Zilcher als Thekla ergreifende tragische Züge. Paula Novas Gräfin Terzky wahrte auch im dritten Teil der Tranödie ihre in den Piccolomini erreichte Höhe des Darstellungsstiles, An seinen schnurrigen Bühnenwerken hat sich Ludwig Thoma eine eigene Dramaturgie gebildet, die ihr tragisches Gefälle nicht so sehr im Konflikt selbst als in der Relation zu ihm besitzt, Tn der Ausnutzung dieses Gefälles aber ist Thoma ein wahrer Meister, dessen Humor hinter blinzelnden Au-qenliedern hervor tief in die Welt der Gefühle einzudringen vermag, — Hans Pößen-bacher, der Münchener, nahm sich seines Landsmannes mit aller Liehe an. tJnd so gelang auch ein milieu-erhtes geheimrätliches Gemach in „Löttchens Geburtstag", dem vor allem Max Patschkv als Geheinirat Giseüus lebendige Fülle lieh, getreulich unterstützt von seiner echt schwäbelnden Ehehälfte Mathilde, die durch Marie Srhürmann behaglich runde Wirklichkeit gewann. Auch Käthe Ki-vernageis „Philippl-Gestait" der Tante Cöle-stine wirkte wie aus dem Bild gestiegen. Dr Appel aber war Heinrich Trimbur, ein echt-bürtiges Exemplar seiner vorgestrigen Art und außerdem ein bemitleidenswertes Opfer hohen Stehkragens. Silvia Kraus war ein längst ,,eingeweihtes Geburtstagskind" von jugendlicher Anmut und Hella Holm eine brave Babette, deren „kleiner Horizont" als unsichtbare Aura um ihrem Haupte schwebte. In „Die kleinen Verwandten" war Alois Stadlmayrs Regierungsrat Heßler eine echte Simplfigur Thoma'scher Diktion. Ihm zur Seite auch diesmal Käthe Kivernagel, eine vorzügliche Mama Häßler, deren familiäre Ehediplomatik in der Wahl des Protzenschwiegersohnes zur köstlichen Satyre wurde. Bonholzer aber, der Urbajuware, war Hans Pößenbacher, ein Bazi wie ihn wohl auch Eduard Thöny oft gezeichnet hat, dem die heilige Ehrfurcht vor dem „Diridari" auf der niederen Stirne geschrieben stand. In „Brautschau" endlich erwies es sich,, daß wir bereits wieder über ein beachtliches Volksstücksensemble verfügen, in dem nun' Mitlersteiner und Hansjörg Adolph! zu den j bereits erwähnten Kräften noch hinzutraten, { so daß dieser krachend heitere Bauern-1 schwank als vollsaftiger Schlußakkord den Abend endete. In der Oper erfreute Ottmar Gersters ,,Enoch Arden" nach seinem Siegeszug über deutsche und ausländische Bühnen auch das Publikum von Graz. Tennysons Gedicht von K. M. Levetzow zur musikdramatischen Ballade gestaltet, deren Tiefenpunkt wir in der Robinson Crusoeszeno des dritten Aktes ausgelotet haben, ist ein dankbarer Vorwurf ^ir Gersters stark folkloristische Orchestersprache. Seine Weisen gehen ins Ohr und gewinnen ein nachhaltiges Echo im Bezirk seelischen Nacherlebens. — Enoch Ardens Geschick hat uns Rudolf Großmann vor allem im Südseebild dramatisch wirkungsvoll geformt. Hier ist dem Sänger eine Glanzleistung eigenpersönlicher Art gelungen. Aber auch Erna Recka als Annemarie und Josef Jankos Windmüller Klas waren Gestalten, die man gerne in sein Opernregister eintragen wird. Szenisch hat Ernst Therwal wertvollste Arbeit geleistet. Es gab eine wohlbeabsichtigte, stetige Steigerung in Szene und Spiel, die schließlich in der schicksalhaft aufragenden Windmühle am Schluße auch optisch d?m Werke gab was ihm gebührt; eine visuelle Schau der musikdramatischen Idee. Am Pult waltete mit sicherer Hand und dem richtigen dynamischen Gefühl für die breitgeschwungenen melodischen Bögen dieser Volksoper im wahrsten Sinne — Dr. Robert Wagner. Als gemeinsame Veranstaltung des Musikvereines für Steiermark, der Kameradschaft steirischer Künstler und Kunstfreunde, sowie des Kulturamtes der Stadt Graz hörte man den Kammerchor des Staatlichen Konservatoriums in Agrnm unter MIaden Pozajic Leitung und das Städtische Kammerorchester mit Hermann von Schmeidel am Pult. Die Kroaten warteten mit einer interessanten Vortrngsfolge aijf, der ein wohlausgebildc-tes Sängermaterial zur Verfügung stand, das MIaden Pozajic vorzüglich führte. Neben feinschattierten Chören von Sirola, Matetic-Ronjgov tmd Bersa gelangte auch eine kleine Kantate für Sopransolo, Chor und Orchester „Die Ernte" von Zlatko Grgosevic zur Aufführung, deren kontrastreicher Chorsalz Grgosevic als Meisters dieses Gebietes erwies. In Orchestervor- und -Zwischenspielen, gemischten Chören, Liedern, für einen Solosopran mit Frauenchor, einem Doppelquartett und einem Tanzlied zieht der bäuerliche Erntereigen am Zuhörer vorbei. Die Texte, nach kroatischer Volkspoesie, fanden in Grgosevic musikalischer Ausdeutung das ihnen gemäße, tönende Kleid. fSopransolo Liga Doroghy.) Hermann von Schmeidel holte »ich mit der Wiedergabe der Serenade op. 44 f. 9 Blasinstrumente von Anton Dvorak und der „Kleinen Abendmusik" von Hermann Grab-ner warmen Beifall. Dem kroatischen schloß sich ein „Ukrainischer Abend" an, den der Deutsch-Ausländische Studentenklub in Graz unter dem Ehrenschutze des Regierungspräsidenten Prof. Müller-Haccius gemeinsam mit dem Ukrainischen Studentenverein „Silsch" in Graz veranstaltete. Als Ausführende holten sich die Ukrainer, ihre Wiener Komilitonen, deren Männerchor in reizvoller Nationaltracht Volks- und Kosakenlieder ursprünglich echt und von bestem Stimmenmaterial getragen zu Gehör brachte. (Leitung K. Ze-penda.) Solistische Leistungen, die aufhor- Grosskonzert sleirisdier Hitletinngen in Krahau Mit einem Großkon^ert in Krakau eröffnete, wie dem L\V von dort berichtet wird, am vergangenen Wochenende der Mustk-und SpielniannszuK der steirischen Hitlerjugend den Einsatz reichdeutscher Musik- und Spielscharen in» üeneralKOuvernenient. Das Konzert, das mir xroüer Hegeisterung aufge-nonimen wurde und in festlichem Rahmen vor sich ging, brachte hauptsächlich Tänze und Märsche. Vertreter von Partei, Staat und Wehrmacht, verwundete Soldaten, die Jungen und Mädel des Standortes Krakau und eine Oruppe von BdM-Führern, die nn Generalgouvernement zum Osteinsatz kommen. dankten mit nicht eiulenwollendeni Beifall. Besonders bestachen das musikalisciic Können und die soldatische P-xaktheit, mit der die steiri.schen Hitlerjungen spielten. Weitere Konzerte folgen in Petrikau, To-mascliow und Warschau. Auch in I,azaretton und Erholungsheimen wird der Qebietsmu-sikzuK Freude und Begeisterung erwecken. Der Einsatz der Musik- und Spielscharen der Hitleriungen im Generalgouvernement soll nicht nur das Interesse der Volksdeutschen Jugend und Mädel an der Instrumentalmusik wecken, er soll darüber hinaus auch im Rahmen der Knlturbetreuung der Deutschen un Generalgouvernement gewertet werden. lllllilllllllinillllinillilllllllllltMlllllllllllllliillllllillllllllllllllim eben ließen boten Irene Susko und Myro-slau Antonowytsch. Den Beschluß bildeten Ukrainische Volkstänze (Leitung Frl. N. Jarka), deren rhythmische Visionen di« Seele dieses sich nun selbst gehörenden Volkes offenbarten. (Am Flügel verdienstvoll! Frl. N. Lachowytsch. Vom Kulturamt der Stadt Graz im Verei« mit der Volksbildungsstatle gebeten, las Josef Wenter, der Tiroler Dichter im Kammermusiksaal Besinnliches und Dramatisches aus seinem reichen Dichtungswerk mit plastischer Wortgestaltung. Packend vor allem die Szenen aus den Schauspielen ,,Michl Gaismayr" und „Der deutsche Heinrich". Franz NabI las in der Kameradschaft und erzielte mit seinen köstlichen Prosagaben „Zweimal Glück" und „Die Dogge", Erzählungen von feinster dichterischer Sprachgo-walt, tiefste Wirkung. Als liebenswürdigen Interpreten vornehmlich Thomas und Hans Kloepfers lernten wir am selben Orte Hans Pößenbacher schätzen, dessen sprachliche Formung in der bayrischen und steirischen Mundart wurzelechte Farben zum Leuchten brachte. Kurt Hildebrand Matzak + Lichtspieltheater in Minsk eröffnet. Arn fang dieses Monats wurde in Minsk das erste weißruthenische Lichtspieltheater eröffnet, das 400 Personen Platz bietet. Gute Spielfilme, Kulturfilme und Wochenschauen in der Landessprache oder mit einkopierten Untertiteln sollen die welßruthenische Bevölkerung mit deutscher Kultur und detitschem Wesen vertraut machen und ihnen Ansporn sein zu intensiver Aufbauarbeit. + Gräberfunde bei Litzmannstadt. Durch spielende Kinder wurde man In einer südwestlichen Vorstadt von Litzmannstadt auf in geringer Tiefe befindliche Gräber aufmerksam. Bisher konnten 23 Gräber aufgedeckt werden, die auf die ausgehende Bronzezeit bis zu Beginn der Eisenzeit zurückgehen. .Die geborgenen Urnen, die sich teilweise noch in sehr gutem Zustand befinden, weisen Verzierungen aller Art auf und werden im Vorgeschichtlichen Museum, das in den nächsten Wochen der Öffentlichkeit übergeben wird, aufgestellt. Die Gräberfunde hei Litzmannstadt dürften nach dem letzten Stand der Grabungen noch lange nicht erschöpft sein. DAS SUMPFORGELWEIB Koman von Maria Berchtenbreiter Urheber'RetlitsscImiz durcb Verlas 0. Meister. Werdau (65 Portsetzuntt) Und dann rannte sie plützlich wie gejagt zurück in ihre Kammer und suchte Schutz in den t'edern. Eine Weile lag sie so mit klappernden Zähnen, spürte die Wärme und faßte soviel Mut, den Arm auszustrecken, ein Streichholz anzukenten und den Kerzcndocht zu suchen. Erst als der goldene Lichtschein In der Kammer war, öffnete die Walp den Brief und las die flüchtigen Zeilen, die alle schräg abwärts liefen: »Liebe Walp!