MiliWD MiMng Ge»»d«Ii»t vS»»?tz»M»Il »lOhG»»»!. GckMW«> W»»»« Ae. ZS70> «c«t« V«»««w«g (7«lGßo> I>w«b« UKRIvaR, Wl.4i l» MIVCNLV, Swck» »t.a^ 4 H » viv «r. 2»S oiSKtiis. <«» 27. Ssplsmbe^ ,93Z W I»D«WO?: UWVIW« Wl.4 II l)ti^ ««WIlOii 24 ö«r»k k'o^ mon«^ II»? H b» A 0i^ MMom iiMna Die griechtichen Wodien A t h e n, 26. September. Bei den gestrigen Va^en fiir das Abge-ordnetenhaus und «in Drittel des Senate» tobte der heftigste Kamps zwischen den Ve« lizelos'Liberalen und l^n Nsyalisten. Wi« m Erfahrung gebracht «erden konnte, ha« den die Liberalen in vielen Vezirken es nicht vermocht, ihre Kandidaten durthzusetzen. Die kvahlresultate werden morgen veritssentlicht werden. A t hc n, Zeptcmüer. Es steht bereits fest, daß bei den gestrigen Kahlen keine einzige V«rtei die abfolute Mehrheit zu errinqen oermochte. Schwedens neue Regkmnq Der Tozialdemokrt Hansson Minlfterprüst-dent. Stockholm, SS. Sevt. Ter mit der Regierungsbildung betraute Sozinidemotrat Hansjon hat dem König die nachlstehende Minist?rliste unterbrc'tcr: Mi-nistcrprölsident P. ?l. Hansson; Auhenmini' stör: Eandler; Iustizminister: Zchlyter? Fi-nan^^en: Wligsors; Kultus: Engberg: Land« Wirtschaft: Skjöld; Verkelir: Le»'. Landes« ncrtcidicinnq: Wcnnerström; .Handel: Tkman. Zu Ministern ohne Portefeuille lind vorge-schlafen Notbin und Prof. Ilnden. Die neue '^^ossieriing ist vom König im Kronrat l'e-stätixit worden. Autonomes Katalanien Jubelfeier in Barcelona und im ganzen Landi?. — Katalanifch als Staatsfprt^the. B a r e e l o n a, 36. Teptcmler. Kntalanien ist nnt qchrigem ?aq zum au-t^'nomcn Staat innerhalb der Republi! Spa« nien proklamiert worden. Aus diesem wurden im ganzen Lande Jubelfeiern ab^ie-"laltcn. Von den Dachern der Hiiusei' koekien ;u 7al,senden die neuen katalanischen -taatösarben lila-rot-qold. ^n Varcelina 'and eine qrosze Trupl>enparade statt. Tie neue katalanisäie Verfassung sieht Katalinisch als Staatssprache vor und wird neben dem Spanischen an allen Sül^ulen gelehrt. Die -taat.?verfassunq si?k>t die volle Selbstbestlnl-ttulnfl ssatalaniens vor. so daft Spanien ni r das Necht des Abschlusses von Verträffen mit dem Ausland und das Recht deS Ein-qivl'ens bei Rusiestöru!n<^en hat. Dasselbe gilt flir gewisse fiskalische Angeleg^inhetten. Kurze Nachrichten Friedr ichs Hasen, ?ö. Sept. Das Luftschiff „Graf Zeppelin" ist heute fri'lh zu seinem sietenten S!idanll".ikaflu.ie jicstartct. An Bord des Luftschjk^fes liesinden sich nur acht Fahr-gäfte. W a r s ch a u, 26. September. Ein grosses Schadenfeuer zerstörte voll' lonlnien das Dorf Dmitri im Lemlierqer ^^^ezirk. 1ül> Häuser und Wirtschaftsgebäude fielen den Flammen zum Opfer. HanSrat itild Vieh wurden meistenteils mrnichtet. Tas Feuer entstand zur Zeit, als die Bewohner in der Kirche zum Gottesdienst ver« sammelt waren. Berliner Echo Die Rede HerriotS in der deutschen amtlichen und öffentlichen Meinung — Scharfe Kritik der heutigen Montagblätter B e r l i n, Sg. September. Die Rede HerriotS findet sowohl an offizieller Stelle wie auch tn den Montagsblät« teln eine scharfe Erwiderung. Ter offizielle Standpunkt der deutschen Reichsregierung zu den Ausführungen des franz^ischen Ministerpräsidenten wird von den Blättern dahin präzisiert, daß diese Rede eine solche Fiille von Ungeheuerlichkeiten und Schiefheiten enthalte, daß sie nicht ohne Entgegnung hingenmnmen werden könne. Was die Vorwi'lrfe.Herriots gegeniiber den Maßnah-nien der Reichsregierung zur Ertüchtigung der Justend betreffe, so wird darauf hingewiesen, datz Frankreich in der militärisc^n Ausbildung feiner Jugend allen Nationen geradezu richtunggebend vorangegangen sei. Der französische jlakinettschef behauptet, Frankreich habe bereits abgerüstet, aber seine Beweismittel seien nur ein Spiel mit Zahlen. Die angebliche Verminderung sei schon rein kopfmähig sehr viel geringer, als Herriot hinstelle. Nun müsse man aber auch berücksichtigen, dah inzwischen eine ganz auherordentliche Technisierung der sranzi^sischcn Arinee erfolgt sei. die stch zum Beispiel in der ungeheuren Verstärkung der Luftstreitkräfte und der Tankwaffe zeige. Bei den großen französischen Manövern, die kürzlich stattfanden, seien Publikum und Presse ausdrücklich mit der Begrl'lndung ausgeschlossen gewesen, dak man niemanden in die technische Vervollkommnung der Armee Einblick gelvähren wolle. Die MontagSblätter geben die Rede Her-riots in grösiter Aufmachung wieder und üben an ihr eine äuberst scharfe Kritik. Zum Teil illustrieren diese Blätter die Erklärun' gen des franzSstsch«n Ministerpräsidenten mit Abbildungen der gewaltigen <^eschühe der französischen Armee. Die Rede selbst be-zeichnen sie als schwere Beschuldigungen und als ein unsinnige Hetze gegen Rutsch-land. Die MontagSauSgabe des „Lokalanzeigers", „Der Montag", erklärt, daß Herriot selbst Poincars übertreffe, und fragt, ob er vielleicht die Absicht habe, Genf zu sprengen. Die Rede deS französischen Ministerprä^ sidenten habe aber, schrÄbt das Blatt, wenigstens einen außerordentlichen Vorzug: restlose Klarheit zu schaffen, und zwar in einem solchen Umfang, daß ReichSaußemnini-ster v. Neurach sich nicht mehr lang in Genf aufzuhalten braucht. WoistHitItt? Großes Befremden in nationalsozialistischen Kreisen über das verschwinden des Führers von der politischen Oberfläche — Hitler erlitt einen schweteu Nervenzusammenbruch Berlin, 26. September. In den Kreisen der Nationalsozialisten wächst das Befremden über das völlige Verschwinden Adolf.H i t l e r S aus der Oef-fentlichkeit. Die letzte auffallende Tatsache des Fernbleibens HitlerS von dem großen Aufmarsch der österreichischen Nationalsozialisten, dem Hitler entgegen den ursprünglichen ?lbsichten nicht beiwohnte, kann nicht mehr mit Dispositionsschwierigkeiten be-ntt'intelt werden. Es bestätigt sich in nationalsozialistischen führenden Kreisen die Nachricht, daß Hitler einen schweren Nervenzusammenbruch erlitten habe. Dies sei namentlich in seinen letzten Reden sowie in einer an die „Mörder von Potempa" gerichteten Depesche auffallend zum Ausdruck gekomnien, ebenso auch in den Verhandlungen nlit der Reichsregierung. Hitler soll in Freundeskreisen verwirrt von einer Bar-tholomäus-Nacht gesprochen haben, in der 10.000 seiner Gegner hingerichtet werden müßten. In diesem Zusammenhange wird auch von der Notwendigkeit des Riicktrittes seines engen Mitarbeiters .Hauptmann Rökin gesprochen, da Reichspräsident von Hinden-burg ofen sein Befremden darüber ausgedrückt hat, wie Hitler es wagen konnte, mit einem homosexuell veranlagten Offizier bei ihm in Audienz zu erscheinen. Slchecheltspakt ln Borbereltung Eine Ankündigung des französischen Ministerpräsidenten — Die Pariser nationalistische Presse warnt — Politis als Autor P a r i S, 26. September. Herriot hat in seiner gestrigen Rede in Grainmat erklärt, daß sich der erste Sonnenstrahl eines besonderen Sicherheitspaktes in Genf habe blicken lassen. Diese Erklärung des französischen Ministerpräsidenten hat in politischen und diplomatischen Kreisen die größte Aufmerksamkeit ausgelöst. Das nationalsozialistische „Echo de Paris" vervollständigt diese Erklärung des Ministerpräsidenten mit einem Bericht seines Genfer Korrespondenten, welcher meldet, daß der griechische Minister PolitiS den KonventionSentwurf für ein solches Sicher-hei'sabkommen in Arbeit genommen habe und denselben in der Herbstsaison des Böl-kerbnndrateS den Vertretern der anderen Staaten unterbreiten werde. DaS Blatt warnt den Ministerpräsidenten, stch in derlei Dinge einzulassen, da die anderen Mächte einen sl^lchen SicherheitSpakt sür sich ex- Sstaslatlscher DVIkerbund Eine japanisch« Drohung. T o k i o, 25. September. Der japanische Kriegsminister General Araki hat sich vor den Vertretern der ausländischen Presse ausführlich iiber die Stellung Japans zum Völkerbund geäußert. Er erklärte, Japan sei grundsätzlich bereit, mit dem Völkerbund zusannnenzuarbeiten. Japan lvürde aber keinen Augenblick zögern, einen besonderen ostasiatischen Völkerbund zu gründen, wenn der Genfer Bund eine flir Japan unbillige Entscheidung