EINZELPREIS: woehetrtagt 10 Rpt Samstag-Sonotag 15 Rpt lorbutgtt 3tituns Amtliches Organ des Steirischen Heimatbundet Schriltliitung; Marburg a. d. Drau, Bad^asse Nr. Fernruf: 25-6/ tirscheint wöchentlich sechsmal als Morgenzeitung (mit Ausnahme der Sonn- u. KT oo "" Schrittititqng nur aut Fernrut t-eitrtagt). Beiugip'ei» (im voraus zahlbar) monatlich KM 2.10 einvhl. Zuitell- Nr. 28-67 erreichbar.- —• Upverlangte Zyachriften werdtn nicht rückgesan^t. — gebühr; bei Lieferung im Streifband zuzüglich Horto; bei Abholen in der Ua- Anfrigcn Rückporto bflltgcü. — Pcstschcckkonto Wiep Nr. 54.608. Bchäftastelle RM 2.—. — Anzeigen- und Bezugsbestellungen m der Verwaltung. 100_ntorburs o. 6. »rou, Sreitag. i5. ^uouft I94i 8i. Jai^raang % Odessa und Nikolajew eingeschlossen Di« Verteidigung der W«ttui(raine durcli die Sowjets stellt vor dem völligen Zusammenbruch Sowietsoldatei hiiter Stacheldralit Am Schwarzen Meer Nacli i«itlos«r Vailolgung 4«i fli#hgnc(«n Ftlndas Au& dem Führer Hauptquartier, 14. Au^st Dts Oberitomtaando dtr Wehrmacht bthannt; Ditter <)en| PfMcli (ter in rastleser Verfoipiag zw4fcchea Dniestr und Dnjspr iiaoh Südap vorstopend^n d^utsehcn* rumUnischtn, unKarischen und Italienlschfn Verbind« steht dla VarteMifuni Wntukralne durch die Sowietwehrmacht vor ihren völUcM ZuSMumenbruch. Odessa ist von nimünlschen Truppen singaschlossen, NUiolaJew durch dautsch-uüi^riscbe Verbände vqp WasUn ufid Q^itn umfapt. Westlich des Buf fshen stirktre Teile des felndss ihrer Vernichtung entgegen. Binlinliiiel inl Sowjet-Flntklgeschwader ZWEI TRANSPORTER MIT HOOG BRT VON DER LLFTWAffE VERSENKT. FÜNF GROSSE SCHIFFE SCHWER BESCtUDIGT Au:> 4cm Führerhauptquartier, 14. August Da» Qf^opnamlo d^r Wehrmacht gibt bekanntt la der WUfde in welteirer rastloser Verfolgung durpb deutsche und ninlniftche Tnip^n die Küste dfs ^hwar;(en Meeres zwlsctien Odessa und der Bug-Mttndeng erreicht Auch an der übrifeti Fropt verlauten die Operationen ptanmiBig. Die L4dtwa|le führte am gestrigen Tm schwere Schlage gegen die zur Fiiieht der Sewl^ruppen bereitgestellten Tran^sportschllfe hn Küstengebiet v(vr Odessa und Nil(ola|ew. ^ie venjlchtete zwei Transp(^er mit zusammen 14.000 brt und beschikligte fünf weitere große Schiffe schwer. An dw hritiacheq Ostlcüste erzielten am gestrigeo Fhifzeufe, die zur bewaffneten Auficlärung eingesetzt waren« in Tiefangriiien ^mbentreüer in einem Hüttenwerlc südQch Whitby und in Versorgung^betrleben der Stadjt 6un-deriand. MarincartHleria schoß zwei, ein Vorpoetenboot ein britisches KampiflUKr teug ab. In Nordah'lka vernichteten Kampfflugzeuge groBe Teile eines britischen Mu-nttionslagers bei Tobruit. Am Suez|(anal grillen deutsche Kampl-fli^euge In der letzten Nacht britische Flugsttitzpunitte an. Kampfhandlungen des Feindes über dem RetchsgiN)Wt landen weder bei Tage noch bei Nacht statt. Ancli nrol bolschewlillscle Haiifliilniplir icliwir ailnmin Berlin, 14. August. Deutsche Kampfflugzeuge beschädigten am Mittwoch, den 13. August vor Odessa einen Handelsdampfer der Sowjets mit 5000 brt, so daß er die Weiterfahrt auf See nicht fortsetzen konnte. Die Besatzung setzte das Schiff daraufhin auf Strand. Ein zweites Handelsschiff von 6000 brt erhielt nach einem Bomben-Volltreffer Schlagseite und fuhr langsam in Rijchtung Odessa zurüclc. EipdrQcke «us einem Kriegsgefangeaenlager im Osten rd. Helsinlil, 14, August Als wir in dem Lager ankamen, das in der Nahe der elieniallKcn Sowjetgrenze gelegen ist, hatten sich die Nebelschleier über der regennassen finnischen Landschaft ein wenig gehoben. Wir standen vor dem dünnen Stacheldraht und schauten über das Lager, wo grünlichbraune K'Clonnen der üefange-nen langsam im Kreise herummarschier-teii: müde — dumipf — gleichgültig gegen Welt und Leben, Das Lager liegt mitten im Walde auf einer kleinen Anhöhe zwischen schönen alten Bäumen und vor einem zauberhaften See. der sich in sanften Windungen um klejne grüne Hügel schlingt, buchtenreich und geheimnisvoll, wie alle diese finnischen Waidgewässer. Weiden stehen silbrig in der kühlen, feuchten Regenluft. Der Kommandant führt uns ohne weitere Erklärung vor den Wohnraum der neu Angekommenen. Mit ausdruckslosen, leeren Augen liegen sie auf dem sauberen Bretterlager wie in einem Käfig, aber in guter W'aldluft. Der Oberst läöt clni'ge vortreten. Fr zeigt uns besonders markante Typen: Kirgisen, Georgier, Juden. Baschkiren, Karelier, Chinesen, das ganze Rassengemisch des riesigen verfallenden Sowjetreiches. Sie haben nichts Gemeinsames außer der Uniform und dem mehr ins Weite gerichteten'Tierblick der kulturlosen Völker. Sic sehen auch die Landschaft nicht und nicht den weiten träumerischen See. Sobald sie aufgerufen werden, erstarren sie in einer mechanischen, sichtlich aus ihrer früheren Umwelt eingedrillten Geste. Trotzdem antworten sie bereitwillig, wenn auch nicht offen. Die Neuangekommenen schauen uns aus er- Erzgcbi«! von Kriwoirag besetzt •» Dl« Sowjetunion vorlioft damit <1 v. H. ihror gara mton Cnpreduktion AusdemFührerhauptqnartier, 14. August Das Ot>eH(oniinando der Wehrmacht gibt bekannt: Beim Vorstoß gegen d^n Unterlauf des Dnjepr nahmen deutsche schnelle Verbinde das Erzgebiet von Kriwoirog in Besitz. Die Förderung dieses Gebietes betrug lälirlich über 19 Millionen Tonnen hochwertigsten Eisenerzes. Die Sowletunion hat dadurch über 61 Prozent ihrer gesamten Erzproduktion verloren und einen wehr wirtschaftlichen Schlag von welttragender Bedeutung erlitten. Odessa - ein snwietlselies Dlinklrcben LONDON GIBT DIE ERNSTE L^GE DER BOLSCHEWISTEN IN DER UKRAINE ZU Stockholm, 14. August. Nach einer von »Pagens Nyheter« ge- brachten sehen . _________ United-Press-Meldung ^;on informierte britische Militärkreise die tage der Sowjettruppen an der Ostfront als sehr ernst an. Im einzelnen heiUt es in dieser Meldung: Britische gutunterrichtete Militärkreise «rklirten, daß die deutsche Offensive in der Ukraine einen derartigen Umfang angenommen habe, daß es problematisch K»rii: Archiv I ici, ob das sowictlschc Obcrkommando in der Lage sein werde, die Verluste an Mannschaft und Material zu ersetzen, die die Sowjettruppen an diesem Frontabschnitt erlitten nahen. Der deutsche Vorstoß in der Ukraine schaffe eine sehr ernste Lage. Die gesamte schwedische Presse steht in ihren Überschriften im Zeichen des siegreichen Vordringens der deutschen Truppen in der Ukraine, wobei lum Ausdruck gebracht wird, daß die Bolschewi-sten bei Odessa in der Gefahr schweben, ein sowjetisches Dünkirchen zu erleben. schreckt geweiteten Augen an. Ist das, fragen sie. die Kommission, die über unsere ErschieÜung zu bestimmen hat? Sie glauben alle, daß man ihnen Ohren und Nasen abschneiden wird, ehe sie an die Wand kommen. Später wundem sie sich darüber, daß man sie gerecht behandelt. An einer anderen Stelle, in einem Lazarett für verwundete Getangene, treffe ich einen f'olitruk-Mann. einen der berüchtigten politischen Kommissare der Roten Armee. Er hatte ein schlaues, bärtiges Gesieht mit lebendigen, aber vollkommen willenlosen Augen. Ich frage ihn, wie er in die Gefangenschaft geraten sei. Er antwortet mit Worten, die wie eingelernt klangen: »Ich hätte mich niemals ergeben, aber wir waren eingekesselt. Ich erhielt einen Kopfschuß — wurde ohnmächtig, als ich erwachte, lag ich bereits im finnischen l.azarctt.« »Hatten Sie Ang^t vor den Finnen?« »Natürlich. Ich dachte, sie werden mich massakrieren.« '»Und jetzt?« »Der Arzt kommt feden Tag.« Er antwortet sehr zurückhaltend. Sein Nebenmann fängt an: »Wenn der zurückkommt...« Und er macht mit den Fingern ein Gefängnisgilter. Ich frat'i, den Mann mit dem Kopfschuß über die Aufgaben des Politruk. Sie hätten, antwortet er. nur den guten kämpferischen Geist bei der Trupps walten zu lassen. »Und der hat soviel russische Soldaten durch Schüsse in den Kücken getötet?« Er schaut auf. »Die GPU«, sagt er, dann will er nicht mehr sprechen und dem Photograchen. der den gelben slawischen Schädel auf die Platte zu bringen versucht, stellt er sich nur mit finsterem Unwillen. Ein zweiter Politruk-.V\atin plaudert aufschlußreicher: In der russischen Armee ist durch ein sorgfältig ausgeklügeltes System einer dem anderen ausgeliefert, einer beobachtet den anderen, und da niemand einem Zweiten traut, können sich auch jene, die vielleicht einer Meinung sind, niemals einig werden. Anderswo liegt ein verwundeter Offizier. Im Zivilberuf ist er Architekt. Er hat ein nachdenkliches Gesicht und einen intelligenten Blick. »Wenn es an anderen Fronten nicht besser aussieht als an der unseren«, sagt er müde, »dann sind die UdSSR verloren.« — Schon am zweiten Tag klappte die Versorgung nicht. Die mittleren Chargen im Offizierskorps waren schlecht ausgebildet, hatten keine Ahnung von technischen Fragen und mußten mit einer Mannschaft in den Kampf, die zum Teil noch nie ein Gewehr in der Hand hatte. »Jetzt ist es zu spät«, fügte dieser Architekt liinzu. der der einzige Mann in diesem Lager blieb, der wirklich eine Meinung äußerte. Auch er, der als verhältnismäßig gebildet bezeichnet werden katni. hat geglaubt, daß die »kapitalistischen Armeen« keine tlefungenen machen. »Das ist wie eine Psychose«, meint er. »Ich hin überzeugt, daß auch der Genera] daran glaubt.« — Sic sind 3113S >Marburßer Zeitung« 15. August !94! Nummfr t99 ille glücklich darüber, daß sie nicht nehr kämpfen müssen. fm Sammeliager. m das sie stets zuerst gebracht werden, verw'andeln sich Jie stinkenden, verwahrlosten, erschöpf« 'en Bündel der wie in einem Oespenster-marschierenden Bolschewiken wie-Jer in .Menschen. Sie werden gebadet, desinfiziert, ärztlich untersucht und in □ruppen zusammenKcschlossen, die wieder eine menschliche Oemeinscliaft bilden. I)er sehg soldatische Oberst, der das Ijefangenenlaser beaufsichtijrt und selbst die Oualen'^der Gefangenschaft zweimal erdulden niulitc, stellt kurz fest: »Wir beliandehi sie ohne jede Sentimentalität, «>0 wie Kriegsgefangene in einem zivi-'isierten Land behandelt werden müssen.« ^ Hie uieisten dieser Gefangenen haben veiiierlei militärisciie Ausbildung. Ein l'allschirnijäger aus Estland z. B. erzählt: »Ich wurde zwei Tage nach meiner Einberufung in ein Flugzeug gesetzt, mit vier Kilogramm Sprengstoff, mit einer chemischen Flüssigkeit zur Brandlegung und mit Handgranaten versehen 1!?