« Und die zwei Worte rührten wie ein lindes Streicheln an das Herz der Schwe-sler. Sie genügten, um die Walp zu versöhnen. Und sogleich sprang sie über alles Trennenile hinweg: Elis, ich helf dir schon! Und dann las die Walp beim Flacker-iicht: »Liebe Walp! Ich hin auf einen schlech-(cn Kerl hereingefallen. Kannst dir schon (lenken, wenn ich mein. Es ist der Lorenz, der mich jetzt sitzen lassen will. Aber er soll sich hüten. Deswegen nehme ich dem \'ater seine Pistole mit. Wirst sie mir schon leihen, letzt brnuch ich sie. Datnit will ich dem I.orcnz eine Angsf einjagen, denn er ist ein Feigling. Die Pistole war im Iktlstrcdi der Pake. Ich habe überall nach Geld gesucht, aber keins gefunden. Nur dem Hartl sein Spar-biichl. Es sind fünfhundert Mark. Du wirst sie ihm schon wiedergeben, hast mir ja versprochen, daß du noch etwas tun willst fiir mich. Auf dem Haus haben noch viele Hypotheken Platz. Aber jetzt brauch ich deine Hilf und dein Einschen. Wirst selber nicht Willen, daß mein Kind nicht weiß, wo es zur Welt kommen soll. Ich wäre schon dageblieben und hÄtte dir selber alles gesagt. Aber du hast halt so Augen. Vor denen schämt man sich tot. Darum geh ich lieber schon heut, weil du nicht da bist. Lebvvohl! Und sag dem Haftl, das er nicht bös ist auf mich. Es ist bloß geliehen, das Sparbüchl. Sag's ihm, Elis.« Die Walp ließ da« Briefblatt sinken und starrte lange in die Kerzcnflamme. Das war wieder einmal echt Elis: ein Gemisch von Leichtsinn und Lebensun-beholfeiiheit, von Verzagtheit und doch auch wieder von verzweifelten Mut. Sie hatle also zu Lorenz gewollt, ihn stellen mit der Waffe in der Hand ihm die Schneid abkaufen! Das war Weidacher Art trotz allem: d(?n Stier bei den Hörnern packen und auf das Faustrecht pochen, wenn sonst keine Gerechtigkeit war. Statt der Elis war aber die Walp zu Lorenz gekommen und hatte ihn in das kleine, schwarze Löchleiii schauen lassen, davor er Respekt bekam. Inf3;rimmig lächellc die Walp. Aber das Lücheln auf ihren Lippen y*»iror: wenn — die &lis die Pistole mitgenommen hatte, wie kam denn diese wieder ins Haus und in Walps Hände? Rake hatte die Waffe an jenem seltsamen Abend ganz still und bänglich an Walp zurückgegeben, ja, so war es gewesen, die Walp entsann sich genaif: wie die Elis, so hatte auch sie Rakes Bettstroh durchwühlt. Und die Alte war dazugekommen. Ihr schweißüberronne-nes Gesicht? ihre flatternde Stimme, ihre abirretrden Augen, die allen Fragen auswichen — die Walp erlebte die ganze Begebenheit nochmal. Sie saß jetzt aufrecht im Bett und starrte hinüber zu Rakes l>ager. Dort war es gewesen. Dort hatte sie Rake bei den Schultern gefaßt. Aber die war ihr plötzlich unter den j Händen weggesunken und hatte die Augen zugemacht, als wäre sie des Lebens satt und überdrüssig. ' »Rake!« sagte die Walp jetrt hatolaut j in die Stille der Nacht. »Rake — Rake —«. i Und dann stand sie noch einmal auf und stolperte hinunter ins Erdgeschoß, riß die Stubentür auf und ließ sie an die Wand knallen, suchte und kramte im Wandschrank, bis sie die Waffe fand, die sie einmal ihren kleinen, dunklen Freund genannt hatte. Dieser Freund war falsch. Er verschwier«: manches. Er hatte ein Geheimnis vor ihr. j Mit zitternden Fingern ließ sie die Pa-j tronen aus der Kammer schnellen. Vier! j Zwei fehlten. Einmal wollte die Rake ja in die Luft geschossen haben, als das I Unglück mit dem Steffen geschehen war. Wann aber war der zweite Schuß gefallen? Und wer hatte geschossen? Und hatte — dieser Schuß getroffen? Im allerersten Morgengrauen ging die Walp ins Moor, die alte Rake zu suchen in ihrer Moohütte ganz am Ende der Welt. Drüberhalb des dunklen Waldgürtels mußte diese Hütte liegen, irgendwo an der alten Römerstraße, die manchmal aus dem Tannendämmer tauchte und sich dann wieder im Dickicht verschloff. Seltsame Straßel Die Walp folgte vertrauensvoll diesem breiten, erhöhten Grasweg, der lockend durch den Wald zog, zuweilen eine Lichtung überquerte und dann wieder unter die tief-hängenden Tatzen der Fichten schlüpfte, Aber die Walp spürte sich hindurch wie das Wild. Sie verlor die Straße und fand sie wieder. Erst am Waldrand, wo noch der Morgennebet wogte, sackte die Straße plötzlich weg, wie eingesogen vom feuchten Grund. Ratlos stand die Walp. Ein kammerlicher Ackerstreifen hemmte ihren Fuß. Aber es war weit und breit kein Haus zi' sehen, und jener Bauer, der den Pflug achtlos über die alte Römerstraße gezogen hatte, schien das karge Stück Land wieder vergessen zu haben. Hier war noch nicht geegt und gesät. Und mit langen Schritten stieg die Walp über d'e derben, trockenen Schollen hinweg. Rake! Sie hätte rufen mögen und schreien in diese bläuliche Unendlichkeit hinaus, in diesen sanft beg unenden Tacr. Die Walp ginc aufs GcratewohL Nummer iä3 »Marburger Zeitungc 2. JuH 1942 S«lte 5 Aus Stadt und £a$ul Was ist ein Stammaerichl? Da nallcrn uns von Zeil zu Zeit Briefe auf (loii licdaklionssclireililiscli, dio uns l'reude hor<'i|L'n und dann wieder vviMcIio, die uns mit Ik-di-nkon (M•ridlL^u. Niehl alle können wir voröffonllichon, denn sie sind suhjoklii'o Einzelstimmen, und Ih'-sondcrs vorsicliliß sind wir unlersleirischen Wirte einmal in die Ostmark oder ins Allreich 7U schicken, damit sie sehen was nuui dort unter einem Stammaerichl verstellt, ohne dafür solche Phanlasiei)reisc zu fordern, wie es hliT in einigen Gaststätleii üblich ist. Wir filauben den Wirten ja, daß sie ffewili ausgezeichnete üackhändl bereiten können, al>cr tmch in einfachen Dini'eti zeifft sich die wahre Kochkunst. ,\us Fisolen und Erbsen kann man /. It. wun-derbiU'e Suppen bereiten, wenn sie liier auch nur für kalten Salat geeifjuet scnei-nen. Und was kann aus Kartoffeln nicht alles herj^eslelll werden I Nur ein bißchen mehr Mühe und Nachilenken würde es kosten — und das ist natürlich Ix'i den besonders bezeichneten liastwirten zuviel verlangt. Liebloser k;mn das lassen kaum noch zulKiixMlet wertlen. Unser Volks-Genosse stellt im Scherz, und der ist jetzt die heilsame Medizin, die Behauptung auf, daß die Sterblichkeit unler den (laslwirten rapid ansteifren würde, wem» sie gezwungen wäi'en, ihr eigenes Stannngenchl zu Nvrillgen. Dann zu dem Thema Marken: Für Kartoffelknödel zwei Sennnelmarken, für SlK n-gel Nährniiitelmarken — demnächst werden noch Seifenmarken gefordert werden, damit die Papierlischlüetier jtesäu-bcrt werden können 1 Einmal möetiten wir die Menge Fett sehen, für dii« wir Marken at)gegeben haben I Es i^t durbhaus einziiselieji, daß die Portionen kleiner geworden sind. Doch nach Adam Hiese erfordert eine kleinere ^h'nge Essen auch weniger Fell und Fleisch. Doch üt)erraschend ist nui', daß die i'reisc die gleichen sind, wie sie einst für das lukullisehsle l'riedensmal gefordert wurden. Nun, alle Crt'müllichkeit in Ehren, ilocli hat man jetzt über ein Jahr Zeit gehabt, sich auf die Kriegsver. iiältnisse einzustellen, bei etwas gutem Willen müßte es ihnen gelungen sein. Fls gibt auch keine Entscnuhligung dafür, denn im AltiTicli und in der Ostmark klappt e.s ja nnd dort hat es von Anfang an geklappt, ohne daß mau üIht ein Jahr Zeil halle sich an die neuen Möglichkeiten zu gewöhnen. Diese Möglichkeilen sind in der Unlersleiermark l>eslimmf nicht schlechter als in Hamburg, Berlin oder Wien. Im (Jegenteil! S. Bundessctiulungsburg Wnrnlierg, Mittelponiil der gesamtei polWscIien Arlielt des Stelrischen Heimalbundes Bundesführer Pg. Franz Sieindl eröffnete gestern die Ausrichtungsstätte des Pührerkorps — Neben der politischen h«t die Schulungsbur^ auch eine kameradschaftliche Mission Mittwoch, den 1. Juli, eröffnete Bundesführer Pg, Franz Steindl im Rahmen einer schlichten Feier die Schulungsburg des j Steirischen Heimatbundes. Zur Eröff-' nungsfeier waren neben den führenden Führerkorps, Gauschulungsleiter F^g. Hoffer, Oberbürgermeister Pg. Knaus, Landrat Tftscher, sowie weitere Vertreter der staatlichen Verwaltung erschienen. Nach einer musikalischen Einleitung, gespielt von einem Streichquartett der Zöglinge der Lehrerbildungsanstalt, stellte der Bundesführer die große politische und kameradschaftliche Mission der Schulungsburg heraus. Übergehend auf die Geschichte von Wurmberg, die einst als Götterburg galt, dann^ Orenzfeste war und nun während der Zeit des Interregnums für russische Flüchtlinge als Lungenheilstätte Verwendung fand, um in der befreiten Unler-steiermark allen Amtsträgern des Steirischen Heimatbundes Ausrichtimg und Kameradschaft zu geben. So wurde Wurmberg einer seiner Geschichte würdigen Bestimmung zugeführt/Mit dem Gruß an den Führer erklang die Eröffnungsrede in einem spontanen Appell, in