in der Mandschureifrage treffen sollte. Der Selnd dedroht Nom Große italienische Luftmanöver. R o m, 26. Septeniber. Am 28. und 29. September werden üt>er Rom große Luftmanöver stattfinden, wobei die Verteidigungsmöglichkeiten der itali<'ni-schen Hauptstadt gegen Luftangriffe nachgeprüft werden sollen. An dcn Abwehrkäinp-fen werden die Abteilungen der Luftverteidigung der Provinz Rom teilnehmen. Während der Scheinangriffe der jiiampfflugzenge der italienischen Aviatik wird außerdem die Leistungsfähigkeit der Organisation der Verteidigung der Bevölkerung gegen Luftangriffe, des Sanitätsdienstes und des Feuerabwehrdienstes überprüft iverd^n. Tie Lustübungen erstrecken sich bis nach üivitavcc-chia und Terracina in einen, Umkreise von M Kilometer von Roin, Die Stadt lvird in der Mani^vernacht in ein tiefes Dunkel ge-hilllt sein. Auch die Vatikanstlidt hat auf Wunsch der italienischen Negierung angeordnet, daß jede Beleuchtung der vatikanischen P-alästc und Gebäude während der Hebungen zu unterbleiben habe. Maedonald geht? L o n d o n, 26. Septenll'er. Wie in politischen Kreisen verlautet, soll sich Pvomiernlinister Macdonald unt der Absicht tragen, zurückzutreten, weil zwei liberale Minister bei ihrem Beschliisse l'eliar-ren, die Portefeuilles niederzulegen. Die Frage des Rücktrittes Macdonalds soll angeblich in den nächsten Tagen ihre Kläruna erfahren. ploitieren würden. Frankreich würde in diesem Falle seine Rüstungen herabsetzen, während dic? anderen Mächte die Vestiunnungen des Paktes sicherlich nicht erfüllen würden. Die gesamte Presse unterstreicht zustimmend die Erklärungen Herriots in Gram-mat, wobei betont wird, daß Herriot nun nach längerem Zögern endgiltig alle Zweifel über die Haltung Frankreichs in der AbrüstungSsrage in den Wind gestreut habe. — Italienischer König besucht Erytrea. R o m, 2<'. September. Ter italienische König wird sich inl Lause des nächsten Monates an Vord des ^irieg»-schifses ,^Savoia" ncnD ^'rytrea begeben, uin dieser italienisctien ^tolonie in ?^ordafrila einen Besuch abzustatten. Tie !Aolonie feiert ihre ÄOjährige Zugeliörigteit zn Italien. Wä>hrend seiner Anlveseicheit wird der 5tö« nig die neue Eisenba^hnstrecke na6? Agortat einweihen. Es ist das erstemal in der Geschichte Italiens, daß ein italienischer König die Kolonie Erytrea besichtigt. Schwere Verkihrsunsälle in Frankreich P a r i S, 26. Se:,teu'.ber. Gestern ereignete sich in Frankreich eine Reihe von schlveren Kraftwa.ieilunfäslcn. Nac^erade zu einer Katastroplie lam cs in C a ch a n, wo ein leerer Autobns mir Stundenkilometer in eine ganze Reibe von besetzten Personenautos und ^raslrädern fuhr. Ter Chauffeur des Aut<''l'us wurde nämlich durch die nicht abgeblendeten Schein iver'er der entiiegenkomnienden Äuto('^ seines Augenlichtes beraubt und fnl>r in die Kolonne. Der Zusammenprall war so be^tig. daß mehrere KraktiWgen giinzli.b zertrüm-niert wurden. Vier .Insassen 'an^en den Tod, 15 Personen erlitleil schwere Verlel^'in gen. Börsenbericht Ljnbljana, 26. Septeniber. Devisen: Berlin !Z65.lw—IZ76.4i), Zürichs 10^..'^.-'-Ll?ndon Newnork- Scheck .''>726..'N—Paris 22.'>.29_ 2?6..t1, Prag 170.0l—l 70.87, Trieii —2W.75,. ^ Zürich, 2i1. Set'teniber. Devisen: Paris 2t)..8275, London 17.Nt', ^^tewyl?rk bl8.7d. Mailand 2g.w, Prag 15.34. >,Mar!5c'rc'r DISnSW, ven 27. SeMmber INZS. Herriot gegen die veutschen Fordeningen Nne große Rede des ftanzöstschm Ministerpräsidenten > Gegen die wehrsportliche Erziehung der deutschm Jugend -Betonung des ftanzöstschm Friedmswillens Paris, 25. September. Ministerpräsiden't Herriot hielt gc-sle^;.' iil (''ilnnilimt, Departement Lot, eine tische ^Ivede, deren l^rds^ter Teil der lins^eii^'olilischeii .Situation tienndiiiet war. l.'ii!leitilUti'5>veise erwies der Miilisterpräsi-dei>! c:lis den (5rfoll^ der ))iatenfl^'iiuer-tierung lind tiuf den festen Willen der ^'iel^lerttng, bntc^etäle Gleichlien'icht .;n erreichen. ' Frankreich — fnl)r Herrii.'t weiter — war nichl der ein.^ii^e Ztant, der erkliirt hatte, daß die neuerliche Anfrüstuiift Teiilschlnnds die :lii'lclrel,r ->ilw einstit^en Walinsinn bedeuten nn'irde. sieben iiiesn' als einen Beweis in der .<.''tiud, dasi die deutschen ^mdernngen die neilerliche '.'IiifrüftliNi^ ziinl Ziele habell. die 7vl^''rderniieien nach (^niifiihrnin^ der Mili^^. der Tatiliche der (.^rrichtunc^ des deiitschi'n ReichsturtUlniunlö für Itiqender-zieliiinl^ erblickt die srnnzvsische Rec^ierung eines der trnnriiisleii ^>ichen unserer Zeit, ^iiie silni^^e (^')enerati^nk l'eliinnt nian in ei-neiii l^^eiste er^^iehen, der deni Gedanken der nioriilischen ?!l'rlistnnq cilleS eher c^eneic;t ist. V'^lleii n'ir über die ^riedensfrage ernst-licli verl)niideln, dann ist es ein Ziehen an der N'ase, n'enn >nir ständiii die effektive Ab-> riistnnq iiil Mnnde führen nnd für die nn?-ralische ''Alttüstnnst nichts ein.^nsetzen verntö-t^en. '^'aösell'e siilt dafür, wenn wir direkt l'der indirell, rffen oder iin lieheinlen, die teuersten Leden^^träste einer Nation Idealen vorspannen, die Tötunii und Tod bedeuten. T'a-.' so oiel sieschnn'ihtc Frankreich kann die lian'^e Well ziiin Zeugen ansrnfen fi'ir die Behonplunsi, das^ die Infeltion nicht cielang, deint Frankreichs nationale (5r.^ielnln;^ be-n^e^t sich in der Nichtiinsi anderer Ideale. (5s sind aber noch andere beunruhis^ende Mo-n?ente, die die Neberzeuqunq nähren, das; Deutschland nicht nur ans Perteidis>nnlis-«iründen die Celnisncht nach einer modernen ^.^trinee offenbart, sondern es hat auch ag« qres'ioe ^^lbsichten: dies ist auch deutlich erkennbar lins der .^»ivinzideuz der deutschen Fordernniien nnd der Lancierunc^ von Artikeln j'iber niilitärischen Fragen in den Blättern jenseits des Rheines. In seinen n'eiteren Ailsfülirungen erklärte .<>erriot, die ^^il'rbündeten hätten aufrichtig das !!lierssnechen geleistet, ihre Nüstungs-au'ogaben lierabzuset.un. Frankreich sei bestrebt. die aus deiu '^i^Ukerbundpakte her-uorgelienden !!>erpflichtuugcn zu erfüllen. Zum erstenmal seit dem Kkiege ln Deutschland Seit 1VZ1 habe Frankreich die Militärdienstpflichtdauer von Jahren aus 1 Jahr herabgesetzt, es sei eine 10?öige Herabsetzung des Lkaderstandes erfolgt, so daf^ die heutige französische Armee nur L0 Infanterie-Divisionen des Mutterlaitdes, ü ^olouial-divisionen und 5 Kavalleriedivisionen zählt. 1921 betrug die Zahl der Infanteriedivisionen 5>1, die der .'it'avalleri.^divisioneu ü. Wir werden nicht ernlüden in der Erklärung, das; wir Abrüstung und Sicherheit einvernehmlich mit den Bestinlmungen ilnd dcui Geiste des Vl)lkerbundpaktes wünschen. Uitsere Doktrin deckt sich mit jenem des sozialistischen Manifestes W17 in Stockholm: Bereitschaft, Sicherheit mid internationale Friedensgarantie. Die Welt brancht eine Frie-denskonstitiltion, die den Völkern die Sicherheit und Deutschland die Sorglosigkeit nnd den Frieden zu garantieren hätte. So, wie die Dinge heute liegen, will Frankreich seine Doktrin aus unbedingte Respektierung Don der Av-rWungsionlerenz in Senf des Persailler Friedensvertrages und des Völkerbundpaktes umstellen. Frankreich fordert keine Nation heraus, es will leinen .ssanipf. Dent Haf;-- und Rachegefchrei habe es zweierlei entgegenzustellen: Selbstverle-guitg und Wohlwollen. Frankreich, fchlosz Herriot, welches die territoriale und politische Unabhäugigkeit der Völker garantiert. Frankreich hat nur einen Willen: die .Binder, die ihm geblieben, in Ehren und Frieden zur Arbeit zu erziehen. Sraf Srovinos letzte Fahrt M Der hohe .ftomissar des Freistaates Dan-1 Unser Bild berichtet von der Ueberführnng zing, (^raf r a v i na ist vor wenigen I der Leiche Gravinas von Danzig nar!^> seiner Tagen den Folgen einer Operation erlegen.! italienischen .Heiuiatstadt, wo er beigesetzt Nnrd. Wahlen in Griechenland Ruhiger Verlauf des Wahltages — Bekanntgabe der Resultate erst in einigen Tagen — Diktatorische Maßnahmen Äenizelos A t h «e n, 15. Septenil'er. .'?)