Nr. 58. Montass, 12. März 1906, 12."). Jahrgang. Oaibacher Zeitmg, Uranumrlntionoprcio: Mit P oft hrrss» d u >, a : «l»,zja!,rin 8« «, halbiühriss ik> K. In, No>,!iir : nanzjiihriss ^ ii, hall'jäl,rin N K. s^iir die Züstslll,»» ins Hniiö qnnzjnlinss 2 X. — Instrtiunöncbnl»! : ssii'' llriüc Iüsrralc Dil' 'i.'aibnchrr Zri<„»c,> fr!cl!!-i',< »änlich, mil Ä„s„al,mc d« Lm„,- und stfisrwni', T>s «ldminlftlntlon brstnbe! sich Nlmnrekplah ^r, 2, dir Mcdalli«» Tolniniinnnsic ^.'il, N», Eprrckstunt»'!! del »ttsdnüiun von « bis in Uhr vor» nnKnsst', Uüjrnüliolr ^iirsr wridl'» i,!ch! cinsil-onüünl» Mnnü'lript»' i,ich! ^liriillgeslrlll. Amtlicher Teil. Nach dem Nnitsblatte zur «Micner Zeitung» vom 9, März !9W ^Nr. 55) wurde die Weiterverbreitung folgender Preßerzeug» uisse verboten: Nr. 9 «Ü««k?c 8<^/<» vom 3. Mnrz 190N. Nr. 51 »Uni-kvnll/l orlioli» vom 4, März 1906. Nr. 3 Folge II «Üilx.nlükv» vom 1, März 190«. Nr. 3 .li.^!l«> vom März »906. Nichtamtlicher Teil. Frankreich. Das „Fremdeublatt" bemerkt zu der Teiuis-sion dos Kabinetts R'onvier, es sei vorläufig nicht u,öglill), ein endgültiges Ilrteil über Rouviers Tä-ligkeit als Minister des ^Inßern zu fällen, da or den Posten vielleicht beibehalten wird. Er sei viel inehr der Mann der Verhandlungen nnd (Geschäfte, als der Mann des Pariainents und der Tribüne. Er habe innner mehr die Nolle eines Praktikers, alo die eineo R'edners gespielt. Als Praktiker hat er auch die Kirchenfrage aufgefaßt; er tat, was sich, wie er sah, nach allem Voran gegangenen kann, noch vermeiden ließ. Das; cr. es ohne Freudigkeit tat, kounte» ihm die Radikalen nicht verzeihen', daß er es trotzdem getan hat, nahmen ihm schließlich die Konservativen, so lang sie ihn geschont, hatten, übel; und so wurde er ein Opfer einer Situation, in die er eigentlich nie hincingehört hatte. Das „Neue. Wiener Journal" schreibt, die Zeit sei sehr schlecht gewählt, einen Mann wie Rouvier. der sich das Vertrauen Europas erworben, dessen Verdienst nm die Erhaltung des Friedens im Vorjahre unbestritten ist, über Bord zu werfen. Vorläufig klingen die Nachrichten insofern beruhigend, als es heißt, daß, selbst wenn Rouvier als Minister des Äußern nicht bleiben sollte, sein Programm bliebe. Die „Österreichische Volkszeituug" ist überzeugt, daß der Rücktritt Rouviers keine Verschlimmerung in den dentsch.französischen Beziehungen herbeiführen werde. Das demokratische, arbeitsame Frankreich wolle keine kriegerischen Abenteuer Der neue Minister des Auswärtigen werde die Wege wandeln, die von NonVier beschritten wnrden und die bei dem Entgegenkommen Deutschlands zur schließlichen Verständigung zwischen den beiden gro ßen Knltnrnalionen fuhren werden. Das „Illustrierte Wiener Extrablatt" ineint, mehr als Algeciras sei die klerikale Reaktion zu fürchten, die aus dem Stnrze Rouviers neue Hoff-uungen schöpft. Der Klerikalismus rüstet; sein Zerfetzungstalent, das in allen Staaten und zu allen feiten erprobt ist, hat neue Nahrung empfangen. Ein Weltproblem steht znr Lösung. Das „Deutsche Volksblatt" ist der Ansicht, daß nur die Stimmung der christlichen Bevölkerung Frankreichs das Ministerium^gestürzt hat. Bei den nächsten Wahlen dürfte der Standpunkt der Kandidaten zn der durch das Trennnngsgesetz aufgeroll ten kirchenpolitischen Frage eine wesentliche Rolle spielen. Die „Deutsche Zeitung" sagt, das Trennnngsgesetz habe das Ministerinn, Ronvier getötet. Es werde noch manches andere Kabinett und vielleicht schließlich die Republik zu Fall bringen. China. Die chinesische Gesandtschaft hat, wie die Pol Korr." erfährt, ans Peking telegraphische Mitte,'-lung über einen soeben kundgemachten kaiserlichen ^l"ß "'li"lwi. welcher o,e (Gerüchte über eine frem dönsemdliche Bewegung m Ehina zum Geaens n,,!^ hat. Der Erlaß hat im wesentlichen o ge d" ^ halt: Das freundschaftliche Verhältnis fischn Ehma und dem Auslande trage, wie allgemeiu be kannt sei, gegenwärtig einen durchaus wahrhaften Charakter und beruhe auf vollständig fester Grund läge. Infolge der Aufrichtigkeit, die in der gegen seitigen Behandlung zwischen (5hina und den ande reu Staaten herrsche, entwickeln sich diese freund-schaftlicheu Gesinuungen immer m^- ^ ^.j ^^^,^. sehr zu bcdaueru, daß in der jüngsten Zeii grundlose Gerüchte über fremdenfeindliche Bewegungen in China verbreitet wurden. Das Zid ^. si^h^'r dieser Gerüchte sei, die erwähnten freundschaftlichen Beziehungen zu stören nnd da5 chinesischl,' Volk auf zustacheln und in Erregnng zu versetzen. Der Kaiser hegt jedoch die Hoffnung nnd die l'iberzenauna. daß diese Versuche wirtung5lo5 bleiben werden. Der Erlaß weist oann daraus hin, daß die gegenwärtige ^age Chinas nnd insbesondere die Durchführung der begonnenen Reformen die Pflege guler Beziehungen zum Auslande dringend erheischen, und betont, daß es schon ans diesem Grnnoe gegen das eigene Interesse Chinas wäre und darum ausgo schlosseu fei, Vorgänge zu dulden, welche die We! terentwicklung des Rcformwerkes gefährden tönn ten. Dem Erlasse ist fenier ein strenger Befehl an die Lokalbehörden der Provinzen angehängt, durch welchen dieselben angewiesen werden, die freundlichsten Beziehungen mit den in Ehina weilenden Freinden zn unterhalten nnd für den Tchnh von Person nnd Eigentum derselben in jeder Weise wirksame Sorge zn tragen. Sollten die ^7rt5behöroen diesen Pflichten nicht in entsprechender Weise Genüge leisten, so würde gegen sie mit strengen Stra-sen vorgegangen werden. Denn es sei der Wunsch des Kaisers, daß die Freundschaft mit dem Auslande stets in voller Harmonie aufreästerhalten werde und daß die Völker sich dauernden Friedens erfreuen. Afghanistan. Man schreibt aus London: Nach den letzten Nachrichten ans Peschawar ist der Emir von Afghanistan, begleitet von den Mitgliedern feiner Familie und einer großen Trnppenabteilnng, in Iellalabad angekommen, wo jetzt einschließlich der lokale?, Garnison etwa 12.000 Mann versammelt sind. Der Emir hat beschlossen, eine Rundreise durch sein Land zn machen, um überall mit der Bevölkerung Füh lnng zn nehmen und sich in verläßlicher Weise zn orientieren. Den StammeshnnPtern in Iellalabao hat er klarzumachen gesucht, daß sie in Anbetracht des Umstandes, daß Afghanistan von zwei Seiten bedroht sei. nichts Besseres tun könnten, als die ewigen Stammesstreitigkeiien aufzugeben und sich iu Loyalität um ihren Herrscher zu vereinigen. Gelegentlich einer Ratssitzung kam es auch zur Sprache, daß der verstorbene Emir vor etwa zwanzig Jahren habe ein Dokument abfassen lassen, das sich über die gegen Rußland nnd England ^u befol- Feuilleton. Tiere als Heuchler. Von Zr. M. Zc'li'. !Nacht»»cl M'rdotr!!,, II. Eine bekannte Heuchelei bei Tieren ist das Tichtotstellen, um das gefährdete Leben zu retten. Nicht uur Iusektcn macheu hiervou Gebrauch, sou-dern auch Raubtiere wie das Opossum, und unser Wiesel. Vou dein letztgenannten berichtet Freiherr von Droste Hülshoff im Zoologischen Garten fol-^nvden, Fall: Auf eiuem Spaziergange Ende Mai 1^72 wnrde^ meine Aufmerkfamkeit dnrch auffalleude. Augenscheinlich von einem Tiere herrührende Töne m meiner Nähe erregt. Ich begab mich an die ^u'lle, wo ich die Töne vernommen hatte, uud be-merkw eiu altes und zwei junge Wiesel, welche letz lere bereits mindestens die Größe eines alten er-N'icht hatten. Bei meinen, Erscheinen entfernte sich das alte Wiesel schleunigst, die beiden jungen drück u'n sich an den Boden nnd machten es nur dadnrch lnöglich, das eine durch einen raschen Griff im Genick 5N erfassen: das andere entfloh darauf eiligst, ^'luf das klägliche Zetergeschrei des von nur in der Hand siohaltenen erschien nnn augenblicklich da-? alte und raunte unausgesetzt nnd mit unglaublicher Schnelligkeit in einer Entfernung von 1 bis 2 Fuß nm mich herum- del, wiederholten Streichen meines mit der linken Hand geführten Regenschirmes wich das Wiesel geschickt aus nnd erreichte ich damit nur, daß ich meiuen Regenschirm zerschlug. Nachdem dieses nun etwa 5 Minuten gedauert hatte, setzte ich meinen Weg fort nnter Begleitung des alten