ffer Zukunft mit einem noch crhöhterem Eifer an die Arbeit zu gehen, würdig aus. Anschließend wurde die Schulungsburg von den Gästen besichtigt. Ein Pracht-wcrk wurde geschaffen, ein Schmuck-.kästchen, das jeden tief beeindrucken onuß. Nach den Plänen der Architekten Slavik und Johnsen entstanden herrliche Räume, die geschmackvoll und zweckmäßig ausgestattet, den Lehrgängen einen einmaligen Rahmen geben werden. Zahlreiche geräumige Schlafräume, die bis 80 Lehrgangsteilnehmer aufnehmen, schöne Lese- und Alusikzimmer, helle Lehrsäle und Tagesräume für Arbeitsgemeinschaften füllen die Stockwerke aus. •Vorbildlich sind die sanitären Anlagen, die Küche und die anderen Wirtschafts-rlume. Erst bei der Besichtigung der Burg kann man feststellen, wie umfangreich die Burg ist und wie wohnlich man alle Räume ausstatten kann. Bilder zahlreicher steirischer Künstler schmücken die Wände. Namen wie: Wegerer, Dombrovsky, Peteln, Oruber, tauchen neben vielen anderen auf. Das schönste ist aber gewiß die einmalige Aussicht, die sich von jedem Fenster der Burg bietet. Prangend in Sonnen reife liegt die freie Weite des rebengrünen Steirerlandes vor uns. Herrlich leuchtet das Silberband der Drau, in der Ferne sieht man dit* blaue Kette der Gebirge. Wie blasse Träume ahnt man die sanfte Lieblichkeit der untersteirischen Berge von Gonobitz, der Kollos und Sauritsch, Sie verdämmern in zartgestreckten Wellenlinien. Auch die Luttenberger Rebenhügel sind zu sehen und wenn man sich der Mühe unterzieht, kann man von hier aus 21 Burgen und. Schlösser auffinden, die wie die Überlieferung zu berichten weiß, von hier aus sichtbar sind und einen Teil jenes Grenzwalls bilden, der das Reich vor heranstürnienden Feinden durch Jahrhunderte schützte. Es kommt einen in den Sinn, daß in längst vergangenen Zeiten großer Bedrängnis, die damaligen Herren von Wurmberg, wohl aus den Fenstera dieser Burggemächer mit schwerer Sorge auf die Ebene herabgeblickt haben mochten, die jetzt so friedsam vor uns liegt. Granen und Schrecken bringend stürmten zu Ende des 15. Jahrhunderts die Jakob Pascha wilden Horden über das steirische Land. Rauchende Ruinen und Cillier Frauen - Dienerinnen der Voihsnemeinschafl Mehrere Kurse gaben neue Im Rahmen des Arbeitsgebietes Volksund Hauswirtschaft des Amtes Frauen in der Kreisführung Cilli wurde auch in letzter Zeit auf eine fachliche Ausrichtung der Kochlaienlehrkräfte und Leiterinnen der Kochkuse im Mädelwerk besonderer Wert gelegt. Nach einigen kurzen, einleitenden Worten sprach Kameradin Schuster von der Bundesführung über die neuzeitliche, der Kriegszeit angepaßte Zubereitung von Obstsäften, Marmeladen und Kompotten. Mit größtem Interesse folgten die Teilnehmerinnen den Erläuterungen über das »Dampfentsaften oder Süßmosten«, ein Verfahren, das alle Nährwerte des frischen Obstes vollwertig erhält und dabei nur eme ganz geringe Menge von Zucker erfordert. Kurz vor Abschluß traf überraschend die Gauabtcilungsleiterin, Kameradin Weißenstein, ein, und sprach zu den Frauen. Die Frau muß, führte sie aus, stets mit Anregungen für die Arbeit gutem Beispiel vorangehen und überall, wo Schwierigkeiten auftauchen, aufklärend und helfend eingreifen. Gerade auf dem Gebiet der Hauswirtschaft ist der Frau so viel Gelegenheit gegeben, durch richtige Sparsamkeit und Einteilung zum Endsieg mit beizutragen. In Cilli trafen sich auch die Ortskinder-gruppenleiterinnen. um an einer fachlichen Ausrichtung teilzunehmen, die unter dem Motto »Wir bauen unser Spielzeug selbst« stand. Da wurden nun aus alten Schachteln. Zündholzschächtelchen und Papier die reizendsten Sachen gebastelt. Unter den geschickten Händen entstanden Züge, Puppenstuben, Fabriken, eine Stadt mit Park, ein Dorf, eine Wiege und allerlei anderes Spielzeug. Außerdem waren etliche Stunden frohen Kinderliedern und Singspielen gewidmet, die allen Kleinen viel Freude bringen sollen. Tausende von Leichen bezeichneten ihren Weg. Der Tod stand auch vor den Türen der Feste. Aber der Widerstand der steingefügien Mauern entschied rettunj^ringend ül>cr das Schicksal der Bedrängten, die sich ihren Schutz anvertraut hatten. Erfolglos blieb die Belagerung, die Türken zogen wieder ab. Die sicheren Schutz gebende starke Burg, galt dann durch Jahrhunderte als ein Zeuge deutscher wehrhafter «Vergangenheit. Als Schulungsburg des Steirischen Hei-niatbundes wiro' Wurniberg allen Anits-trägern, ohne Unterschied ihrer sozialen Stellung oder der noch bestehenden sprachlichen linterschiede, das grüßte Rüstzeug geben, enge Bande der Kameradschaft um alle Lehrgangsteilnehmer, welche Dienststellung sie auch in der Organisation bekleiden, schlingen, und eine Voraussetzung für eine ersprießliche unc. erfolgreiche Arbeit schaffen. In kürzester Zeit werden die Teilnehmer des 1. Lehrganges, schon auf Schloß Wurniberg sein. Alles ist für sie bereit gestellt. In der Kleiderkammer warten peinlich saubere und ausgerichtete Uniformen, die jeder Lehrgangsteilnehmer während des Lehrganges tragen wird. Itn Lesezimmer sind die Bücherschränke mit guten cieutschen Büchern gefüllt. Die Schlafräume stehen bereiL »Es kann losgehen«, schmunzelt zufrieden der Burgkommandant, »es ist geschaffen!«^ Trotz verschiedener kriegsDe-tlingter Schwierigkeiten, entstand die bchulungsburg, die bald den Mittelpunkt des gesamten politischen Schaffens des btcirischen Heimatbunces bilden wird. _ ____ Erfassung von Obsl und Bemfise in der llnlersfeiermark Mit Rücksicht auf die zu erwartende güns^ge Ernte ist es in diesem Jahre möglich, in der Untersteiermark auf eme Mraffe _ Bewirtschaftung im allgemeinen zu verzichten. Es wird daher in Kürze ein® ^yiordnung ergchen, welche bestimmt^ daß an die Ortssammelstellen nur sämtliche Äpfel und darüber hinaus im Kreise rettau alle Zwiebeln abzuliefern sind. Alle anderen Obst- und Gemüsearten können daner unmittelbar im Verkehr zwischci Erzeuger und Verbraucher abgesetzt wer-u?; «leiche gilt für die Ernte des Waldes, nämlich wildwachsenden Beeren und Pilze. erwarten, daß bedeutend höhere Mengen anfallen, als für den sofortigen Verbrauch notwendig sind. Daher hat die Bezirksabgabestelle mit den eingerichteten Ortssammelstellen die nötigen Vorkehrungen getroffen, um die Überschüsse abzunehmen und dem Verbrauch — sei es auf dem Frischmarkt in Orten ohne eigenes Angebot, sei es für indu-Btrielle Verwertung — zuzuführen. Der Spiegel, der spreclien konnte Von Hans ßurcseh Und der Soiegel anlwortele; Ihr Frau Königin seid die SchOiisle hier, alxir Schneewiltchcji hinter deii siel>en Hergen bei den siclh'ii Zwergen ist tausejulmal schöner als Ihr!" Klem Annemarie legte das 'Mürchenbuch zur Seile und sagte: ,,Du, Mulli, kann unser Spiegel auch sprechen?" Die Mutti lAchelle: „Närrclien, du kleines, das ist doch nur ein Märcheii. Unser Spiegel kann nicht sprechen... I" Der Valer aber, der alles milangehört halte, sagte: „Doch, Annemarie! ITii.ser Spiegel kann auch spitichen!" Klein Annemarie klatschte vor VergniV gen in die Hände: „I'ein wir haiK'n einen Spiegel, der auch sprechen kannl" Und dann I)cstürmlL' sie den Valer mit lausend l'^'agcii. Warum sie ihn noch nicht gehört hAUe und ob er, der Spiegel, denn^ eine helle oder dunkle Stimme hätte und jwi fort. Der Valer gab ihr Ix;-hisligt .\ntwnrl. Die Mutter al>er, über diesen Unfug ernstlich erzürnt, nahm Klein-Annemarie und steckte sie tmtz ihres hefligtm Slräubens ins nelt, • .\ls die .\futler dann wieder in das Zimmer trat, wo der Vater über seiner Zeitung siit.V m.^chle sie ihm Vorwürfe: ,,Was erzählst du denn dem Kind für dumme Sachen! leb hälle dich für klüger L'chnllen. Du machst ja das Kind ganr. wirr im Ko[)r mit deiiu^n Narreleien!" Der Valer legte bedächtig die Zeitungen rusammeii und sagle: ,,l'nd doch habe ich die Walu'heit gesagt: unser Spiegel kann s[)rechen!" Die Nfuller sah ihren Mann fassungslos an, als zweifeile sie an seinem Verstände. „Ja", wiederholte der Vater, „ich habe ihn ganz deutlich sprechen gehört." Jetzt ist ylM'r genug!" rief die Mutter „was soll ich denji nur denken von dir? Waim hat er denn gesprochen, unser S[)iegcl ?" ,,Das kann ich dir g(>nau sa^en. Es ist noch gar nicht so lange her, du warst gerade mit Annemarie zu Tanle Emma nach Nendorf gefahren. Du erinnerst dich doch?" „Ja", sagte die Mutter, „das war doch damals vor — vor zwei Jahirn!" „Stinmit.. . solange mag es her «win!" fuin* der Valer fort, „mid ich war damals allein. Und da halle ich eines Tages so einen dunnnen (k'dankeih Wir hatten er sie schwieg. ITnd der Valer erzählte nach einer .\lcm-paune weiter: „Ja, und eines Tages da war es soweit, dali ich dieses jun<»e Mädchen einlud, doch mit mir eine Nacnt durchzu-buminelnl" „Du ...!" ,,Ja alKT du brauchst keine Anjjst zu haben. Ich bin zu dem Slelldichem gar nielit hingegangen!" „Soo. .,?" „Als ich fix und fertig war, da hal)e ich noch einen prüfenden Ulick in den Spiegel geworfen — und ... „Und?