*^ gelandet...« Der Mann war vorher noch nie in einem Flugzeug gesessen. Durch den Aufprall auf der Erde wurde er ohnmächtig. So kam er in die Gefangenschaft. Sind diese Männer Bolschewiken? Alle verneinen es. I")as mag naheliegende Gründe haben. Sind sie national? Diese Trage verstehen sie nicht, lächeln darüber und ein iunger Ingenieur behauptet: «Technokraten.« Also Menschen, die die Icrhiiik anbeten. Jemand fragte ihn: »Sind Ne trauri'g über die Niederlage?* -- Er lächelt undurchdringlich und sagt: »Vielleicht ist es gut so.« Auslandjournaiisten demaskieren Churcbili „Man hört In Smolansk keinan Kanonendonner" — „Nur noch Etappenveikehr tn dar SUdi" fiE n Gebiet für Kr egttouristen" fißneralleulnanf SOssmann oelallen Als Kommandeur einer Fallschirmformation beim Angriff auf Kreta Berlin, 14. August. Bei dem heldenhaften Einsatz unserer Fallschirmjäger auf Kreta fiel In den Morgenstunden des 20. Mai an der Spitze seiner Männer «Generalleutnant Süßmann, Kommandeur einer Fallschirmformation. Der Gefieral war im Jahre 1891 geboren. Im Weltkrieg war er mehrfach ausgezeichnet iiiul verwundet. In den letzten Jahren betätigte er sich verschiedentlich in der Luftwaffe. Am 1. Dezember 1940 v\'urde er in die Stellung des Kommandeurs einer l'allschirmformation berufen und führte am 27. April I. J. den ersten Fallschirmjägereinsatz am Isthmus von Korinth durch. 18 Sowjefpanzer im mittleren (ron'absclinill zerstört Zahlreiche Gefangene Berlin, 14. August. In erfolgreichen Kämpfen vernichteten deutsche Truppen am 13. August im mittleren Frontabschnitt 18 sowjetische Panzer. Zahlreiche Lastkraftwagen der Bol-schewisten wurden in Brand geschossen und zerstört. In diesen Kämpfen wurde eine große Anzahl Bolschewlsten gefangengenommen. Vernichtenite Wirkungen rollender Luflangriite Batterien, Panzerzüge und Transportzüge getroffen Berlin, 14. August. Deutsche Kampf-, Sturzkampf- und Zerstörerverbände setzten am 13. August ihre rollenden Angriffe gegen sowjetische Truppenansammlungen im mittleren Frontabschnitt mit vernichtender Wirkung fort. Bei einem Angriff auf sowjetische Batteriestellungen wurden vier Batterien außer Gefecht gesetzt. Mit Bomben und Bordwaffen wurden zwei Panzerzüge im Tiefflug angegriffen und vernichtet. Bombenvolltreffer zerstörten Tanklager durch Explosionen. Bolschewistische Truppentransportzüge auf den Strecken Toropez—Welikije—Luki wurden zum Entgleisen gebracht, sodaß die Strecke für längere Zeit unterbrochen ist.' An sowjetischen Flugzeugen wurden in, diesem Raum insgesamt siebzehn Ma-1 schinen vernichtet, davon acht abgeschossen und neun am Boden zerstört. Drei Briteniluezeuge über dem Kanal ahgeschossen Berlin, 14. August. Am 13. August schoß deutsche Marineartillerie zwei britische Flugzeuge ab. Ein deutsches Vorpostenboot vernicMete gleifliFalls über dem Kanal ein britisches KampfHi'.rrT-nMr', go doß die Briten Insgesamt drei Flugzeuge verloren. Rom, 14. August. Der römische »Lavoro Fascista« ver_ öffentücht einen Sonderbericht aus Smo-lensk. in dem es heißt: »Smolensk bietet das Bild einer unglaublichen Verwüstung. Der ganze Teil längs des Dnjepr ist nur noch em Gewirr von feuergeschwärzten Mauern, von ver. bogenen Eisenslücken und verkohlten ßalken. Nur in dem südlich des Flusses gelegenen Stadtteil verschonte das Feuer e'nigc Häuser. Am stärksten wird man davon beein. druckt, in einer Stadt zu sein, aus der der Krieg sich schon seit geraumer Zeit entfernt hat. Man Fort nicht e'nmal aus weitet Ferne irgendwelclien Kanonencon tcf, ein Zeichen, daß die Front etliche Dutzend Kilometer weit weg sein muß. Auch der Militärverkehr ist keineswegs inten, siv, sondern mehr ein Etappenverkehr. Während wir diese Zeilen im Büro des Direktors cier Gos-Bank schreiben, selicn wir durch das Fenster eine e.idlose Gefangenenkolonne vorbe*m?irschieren. Der Behauptung des Moskauer Nach, richlendienstes, daß Smolensk noch im Besitz der Sowjets sei, müs'sen die Bol. schewisten tatsächlich G auben geschenkt haben, denn vor acht Tagen wollte u. a. ein sowjetisches Flugzeug auf ciem Flugplatz von Smolensk landen. Der Sicherheit ha'ber wurde es aber von dr.n Deut, sehen abgeschossen. An Bord befind s'ch ein sowjetischer Generalstabsarzt, dar vom Generalstab seiner Armee beauftragt K'orden war, die Lazarette von Smolensk zu besichtigen. Der Gcreral hatte keine Ahnung davon, daß die Deutschen Smo. lensk seit dem Abend des 16. Juli genommen hatten. Unmittelbar nach dem Verlust der Stadt gingen die Sowjettruppen zu Gegenangriffen über und beschossen sie mctho_ clisch. Am 20. Juli fingen die Deutschen einen durch Rad'o übermitlelten Befehl Timoschenkos nuf, der die Sowjettruppen auffordert, d'e Deutschen unter allen L^ni. ständen aus Smolensk zu verjagen. Die Gegenangriffe mißlangen aber. Allein diese Tatsache wurde von Sowjetseite nicht bcrücksic1"/igt. Smolensk wuTdc von da ab von den Bolschewisten ganz e'nfach als wiedercrobert betrachtet.« ..Man soll sich auf den b'itischen Nacbricbtendienst nicht verlassen" Madrid, 14. August. »Von Smolensk stehen nur noch die Kathedrale und zwe i Häuser«, überschreibe der SonOerberichterstatter von »Informaciones«, Marquerie, seinen Bericht von der Frontfahrt ausländischer Journalisten. »Eigentlich müßte ich nun meinen Lesern mitteilen,« so heißt es in dem Bericht, »daß ich mich in russischer Gefangenschaft befinde. Denn ich bin in Smolensk, und nach den Behauptungen des englischen Nachrichtendienstes befindet sich die Stadt in der Hand der Sowjets, Wahrhaftig, man sollte sich nie auf den britischen Nachrichtendien-st ver_ lassen.« Immerhin vercianken wir, ein Dutzend ausländischer Journalisten, der hartnäckigen Lügenagitation Englands, daß wir uns hier in Smolensk befinden. 1500 Kilometer sind wir über Polen, die Sowjetunion und die Stalin-Linie geflogen, bis uns der Kopf brummte, um dann festzustellen, daß wir uns weit hinter der deut- scUn f'rönt ^f.riden Man hört kCiuen schritt: »Die englische Agitation dema-SCiTuß. l>.e front Fegt viele Kilon:e*er {skiert« die Erklärungen, die in ihrem ei-welter vor, Smolensk gehört bereits zum genen Nachrichtendienst von Augenzeu-Gcbct der Krfejs ouristen. gen über die Lage in Smolensk gemacht Smolensk war eine sowjetische Landstadt, die vieles mit den spanischen Land. Städten gemcinsrm hatte, ehe sie von den Bolschewisten zerstört wurde. VV.'ihrend des Napoleonischen Krieges brannte sie bereits e'nmal ab. Sie liegt in der weiten Flußebene <'tcs Dnjepr. D'e byzantinischen Türme und Kuppeln der Kathedrale leuchten in der Sonne. Die Sowjets hat-tt:i sie in ein Gottlosenmuseum umgewandelt. De schwere Artil'erie der Sowjets beschoß Smolensk, als sie sah, daß keine Hoffniing bestand, s'e wieder zu .erobern, unJ die Bolschcwikon zündeten Haus für an. che sit die Stadt räumten. An ucni Gebiludo der Gos.Bank konnte man 'hre Brandstiftungstaktik gnnz genau verfolgen.,.« „Hie LOgen der englischen Agitation" Bukarest, 14, August. Unter der Überschrift »Die Lügen der englischen Agitation können den Vormarsch der deutschen Truppen nicht aufhalten« bringt der »Curentul« eine Stellungnahme seines Berliner Korrespondenten zu den Behauptungen der Feindagitation, daß Smolensk noch in den Händen der Sowjetarmee sei. ^ Es sei grotesk, so heißt es in dem Bericht, wie sehr die englische Agitation auf ihrer Behauptung bestehe, daß diese Stadt von Sowjettruppen besetzt sei. Nachdem die feindlichen Soldaten diese Stadt seit vier Wochen nicht mehr gesehen hatten, sei sie dennoch nicht von der Feindagitation als von den Deutschen genommen gemeldet worden. Sie verbreite ihre Lügen selbst noch in dem Augenblick, indem eine Gruppe ausländischer Journalisten aus Berlin ^olensk besichtigte und sich von der Wahrheit überzeugt habe. Es werde interessant sein zu beobachten, wie London jetzt wohl nach einigen Tagen »den Verlust« von Smolensk zu melden gedenke. Der »Universul« erklärt ebenfalls, daß eine große Zahl ausländischer Journalisten aus Berlin Augenzeugen der Tatsache sei, daß Smolensk sieh in deutschen Händen befinde und von den Sowjets seit langem verlassen sei! Sie seien ebenfalls Augenzeugen der maßlosen Zerstörungen der Stadt durch die Sowjettruppen. Die »Viatzt« bringt unter der Über- wurden. Aussagen der BevOlkernng von ^molensh n k a r a , 14. August. Der türkische Korrespondent meldet den heutigen Blättern: »Die deutschen Truppen haben die Stadt am 16. Juli besetzt und sie seither nicht mehr verlassen. Diese Tatsache sei dem Berichterstatter auch von bolschewistischen Gefangenen und von der Bevölkerung t)erichtet worden, die seither in geringem Maße in die Siwlt zurückgekommen sei. Die Front befinde sich heute Schon weit vor Smolensk. Von der deutschen Verwaltung Sei ein provisorischer Bürgermeister über die zerstörte Stadt eingesetzt worden. Wenig zerstört seien lediglich ein Gebftude und die Kathedrale, in deren Hauptraum ein antireligiöses Wachsfigurenkabinett unterget>racht sei. Der erste Gottesdienst in dieser Kathedrale sei für den kommend Sonntag angesetzt. Dem türkischen Berichterstatter hat ein verwundeter deutscher Leutnant einen taktischen Bericht über die Einnahme der Stadt vermittelt, der im wesentlichen von gefangenen sowjetischen Offizieren bestätigt worden sei. Danach sind die deutschen Truppen am 15. Juli nachmittags vom Süden in die Stadt eingedrungen und bis zunt großen Platz in Smolensk in unerbittlichem Nahkampf vorgestoßen. Erst am nächsten Tag gelang der Übergang über den Dnjepr, und erst am Abend des 16. Juli sei die Stadt fest in deutscher Hand gewesen, wobei jedes einzelne Haus gesondert erobert werden mußte. Der türkische Korrespondent hat auch sowj^sche Gefangene sprechen können, u. a. Sowjetsoldaten türkischen Volkstums von der Kaukasus-Grenze. Sie machten die t>emcrkenswerte Aussage, daß die bolschewistische Führung bevorzugt die Nationalltiten in den Kampf geschickt habe. Wüs das Kriegsmaterial betreffe, so handle es sich um englisches Mate^l, zum Tel! noch aus dem Jahre 1919, und nur im Kamptabschnitt bei Wjasma seien modernste Waffen eingesetzt worden. » Seit einigen Tagen geräumt« VERLOGENES EINGESTÄNDNIS DER