LaitmcherWMtullg. Nr. 175. PranumerationShreiz: Im Comptoir ganzj. N. II, balbj. ss. 5..5X. Fül dieZustclluiig in? Hall? ».Ulij.^wli. Mit5erPoI!nanzj. tr., 2m. »<>?i., 3m. i ss.;lonft Pr.Zeilc im. »lr.,«m.«lr < llm. K'll. l:. s. w. ^nsettioneftenipel jvdcsul. 3U I». 1868. Amtlicher Theil. 3e, k. k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vum 28. Inli d. I. den Land-^Sabgcordnetcn Peter Koslcr zum Stellvertreter dec« ^ndcshnnptinanncs im Hcrzogthume Krain allcrgnädigst zu ernennen geruht. (Viskra »>, l'- Sc. k. k. Apostolische Majestät haben mit Aller-"°chstcr Entschließung vom 17. Juli d. I. ülicr An-^ dcö Reichskanzlers, Ministers des tais. Hansel« und ^6 Acnßcrn, dem Oestallungsdiplomc des zum tönissl. fluschen Eonsnl in Triest ernannten Don Ioaquin Gonzales Huct das Allerhöchste Ercquatnr allcr-^lidigst zn ertheilen geruht. , Der Handclsminister hat im Einvernehmen mit ^ Ncichskl'icgsniinistcrinm die neu syslemisirtc Post-Mpcctorsstclle in Semlin dem Adjunctcn des Postcurö- ^eau im Handelsministerium Anton Nadda verliehen. ^ Der Handclsministcr hat den Postofficial Franz ^»cchmann zum Adjunctcn des Postcursdnreau im ^ndelsminislcrium, dann die Postdirectionsconcipistcn »h Lazav, Modert Lang, Joseph Nebert, ^°n Horrackh und Alexander Varg es zu Post- ^ctionssccrctärcn ernannt. »»r, ^ ^m ^^ ^uli 1868 »uurde in der l. f. Hof- nnd Staals-^,'5"" d^,ß xl.IV. Stück des Neichsgeselzblaltes ailSgegeben »ilid y»^«scl'bc enthält unter ^W die Verordmmg des ssinauznliuisterimns vom 16. Juli 1868 betreffend die Durchfilhrunc, deS Gesetzes vom 1. Juli !8W (Nr. 84 deö Neichsgesetzb'latlcs) wegen HinauSgabe ^r i!!^'^' Silberscheidemünzen: ^ die Verordliling des Ackerbau- uud des Finanzminisie-^»Nlij vom 19. Juli 18un rr auch dringen nicht l,'is ;n deu Sternen, ^, '"ißt doch ihre Grülmi. ihre Fernen: li!,k ^ ""lh nicht dem Adler in die 5'nstc '° Mcht der Quelle in der Erde Grüfte, ^"Wag rr doch der Weltenkörper Wesen ho» j^l j,„ Puehü der Natur zu lesen. L 2. T>e?m^ Menschen Geist sie nie erreichen, y.,u /'tl'nscheuwisseiiü dämmernd ferne Grenze, ^'^'lllleii l'Uih'ii ihn, der Vollendung Kränze. H>ch^"sieö ch„, rm cwig ruhmvoll seichen. 3,V '^< Menschen Herz! Ihm müsseu weichen Na« ^ '""lm alle, wen» im Licbeölcnzc ^". mö^ ^"'''^ des Lebens frohe Tcinze; Nie?>^ ''' ""'lt dem Adler gleichen! Nie ,?" """ ^"' Erde ihn die Schwingen, ^ Um se,,?/^ '" ""rch Himmelc-ränme dringen. 3° lr.q ,,.7/'!,^^ Ziel mich zu errinqen! ^'" Zl! is" """ un« die reine» Triebe. «'r Gutter's?'^ ',U'"reichbc>r bliebe. "^ der reuien Jugendliebe! /. 5. Laibacher Mysterien. ? o c a l - N o v e l l c. (Fortsetzung.) Fünftes Capitel. Unliebsame Entdeckungen. Wir überspringen den ^ettraum von ciilem Monate mtd lassen die an nud für sich nicht »richtigen Lrcignissc flüchtig Revue passiven. Der Fremde hatte durch Vcopold, dcr gleichsam sein Sklave geworden war, Zutritt bei dessen Familie erhalten und durch seine eleganten Manieren, sein anscheinend be-scheidend Wesen, sowie seinen tcincswcgs gewöhnlichen Pil dmisscigrad auf die Frau Braun ciuen derart günstigen (5in druck gemacht, daß dieselbe sich bereits mit dem Gedanken vertraut machte, Adele, der er augenscheinlich den Hof machte, ohne jedoch je über die kreuzen der strengsten Etiquette ^n schweifen, würde mit ihm, glücklich werden. Adele selbst fand iu Dr. Müller —- diesen Namen führte er bei der