<'ute wählte das griechiiche Volk die liiaiu-uier und ein Drittel der Senatoren. Nach und Arbeiterpartei (Papanastasins) und die kouinlunistischc^ Partei. In seiner let.Uen Wahlrede in Larissa er- den bisherigen, ans der Pro-vinz eingetrof- ^ klärte Penizolos. cr ho'fe, die Lib<'7a!en wür feuen Ä^eldungcn ist der Wahlgang sibcr.'ll in Rus)e verlaufen. Benizelos ^ai sciu« Stiuline iul Piräns abgegeben. Die !^!!cgie-dung hat für den heutigen Tag unlf.iss«.'!ide Sicherheitslnasznahnien angeordnet, um jede Rnihestöruug zu verhindern. ^Leiii^^los hat erklärt, er sei scst entschlossen, die Macht in seitien Händen zu behalten, ^alls die Noyalisten niit den republikanischen Anhän' gern von Kasandaris und Papanastasi.'l die Mehrheit erringen sollten. Die M^^cht bleibe bis zunt Znsainmentritt des Parlaments in seinen Händen. Die Veröffentlichung inoffizieller Wahlresnltate ist sowolil in Wort als auch in Schrift verboten. Für Z^eute wurde der Verk.?hr von Personenkrafl'.vagen untersagt. Fahren durften nnr ärztlich? nnd Ambulanznmgen, Milchtvagen, die Fahrzeu- den IlX) bis 1U^ Mandate erlisten, die Voll'.'partei N0 bis l0l>, Papanasin 8 bis i0, Ltafandaris 1- bi'? li), die Komninnisien 14 bis 15 und die Agrarier 8 bis 10 Mandate. A t l) e n, 1',. Septeinber^ Die Anöslchten wurden für vie lilvrale Partei des Clentlherios Venize'0'^, der seit den Wahlen Z!^28 eine führende 5tel!nng innehatte. am Vorabend des Wahltages richt gerade als günstig lvzeichnet. Die Partei vermoäite bei den letzten Wahlen 1!>26 eine halbe Million Stimmen und 1W von 260 Abgeordnetensitzen zn errin-aen. N.ich dem Wahlgesetz vom 21. Mai 1032 wird die neue Unser Bild zeigt (von linkZ) den belgischen Delegierten H y m a n s, den tschechoslowakischen Anstemninister B e« ne 3 und den englischen Au-ßentninister Sir John S i > m o n lvährend einer Unterredung nach der ersten Sit-zung. .'^ianliiier auf l^rund des Proportlonal^nahl« systems gewählt und ist die Zal)l de Abge» ordneten auf 250 festgesetzt. VoliM und Naphta Die Sensation um einen Lieftrungsvertrag zwischen Moskau und Tokio. Moskau, 25. September. Der Borsitzende des Erdi^lexportverban« des, Rjawobol, und eiit angesehener japani» scher j>?aufmann namens Malukato unter« zeichneten eitien Bertrag ilber die Lieferung vo,t 200.000 Tonnen Sowjetbenzin an Ja« pan. Edurchill mahnt Europa zm Dotstcht P a r i s, 25. September. Der ehemalige engische Schatzkanzlcr Win-ston C h u r ch i l l gab in Calais einen' Mitarbeiter der Agence Havas ein Inter wiev, in defsen Berlaufe er erklärte: „Wenn D^'utstl>land auch teilivetse abgerü» stet hat, sel>e ich es noch immer als die stärk-ste-(i^rof^niacht Europas an nnd bin sicher das; die übrigen Nationen, die in Friede'! nnd Freundschaft leben wollen, Deutschlan!^ mit nlleiu Respekt bohandelu nvrden. Deutsl!? land ist jetzt eine nliUtärische Autokratie ge« worden, eine grössere noch, als cs vor dein striege unter Wilhelm den Zweiten war. Alle Garatilien, die die parlamentarische Rc gieruu nen, sind jetzt verschwunden. Ties i^jeu mir der (^rund zn noch grosserer Borsicht z sein. Frankreich ist der Hauptfaktor der L> cherheit. So lange überall auf die Sicl)ers>e ^ Nncksicht genomnien wird, fo lange wird das Bertranen Zeit haben, sics> zu 'estigc' Eine Interessengemeinschaft wird die alt^ i internationalen Zn'istigkeiten ersetzen könn Auch eine l^eneration bewaffneten Friede ist lvsser als ein »krieg. Es wäre aber hö.k)' gefährll6>, ein Kräftegleichgewicht zwischen Deutschland und Frankreich ein^zuführen. so. lange diese Interessengenleinscl'aft nicht wächst und sich nicht festigt. Ich hoffe nnd glanbe", sagte Ehnrchill, „da^ kein ^rieg l befürchten ist." SelleNunaen werden angezap,! Neuartige Methoden des amerikanisch» n Verbrechertums. (5 a spe r (Wl)mning), 25. September. Die amerikanische Verbrecherwelt ist auf eine neue, wohl einzig dastehende Methode verfallen, (^^eld zu n?acl)en. Zahlreiche wohl« organisierte und anscheinend mit beträchtlichen! .'^tapikal arbeitende Banden zapfen die Hunderte von Kilometern langen Oelleitun-gen aus den Oesgebieten nach den Rafsin'-rieil der großen Gesellschaften an, verkauf? 1 Ter englische Thronfolger ist Nlit einem Sonderflugzeug von London über Amsterdam iin .'!^)ambnrger Flughafen Fuhlsbüttel eingctroffeu. ?lnch einigen Stnuden Aufenthalt reiste er nach .^topenhagen weiter, nnl dort die. englische Indnstrieansstellung .^n eröffnen. Unsere Ansnalnne zeigt den Prinzen von Wales slinki?) nlit dem englischen .Uonsul in .Hanlburg, Piile, auf denl Flughafen i^^iihlsbüttel. ge der Diplouiateu, Antobnfse und die ini of- ^ .iziellcn Di-nst- d.- !.°h°nd«n .nraftlvagen. Die Truppen niarcn in den t^arnifönen für hente konsigniert. Athen, 15. September. An der heutigen Parlamentsivahl beteiligten sich die nachstehenden Parteien: Liberale fVenizeloS), Volksvarkei (Tsaldaris), Fortschrittliche Liberale Partei f.sl?afandaris) rif^ ihn über Bord. Dabei wnrde ein Konservative Repulilikaner lMis)alakopn>l)s). «Leichtmatrose gestreift, der jetU niit Fortschrittliche Union sZavinanos). die Na- chwcren Verletzungen in einein dikalnationalisteu (.^oudtilis), die Bauern-.^rankelihauie lieg" Änfoll auf dem Rotor chiff „Barbora Das bckattntc Flettner-Rotorschiff FF sen anderen Handelsschiffen von der )ieichsniarlnc zur Teilnahme an den Narinentanövern in der Nordsee ge-chartet worden war, wurde auf hohei See infolge deS schweren Stnrmes in rnste Gefahr gebracht. Das Uuwet-er löste einen der Rotortürine nnd Dienstag, 6en S7. GMMer lSK. > » das /,u so billigen „Produktionskosten" gewonnene Oel an Automobilisten zu den btl-lizisten Preiscn und -machen den Tankstellen eihcbliche Zdonkurvenz. Eine amerikanische Oelfirnw hat frstssestellt, daß ih^r die Die!^ täglich rund 4!).0sX> Liter abzapfen. Die Banden men, ohm daß «S jedoch bisher gelitugen ist, dem Treiben der Verbrecher ein Ende zu bereiten. CS ereignen n6) vielfach blutige Zusammenstöße in der Prärie, die auch Mensc^nopfer erfordern. Alx'r allch die Unachtsailueit der Räuber fordert !Ä!enschenopfer und Schtvcrverletzte, da «s vielfach zu Benzinexplosionen kommt. Man fand in der Prärie bereits zahlreiche nuögebrannte Tankwagen, die ein Zeugnis von der Unachtsamkeit der Diebe abgeben. voee» bdl«» NiwsLeniÄ» .Ick will nicht vnsäum«^ Ihn«« zu machen, das, Ich sett dem Gebrauch Syrer Zahnpaste ..Thlorodont" nicht l'U'./'ine. wettze Zwne deflte. sondern auch den bei nür sonst ttblichen Mundgeruch verloren ^be. Ich »erde Nr Chlorodont aus, beste emMlen." «>. E. G.. Mainz. — Man verlange nur di« echte Ehlarovont-Zahnpaste, »lbe Dtn. S.. und Din. li.., und «alle jeden Ersatz dafür »urüS. Natseldakte» Verschwinden eines iSrNschen Dipiomaien Sr hat nach Behebung einer grasten Erbschaft Paris verlasen und ist seit dem Früh-j«chr verschollen. P a r i s, 25. September. Das .^Journal" bringt heute in sensationeller Aufmachung die Nachricht von dem niysteriöien Ber-sch^vinden eines hohen türkisck^n Diploina« ten, der nach der Behebung einer grosjen Erbschaft in Paris Frankreich mit dem Ziel Mgora verließ, aber in der Türkei nicht an-flekomnicn ist. Die türkische Negis,uuq hat nun dil' französische Regierung ciebeten, Nnckn'orstsnlngen über den Berkleib des türkischen Ltaatöangehttrigen Ik metBe i anzustelsen, der seit ^m Frühjahr dieses Iichres vermißt wird. Mit ihm ist auch ein Vermögen in der Höhe lwn 159 Millionen Dinar vcrscbwnnden. Ikinet Bei ist der Schwiegersohn de' be^ kannten tiirkischen Staat'Zmanne? Muktar Pascha, der in der Politischen Geschichte' t>er Türkei in den letzten Iahren eine große Nolle gespielt hat. I^inet lmtte »sich im Frilhsas»»' dieses ^nhre? nach Pari^Z begeben, um eine Erbschaft in ^er ''>i'he von Millionen Dinar zu lvhelvn. '^^on Pari? wollte er dann über die ^chnviz in seine Heimat reisen. Es konnte bi'N?er festgestellt u>e?den, daß er damals d?n Paris—Baseler Schnellzug ^stiegen hat. Die weiteren Nachsorschungen erg.iben, daß Ikmet Vei aber bereits einige 'Stationen hin^ t'r Paris den Schnellzug wieder verl.isscn bat. 5eit dieser Zeit ist I'kinet Bei verschn»u>n den und mit ihm seine ganze Er^'schnft. In Paris erregt der ^all großes 'Zln's^lien. man befi'rrchtet, daß Ilmet Bei einem Verbreche.: zum Zl'vfer gefallen ist. Btttagung ves Lvtton-Berichtes Japans Wunsch atzeptiert — Die erste Klippe umschifft — China protestiett gegen die Fristverlängerung bis N. November Genf, 25. September. Der Bölkerbundsrat erledigte heute die letzten Vorbereitungen für die Entlassung des Jrakstaates auf dem Mandatsreginle. Die letzte Bedingung, die Irak einzuhalten hat, ist der Beitritt zum Völkerbund, der auf der diesiährigen Vi^lkerbundSversamm-lullg vollzogen wird. Der Rat nckhm n>eitcr einen Bericht über die Vergebung öffentlicher Arbeiten auf internationaler Grund» läge entgegen. Mit diesem Plan hat sich ein Sachverständigenausschuß des Völkerbundes, der unter Leitung des l^neraldirektors der deutschen Reichsbahngesellschaft steht, in n,eh-reren Sitzungen ^schästigt. Der Rat beschloß, die bisherigen Ergebnisse den, von der Lausanner Konferenz mit der Vorbereitung der Weltwirtschastskonferen; lieauf-tragten Sachverständigenkomitee vorzulegen in der Annahnle, das; diese fragen der öf-sentlichen Arbeiten in de»i Programin der Mltwirtschaftokoilserenz eine Nolle spielen wird. Sodann Mlnidtcn sich die Veratungen erneut de?n chinesisch-japanischen Konflikt zu. Der Ratsprasident schling vor, in die von Japan erbetene Fristverlmn^erun^ si'lr die Prüfunq des Li?ttonberichtes einzuwilligen. Der japanische Vertreter erklärte, daß lediglich praktische und technische Gründe die sa-panische Negierung veranlaßt hätten, ihren 'Eintrag zu stellen. Der chinesische Botschafter f>en widersprach zunächst der Fristverlängerung. Er wies darauf hin, daß es Japan offenbar nur darauf ankomme, wieder Zeit zu gewinnen. E'? wurde beschlossen, den Völkerbnndsrat zum 14. November einzub^'rnfc'i,, inn zu denl Lyttonbericht Stellung zu nehmen. HUnras Anklage Ein sensationeller Artikel des Regierungsorgan — Um die Prag, 2^. September. Sensationelles Aufsehen erregte ein Artikel, den der bekalinte Slowakenführc? Pater H l i n ! a unter dem Titel ,,Ist die Nationalvertretung arl'eitss'cchig?" in der „N a-rodntiPolitik «"veröffentlichte. Hliu-la schreibt u. a. folgendes: „Die politische Atmosphäre ist in der ganzen Republik nnt Explosivstoff angefüllt. Zahlreiche Manifestationen der Regierunsiö' unt» der Oppositionsparteien beweisen, daß die Bevölkerung mit dieser Regierung nicht zufrieden ist. Die Rechte des Volkes nieroen intimer mehr geschinälert, und die tschechische und die sloniakisch« Jugend ent^reinden liä) ilniner mehr dem gesunden »tern des Volkes, sie suc^ll il>r >)eil im Äom.nunisluus und iui Fcischismu^. In der Agrarpartei (der größten Partei de^^ NeklierungSt'locl'?) kommen zux!i Gruppen iinnier stärltr zuui Ausdruck: die des Ministerpräsidenten Udrial und 'die des Vizepräsidenten der Partei, S t a n e k. In den Reihen der deutschen Minderheit gewinnt die irredenti-stisch°hitlerianiscs)e Richtung die« Oberhand, die sich mit den heutigen Grenzen der Tsche-> ^ choslowakei nicht abfinden kann." ! .^'»linka verweist auf die deuti'ch-jtalienische ^ außenpolitische Zusammenarbeit. Mussolini ^ sei okfen auf die Seite Deutschlands getreten. „Mit deul Tage seines Eintrittes in den! Völkerbund hat ^ritschland die gleissieu! Rechte evnvrbcn wie ^-rankreich. Die deutsche Forderung nach Rüstungsireiliei: stört die Völkerverständigung, ebenso die finanzielle Sanierung und die Kristallisierung der Slowakensülirers im Prager Frage der Machtverteilung Vereinigten Staaten von Europa. Wir sind heute vom Weltfrieden lveiter entfernt vor zehn Ias>ren." „Was", räsonniert .vlinka, „macht indessen das tsckiechloslo Iva tische Parlainenli Es wurde auf Serien geschiltt. weil sich die Ne-gierungsparteien in keiner s^iage einigen ken neu. Das Bud^^et ist da-? schle^chtcsle bis dato. Finanzminister Tra pl kann da? Gleich- gewicht nicht finden. Die A-irarier Strängen die Sozialisten ans der Negicrunss und uiil-gekehrt. Die Sloloakljcl>e bildet die staatsbejabeude Opposilion. .Vinter dicser Partei steht das gesailNe slowa'i'che Volk. Wir l>al'cn at!''n Voll>i-» charakter um keinen Preis ausj^cbeii un!' c>'e Regierliug iv'rd unc^ nlil keinerlei Versprechungen ködern könncil. ?i^ir fordern die <'!^leichbercchtiguut^ inic <^eu Tsäiechen." — .^)I.inla »erweist n?6) auf einige kinanzpoli. tische ^ch'.rierigkeiten, di? anc^eblich das heutige tsckxchisch-deutsche Negiiue verschulden ha te, und ichlies'.t seine?lu--sül;rungen mit den Worten: „Unser Gewissen ist rein, wir halben den 2taat nicht in MilUardenschulden gestürzt." ^ Bei Grippe. Bronchitis. Mandelentzündung, ^^ungenspitzenkalarrb sorge man dafür, daß Magen und Darm durch Gebrcn>ch des natürlichen „Fran,','.Joscs"-Bitlenvasserz öfters qründ lich gereinigt werden. Aerzttiche Fachwerks führen an. das? d^i.z Z^ranz-^oses-Wasser luch die Schweslunci der Lelier k^hebt, die (^^^slen?b!on-dernnq erhöht, die Harnaussckeiduna steigert, den Stosfwech'el belebt und das Blut erfrischt. Das „Kran.,-Ioses^'.i^tllerw!,s1er 'st w Ävo-thelen ^l?elene, eine Tochter aus eineni guten .<.?ause, ein lustiges uno aufgewecktes Mädchen, begab sicki vor einigen Talgen aus dem >>aiise und einige Minuten später bracht te ein Z)ienstmädcheli einen Brief, in deui Helene bekanntgab, daß sie Selbstmord verüben welle. Zuerst dachte nmn an eineil Scherz, denn Helene hatte nienials solche Absichten geäußert, noch viel weniger hatte ntan sie melancholisch gescheit. '.^!och am gleichen Abend zeigte es sich jedoch, daß sie Ernst geinacht hatte. Man fand ihre Leiche zerstückelt auf den Schienen. Ist der Selbstmord eines Ittjährigen Mädchens schon an und für sich imnrer mysteriös, so besonders in diesem Falle. Unglückliche Liebe war ausgeschlossen, sie hatte auch keine anderen Sorgen, war immer frisch und munter. Als man nach den Motiven forschte, kam man auf das erste unerklärliche Moment. Heleite war seit drei Monaten bei einetn Ingenieur in der Donaustraße beschäftigt u. erhielt dort ein Monatsgehalt von.'M Dinar, aber inan konnte jetzt diesen Ingenieur niclit finden. Es war anzuneh.uen, daß der Selbstmord, für den keine Gründe inr Hause vorlagen, durch ein ftarkes Ereignis ausserhalb des Hauses ulotiviert wurde. Tie Nachsorschungen sollten aber kein Ergebnis zei-gen. Nach einigen Tageu meldeten sich stimmen, die von einem Doppelleben des Mäd« chens sprachen. Helene >var zUlzause das ruhige, kauin entwickelte >>Iind, folgsam, sittsain und gnt erzogen, und tagsüber, wenn sie sich bei dem angeblichen ^'"^ngenieur in der To' naustraße aufhielt, trieb sie einen Lebeus' ivandel, der mehr als zwcifelliaft war. Die Polizei erhielt Nocliricht von Orgien! in einen, Hailse in der Donaustraße, und! als sie auf Grund dessen in das bezeichnetes HanS bei eineni Elektrotechniker nachsast, fand sie dort eine Reitze von 'Mädchen und jungen Leute vr>r. bei deren Anblick kein Ziveifel uielir blieb. Der Elektromonteur u. seine Frau, die sich schon vor Iahren wegen Mädcbenl'andels ^^u verantworten batten, wurden sofort verliaslet. 5ie leugneii init Bestimlntbeit, .Helene Gal zu tennen. Da-gen erhicli die Be!)örde Vriese von Leuten, die iin Hciuse des Elektrotn^nleurs verkel)rt und Heletie dort geseheit hatten. Iet'.t fiel es aticu auf, das; Helene stets icbr gut i^etleidet war, weitn sie „in das Anit'^ ging und ihre Angehörigen erinnerten sick», daß sie erzählt lialte, die sckiönen .^leider von ilirein Dienstherren erbalten ^^u haben. Altdere junge Mädcheit erzählen, daß sie .'