SOWJETAGENTUR BOLSCHEWISTISCHER FUEGER REINFAIX Berlin, 14. August Die sowjetische Nachrichtenagentur hat sich endlich dazu bereit gefunden, einzugestehen, daß Smolensk In deutscher Hand ist. Sie versuchte Ihr Geständnis allerdings noch mit der Lüge zu verschleiern, daß »Smolensk seit einigen Tagen geräumt« worden sei. Die Dolschcwisten geben vor, inmier mit weiten Räumen zu rechnen. Darum erfährt ihre Zeitrechnung eine phantastische ^ Ausweitung: Was sie »Tage« nennen,* nennen vernünftige Menschen »Wochen«. Smolensk ist seit Wochen, seit dem 16. Juli in deutschem Besitz. Daß die Deutschen sich längst In Smo- lllllllllllllllllllllllllllllllllilllllllllllliilllillllllllllllilllllllllllllillllllilllltllllllllllllllllilllMtllltllllllllHIIIINIIIIIIIIIimillllllllllllHinilNIHHI Heftige Explosionen in Tobruk BRITISCHE ZERSTÖRER AN DER MARMARICA-KÜSTE BOMBARDIERT ERFOLGE EINES ITALIENISCHEN U-BOOTES IM ATLANTIK Einheiten an und vernichteten zablrelcfae hat folgenden Wort- der Wehrmacht Rom, 14. August Der italienisclie Wehrmachtbericht vom Donnerstag laut: Das Hauptquartier ßibt bekannt: In der Nacht zum 14. August bombardierten unsere Flugzeuge Flugstützpunkte auf Malta. In Nordafrika traf die Luftwaffe der Achse wiederholt Befestigungsanlagen von Tobruk, wo heftige Explosionen und Brände verursacht wurden. Sie bombardierte ferner mit Erfolg zwei längs der Marmarica-Küste auf Fahrt befindliche feindliche Zerstörer, östl'ch von So'lifm Kraftwagen. Der Feind führte Einflüge auf Derna, Bardia und Tripolis durch. In Ostafrika erzielte unsere Artillerie im Abschnitt von Culquabert Volltreffer auf ein feindliches Zeltlager, das vernichtet wurde. In den übrigen Abschnitten kam es zu Zusammenstölien, die günstig für uns verliefen. Britische Flugzeuge griffen erneut Oondar an. Ein unter dem Befehl von Koirvetten-kapltän üiulio Chialamberto operierendes Unterseeboot torpedierte Im Atlan-Hk zwei große Dampfer. Einer dieser Drmpfer von 8R00 Tonnen ist gesunken. Ein anderes U-Boot schürt Im Mlttel- rriffen unFero Flugzeuge Z««spni-^ ««fier ein Flugzeug vom Blenheim-Typ menziehungen britischer motorisierter a.b, lensk eingerichtet hflben. saben kürzlich nicht nur die auslindisohen Joumatistea» sondern auch SowJetfÜeger, die sich auf ihren eigenen und den britischen Nachrichtendienst verlleBen. Sie folgerten logisch: »Wenn Smolensk Im Besitz der Sowjets ist, müssen wir doch auch auf dem Smolensker Fhigpiatz landen können.« Gedacht getan! Sie w««n recht erstaunt, als sie scharfes Feuer vom Smolensker Fhigplatz ans erhielten, abstürzten und in deutsche Gefangenschaft gerieten. Auf dem Marsch durch Smolensik konnten sie dann sehen, wie hi Smolensk bereits wieder von den Deiftschen aufgeräumt worden war, wie die aus den Wäldern zurückgekelirten Bewohner wieder am Aufbau ihrer zerstörten Häuser arbeiten und sich neues Leben in den Rninen entwickelt hat. Daß sie überdies weit vom Schuß waren, merkten sie daran, daß kein Kanonenlärm zu hören war. SUrko IcacIrtiMi dn Moakaaer BiiiMMMliiisses Ii iar ISA-Pres» Newyor'k, 14. August Dte Newyorker Morgenblätter heben die deutschen Erfolge im nördlichen und südlichen Abschnitt der Ostfront hervor sowie das Moskauer Eingeständni.s, daß die Deutschen Smolensik besetzt haben. Die Zeitungen veröffentlichen dw von dem Berichtersta-tter der Assiociated I'ress aufgenommenen Fumkbiider aus Smolensk und auch emen weiteren Bericht aus Smolensk über die Flüge des Korresfpondenten an der Ostfront. Dieser hebt darin hervor, er sei keinem einzigen Flugzeug der Bolschewis'ten begegnet. FHe geflüchtete Zivilbevöl-'^erung kehre bereits nach Snrolensk zurück. .'Vummer liK- »Marburger Zeitung« 15. August 1041 Seite 3 Auf der Fluchtstrasse nacfi mkofaiew Motorifieites knfante.iebatalllen vern chtet flUchtende Sow ettrup .«n - Zerborsten* und brennende boischewittisch« Panietunge'Ume Unerhörte Marscbleisfungen der deulscb-rumänischen Inianteri« Riesigp Verluste des Uexners 13 c r Ii 11, 14. Aiiuust In der Südukralne voIlbracUlcii die^^"» politischen Kommissaren deutsche und rumänisclie Infanterie i„' rücksichtslos in den Kampf getrieben. , den letzten Wochen unerhörte Marsch-' starken blutigen Verlusten »Wie eine Hungerdemonstration sah ; ielstunsen. Trotz ungünstiger Witteriuis! verloren die Sowjets bei diesen Kämpfen der lange Elcidszug aus, dtr sich völlig und sehr schlechtcn Wegverhältnissen Panzerkfimpfwagen. aufgelöst und und?szip .nlert auf der aus- stellten Infanteriedivisionen und motori-| In diese Operationen Sf^fahreneu StratSe uns entffCGfenwälztc^^. x/orK^inriA }*■ ^^^ini »/li? B e r 11 n , 14. Auf^ust. Ein motorisiertes deu;sciK's* Iiif:uitcric-Bataillon^ d^js am 13. Auj^iist gegen cirrc der nach NjkoUijcw fülvrcndcn sowjeti. sehen Fluchtstraßcn vorstieß, schnitt den hier ziiritckfhi!en:len Hol.'ciicw sieii den Weg al> und stellte sie erneut zum Kampf. besonders starke Verluste. Die Bolsche-wistcn wurden an diesem Frontabschnitt unter Einsatz von Panzern und stark vermischten Verbänden, die größtenteils aus jungem unausgebildetcn firsaiz bestan- gefahreneu Straße uns entgegenwälzte«, So berichtete der erfolgreiche deutsclie BataiHonskommandeur. Voraus fuhr ein griff auch die sierte Verbände In rastlosem Vormarsch deutsche Luf'waife wieder in unermüd- die sowjetischen Armeen zum Kampf und schlugen sie 'vernichtend. Kühn 20-TonnM*Panzcrkampfwagen, dem meh. führte deutsche Vorausabteilungen ze'ch-rere 40-Tonnen«Ungetüiiie in langsamer neten sich hierbei besonders aus. Die Fahrt folgten. Immer näher rollten die Kolosse auf un. sere Steliimgen zu, die wir iui deichten Gestrüpp längs der Slraßc wolilf^etarnt eingerichtet hatten. Offenbar vermuteten die Sowjets nicht, daß d.e schnellcii deut Verluste der ßolschewisten an Menschen und Material sind noch nicht zu übersehen. Hafen von Mormansk schwer bomliard>erl sehen Truppen schon soweit vorgedrun. Brände und Explosionen in Tankanlaiten iFPM SniPti • . w - -- gen seien. Heilloser Schrecken fuhr ihnen durch die Qliedier, als wir mit Panzerabwehrgeschützen, Maschinengewehren und Gra. natwerfern schlagartig das Feuer eröffneten. Die unter den Bolschewisten aus. brechende Panik benutzen zwei Kompanien des Bataillons, um die auseinander. lichem Einsatz erfolgreich ein. Sie erzielte in diesem Raum am 12. August 37 Abschüsse. Leichte Seeslreitkrifle erfolgreich in der ösflicben Ostsee Sowjeträuniboot vernichtet ßewachungsfahrzeug flog in die Luft Berlin, 14. August. Deutsche leichte Seestreitkräfte griffen bei einem Vorstoß in der ostwärtigen Ostsee am Mittwoch, den 13. August, ei- ' woch, den 13. Aupjust das gekenterte Kriegsschiff an der Angrihsstelle kie!-obentrel[>end. j Englisches Transatiantjk-Flugzcug j abgestürzt ] 22 Insassen — alles Piloten — fanden den Tod S t () r k h () I m, 14. yNu^us». Nach einer Milteilung des englischen I uftfahrtministeriums ist am Sonntag ein Transatlantik-Flugzeug kurz nach seinem Start von einem englischen Flughafen gegen einen Berghang geprallt. Die 22 In-' sassen — alles Piloten — kamen bei dem Unglück ums Leben. Sechs Flugkapitäne j und ein Flugzeugingenieur stammten aus den Vereinigten Staaten; ferner waren acht kanadische, sechs englische und ein ' australischer Flugzeugführer an Bora. und Lagerhallen Berlin, 14. August An der Nordfront srlffen deutschen |<™ sowjetischen Verband an. Ein sowje KampllluweuKe am Mittwoch, den ,3. I'sches Räumboot von 250 Tonnen wurde Aujnist die HalenanlafEen von MiTmaiisIt "" Feiiergetecht vernichtet, die Besat-erfolgreich mit Bomben an. Mehrere' nien des Baiaiiions um dio auseinander , Vulltrellcr schlugen in die LaKerhallcn " sowietisciies ... • auseinandvr. . Xanklawpr F« ontetinrtoM trrni>a, Bevvachungsfphrzeug lief auf eine Mine getriebenen Teile einzukesseln und nach ' ' und flog in die Luft kurzem, aber hartem Feuerkampf niederzumachen. Während dieser Zeit hatten unsere Panzerabwehrgeschütze die sowjetischen Panzerkolosse wirksam bekämpft. Überall au^ der Straße und den blutig gefärbten Kornfeldern standen die rau-chenc^n Panzerwracks. Aus den Turm-Itiken und den Einschlt^-Stellen quollen dichte Rauchwolken hervor, E'nige der schweren Ungetüme waren in der Mitte buchstäblich zerborsten. Das sowjetische Tarngrün hatte sich vom Feuer utid von der Hitze rotbraun verfärbt. • Der ganze Abschnitt trui:; die Spuren des vorangegangenen Oefcchts. Gefallene Sowjet.Solcliiten dcckten dis Kanipffekl. weggeworfene Waffen laa;en weithin verstreut, und aus umgeworfene.i Transport. fabrzeugen schlugen die von? .Biervnstoff genährlen^ Flammen-. Dos waren die Zeichen der Vernichtung, die hier iibcr die flüchtenden sowjetischen Reste hereinge. brochen war.« Brand- und Exploslonswirkungen. fn el-I nem Barackenlager wurden zwei Da-' I racken zerstört und zwei weitere be^' schädigt. Besonders starke Verluste der Bolschewisten im Norden Unausgebildeter Ersatz rücksichtslos In den Kampf getrieben Berlin, 14. August. Von der Luftwaffe versenkter Sowjeizerstörer Kielobentreit>cnd von Aufklärern beobachtet Berlin, 14. .