^- „Und ila hat der Spiegel zu spivchen iH'gormeii.. „Und was hat er gesajjl?" Der Vater zögerte eine Weile. Dann sagle er: „O. gar nicht viel. .. eigentlich nur zwei Worte.. " „Zwei Worte... und was? »Irängte die .Muller. Wieder zÖL'erle der Valer. Aber dann sagle er doch: „Alter l^sel, hat er gesagt, der Spiegel!" Der Vater lasU'lo nach der [fand der .Müller: „und da halve ich mieli wieder ausgezogen nnd Itin daheim gt>blieben! Glaubst du jetzt, daß unser Spiegel sprechen kann?" Mit gleichen Waffen Ein Pole und ein Jude handelten — es ist schon ein paar Jährcheti her — auf dem Pferdemarkt um einen Gaul. Ein deutscher Bauer aus Wolhynien, der dabei stand, beobachtete den Handel, der schließlich von dem Polen mit einem Zehnrubelschein abgeschlossen wurde. Der Bauer trat zu dem Polen und fragte: »Zehn Ruhet hast du für den Gaul bezahlt, der auf einem Beine hinkt?« Der Pole lachte schlau und sagte: »Hinkt? Der Gaul hinkt so wenig wie ich. Er ist nur schlecht beschlagen, das Hufeisen drückt ihn und darum hinkt er.« Nun ging der Bauer, der es ganz genau wissen wollte, zu dem Juden und erzählte ihm sein Gespräch mit dem Polen. Da zwinkerte der Jude mit den Augen und erwiderte: »Im Vertrauen gesagt — das Pferd ist lahm wie ein dreibeiniger Stuhl. Absichtlich habe ich das Hufeisen schlecht anbringen lassen, damit man meint, nur dies wäre die Ursache des Hinkens , . .< Wieder machte sich der Bauer auf. ging zum Polen und berichtete ihm, was der Jude tesa^t hatte. r)L'r Po!ack schien einen Augenblick betroffen. Dann aber lachte er und beruhigte sich mit den Worten: »Na, was denn! Hinkt der Gaul auch, so ist die Zehnrubcl-Note falsch. Schaden hab' ich kernen.« Er ging mit seinem hinkenden Gaul davon. Der Bauer aber heschlort noch fester al^ je. weder beim Polacken noch beim luden zu kaufen. 0. Werfher Britische KrämerehrHchkert Ein Handwerker in einer englischen Stadt schickte seine Magd in einen Krämerladen, um zehn Pfund Zucker zu kaufen. Als das Alädchen den Zucker brachtc. stellte der Handwerker fest, daß der Krämer mindestens anderthalb Pfund feinen Sand darunter pemischt hatte. Leider konnte der Mann von seiner Magd nicht erfahren, bei welchem Kaufmann sie den Zucker geholt hatte, denn sie war erst kürzlich vom Lande hereingekommen und kannte die Stadt noch nicht. Doch fand er schließlich einen Ausweg. Er ging zur Zeitung und setzte folgende Anzeige in das Blatt: »Wenn der Krämer, der mir gestern betrfl-gerischerweise anderthalb Pfund Sand unter meinen Zucker mischte, mir nicht sofort den unterschlagenen Zucker ins Haus schickt, so werde ich seinen Namen in diesem Blatte ven'iffentlicben.i Am Tage darauf erhielt der Handwerker nicht weniger als elf Pakete mit je anderthalb Pfund Zucker v»)n ehensovielen Kramern. die wahrscheinlich ähnliche betrügen-sc!ie Handlungen auf ihrem Gewissen hatten und deswegen die Öffentlichkeit fürchteten So geschehen und berichtet in einer englischen Zeitschrift zu Anlang dieses Jahrhunderts. Seilo 6 >Marburger Zeitung« 2. Juli 1942^ Nummer 183 »Deolsche Soldalen sehen die SovjelMion" Lichtbilderversammlungen im Kreis Marburg-Land In den Ortsgruppen des Steirlschen Heimatbundes Kreis Marburg-Land wurden in den letzten Tagen Lichtbilderversammlungen durchgeführt, die alle einen überaus guten Besuch zu verzeichnen hatten. Wieder ein Beweis, mit welchem Interesse die Bevölkerung solche Veranstaltungen verfolgt. Es wurde das Thema »Deutsche Soldaten sehen die Sowjet-imion« behandelt. In der Ortsgruppe Würz, in der zwei solcher Lichtbilderversammlungen abgehalten wurden, waren über 700 Volksgenossen erschienen. Gleich großen Erfolg hatten die Lichtbilderversammlungen in den Ortsgruppen Jah-ring, Jakobstal, Hartenstein und Waldegg. Überall wurde der Wunsch laut, .bald wieder derartige Lichtbildvorträge durchzuführen. m. SOjährigCs Berufsjubiläum. Dieser Tage beging Herr Alois Peyerl, Buchdrucker in Cilli, das Jubiläumsfest seiner 50iährigen Berufstätigkeit. Der Jubilar, der in der ehemaligen Vereinsbuchdruckerei in Cilli jahrzehntelang in vorbildlicher Weise für die Cillier »Deutsche Leitung« erfolgreich gewirkt hat, war mit der Stillegung dieses politischen Kampfblattes im Jahre 1937 in den wohlverdienten Ruhestand getreten. Mit der Befreiung der üntersteiermark aber hat Peyerl sich freudig in das Wiederaufbauwerk eingegliedert und wirkt seither als Korrektor in der »Cillier Druckerei«. Seinem verantwortungsvollen Posten steht er in voller Rüstigkeit vor. Die Wertschätzung und das Vertrauen, die Kamerad Peyerl sich in 50 Jahren schlichter und eifriger Arbeit erwarb, kamen in manch herzlichem Glückwunsch zum Ausdruck. Der Gefeierte war auch Mitbegründer des »Verbandes der deutschen Arbeiter Cillis«, der im Jahre 1907 ins Leben gerufenen deutsch-völkischen Arbeiterbewegung. m. Todesfall. In Mahrenberg starb im Alter von 75 Jahren Frau Agnes Wirtitsch geborene Kos. m. Zu den SchülerauFführungen der Musikschule für Jugend und Volk in Marburg. Wir machen hiemit nochmals auf die heute, Donnerstag, den 2. Juli, und tnorgen, P'reitag, den 3. Juli, um 20 Uhr im Heimatbundsaale stattfindenden (iffent-iichen Schüler-Musizierstunden, wclchc Deutsche aus BessaraUen - Grenzbauern in Wisell Freier Mann auf freier Scholle Ein strahlender Sonntagmorgen im Unterland. Im Sonnenschein liegt das Dorf Wisell, umkränzt von grünen Rebenhügeln, an der kroatischen Grenze. Die Instrumente eines Musikzuges der Wehrmonnschaft und das leuchtende Rot der Fahnen 'des Reiches blitzen uns entgegen. Dorf und Menschen sehen erwartungsvoll einer Feierstunde entgegen, die Abschluß einer stolzen Vergangenheit, zugleich aber Beginn einer noch stolzeren und schöneren Zukunft sein wird. Nach langen, mühevollen und sorgsamen Vorarbeiten ist die Stunde gekommen, da zum ersten Male in der Geschichte des großen, deutschen Um- und Ansied-lungsvverkes, einer Gruppe Volksdeutscher Ansiedler Höfe zu Eigen übergeben werden. Ein wahrhaft historischer Augenblick, dessen Ernst und Größe alle Anwesenden zutiefst beeindruckt. Mit den sechsunddreißig bes&arabischen Sippen, die bei dieser Feierstunde Höfe und Besitzurkunden überreicht bekommen, sind alle Volksdeutschen der Großgemeinde Wisell vereint. Vor dem Hofe eines Ansiedlers haben Vertreter von Partei und Staat und an 200 Männer, Frauen und Kinder Aufstellung genommen. Das Lied der bessarabischen Heimat klingt wie Abschied vom fernen Land der Vorväter und ist zugleich Verpflichtung an den Führer. Ein Marsch von Bach leitet den feierlichen Akt ein. ff-Hauptsturmführer Schallermeier von der Dienststelle des Reichskommissars zur Festigung deutschen Volkstums, in Vertretung des erkrankten Dienststellenleiters, SA-Obersturmbannführer Seftschnig, richtet einleitend Worte des Dankes und der Anerkennung an alle Deutschen aus Bessara-bien. Kurz nur, aber packend sind seine Betrachtungen über das bisher Geleistete. Ernst seine Ermahnungen, zusammenzustehen und alle Kräfte zusammenzufassen und auszurichten auf das eine Ziel: den Endsieg! Während der Musikzug leise und getragen das steirische Heimatlied aufklingen läßt, überreicht er jedem Oberhaupt der 36 Sippen, darunter zwei Frauen, mit Handschlag und Glückwunsch für die Zukunft, die Besitzurkunden. Danach wandte er sich nochmals an die Anwesenden. »Gestern noch Deutsche aus Bessara-bien — Heute Deutsche von Wiselll Keinen besseren Auftrag wüßte ich Euch in dieser Stunde zuzurufen, als des Führers Worte: Fanget an!« Mit dem Sieg Heil auf Adolf Hitler und den Hymnen des Reiches fand diese eindrucksvolle Feier ihren Abschluß. Ein weiterer Schritt zur Erfüllung des Führerbefehles »Macht mir die Untersteiermark wieder deutsch«, war getan. Nun werden wieder deutsche Alenschen arbeiten, säen und ernten, getreu einer stolzen Tradition. Andere werden folgen und immer mehr sichern was hinter ihnen an Größe und friedlichen Wohlstand im deutschen Vaterlande liegt. Ordelt. die hiesige Musikschule als klingenden Rechenschaftsbericht über ihre im abgelaufenen Schuljahr , entfaltete Tätigkeit veranstaltet, aufmerksam. Es steht zu er-^\'arten, daß zumindest die Elternschaft eine Art moralischer Pficht darin sieht, ihr Interesse an musikerzieherischen Fragen im allgemeinen und an den musikalischen Errungenschaften ihrer Kinder im m. Trauung. Heute, Donnerstag, wurden beim Standesamt in Marburg getraut: Frl. Margarete Spatzek, Tochter des bekannten Besitzers des Restaurants »Zur .Traube«, mit Herrn Hans Erich Werdegg, Bautechniker, derzeit Feldwebel bei der Wehrmacht. m. »Menschenführung im Betrieb«. Der Steirische Heimatbund bringt als letzte besonderen durch einen möglichst zahl- Veranstaltung seiner ersten betrieblichen reichen Besuch der Veranstaltungen zu t)ekunden. Eintrittskarten sind für einen geringen Unkostenbeitrag von 30 Pfg. bis 1 RAI in der Verkaufsdienststelle des Amtes Volkbildung, Tegetthoffstraße— 'Ecke üerichtshofgasse) bzw. an