Wiesels, welches mich aber, nachdem ich -i() bis 40 schritte zurückgelegt hatte, verließ. Sofort äuderte das junge seine Taktik. Nachdem es nämlich nnter fortwährendem Geschrei versncht hatte, sich zu befreien, hörte dieses nunmehr gänzlich auf-, eo hing ganz schlaff in meiner Hand, sch^si z^, ^MN, sperrte schließlich anch noch das Man! ganz weit auf und war augenscheinlich tot. Da ich das Wiesel lebend behalte,, wollte, so war mir diese Entdeckung uicht angenehm und um so auffallender. al5 ich es. um es nicht zu ersticke,,, nur mit zwei Fingern an den starken Halswirbeln gefaßt halte. Es war und blieb aber tot und alle Bemühungen, ein Lebens zeichen, zu erhalten, blieben fruchtloo. Ich wig ^ daher noch eine Strecke und warf e>? dann nntw, in einen kleinen Teich, au den, mein Weg vorüberführte. Kanm hatte es die Wasserfläche berührt, als es auch schon zn meiner nicht geringen Überraschung zn schwimmen begann und ganz munter an das llfer schwamm, um im Grase und Gestrüpp zu ver schwinden. Das Wiesel hatte mich augeuscheinlich absichtlich getäuscht nnd lieferte dadnrch wieder einen Beweis für die Behauptung, daß die Tiere doch mitunter eine bedeutende Überlegung an den 5ag legen, die nur übrigens mit den, Begriff von Instinkt wohl vereinbar zu sein scheint. — Anch die wilden Gänse stellen sich tot, wenn sie sich in der Manser befinden und deshalb schlecht fliegen können, nnd tänschen dadnrch häufig den Jäger. Nberhanpt muß man wohl die Palme unter den Verstellnngoll'instleru den Vögeln zuerkennen. Namentlich die Vögelinntter, die Innge haben, verstehen es ausgezeichnet, etwaige Feinde abzulenken. So schildert z. B. der ausgezeichnete Naturforscher Leuz folgenden Fall: „Ein recht anffal lendes Beispiel solcher Verstellungskunst hat nur der Ober-Medizinalrat Buddeus zu Gotha mitge-teilt: Er bemerkte auf einem pyramidenförmig znge-fchnittenen dichten Baume seines Gartens ein Müllerchen und begaun es aufmerksam zu betrachten. Da schien das Tierchen plötzlich krank zu werden, begann zn schwanken, und fiel dann wie tot vom Baume gerade ins Gras herab. Der Ober-Medizinalrat sprang zn, es zn ergreifen; es raffte sich aber scheinbar mühsam anf nnd flüchtete langsam flatternd vor ihn, her ins Gebüsch. Von der Ver-folgnng znrückgekehl-t. untersuchte er den Banm genauer und fand da drei kleine, kaum ausgeflogene junge Müllerchen ruhig auf eiuem Ästchen sitzend. Die Mutter hatte nur die Rolle des Sterbens ge spielt, im, den vermeintlichen Feind abzulocken. Am folgenden Tage suchte der Ober-Medizinalrat die Müllerchen wieder auf, das Tierchen stürzle wieder genau wie am vorigen Tage zu Voden und flatterte dann vor ihm her. An den nächstfolgenden Tagen berief er einzelne Freunde, das Wunder mit anzusehen, und es wiederholte sich regelmäßig bis die Jungen etwas selbständig waren. Dieselbe Kunst trieb auch das nette Tierchen noch in den zwei folgenden Jahren, wo es wieder in dem Gar- ten nistete. (Schluß follit.) Laibacher Zeitung Nr. 58. _______________^^ ^'" 13. März 190li. gende Politik ausspreche. Der (5inir hat aiigeord-net, daß nach diesem Dokuiucnt uiiter den hinterlassenen Papieren des verstorbenen Sultans gesucht lverde. Sollte er sich dasselbe zur Richtschnur nehmen, so würde er nur in seinen Tendenzen bestärkt 'werden, Afghanistan nach außen abzuschließen, denn wie der verstorbene Emir dachte, ist bekannt. Es ist bezeichnend, daß alle wichtigen Posten an der russischen wie indischen Grenze verstärkt, bczw. befestigt werden. Große Forts werden hergestellt und mit schweren Geschützen besetzt. Es ist nur bei der Abneigung, welche Fürst und Volk gegen alle Fremden hegen, äußerst schwierig, tüchtige Kräfte zur Ausbildung der Artillerie zu erhalten. Politische Uebellicht. Laib ach, 10. März Tie „Zeit" veröffentlicht eine Erwiderung des Präsidenten des Verwaltuugsgcrichtshofes, Grafen Schönboi-n, auf einen im gleichen Blatte früher veröffentlichten Artikel des Grafen Albert Ap-ponln'. Der Autor erklärt, daß die Mleithaner wohl fragen dürfen, ob sie wie bisher mit Ungarn vereint bleiben sollen oder nicht. „Wir," so führt er aus, „sind dazu bereit; wird unsere Vereitwilligkeit abgelehnt, so wird es nicht bloß unser Schade sein. Wir betrachten unsere Beziehungen zu Ungarn als in: wesentlichen geregelt, weil wir meinen, daß im Jahre 18<,7 das Eristenzminimum einer gemeinsa inen Monarchie festgelegt worden ist. Gewiß könnte mail mit Nutzen über die Klarstellung von Einzelheiten, zum Beispiel den Quotenschlüssel und manches andere, verhandeln und sich neuerdings eini gen, gewiß könnte man an eine Gleichstellung der Gesetzesterte schreiten. Aber an dein Wesen des Ausgleichs rütteln oder auch nur dieses Wesen als ein veränderliches betrachten, an dem Parteipolitik ihre linste übt. das muß uns mißtrauisch und besorgt macheil. In N ußland mehren sich, nach den „Hamburger Nachrichten", die Stimmen, die nun, nach Inkrafttreten des neuen deutsch-russischen Zolltarifes, Maßnahmen zur.«o e b u n g d e r r u s s i s ch c n I n d u st r i e, niedrigere Eisenbahntarife sowie vor allem die Aufführung der seit langem schon projektierten Wasserwege für einen, größeren Warentransport fordern. Letzteres ist für Nußland um so bedeutungsvoller, als etwa 88 Perzent aller Frachten in Nußland mittelst Eisenbahn befördert werden, obwohl der russische Tarif im Verhältnisse zu dem anderer Länder unvergleichlich höher ist. Daher wird iil den zuständigen russischen Negierungskreisen gegenwärtig die Frage neuer Wasserwege, speziell ciner Erweiterung der Verbindung des Dnjepr mit der Weichsel einerseits und der Newa mit der Wolga, bezw. mit dem Don anderseits erörtert. Diese zwei .Hauptlinien sollen an verschiedenen Stellen miteinander verbunden werden und so ein ganzes Netz bilden. An das Vassernetz im europäischen Nußland solleil dann auch die sibirischen Flüsse angeschlossen werden, was vermittels der ill die Kama münden den Tschussowaja und des in den Tobol münden- dcn Isset leicht zu bewerkstelligen sei. Auf diese Weise würde man bis zum Baikal-See einen ununterbrochenen Wasserweg haben, der je nach Bedarf nach verschiedeilen Richtungen hin erweitert werden könnte. Sibirien, Nußlands >l'ornka miner, würde den Ncichtum all Getreide, Nohprodukten und Erzen in weit größerem Umfange als bisher auf deii Weltmarkt bringen können. Die Verwirklichung dieses gewaltigen Projektes, dessen Ausführbarkeit die russischen Sachverständigen bereits bejaht haben solleil, würde einen Umschwung auf dem Weltmarkte hervorrufen. Der bisherige russische M inisterresi -dent beim päpstlichen Stuhl, Narikkin, der zulll Gesandteil in Stuttgart ernannt wurde, wird, wie man aus Nom meldet, den gegenwärtigen Botschaftsrat bei der russischeil Botschaft in London, Sasonov, zum Nackfolger erhalten. Diese Wahl wird in vatikanischen .^reisen sehr willkommen geheißen, da Sasonov durch eine Hieihe von Jahren als Legatioussekretär der russischeil Vertretung beim päpstlichen Stnhl unter den Ministerresidenten c'arikov und Gubastov tätig war und sich vortreff lich bewährte. Ans St. Petersburg geht der „Pol. Korr." folgende Mitteilung zu: Gegenüber verschiedenen unzutreffenden Ansichten über die Mitwirkung N nßland s bei den Bemühungen, die auf eine Einigung zwischen Deutschland und Frankreich ill der M a ro kko - A n g e l c g enh eit abzielen, ist auf Grund authentischer Informationen festzustellen, daß das russische Auswärtige Amt sich im Interesse einer Ausgleichung der Gegensätze an einem und demselben Tage, d. i. am 2. März, durch seine diplomatischen Vertretungen, an die deutsche, sowie an die französische Negierung mit ziemlich analogen Noteil gewendet hat. Die Behauptung, wonach man russischerscits auf die französische Negierung hinsichtlich der Bewilligung der neuen Anleihe für Nußland durch die Drohung einen Druck ausgeübt hätte, daß andernfalls eine Annäherung Nußlauds an Deutschland in der Marokkofrage Platz greifen würde, ist durchaus gnmdlos. Tagesnemgleiten. - lV o n o c r T r a n s m i s s i on s t a l p i e