Familie — ein gewisses etwas, das im höchsten Grade abstoßend auf sie wirkte; namentlich hatte sein durchdringender Alick, dcn er auf- ihr ruhen ließ, etwas lmheimliches für sie; dann senkte sie.ihre Äugen scheu zu Boden und vermied cs ängstlich, mit ihm allein zu sein. Ihr Licblwgchund Caro, ciu ungewöhnlich großer Pudel, schien diese Antipathie seiner Herrin gegen den fast alltäglichen Gast zu theilen, denu er knurrte beständig und zeig^ ihm die Zähne, obschon die Erfahrung lehrt, daß die Hunde Hausfreunde freudig anbellen: auch ließ Caro Adeleu nie aus deu Augen und beobachtete aufmerksam alle ibre Bewegungen. Der alten Frau entging diese Abneigung Adeleus keineswegs, sie unterließ es auch nicht, ihr Vorwürfe zu macheu, daß fie die Aufmerksamkeiten des „Doctors" gar nicht bemerke, ja durch dieselben vielmehr beleidigt scheine. In solchen Fällen schwieg Adele oder antwortete nur ausweichend, weswegen Frau Vrauu dies für ciue vorübergehende Launc hiclt, die mit der Zeit, wenn sich die Leutchen besser tcnueu lernten, vou selbst schwinden würde. Allerdings wunderte sie sich, daß auch Leopold, weun vom Doctor lobend die Ncdc war, niemals mit einstimmte, souderu sich schweigend eutfcrutc und sich den Tag über nicht scheu ließ. Kam er dann wieder uach Hause, so war es bereits Mitternacht uud er legte sich sofort zu Bette. Sciu Chef wurde vou Tag zu Tag uuzufriedcuer, weil Leopold uie zu rechter Icit au seiuem Postcu war und selbst dauu äußerst nachlässig arbeitete oder gar stundenlang sin stcr vor sick hiu brütete. Fragte ihn jcmaud um dcu Gruud, so autwortetc cr lalouisch, oder fertigte dcn Fragcr fogar grob ab. Es schien überhaupt, als ob stets cin Damoklesschwert über seinem Kopfe schwebte. Sivic, der verliebte Schwärmer, dichtete gute uud schleckte Persc auf den Gegeustaud sciuer Liebe, die er dann als uickt zutresfcud wieder zerriß. Seiu Studium trieb er fast gar uickt oder uur höchst oberflächlich, machte Abends regelmäßig Promenaden vor dem bekannten Hause nud suchte jede Gelegenheit anf, um Adele zu sehen, ohne von ihr gescheu zu werde«, deuu er besaß noch immer nicht Muth geuug, ihr sciue Liebe, sei es schriftlich oder mündlich, zu cnkdeckcu. Das letztere war übrigens nicht leicht thuulich, fo lange er nicht im Haufe ciugcführt war, was keineswegs iu baldiger Aussicht staud. Er begnügte sich also damit, an einsamen Orten zu seufzen, dem guten Monde seine Schmerzen zu klagen uud von ihr zu träumen, bewachte aber dabei das Haus mit Argusaugcn, gleich Caro , mit welchem er auf seinen Promenaden bekannt wurde uud der ihn dnrch Liebkosungen u. dgl. lieb gewann. Beide machten daher häufig die Runde um das Haus bis in die späte Nachtstunde. 1296 uns darüber zu bctlagcu. Ich will aus diesem Anlasse nicht in eine Polemik eingehen, welche mit meinen Gesinnungen der Hochachtung für den heiligen Stuhl nnd mit meinem Wunsche nach Versöhnung nicht vereinbar wäre. Doch tanu ich mich nicht einiger Bemerkungen erwehren, welche ich E. E. ersuche, zur Kenntniß dcS römischen Hofes bringen zu wollen. Vor allem tonnten wir dlc Verpflichtung nicht begreifen, welche den heiligen Vater veranlassen sollte, gcgcn Oesterreich ge» wissen Präccdenticn zu folgen und dieselben Vorgänge zu beobachten, wie derlei gegen andere Staaten stattfanden, über welche die päpstliche Regierung sich zu bc klagen Ursache hatte. Ist es möglich, hier