^e-lene eingeladen hat, sie in „ibrem Gescltuf^ te" einnial zu besuchen, und inan ninnnt ntit Sicherheit an, daß die ganze Angelegenheit, die übrigens weite .'»Ireisen hieben dürs' te, eine große Neilie halbwüctisiger Mädclien koinbronnttieren lvird. ' Die Verhafteten leugnen nact? wie vor alles, was ihnen nicht nachgewiesen werden kann. Gelegentlich der polizeilichen Hausdurchsuchung sind einige junge l>nd ältere Nü'inner, anscheinend aus besseren .Greisen, durch das Fenster entkoinmen. Ebenso dürs» ten aucy einige Mädchen geflüchtet sein. Als die Polizei nämlicii in das .Haus eindrang, erlosch plöylich das elektrische Licht, und ebe mait wieder Licht machen konnte, waren zal?lreichc Per>>nen verschwunden. Was jedoch übrig blieb, reichte aus, uni die Verlps-tung des Ebepaares zu rechtferiigen. Neuerdings sind jedoch Momente ausge-taucht, die dieses Ehepaar, smoeit es.Helene betrifft, eittlasteu köitnten. .Heleite soll dem-l,ach faktisch bei einent. bisl?er iloch unaus' findbareu Unternelnnen angestellt gewesen sein, N'o sie auch ein Arzt, T'r. Iovanovir, getresseit uttd ivegei? eiites Leidens bebandelt I'.aben soll. N'un bat sich bislier aber tneder die betressende Firnia, noch der Arzt geiilrldet, obniobl alle Zeitnngen den Fall in der grösjten Ausnlacluinsi betiaildelten. Nacl» tvie vor bleibt das Gelieiinnis ungelüstet^ ^oioeit luau aus Novisad erfahren lann, ist iit '^^erbindiing dailtil eine grojze Skandal-asfäre zu erlvarten. NMWtt 2öS^^ ^ den Zli. Depleitttiec /IsZcaF QAZ^sojlc Moniao. d«i 2S. «»vtkmb» Me SlomNk-Feler ln Maribor Interessanter Verlauf der Veranstaltungen dentenheimes Dr. Mirt, Janeiie und öasl, Direttor der Studienbibliothel Prof. Glaser, Rechtsanwalt Dr. Müller, Rechtsanwalt Dr. Jrgoliö sowie zahlreiche Vertreter der verschiedenen nationalen und kulturellen Organisationen. Die einzelnen Darbietungen fanden allseitige Beachtung. Eröffnet wurde das Programm durch die Kapelle „KatoliSka omla-didna", die unter der Leitung des Herrn Germ schöne Beweise ihres Könnens ablegte. Es folgten dann Rezitationen durch die Mitglieder der Bslksbühn« E i ch m e i« st e r und I o v ö i ö, di« ihre Wirkung nicht verfehlten. Ebenso eindrucksvoll waren auch die symbolischen Bilder aus SlomSekS Poesien, die die Mitglieder der Volksbühne zur Vorführung brachten. Die gesangliche Begleitung beivSltigtv hiebei in hervorragender Weise der Gesangschor „Maribor" unter Leitung des Herrn DomkapellmeisterS G a L p a r i ö. Geinen Höhepunkt erreichte der Abend in der beachtenswerten Gedächtnisrede des bekannten Mariborer Journalisten und Schriftleiter des „Slovenec" Herrn Dr. Franz Batovec, der in wirklich form vollendeter Sprache ein Bild von Slom8ekS Leben und Wirken entwarf. Am Sonntag fand in der Dom- und i^tadtpfarrkirche eine P o t i f i k a l-ln e s s e statt, die von Herrn Fürstbischof Dr. K a r l i n unter zahlreicher Assistenz zelebriert wurde. Die Festpredigt hielt der Missioniir Dr. K n a u S. NÄch dem Hochamt formierte sich ein großer U ni z u g mit dem Weihbischof Herrn Dr. T o m a i i L an de? Spitze, der sich auf don alten Ttadtfriedhof bewegte, wo die Enthüllung einer Gedenktafel für Anton Martin SlomSek erfolgte. Schöne Worte sprach hiebei Weihbischof Dr. Toma-iiö, als er die sichtbare Widmung dem Stadtpfarrer Msgr. Ume? in Obhut über gab. Am Abend fand dann die SlomZek^Feier in Maribor mit einer römische nPro-Zession zum Grabe SlomSeks Madt-friedhof) ihren Abschlnk. Die Grabgebete verrichtete Herr T?. ? o m a- tie. Lic 7l). Wiederkehr de» Todestages deS ersten Mariborer Bischofs Anton Martin Slomöek wurde gestern itl ganz Slo-iix.'nien auf überaus feierliche Weise begangen. Besonders würdig gestaltete sich die Feier selbstredend in M a r i b o r, wo jährige Oekonom Stanko S t e r g a r. der sich wegen sch^verer kör-perlicher Beschädigung und nxgen Neber. schreitMg der Notwehr zu verantworten hatte. Wie di« Anklageschrift anstihrt. herrschte zwischen dem Angeklagten und dessen Bru-^r Ludwig Stergar eine alte Feindschaft. WeM des ständigen Unsrieaens ,m Hause zog Ludwig Stergar mit seiner Gattin nach Celestrina. Am 2. Jun^ war Stan-ko Stergar mit einigen Arbeitern im Weingarten beschäftigt. Als er dann gegen Abeud nach Hauise kam, war er nicht wenig überrascht, als er im Elternhause den Bruder in wssen Gesellschaft sich der aus Hause entlassene Arbeiter Franz Z^ram berger befand, vorfand. Zwischen den Brüdern endfachte sich sofort wieder die alte Feindschaft. Kramiberger vermittelte sofort und äußerte sich, daß er scho» Mode machen wer- de im Hanse. Der alte Stergar forderte dar aufhin Kramberger auf, da.? Hans zu ner lassen. Da dieser )ieM keine Miene machte, versetzte ihm Stanko Stergar zunächst einen Schlag auf den Mund, ivarf ihn dann zu Boden und bearbeitete ihn mit den Füßen. Für Älramberger ergriffen Ludwig Stergar und die Mutter des Angeklagten Partei. AlS der Angeklagte auch den Bruder k«drol?te, rief dieser laut um Hil^c. Beiin Nachbar Kransc w?ilte damals gerade der Schneider Berliö. BerliS beschaffte sich, als er die Hilferufe vernahm, einen ^^senzieiner und griff Stanko Stergar an. Der Angeklagte lief aber davon und suchte über das zu entkommen. BerliL und Ludwig St^rgnr setz ten ihm nach und holten il^n auch bald ein. Stanko Stergar blieb, in die Klemme getrie ben, stek^n und gab mit einem Revolver ei nen Sch^ß in den Boden ab. Dessenungeachtet näherten sich ihnt die beiden Verfolger. Der Angeklagte feuerte in diesent Augenblick noch einmal. In die Brust getroVen, brach BerliL zusammen und erlag bald der schwe ren Verletzung. Stanko Stergar übergab dar aufhin den Revolver seinem Vater und fuhr mit dem Rade nach Maribor, »vo er den Zwischenfall sofort bei der Polizei zur An z^ae bachte. Stergar gesteht die Tat, wie fle die An klageschrist schillert. Nur habe er Kramber ger einmal niedergestoßen. Auch?7ätien ihn Berliö und der Bruder Ludwig derart k drobt, daß er zwar noch zu entkommen Züchte, dies aber^icht mehr möglich 'var. BerliL wollt« er in der Notwehr nicht töten. Auch in der 'heutigen Hauptver^andllMg, deren Vorsitz OSGR. Dr. T m b a k Ährte, während Dr. e m e r und A o 8 e k Botanten waren, verteidigte sich der Angeklag te ä'hnlich wie in der Voruntersuchung. Der Gerichtshof verurteilte ihn wegen Ueberschreituing der Notwehr zu Moaa> te» mG stedm Tage« strengen Arrests. m. Tra«««ß. In Tel. BeLkere? wurde gestern der Beamte des Hauptzollamtes in Subotica, Herr Albert A o e b e k, mit Frl. Lies! Henlein auS Bel. Beökerek getraut. Dem neuvermählten Paare unsere herzlichsten Glückwünsche! m. Da« «»tsblatt für da» Dra«battat bringt in seiner Nummer 76 u. a. daS Reglement über die Durchführung der Steuernovelle vom 2b. März 1932, Abänderungen des Reglements über die internationale zivile Luftschiffahrt, die Einführung deS Te-lephonverkchrs zwischen dem Dvaubanat einerseits und Aegypten, Spanien, Portugal, Bulgarien und dem Vatikan andrerseits sowie die Verordnung über die Verwendung der in den Gemeindevoranschlägen vorgesehenen BetrÄge für die LandwirtschastS-fonds. m. Si«e GlOai»ek»A«DfteIuns arrangierte anläßlich des 70. Todestages deS ersten Mariborer Bischofs unsere Studienbibliothek. Die überaus sehenswerte Ausstellung, die vom 2S. d. bis 1. Oktober geöffnet bleibt, umfaßt eine Auswahl von Handschriften u. Briefen ElomSeks, mehrere seiner Bücher, eine Reihe von Bildern und die Literatur über ihn. Die Ausstellung kann zwischen V und 12 und 15 und 17 Uhr bei freiem Eintritt besucht werden. m. Tr«««nge«. Im Laufe der vergangenen Woche wurden in Maribor getraut: Franz KramarSiL mit Frl. Aloisia Dei-man; Bartholomäus Rumei mit Frl. Marie Lelofiga; Franz öeriö mit Frl. Marie Kranjc; Franz Heinrich m^t Frl. Mathilde Perger; Heinrich Woei^k mit Frl. Margarethe SojL; Franz Ferk mit Frl. A?malie Kris^tan; Josef Plha mit Frau Erna Nekrep verw. Lah und Karl Trofenik mit Frl. Au-gustlne Kolman. m. Arbeitenierstmiml«««. In der Veranda der Brauerei „Union" wurde Sonntag vormittags eine vom Rationalen Gewerkschaftsverband einberufene Versammlung abgehalttn, an der nahezu tausend Arbeiter und andere öffentliche und private Bedien stete beiwohnten. Es sprachen der Obmann der Mariborer Filiale Herr B a j e, der Vorsitzende der Zentrale Herr Iuvanaus Ljubljana und Gemeinderat Tumpej aus Maribor, die die Lage deS arbeitenden Volkes eingehend besprac^n und verschiede ne Maßnahmen zur Linderung derselben forderten. Es wurde eine Entschließung angenommen, in der u. a. die Einbringung eines Mieterschutzgesetzes, Abschaffung der Ueberstunden und ausgiebiger Schutz der Arbeiter verlangt wird. Der minimale Ar beitslohn ist gesetzlich zu fixieren und dem Ausbau des Sozialversicherungswesens die größte Aufmerksamkeit zuzuwenden. Des gleichen muß