\ugiist. In mehrfachen Sturzangriffen vernichteten deutsche Kampfflugzeuge am 11. August am Eingang zum Finnischen Meer-Im nördlichen Frontabschnitt erlitten j busen einen Zerstörer der Sowjets. Deut-die Bolschewisten in heftigen Kämpfen, sehe Aufklärer beobachteten am Mitt- Dauerangriff auf Tschungking INNERHALB SIEBEN TAGEN 150 STUNDEN BOMBARDEMENT AUF DIE CHINESISCHE HAUPTSTADT Tokio, 14, August. Die Presseabteilung der japanisclien Fl(jtte in Zentralcliina gibt bekannt: In Zwischenräumen von zwei bis fünf unsere Luftwaffe an der SOdfront ! d^e^te» "s,""'Tf ^i'güst'C^eriiS Drei Fährschjffe auf dem Dnjept versenkt 40-mal Tschungking und das umliegend bracht, einen hohen japanischen Beamten ini Rang eines B()tt>cliafters nach Indo-china mit tieni .Auftraji zu entsenden, alle duich die Stationierung der japanischen Ti'jppen in Indochina entstehenden Fragen zu prüfen. Dieser japanische Vertreter soll ähnliche Befugnisse haben wie Eine Pontonbrücke zerstört Gebiet in Angriffen von insgesamt 150 i j^^'^tsuhya, tler auf (irund tler französisch- I iapaiiischen Abniacliungen am 30. .Aiigiisi Berlin, 14. August. An der Südfront unterstützte die deut. Stunden Dauer bombardiert. Etwa ' lOOO Maschinen seien an dem Angriffe bctei- H.)4() mit einer außerordentlichen \Aission •=L-ho iLifiwUfn ,ii. tu n I " "Rt gewesen. Während sieben Tagen hat- l'fnu'liaRt war. • ihe Lutt\Naffe die Operationui des Hce-; ' Hie Iranzosisclie Regierung hat diesem res auch am Mittwoch den 13 /Mmusl ! »panischen Kampfflupeuge die u icdcr sehr eriolKrekH.' ' ' | Im Raum von Nikolajew wurden sowje. g'" ® ische l..astkraftwapen.AnRrnimfiiti(vnn ..nH " ' Ein liolier japanisclier Beamter lisch« l-astkraftwagen-Ansammlungen und motorisierte Kolonnen zersprengt und zehn sowjetische Panzer durch Bomben. Volltreffer vernichtet. Ferner versen^ien deutsche Kampfflugzeuge drei sowjet sehe Fährschiffe auf dem Dnjepr und zerstörten eine Pontonbrücke. Sowjet'sche Flak, batterlen wurden durch Bomben und Bordwaffen angegriffen und aulJer Gefecht gesetzt. Gescheiterte Gegenangriffe der Sowjets 16 Panzerkampfwagen zusammengeschossen r3 e r l i n , 14. August. für Indocliina V i c h y , 14. August. Wie das französische Außenministerium mitteilt, hat die japanische Regierung den Wunsch zum Ausdruck ge- japaniscncn Wunsch, der in dem (Icist der von Frankreich uiul Japan verfolgten Versttlndigungspolitik Hegt, Rechnung getragen. Anssenroinister Toyode beim Tenno Tokio, 14. August. Der Tenno empfing am Donnerstag Außenminister Toyoda zur Berichterstattung über Angelegenheiten aus seinein .^mtbbereich. „Vollliüinnienste Harmonie" im Empire? CHURCHILLS UNEHRLICHES SPIEL MIT DEN VÖLKERN DER DOMINIONS »TIMES« GIBT »INNERE SCHWIERIGKEITEN« ZU Berlin, 14. AukusI I die doch gerade auf die Blutopfer zu-Anläßlich der erneiit in Aussicht Ke-[ rückzuführen sind, dk) vor allem Au-nonnnenen Reise des australischen Mini- stralien und Neuseeland für Churchills In heldenmütigem Einsatz schlugen sierpräsidenten Menzles nach London wahnwitzige Stratexie gebracht haben. am 13. August im beschäftigt sich die »Times« vom 13. Au-j Die » Tmies« kann nicht unihiii. auf r.ofynnn sudlichen Frontabschnittes gijst wieder einmal mit der alten Frage Uinwcjrcn diese inneren Schwierigkeiten i Sowjets zurück. Die Oer Bildung eines Empire-Kabinetts. | 7n7njr^^l^i>n. Sic tut dies auf eine W eise, unternahmen Angriffe mit. Churchill hat bekanntlich einen solchen 'die crkcinien UilU. dal.{ man m London Tnnnp« ^ ?? I P'^n bereits des öfteren abgelehnt, und'sicli über die ()pi>osition uinerhalh des riof », Abwehr schoß 16 demKemält betont nun das genannte j t:nipire im klaren ist. obwohl man es I 111.^ Panzerkampfwegen ab. Blatt, dal? die »ölfentliche Meinung In nach auüeii hin nicht walirliabcn möchte. Im gleichen Abschnitt versuchten die 1 Australien keine besondere Sehnsucht Das Blatt gibt zu, daß es schw ierig Boliichewisten mit einem Panzerzug den nach einem Reichskabinett habe, in dem sei, Menzies nach London zu bekommen, AnRritf Ihrer Panzer zu unterstützen, alle Dominions und vielleicht auch die daU Smuts sich ebenfalls mit inneren Ko'onlen und Indien vertreten seien.« j Problemen zu beilassen habe — eine •Auf diese Weise versucht nuin jetzi.sehr vage Formulierung des hurischen schon in London, etwaigen australischen ^ Widerstandes K^gen Smuts' enslandhö-Wünsclicii in dieser Richtung die Spitze riijes Reslme — und dali Mackenzic abzubrechen. Dabei betont man gleich- King durch »Kanadas anerkannte Funk-zeiti«. daLl lüiDilaiid «nichts wiilkonnne-' tion, das natürliche Band zwischen Engner sei als die enj;>'tc und wirksamste' land und US.A zu sein, drüben festge-Verhindung iniier!u\lb des tiinpii'cs. die halten werde.« man sich nur denken könne.« Clnircliil! Da es also derartige Scliwierigkeiten treibt also mit den Völkern der Domi-^ bereitet, führende Staatsmänner der Donions jet/j wieder dasselbe Spiel wie ininions nach London zu bekK^nnmen. ist bereits vor und unmittelbar nach Kreta. I es kein Wunder, daß man nachher ihre ,, , ...... Dabei gibt man In London noch seiner^ Xnwesenlicit in f:nc:]and als die Frucht auf^erdem 18 feindliche Flugzeuge am VerwunderunK darüber Ausdruck, dalJ »vollkoimnenster Harmonie« lieraus-Boden zerstört und 7 Flugzeuge im Luft-1 es in diesen (ilicdstaaten, wie z. B. Au-i stellt, wenn dem in \Virklichkcit auch kämpf abgeschossen. 1 stralien, »Innere Schwierigkeiten« gäbe, I nicht so ist. Auch der Panzerzug wurde zusammenge-8chos.«ien. Wichtige Verkehrslinien ostwärts Kiew dnrch Bomlie^»ngrine nnlerbrochen 25 Sowjetflugzeuge vernichtet Berlin, 14. August. Ostwärts Kiew unterbrachen am 13. August deutsche Kampfflugzeuge wichtige Vorkehrsltuien der Sowjets durch Bombentreffer. In diesem Raum wurden Die Aufnaiime der Rede Pelains Pariser Blätterstimmen r i s , 14. August. Die Pariser Zeitungen gehen heute ausführlich auf die Rundfunkansprache des Marschalls Petain ein. Sie unterstreichen die Notwendigkeit der eingetretenen Klärung für das In- und Ausland und stellen fest, daß ganz Frankreich hinter dem Marschall stehe. (lestern früh sei jcLlcr Franzose mit nu'lir ,\\ut Vertrauen inul ;;iiteiii Willen zur Arbeit geg:;ngen, schreibt /.Petit Pa-risien-v. Dies sei die beste Antwort, dio der Marschall auf seine Bnt'^chaft vom französischen Volk erwarten kann. »Aujourd'hui« sagt, nach der Initiative des Marschalls werde den Machenschaften der Hauptschuldigen am Kriege endlich ein Ende gesetzt. Mehr denn je stehe das Land einmütig hinter seinem Chef. »Cri du Peuple» betont, daß die ofi'.-nt-liche Meinuntj ungeduUlig die vom schall Petain aiifielsriiuligtcn .Waßnahmeti erwarte. »Der »Matin« schreibt u. a.: »Der Staatsschef sagt allem, was sich der nationalen Revolution entgegenstellt, den Krieg an. Die Nutznießer, die Truste, die Bevormundung durch den Kapitalismus werden scharf gebrandmarkt.« In fetter Schrift gibt das Blatt einen Untertitel über drei Spalten: »Der Marschall bestätigt aufs neue die Politik von .Mon-toire und wiederholt seinen \ ertrauen in die weiten Perspektiven, die sich einem wiederversöhnten Europa eröffnen.« Ein Tagestiefffhl Dartans V i c Ii y, 14. August. Admiral Darlaii, .Winistor der nationalen Wrteidigunj^, erließ an die Streit-jkräfte zu l.aiule, zur See und in iler Luft , einen Tagesbefehl, in dem er seinem Stolz und seiner l"reude über seine lu-' nennuiig zum .Winister der nationalen Verteidigung in der (lewißheit Ausdnuk 'gab, daß er auf liie lügebeiiheit aller Franzosen zählen könne, uenn es um l'rankreieh j^^'he. rrankreichs N'icderla^e j dürfe nicht zur Ver/u eifhing führen, dern zum Nachdenken über die Fehler und Irrtümer iler \'er};angenheit, d imit sie in Zukunft vermieden werden könnten. Nur eine Slimme Melirlieit Abstimmung im Abgeordnetenhaus über die Verlängerung der Dienstzelt W a s h i n K t 0 n , 14. .\ugust. Mit.203 gegen 202 Stimmen nahm das Repräsentantenhaus das Gesetz an, durch das die Militärdienstzeit um 18 Monate verlängert wird. Das Gesetz sieht ferner die .Abschaffung der WO.(XK)-.Mann-l-lüchstgrenze für gleichzeitige Minberulung vor. Diese iWehrheit von einer ein/igen Stimme zeigt jedenfalls ziemliiti deutlich, mit welcher >:Begoisterunj.; iler Kriegskurs Roosevelts in den X'ereinigten Staaten mitgemaelit wird. nie Schulden der USA-Regierung ' Fast das Doppelte des Weltkriegs-I betrages! I Washington, 14. .\ugu>t. ' Wie das Finanzministerium bekanntgibt, erreichte die Verschuldung der L SA-I Regierung am 13. August mit 50 MÜliar-' den Dollar nahezu den doppelten Betrag der Weltkriegsverschuldung, die 261 Milliarden Dollar betrug. Neue Truppenverstärkuneen für die Azoren L i s s a b o n , 14. .August. l>er Fahrgastdampfer »Lima« ist am Dnnnerstag erneut mit Infanterietruppei zur Verstärkung der (larnisonen auf den .\zoren von Lissahon aus in See ge-ßan^jen. Settt 4 »Mdrburg^r Zeitung« 19. August 1M1 .Nummer 199 Das SdiiDarze Uleer SEINE GEOGRAPHIE UND SEIN KLIMA — BEI ODESSA EIS UND BEI BATUM PALMEN Hie SovsjcttruppcMi, ilcnen die Verteidi der Westukraifie anvertraut war, hefiiKlen sich seit Taxen in heilloser Flucht nach Süden. Der Unterlauf des Dnjepr war zunächst ihr Ziel. Dort hofften sie Aufnahmt; auf Transportschiffen /u finden. Denn die Schiffe, die vom Schwarzen Meer koninien, fahren nach der Durchquerun^; der Bucht von Odessa bei Cherson in den Dnjepr ein un'd gehen .stromauf in weitem Bo^en über Nikopol, f-irijepropetrowsk und Krenientscliuig in Richtun.g Kiew. Soweit kamen sie aber in den letzten Ta^en nicht mehr; denn wir erinnern uns der Mekl-un)i des OKW, nach der deutsche Artillerie am Ufer des Dnjepr aufgefahren ist und sowjetische I ransportschiffe bekämpft und versenikt hat. Nun sollen den fliehenden Sowjets die in den Häfen di-s Schwarzen Met-rcs mittlerweile bereitjjestellfen Transporter Rettunii; bringen. Die deutsche Lufwaffe hat auch die.se Hoffnoing zerstört und unter diesem Pluchtgeschwader kräftig auf-.sjcräumt. So spielt sich jetzt an der Schwarzmccr-Küste ein gewaltiges Drama der Vernichtun^g a'b. Das Schwarze Meer, das eine Fläche von 450.000 Quadratkilometern bedeckt, ist ein fast geschlossenes Mittelmeer zwischen Südosteuroipa, Kaukasien und Kleinaöien. Im Westen sind Rumänien und Hiil.garien die Anlieger, das Nord-und W'estufer grenzt in einer Länge von etwa ]00(J Kilometern an die Ukraine, an die Krimhabbinsel, an das Asowsche Meer Lind an den Kaukasus. [:)er Süden gehört zur Türkei, zu deren Staatsgebiet auch iler Bosporus als einzige Verbindung zum .Mittelländischen Meer geht»rt. Überragende Bedeutung für die ge-s:iimte Schiffahrt im Schwarzen Meer hat der Hafen von Od<;ssa. Das gehl schon daraus hervor, daß dieser Hafen in Frie-denszeiten fast alle großen Seevenkehrs-linien wie ein Magnet an sich zog. Oik'ssa- Canstanza --Rumänien, Odessa— Burgas—Bulgarien, Odessa—Konstantino-pel-Türkei; das waren die drei wichtigsten Verbindungen. Dann verlief eine vierte Linie von Odesa über alle Nord-häfen bis nach Batiim. Sie hatte auf der Krim-HaUiinsel die Stationen Lupaloria, Siniferoipol, Sebastopol, Balaklava, .