thatsächlich irgend einen Vergleich anzustellen? Haben wir daS Gebiet oder die Güter der Kirche angegriffen? Haben wir die katholische Religion und ihre Diener unterdrückt? Indem wir derlei Beispiele außer Betracht lassen, glaube ich lühn behaupten zu dürfen, daß in tcincm europäischen Staate die katholische Kirche ungeachtet der Gesetze vom 2l>. Mai eine so priuilcgirtc Stellung einnimmt, als hier in Oesterreich. Dieser Umstand hätte aller» dings verdient, berücksichtigt zu werden, nm die kaiser-liche Regierung nicht in Vorwürfe mit einznbeziehc». mit denen andere Regierungen belegt wurden, die sich in ganz anderer Opposition mit der Kirche nnd der katholischen Religion befanden. Wir begreifen fchr leicht, daß der heilige Vater es für unerläßlich erachtet, gegen die Gesetze zu protcsti-ren, welche die durch das Concordat vom Iahlc 1^5!) geschaffene Vage mudificircu. Wir warcu vollständig auf einen derartigen Schritt gefaßt uud wir hätten ihn stillschweigend hinnehmen können, selbst wenn seine Form minder versöhnlich, als wir es hoffen durften. gewesen lviire. Aber was wir nicht ohne Einsprache geschehen lasfen können, das ist die Verdammung, wclche gegen jene Grundgesetze geschlendert wurde, auf wcläim die neuen Institutionell unseres Reiches bcrnhcn. Diese Gesetze waren gar nicht in Frage; indem sie der heilige Stuhl solchergestalt angreift, verletzt er tief das Gcfühl der Nation nnd gibt der gegenwärtigen Differenz eine, selbst im Interesse der Kirche höchst bedauerliche Tragweite. Anstatt einfach diese oder jene Anwendung von Principien zu bestreitcn, welche als Grundlage der gegenwärtigen Regierung in Oesterreich dienen und die Frucht der glücklichsten Eintracht zwischen den Völkern deS Reiches und ihrem Herrscher sind - werden diese Principien selbst verworfen. Der heilige Stuhl erstreckt alfo seine Vorstellungen anf Gebiete, die wir in keiner Art als unter seine Autorität fallend betrachten tonnen. Er verbitterte eine Frage, die die Geister schon zu sehr ausgeregt, indem er ein Terrain betritt, wo die politischen Leidenschaften sich zu den religiösen gesellen. Er erschwerte endlich eine versöhnliche Haltung der Regierung, indem er Gesetze verdammt, die das Princip der Freiheit der Kirche in sich schließen uud derselben somit eine Entschädigung für die Privilegien, die fic verliert, bieten. ES ist ferner uicht überflüssig, hier zu bemerken, daß diese Gesetze der Kirche ausdrücklich das Eigenthum der Güter, welche dieselbe in Oesterreich besitzt, garau-tiren. Diese Stipnlation beweist, daß die fraglichen Gesetze keinen der Kirche feindseligen Charakter tragen, da sie dieselbe ja iu Rechten unterstützen, deren sie in anderen Ländern beraubt worden ist. Es ist nicht meine Sache, zu beurtheilen, inwieweit diese letztere Bctrach« tung dazu hätte beitragen können, die Erwägungen des römischen Hofes zu mildern. WaS in meinen Augen keinen Schatten von Zweifel läßt, das ist: Die Völker Oesterreichs werden einen Trost darin finden, sich zu erinnern, daß mehr als Ein katholisches Laud ähnlichen gesetzlichen Anordnungen gehorcht uud gleichwohl iu Fnedeu mit der Kirche lebt; daß übrigens in Europa ein großes uud mächtiges Reich besteht, dessen fortschrittliche und freiheitliche Tendenzen sich sletS mit einer ausgesprochenen Anhänglichkeit an den katholischen Glauben vcrciut haben, und welches, vou ebenso abscheulichen Ocsctzeu