r<) Ein schwerer Unfall hat sich in der Hornknopffabrik von Josef Sittig in Wien zugetragen. Die ^)jäl> rige Hilfsarbeiterin Iosefa Hartwig arbeitete all einer durch Transmission betriebenen Spindel. Durch Zufall geriet ein Ende ihrer Haare in den Transmis-sionsriemen. Sic wurde an den Haaren erfaßt uno in die Transmission gezogen. Tadurch ist ihr die Kopfhaut vom Augenbrauenbogen bio zum Nacken vollständig skalpiert worden. Bewußtlos stürzte die Arbeiterin zusammen. Ärzte der Ncttungsgesellschaft verbanden die furchtbare Wunde und brachten Iosefa Hartwig ins Sophicnfpital. ^- (E i n n c u eZ Mi tte l g e gen die K r e b s-l rank he, it.) Aus Bern, l). d. M., berichtet der Korrespondent des „Beniner Tageblatt": Großes Aufsehen erregt in medizinischen Kreisen eine MW teilung, betreffend Heilung des Krebses, die Dr. Odier aus Genf der Akaüemie der Wissenschaften in Paris gemacht hat. Ich habe Odicr, der seine Experimente im hiesigen bakteriologischen Laboratorium ausführt, sprechen können. Er erklärte mir, vor fünf Jahren seine Arbeiten begonnen zu haben. Bisher behan delte er nur Tiere, und es gelang ihn,, sie in cichtzig Prozent der Fälle zu heilen. Er besitzt weiter Mittel zur sicheren Diagnose der Krankheit und wird nun in der nächsten Woche HeilungZversucl)e am mensch» lichen Körper inachen. Sein Heilmittel ist kein Serum, sondern ein organisches Gärungsmittel, das die schad, lichen Stoffe auflöst. Der junge Arzt — er ist 31 Jahre alt ^ si?ht sehr znvcrsichtövoll dem Ergebnis seiner nächsten Versuche entgegen. — (Ka rtoffeI kn öpfe.) Eine große Anzahl von Knöpfen, die jetzt getragen werden und die wie Vein- oder Elf-mbeinknöpfe aussehen, sind in Wirklichkeit weiter nichts als Karwffe'lstückchen, die auf chemisckiem Wege steinhart gemacht wurden. In dieser Form eignet sich dann die Kartoffel ganz vortrefflich zur Bearbeitung und insbesondere znr Herstellung von Knöpfen. Der Kartoffelknopf kann höchstelts bei sehr genaner Untersnchnng von anderen Knöpfen nn terschieden werden, und selbst dann ist eo fraglich, ob es ein Laie überhaupt vermag, denn die Kartof selknöpfe nehmen jede Färbung an und sind ebenso hübsch ivie Bein» oder Elfenbeinknöpfe. — (E i n e cinstürze n de St a d t.) In dem Nhvmneytal in Südwales haben schreckliche Erdbenx' gungen großen Schaden verursacht. Aber auch in der Mitte deo Bergwerfsdisiriktec' ist die Stadt Maesteg von schweren Erschütterung heinigesucht , ioordei,, nnd die volkreiche Stadt droht an einzelnen Stelleil völlig einzustlirzen. Es zeigten sich Plötzlich Nisse in der Erde uno ganze Neihen Häiiser erlitten schwe ren Schaden. Ganze Stadtteile wurden voll den Bc> wohnern verlasse.,, weil die Mauern zu wanken be-gannen. Die Pflasterung in den Straßen ist an ein! gen Stellen völlig aufgerissen: ill, deii Gälten nnd Anlagen gähnen bereits Löcher und eil, auf einer Wiese grasendes Pferd ist von den, sich auftnendei, Schlnnde der Erde verschlungen worden. — (Ein Hciratsgesnch vor siebzig Jahren.) Am 15». April 18,'i? druckte das Solinger ,W'eiS Intettigenzblatt ein Heiratsgesuch ab, ivorill cin gewisser Sarwest 1l)00 Dollars dem Vermittle,- der Elie verspricht nnd dann eine ergötzliche Beschreibung seiner eigene» Person gibt. Ma» möchte wünschen, daß die Aufrichtigkeit, mit der dieser Ehelnstige seine Eigenheiten und körperlichen Mängel schildert, auf dein Heimtsmarkte der Gegenwart Nachahmung fände. Herr Sarwest schreibt: „Ich bin «KM in NW, dieses Landes geboren, habe fünf Neisen nach Indien gemacht und siebenmal auf dem Punkte gestanden, mich zu verheiraten. Ich besitze ein Vermögen von 18.000 Dollars, 10 in Grundstücken und 8 in Geld, Meine Fehler sind folgende: ich habe einen Flecken auf der rechwn Backe lind ein Zeichen ails dein linken Auge. Dan dritton Finger der, linke» Hand verlor ich in einem Zweikmnpfe, von dem ich lieber gar nicht reden möchte, und beim Gehen hinke ich ein wenig. Übrigens bin ich den andern Männern ähnlich. In Harte Menschen. Roman von Alexander Römer. (37. Fortsetzung.) («achdru«! verboten.» „Maria Vranocs — Brandos", wiederholte, er, als ob er sich besänne. „Toll ich Ihrem geschwundenen Gedächtnis nach-Iiclfen, Herr Müller?" Die breite mächtige Gestalt rückte ihm drohend näher — der Alte wich scheu zu» rück, er versuchte sich hinter dnn Tische zu verschandln. Georg Neller — wie er sich bisher genannt, in WahrheitGeorgVranoes — lachte rauh auf. „Packt dich die feige Angst, Schurke"? rief er. „Angst, Angst, ivaruni?", keuchte Müller. „Maria VrandeS ist ja lange tot, ich Hav2 sie selber mit begraben helfen und ihr Junge — niemand weiß, was aus ihm geworden ist. Ich habe für die Maria gcwn, was ich konnte — ich hab' vielen Menschen geholfen - aber meistens bringen sie sich selber immer wied?r ins Elend. Die Maria ließ sich anch nicht raten - " Herr Müller war in Zug gekommen, er redet? hastig, in verdrießlichem Ton. Ihm war halb wirr im Kopf, seine Schwester, dieses Lügenweib, hatte ihm doch gestern noch gesagt, der — der Amerikaner sei abgreift. Es l)atte ihm eine große Erleichterung gewährt. Null dranz dieser - dieser, - furchtbare Mensch bei ihm ein. überfiel ihn, da er allein und hilflos lvar ^ seine zitternden Finger tasteten nach der Schiebladc des Tisches. Dabei donnerte ihm daö „Halt" seines Gegenüber in die Ohren, das dessen Antwort auf scinc letzte Nede war — und er schoß zusawmcn. Seine Knie lvanktcn, er fiel auf den Stuhl. „Halt! N?age es nicht, ein Wort auf meine Mutter zu sagen, Elender - ich — sieh'! Die Fäuste möchten sich nicht halten lassen und dich an der GurZel packen — du — du —" Der finstere Mann in seiner bebenden Wut bot einen furchterregenden Anblick. „Du hast den Kuppler gespielt, du, der du zum Vormund der jungen Waise bestellt warst, die sich so mühsam ihr Vror als Buchhalterin ehrbar erwarb. Tu vermitteltest die Zusammenkünfte mit den« Mann<,', der der Unerfahrenen mit heiligen Eideil schwor, sie zu seiner Frau zu machen. Und als cr dann versetzt wurde und seiner Familie, seiner Karriere wogen das große Geheimnis für nötig erachtet wurde, da warst du der gefällige Zwischenträger. An dich wurden die Briefe adressiert, an dich auch die Golder, di« später, als die arme Verlassene ihrer Stelle verlustig, in Unchre, in Not war, vom Vater ihres Kindes für sie gesaudt wurden. Nie kam es, Teufel, daß Maria Brandes diese Gelder nie erhielt, ebensowenig wie die Briefe, di? ihr doch gesagt hätten " Georg Brandes' Stimme war immer dumpfer geworden, das Vergangene wühlte so herauf, daß es ihn fast erstickte. Der Alte saß und stierte vor sich hin, er wagte nicht aufzublicken. Jetzt, als von den Geldern die Ncde war, fuhr er auf. „Gelder! Gelder!" schrie or, er nichte seine Angst jetzt unter lautem Gevolter zu verbergen, „wie können Sie mir mit solchen Neden kommen, wie können Sie hier bei mir eindringen, mich l>edrohen, beschimpfen? Ich werde um Hilfe rufen. Der keuchende Atem versagte. Der schreckliche Mann beugw sich noch zu ihm. „Auf die Stunde habe ich gewartet - lange glaubst du Schuft, daß ich dich aus meinem Griff lasse. Sieh' her — kennst du diese Quittungen? Er hiÄt ihni die Papiere dicht vor die Augen, „auSge. stellt von Oskar Müller an Herrn Negierungsrat Morbach und sie hast du sterben lassen im tiefsten Elend, buchstäblich Hungers sterben lassen und ich, der zwölfjährige Junge, ich bettelte bei dir, für sie, die an Entkräftmlg hinsiechte, und du warfst mir einen Groscl)en in die Mütze und schimpftest auf das Bettel° pack das dli um Tausende betrogen hattest, Jetzt endlich ist der Tag der Abrechnung gekommen. I,-jener Stunde tat der Knabe einen Schwur, den Mö> dem, seiner Mutter zu vergelten. Gottes Mühlen mahlen langsam, aber sicher! dich ereilt das Gericht," Herr Müller schrie gellend auf, er hatte plötzlich aus der Tischschieblade ein blitzendes Ding gerissen, seine zitternden Hände richteten die Waffe auf den drohend vor ihm Stehenden. „Hilfe!" schrie er, „Mörder! Mörder!" und versuchte den Hahn der Pistole zu spannen, Georg Brandes packte mit sicherem Griff den Avm des Angreifers und entwand ihn, das Mord-instrument. Seine Zähne knirschten anfeinander, sein Blut kochte, ein Fingerdruck und seine Nache war vollbracht. Sein Opfer dort vor ihm, der schuftige alte Mann, der in seinen Sünden Ergraute, der keine Neue, keine Gewissensbisse kannte, er duckte sich da wie, ein fauchendes Tier, mit weit aufgerissenen Angen in fahler Todesfurcht. Georgs haßerfüllter Blick haf-tete auf ihm, lvährend er die Pistole erhoben in der Hand hielt. (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 58. 