\lupka, jalta, Feodosia und Kertsch am liingang zum iiörillich anschließenden .Xsowschen Meer. Dann berührte sie über Nowoross'sk und Tuaipse die Häfen der Kaukasiisläniier und entdefe nach der f^as-sicrung von Sotsclii, Suchum und Anaklia bei Batiiiii, dicht vor der türkischen Cireii'ze. Batum war aber nicht nur mit Odessa regelmäßig venbuniden, sondern auch die von Konstantinoipel am Südufer des Schwarzen Meeres entlanggeführten Schiffslinien endeten dort, so-dnß praik-tisch ei-ne ununterbrochene Kette von Schiffsslationen ri.ngs um das riesige LM'ergeliiet lies Schwarzen Meeres gelegt war. « Dem sowjetischen Nordfeil des Schwatzen Meeres ist ein breiter Flachseogürtt.'l vorgelagert; das ist der eigentlich noch zum Festland gehörende so'genanntc Kontinentalsockel, der bei vielen meerumspülten Ländern anzutreffen ist. Dieser Flachseegürtel geht dann meist mit einem scharfen Knick ziur Tiefsee über. So ist das auch beim Schwarzen Meer, das unterhalb des Flachseegürtels zu einer steil-wandigen Mulde von etwa 2500 Metern Tiefe abfällt. Die riesige Mulde de» Schwarzcn Meeres hat unterhalb einer 200 Metergren-ze keinerlei Wasserströ-niung: sie nimmt an dem Kreislauf nicht mehr teil und ist deshalb auch sauerstofflos. Kein Insekt, kein Fisch ka^nn dort existieren. Nur die oberen 200 Meter des Schwarzen Meeres sind in Beweguntg. Aber die Oberflächenströmunig des Schwarzcn Meeres ist gerinig und ein Wechsel von Ebbe und Flut fehlt fast völlig. Die Amiahnie, daß sich aus all diesen Umständen ein stilles und einheitliches Meeresibiid ergibt, ist irrig: das Schwarze Meer ist oft von dichten und lang anhaltenden Nebeln bedeckt. Heftige Nordstürme und überraschende Fallwinde wühlen das Wasser auf un-d sind für kleinere Schiffe sehr gefährlich. Der Fisch-reichtum der oberen Schichten des Schw^a'rzen Meeres ist gewaltig; «s wurde aber in der Hauptsache nur nach dem Stpr gefahndet: der wertvolle Rogen wanderte in die Kaviarfaibriken, Im Norden, bei Odessa, und in dem Gebiet des Asowsehen Meeres bringen die Wintemionate mitunter Eis und Schnee mit sich; die Schiffahrt wird aber dadurch immerhin nur fUr wenige Tage ge-hemimt. Im Süden ist es, wie die Oe-schichtsschreiiber berichten, nur im Mittelalter einigemal vorgekommen, daß der Bosiporus für kurze Zeit zugefroren war. Der äußerste Osten des Schwarzcn Meeres aiber liegt bereits In der subtropischen Zone. Schon bei Noworossisk, östlich des Asowsehen Meeres, beginnen die weit ausgedehnten Weinbaugietoiete des KaaikaisusvorUandes; dann folgt Sotschi, der einstmals weltberühmte Kurort an der kaukasischen Riviera, und den Abschluß bildet Batum, das au^ffesprochen subtropiscihes Klima hat und dessen Stadtikern von weiten Hainen aus Ba^na-nenibäumien, Magnolien und Palmen uni-gebcn ist. VOLK und KULTUR Die Kunst des Rundfunkhörens Für mehr als fünfzehn Millionen Rund, funkteilnehmer ist es eine Selbstverständlichkeit, Abend für Abend am Rundfunkempfänger zu sitzen und den Sendungen zu lauscheil. Warum sprechen wir da von einer »Kunst« des Rundfunkhörens? Iis ist heute bei den modernen Empfängern keine Kunst niehr, den Sender rieh, tig einzustellen. Die Kunst setzt vielmehr dort ein, wo vom Hörer die wirklich sinn, volle Nutzung des Rundfunks eiwarlet und vorausgesetzt werden muß. Denn jeder Hörer ist mit dem Kmpfän-ger allein. Niemand redet ihm dazwischen, wenn er zu den Klängen einer Symphonie ein Käsebrot verzehrt, wenn er sich während einer Dichtung unterhält oder die Zeitung liest. Das geschieht noch allzu Q^t. Und vor allen Dingen gibt es immer noch viele Hörer, die ihren Empfänger unaufhörlich laufen lassen, d'e ilin als eine Art »Musikberieselungsnn'age« auffassen und dadurch einen Mißbrauch mit den Vorzügen des Rundfunks treiben. Der Hörer soll sich die Sendungen auswählen, die seinen Interessen entsprechen. Fr soll diese Sendungen richtig hören, er soll ihnen lauschen, aber den I-autsprecher ausschalten, wenn er nicht in der Lage ist. wirklich zuzuhören. Wer diese Kunst des Hörens beherrscht, hat den Gewinn, daß er erst richtig empfindet, wie groß die Leistungen des Rundfunks sind. Der Rundfunk sendet ja n=cht so viele verschiedenartige Sendungen, weil er dem einzelnen Hörer eine niög. liehst bunte Kost vorsetzen will, sondern um die verschiedenen Neigungen der Hörer zu befric'iigen. Jeder soll s'cli das aussuchen, was ihn angeht. Dann winl er es auch niemals nötig haben, mit dem Programm unzufrieden zu sein. Daß in einem Rundfunktag von 19 Stunden Dauer auch Sendungen vorhanden sind, die den einzelnen Hörer nicht befriedigen, itst ja ganz unvermeidlich. Es ist vielleicht die größte Kun^t des Rundfunkhörens, tm richtigen Augenblick den Empfänger abstellen zu können. Im übrigen heißt die Regel: mit Auswahl hören. Und das Ausgewählte spll so aufgenommen werden, als ob wir in einem Konzert säßen, nur dann kann die kUn&t. lerischc Leistung ihre volle Wirkung aus. üben. Wer so Rundfunk hört, wird einen immer gleichen Genuß von den Sendungen haben. Und noch eines: Es ist kultur- und rück, sichtslos, den Lautsprecher daheim auf solche Stärke einzustellen, als wäre er dazu da, einen weiten Platz mit seinem Klang zu füllen. Kein Rundfunkhörer darf vcr. gessen, daß sein Apparat nicht die Aufgabe hat, d'e Nachbarn und die Nachbar, häuser mit Lärm zu versorgen. Jeder Be-I sitzer eines Radioapparates soll daran 'denken, daß in seiner engeren und wei. teren Nachbarschaft Leute wohnen, die vielleicht als Nachtarbeiter, Kranke od®'" sonst Frholung'SbcdUrftige gerade dann Ruhe haben müssen, wenn er seinen Ra-d'oapparat tosen läfit. Gegen kultur. und rücksichtslose Rundfunkhörer müßte sonst die Polizei in Tätigkeit treten. I Kulturreferententagung in Salzburjr, Anläßlich der Salzburger Festspiele fand am 13. und 14. August auf Grund einer Einladung des Gaule'ters und Reichsstatthalters Dr. Friedrich Rainer eine Arbeitstagung der Kulturreferenten der Reichspropagandaämter statt. Nach einer kur. zen Begrüßung der Gäste durch den Gauleiter gab u. a. Ministerialdirektor Hin-kel vom Reichsministeriuin für Volks^ aufklärung und Propaganda Richtlinien für die kulturpolitische Arbeit. -f Verleihung der Goethe-Medaille für Kunst und Wlisenschaft. Der Führer hat dem ordentlichen Professor Em. Dr. Friedrich Kutscher in Bad Toelz ifc Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen. V Gründung einer Anzengrqber-Gesellschaft in Wien. Die Aufgaibe einer neugegründeten Anzengruiber-Oesellschaft in Wlitfn ist die deutsche Mundiartdichtung zu pflegen uad Ludwig Anzengruibers Werken auf der deutschen Bühne ihre Geltung zu erhalten. Die neue Wiener Anzengru-ber-OesellBchaft ist in das Reichswerk Buch und Volk der Reichsschrifttuins-kamnier eingegliedert worden. f-K OermaitiSches Gräberfeld bei Linz. Im Gelände der Reichswerke Hermann Görijig in Li.niz, wo schon früher bei Erdarbeiten wichtige Funde gemacht wurden, ist jetzt mit der planimäßigen Erso^lie-ßujllg eines Gräberfeldes begannen worden. Man konnte acht Gräber freilegen, die auf Grund der enthaltenen Beigaben, e'nem Belnkamni, einem Eisenmesser, einer kiunsfcvolJ gpairbciteten Ollrtelschnaille au9 Bronze der Mcrowiniger-Zeit (6. und 7. Jahrhundert) zuzurechnen stnd. Damals siedelten in Linz frühbayerische Siedler. Die Oraibungen dürften nooh anflere Ent-deokunigen brin^n. r-H Der »Doberaticr Dichtertag« steht diesmal unter dem Lcitgedaniken »Die flämische Dichtung im niederdeutschen Raum«. Der Dichter Wies Moen wird zu diesem Thema 8.prechen. Als Höhepunkt des 6. »Doiberaner Dichterlages« wird zuJli dritten Mal der »Meoklemburglsche Schrifttumspreis« verliehen werden, der im Jahre 1939 an Friedrich Griese, 1940 an den Krieg»dichter Theodor Jakabs fiel. -(- Wanderausstellung »Die iVluster-wohnung«. Im Statischen Museum DUs-» seldorf wurde eine Ausstellung »Die Mu, sierwohnung« gezeigt, die vom Gauheim-stättenamt und der Landeshandwerkerschaft veranstaltet wurde. Die Ausstellung ze'gt eine Vicrzimmer-Wohnung als Musterwohnung für den durch den Führer-erlaß vom 15. November 1940 geplanten Wohnungsbau nach dem Kriege. 20.000 Düsseldorfer besucliten die Schau und wiesen damit ein reges Interesse für neue Wohnkultur. Nunmehr wird die transpor. tabel einßerichtete Ausstellung auch den übrigen Volksgenossen des Gaues zugänglich gemacht. In Wuppertal wird neben der eingerichteten 4-Raum-Wohnung nach richtungsweisenden Gesichtspunkten auch eine Drei-Raum-Wohnung gezeigt. Toscaneilis Weltkarte aufgefunden. Die Karte des großen Florentiner Mathematikers und Kosmographen Paolo Dal POZÄO Toscanelli ist nach jahrelangen Forschungen aufgefunden worden. Ks handelt sich um dio Karte der Welt, die den großen Entdecker Columbus zu seinen Fahrten anregte. Das Original war laiiKC Zeit verschwunden und ist jetzt in der Nationalbibliothck in l-'lorenz ans Tageslicht befördert worden. Die schwarzen Pferde Roman von Tari#i Vetaat (71. l'ortsetzmiy) *Ja, den habe ich erschlaffen, trotzdem Cr den Kopf im Gebüsch versteckt hatte und sich geborgen glaubte! So bin ich, Frida !ucht nach etwas, damit sie sicli in tlie Wärme setzen könne. Seine Hände zittern. Lind dann fragt er, was sie eigentlich wolle. Dich nach Hause bringen, natürlich! Dil mußt wieder unter Menschen kommen. Wenn schon ich nicht mehr zähle für dich.'. i-r ist eigensinnig. ^tilal dich jemand geschickt?