regiert, sich gleichwohl biö iu die letzten Zelten im glücklichen Besitze der nachsichtigen Sympathie des heiligen Stuhles bcfindct. Meine Depesche vom l,7, Iuui sah die betrübenden Folgen der päpstlichen Allocution voraus, wcnn letztere uicht iu sehr gemäßigten Ausdrücken gciaßt ,cin sollte. Ich bedauere lebhaft, daß der römische Hof meiner Vor» anssicht leine Rechnung getragen hat. Meine Besorgnisse haben sich vollständig verwirklicht. Ich glanbe nicht, daß die katholischen Bcuölteruugeu Oesterreichs heutzutage einen größeren Eifer als iu der Vergangenheit für die Interessen ihrer Religion an den Tag lcgcu. Dagegen erblicken wir eine Verdopplung dcs Eifers in Angriffen gcgcu die Kirche, den Elemö und den Papst. Diese Feindseligkeit wäre innerhalb der engsten Grenzen erhalten und leicht beseitigt worden, wenn die durch die Gesetze vom 25>. Mai erregten bcsondcreu Frage» in der päpstlichen Allocution einfach berührt worden wären. Ich muß, bevor ich fchlicße, uoch der peinlichen Ucberraschung Ansdruck geben, welche nns der in den Schlußworten der päpstlichen Allocution an die ungarischen Bischöfe gerichtete Appell bereitet hat. Mir fcheint, mau sollte sich iu Rom zu dem feinen Tacte Glück wünschen, mit welchem man bisher in Ungarn die religiösen Fragen behandelt hat. Oder sollte es nicht wünschenswert!) sein, daß leine neuen Differenzen geschaffen, nnd dadurch die bcsteheuden Schwierigkeiten noch vermehrt werden? Es liegt fclbst im Intcrcfsc des römischcu Hofes, nicht unzcitig in Ungarn die nationale Empfindlichkeit zu reizeu. Der bloße Anschein einer auswärtige« Pressiou würde iu dieser Nation nur ganz zu dem entgegengesetzten Resultate führeu und febst gegen dm berechtigten Einfluß des heiligen Stuhles einen Sturm hervorrufen, nicht minder gewaltig als derjenige, der in den Ländern dicsfeits dcr Lcitha ausgebrocheu ist. Dies, Herr, Baron sind die Betrachtungen, die sich uns bei Lesuug der päpstlichen Allocution aufgedrängt haben. Wollen Sie selbe ja Sr. Eminenz nicht unbekannt bleiben lassen. Wir werden nichts dcstowcnigcr auf dem Wege beharren, den wir uus anfänglich vor-gezeichuet haben. Während wir fortfahreu werden, die Rechte des Staates unverletzt aufrecht zu erhalten und sciucu Gesetze» Achtuug zu verschaffen, werden wir die Kirche in Frieden fich der Freiheiten erfreuen lassen, welche ihr unsere Gesetze verbürgen, und gleichzeitig uns bemühen, in den wechselseitigen Beziehungen zwischen Staat nnd Kirche den Geist der Versöhnung nnd der Billigkeit walten zu lassen, der, wie ich hoffe, Erwiederung fiudcn wird. Wollen E. E. sich zum getreuen Vermittler dieser Anschauungen machen; Sie werden dabei nichts anderes thun, als sich den Ansichten des Kaisers, unseres erhabenen Herrn anschließen. Empfangen Sie:c. :c. Beust." Müller — so wollen wir ihn künftig nennen -loimte gerade nicht behaupten, daß er in seinen Bemüh-ungcn rcussirtc-; er suchte vergeblich sich die Abneigung Adelens gegen ihn zu erklären. Hatte sie vielleicht schon einen Liebhaber? Es war leicht möglich, denn Jugend uud Schönheit finden stets Verehrer iu Menge und heutigentags sind schon Backfische nicht ohne Liebhaber, Allem trotz der größten Wachsamkeit konnte er nichts entdecken, was ihn auf die rechte Jährte führen konnte. War's vielleicht eine heimliche Liebe? Diese Annahme schien ihm wahrscheinlicher, da dnrch die strenge Aufsicht der Tante