511 12. März 1906. oer Politik bin ich gemäßigt, m der Religion Freidenker. Bislveilcn trinke ich Wein, und die stalte ist mir sehr zuwider Das schöne Geschlecht findet in mir einen Anbeter, besonders die Fran, die nnr >»ich lieben will. Diejenige, lr>elche ich heirate, nuiß zwi schcn 2l» und 8-") Jahren alt sein, eine Witwe ziehe ich jeder an,derl, bor. Die Leichtsinnigen, Nx'lche die Ver-nnügungcu lieben, Tee trinken, unaufhörlich schwatzen, utme jemals über eine Sache liachzud.'nken, zu junge und zu alte branchen sich gar nicht zu melden." Lolal- und Provinzial-Nachrichten. Finanzielle Belastung der Akticnssescllschaften. Dab k. k. Finanzniinisteriil!» hat folgenden Erlas; herausgegeben: Ini Oktober des vorigeil Jahren lluben im Finanzministerium Besprecliungen mit Vertretern aus Vauk° und Industrickreisen über die smanzielle Belastung der Aktien Gesellschaften stattge-funden. Anläßlich dieser Besprechuiigen wurden sei-U'us der Interessenten eine Reihe von Wiinschen, Anregungen, zum Teil auch Beschwerden znr Sprache gebracht, welche sich, abgesehen von der Handhabung des Regulativs für Aktiengesellschaften, bezw. der gesetzlichen Negelnng des Attienlvesens, auch auf die Besteuerung nnd Vergebührung bezogen haben. Es läßt sich nicht leugnen, daß dem Assoziatious-wesen auf dem Gebiete der Nationalökonomie unter ^n h^utigmi Verhältnissen und bei der Gestaltung des wirtschaftlichen Lebens eine hohe Bedeutung zu-l'omml, welche naturgemäß auch auf das staatsfinan-zielle G^biot zurückwirkt. Wenn es auch selbstverständ-^tck) ist, daß die in diesen Formationen liegende Steuerkraft vollauf dienstbar gemacht werden müsse, wie es anch in den einschlägigen Gesetzen znm Ausdruck gebracht erscheint, so darf die Heranziehnng dieser Steuersubjekte doch uicht iu übertriebener Weise stattfinden, wodurch die Entwickluug dieses Assozia twnswesens unterbunden uud in weiterer Folge sogar diese staatliche Einnahmsquelle beeinträchtigt werden könnte. Insofern es sich um legislative Maßnahmen handelt, kann die, Regierung nur daraus bedacht sein, bei der Wahrung dieser Gesichtspunkte und insbesondere der Notwendigkeit, anf die stets fortschreitende wirtschaftliche Entwicklung Rücksicht zu uehmen, mit-zuwil'k.'n. Anf administrativem Gebiete ergibt sich die Möglichkeit, die Absicht des bestehenden Gesetzes doch stets unter Bedachtnahme auf die wechseludeu und sich ausgestaltenden realen Verhältnisse zu erforschen, wodurch manche vom Gesetze gar nicht beabsichtigte Härten und Belastungen wenn nicht ganz beseitigt so doch wesentlich gemildert werden. Deshalb hat das Finanzministerium nicht verabsäumt, in dieser Rich tung nach Maßgabe des Bedarfes durch verschiedene Erlasse, Belehrungen ?c. einzugreifen. Auch die eingangs erwähnten Erörterungen geben Anlaß, die nachstehenden Pnnkte einer Erläuterung zn unterzicheu. Nücksichtlich der Handhabung des II. Haupt-slückes des Persotialsteuergesetzes wird zunächst in Absicht auf di? Ermittlung des steucrpflichtigeu Rein» ertrages bemerkt, daß, wie bereits iiu Artikel 14 der Vollzugsvorschrift II gesagt ist, der in der Bilanz als solcher ausgewiesene Gewinn ooer Verlust uud oas die Bildung dieses Schlußergebnisses darstellende Gewinn- und Verlustkonto (die Ertragsbilanz, Ve-triebsrechuuua) iu erster Linie iu Betracht kommt, wobei sich aber schon Meiunugsverschiedeuhoiteu dar° über ergebeu köuucn, ob das Gewinn- und Verlust-tonto (die Netriebsrechnnna) den Reinertrag vollständig darstellt. Es kann nämlich hinsichtlich gewisser Poston znx'i-felhaft sein, ob sie überhaupt in die Vetriebsrechnnng und nicht vielmehr in die Kapitalsverrechnuug ge höreii und ob ,M)t de,u Vetriebserfolge Ausgaben angelastet wcro?u, welche sich vielleicht richtiger als Kapitalsaufwand darstellen, wie Gründungsauslageu, Kapitalsvergrößeruugen, Investitionen! auch könuen b?rschn'5l,'m' Anffassnngen hinsichtlich der Angemessen^ heit der Angemessenheit der in der Bilanz enthaltenen ^'ffm'nansätze bestehen, so insbesondere hinsichtlich der "bschreiblingen, Hinterlegungen in Reservefonds n, dergl. mehr. (Fortsetzung folgt,) - (Die ne n e n O b e r land e s g e r i ch t S^ V r ä sideute n v o n G r az uud Tri e st.) Die ,'Wiener Zeitung" Verlautbarte am Samstag in uirem aintlichen Teile die Ernennung des Ministe-nalraws nu Justizniinisteriun,' Dr. August Ritter v. P it re i ch znm Oberlandesgerichtspräsioenten von ^raz. Präsident Dr. v. Pitreich steht im 5>1. Lebens lahre. Nach Beendigung seiner jnridischen Studien lvandte er sich dein NeäMdienste zu uud iibte längere ^eit sen,e richterliche Tätigkeit auch im Grazer Ober- landesgerichtssprengel aus, bis 186."-, seine Berufung ius Justizministerium erfolgte. Iu dieser Stelluug l,ahu, Dr. v. Pitreich regen Anteil au der Ausarbei-iuug voil Gesetzen uud Entwürfen, die das fozialpoli-tische Gesetzgebul,ZSgediet betreffen. Im Justizministerium rückte Dr. v. Pitreich bis zum Ministerialrate lMKI) vor. Aus dieser Stelluug erfolgte mm feine Ber,«fuug zum obersten Leiter der Iustizaugelegen-heiten von Stcieriiiark, .«iiärnten und Kram. — Die „Wiener Ztg." verlautbarte »veiters iu ihrer Sanis, tagsnummer: Seine Majestät der Kaiser hat dem Oberlandesgerichtspräsidenten in Trieft Dr. Ednard Ritter von Kiudinger anläßlich feiner erbetenen Versetzung in den dauernden Ruhestand taxfrei den Orden oer Eisernen Krone erster Klasse verliehen, den Oberlandesgerichtspräsidenten in Zara Dr. Adalbert Garischer zum Olx'rlandesgerichtspräsideiiten in Trieft ernauut. Der neue Obrelaudesgerichtsrnt iu Trieft Geheimer Rat Dr. Adalbert Gertschcr ist im Jahre l^K! zn Neumarktl in Krain geboren, absol-vierte in Rildolfsivert das Gymnasium uud vollendete sei no juridische», Studien an der Wiener Universität. Im Jahre 18<>7 machte er iu Laibach seine Gerichts, prai-rs, war durch mehrere Jahre GerichtsadjuM in Adelsberg, später Staatsanwaltssubstitut in Eilli und Bezirksrichter iu Marburg, woselbst er anläßlich der Auleguug der neuen Grundbücher durch Verleihung des Ritterkreuzes des Franz Josef-Ordeus ausgezeichuet wurde. Er fuugicrte sodauu als Ober-landesgerichtsrat in Laibach, Kreisg^richtspräsident iii Cilli, OberstaatsaiNvalt in Trieft, wurde im Jahre l«)<; vom Grafen Gleispach als Ministerialrat in das Justizministerium berufeu, im Jänner 189k zmn Generaladvokateii und im gleichen Jahre zum Ober-landesgerichtspräsidenten ili Zara eriiannt. Doktor Gertscher lvar vielfach als juridischer Schriftsteller tätig. Er ist Ritter des Leopol dl-Ordens und der Eiserneu Krone dritter Klasse uud bekleidet seit UXXi die Würde eines Gcheimeu Rates. — (Der Laibacher Ge iu eiud <^ ra t) hält morgen nachmittags um 5> Uhr eine außerordentliche Sitzuug mit folgender Tagesordnung ab: 1.) Berichte der Finanzsektiou: ü) über das Augebot des Fabrikanten Mar Samassa, betreffend den Ankanf eines städtischen Grundstückes auf dem Schloßbera/' und die Regulierung seines FabriksbangruudeZ anf der Brühl (Referent S ve te k); d) über das Angebot des Kaufmannes I. Perdan um Aukauf eines städtischen Grundstückes au der Uuterkraiuer Straße lNe went Senetoviö). - 2.) Bericht der Bau. uud der Stadtverschonernngssektion über die Vorschläge des Bürgermeisters, betreffend das Üaibaäm- Kastell (Referent kubic). - 3.) Berichte der Bausektion l») über die Abänderung der Vanlinie ili der Herren' gasse zlvischen den, Valvasor- und den, Auerspera Platze. (Referent von Trntoczy); l>) ^^'^. ^. Schlußabrechuung der Maurerarbeiten und der Liefe