« Ach nein«, lacht sie, »das weißt du ja cha!t Die Landcsibauernführer H a t n z 1, Leiter des Lande«emä'hrungsaintes Siidmank, hatte für Dienstag, den 12. Au^gust die Krcisbauernführer und Kreisstabsleiter der Lanidesbauernschaft Südnvark zu 'ci-r«r Arbeitstagung, an der auch V-ertreter der Wirt5chaftsverbnäde der Landes-bauernschaft sowie die Leiter der Ernäh-rungsämter der Unitersteiernrark teilnahmen, zusammieniberufen, um mit ihnen verschiiedene vondringlicihe Wirtschaifts-fragCrn zu bestprechen. Aa der Artaeits-tagumg nahmi auch der Regierungspräsident von Steiennank Dr. Müller-H a c c i u s und In Veriretuntg des Regie-rungspräsidienten von Kärnten Pawlowski In5-p. Lerchbauin er teil, Ebenso war Gauigcschäftsfü'hrcr Dr. S e r n e t z der Oauleitung Steiermark bei einem Teil der Arbeitstagung anwesend. Nacihdcm der La«ndesbauv'ri^iführer nach den Begrüß-UJigsworten Zweck und Aufgabe dieser Anbeitstafiung besprochen hatte, hielt der Stellvertreter Hauptabtel-lun-gbleiter III Kreisbauernführor Ing. !. a n z e r ein cinge'henides Referat über verschiedene Ernährun>gsfragen auf dein Gebiete der Gcircidi:- und KairtoPfelwirt-SK-.haft sowie über Fragen des Nutzviehabsatzes. Der Gcschäft'sfühner des üetreidewlrt-»chaftsvcrlbandcs Ostmark, E i p e l -dauer, erläuterte in seinem aingeschlos-fcenetn Vortra'g auüfüihrlioh die verschie- denen Aulgaben aus seinem Arbeitsgebiet. Dr, N o f d ib e r g, der Vorsitzende des Karto.ffelwirtschaft'svenbandes Ostmark, und sein Gescliäftsführer Ing. T r l m m e 1 sprachen Uber Frageji der Kartoffelver-songung. D«r StelWertreter Hauptabiei-lungslel-ter II Kreisbauemfühper Frodl berich- tete iüu nachmittägigen Teil der Arbeits-tagumg üiber verschiedene Maßnahmen auT dem Gebiete der Hauptabteilung II, wekhe daraul ab/ielen, die Erzeugung; unter allen Umetänden aufrecht zu erhalten, wenn irgend möglich noch zu steigern. Durch die Einberufung von Kräften auf den Höfen und in den Dienatstellen des Reichsnährstandes werden die Arbeiten nat-ürlic'h schwieriiger und müssen auf das Notwendl^s^ste beschrämkt werden. Der Vortragende berichtete hiebei über den Ausibau der Wirtschaftsberatung, über die wichtigsten Maßnahm-en auf dem Gebiete des PfJa'nzenba'ues, der Tierzucht, des Obst- und Gartenbaues; die angestrebte Ausweitung des Gemüse-baue« wurde erreicht und hat sich gut ausgewirkt. Awf dem Geiblete der ländlichen Hauswirtschaft wurde zur Arbeits-ürleichterung der Bäuerinnen viel beigetragen und durch entsprechende Beratung gute Fortschriitte erzidt. Die Aussichten für die Weinernte sind günstig. Landesstaibaleiter II Dr. S a n t n e r berichtete vornelimlich aus den Arb;eiten der Hauptabteilung II für die Auflegung von Umlagen an Heu und Kadoffeln sowie Über Fragen der Betriebsstatistik. Nach Referaten des Abteilungsleiters Ing. Hülnzel über die Versorguntg mit Düngemitteln und Saatgut unid Fragen des Flachsanbaues, wobei er betonte, daß die Bauern die vorgeschriebene Anbaufläche für Flachs niciht nur überadi erreicht, sondern überischiriitten haben umd daß infolge der guten Ernte doppelt soviel Flachs ge-ernitet wunde, als vorauszusehen war, erläuterte Sachbearbeitef Beer Fragen der Treibstoffversorgung für die Landwirtschaft. Es wird auf allen Gebieten alles dara-ngesietzt, die Erzeugung landwirtschaftlicher Prodiuikte nicht nur auf der bish&ri^en Höhe zu erhalten, sondern stets zu steigern. Sachbearbeiter Schlichenmayer sprach üA>er die in näidister Zeit zu er- greifenden MaßnaJiimen auf dem Gebiete der Berufsausbildung und Nachwuchslen-kun^. Trotz der großen Aufgaben für die Gegenwart dürfen wir die Zukunft keineswegs vergessen, denn in der bäuerlichen Jugend üegt die Zukunft unseres Bauerntums. Von der Hauptabteilung I besprach Abteilungsleiter Dr. Ackermann Fragen des Arbeitseinsatzes und verschiedene Maßnahmen, die durch den Mangel an Landarbeitern noftwendig sind, sowie Abteilungsileitier Rothmann über neue Aufgaben auf dem Gebiete des bäuerlichen SiodlungsWesens und die große Be-deutunig eines gesunden Bauerntums tür das f^anze deutsche Volk. Nach ei'nor Aussprache naihm Landes-bauernführer H a i n z I zu den verschiedenen Referaten eingehend Stellung uind gab Aufklärungen und Weisungen hiezu. Der Landesbauernfiahrer betonte, daß Heimat und Front so 'eng veit>unden sind wie zwei durch ein Seil verbundene Bergsteiger. Wenn einer ausläßt, stürzl auch der andere ab und keiner erreich! sein Ziel. Ein Nachlassen in der Heiimat und eine Niedt'riage an der Front würden dem Bolschewismus Tür und Tor öffnen und damit die Vernichtung und den Untergang des deutschen Volkes bedeuten. Der Landesbauerniuhrer unterstrich daher nochmals aHe besprochenen Pro-bJemj und schloß mit einem Appell an die Anwesenden und an das gesamte Landvolk, ziu weiterer intensiiver Mitarbeit alle Kräfte für die Aufgabt.'n der Khcgsernähr-rungswirtscihaift einzusetzen, dw Arbeitstagung. Die neue Lebrasmitlelkarleniierioile ronnille Neuerungen — Verbesserung In der Zuckerb^zugsweise NäbniiitteUuirten 1o zwei Farben Die Lebensmittelkarten für die Zeh vom 25. August bis 2\. September 1941 gelangen nüchstc .Woche zur Ausgabe. Gegenüber den bisherigen Karten ergeben sich rein formelle Unterschiede. Es bleiben die Zuteilungen von Brot (Mehl), Fleisch, Fett und Zucker unverändert. Eine Verbesserung erfolgt in der Zuckerbezugs weise. Bisher muüte der Zucker jede Woche bei sonstigem Verfall bezögen werden. Die neue Zuckerkarte gilt vom 35. August bis 14. Dezember, also für vier ZuteHungs.perio-den. Die Menge bleibt unverändert. Die zugeteilten 4(X)'^"500 g je Zuteilungsperiode kümien nun auf einmal bezogen werden. Ein Vorgriff auf die Abschnitte -T— ------------ Ist der nächsten Zuteilungsperiode selbstverständlich unstatthaft. Üine weitere Neuerung ist die Ausgabe von Nährmittelkarten in zwei Farben rasa für Normalverbraucher und blau für Selbstversorger. Wer Selbstversorger Ist, wurde mit Verorduungs- und Amts blatt Nr. 29, S. 228, Abschnitt I—III, festgelegt. Die blauen Nährmittelkarten gewähren auf drei Abschnitte je 1J5 g Kaffee-Ersatz oder -Zusatzniiittel imd die rosa Karten überdies 250 g Hülsenfrüchte. Diese Nährmittel sind in der dafür vorgesehenen WocJie zu beziehen. Auf der Zuckerkarte sind ab nun keine Sonderabschnitte mehr. Die Verwendung der Sonderabschnitte auf den anderen Karten wird durch Aufruf geregelt. Der Gauleiter bei Sekaneks Mutter Eine Aufzeichnung des Führers für Maria Sekanek zu Uirem 60, Geburtstag Am Mittwoch beging die Mutter unseres u-nivcrgeßUchen SA-Stumiführers Friödil Sekanek i'hrcn 60. Geburtstag. Aus diesem Anlaß überreichte ihr Gauleiter ^ umd Reichisstatthalter Dr. U i b e r-r e i th e r das ihr vom Führer verliehene Ehrenkreuz für deutsche Mütter. Die Eh-run'g fand in 'kleinem Kreise im Weißen Saal der Grazer Burg in Anwesenheit des Kreisfleiters T r i 11 h a r t, einer Vertreterin der Kreisfraueniichaftsleit^rin von Graz-Land und einiiger SA-Kameradcii und Mitikäjnipfer Fried) Sekaneks statt. Nachdem ein Trio des MusiikschuiWerkes HändeLs Trio-Sonate 23 und eine Sing&char der NS-Frauenschaft ein weihe-voWes Lied vorgetragen hatten, sprach der Gauleiter. Er beglückwünschte Maria Sekanek -/u iihrem Ehrentag. Sie möge die Auszeichnung des Führers als einen Danik für alle ihre Opfer und die schweren Stiunden betrachten, die sie als Mutfer eines jener Männer ertragen mußte, die durch ihren Kampf und ihren Heldentod die Voraussetzungen Schufen jtür die jetzigen glanzvollen Siege des großdeut-schen Vaterlandes. Ihr Sohn Friedil gc-iuJrte zu jenein, die zu einer Zeit an Deutschlands Größe glaubten, da viole und schließilich auch er selbst diesen Glauben noch mit ihrem Leben bezahlen mußten. »Wenn wir alle**', so erklärte der Gauleiter, >>nicht mehr sein werden, R'> wird sein Nanie noih von der Standarte J)i§H Si£ää §U$i Bt§5ih§ wmm m Eine Erzählung aus dem Jahre I8ö4 Von Bernhard Faust Für 10 Uhr vormittag war der Sturm befohlen worden. Ek)ch am Tag zuvor wußte niemand, weder Wrangel, der OberbcfehlvShaber. noch Prinz Friedricl» Karl, der die Preußen führte, wie den Dänen beizukonmien sei, als sie sich hinter die Düppeler Schanzen verkrochen. Eins stand fest, sie mußten genommen werden, sonst versackte der Krieg vtt>r den verdamniten Dämmen, und die Welt, die denv Angreifer kein Glück wünschte, hätte ilir© Freude gehabt. Dabei war allen, die an diesem 18. April 1864 aufwachten, auf Vor^sten oder bei der Truppe, klar, daß der Sturm, wie schon das erste Gefecht bei Mis-sunde, mißlingen konnte, und alle, Feldherrn, Offiziere und Soldaten, musterten mißtrauisch die Laufgräben der zehn Kilometer langen Front, deren beide Flügel sich an das Meer anlehnten, dort von der dänischen Flotte beschützt. Aber nirgends fand sich ein Schlupfwinkel, nirgends eine schwache Stelle, und nicht nur Wrangel fluchte in seiner bärbeißigen Weise über dieses verteufelte Rattennest. Besonders die Pioniere, als technische Truppe sozusagen Fachleute, Kenner und Bewunderer dieser Schanze, erörterten eifrig die Fra^e, wi« man die Wälle brechen könnte, und den Pk>nie-ren vertraute man auch diese Aufgabe an, gleich mit welchem Zauberschlüssel sie der stürmenden Infanterie ein Tor öffneten. Jedoch erwiesen sich alle Versuche als vergeblich, und die Pioniere als die Bauleute des Heeres fühlten sich in ihrem handwerklichen Können verletzt. Auch ihre Berufsehre war angestachelt, und einer sagte, wütend über die Ohnmacht, deren Schande sie ertragen mußten: »Was nützt das alles, Kamerad, wir kommen den Ratten nicht bei! Das beste wäre, einer ging einfach hinüber, einen Pulversack um die Drust gebunden, und sprengte die Faschinen.« »Bist ein Gescheiter, da schmeißt er ja sich nrit in die Luft!« lachten die Pioniere. »Wer redet denn da solches Geschwätz?« Es war Klnike, ein einfaolier Mann, sonst als ruhig und gewissenhaft bekannt, und nicnumd hätte ihm eine solche Dunnnheit zugetraut. Aber Klinke, von seinen Kameraden versipottet, wie-derholte seine Absicht. Ein dabeistehender Unteroffizier knurrte verärgert, wer solchen Heldenmut vorschlage, möge doch diesen Todesgang versuchen. »Ja, so ist es wohl«, erwiderte Klinke, nur traute er sich nicht, dem Hauptmann seinen Plan vorzuschlagen. Der Unteroffizier sali ilun fest ins Gesicht: »Klinke, das heißt miit dem Leben spielen!« »Wie das?« fragte Klinke, mid durch seinen (rasendttL Ausrui klaiig un kixid- Ikihes Erstaunen. »Schon ist der Sturm befohlen, wir müssen doch hinein, und werm wir nicht alles wagen, ist alles verloren. Das ganze Heer verblutet sodist vor der Schanze — was besagt dagegen das Leben eines eüizelncn Mannes?« Also bedrängt, meldete der Unteroffi-zi«r das Angebot Klinkes seinem Leutnant, dieser dem Hauptmann. Wie, ein Pionier wollte, einen Puiversack um die Brust gebunden, allein gegen die Schanze vorgehen? »Ja, so ist es wohl, Herr Hauptmann«, erwiderte KWnke auch hier. Gerührt über den Opfermut seines Pioniers sagte der Hauptmann: »Klinke, wenn Sic es Hilbringen, ist es eine Tat, die der Geschichte angehört.« »Ach, Herr Hauptmann!« rief Klinke verlegen. Cr war ein einfacher Mann, und nun, da er sich von seinem Haupt-n>ann so feierlich angesiprochen hörte, wurde sein Gesicht feuerrot, denn ihm bangte vor großen Worten. »Klinke, Sie gehen hi den Tod«, sagte der Hauptmann, der diesen Braven gern für das Leben gerettet hätte. »Ja, Herr Hauptmann«, sagte Klinke schlicht, »da will ich nun drangehen.