für die Unterstützung der Ar beitslosen geni^end Sorge getragen werden, insbesondere da der Winter vor der Tür steht. m. Die «tO««e«e»tanmeld«nß für die kommende Theatersaison wurde bis SamS tag, den 1. Oktober verlängert. Interessen ten werden ersucht, bie Anmeldung sobald als möglich vornehmen zu wollen. Die neue Saison wird mit CankarS Komödie „Zum Wohle des Volkes" in der Regie deS Herrn I. Koviö eröffnet. Mitwirkende sind die Damen ZakrajSek, t^alj, Stare, Dra gutinoviö und Savin sowie die Herren Grom, P. KoviL, RaSberger, GoriSek, I. Koviö, SkrbinSek, Tovornik, Nakrft, Fu-rijan, Harastoviö und Blat. m. Sine A«ße««»eihe bildet ein vom bekannten Präparator Herrn Paj tler ausgestopfter und im Schaufenster deS Büchsenmachers S t r n a d in der Aleksandrova eesta ausgestellter Goldfasan. Der prächtige Bogel kam auS Oesterreich und wurde unweit der Grenze in CerSak an der Mur von Herrn VauPottö erlegt. m. Wetterdericht vom 2S. d. 8 Uhr: Feuchtigkeitsmesser — l6, Barometerstand 733, Temperatur -s- 22, Windrichtung SN., Bewölkung teilweise, Niederschlag 0. m. «imstreie« ««h Snde. Die gestrige SonntagS^onik weist wieder eine Neihe von Rauf^ndoln auf. In Poöehova wurde der 2^ährige Winzer Franz K r a j n c von einem Straßenpajsanten überfallen und mit einem Messer am Kopf zugerichtet. — Jr Kamni'a truy der Löjährige Arbeiter Johann M o S k r. n einer Rauferei eine Bauchverletzunq davon, die ihm ein Zechkumpan mit einem Fußtritt ijsUfügte. — In Tezno wurde der Zvjährige Arbeiter Albin Stefanovi6 von unbekannten Individuen mit Steinen beworfen, wobei ihm ein Zahnausgeschlagen und die Lippen schwer verletzt wurden. Alle ^«'.ei wurden im Krankenhaus untergebracht. m. Tier««Dlerei. Wir erhalten nachstehende Zuschrift: Bei den Verschüttungsarbei-ten auf der an der Ecke ASkeröeva-KerSnl» kova ulica gelegenen Wiese kann man die Beobachtung machen, wie Fuhrwerksleute ihre ohnehin willigen Tiere mit einer Rohheit behandeln, die Ihresgleichen wohl suchen muß. Mit Peitschen- und Krampenstielen wird auf die armen Pferde eingehauen, um unmögliche Leistungen von ih-men zu erzwingen. Sollte niemand zum Schutze des gequälten Tiere eingreifen können, so mögen diese Zeilen wenigstens an den Besitzer der betreffenden Pferde gerich-tet sein, damit die Tierquälerei aufhöre. Au« Ml P. D«A Eich««it amtiert in Ptus am Sü. 2V., 27. und 28. Oktober, in Borl und Sv. Barbara am SI. und 22. und in OrmoZ am 17., 18., 19. und 20. Oktober. P. Die „vlasbe«a Matiea" in Ptuj hält am 29. d. in ihren VereinSräumlichke'ten ihre JahveShaup^rsammlung ab. P. Nsher Ueterfal. In der Nacht zum Sonntag machten sich der Besitzer Vinzenz R. sowie die BssitzerSsAhne Franz M. und Franz B. auf offener Laiütstraße über den Knecht Stanko K o S m i n s k Y her. KoS-lninsky erlitt hiebei erhebliche Verletzungen am ganzen Körper sowie einen Lungenstich. ES dürfte sich um einen Racheakt hanteln, da der verletzte Knecht erst vor einigen Wochen das Op'er eines ähnlichen Uzbcrfalles geworden ist. Der Schwerverletzte wurde ins Krankenhaus ütersührt. p. Vs« «nbe?a««te« Tätern iiberfalle« wurde die öSjährige Helene B e r g e r. Die Frau, die von deil Strolchen in rohester Weise mißhandelt wurde, trug hiebei schwere Verletzungen am Aopfe davon. P. Vei» Vbstdiebstahl ertappt. Der i» Ptui im Ruhestände lekende L<^hr-r Anton Brumen mußte schon oft die Wahrnehmung machen, daß größere Mengen Oli!st aus dem Obstgarten seines Anwesens in Bel. Paradii verschwanden. Dem Vinzier gelang eS nun dieser Tage, den Täter in der Person deS Besitzers Blasius Kele auszu. forschen. Gleichzeitig wurde auch dessen Gattin !^im Obstdiebstahl bei dem Nachbar Bra tuSek auf frischer Tat erwischt. Im Keller der diebischen Eheleute wurden etwa ll)0N Liter Ostmost vorgefunden, obwohl sie koinen Obstgarten besitzen. Aus Slovenlaradec sl. Reverliche» Echade«fttier. Es ist noch nicht lange her, als auf drei verschiedenen Stellen glei:^itig große Schadcnfener ausgebrochen waren. Nun wurde das gros^ Wirtsc^ftsgebäude des Besitzers PleterSek in Zkale ein Opfer der Flammen. Um 1 Uhr früh alarmierte die Sirene des Ai^rg>serkes Velenje di« Bevölkerung und in kurzer Zeit waren die Feilerwehren aus DruZmirje, SoStanj und Velenje an Ort und Stelle. Nach harter Mühe gelang es, das Fe'ier zu lokalif^n und die angrenzenden Gebäude vor der Feuersgefahr zu bewahren. Allem ''lnschein nach wurde auch dieses Feuer ge- Aus Selje e. Stand der ArdeitSlofigkeit. Bei der Ar» beitsbörse haben sich in der Zeit vom 11. biS zum A). d. 101 ^rsonen als arbeitslos neu angemeldet, und zwar 70 Münner und 31 Frauen. Arbeit war vorhanden für 50 Personen und wurden 38 erfolgreiche Vermittlungen durchgeführt, und zwar je 19 für Männer und Frauen. Am 20. d. blieben m Evidenz 673 Arbeitslose, davon 015 Männer ^nd 56 Frauen. Die Zahl der Arbeitslosen wächst täglich, besonders durch die Saisonarbeiter und diejenigen, die im Sommer Ge-legenlheitsarbeiten leisteten. Die tatsächliche Zahl der Arbeitslosen ist natürlich viel grS» ßer, da d'e vorliegenden Ziffern nur auf die bei der Arbeitsbörse angemeldeten Personen sich beziehen, während ein Großteil nicht am rfensfaff. oen ^^7. «Sepfemder „A/carmc'ier '. »M?» gomeidcl ist. Es ist daher mehr als notwendig, dak die maßgebenden Faktoren igenÄ-etivas für die Arbeitslosen tun. denn der Winter ist vor der Tür und wird sich die Arbeltsll>sigkeit in den kommenden Mona!en noch vergrößern. In erster Linie muß aber ^ür die repatriierten ^rgarkeiter gesorgt >vcrden, die mit ihren Familien nicht nur arbeitslos, sondern auch obdachlos dastehen. c. Das erste Wettspiel für die Fuhball-Meisterschaft ltreises Celje kand Sonntag vormittags auf dem Sportplatz der Athletiker beiln Felsenkesler statt. SK. ZoStanj, der gec^en den Athletiksportklub auftrat, zeigte, ^s; er in der lctzten Zeit sohr fortgeschritten ist und mit seinem Spiele sich bald allgemeine Sympathien erringen wird. Natürlich siegten diesmal noch die Athletiker Nllt 5:0 c. Das dritte OualifikatwnSwettspkel zwischen SK. Celje und TSK. Slovan fand nicht statt. Sonntag, d?n ?5. d. hätte in Cclje ein drittes QualifikationÄvettsHiel zwischen den obgenannten Aubs stattfinden soll-^n, da das erste Spiel über Beschiverde des TSK. Slovan ivegen angeblil^r Vorschri^tSlvidrigkeit der Torstnnaen vonl Unterverband nicht anerkannt wurde. SSK. Cclje beschivecte sich beim Beograder Berbnivd, der eine Kommi>-sion nach Celje entsandte, die die '5^.»'--k'n>er?'e als unbegründet zurückwies und den ljanaer B^'schluß annullierte. c. Unfälle. Deni 42jährigen Holzarbeiter Johann Kake r aus Lsubno fiel beim Holzverladen ein Pflosten auf das rechte Bein, iitaker erlitt einen Beinbruch und schwere Quetschungen. — Der lIjährige A-lois e r m aus Celse hieb sich beim Holzspalten den rechten Zeigefinger ab. — Ter Mährige Taglöhner Matthias T a n j e k fiel beim Obstpflücken vmn Apfelbaume und liraä) sich dabei den rechten Arm. __ Der 7s»lährige Auszügler Josef G o r i ^ e k aus .^kofja was brach sich bei einem Sturz.' das rechte Bein. — Alle verunglückten wurden ins Allgemeine Ärankenhaus gebracht c. Ein Kind ertrinkt in eiiiem Mühlbache. Vergangenen Donnerstag ertrank in dem Mühlbache, der durch öoötanj fließt, das zweijährige Söhnchen des Fl(.'isrhhauermei-sters und Autobusunternehmers .^rrn KozlevLar aus KoStans. Der Bach, der zur Mühle und Säge des Besitzers Za-PuSek flieset, führt an dem Hofe des Kozlerv-Larschen Antr>esens vorbei, von wo zum ?^acl?e eine steinerne Treppe siihrt. Nach dem Mittagessen verunßte man das Kind, das früher im Hofe gespielt hatte. Trotz eifrigen Euchens fand man es nicht. Der Lehrling begab si6) voll böser Ahnungen zur Mühle, wo er das ttind leblos am Grunde des Baches unter dein Rechen fand. Man berief zwar sofort einen Arzt, doch waren alle Be-niühungen umsonst. Das Kind fiel wahrscheinlich über die Treppe in den Bach. Be-nv^^'enswert ist, dasz ans diesellv Art schon vt».. zwei Jahren ein ^tind seinen Tod in dem Bacs>e fand und daß an den gefährlichen Stellen am Wasser noch immer keine SZ6i?'