der Abendkasse erhältlich. Musikpflege in der Untersteiermark Petta« erlebte vor kurzem zum ersten Mal den Ta«: der Musik. Die viele Müiic und die mannigfache Kleinarbeit, die die Vorbereitungen einer solchen Veranstaltunjj fordern, wurden durcli den Krfolg reichlich belohnt. Schon am Vorabend erklangen vom Stadtturm alte Volksweisen vom Pettauer Wehrmanschaftsquartett unter der Fülirung von Hermann Erjautz. dem i.eiter der Mu-itkschule und des Musiktages, stimniungs-voll geblasen. Am frühen Morgen zog der Musikzug der Welirniannschaftsstandarie des Steirischen Heimatbundes mit klingendem Spiel durch die Stadt und verkündete den Beginn des Musiktages. Vormittags spielte das Streichquartett der Musiksclmle für die Kranken im üaukrankenhaus Mozarts »Kleine Nachtmusik« und Haydns »Serenade«. Viel strahlende Kinderaugen sah man bei den beiden Jugendmusizierstunden im I^eutsclien \ ereinshaus. Die .lugend wnirde in leicht faßlicher Weise in die Geheimnisse der einzelnen Instrumente und ihre Verwendung im Zusannnenspiel eingeführt. Mit größtem Interesse folgten die kleinen Zuhörer und Zu-hörerinnen dann dem Musizieren der Jugend und der f^rwaclisenen. Diese Musizierstunden bildeten eine lebensvolle Werbung für das Sclhstmusizieren der Jugend. Am Nachmittag sprach anläßlich der gleichzeitigen Kulturtagung des Steirischen Heimatbundes im Kreishaus Reg. Dir. Dr. Pa-pcsch über nationalsozialistische Kulturge-ineinschaftspflege in der Steiertnark. Den mit Begeisterung aufgenommenen Vortrag leitete das Streichquartett der Musikschvde Pettau (Firwin Lang, Franz Fuchs, Hans Wamlek. Erich Brandl) mit dem ersten Satz des Streichquartetts Haydn ein. Den Höhepunkt des Tages Ahcndkonzert im Deutschen Pas erst vor W'cjchcn aufgestellte Orchester der Stadt Pettau unter Leitung von Hermann Erjaiitz holte sich bei diesem Auftreten seine ersten, wohlverdienten Lorbeern. Pettaus mu.'ikalische Vergangenheit, deren guten Ruf besonders zwei Männer — E. W. Degner imd Roderioh von Mojsisovics — begründeten imd weilertrugcn, soll hier wieder lebendig werden. Schon im B-dur-Orchestertrio von Johann Stamitz, dem großen Wegbereiter der klassischen Wiener Musik, »einem jener schöpferischen Geister, die die Kunst zu entscheidenden Zeiten mit kühnem Ruck in eine nene I'ntwickhmgsbahn hineinstelltenf, zeigten sich gnte Ansätze zu einer wirklichen i)rchc8terkultur. Die >Singschar der Musik- Zum ersten »Tag der Musik« in Pettau schule« zeigte unter der Führung von Herbert Bilek im Chor der Landsleute aus Haydns »Jahreszeiten«, daß sie besonders über eine Anzahl schöner Mädchenstimmen verfügt. Großes technisches Können und schönen Ton verriet Willi Supanz in Webers Konzertino für Klarinette. Er hatte in Edith Wressnig eine einfühlende und verläßliche Partnerin am Klavier. Die »Pettauer Singgemeinschaft« unter Führung von Franz Fuchs sang Beethovens ergreifend gestalteten »Fahr wohl du goldne Sonne« und K. i.issmanns gewaltigen »Feiger Gedanke« (Klavier E. Brandl). Einen würdigen Ausklang fand der musikerfüllte Tag mit dem Konzert in a-moll für Violine imd Orchester von Telemann. Technisch sauber spielte F'rwin Lang, der verschiedenst-reiche Konzertmeister des Orchesters, das mit stärkstem Beifall bedankte Werk dieses vielseitigen und fruchtbaren Bachzeitgenos-sen. Der erste lag der Alusik in Pettau zeigte, daß sich hier ein reges Musikleben im Aufblühen befindet, das gute, alte Tradition würdig fortsetzt und gleichzeitig einem in F-moll von bildete das Vereinshaus. Vortragsreihe Freitag, den 3. Juli, um 10 Uhr, im Heimatbundsaal einen Vortrag von Pg. Prof. Dr. Arnhold, Amtstelter für Berufserziehung und Betriebsführung im Zenlralbüro der Deutschen Arbeitsfront, 'Berlin, über das Thema »Menschenführung im Betrieb«. Behalte deine Erfahrungen nicht für dich, sondern teile sie deinen Kameraden und dem Betrieb mit; Feldposlmarder als VolksscMdling verurleill Der 21jährige Moritz Ozwlrk aus Cilli, Brunnengasse 16, war beim Postamt in Cilli als Postfacharbeiter beschäftigt. Er hat dort seit Januar 1942 ungefähr 10 Päckchen unterschlagen und sich angeeignet. Unter den Päckchen sind nach seinem eigenen Geständnis mindestens fünf Feldpostpäckchen gewesen. Die Strafabteilung fteim Kommandeur der Sicherheitspolizei und des SD in der Untersteiermark verhängte gegen Ozwlrk als Volksschädling und wegen Verbrechens der Amtsveruntreuung eine Freiheitsentziehung von 12 Jahren, die als Zuchthaus zu vollstrecken ist. Nur das jugendliche Alter, die bisherige Unbe-scholtenheit und das reumütige Geständnis bewahrten den Angeklagten vor der Todesstrafe. Verbotener Umgang mit Kriegsgefangenen Die 37jährige Theresia Tschelan aus Gutendorf Nr. 51, Kreis Pettau, ließ sich in Marburg mit einem Kriegsgefangenen ein und wurde dafür von der Strafabteilung beim Kommandeur der Sicherheitspolizei und des SD in der Untersteiermark mit 6 Monaten Freiheitsentziehung zu vollstrecken als Gefängnis bestraft. m, Von den Stadesänitern Robitsch, Bad Neuhaus und Anderburg. Vor dem Standesamt in Rohitsch schlössen Vinzenz Zwetko und Aloisia Gobetz, beide aus Stoinoselo, den Bund fürs Leben. Gestorben ist die 62-jährige Anna Dolschak aus Tlake. — In Bad Neuhaus starben der 71 Jahre alt Fortunat Podpetschan aus Pireschitz und die 16-jäh-rige Aloisia Mastnak aus Bad Neuhaus. m. Folgenschwerer Sturz vom Fahrrad. Auf der Straße zwischen Schikole und Lendorf am Draufeld stieß die 37jährigc Besitzerin Rosalia Pesek aus Prepole- 60 mit ihrem Fahrrad gegen einen Baum-Etrunk und fiel kopfüber vom Fahrrad, dessen Vordergabel in Brüche ging. Die Frau erlitt beim Sturz schwere Kopfverletzungen an der rechten Seite sowie innere Verletzungen. Das herbeigerufene Deutsche Rote Kreuz leistete ihr die erste Hilfe und schaffte sie in bewußtlosem Zustand ins Marburger Krankenhaus, Ihr Zustand ist sehr ernst. lUk jmitötikäk yon 22^^ bis f 4» Uhr ; Jungmädel im Dienstwettkampff Vielseitig ist die seitens der Deu tschen Jugend geleistete Arbeit Vom 1. Mai bis zum 15. Juni 1942 wurde | rerin behandeile in Gesprächsform die ein-der erste Dienstwettkarapf der „Deutschen' zelnen Fragen. Jugend" durchgeführt. Er fand im Rahmen des laufenden Dienstes statt und sollte die Leistungsfähigkeit und Haltung der Einheiten überprüfen. Die besten Einheiten wurden vom Bundesführer mit Preisen ausgezeichnet. Auch bei unseren Jungmädelgruppen herrschte in der Vorbereitung zum Dienstweltkampf reger Betrieb und alle Jungmädel warteten gespannt auf den Tag, an welchem die JM-Beauftragte oder die Bannmädelfüh-rerin zu seiner Abnahme kommen sollte, bis dahin wurde eifrig geübt und geprobt. War es endlich so weit, traten die Jungmädel der Gruppe vollzählig, zum großen Teil schon in tadelloser Dienstkleidung auf einer Wiese oder am Sportplatz an. Nachdem die Führerin der JM-Gruppe die Zahl der angetretenen Jungmädel gemeldet hatte und zur Begrüßung neuen und gesteigerten Kulturbedürftiis Rech- ein feines Lied gesungen wurde, begann der nung zu tragen gewillt ist. Hans Wamlek. I Dienstwetlkampf und die abnehmende Füh- Schuhmacheriehrgang in Luttenberg fand begeisterte Aufnahme Durchschlagender Erfolg der Berufserziehung im Unterland Nachdem erst Ende Mai dieses Jahres in der Kreisstadt Luttenberg eine Ausbildung der Bäckermeister und Gehilfen des Kreises Luttenberg erfolgreich durchgeführt und abgeschlossen wurde, konnte das Arbeitspolltische Amt im Steirischen Heimatbund in Luttenberg wieder Handwerksmeister und Gehilfen zu einem Lehr-f>[ang rufen, den das Berufserziehungswerk des Handwerks vorbereitete. Diesmal konnte Krcisamtsleiter Pg, Kontschar die Schuhmachermeister und 'Gehilfen der Ortsgruppe Luttenberg und Wernsee und den Schulungsleiter Rucicka aus Wien begrüßen. Zweck des Ausrichtungslehrganges war, die Meister und Gehilfen mit dem Ago-Klebeverfahren, das die Bewährungsprobe schon restlos überstanden hat, praktisch vertraut zu machen. In kurzer Rede und an Hand von Materialien, wie Leder, Werkstoff und Gummi, erklärte Kamerad Rucicka die Arbeits- weise bei diesem Klebeverfahren und ging anschließend zur praktischen Ausbildung und Fertigung mit den von den Meistern mitgebrachten Schuhen, sowohl Reparaturen, wie auch Neuanfertigungen, über. Die Teilnahme während der ganzen Dauer des Lehrganges war rege, das Interesse groß, der Erfolg durchschlagend, was in einer spontanen Dankeskundgebung der Meister in der Dienststelle des Arbeitspolitischen Amtes beim Kreisamtsleiter zum Ausdruck kam. Nach abschließenden Worten des Kreisamtsleiters und des Schulungsleiters, ■welche die Meister aufforderten, all das, was ihnen der Kurs in reichstem Maße vermittelte, weiterhin zu verwerten und sowohl zum Nutzen des Handwerks in weit größerem Ausmaße zum Nutzen der Volksgenossen anzuwenden, wurde der Lehrgang, der alle Teilnehmer restlos befriedigte, geschlossen. Bald war der Bann gebrochen und jedes kleinste Jungmädel war mit