« Also band er sich, von seinen Kameraden imterstützt, einen Pulversack um die Brust, nahm von allen Abschied, auch dem Hauptmann, und schlich sich an die Fascliinen, wo er seine mörderische Ladung entzündete. Ein aufschie-ikndei; Blitz wat: alleis» Kanip- raden von dem tapferen J^ojiier sahen. Aber bevor sie recht zur Besinnung kamen, stürzte das Heer durch die geöff^ nete Bresche, und in sechs Minuten wehten die preußischen Fahnen auf der Brustwehr der Schanzen. Der Sieger von Düppel heißt Klinke. Er schlug sein Leben wahrhaft »in die Schanze«. Er war ein einfacher Pionier, und bei Lebzeiten schmückte seine Brust kein Orden, aber das Vaterland nahm ihn auf in die Ewigkeit seiner Ge* schichte. In Spandau steht sein E>enkm»l. Anekdoten In einem kleinen Ländchen der Vor-kriv>gszeit geschah es, diß der Landesfürst an seinem Geburtstatg seinem Kammerdiener und seinein Bankier gleichzeitig seinen Hairsorden verlieh. Man verwunderte sich hierüber, und ein Mitigliod des Hofes prägte das Wort: Der eino be-kcMTime den Orden, weil er den Fürsten anziehe, der andere, weil er ihn ausziehe» * Ein junger Dichter 'kam empört z'U Gott* fricd Keller und rief aus: »Diese Schriftleiter, kein junges Talent wollen sie hochkoonmen lassen. Heute erst hat mir eiuier aHe meine Arbeiten zurückgeschickt. Diese Menschen wissen ia gar nicht, was guit istio: i»M/fflich«, erwiderte KcUer, »aber sie wa& sdik^t jstl< Seite 6 »Marburger Zeitung« 15. August IMl Numm«r 19& unserer SA leuchten. Sic aber, Frau Sc-kanek, möge heute das stolze Gefühl erfüllen, daß Sie uns einen Sohn schentk-ten, der zu unseren Un^sterhlichen ge'hört.er Schulbeauftragte Pg. Kurt Lee h-n e r begrüßte den Krcisführer und den Schulbeauftragten und gab eine unifas. sende Deutung der Lage des Deutschtums in diesem Raum und im besonderen der Aufgaben für den deutschen Lehrer. Kr betonte die Schwierigkeiten, wie auch d'e einmalige Größe und Schönheit der an die Erzieher gestellten Aufgabe; obliegt PS doch ihnen weit mehr als allen anderen Stellen des Einsatzes, an die Seele des Volkes zu rühren, sie von den Sch'acken der Slawis erung zu reinigen und die Menschen w eder innerlich und äußerlich dem Deutschtum zurückzugewinnen. Und d:es wird ihnen umso eher gelingen, je mehr sie sich als Vertreter des Deutsch tums bewähren. Krcisführer W r e ß n i g dankte der Er-zicherschaft für den unerinüdlichen Eifer, mit dem sie nicht nur die schwierigen Aufgaben in der Schule meistert, son'lern darüber hinaus auch noch im Heiniatbund vorbildlich m'tnrbe^et. Oberlehrer Pg. Moser sprach über Feiergestaltung und brachte Vorschlag-: für die bevorstehende Schulschlußfeier. Die Führerehrung und die Lieder der Nation beschlos^^en den Appell^ an den Fich noch eine Vorführung der deutschen Wochenschau anschloß. m. 90, Geburtstag. Dieser Tage beging die Realitätenbes'tzerin Marie Felben In Mureck in erfreulicher geistiger und körperlicher Frische'iihen 90, Geburtstag. Die hocbbetagte Ju'bilarin fühlt sich noch immer stark genug, um ihrer alten Ge--pflogeniheit getreu in ihren Weingärten selbst nach dem Rechten zu schai'cn. Marie Feiber, die in weiten Kreisen bekannt und geschätzt ist, war an ihrem seltenen jubeltage Gcgonsland zahlreicher Ehrungen und Glückwünsche. m. Todesfälle. In Marlnirg, Burggasse Nr. 40, verschied am 14. d, im hohen Alter von 86 Jahren die Private Mafia D o-b a i. Ferner starb im Manburgor Krankenhaus die 6()-jährige Besitzerin Margarethe Nowak. m. Marburger HauSzirsatcuer 1941. Im Sinne einer Kundniachunc des Politischen Kommissars der Stadt Marburg bleiben die für das Jahr 1940 vorgeschriebenen städtischen Hauszinssteuerauflagen auch für das Jahr 1041 in gleicher Höhe in Geltung. Die Zustellung von Hauszins. steuer-Zahlungsaufträgen entfällt daher in diesem Jahre. Näheres i^st der diesbezüglichen Verlautbarung im Anzeigenteil der heutigen »Marburger Zeitung« zu ent. nehmen. m. Mütterberatung in Pöltschacli. Das Amt Volkswohlfahrt im Steirisclien Hei.. matbund hielt am 12. d. in Pöltschach eine Mütterberatung ab, bei der 229 K'n_ der ärztlich untersucht wurden. Bisher wurde in keiner Ortsgruppe eine ähnlich große Anzahl von Kindern vorgeführt, m. Aus dem Gottscheer Ländchen, In Masern bei Gottsdive ist kürzlich der ßO-iähriige Ciastwirt un4I über den Begriff »Bearbeitung — Verarbeitung«), Der Steuerfachmann nennt c'iescn Nachweis den »N ä ni 1 i c h k e i t s-II a c h w eis«. Die Führung des Nämlichkeitsnachweises ist nicht schon allein durch das zusammenhanglose Aufzeichnen der im § 14 Absatz 4 UStHB aufgeführten Angaben in den verschiedenen Teilen der Buchführung ni<")glich. Diese Angaben müssen vielmehr durch entsprechende Hinweise in der Buchführung miteinander in Verbindung stehen. Es bedarf der Verbindung der Einkaufseite der Buchführung mit der Verkaufsseite, Grundsätzlich nniß jede mit der Buchführung vertraute Person ohne Schwierigkeiten und großen Zeitaufwand und vor allem auch ohne erklärende mündliche Auskünfte des Unternehmers in der Lage sein, jeden Geschäftsvorgang von der (Ivl.lein-gangsseite (vom vereinnahmten Entgelt) oder bei der Sollversteuerung (Verstetierung nach vereinbarten Entgelten) von der Warenausgangsseite aus bis zum Wareneingang verfolgen können. Anders ausgedrückt, es muß aus der Buchführung ersichtlich sein, von wem der Gegenstand geliefert und an wen de nämliche Gegenstand weiterverkauft wurde. Es muß weiters die Feststellimg möglich sein, daß der Gegenstand \on deni ZcirpiiUKt an, zu dem dem Unternehmer die Verfügungsmacht über ihn verschafft wurde, bis zu deren Übertragung durch den Unternehmer (oder mi dessen Auftrag durch einen Dritten) an einen anderen U n t e r n e h m e r, weder bearbeitet noch verarbeitet worden ist. Über die zweckmäfiigsten Arten des biicly-mäßigen Nachweises in Einzelfällen Anwei-Rtmgen zu geben, würde hier zu weit fidiren Die zuständigen Finanzämter sind jedocli gerne bereit, in allen Lfmsatzsteuerfragon Auskunft zu geben und gerade bei Großhandels-Unternehmern ist es zur Vermeldinig von Nachteilen ilringend zu empfehlen, sich über die Richtigkeit des zu führenden Buchnach-weises vorher Gewißheit zu verschaffen. In der Mehrzahl der (iroßhandelsfälle wird die Inihrung des vollständigen Bnchnactiwei-ses bei der Istverstenerung (Versteuerung nach vereinnahmten |->ntgelten) auf mehr oder weniger große Schwierigkeiten stoßen, die vielfach durch den (Übergang auf die Soll- versteuerung behoben werden körnen. Solche Schwierigkeiten entstehen bei Teilzahlungen und insbesondere dann, wenn die Lieferung aus mehreren nach verschiedenen Steuersätzen zu verfiteuernden Teilen besteht. Der Übergang von der Besteuerungsart nach der Ist' cmnahme zu derjenigen nach der Solleinnahme bedarf jedoch der Genehmigung des zuständigen Finanzamtes. Erleichterungen Im Buchnachweis Die l'inanzäniter sind berechtigt, einem steuerlich zuverlässigen Unternehmer zu gestatten, den buchmäßigen Nachweis auf Antrag in anderer, der jeweiligen Eigenart des Betriebs und der Betnebsführung angepaßten Weise zu erbringen. In der Regel wird die Erleichterung im Verzicht auf die Angabe des Lieferers inid des Tags der Lieferung an den Unternehmer, also im Verzicht auf den Nämlichkeitsnachweis bestehen. In diesem Fall bedarf es nicht mehr der Verbindung der Einkaufsseite mit der Ver-kaufsseite in der Buchführung. Damit fälit auch die Hauptschwierigkeit in der I'iihrung des Buchnachweises. L)er Unternehmer hat dann nur die folgenden Angaben aufzuzeichnen: 1. Die Menge imd handelsübliche Bezeichnung des Gegenstands, 2. eine etwaige Be- oder Verarbeitung, 3. den Abnehmer (Name, Gewerbe oder Beruf und Wohnort) und den Tag der Lieferung an den Abnehmer, 4. das vereinnahmte Entgelt und den Tag der Vereinnahniung, bei der Sollversteuerung das vereinbarte F^tgelt. Diese Erleichterung kann aber das Finanzamt nur gestatten, wenn es trotz Fehlens des Nämlichkeitsnachweises die Gewähr hat, daß .eine Bearbeitimg oder Verarbeitung nacli der Art des Unternehmens oder im Fall eines teil-weisen Verzichts, insoweit als die Gegenstände darimter fallen, ausgeschlossen ist. Bei den Tankstellen hat der Reichsminister der Finanzen durch Rimderlaß allgemein einen erleichterten Buchnachweis gestattet. Darnach gelten bei Tankstellen bis auf weiteres 15Vr ihres (jesamtiimsatzes an Treibstoffen, Autn-i)len imd -fetten ohne näheren Einzelnachweis «Is Lieferung dieser Gegenstände im Großhandel (steuerfrei). Diese Pauschalierung ist eine wahlweise; es steht dem Unternehmer frei, auch den Einzelnachweis zu erbringen. * Berlchtixung In unserem gestrigen Aidsatz vDas deutsche Umsat/steuerrecht in der IJntersteier-mark« sind bedauerlicherweise einige sinnstörende Druckfehler unterlaufen. In Spalte muß es heißen: Beim ("iber-gang vom Finzelhandel zum reinen Großhandel (nicht Handel), auch wenn der Uber-gang während des ... In Spalte 4 muß der folgende Satz richtig lauten: Der häufig gefolgerte Schluß, wenn die Einzelhandelslieferungen nicht mehr als 75 V. IL betragen dürfen, so müßten demnach die Umsätze im (iroßhandel mindestens 25 V. II. des (jcsamtumsatzes betragen, ist unrichtig. Weiter unten nuiß es* heißen; Der Rest kann daher ganz oder zimi Teil ans Leistungen und zum Teil oder ganz aus Großhandelslieferungen bestehen. In dem aufgeführten Beispiel nuiß der zweite Satz richtig lauten: Sofern die übrigen Voraussetzungen vorliegen, steht der Inanspruchnahme der üroßhandelsvergünstigiing trotz des Umstands, daß die gesamten Ciroß-hanilelslieferimgen nur 15 v. Ii. betragen, nichts entgegen, da die Einzelhandelslicferim-gen 75 v. II. des Gesamtumsatzes nicht übersteigen. * Wir verwei«icn' auf den Aidsat/, Das deutsche Lfmsat/.steuerrecht in der ^Unter-Steiermark.. in der rjes^rifren •^Marhurger'Zeitung«. —• Anm. d. Schriftlt.. - • ....... Gute Aussichten für den \ 4'er Nach den jetzt aus den Weinbaugcbic • tcn vorliegenden Berichten hat die Rebcn-bUite tiberall einen guten Verlauf genommen und, von wenigen Ausnahmen abgesehen, sind auch die Traubenansätze günstig, teilweise sogar recht gut. Naclulem die letzten drei Jahre für den deutschen Weinbau teils der Menge nach, teilfe der (Mite nach schlechte Wein jähre gewesen sind, und ' insbesondere das Vorjahr