Adelen jeder Verkehr mit der Männerwelt abgeschnitten war. Darüber mußte Müller um jede,» Preis ms Klare kommen; deshalb beschloß er, Leopold ins Gebet zn nehmen. „hören Tic einmal", begann er bei der nächsten Zusammeutuuft mit ihm, „es tmumt mir vor, als ob Ihre Schwester sich bedeutend verändert hätte." ,,Leicht möglich," erwiderte dieser, „Grund dazu hätte sie allerdings." „Wie'so?" „Nun, weshalb habe ich mich verändert? Bemerken Sie es nicht?" Müller biß sich in die Lippen und zwang sich zu einem Lächeln, das seinen Zügen einen wahrhaft abschreckenden Ausdruck verlieh. „Gut, gut," sagte er dann, „ich will Sie zu keiner befriedigenden Antwort zwingen, denn wer bürgt mir für die Wahrheit derselben? Ich bleibe vielmehr bei meiner Ansicht, und diese ist: Adele hat einen Liebhaber'." Dabei sah er Leopold fest ins Gesicht. Diefer verzog leine Miene, sondern cntgegnete lakonisch: „Desto mehr Gelegenheit für Sie, ihre Geschictlichteit zu beweisen, indem Sie ihn aus dem Felde schlagen. — Sie wissen," fuhr er dann fort, „daß meine Macht nur so weit ging, Sie bei meiner Schwester einzuführen. Das übrige ist Ihre Sache und ich werbe mich nur dann selbst mit eigener Gefahr ins Mittel legen, wenn ich sehe, daß Sie zu Gewaltmaßregeln greifen. Sind Sie im Staude, durch Liebenswürdigkeit, welche jede Hinterlist und unedle Absicht ausschließt, über Adclcnö Herz zu siegen, wohlan, thu» Sie es; vor Gewalt werden ich nnd das Gesetz sie schützen, denn ich erkläre Ihnen unumwunden, daß ich selbst lieber ins Gefängniß wandere, ehe ich meine Schwester Ihnen preisgebe. Damit' war das Gespräch abgebrochen. Müller entfernte fich mißvergnügt. „Wohlan," sprach er entschlossen zu sich selbst, „gelange ich auf diese Art nicht zum Ziele, so wende ich List und Gewalt an, und sollte mich dieser Fant daran hindern wollen, so werde ich ihn vor dem Gesetze so cmnprmuitli-rcn, daß er weder Zeit noch Gelegenheit hat, mir lästig zu fallen. Es muß alles Schlag auf Tchlag gehen. Zuerst verschwindet der Bruder, dann die Schwester. Des Mädchens Reize uud ihr hartnäckiger Widerstand machen mich rasend und ein Rasender ist zu allein fähig." So raisonirtc Müller und ging in ein Kaffeehaus, um feine Aufregung durch ein Gefrorenes zu dämpfen, während Leopold seinerseits folgende Betrachtungen anstellte: „Dieser Fremde ist zweifelsohne ein Schurke. Dank meinem verdammten Leichtsinn bin ich in seine Hände gerathen und meine Sache ist es nun, mich wieder loszu-windeu. Den Inhalt der Brieftasche und jene Schrift muß ich an mich bringen, mit Hilfe dieser Gegenstände kann er mich zu jedem Dienst zwingen. Zu jedem? Nein! Im äußersten Falle mag er dieselben der Polizei übergeben, ich werde zwar eingezogen, aber Adele ist von ihm erlöst und die gute Frau Tante wird mir auch vergeben, wenn sie über die Sache unterrichtet ist. Vorläufig beschränkt sich meine Aufgabe darauf, ihn und seine Erfolge bei Adelen zu überwachen." (Fortsetzung folgt) Die lchtcn Vorginge in Dulgarien. In den meisten Journalen Enropa's hatte eine der letzten Maßregeln der türkischen Regierung Staunen und Bewunderung hervorgerufen. Diese Maßregel bezweckte nichts anderes, als den Bulgaren selbst die Waffen in die Hand zn geben und aus ihnen eine Art Vclköhw zu bilden. Zeugte die Maßregel auf der einen Scitc von einem tiefen Vcrständniffc der hohen Pforte für die uatioualen Verhältnisse ihres