Feuereifer dabei, all die Fragen über die Familie, den JM-Dienst, dem Leben des Führers und seinen Mitarbeitern, über den Verlauf des Krieges und des Kampfes unserer tapferen Soldaten draußen in Rußland, in Afrika und auf den Weltmeeren, so gut als nur möglich zu beantworten. Es war wirklich sehr fein zu hören, wie ordentlich unsere Jungmädel über alles Bescheid wußten. Den großen Feldherrn in Afrika scheinen unsere Jungmädel ganz besonders zu verehren, denn man konnte im allgemeinen die Feststellung machen, daß auf ein einstimmiges „Generaloberst Rommel" entgegenschallte. Auch beim Werten der Kenntnisse im Sin-gen, im Sport und bei den JM Singspielen und Tänzen konnten gute Ergebnisse verzeichnet werden, waren doch gerade da unsere Jungmädel mit Lust und großem Eifer bei der Sache, galt es doch, zur Punktezahl der Gruppe den besten Teil beizutragen, um im Kampf gegen die vielen anderen JM-Gruppen zu bestehen. Wo der Dienstweltkampf im Freien durchgeführt wurde, fand.en sich natürlich auch stille Zuschauer ein, was den Einsatz unserer Jungmädel wesentlich förderte. Besonders draußen in^ den Landeinheiten wurde der Dienstwettkampf der Jungmädel das Ereignis des Dorfes. Nach der Kontrolle und Wertung des Dienstraumes, des Heimes, der Dienstbücher und des Schulungsmaterials, sowie der Teilnahme an Sammlungen, WHW Aktionen und Schulungslagern der „Deutschen Jugend" wurde der Dienstwetlkampf, nachdem die Führerinnen und Jungmädel noch ganz kurz eine Ausrichtung auf die kommende Arbeit erhielten mit einem gemeinsamen Lied beendet, mit dem Bewußtsein, daß auch unsere Jungmädel, als jüngste Gefolgschaft unseres Führers sich im klaren sind, daß der JM-Dienst ganze Bereitschaft fordert. Nur durch Disziplin und restloses Zusammen-slehn kann die große Erziehungsarbeit an der deutschen Jugend geleistet werden. Ein besonders schöner Dienstwetlkampf der Jungmädel fand vor einigen Tagen in Thesen statt. Diese Jungmädel wurden allen Anforderungen gerecht und können nur als Vorbild für die anderen Jungmädel geltem Niimmc 18? »Marburger Zeitung« 2. Juli 1942 Seite 7 Aus aUec lOett ■d. Weitere Abstürze im Wlldeo Kaiser. Das Wochenende hat im Wilden Kaiser drei weitere Todesopfer gefordert. Alle Abstürze erfolgten beim Klettern am Totenkirchl. Im Zott-Kamin« fand ein bclcrs herzustellen. Des Verkliren erzeugt Icckfieber Kulturen in Brutschränken, die den Dottersäcken des Kückens abgezapft werden. Der daraus gewonnene Impstoff hat ;.ich dem bisher aus Läusen erzeugtem Se-iiiin als mindestens gleichwertig erwiesen. a. Ein Gramm Schlangengift. Von den verschiedenen Arten des Schlangengiftes, das heute vielfach in der Heilkunde Anwendung findet, ist das Gift der Kobra eines der stärksten. Ein einziges Gramm davon genügt, um 160 Menschen zu töten. — Auch in den europäischen Ländern sind die Schlangen, meist imgiftige Arten, sehr verbreitet. Das einzige europäische Land, in dem es nicht eine einzige Schlange gibt, ist Irland. Glückliches Lachen l£in Taigiicht für 28000 Rubel Der Kaiserin Katharina der Zweiten von Rußland fiel es einmal auf, daß im Etat ihres Hof-Haushaltes der rie.sige Betrag von 28000 Kübeln allein für Talgkerzen eingesetzt war. Und dies, obwohl sie streng verboten hatte, iTaigkerzen an ihrem Hofe zu brennen. Als sie der Sache auf den Grund ging, stellte sie fest, daß Prinz Alexander sich ein .'irtziges Talglicht hatte besorgen lassen, um CS zur Heilung seiner aufgesprungenen Lippen zu verwenden. Der Lakai, der es kaufte, stellte vier Rubel riafür in Rechnung. Der nächste Vorgesetzte schraubte den Betrag gleich auf 200 Rubel hoch. Und jeder weitere Hofbeamte, durch dessen Hand die Rechnung instanzenmäßig zu gehen hatte, erhöhte die Summe entsprechend seiner Würde. Beim Oberhofintendanten war sie dann schließlich auf die ansehn Europa sitzt in einem Boot Kein Land des früher zersplitterten Erdteiles kann sich der notwendigen Kriegsanstrengung entziehen „Die belgische Wirtschaft ist wie wenige andere Volkswirtschaften des europäischen Kontinents in der Lage, durch ein verständnisvolles Eingehen auf die Forderungen der Gegenwart sich einen Anspruch darauf zu erwerben, nach Beendigung des Krieges als Mitarbeiter und Mitnutznießer der in Aussicht stehenden großen Friedensaufgaben ihren Platz zu fiden." Dieser Satz in der Rede von Staatssekretär Dr. Landfried vor der deutschen Handelskammer in Brüssel wendet sich zunächst an die belgische Wirtschaft, er ist aber auch zu der Wirtsrhaft der anderen besetzten Gebiete hin gesprochen. Der Sieger hilft den Besiegten Wie nie ein Sieger vor ihm hat Deutschland sich bemüht, gemeinsam mit den Besiegten die Wunden, die der Krieg schlug, zu heilen. Als das Chaos über die Wirtschaft der besetzten Gebiete hereingebrochen war, in das sie der englische Verbündete gestürzt hatte, war es die deutsche Industrie, die sofort helfend einsprcing, damit die arbeitslosen Arbeiter wieder Arbeit erhielten, die zerstörten Werkstätten wieder aufgebaut wurden und die stilliegenden Fabriken wieder in Betrieb genommen werden konnten. Aufträge und die Rohstoffe für ihre Ausführung im Gesamtbetrage von vielen Milliarden RM wurden in die besetzten Gebiete gelegt, deutsche Ingenieure und Werkmeister halfen mit ihren Erfahrungen bei der Wiederinbetriebnahme. Selbst Patente und geschützte Verfahren wurden von der deutschen Wirtschaft bereitwilligst selbst ihren schärfsten Wettbewerbern zur Verfügung gestellt. Wenn heule aus den besetzten Gebieten das bisher dort hausende Gespenst der Arbeitslosigkeit großer Bevölkerungsteile vertrieben ist, dann ist dies das unbestrittene Verdienst Deutschlands. Gröftere Leistung wird Jetzt erwartet Die Wirtschaft der besetzten Gebiete hat die ihr übertragenen Aufträge gern erfüllt. Sic hat sich damit in die Wirtschaft des europäischen Großraumes eingeschaltet und die Voraussetzungen für einen guten Platz in diesem Wirtschaftsraum geschaffen. Wenn jetzt von der Wirtschaft der besetzten Ge- Wirtschaft erwartet wird, dann wird diese Erwartung nicht enttäuscht werden. In diesem Kriege kann es keine unbeteiligten Zuschauer geben, Die Wirtschaft des europäischen Kontinents sitzt in einem Boot. In dieser Stunde gilt es um der europäischen Zukunft willen, alle Kräfte in den Dienst der Kriegswirtschaft zu stellen. Maschinen und Arbeitskräfte auch der Betriebe in den besetzten Gebieten dürfen künftig nur für die Kriegserzeuqung beansprucht werden. Auch die Wirtschaft dieser Gebiete wird ihre Kräfte zusammenfassen, ihre Betriebe rationalisieren, ihr Typenprogrnmm vereinfachen, um die Leistung zu steigern, wie es die deutsche Industrie jetzt tut. Manchem Be-triebsführer mag es zunächst etwas hart ankommen, wenn er jetzt das Tempo seiner Arbeit beschleunigen soll, er wird aber in klarer Erkenntnis der kriegsgegebenen Notwendigkeiten durch vermehrte Leistung seinen Beitrag für eine gesicherte europäische Wirtschaft leisten. Der Krieg bestimmt die Zukunft .le größer dieser Beitrag ist, umso größer wird auch der Lohn sein. Deutschland hat die oft ausgesprochene Absicht, alle Länder Europas, die jetzt mit ihm freundschaftlich zusammenarbeiten, auch an der Mitarbeit und an der Mitnutznießung der künftigen Wirtschaft des europäischen Großraumes zu beteiligen. Die Beteiligung der niederländischen und der dänischen Wirtschaft an der Erschließung der wirtschaftlichen Quellen des Ostlandes ist ein Beispiel dafür, wie Deutschland eine freiwillige Mitarbeit an der Kriegswirtschaft belohnt.. Aber ein solcher Lohn muß durch entsprechend hohe Leistungen verdient werden. \Sißoct und 3jucum Wiener Fossbailschole an gränei Rasen I Samstax abends Gastspiel des Favorltoer AC Im Rapld-Stadion Die Abt. Rapid der Marburger Sportge-nieiiischatt eröffnet den Reigen der nun einsetzenden Freundschaftsspiele am Samstai: abend mit einem Gastspiel des Favoritner AC aus Wien. Der Auftritt der Wiener begegnet bereits einem lebhaften Interesse, verspricht doch gerade dieses Spiel eine Demonstration der Wiener Schule in ihrer vollendetsten Gestaltung. Der Favoritner AC gehört mit zu den Spitzenvereinen der ersten Wiener Liga und seine Spieler waren es, die zu wiederholten Malen die Ostmark in Bc-reichskämpfen ehrenvoll vertreten haben. Rapid wird dieser spielkräftigen (jästcniann-scliaft ein mit ZAvei Gästespielern verstärktes finsemble entgegenstellen, dessen Widerstandskraft nicht zu unterscliützen sein wird. Man kann also für Samstag nach Tag und Jahr wieder einen Fußballkampf von besonderem Format erviarten. X Holzkohle und Treibstoff aus Wein-retien. Der Kohlen- und Holzmangel zwingt die Franzosen, auf einen Rohstoff zurückzugreifen, der bisher überhaupt nicht verwertet wurde: die beim Schnitt oder beim Roden anfallenden dürren Rehenäste. In Toulon wurde soeben eine Anlage zur Karbonisie-nmg der Rehenhr ,,moderne" Gewehre erblicken wir, zu deren Ladung bis zum Abfeuern „nur" sechs Minuten erforderlich