ruiigeu der Firnm Tönnies beim Van des städtischen Voltsbades sReserent Turk). — ^.) Bericht der Polizeisettiou iiber die Zi'schrift des Bürgermeisters, betr"ffeiid die Hllfbeschlagschule uud das Tierspital in Üaibach (Referent Dr. »titter von Blei weis) — 5.) Bericht des Kuratoriums der Kaiser Franz Ios^f I. städtischen höheren Mädchenschule über den Jahresbericht des Direktors pro 1R!l/l!x»5 (Referent Dr. Ritter von Blei weis). - k.) Bericht der Finanzsoltiou über das Gesuch einer Hausbesitzeriu um Zuertennuug d^ Priorität für ein geplantes Darlehen vor dem städtischen 3<7',>, höchst eigen-artiger, so daß or in den Augen eines korrekten Erziehers zweifellos als ein verkonuneues Genie dasteht, denn seil, Lebenslauf ist bis zur frühen Vorheira tung ein abenteuerliches Zickzack, das ihn, aber ein? Fülle von Anregungen nnd Eiudrückeu aller Art brachte. Stetigkeit erlangte das vielbewegte Leben des Jünglings erst durch die Verheiratung mit Marie Thienemann. die schon mit 22 Jahren erfolgte- diese Heirat enthob ihn, sür immer aller materieller Sor-gen. Das juuge Paar hauste zunächst in Berlin „in Erkner". Sein damaliges Milieu hat der Dichter in seinen beiden Diebskomödicn „Der Biberpelz" und „Der tote Halm" sehr anschaulich abkonterfeit. Aus des Dichters Lebenslanf leuchtet bereits einiges von der geistigen Physiognomie des Dichters entgegen nn,d es scheinen den, Vortragendon vor allein drei Charal^ terzüge bestimmend zu sein: den ersten Cahrakt^zug bildet das soziale Mitleid, die tiefe Empfindung für die tiefe Nachtseite uuserer Kultur. Der Zug d^s Mit leids tritt in seinen beiden beste», Schöpfungen: „Die Weber" uud „Hanuele" lebendig uud ergreifend hervor. Aber ergänzt muß dieser Zug zum Ärnien, Klemm durch die Sehnsucht nach dem Einigkeitsw?rt werden, der selbst den scheinbar nnbcdeutcnden Erscheinungen aufgeprägt sein kann. Diese Sehnsucht nach den Einigkeitsängen, die sich in die düstere Todes melodie des Dasein skamps es vernx'bÄ,, ist ein anderes Hauptkennzeichen Hauptmannscher Poesie. Iu der Trän? des Menschenauges, wenig« steus des brech?nden Auges, zeigt der Dichter den Himmel, so spiegelt sich in den Webern im brechen, del, Ange des an seinem Webstuhl zusannnenae. schossenen alten Hilse die erhoffte Hinnnelsherrliä). keit, so blüht das schönere Leb?n, das in der Seele des zu Tode gemarterten Kindes gefchlummert hattei, im Himmelstraume des sterbenden Hannele. so fluten über die Bahre des toten jungen Kromer ili „Michael Kramer" unich?. milde Abendglocken herein. ^- Der Vortragende kam dann auf des Dichters neuestes Werk „Und Pippa tauzt" zu sprecheu, das ebenfalls die demütig suchende Andacht, die Ehrfurcht vor deu heiligen Mächten andeutet, die im Verborgenen das lebende Kleid unseres Poesie aeworHnen Wesens weben. So ist Hauptmann der Sänger des Erdenleides und der Himmelsschnsucht geworden uud hat mit beiden zwei Hanptströmen dn geistigen Bewegung nns?rer Zeit erfaßt. Redner führte nun weiter aus, wie leider.Aauptmaim auch in einen, dritten Charnkterzuge der echte Sohn unserer gährendeu, nervös zerfaserten, sprunghaft von Er-tren, zu Ertrein tastenden Zeit sei. Sein ganzes Dichterleben war ein immn neues Vrperinientieren, ein Hin- und Herverfuchcn an den disparnwst' Stoffen. Bei keiner einzigen feiner Schöpfungen hat nian den Eindruck einer langsamen ansgereiften Frncht, bei einer Reihe feiner Dramen hören wir, daß sie in wenig Tagen entstanden seien. Herr Dr. Hea/em ann versuchte nach einer kritischen Besprechung des Aufbaues der Hauptmann scheu Dramen und der Charakterisierung seinem Personen, die nur i>, einzelnen Situationen unendlich scharf gesehen sind, wahrend es ihm nicht gÄung?u ist, auch nur einen Helden zu schaffen, den Nachweis, daß die eigentliche Stärke des Dichters das realistische Drania im Stile des Genrebildes sei, das konkrete Situationen scharf belichtet, das weder nach Seite der ge^ danlenmäßigen Vertiefnng, noch öes dramatischen Anfbaues schwere Anforderungen stellt. Hier hat er das, was von ihm bleiben wird, geschaffen, wenn er auch gerade mit seinen romantischen Märchenspie»' len den Tageserfolg errang. Die nähere Besprechung der Hauptinaniischen Tramen beschränkte Herr Dok» tor Hegemann der vorgeschrittenen Zeit halber auf das dramatische Erstliugswc'rk: „Vor Sonnen» aufgang", das Drama: „Einsame Menschen", die beiden Revolutionsdrmnen „Weber" nnd „Florian Gelier" und schloß mit einer kurzen kritischen Ana» lnse des symbolistisch-romantischen Dramas „Die v?r< snnkene Glock?". — Dnrch reichen Beifall sprach das Publikum seiueu -menskygasse ihre diesjährige ordentliche Generalversammlung ab. Als Vertreter der Aufsichtsbehörde war Magistratsrat ^esel erschienen. Wie wir dem vom Obmann Ieloönik erstatteten Iahresl>erichte entnehlnen, zählt die Genossenschaft 120 wirkliche Mitglieder und 30 Lehrlinge. Die Einnahmen beliefs sich Pro 1!X)5 auf 1108 k, die Ausgaben auf 71tz K. Das Gcnossenschaftsvermögen bezifferte fich mit Schluß des abgelaufenen Jahres auf 1!^47 K. Der Obmann machte weiters die Mitteilung, daß die, Sta« tuten des genossenschaftlichen Schiedsgerichtes die behördliche Genehmigung erhalten haben. Die im Monat September abgehaltene außerordentliche Generalversammlung entschloß sich für eine teilweise Änderung der Genossenschaftsstatuten: deren Genehmigung sei noch nicht erfolgt. Der Bericht des Obmannes wurde, nachdem die Revisoren Lcntgeb und Preskar enrllärt lMten, daß die Rechnungen vollkommen in Ordnung befunden woroen sind. znr Kenntnis genome-men. Dem Obmann, der die gesamt«? Gebarung selbst besorgt, wurde der Dank der Versammlung ausgesprochen und ihm eine jährliche Remuneration von 200 I< zugesprochen. Bei den hierauf folgenden Ersatzwahlen wurde der bisherige Obmann Herr Franz Ieloönik p^i' iK't'lllnizitiou^in wieoergewählt. WeiterZ wurden gewählt i Herr Kastelic zum Aus« schußmitglied. Herr Otorn zum Ersatzmann, die Herren Leutgeb und Preskar zu Rechnnngs-revisoren, Herr Krejöi zum Mitglied des Schiedsgerichtes. Der Beitritt zum Genossenschaftsverbande in Krain sowie zu dem österreichischen Schneidermei« sterverbande wurde einstinunig beschlossen und als Delegierte für ersteren bestimmt die Herren: Global-nit, I?Ioc>nik, Kreö. Krejöi, Kraigher, Okorn und Roöiö. Der Mitgliedcsbeitrag pro 19l)6 wurde, wie visher, mit 1 !< festgesetzt. Der Obmann machte schließlich die Mitteilung, daß die Meister-Krankellkasfe in Laibach am 1, April ihre Tätigkeit anfnehmcn werde, Anmeldungen zum Bctrittc sind an Herrn Engelbert Franchetti zu richten. Vor Schluß der Generalversammlung überreichte ciue Deputation der hiesigen Schncidergehilfcn ein Memorandum, betreffend die Feststellung eines einheitliclien, den Tencrungsver-hältnisscn in Laibach entsprechenden LohntarifeZ. Nach längerer Diskussion wurde der Beschluß gefaßt, die Angelegenheit einen: aus zehn Meistern und zehn Gehilfen bestehenden Komitee zur Vorberatung zn überweisen. (Der W o h I tätigkeit 3 vercin der Buchdrucker in Krain) hielt gestern vormittags in der Restauration des ..Narodni Dom" s^'ine diesjährige Generalversammlung ab. Nach der Ve grüßung der Anwesenden ourch Herrn Obmann O. Planinc belichtete Herr P. Ieloönik übet-die Vereinstätigkcit nnd Herr A. Ktrekelj über den Rechnungsabschluß. Der Ausschuß erledigte die lau-fcnden Geschäfte in sieb?u Sitzungen ulld veranstaltete am 17. Dezember in der Arena des „Narodni Dom" eine vollkommen gelungene Weihnachtsfeier. Im Laufe des Jahres sind fünf Mitglieder gestorben; am Ende d"s Jahres 1W5 zählte der Verein 143 Mitglieder, unö zwar in Laibach 119 und am Lande 24. Nach dem Rechnungsabschlüsse hatte der Verein X 917'66 Einnahmen und 15 602-78 Ausgaben, somit einen Überschuß von X 314-88, mit dem das Vci> einsvermögen auf l( 1611-45 angewachsen ist. Die Generalversammlung sprach allen, die auch im abgelaufenen Jahre dem Vereine ihr Wohlwollen de-nxchrt haben sowie dem Ausschusse den besten Dank aus. Der bisherige Ausschuß, bestehend aus den Herren O. Planinc (Obmann). I. Komar (Ov-mmmstellvortreter), P. Ielo?nik (Schriftführer). A. ^trekclj (Kassier), M. Ro/anec und I. V ehar (Ausschußinitgliedcr), M. Hrovatin und M. R l« p n i k (Beisitzer) wnrde wiedergewählt, Revisoren sind die Herren A. Gregorec und F. di t r u k e l j. ^- (Vilhar-Tenkmal in Adelsbcrg.) In Innerkrain hat sich ein Komitee gebildet, welches cs sich zur Aufgabe gemacht hat, dem »verdienswollen Miroslav V iIhar in Adelsberg ein würdiges Denkmal zu errichten. Das Denkmal, das voni akademischen Bildkxiuer Alois Re pi? hergestellt wird, soll auf dem gr-oßen Platze vor der Adelsbergcr Volksschule zur Aufstellung gelangen. Die Kosten für das Monu-nicnt sind mit 12.) bat im vorigen Monat 39 073 Liter Milch vortaust. * (Brandlegung und Selbstmord.) Gestern nachmittags steckte der Fleischhauer Franz Paternoster in Studenec aus Rache, weil seine Mutter nicht ihm, sondern seinem Bruder das Anwesen übergeben hatte, den neben dem Hause befindlichen Schupfen in Brand. Das Feuer breitete sich so rasch aus, daß zwei Nach° barhmlser samt den Wirtschaftsgebäuden eingeäschert wurden. Als der Nachbar Jakob Kocjancic mit seiner auf Besuch weilenden Schwester Antonie Kacar einen Sack Getreide aus der brennenden Dreschtenne retten wollte, stürzte die Decke ein und begrub beide uuter sich. Kocjancic konnte sich retten, wohingegen seine Schwester verbrannte, doch erlitt er solche Brand« wunden, daß man ihn in das Spital überführte und an seinem Aufkommen gezweifelt wird. Der Brandleger soll sich, wie verlautet, nach der Brandlegung erschossen habeu. Im Feuer wurde nur sein Rumpf vorgefunden. Die Kacar ist bis zur Unkenntlichkeit verbrannt. Auf dem Braudplatze erschien auch die Laibacher Feuerwehr» und Rettungsgesellschaft unter dem Kommando des Herrn Branddirektors Ztricelj. Wie man uns mitteilt, hatte der Brandleger schon gestern beim Mittagstische seiner Mutter mit dem Erschlagen gedroht. Er hatte 1200 X Geld bei sich. — Die beiden aufgefundenen Leichen wurden in die Totenkammer nach Mariafelo überführt. — (Das gestrige Konzert der Zog« linge der «Glasbena Matica») erfreute sich eines vorzüglichen Besuches uud eines starken Erfolges. Ein näherer Bericht folgt. — (Vercin swesen.) Das k. k. Lcmdespräsi-dium für Krain hat die Bildung des Vereines .Freie Organisation der Distrittsärzte in Krain" — „I'i'Otttu Ul'^ilili2u nung getragen werdeil. Mit der Zuführung der Ban-Materialien wurde bereits begonnen. <> (Gedenkfeie r.) Die Lelzt^n von der Wiener akademischen Legion des Jahres 1848 feiern anch heuer den >!',. März durch eine gesellige Znsammen kunft an obengenannt^'m Tage abends 7 Uhr in der Restauration „Tentsches Haus" (Wien, I. Bezirk), zn ' welcher Zusammenkunft der Obmann des Komitees. , der Hos- und Gerichtsadvoknt a. T. Herr Dr. Josef i K opp, die Einladungen ergehen ließ. In Krain lebt ! nach dem Hinscheiden des im Vorjahre verstorbenen Herrn Dr. Anton Pfefferer nur mehr ein Legionär des Jahres 1848, Hei-r Regierungsrat Professor Tot^ tor Alois Valenta Edler von M a rch t h n r n in ^ Laibach. lEineZige u nerb a n d e i n M a nns bürg und Stein.) Vorgestern ließ sich, wie nnc ans Stein geschrieben wird, in Mannsbnrg eine grö here Zigeunertruppe nieder. Die Zigennerinm'n bc gannen ihr Handlvcrl daniit. daß sie ourch Wahr sagen einigen Vesitzei stöchtern in der Umgebung Geld betrage entlockten und dann verschwanden. In einem Kanfmannslnden besorgte eine Zia,eunerin Einkänst' ' ilnd verschwand mit der Ware, ohne sie bezahlt zu habe». Dies wurde dem dortigen Gendarmerieposten kommando zur Kenntnis gebracht, woranf sich sofori eine Gendarmeriepatrouille, bestehend aus dem Titn larwachtmeister Rozman und zwei Gendarmen, in? Zigeunerlager begab. Als der Wachtmeister die Ziqen ner-Oberhälipter znr Legitimiernna nnffoidertc, bc nahmen sich diese oerart rointent, daß er sie fm- v"r haftet erklärte. Da sich in diese Amtshandlung auch einige Weiber einmengten, mußten auch diese für verhaftet erklärt werden. Samstag nachmittags wnr^ den die Zigeuner, 4 Männer nnd 1 Weiber nebst ^ einem Säuglinge, dnrch die Gendarnx'ii.'palronille dem Bezirksgerichte in Stein eingeliefert. In ihrem Besitze fand man den Betmg von 883 X 65 I», welclie Snmme vermuten läßt, daß sich die Lente das Geld durch Betrug oder Diebstahl erworben haben, Vier gedeckte Wagen, :jl> Pferde und mehrere Kinder Nmr den dein Gemeindeamte in Mannsburg zur Obsorge übergeben. Sonntag morgens ergriffen die in Manns-bu.g zurückgebliebenen erwachsenen Mitglieder der Bande - zwei Weiber und ein Bnrsck>e nuter Mitnahme der Kinder, Pferde nnd Wagen die Flucht nnd erfchienen vormittags in Stein, wo sofort ihre Behandlung nach dem Schnbgesetze eingeleitet wnrd.', Die Provenienz der Bande ist noch nicht festgestellt Nach der Sprache scheinen sie von der steierisch-nnga rischen Grenze zu stammen. l>. ^- (Von der om b r omctr ischen Veo b a ch tn n g s st a t i on Littai.) Die ombrometrische Beobachtungsstation dritter Ordnung in Littai ver zeichnete ini Monate Februar zwölf Tag»,' mit Nieder schlag, luährend sechzehn Tage des Monates ohne jeglichen Niedcrschlaa. blieben. Hievon gab <'s 6 Tage mit Tchneefall und an 6 Tagen fiel Regen, teilweise mit Schnee untermischt. Der geringste gefallene Nie derschlag binnen 24 Stnnden wurde am 16. Febrnar mit einer Niederschlagsmenge von 0 1 Millimeter, der i größte am 28. Februar mit einer solchen von !i:l'> Millimeter verzeichnet. Der neng?fallenc Schnee er ^ reichte die größte Höhe am 2->. Februar mit 7 Zenti'. meter, sank am 26. Februar infolge der eingetretenen Schneeschmelze anf 1 Zentimeter, mit welchem Tage anch das Tavetalgebiet in den Niederungen schne<-f>'','i wnrde. Die höchste Lnfttomperatur hatte dad Lii l Saibadjet titling Sir. 58. 513 12. SKärj 1906. taier Savotalgedict im vcrflossnvTn Munak an> ^7. F?bruar mit i 1 l Grad Celsius, dic ^c, insist.' am !>. und 11. sscbruar nnt — l)-4 Grad Cv'lsiu^ nach d?n täglich um 2 Uhr nachmittags erfolgten Vcob-achtunAN. -^ili. ' (Verhaftung eines Hoch stapI er s.) Zu der unt<'r di?frr Spitzmarke gcbrachton Notiz wird uns mitgeteilt, daß der verhaftet? Josef In na, tatsächlich im Dk'nste der ersten österreichischen Ge-schäfts- und Nealitätenbörs<.' in Wien Vl/2, Mar. chettigasse 1, stand, und berechtigt U>ar, mit Parteien Verträge abzuschließen. Inng nnßlnauchtc sein? Vollmacht und behielt das ganze Geld für sich, anstatt sich nur die Provision abznziehm. Die Firma erhielt von dem unredlichen Gebaren des Jung durch unzählige Reklamationen Kenntnis, dre aus der ganzen Monarchie b-'i ihr einliefen. Da sie eine große und reelle Firnia ist, so wird jedenfalls der dnrch Inng verursachte Schaden den Parteien ersetzt werden. * (C- inPf e r dvergefs e n.) Ain verflossenen Markttage wurde auf dein Vichplatze vmn Tischler A. 5ionmll ein herrenloses Pferd eingefangen, das s> bis 7 Jahre alt sein dürfte. Der Besitzer wolle sich beim städtischen Polizeioopartement nielden. — (M utigeTat ei n es K r a i i, e r s.) Mitte Februar d. I. ereignete sich des Nachts in einem der ersten Hotels in Newyork eine Gascrplosion, wobei das ausströmende Gas alsbald das erste Stoctwert des Hotels voll füllte. Die im Hotel nächtigend?,, Passagiere retteten sich durch schleuniges Verlassen ihrer Zimmer vor dein Erstickungstod; nur in einem Zimmer, das in der Nähe der Vrvlosionsstä'tte lag, befanden fich drei linder des Hotelbesitzers im tiefsten Schlafe. Dieses Zimmer war ganz nnt dem ans-strömenden Gase gefüllt. Da drang der in Hötitsch bei Littai beheimatete Hotelbedienstete Heinrich Hmu^-lner beherzt ins Zimmer und rettete alle dr?i linder. Für diese mnlige Tat wnrd? ihm seitens des Hotelbesit-zers eine hohe V?lohnnng zuteil. ik. - sVerlor<'n^ würd? ein Geldtäschchen uiit 21 X. Theater, Kunst und Meratur. "" (Deutsche Vühne.) Die gestrige zweite Aufführung der Operette „Vergeltsgolt" war inäßig gut besucht. Die anmutige ^indeiszene im Ieht.?