.nttgen angebracht sind. Unfall beim Zyklonisieren einer Wohnung. Freitag wurde in einein ^'dauie am Glavni trg eine Wohnung znkloniiieu. A!s Atends die Wohnung geöf'net w.irde f'r.^ch «in Knabe, der sich ins Zimmer begab, wußtlos zusammen. Als ihin die Inha''evin der Wohnung zu Hilfe eilen wollte und gleichfalls das Zinnner lvtreten wollte, sturste auch sie ohnmächtig zusammen. Hund, der ihr nachgeeilt war, wurde dci.^gleichen bewußtlos. Nur mit großer Mühe g'l'lang es. die Bewußtlosen aus dem Zimmer zu ^'ch'^i-fen und sie zum Beunißtiein zu bringen. Immerhin ist die Sache glinipflirh verlaufen, da in diesem ?^lle auch sofortiger Tod eintreten kann. Beim Zyklonisieren ist größ^ te Borsicht vonnöten. c. Ein Vautionsschwindler entlarvt. Im Anzeigeteile einer Zeitung war in den letzten Woch^'n öfters eine Annonce zu lesen, in der eine ^lassierin, die 3000 j^'s 5000 Dinar ^taution erlegen könnte, ge,»icht wird. Bei der Polizei in Celje liefen während dieser Zeit einige Anzeigen ein, ans denen ersichtlich war, daß es sicki hier um einen Betrug handle. Sainstag vorinittags kam in ein^ Nestauration am Glavni trg eine Kontoristin, die sich dorthin wieder auf (^rund dieser Annonce begeben hatte. Dort erwartete sie ein !^0!ähriger Mann, der sich ihr als ein Holz- nlid Landcsi^'rodnNenhändler aus .^ioiizice vorstellte und il)r versprach, sie ni seinen« Unternehmen anzustellen, wenn sie sofort Dinar Kantion erlegen könne. Mrtschaftliche Rundschau Rme Att internationalen Zahlungsausgleiches Der juqoslawisch-griechische Handelsvertrag unterzeichnet —0— Unter den zahlreichen Arten, die den internationalen Waren- und Geldverkehr erleichtern helfen sollen, steht die inr neuen Handelsvertrage zwischen Jugoslawien und Griechenland vorgesehene wohl einzig da Es ist ein Versuch, der für den ersten Augenblick sogar recht günstig aussieht, seine wirklichen Vorteile aber nur in der Praxis beweisen kann. Die griechische Nationalbank gibt nämlich ZahlungSbons aus, die für die Differenz zwischen dem griechischen Import und Export bestimmt sind. Der jngoslawisch-grie-chische Clearing kann ni6)t geordnet funktionieren, weil der Export Jugoslawiens ncich Ariechenland iveitans größer ist als der Jnt-port. Auf diese Weise werben immer Spannungen entstehen, die bei Anwendung der normalen Clearingabkomnien eine starke Benachteiligung unserer Exporteure bedeuten müssen. Die Zahlungsbons oder Kassenbons, wie sie auch genannt werden, werden nun von der griechischen Nationalbank den jugoslawischen Exporteuren für den ganzen Wert, der nicht durch Clearing abgedeckten Forderung zur Perfügung gestellt. Sie lauten auf Na-nien und sind daher übertragbar. Unsere Exporteure werden dieselben darum auch direkt an die griechischen Kaufleute abgeben können und auf diese Weise rasch zu ihrem Geld kommen. Die griechische Nationalbank bezahlt diese .Kassenbons, sobald ihr der Nachweis er- bracht wurde, das; die entsprechende Ware in Jugoslaivicn bereits verladen ist. Auf diese Weise ist auch ein kombiniertes Koulpcnsationssi)stenl geschaffen morden. Griechenland gibt für einen Teil der importierten Waren Devisen direkt ab, verlangt aber, daß für den Rest Waren ans Griechenland bezogen werden und das ist der Ziveck der Kassenbons. Der neue Handelsvertrag sieht eine verstärkte Ausfuhr jugoslawischer Waren nach Griechenland vor und betrifft hanptsächliclj Lebendvieh, Kleinvieh und Bohnen und hat seine grös^te Bedeutung in der Zusicherung Griechenlands, die bisher vorgeschriebene Analyse des Weizens auf seinen Glykosege-halt aufzuheben. Diese Analyse war für nns sehr unvorteilhaft, weil sie unseren Weizenexport nach dem Süden vollkommen unterband und Griechenland damit zu einenr Absatzmarkt amerikanis6?en Weizensorlen niaäi-te. Die'Aufhebung der Borschrift koinntt besonders den südlichen Gebieten unseres Staates zugute. Als Gegenleislnng bekamen die Griechen Erleichterung bei der Einfuhr von getrockneten Trauben, sogenannten Sultaninen und Korinten, ferner Feigen, Oliven und Oel-früchten. Anßerdein wurde die Beschaffllng von Salz und Tabak für unsere Monopol-Verwaltung zugesichert. Um nun auch den Berkehr nach Jugoslawien zu regeln, soll eine Neuision der Eisenbahnlarise vorge-nonnnen werden. Der Geflügel- und Germarkt Italienische Märkte nach wie vor ungünstig Infolge starler Erhi^hung des Einfuhr-Zolles in Jtalieu, der Zoll beträgt jetzt 1Ä).30 Lire je !00 kg — ist Ansang September die Geslügelaus f ii h r aus Jugojlawieu jäh gefallen, was aus allen italienischen Ätürlteu eine Verteuerung der Geflügelpreise sogar auf t! bis 6.50 Lire je Kilogramttl verursachte. Später ermäßigten sich die Preise allerdings auf 4 bis 4.!?0 Lire franko Adelsberg und sind in den letzten Tagen schon bei 3.50 bis 3.70 Lire angelangt. Angesichts der holien Einkaufspreise im Lande, i) bis 10 Dinar je Kilogramm kann vorläufig an einer Aussuhr iu dieses Nachbarland nicht gedacht tverden. Das regste Ausfuhrcieschäft macht man jetzt in der Baöka und inl Banat, doch lauten dort die Abschlüsse hauptsächlich auf Deutschland, weil augenblicklich dort die Absatzmöglichkeiten günstiger sind als in Italien, (^'schlachtetes Geklügel wird hauptsächlich nach Deutschland und Oesterreich ausgeführt. Mit Nachlassen dsr Hit)e wird dieses Geschäft nocd weiter aufblühen, weil die Gefahr eines Ber derbens der Ware während des Transportes geringer geworden ist. Trotzdem ist kaunl mit einer Erhöhung der Preise zu rechnen, da Holland viel Ausfuhrware hat und keineswegs gewillt ist, durch künstliche Preiserhöhung seine Geschästsaussichten zu ver-i;eU'en. Die Lnge auf dem Tiermarkt. Ter Verbrauch in Italien nimmt von Tag zu Tag al,, nieil das Publikum nicht ge. Das Mädchen loollte ihm das Geld ausfolgen In diesem Augenblicke trat ein Polizeiagent, der slä) zufällig im Lokale ausgehalten und das Gespräch initangehört hatte, an den Mann heran uiid verhaftete ihn. Au^ der Polizei stellte es sich heraus, daß der ')lrreticrte tatsächlich der ^autionsschwind-ler ist. Es ist dies ein gewisser Anton Kral j, der sich auch unter dem Na inen Franz Stepin^'k, ^iaiifinann oder Besitzer aus Ko«tanj, Dobrna oder Konjice ausgab Da es wahrscheinlich ist, daß er noch ineb-rere Mädchen ans diese Art betrogen hat, inögen die (^Geschädigten dies -der Polizei oder dem Kreisgerickite in Celle vorbringen. willt zu sein scheint, die dnrch die Zollbe-schcruiig bedingt^.' Vertenerulig in so slarleil Mas^e auf sich zn n'.^hmen, lind darunter leidet iiicht iinr die Cinslihr sondern aiim die dortige Erzeugung, da die Preise rascij zurnägel^en. Im Verlehr lnit DeiNschlaiid stes>.'n ivir vor Ciiisj'il)rnlig des Clearingverkehrs und, ivie verlant^et, ivird das jeltt von der Nationalbank ge^vährte Agio bei d>er ^'.stset.'.nng des Abrechnuiigsknrses in Be-tracl)t ge'iogetl n-terden.» so das; die 'l-'lacie' rungsaussiclUen der ingoslaivischen C'.'rans--siihr iii Dentscj)laitd dadurch bedeutend ßer iivrdeii. Das Geschäft niit der Schi'.x'i'i hclnmt der sehr ungünstige Clearinglnrs, und loeiin es anch dort gelänge, ein Ab-koilnnen ivie niit Deutscht.ind ^n treffen,, hatten unsere Ansfiihrbäiidler Aufsicht, die Verlusie ans dein italieiüschen Martte wett-zuniaclien. Tie inländischen Cintansspreise sind noch iininer iveit über Anssuhrparitat und iverden von dcn Groszhändlern nar da-runi gewährt, iveil sie auf Hansse sp'^'tnlie-ren. Diese Spelnlotioii ist aber etlvas zii ge-ioagl. da man von den Erfabriingen der frülieren Jahre ber weis;, das; die Einfuhrhändler liei Vertenernng der friscl'en 'i!varc soaleici) zu den koilservierten Vorräten greifen. der Börsenschlns'.briefe bei deii l'evollinäch-tigten Banken iiii Siiine der Verordnung über deii Devisen- und Valnteiiverkehr diirch zuführen. Die resllich.'ii ^0 Prozent der Sckinldver' pflics>lungeil sind iui der bevollinäch- tigt.n '^-.anteil dei der Nationalbank für Rcchnuiig der aii'läiidisch'eii ("»Gläubiger nacl) dein !?tilrse ein^u',aliten, der iiir seiner'^ir a b ge s ch l o ss? > ien l e ar i i i g'.i e rt'rag fest ges elU erscheint. Die Importeure wie Erporteare haben die Verrechiulligeil lilit ausländis.1iLn Koui-.ititteulen ausschlies'lich iin '''^-ege der amtlichen Clearinn'^ abzniuiclelii, lnähreiid der Privatcleariiig iiiir in deni olierwähiiten ^iline statthaft ist. Die Nichleinhaltnng der '^'>est!inmnngen lvird strengsleiiö geahiidet. 