waren! Nicht weniger als 26 000 Mann konnten binnen kurzem vom steirischen Zeughaus ausgerüstet werden! Und wir wandern noch weiter durch die großen weiten Säle, an Rapieren vorbei, an „Cordilätscjien", „Dussa-ken", „Gemainen Wöhren", „Bauernwöhren" und „crabatischen Wöhren" — und wie die Waffen in den Jahrhunderten alle geheißen haben. Natürlich gibt es auch Mörser, Feldschlangen zu sehen, Pulver- und Zündkrautlaschen und alles das, was zum steirischen Kriegshandwerk gehört. Dann sehen wir aber in einer Ecke auch friedliche Geräte, die wie ein Stilleben In dem waffenstarrendem Saal anmuten. Es sind wohlerhaltene Trommeln und Pfeifen — die erste Militärmusiki Und wenn wir dieses größte Zeughaus Europas im Grazer Landhaus verlassen, ergriffen von der Kraft des steirischen Eisens und der Wehrhaftigkeit dieses Grenzlandes, so hören wir es trommeln und pfeifen. Und auf der Straße, im grellem Sonnenlicht trommelt und pfeift es wahrhaftig. Denn die HJ zieht gerade vorbei und ihr Spielmannszug grüßt das nltc, wehrhafte Grazcr Zeugbaus. Hans Auer iiVhe'H«hc\™ '28"ööö"Rubel„ angewachsenj bi^ eine größere Leistung für die Kriegs- so'lctr"ÄoH fällt natürlich nur in einem Lande ins Gewicht, d?s wie Frankreich eine riesige Wein-erzcugimg hat. So hofft man von den 612 000 ha Weinland in Frankreith Rebenäsle bekommen zu k/innen, die Uir eine Erzeugung von 11.5 000 t Holzkohle und entsprechende Mengen von Treibstoff ausreichen. Das Hauptproblem dürfte hierbei das rationelle Fj'nsarnmeln dieser Holzer sein. Die französische Forstverwaltung erwartet von den Rebenhölzern außerdem eine Entlastung des sonstigen Holzverbrauches, nachdem die französischen Wälder durch wildes Abhol.',en für Zwecke der Holzkohlengewinnung in der letzten Zeit stark gelitten haben. X Verstärkte Ausnutzung französischer Wasserkräfte. Aus den in diesem Sommer zur Durchführung gelangenden Arbeiten zur Nutzbarmachung der Wasserkräfte Frankreichs für die Erzeugung von elektrischen ! Strom hofft man schon im nächsten Winter fühlbaren Nutzen ziehen zu können. Die wichtigste Wasserkraftquelle Frankreichs ist die Rhone. Vier an ihrem Oberlauf gelegene Sper-len arbeiten zur Zeit mit rund 120000 PS. Ihre Leistungsfähigkeit soll in naher Zukunft auf 200000 PS erhöht werden. Am Unterlauf der Rhone von oberhalb Lyon bis nach Mond-ragon sind insgesamt 18 Sperren entweder bereits im Betrieb oder vorgesehen, die zusammen mit rund 400 000 PS arbeiten werden. Es stehen allein an der Rhone in Zukunft etwa 600 000 PS zur Stromerzeugung zur Verfügung. Hinzu kommen die zahlreichen Flußsperren in den Pyrenäen und die Seesperren in den Alpen und in den Höhengebieten des Zentralmassivs. Insgesamt sind Stauanlagen an 15 Seen in Betrieb oder im Bau. Welche ungeheure Kohlenersparnis die Ausnutzung der »weißen Kohle« in Zukunft für Frankreich mit sich bringen wird, liegt auf der Hand. Die beträchtliche Steigerung der Stromerzeugungsquellen macht naturgemäß auch eine entsprechende Erweiteruntj des Verteilernetzes erforderlich. Zu diesem Zwecke ist die Verlängerung zahlreicher bereits bestehender und die Anlage einiger neuer Hochspannungsleitungen von 150 000 und 220 000 Volt vor allem für die Versorgung der Industriezentren Paris und Nordostfrankreich vorgesehen. : SteiHscher HJ-FuBbalimeister wurde die Auswahlmannschaft des Bannes Bruck, die :m Fndkainpf der Vertretung von Graz-Larwl 3:2 (1:0) das Nachsehen gab. : Eine steirische Jugendbestleistung konnte ini Speerwerfen der Grazer Postsportler Meie in 4R,40 aufstellen. PÜhatsch. der erst kürzlich im Hochsprung 1,88 m bewältigte, begnügte sich bei der gleichen Veranstaltung mit 1,70 m und kam im Diskuswerfen auf 35,9.5 ni. : Lazzarl schlug Glusto. Im Mittelpunkt der Berufsboxkämpfe im Mailänder Pucciiii-Theater stand die Begegnung zwischen Laz-zari und Giusto. Lazzari schlug den einsti-gen Anwärter für die Europameisterscliaft \m nalbschwergewrcht nach 10 Runden klar. : Zwei Siege von RastihHd Hveger. Nach längerer Pause ging die Weltrekordschwhn-nierin Ragnhild Hveger wieder an den Start, In Odense gewann sie die lOn ni Kraul iii 1:07,3 und die 200 m Kraul in 2:35,8, : Rank lief Jahresbestzeit. Bei einem Leichtathletik-Vergleichskampf der Luftwaffensportvereine von Ohnütz und Posen trat der Gefreite Rank (Posen) mit einer neuen Jahresbestleistung im 1(100 ni-Lauf hervor. Der Dritte der vorjährigen Deutschen Meisterschaft lief die Strecke in 2;.32,0. : Italiens Poka'sieger — Juventus. Im Rückspiel der Endrunde um den italienischen Fuß-ballpokal siegte juventus-Turin über den FC Mailand mit 4:1. Dadurch ist Juventus nacli dem 1 :l-Unentschieden im ersten Treffen in Mailand als Lndsieger hervorgegangen. : Trabrennen um 250 000 Lire. Eiues der größten italienischen Trabrennen wurde « Rom mit dem Preis des Kaisers und Königs entschieden. Die mit einer ViertdmjHjo« ausgestattete und über 2500 ni führende Prüfung brachte dem bekannten Stall des Grafen Orsi-Mangelli einen Doppelerfolg. Der von 0. Mängeln gesteuerte Lnreto .siesrte vor seinem Stallgcfährten Landolfo und 1 rebblola !Mc du Jjtm Überlege dir jeden Tag, ob deine Arbeit nicht noch besser and schneller erledigt werden kann. Gute Tipsl Ist ein Efgelb tihrig geblieben (roh), dann wird es bis zum nächsten Tage in einer Tasse aufgehoben, die halb mit kaltenm Wasser tje-füllt wurde. ^ Haben die eingelegten Eier einen dumpfen Geruch, dann schlägt man sie in ein Scha'l-chen und stellt sie ein paar Minuten ans offene Fenster, damit der Geriich abzieht. Anstelle von saurer Sahne kann man in den meisten Fällen recht gut entrahmte Frischmilch nehmen, die man mit Essig säuert. Nimmt man anstelle des Essigs Zitronensaft, so muß man darauf gefaßt sein, daß die Milch zusammenläuft. Kehlt zum Kartoffelbrei die .Milch, dann kann man getrost Wasser nehmen und — auf jeden Viertelliter Milch — einen halben Teelöffel voll Fett zusetzen. Beim Backen und Braten in der Pfanne muß daß Fett und die Pfanne sehr heiß sein, damit fett.sparend gebacken und gebraten werden kann. Bratwürste platzen nicht, wenn man sie vorher mit kochendem Wasser brüht. Hülsenfrüchte und Dörrobst sind am Abend vorher in kaltem Wasser einzuweichen, damit sie besser schmecken tmd nicht so lange kochen brauchen. Klöße und Teigwaren sollen ohne Deckel kochen, Teigwaren sollen nach dem Kochen in ein Sieb gelegt und schnell kalt überspült werden, damit sie nicht kleben und matschig werden. Die Marburt» Zeiiun« gehört III Imdm fantlll» ■ des Unterlandms ■ Schmerzerfüllt geben wir allen Verwandten und Bekannten die traurige Nachricht, daß Frau Agnes Wirtitsch, geb. Kos am .'-lO. Juni 1042, nach langem, schwerem Leiden, im 75. Lebensjahre verschieden ist. Das l.eichenbegängnis der teuren Toten fmdet am 2. Juli um 16 Uhr in Mahrenberg statt. Mahrenberg, den 1. Juli 1042 . 6207 In tiefer Trauer: Karl Wirtitsch, Sohn; MHzi Wirtitsch, Schwiegertochter, sowie alle übrigen Verwandten. Seilt 8 >W8rtmrjer Zefhinf« 2. Joff IM Nttmnier 163 Stadtthtatttv Marburg/Drau Dofmtntag, den 2. Juli, 20 Uhr Di« ungarisclie Heclizeit Operette in einem Vorspiel und drei Akten von Nico Dostal Pr«itac. d«i S. JuH, 20 Uhr Lisa, benimm diclil Ein musilcalisches Lustspiel in einem Vorspiel und 3 Al(ten von Emst Pries« und Ludwig Weys. — n2«> Musil( von Hans Lang. Zahnpflege-Rezept im Kriege Wtr Vollkornbrot, Früdit« und vorwiegend ungekochte pflanzlldie Koat gründlidi kaut, wer bei gelegent-lidiem Mangel an Zahnpaste, wie Chorodont, behelfs-mäßig die Zähne—morgens und vor allem abends— mit Zahnbürste, Zahnstodter und lauwarmem Wasser reinigt, und wer mlndettent einnutl iihrlidi eine Zahn« untertudiung dunh den Zahnarzt oder Dentisten vornehmen llDt, tut aHee, was er im Kriege für die Erhaltung der Zahngesundheit und damit der AUgemein-gesundheit tun kann. Verlangen Sie kostenlos me Auf-klärungssdirift „Qesundheit ist kein Zufall" von der Chlorodont-Fabrik, Dresden N 6. Der Cl!cf der Zlvllverwaltung lo der Unterstciermirk Nöchstpralta für untaritalrlschas Obtt und GmUt« ab 1142 Auf Qrund des § 2 der Anordnung über die Preisgcstal-»ung Im Handel mit Obst, Gemüse und Südfrücliten m der Untfrstfitrmark vom 30. Mai 1941 (Verordnungs- u. Amtsblatt Nr. 19, S. 139) werden hiermit ah 3. Juli 1942 nachstehende Höchstpreise für untersteirisches Obst und Gemüse festgesetzt. Die Höchstpreise enthalten alle Unkosten der Erzeu-jfungsstufe und verstehen sich frei Verladestation des Erzeugers, bezw. der Bezirksabgabestelle, waggonverladen. Sie «elten bis zur nächsten Veröffentlichung. Für nicht genannte r'aren gelten die zuletzt festgesetzten Höchstpreise. ■Kar' prell« Ua IN Blumenkohl (Ktrfiol) Ober fO cm Auflagedurchmesser, Rose mit Herzblättern leicht gcd., Strunck kurz geschnitten, je kg . . : . mindere Güte und unter IG cm Auflagedurchmesser je kg . . . . Dillkraut, je Bund zu 10 Büscheln . Erbsen in Hülsen je kg..... Zuckererhsen in Hülsen je kg . . Gurken (Treib-) je kg..... Karotten A, je Bund zu 10 Stück (Qnerdiirchmesscr an der dicksten Stelle 15 mm) Karotten B, je Bund zu 15 Stück . Knoblauch, alt, je kg . i i i « , Knoblauch, jung, je kg » , , , ^ Kohl (Wirfiing-\ je kg . . ^ ^ . Kohlrabi, über 7 cm Durchmesser je Stück .......... Kohlrabi über 4—7 cm Diirthmcsser je Stück ........ . Kraut (Weiß-) je l(g ..... Kren (Meerrettich) je kg . . . . PetersiUengrün, je Bund zu 12 dkg Mindestgewicht ..... Rettich, jung, ohne Grünes, je kg . Rote Rüben, ohne Fahne, je kg , . Salat (Häuptel-) je kg . . . ^ » Salat (Schluß-) je kg . . . » . Salat (Endivien-) je kg , . . . Schnittlauch, je Bund zu 12 dkg Mindestgewicht ..... Spinat (Blätter-) je kg . . . . » Spinat (Wurzel-) je kg..... Suppengrünes je Büschel zu 5 dkg Zwiebel (Frühlings-) mit Lauch ^ je kg........... Erdbeeren (Pröbstlinge) je kg . . Kirschen je kg; Knorpel-, Herz- und Malerkirschen Maikirschen, Wasserkirschen und kleinfrüchtige und sonstige geringwertige Sorten........ Johannisbeeren (Ribisel) je kg . . iStachelbeeren, grün je kg ... , 0.50 0.25 0.3ü 0.35 0.40 j.56 0.13 0.80 0.28 0.20 0.06 0.04 0.25 0.80 0.24 0.13 0.18 0.18 0.16 0.30 0.20 0.26 0.18 0.03 j.18 0.75 0.62 a46 0.40 0.45 u ■ ■■ 0.24 0.28 0.32 0.45 0.10 0*.22 016 0.05 0.03 0.20 0.50 0.10 0.14 0.14 0.13 0.24 0.21 0.14 0.14 0.55 0.48 0.37 0.32 0.36 'VwkrMwker-liSeluilBrelae bei Abralie ier Ware auf elsea lUrlii es(e> CSte> U«ee« kUm A ■ KM 0.66 0.34 U.39 0.46 0.54 0,74 0.17 i!o6 0.37 0.26 0.08 0.05 0.33 1.06 0.32 0.17 0.24 0.24 0 21 0.40 0.27 0.35 0.24 u04 0.24 0.94 0.78 0.58 0.50 0.56 RM 0.31 0,36 0.42 0.60 0.13 0.29 0.22 0.07 0.04 0.'26 0.68 0.13 0.19 0.19 0.17 0.32 0.28 0.19 0.19 0.70 0.62 0*46 0,45 0.45 Für Waren der Güteklasse C dürfen höchstens Wo der Preise für Waren der Güteklasse A gefordert werden. Aufschlage auf den brzeugerpreis dürfen nicht berechnet werden, wenn der Erzeuger die Ware unmittelbar an der Erzeugungsstätte an den Verbraucher abgibt. Das Waschen de» Ware ist unzulässig, soweit dies nicht ausdrücklich in den Rcichseinheitsvorschriften für Ohst und Gemüse vorgesehen ist. Die Bruttnhöchstgewinnspanne des Großhandels beträgt bei Gemüse und Beerenfrüchten 10 •/«, bei Obst 8% des Einstandspreises. Die Bruttohöchstgewinniüpanne des Einzelhandels beträgt bei Gemüse 33Vä"/o, bei Obst und Beercnfrüchten 2^% des jeweiligen Einstandspreises. Zuwiderhandlungen gegen die vorstehenden testimmun-gen werden nach 4 der Verordnung über die Preisgestil-tung in der Untersieiermark vom 9. Mai 1941 (Verordnungs und Amtsblatt Nr. 12, Seite 41) bestraft. 6208 Stelriscfier Heimatbund, Amt Volkblldung Steirisches Musikschulwerk .Musikschule für Jugend und Volk in Marburg Drau Donnerstag, 2. Juli 1942 — 20 Uhr Kinder-Mnsizierslande Freitag, den 3. Juli 1942 — 20 Uhr Musizierstunde foitgeschrittenar Schüler Beide Veranstaltungen finden im Heiniatbund-saal statt und sind öffentlich zugänglich. Insbesondere sind hiezu die Eltern der Schülcr nerzlichst eingeladen. 6240 Eintrittskarten von RM 0.30 bis RM 1.— in der Geschäftsstelle des Amtes Volkbildung, Tegeti-hoffstrafie 10a und an der Abendkasse. Eriffiungsanzelge Dal neugestaltete »Burgkaffee« (früher „Astoria") Marburg/Drau wird hente 13 Ulir wieder erüffnel! Dipl.-Kfni. HANS KÄFER W4« Kleiner Bnzelier Jedea Wort kostet II Rpl das Ittuedrockt« Wort 10 RdI. Der Woriorele Klltbts 10 18 Buchitabes le Wort. ^Iffercebniir (Kennwort) 3S D..J ^ StellepKesochen 25 KPt ror Zosendnog von Kenowortbrieien werden 90 RdI Porto berectinei ABselgea-Annihmticblul; Am Twe *or Crichelnen am 16 Ubr. »Kleitie An« ttlrea« werdea oar ce«ep Vorelniendooi des BelraRe« (lacb lo cflltUes BrlefTTierken) •ntcenonimeo MlndejteebOhr.lOr eine Kleine Anteice RM !.• Wegen Renovierung und Gc-folgschaftsurlaub vom 4. 7. bis 19. 7. bleibt das Restaurant »Hotel Meranc geschlossen. 62'S-i itialilfti» Kleines Landhauschen zu mieten gesucht. Angenote an Dr. med. Niess, Tübingen (Württ.), Soiinhalde. 0231-2 Gut erhaltener Kleiderschrank zu kaufen gesucht. Angebote unter »Gut erhalten« an die Verwaltung. 6238-3 Batterieempfänger, 4—5 Röhren. dringend zu kaufen ge-suclit. Zuschrift; Schule Mietsdorf, Post Mureck. 6152-3 Kaufe Nutzpferde, Schlachtpferde, Hengste, sowie Fohlen im Alter von drei Monate aufwärts zu den vorgeschriebenen Tagespreisen. Anton Edelsbrunner, Pferdehändler und Pferdeverteiler in Rad-kersburg. 6210-3 Gebrauchte Fahrrad-Mäntel ii. -Schläuche zu kaufen gesucht. Fekonja Heinrich, Bergstraße 0. 6216-3 Tiefer Kinderwagen um l.'iO RM zu verkaufen. Brunni!nrf Feklgasse 30. 6232-4 Junge Hunde zu verkaufen. Drauweiler, Ilubertusgasse 17. 62124 Einige Kisten zu verkaufen. K r'iflechter, Rurggasse 22. ___6215-4 Neue Partie Kühe, hocliträch-tig und mit Kälbern, eingelangt. Zahlung auch durch l.flndstelle Graz. Gasthaus Vyiachowitscli, Marburg. — Viehhandlung Friedrich, Kaisdorf. 6166-4 iu mMek ^tsuäU Ehepaar, kinderlos, sofort in Marburg gehung schönes, möbliertes Zimmer, unter »M. P.« an sucht für oder Umsauberes, Angebote die Verw. 6227-6 Leeres Zimmer oder möbliert in Marburg dringend gesucht. Leeres Zimmer wird, wenn nötig, auf eigene Kosten in Stand gesetzt. Womöglich Nähe Magdalenenplatz. Anträge unter »Ungezieferreinc an die Verw. 6226-6 Zwei möblierte Einzelzimmer oder Doppelzimmer gesucht, mit oder ohne Verpflegung. Angebr'.j unter »500< an die Verwaltung. 6225-6 Briefmarken, ehem. jiigoslav., Wohlt., I'lug. u. I rcim. post-fr., sowie ehem. rtsterr., und Wohlt. und Eurnpa-Sätze laufend gesucht. Ancebote mit Preis an Korenjnk, Brückl in Ki'-nten, Postfach. 5803-3 2tt u£tiüu££i$ Kinderschlaf wagen um MO RiW zu verknufeii. Narvikgas-se 9, Marburg. 6214-4 Möbliertes Zimmer dringend gcsucht für Sekretärin der neutschen Jugend, Marburg, Bismarckstraße 5. 6170-6 Suclie nett möbliertes Zimmer, Nähe Burgplatz. Anträge erbeten unter »Grazer« an die Verw. 6202-6 auRG'KiNO rr,™2.uh Norbert Rohringer, Eugen Klöpfer, Rüdiger Tran» tow, Albert Horath, uirsta Löck in einem Film von deutscher Jugend: ] A K K O Kulturfilm! (Tobii'Film) Für Jugendliche zugelassenl 5992 Neueste deutsche Wochenschaul E5PLANADB Heute 16,18.30,21 Uhi SCHICKSAL Für Jugendliebe nicht zugelaiaen! faricbriliiaiasiOB Aulo- tt. Hraltrad-Kennzelchen iltler 5t. 5049 6045 Hax tcflnld, Cra: Srt^irUtlUti Chemlndustrle Uli MARBURG, Tegelthoffstrasie 44 wegen GefelgtchafttHrlaubes I vom 6. bis 15. luli gesperrt Krafftwagenlenker 620S wird sofort aufgenommen. Bauunt0rn^hmung Lackner, Schnepi A Herz Narburv (Drau) • Kötsch Mr. 39 Mlleiei WoMemar Hintze, Peltao bkibt w«g«n Gefolgschaftturlaubes vom 6. bis 19. lull gesperrt! 6206 Relchsdlenslllaggen fOr die MiamIlUhmn Xmler, er-MItllch In mllmn eröBumn Im Kaufhaus Anfpn Matxun Marburg (Drau), Herreng. 8—10 Lagerrätmie, möglichst rechte Drauscile, trocken und sauber, (jroße etwa KK) bis 150 Quadratmeter, sofort zu mieten gesucht. Angebote unter »Sofort beziehbar« an die Verwaltung. 6230-6 Möbliertes Zimmer für be- luftätiges Khepaar in besserem Hause sofort grsucht. Offerte unter >Ehepaar« an die Verwaltung. ()222-6 Schönes, möbliertes Zimmer, womöglich mit Bad, sucht ab 1. August Firma Karbeutz, Ed.-Schniidgasse 8» 'l'cl. 2618. 6143-6 OiiiM SMIik Vor Cimtelluag ▼oo Arbeite* kräfteo muß die Zustiinoiuug d«a SDitÜDdigcü Arbeiliamlei eioscholt werden. Hausgehiiflii mit etwas Koch-kenntnissen, wciclic kinderlic-ber.d ist, wird sofort aufgenommen. Adresse: Hilde Ku-ketz, Bad f^adein. 62:K)-8 Mann, verheiratet, im Reich anfgewauhsen, sucht Stelle | mii Wohnung, am liebsten Haismeisterposten. Anträge unter »Hansmcisicr« an die Verwaltung. til74-Ü, K'nrrespondentin von Marburger (ieldinstitut gesucht. Vollkommenes Ideutsch Bu-dinguntr, Anträge tinter »Hank« an die Verw. 6220-S ßuchhaltungskraft wird für sofort oder später gesucht, (.iefl. Anträge an Firma jak. Kuntner, Obst-üemüse-Süd-frlichte-GroRverteiler, A\ar-biirgDrau, Wielandgasse 12, ei'bctun. Hausgehilfin oder Bedienerin wird tagsüber aufgenommen Vorzustellen nachmittag-^ II'Izmann, Dismarckstraf^c 6165'K Köchin für alles wird sofort aufgenommen. Cilli, Sannta-lerstraRc 22, Nemetz. 6173-8 Wachmänner für die besetzten Gebiete im Westen gesucht. In Betracht kommen in erster Linie Rentner, Pensionisten und einsatzfähige Invalide, sowie *uch Arbeitskräfte, welche nicht In einem festen Arbeitsverhältnis stehen. Bewerber, welche bereits in einem kriegswichtigen Arbeitsverhältnis stehen, oder dafür in Frage kommen, scheiden aus. unbescholten" heit ist Voraussetzung. Anfragen sind an die zuständi' gen Arbeitsamter zu richten Nähere Auskünfte durch die Dienststelle in Graz, Alto Poststraße 107, Thiel Rudolf Werbeleiter. 2609-8 fukäe - Ifedutie Raucherkarte auf den Namen Josef Ketisch verloren. Abgeben in der Verw. 6244-n HßeeesfUindekitSk Beamter, 40 Jahre alt, vermögend, sucht unabhängige Dame zwecks F.he. Zuschriften unter llarmoniec an die Verwaltung.* 6217-H)