infolge der im Wi-nter 1039-40 entstände. nen großen Frostschäden große Ausfälle mit sich brachte, verspricht dieses Jahr bessere Ergebnisse. Die Reben haben im allgemeinen gut überwintert. Wegen iler kalten und nassen Frühjahrswitterung lag zwar ihre Entwicklung last in allen Weinbaugebieten um 14 Tage gegenüber normalen Jahren :,!urück. Da aber größere Frostschäden ausblieben, wurde daraus noch ein Vorteil. Weil der verspäteten Rebblüte fast unmittelbar heißes und trockenes Wetter folgte, ging sie in der Regel rasch und störungsfrei vor sich. Fast übereinstimmend wird aus allen Weingebieten berichtet, daß sich die jungen Träubchen sehr rasch entwickeln und Ende Juli schon erbsendick waren. Auch Reh- und Traubenschäden sind nur ver-hJiltnismäßig wenig eingetrctm. Wenn August und September die erforderliche Wärme und Sonnenschein geben, kann also diesmal mit einer erheblich bes<;ercn Weinernte gerechnet werden, als in den letzten Jahren. SPORT Das Pörischacher Tennisturnier Tennis-Städtekampf Wien—Beriin Das 3). Tennisturnier in Pörtschach am Wörtliersec findet seinen Höhepunkt mit dem Städtekanipf Wien gegeii E|er-Ihi, bei dem drei Einzel- und ebenso viele l)oppelspiele ausgetragen werden. Am Mittwoch wurden die ersten Kämpfe gestartet, und zwar konnte Henncr Henkel (Berlin) den Ostmark-Meister Dr. Kurt Egert (Wien) ohne Satzvcrlust sicher 6 : 0, 6 : .3, 6 : 3 besiegen. Zu einem niitreiliendeii Eicignis gestaltete sich das Doppel zAvischen (iraf Adam Baworow-ski-Engelbert Koch (Berlin) und Horst Benedek-Cieorg v. Metaxa (Wien). Die Reiclisliauptstädter muiltcn schon den ersten Satz l : 6 den Vertretern Wiens überlassen, kamen aber im zweiten 6 : 3 zum Gewinn, um jedoch schließlich die beiden folgenden Spiele 4 : 6 und 7 : 9 an ihre (legner abtreten zu müssen. Die vollbesetzten Tribünen fanden besonders für die überragende Leistung des jungen und vielversorechenden Benedek stürmischen Beifall. Der Städtekampf steht somit nach dem ersten Tage 1:1. Ihr 39. Weitrekord 800 Meter Kraul In 10:52,5 Ragnhild Hvegcr schwainm ihren 39. Weltrekord. Dänemarks berühmte Welt-rckordtichwimmerin . Ragnhild Hvegcr brachte es am Saendcrstrand in Kopenhagen in" der langen Reihe ihrer Welthöchstleistüngen ' jetzt zum 39. Weltrekord. Ober S(K) Meter Kraul verbesserte sie ihre eigene Bestleistung gleich um 19.2 Sekunden und drückte den Weltrekord auf 10:52,5 Minuten. Ragnhild Hvegcr trat in Höchstform an und hatte ihre beiden sogenannten Schrittmacher Frode Nielsen und Inge Larsen bereits nach 200 Apelern überholt, daß s'e ibren Rekord nahezu allein schwamm. Ihre Zwischenzeiten waren: 1(X) Meter 1:15, 200 Meter 2:3S,7, 400 Meter 5:24,9. 500 Meter 6:48,3. Ragnhild Hvegcr will nunmehr am 7. September an'äßlich der Eröffnung des Kopenhagener Hallenverbandes versuchen, 400 Meter unter fünf Minuten zu si-hwiinmen und fiuch über diese Strecke (ien von ihr mit 5:00,1 gehaltenen Weltrekord zu unterbieten. Der dänische Meister Poul Petersen, der den Landesrekord ni't 4:58 8 innehat, will mit ihr zusani" men starten. : Murecker Futiballer in GlelchenberjJ siegreich. In Gleichenberg spielte am 10. d. die Sportgemeinschaft Mureck ge, gen Gleichcnberg und sic;,'te nach überlegenem Sp'el mit 7;'i (3:0). Für Mureck war CS nach längerer Zeit das erste Spiel und zeigte die junge Mannschaft viel Routine. Eine erstklassige Leistung bot der Mittelspieler Draschen, desgleicheit lieferte Untcrrichter trotz seiner 50 Jahrfi ein ausgezeichnetes Sp'el, Auch Wonisch und Tarman verdienen erwähnt zu werden. He'de Mannschaften spielten aufopfernd lind fair. Für Mureck wären alle Vorbedingungen zur Hebung der SpieL weise gegeben, nur fehlt es noch an ge-c'gnclem Obungsgelände. Nach Fert'gstel-lung des im .Ausbau befindlichen Snort-platzcs wird auch diesem Mangel abgeholfen sein. ahn-Atelier M. SCHUHA-KARBEUTZ hat wieder «eine Sprechstunden täglich von 8-12 und 14 —Vjl7 Nummer »Marhurppr ZpUiidp* 15. August 1941 SCHACH Junge Schachmeister in Front In der 10. Runde des Turniers um die großdeutsche Schachmeisterschaft in Bad Oeynhausen brachte der achtzehnjährige Berliner Meister Pfeiffer die größte Über, raschung des Tourniers, indem er dem Spitzenreiter Schmidt die erste Niederlage beibrachte. Schmidt setzte in einer aus. sichtsrcichen Angriffsteilung nicht richtig fort. Durch dieses umwälzende Ere'gnis ist der andere teilnehmende jugendliche Meister, der 17 Jahre alte Klaus Junge aus Hamburg, der Palme schlug, an die Spitze gekommen. In den weiteren Partien verloren Ernst gegen Richter und Brunöhler gegen Rahn, während Nürnberg Wei-nitschke schlug. Unentschieden endeten die Begegnungen Lokvenc—Kien'nger, Rellsfab—Müller und Kranki—Lachmann. Auch die Hängepartie Ernst—Kieninger /latte nas ffle'che Ergebnis. Der jetzt führende Klaus Junge (fi'/a Punkte) v'''d scharf verfolgt von Lokvenc, Müller, Nürnberg, Pfeiffer und Schmidt mit je 6 Punkten. VOR DEM RICHTER Das Todesurteil an einem Gatten-mörder vollstreckt Am Donnerstag ist der am 21. August 1915 in Hcrzfcld geborene Andreas Horbach hingerichtet worden, den das Son-dergericht in Kassel als Gewaltverbrecher wegen Mordes zum Tode verurteilt hat. Herbach hat seine schwangere Frau, die seinem liederlichen Lebe:iswandcl im Wege stand, heimtückisch in die Fulda gestoßen, sodaß sie ertrank, AUS AUER WELT a. Blutgrtippen>UnterSuchunjr bewies den Meineid. Eine noch jugendliche Angeklagte aus Minden hatte sich vor dem Gericht in Bielefeld wegen eines in einem Unterhalts.prozcß geleisteten Meineides zu verantworten. Das Mädchen hatte einen jungen Mann als Vater des Kindes bezeichnet und beschwor, daß es in der gesetzlichen Empfängniszeit mit keinem an'dercn Manne intimen Verkehr gehabt habe. Der beklagte Mann wandte Mehrverkehr ein und bestritt, der Kindesvater zu sein. Die von der Medizinaluntersu-chungsstelle für den RegierungS'bezirk Minden angestellte Blutgruptpenuntersu-chunig ergab, daß Mutter und Kind der Blutgruppe ö, der Beklagte a| geriet ungefähr in der Mitte des Teiches ms Kentern. Drei der Insassen konnten sich zunächst an dem Boot festhalten, das sich dann jedoch aiufs neue überschlug. Dadurch verloren die Verunglückten den letzten Halt und gingen unter. Die Bergungsarbeiten dauerten über sieben Stundt?n. Ak uksete UMtiemeket! Beschwerden wegen unregel. mäßiger Zustellung der »Marburger Zeitung« bitten wir nicht an uns direkt, son'lern sofort an das zuständige Postamt zu richten. 'Änderungen der Anschrift (Adresse) bitten wir ebenfalls /.wecks Vermeidung von Unterbrechungen in der Zusterunt, solor; an das zuständige Postanr bekanntzugeben. »iVt A R B U R 0 E R Z E IT U N G« Betriebsabteilung Der ADLER Nr. 16 vom 12. 8. 41 Dem Chaos entgegen — Bilddokumente aus den Kämpfen im Osten I GPU -Inbegriff des Schreckens I 7 Mann im Röcken des Feindes, Außer diesen Bei' trägen gibt DER ADLER im neuesten Heft einen großen, ausfuitrliclten Abschlußbericht über das Kreta - Unternehmen mit vielen hochinteressanten Einzelheiten Die große deutsche Luftwaffen-Illustrierte Einzelpreis RM 0,20 Erhältlich in sämth'chen Buchhandlungen und Trafiken. Auskunft über Bezug durch die Generalagentur für Zeitungen und Zeitsdiriften, Marburg, Tegetthoffstr. 17 Für Führer, Volk und seine untersteirische Heimat gab sein Leben unser Kamerad Aloit Detchnikar «»tso Mateutchak Bauer in Dobioll. Für Deutschland starb er, in seinem Volke lebt er weiter. Cilli, den 14, August 1941. Der Kreisführer und Poiitisctie Kommissar Dolfmeister fsanr 5695 Seit# 8 iMlfbyrifef Zeitung« 15. Äw^ust l®4t Wir kaufen sofort Panzerkassen neu oder gebraucht, teuer- und einbruchssicher u. zw.: 1 Stück 64>—cm äußere Breite, Gewicht ungefähr fipo bis 800 kg, 3 Stück 00—110 ciii äußere Breite, Gewicht ungrfShr 400 kg, DoppelflUgel, Asbest- oder Bctonarniie-rung. 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Kundmachung Die Hausbesitzer werden aufmerksam gemacht, daß die für das Jahr 1940 vorgeschriebenen städt. Hauszinssteuerauflagen auch für das Jahr 1941 in gleicher Höhe ihre Geltung haben. Es unterbleibt daher die Zustellung von Hauszinssteuer-Zahlungsaufträgen für diis Jahr 1941. Lediglich in jenen Fällen, in denen die Erhöhung oder Erniedrigung des Mietzinsertrages den für das Jahr 1940 festgestellten Ertrag um 25Vo übersteigt und in den Fällen, wo die Mietzinsertrdgs-Grundlage zufolge Rekurs herabgesetzt wurde, werden Zahlungsaufträge zugestellt werden. Die bisherigen Zahlungstermine (1. Mai, 1. August, 1. November und 1. Februar) sind in allen Fällen unbedingt einzuhalten. 5608 Marburg, am 15. August ir)4l. Der Politische Kommissar: Knaus Di Marbüre®' Zeituns tr e bort in /ad« ßmmihm das Unimrimndm» I Nummtf 109 BURO'KINO emrur ^3-1 Gustav Fröhlich spielt in diesem Film den unternehmungslustigen Steuermann eines Viermasters, drr sich mit Witz und Keckheit durch die Klippen und Rllfe einer abenteuerlichen Liebesfahrt laviert, l'iinf reizende Frauen umgehen ihn: ple (iefühlvolle — Viktoriq v- Ballagkp, die liebenswerte — Winnie Markus, die Lustige — (histi Wolf, die Komische — Lotte Rausch und die Elegante — Hilde v. Stolz Fijr Jugendliche nicht zugsitssent Kutturfilml Neueste deutsche Wochenschau! '>718 Vorführungtn: Heute 16, 18.30 und 21 Uhr Karten von 10—13 und ab 15 Uhr CSPtANADC Fernnit 35-39 IIN KARl RITTIR-rilM D» UIA f C«rl Ka«# ||KmnM ft« »Ikart Halin krbfcr* Wllk Kllpff birfWIlk O. I. H ■ • • • ffrl John - und ■ Ii« Knoff M. von Ohtinar OrthbuehiK.SlHai lind F. lülzksndQii MuilkiH. WIndi Harstallwngiar. undtpiaHaituiia Korl litt«* KulturfilmI Neueste deutsche Wochenschau! Für Jugendliche zugelassen! .■^717 ino Brunndort ßOS»J IN TIROL DIE NELI£ WOCHENSCHAU, Vorsttllungco jeden Freitag um 20*30 Uhr, Samstafr um 18 und 30*30 Uhr, SoQBUg um 15, 18 und 20*30 Uhr. 5730 Bekanntmachung Hiemit teile allen meinen werten Kunden höflichsi mit, daß mein Geschäft vom 18. 8. bis 28. 8. 1941 wegen Gcfolgschafts-urlaubs geschlossen bleibL ANTON MATZUN, Kaufhaul, Marburg, Herrengasse 10. 5723 Anzeigen n dei »M«rbvrg«r Zeitung« haben mmer brlol((, deno sie st die «tncige Tagtssailung das Unteriardesi tiuuplscliriflieiter Anlon (isricfivck, Stellverlrulcuder Hauplsdiriftkiler Udu Kasper — Drucit der «.Marburger Druckerci"