8tuUvvr»topkllnx, Dsrmträxlleit l5t clc^r ini/ülgiLLr uv^I kanii I'iesliiicic-c.'' bei !Zi liclllciclcin. bei all l lünisirrlloii^^ii uii«.! /Vi-tcrienv^-rkul-vv^r^c^ii. — llier lliii^ii iiuttirliLlie^ ljiNcir- uli.'ZLluU/liar^^ SiLlicr. milä uii!^ 3d- ^virkeiic!, dL!^!ln clen xan/eii ni^niii''. aiu' mit «.lein rs>n^li X^ittc^'ielcl! lii ^iiitliLliLii. l u. ertiüItliLli. Die MaiSausfuhr D!e Maisernte ist ini vollen ^i'ange und dürste l'-s Ende loniiilender ^''^^ock^e l-eciidet ! seilt. Tie D^irren siu^ schon start iil Betrieb. ^ Nach jugosiannich.'in '?.>>!ais bslnndct sich ''^hon jeltt starte Na-l^rage des Au^landc-^. verlautet, werdeit ans Amerika diesinal lzeringe Meiigen nach Eiiropa vers hi'st. Da die Banken iinr beschränkte ..rpslichtungen int Wege des Privatclearings in der Höhe bis zu 807» dur6i den Ankauf von Fordernitgeii begleicheil können, die jugoslaivische Exporteure IN Oesterreich besitzen. Der Mirs ivird zwiscl)eil deui An- ti. Verkäufer einvernebin Uch festgesetzt. Solche Geschäfte siiid dnrcl, die Börsen in Beograd, Zagreb oder Liiib lsana vorzunehmen und die Liciuidieruilg X Herabsetzung der Prager Bantrate, der leinen Sikniig des Verwaltuiigsrates der Tscljechosloioatisclien Nationalbaiik ivur-de die Herabset.uing der Baiitrate voil 5 auf l einl)all' Prozent beschlossen. Die' Herab-setnliig wiirde iii Erlvägnng günstiger Mo-nteiNe der Gesaniteiiltvicllniig, vor allein des rnhigeil Geldmarktes, der Zunahme des Viaiidels, der güilstigen Eriite, der Besserung des Jnlandsabsal.^es it. a. beschlossen. fii'ljWskIllkiilsi! Nie dvien Streiche von Vetee Luftjg und Joses Ejsenbach Text von I. Alt. Zeichnungen von B a r t o l t 6. (Nachdruck verbliten.) Der L^ntze, der diirch deit Stoß znin sovielten Male ins Wasser gesalleit lvar, li0tl> l?erails. gerade iut '.'lNjieiioück. als die Poli'iiiten^ von den Trniliinerii itner Motorräder begleitet, wieder auf die Crde Zielen. Peier ineinte, das Beste jei, man mache sich aii'' dein Stanbe, aber der Lauge rief ans: „Das N'äre dol? nichl nett. >icie arinen .sterle nnr so liegen zii lassen! Sie l^aben d.^ch nichts als ibre PsÜckt >irt ttl'er die eigene s''ros;iit.it piltUe sich der Lange kräslig nii^ iiachdr.'icklich dre Nase. VDkarlbörSr Zeitung^ NMMr SiV. Wenblag, des S7. September .kAiin-A" ^man von HW«a»« HUSk»»,rff. Lopvriidt dz^ Qrewer äe Lo.. Ler>w bl>V ö. <2. Forts.) Nachdrvck verboten, Zum ersten Male etn HtKhnen zwischen harten und festen Lippen hervor. „Sie ist tot!" sagte er leise ulÄ strich mit Hand ilber seiqs Stirn, als müsse er ein quöllendes und beunruhigendes Bild vor seinen Augen htnwegwiis^n. Er ösfnete die Tür und vhne das gering» ste Ge^hl einer Angst li«^ er di« Gartentür laut hinter sich zufallen. Er schritt über Fliesen, ohne den hallen» den Schritt zu dämpfen. Es war auch gleicMltig. Heute würde er sein Ziel erreichen . . .! heute! Heute! Lanach kam daS Nichts! Auch für ihn.,. Was sollte er auch in einer Welt, die leer .^r ihn war. Leer — ohne Lieeb .,, Sogar leer--von Haß! Aber er hatte noch nicht die HauStür er« reicht, als sie aufgerissen wurde. Ein Mann stürzte heraus. Er ranssnte Paul Lcstmann über den Hauten. Als er sah, dah er jemand «Niger annt hatte, stieß er einen W tierischen Schrei aus. Er taumelte . . . schlug sich an die Stirn. Dann raste er nxiter — auf die Strafe... Lestmann hörte die laufenden Echritte. ^ Erwitte waren für Lestmann eine Spriche, die er im Gefängnis erlebt hotte. Diese Schritte sprachen von einem namen. losen Entsetzen. Oben klirrte ein Fenster. ES wurde aulge-rissen ... Es war das erleuchtete Fenster, und es war Lestmann, als öffne sich ein Hätz» lichcS, geiferndes Maul eines TiereS. Am geöffneten Fenster stand--Adol'> Tornheim, der Millionär, sssssssssssssssss»!»«»« Xauss Er... Der Mann, den Paul Lestmann zuM Tode verurteilt hatte. Er sab Paul Lest m«ri im Garßen ^te^n. Gr erßhrok, teit-mann sah im Licht der vielflamMi^n ne. haß s^n GHch^ sich verzerrte. I« Angst! In NDhnsinniger AiHst i. -Dies« Mann sah seinem Hchii^ ins Äuge. .» Aber würde er nicht wieder diesmal seinem Schicksal entgehen? Die Erde dreht« sich in wilden Kreisen um Lestmann. Blutige G^ier liefen über sein« Augen. Sein Herz hämmerte wild ... Alles schwankte. . . Aver dann fühlte er die lkäl-te des Revolverschaftes in der Hand. Dies« KMe ^itt »«'s ihn itber. Erfüllte ihn . . . Macht« ihn kalt, hart. Gab ihm den tiZd-lichen Gleichmut des wandenden Todes. Lestmann sah noch. Wie Tornheim daS Fenster zmvarf. Klirrend . . . rücksichtslos. Ein breiter Lichtstreisen fiel auS der .Haus tür in den Garten. Der Mann mit dem tier-ha'ten Schrei hatte sie oftn gelassen. Mit einigen Sätzen war Lestmaim an der Tür. „Gott sei Dank! Tornheim sollte mir nicht entgehen . ..! Gott mpß es selbst wollen!" keuchte Lestmann und raste die Treppen der Billa M ersten Etage hinauf. Niemand trat ihm entgegen. Wo war Jean. Tornheims Diener? Gleichgültig! Mnn schon ... ! Lest:'»ann kannte die Kraft seiner Faust. Sie 'vürde für Jean genügen. Aber nirgends war eine Spur von Jean. Einen Augenblick stockte Lehmanns Fuß. Es war ihm, als höre «r aus einem Raum ein wimmerndes StiiHnen herauskommen. Das Stöhnen einer Frau . .. Aber «in furchtbares Fluchen erstickte daS Stöhnen. Dann ein SchmerzensMei. Oder war es ein Schrei der Angst? Gi-?o«?t»o: Unwiderruflich einschließlich Mih^woch, wird de, hervorragende latsche Abente'We-Tonsilm .lUs dem Dsl^^^ngel Borneo^ ^rsdu" mit spannenl^n Momenten au» Tier, leben dieser WUdnis und einer ebei^^ spannenden Geschichte einer großen Lit» be vorgeführt. V»rg»Toiiki«O: Vür noch bis einschließlich Mittwoch ^ hervorragende Großsilm: ,,D«r Mensch ohne Namen". Ein Werner Kraus-Film, von dem ^ Stadt spricht, daß man schon lange nie». ^ etwas schönes gesehen hat. Neben Werner Kraus spielen: Fritz Grünbau, Helene Thimig und Julius Falkenstein die Hautrollen. — In Borbereitung das glänzende Lustspiel „Zwei glückliche Herzen" mit Hermann Thimig und Magda Schneider. Radio-Programm Dienstag, L7. September. Ljubljana 18.30 Uhr: Zalonquin» tett. — 20: „AlkestiS", Opernübertragung aus Wien. — 2l.l0: Salonqu?ntett. ---B e o g r a d 20: Bokaltonzert. - 20..';0: Tanzmusik. — Wien 11.30: MittagZkon. zert. — 1d.8V: Polnische Mustk. ^ 1d.50. Das gute Lichtbild. — 19.40: BolkStbnlll^ ches Konzert. — Heilsberg 2!: Konzert. — B r ü NN 12.30: Mittagskonzect. — 18: Esperantovortrag. -.Mühlacter 10: Lieder. — 19.30: Altdeutsch Gesänge. — 21: Stimphoniokonzert. — W.2s>: Nacht-musit. .^Bukarest 19.4b: Gejansisoor' trag. 22.0S: Orchesterkonzert. ^ B e r-l ^ n 18.30: Unterhaltungsmusik. — 21.10: vrchesterkonzert. ^ Rom 20.45: Gemischtes Konzert__Stockholm 20.L0: Militärmusik. 22: Unterhaltungskonzert. — Langenberg 15.50: Kinderslunr>e. — 20: „Wallenstein". Theateraufführung. IsussssaiilaZs 8sr»ntiett detriedstßkix^ 40 P5» tür ttoltxs» ocler tto!ilcoli!enx»s, eventuvU »uck nur 1 venzinmotor zleictier Stsrice. — Okkerte »n äie.Lleietrsrna l^uZe' Kleiner /^meiser /^nsfagsn (mit AniWvkßZ sinc! 2 VßkDe in önei-marken dvl?ulegon, ansonsten (jle /^äministrstiOn kiioM in cter l_3gv ist, äss Lsvvllnsvlitsvfiscticzvn vSIveAISs?«»« IWWGVWGGVVGWGGW MaschiN'Ajour, enbeln. Vordrucken, Maschenaufziehen ra-schest und billigst. !>iuvnik. Elo« ventka Sl)._^8509 GPe»iaIkor«br»t. LuruSaebäck. Vack^uS Tchmiö. ^areiöeva uliea. Il44g Schuhe a«! Teilzahlunaen. - „Tempo-. ClovenSka 18. tjd7b Maichinschreibschule Kovaö» ZMa» ribor. Kretova ul. ö. Beginn der neuen K^rse am 1. Oktober. _ 12838__ VmWt. Stenoqra/Sor rek'wndcZtz. deutsche ui^ slowe. «ische ElD^ache. Ein^elunier-richt. Bet l. Oktober. Fovaö, Maribor Frvkova ul. tt. ^888? «inlaaebuch der St,id,lch«n Sparkasse mit ca. 12v.vßtt Di«. wird zwecks Uebernakme einer Hypot^k prima loko tv-facher Wert) gesucht. 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