>> Akte fand wieder lebhaften Anklang nnd die kleine Lola erhielt für ihre herzige Leistung ein n^tes Ge> schenk als Anerkennnng. " (Philha r n, u n , s ch e Ges ? lls ch a f t.) In würdiger Weise beschloß die ^ammermusitver-einigung der Philharmonischen Gesellschaft ihre an intimen Genüssen reichen Vorführungen, die ein stattliches Kapital gediegener Mnsik darstell?!,, dac- für die musit'alische, Bildung von der höchst?,, Wichtigkeit ist. Dnrch di? Mitwirkung des GeigenkünstlserS Herrn Leo Fnnt e k, der die herrliche „Ciaccona" von I. S. Bach in stilvoller Größe vortrug und die Primgeige beim Streicha,nint?tt mit edl?r ,Uiinstlerschaft spielte. ge,oann der Abend an Neiz nnd Glanz. Das Qnin-letl Brnl-tners, das zu den ergreifendsten nnd unvergänglichsten Schöpfungen auf den, Gebiet? der 5w,n mermusik gehurt, wurde mit heller Vegeistenlng ans-genommen. Den Kannnermnsikabend beehrte Hern Landespräsident Theodor Schwarz mit seinem Ve snch?, der dem Konzertmeister Herrn Hans Gerstne r nnd dem Geig?nlünstler Herrn Leo F unter seine besondere Anerkennung ausdrückte. — Ein ausführlicher Bericht folgt. .1. Telegramme lles l. l. 3tItllllll>htil'wttsl>lil,i!elll'VllttllllS. Furchtbare Katastrophe in riner Kohlcnqrnbc. P a r i s, l(». März. In ^5onrru>res ereignete sich durch schlagende Wetter eine große Katastrophe. Zahl-reiche Bergleute wnrden verschüttet. Di? Flannne,, schlugen cius der Öffnung der Einzugsschächte empor, C o u rri <^ res, 10. März. Um tt Uhr abends wunden mehrere Ingenieure heransbefördert, dar-m,t?r (5h<»fingenienr Laffitte und der leitende Ingenieur der Gruben von Leus, Dinoire. Nach energy schen Nemühnngen gelang es. die beiden letzteren, die ^'>n Erstick»ngstol>e nahe waren, ins Leben zurück-zurufen und nach Lens zu transportier?,«. Der Prä f^lt von Lens lvcilt die ganz? Zeit an der Unglücks^ statte. Die Franen und linder der Vernngluckten längen sich jammernd zu den Schachtzngängen »nd versuchen, den von der Gendarmerie gezogene» >tor "Mi mij Gelualt zn durchbi^chen. Lens, III, März, l Uhr nachts. Die Zahl d?r b iln Grnbennnglück nins Leben Gekonnnenen beträgt »ach den augenblicklichen Feststellungen 1219. Todes nrsiM'n sind Erstickungen nnd Verletzungen dnrch Einstürz?. Len?, li. März, 7 Uhr morgens. Der M> gesandte des Präsidenten d?r Nepublik sowie die Minister des Inn?rn und der öffentlichen Arbeiten sind an der Unglücksstättc eingetroffen. Die Bergungsarbeiten sind sehr schwierig und gefahrvoll für die M'ttungsmannschast. Die zutage geförderten Leich-name sind schrecklich verstümmelt. Dic Marolko-Konfcrenz. Alaeciras, 11. März. (Meldung der Agenre Havas.) Die gestrige Sitzung war besonders benies kenswert durch den durchaus versöhnlichen und hos-lictieir Ton, delche zu Worte kamen, anschlugen. Als die Delegierten die Sitzung verließen, waren sie sehr freudig gestimmt uud allenthalben trat aufrichtiger guter- Wille und wahrhaft versöhnlicher Geist zutage. Alle sind überzeugt, daß, wenn die gegenwärtige Stimmung anhält, man bald den Weg finden wird, die Verständigung zu einer endgültigen zu machen. Aelgrad, N. Mär,z. Der nltradikale Parteitlub verwarf den Vorschlag zur Bildung einer Coalitions, regiernng mit den Iungradikalen und befchloß, anf der Forderung der Verfchmelzung der beiden radi kalen Flügel zu beharren. Washington, 10. März. lNeuter-Meldung.) Nachrichteli, die, dem Staatsdepartement ans der Mandschurei zugingen, besagen: Handel und Verkehr nähern sich den normalen Zeitläuften. Der chi nefifche Gouverneur wünscht lebhaft, die Zivilvenval-tnng zu übernehmen. Die japanischen Truppen werden binnen wenigen Tagen die Mandschurei ganz geräumt haben: das Land wird dann für die Welt geöffnet werden. Angekommene Fremde. Hotel Elefant. Nm 8. März. Schmidt, woldbelg. «inhaid 3N,iÜ Salman,,. Ga,.dl, Olnstem. Me, Wien ~. Aalar'oA. Tallian, Wle. Oraz. - (vrandi. Piivale; Maied u ^!.„«' Kflte., Trieft. - Dr. Ur^ach. l. u^l. »le«im'en.sarz. ^,^"°"' ^lvlinl, Fabritanl. München, - Werlheim, !ifm Nu!?^' " Walli, Bauunternehn.er. s ssrau. ^lßling. - Ebenw?,,? 3c" Warasdin. - ?luer Beamter, Innsbruck. Oa w I"'/ "'' Nndolfswert, ^ Zel«er. .f.n„ Co«nac (FraN'K.^^ ^ Nfm., Birnbaum, — Panluzza, Waftwirt, Udine ' Äm 9, nnd 10. März, Bernstein Nolem,,^«,- <— Plautns. Fi,chhof. Rauchderg. Feldbaner' tta o ^ ^ellamann, Prasse. Nnhanel. Lanz, ftij.ü« E i^ K ^°^""' Hante. Bodansty, Kirschdanm, ^eich,, a.m ^'... s^er, W,en. fcld, Neitmeyer. FMdes. .^flte.. Wi "'U ""^ Pnvat. Görz. - Ostettenhofer. l. l Olierlentnam ^fV^'"«' Wicderwohl. Private, («otlschee, - Iunaba s ^' I^'sstadt. > t°l. - Eichhuber. Horvat. Private F. ^ Ksm, Omz, - Siebold, ttfm,, Eschweae "A' "^"bner. Nansmann; Sincich. Vesiher. s, Frau. Mun.e ^ Neumann, Qpch,"°"' """' '"'" ' b"« ^'^,,H"K.,^ Grand Hotel Union. Am 7. und 8. März. Vrunner Nanfli»««... ». - Dr. Kosmelj, t, n. t, Oberstabsarzt.' Sa "ievo ' ^°^"'' bauser. Privat, s. Frau. Abbazia. ^ Dr No^ 3!2'<' Rann. - Dr. Ielic, Professor, Zara. ^ Qe?Ia ^ ' 9^' Pest. - Suse. Nfm.. Seuose.sch. - Stanal K. N.'.,^ Astolfi, Franlo. Reis, Numphofer. Äflte.^ ^r ' M ^.V Private. Bresowitz, - Vliihweih. Mesterma","'^^ A^"' Wolal. Postbean.tcr. itnittelfeld. ^ Vrovet Pr'.,«. '^ 'c/ Cabar. -'Rinerho'fer. Reisender. Marburg ""''Sta1?^m' ttarlstadt. - Rauschet. Nfm.. Fiume. ^ F^nle llfm W°! ,' dorf. - Sager. Mm.. Schwechat. - NoNram m?«n, !' Dioszegh. Horner. Eisenbahnbirektionsla ! ^ilz Ban ' beamter: Fiirst. Alscher. Oesterreicher. Venisch Vimier Car?ir Thieberg. Schmidt. Mayer. Nohn. Pick. I^ b7 ^ü. ' Weiner. Braun. Schenl. Hnmburaer. Fisch«. Nart ssfl"' Wien. ' i ' Verstorbene. Am 7. März. Michael Tomii, Stadtarmer 78^ Karlstädterstrahe 7. Pneumonic. """' " ^ ' ?lm!).März, PaulaLenlllciö.NibeitelStochtei 1'/ Mon Rosennasse 8. Ecclampsie. ^ ' /.H,lon.. In, Zivilsftitale: Am 6. März. Lorenz Nvsii, «cuschler. 48I., ^,.c.p,«xi« Vandestheater in Laibach^ 94. Vorstellung. Gerader Tag. Montag, den 12. März. Zum erstenmal: Die von Hochsattel. Lustspiel in drei Nufzüstrn von iieo Walther.Stein und Ludwic, Heller. Anfang halb 6 Uhr. Ende vor 10 Uhr. Lottoziehungen am 10. März IWtl. Graz: 14 36 41 72 82 Wien: 17 6 77 55 54 Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 il n>. Mittl. Luftdruck 736 0 »>,n, 9 ' «b^^29 2___^^6 S. schwach____ ^_________ 7U. F. 728 8 5 1 3l. schwach teilw. bew^ w. 2 . N. 7313 12-1 NNW. z. star! teilw. bew. 0 0 9 » Ab. 736 1 b^6 SO. mäßig ! heiter ____ 7'U.F^ ^38^2 0 3 NO schwach bewilllt j li 2 . N. 736 3 8 2 W3W mäßig . 0 0 9^ Ab^734^7^7^0^NW schwach . ! ^l?U.F. , 729 0! 7 3 SW^schwach! » 13 Das Taaesmittel der Temperatur vom Freitag 8 7°, Normale 2b«, vom Samstag 76°. Normale 27«, vom Sonntag 5 2«. Normale 2 8°. Verantwortlicher Medaltenr: Anton F u n t ? l. Ilicticircl ^agnsl- ^^« VL^< V«^ N«^» L^W K«^» Nl^ ^^« ^«^« B«^ Z«^ kouts Montag 6en l2. Mäl2 ln 6er ^onlialls: Eelcimtprobs. Leglnn 8 Utis. (lutsitt kciben nur öle lMtwiskenäen.) Grand Hotel UNION Laibaoh, Direktion A. Kampotoh. Heute Montag im Weinkeller i C vièek- a. Johannes-berger-Abend. = KONZERT der Vereinskapelle. Morgen Dienstag im Restaurant i re Salvator-Abeni ^ KONZERT der Vereinskapelle. Eintritt 40 Heller. Mitglieder frei. t n I Tužnim srcein naznanjamo vnein sorodnikom, I I prijateljem in znancem fcalostno veBt, da je naö I I Ijubljeni oèe, oziroma »tari oèe, gospod I Mihael Šinkovec I | trgoveo, meiöan In posestnik I I danefl ob */«7. uri zjutraj v 83. letu svoje »tarostl, I I veäkrat previden s svetimi zakramenti za umira- I I jode mirao z-aHjial v Gonpodu. I I Popreb bo v torek, rtne 13. marca ob I I 9. uri dopoldne \z hifte talosti, na Šutni fit. 40, na I I pokopaliAè« na Žalah. I I Dr&gega, pokojnika priporoèamo v pobožno ¦ I molitov in blag «pomin. Venci «e na fceljo pokoj- ¦ I nika iivaležno «dklanjajo. I I V Kaniniku, dne 11. marca 1906. I Ver ilie 5!romungen unö Le5trebungen un5e«5 WM G O IU ^W ^D W^ modernen Xu«5t- und Yei5te5!eben5 in einem U D > > ^^ «U UM numori5ti5cn-52tiri5cnen ^eit5piegel betracnten > VR ^H ^^ «H» OV und verfolgen vill. 2er !e5e jeilen Montag ^> DD W« HM WA W^G 3ie neueste Mmer iler Mnckner W^»^>» GW (inxelverlnuf unil ^lbonnement5 bei 1^. v. X1eininn.^r H lsä. Vauider^ in I.«.id»ob, Xongre55pl2i2 flr. 2 unil 5ü2b2knnof M05K) 5vvie in Stvwbrüok, 5ü3b2nnno/ (Xiosk).« ' Laibacher Zeitung Nr. 58._________________________________514_________________________________________I^MäH 190F. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kurslüattej vom w. Mär; lW6. Die notierten Kurs« verstehen sich in Kronenwährung, Die Notierung sämtlicher Nltien und der „Diversen Lose" versteht sich per ^t>,ll. Weid Ware Allgemeine Staats» schuld. Einheitliche Rente: »"/n lonv. steuerfrei. Kronen !,Mai.«ov.) p«r «asse . . 99 7b 99 55 detlo (IäN'Iuli) per Kasse »»-65 »9 85 5-2°/« «. «». Noten (Febr.»«»«.) per Kasse......1012« i«i 40 4'»°/« ». W. Sllber (Npril'llN.) per Kasse......1«1 10 10l30 18s0er Stlllltslllst 5«« fl. 4°/„ 15? 65 159 S5 l8«0er ,, 100 fl. 4"/n 185 50 I975l l»S4tr ,, 100 fl. . .287 25 289 25 t8«4er ,, 50 fl, . , 287 25 2«9 25 DlNN.'PfllNdbl, i^ 120 fl. 5"/„293 — 194 — Staatsschuld d. i. Reichs. rate vertretenen König» reiche und Länder. Österr. Guldrcntc, stfr., Gold per »asse .... 4"/„ li8 - 118 20 tsterr. Rente in Kronenw. stfr., Kr, per Nasse , , . 4>V„ 99 9,, K'Nio detto per Ultimo . . 4"/„ 9'Wi0uiu Ött. Inoeftition«,Rente, stfr.. Kr. per Kasse . 3'/,"/« 9t — 91 20 GisendllliN'Mlltzschnld' »tlschrtibungen. tlisabethbahn in V., Neuerfrei, zu 1",o«„ fl. , . . 4"/n 117 45 II845 Franz Ioses-Vah» in Silber (div. St.) . . , 5',<"/u12S- 127-Gal. Karl Ludwig Vahn (div Stücke) Nrone» . . 4«/„ 99 45 io«-40 liudolsbahn in Krunenwührung, steuerfr. (div. Et.) , 4"/„ 89-50 100-5" «ljorarlberger Vahn, steuerfrei, 40» Kronen . . , 4"/« 99 70 10» 70 Zu Hl»»t»schuldntlschrtungen »bgesslMPeltt ^lsendahn.Alltlm. «lisabeth V, 200fI,KM. 5'/,"/» von 400 Kronen , . . . 480-50 482 50 detto Linz.Vudwei« 200 sl. 0, W. E. L'/<"/« . . 455 50 ^57 — d etto SalzburgTirol 20» N. ö. W, E. 5«/« .... 428-50 44U-50 Grid Ware Dom ^lullte zur Zahlung iiber> n«m«lNl ßilenbahN'Pliorilät»' Pbliglltillnen. Vöhm. Westbahn. Lm. 1895, 400 Kronen 4°/<,. . . , 9980 10o»o Ilisabethbahn 6«o und »000 M. 4 ab 1«"/,......115 «5 11685 Elisabethbahn 4oo und 2<>0« M. 4"/n........117 60 118 6? Franz Joses-Nahn Em, 1884 (div. St.) Silb, 4,"/u . . 9930 I0N8U Galizische Karl Ludwig-Bahn >ente in Kronen» währ, Nsrei per Nasse , . 95-lN 953» 4"/„ dctto per Ultimo !>b lu 9?3<> 3'/,"/., detto per »asse. 85 95 W 15 Ung. Prämien.Anl. ö, 100 sl. . 214 5N 216 5>(, detto k 5N sl, . 21^-75 Al4?i> Theiß-Reg'Lole 4"/o . . , . 15," »5, 16« 35 4"/u ungar. Wrundentl.-Obllg. 85 55 »6-^5 4"/u lroat. u. slan, Erundentl.. vblig........9?'7t) 9875 Andere öffentliche Nnlehcn. «osn. Landes-Anl, (div.) 4"/» , SL'30 97-30 Bosn,' herceg, Eisenb,-Landes. «nlehen >div,) 4 >/,«/„ . , i«u»" 101'40 5"/o Donau-Ncg.«?lnle,he 1878 INL'50 i<>7'50 Wiener Verlehrs-slnlcihe 4"/« 99 50 uw 50 detto 190,1 4"/« »! KW 7» «lnlchen der Stadt Wien . . 1"3 - 1N4 — detto (S l'd. G.) . , , 122-20 I2L-2U dttto (1894) . . . .99- 100'- betto (1898, .... 99'70 10i) 7!' dctto (1Ü0U! .... 100-3 101-3N dctto Inv.-«l,) 19U2 , 9^!-6,^ I0„e5 <"örsebau Anlehen verlos«. 5"/« 997d l«o >5 Bulg, Staatselscnb.-HyP.Anl. 1889 Gold , , . . ß"/„ 119-4« 120 40 Vulg. Staats. Hypothekar Vlnl, 1892......8"/„ 119'«0 120 «! Geld Warc Pfandbriefe ic. Vod«nlr,,allg üst. in5o I,Ul,4"/„ 9915 lno 10 Böhm, Hupolhclcnbanl verl, 4"/<, 100-— 100-80 Hentral A°d.°krcd,-Äl., üsterr., 45 I, verl. 4>/,"/„ . . . 103— —'-Zcntral «ob,-Kred..«l„ österr., «5I. veil. 4"/„ . , . 100 10 1«1 10 Krcd.-Inst,.ös»crr,,s,Verl..Unt. u.össcullArbKllt, >Vul,4"/« 9950 100-10 Landesb. d, Kön, Galizien und Lodom, 57'/, I. rückz. 4"/u 99— 39 6„ Mähr, Hypothelenb. oerl, 4"/„ 995,5 100-^0 «.österr. Lll!!bes.Hyp.Anst. 4"/o 100-— 101 — dctto in«. 2«/„ Vr, verl, 3>/2"/,. 94-50 «!> ^ detto K,<2chuldsch verl. 3'/,"/« 9l-50 «5 — detto verl. 4"/« 99-90 100 90 Oslerr.unnai. Banl b0 jähr. ucrl, 4"/« ö. W..... KXl-— 100-«!! bctto 4"/^ Kr..... 1003U ,01 :,o Sparl. I.öst., S0I. verl. 4"/« 101-— 102- Eisenbahn Prioritäts« Obligationen. sseidiiia»ds.«orbbah» lim. »886 100 - 100-9<^ dctto Ein, 19N4 10N-N5 10i-,5 Östcrr. Norbwcslb, .00 fl. S. , IN7- 1«»- 2>ll!,t«li»h» 5oo Fr..... «I5-— 4l? ?5 Hüdbahn il 3"/„ Haimer.Iuli 5an ssr. lper St.) , . . 318- - 318- Südbllhn k s."/„..... I24-4U 12540 Diverse Lose (per Stück). Dtri>n«licht fose. 3"/« Vüdenlredit.Lose 0» - Dnvtrzln»liche f«st. Vud>ip,.VasiIila (Dombau) 5 sl. >3?5 25 75 Krc»illusc ioo fl...... 472— 482- Llary.Lusc 40 fl. K, M. , - 145- 15s-- Olcxer Lose 4« fl..... i«4—- 174- Palffy.Losr 40 sl, K, M, . . l<>9 - 179- Roten Nrcuz. öst. Gel, »,, 1« -75 52-75 Noten Kreuz. ung. Ges. v., 5 fl. 3180 3,! «o Nubolf.Lose 10 sl...... 56- N<>- Talm.Lose 4« fl. K. M. . , 208- 216- Oeld Ware Türl. 40- »150- detlo (lit, II) 2<>a fl, per Ult, N26 — ii3>> — Donau . Dampfschiffahrt« > Gcs,, 1., l, l. priv,, 5„« fl, KM, 1012 — l«20- Düx.ÄVdeübllckei Eisb. 4«0 Kr, 5395N ü4«>5l> sscrdiimüdS.Nordb. 1>W0 fl. KM. 5<>8N— 5720-Lemb,'Czcr»,.Iassy > Eiseiibah»' Oejellschaft, 200 sl. S , b«0— 584 — Lloyd.österr,Trieft.,500fl.KM, ,-,82-— s.«8- «dsterr, Nordwestliahn 200 fl. S, 427- 42N-5" dctto (M, I!) 20U fl, S, p, Ult. 44,-50 445 50 Prag.Doxer Eise» b, 100fl.abgst, 217-50 21» 5ü Ltaatskilli. 200 i! T. per Ultimo «74 2i> 675 25 Südb, 200 sl Silber pcr Ultimo 124 75 125 75 Südnorddextsche Verbindungsb, 2»a fl, KM...... 412 50 413 ü«> Tramwny'Gej., »cue Wiener, Prioritätc-.Nltie» 100 sl. . — - — — Ungar, Westbahn (Maab-Graz) 20!> fl, S....... 40»-— —-- Wr. Lolalb.AItieu.Oes, 200 fl. 15«- - — — Vanlen. Nnglo.Öslerr. Ban!, 120 fl, , , 31825 319 2ö Ällülverein, Wiener, per Kasse —— — detto per Ultimo . . . 5U4 25 5s>5 25 «obcnlr.Änst, üsterr,. 20Usl.S 1064 — 1069- Ze»tr>Nod,.Kredb, öst,, 200 fl. 557- - 5«3 -Kreditanstalt für Handel und Gewerbe, 1«« fl,, per «asse —-— —- dctto per Ultimo 671- 672- Kreditbank allg, ung., 20« fl, . 7!»3 — 794 - Depusitcnbant, allg., 200 fl. , 452-— 454 - Eslompte' Gesellschaft, nieder» üsteir,, 400 Kronen , . . 552 .. 554 — Giro» und Kasseuverein, Wiener, 20« sl........ 456'— 458 — Hyputhelenbanl, österreichische, 2U0 fl, «N"/n C..... »00- 802-5« Ländcrbanl, üstcir., 200 fl,, per Kasse....... —-— —>- detlu per Ultimo .... 445-40 446'40 „Merlur". Wechselst.» Ultien. Gesellschaft, 2on sl. . . . S5N-— 654- «eld Wave Östcrr..ung. Nanl 14U« Kronen i43 - Unioubanl 2NN fs...... 5555» 556 5« - Verlehrsbaol, allg,, 140 sl. . 350— 351'— Industrie'ßnternehmungen. Äaugcs,, allg. österr., 1«<» sl. , 139— 142' «rüxcr Kohlcnbergb, Wes, 10« fl, <>56 - 6l>0 — Eileiibahiiw'Lrihn, erste, 10» fl. 184— i«8 — ,.Elbemüh!", Papiers, u. V,»O !68— ,70-— Elellr >Ges,, allss, üslerr. 2«0sl, 476— 477 — detlo interuat,,200sl, lic^l— 60b — Hirtc„bcrner Pair.», Wndh. u, Mct.ssabril 4«" Kr. . . 90 sl. . , . 5IU- 514 — Präger Eisen»I»d, Salgo»Tarjaner Eilciiw. in« s!..... 538— 5-1920 IalgD'Tarj Steiulohlen in« fl, .»»»s!-. l»!»9 — ,,Tchlünlmü!!l", Papiers,,2Nusl. »!«-— N^4>— „Tchodnica", Ä,»G. s. Petrol.» Ind., 5<,N Kl..... 637— 64U-— ,,Stehrermühl", Papierfabrik ii»d V'G...... 62 5,0 ^«5> — Trisaüer Kuhlcnw.'G, 7n fl. . 271 - 278'— Iü>l. Tabalregic.Ees, 2n0 Fr. per Kasse . —'— —-— betto per Ultimo 88l 882 bll Waffenf.'Ges., üstcrr,, in Wien, inn fl........ 5N5-50 5»g — Waggoi'.Leihanstalt, allgem,, in Pest, 4«<, Kr..... N2'— 6»7 — Mr. Uaugescllschast 1«» fl. . . 1Gcs. «»5— 839'— Devisen. Kurze Hichlen und Scheck». -Amsterdam....... 198 10 19830 Dcutsche Plähe...... 117-5« 117 70 London........ 240 50 24070 Italienische Äanlplähe , . . 95 60 95«N Paris......... 95 <2 9587 Zürich uub Basel..... 95 42 95 55 Valuten. Dulate»........ 11 >3 3 11-4» 2» ssrc»,lc» Stücle..... 1!» 14 i»-i« ^i.Marl Ntüclc...... 2!l 4!» 28-57 Dcutschc Reichsbanlnoten . . II? 52 il?-7il Italienische Vnnliwtcn . . . «5 60 95'8b Rnbel Nuten...... 250' 251" > 5li l^QS-VOl-Slcl^Ol-UI-!». ^».22.1!«:- -V5I.22.Ä. '^T'Oc-ü^.^lVr^T^c-ii.s.i'd -«.«.^W» »^,»«».«1». ^7°«I«,«I2.2.-«.»«» H.»I I»».,»««,«.. > V«sl!!!lU!!l VON Nzs«!!!!»»«!! Im «»!!<« !l»ss«!!<- !»!ll «!>f Ll'llXllllf,. >