Reiches, namentlich ihw europäischen Besitzungen, so war sie andererseits auä> ein erfreulicher Beweis, wie sehr die Türkei sich auf die Treue uud Anhänglichkeit ihrer christlichen Unterthanen verlassen könne. Kaum waren Lob und Bewunderung, welche der türkischen Regierung bei diesem An> lasse gespendet wurden, verklungen, so überraschte uns dcr Telegraph mit einer neuen Nachricht, welche gerade das Gegentheil vou dem zu enthalten schien, was die erwähnte Maßregel dcr hohen Pforte in fo deutliches Licht gesetzt hatte. Bulgarische Banden, hieß es in diesem Telegramme, hätten die Donau überschritte» nnd mit den türkische» Truppe» Gefechte bestanden. Verwundete nud Todte gäbt es auf bcidcu Seite», Zcichcu und Signale würden zwi scheu den beiden Ufern dcr Donau gcwcchfclt und die ganze Acwcgnng wäre von zahlreichen Eomit''s geleitet an deren Spitze ein Ecntralcomil«' in Bukarest stände, Die Nachricht umwölkte Plötzlich den Horizont der orientalischen Frage, deren Lösung man in Folge dcr letzten Ereignisse auf lange Zeit glücklich vertagt glaubte. Ost genug hatte man die orientalische Frage mit einem offc' ncn Pnlucrfassc verglichen, welches nur des zündende» Fnulens bedürfe, nm in die Luft zu fliegen. Diesel zündende Funke war uun da und der Augenblick M den Anfang jener Bewcgnng schien gekommen, deren Endziel kein anderes ist. als den Halbmond vom euro päifchcn Boden himvcgzndrängen uud die christliche» Völtcrfchaften von dem wirtlichen oder getrimmten Iocht dcr ottomanischen Herrschaft zu befreien. Glücklicherweise hatte der Funke nicht Intensiv gcnng, um die eben angcdcntctc Wirkung zu erziele", oder ist der in den christlichen Provinzen der Türke' angehäufte Zündstoff nicht hinreichend intensiv, um einen ohnmächtigen Putschversuch zur Größe und VcdeutuNs einer weltcrschüttcrndcn Action von unabsehbarer Tra^ weite zu entwickeln. Die bulgarischen Insurgenten, wen» man diese Handvoll im fremde» Solde stehende» Ruhestörer mit diesem Namen bezeichnen darf, sind, lv>l die neuesten Nachrichten von dcr unteren Donau ntt^ den. mit blutigcu Köpfen hcimgcfchickt worden. TiN' kischc Gendarmen, verstärkt durch reguläres MiliB» haben die Ruhe ohne große Mühe und Anstrengung wieder hergestellt nnd die nöthigen Anstalten wurden von dcr ottomanischen Regierung getroffen, um einen« ähnlichen zweiten Versuche ein gleiches Ende zu bereite»' Die Diplomaten können mithin wieder ihre M mcrksamkcit den übrigen europäischen und nichteuropü' ischcn Angelegenheiten widmen und haben es nicht no'tlH aus Bcsorguiß über eine ernste Wcndnng dcr oric»' talischcn Angelegenheit ihr Antlitz in ernste Falten 5" legen. Auch die Börse hat die erwähnten Putsch^ snchc weder mit einem Fallen noch mit einem Stci^ der Eoursc begrüßt und die öffentliche Mciuuug hat "» großer Befriedigung vou diesem Stande dcr Dinge Kc^ niß genommen. Dessenungeachtet ist cS nicht ohnc ^ > tcrcsse, einige Folgerungen nähcr zu betrachten, lvcl^ sich ohnc allzugroßc Austrcngnng aus dcu letzte» ^ gangen an der nntern Donau ziehen lasfen. ^ l Ueber jedcm Zweifel crhabcn steht die Thatsa?/ > daß die hohe Pforte, wenn man sie anders nnr gcw l rcn läßt, besser informirt und tüchtiger in ihren "-'., i tchrnngcn und Vorsichtsmaßregeln für die NufrccW ^ tnng der Ruhe ist, als man es vou einem dcr ^ ^ »ach so morschen nnd siechen Staatskörper zu erwa^ das Recht Hütte. Nicht miuder zweifellos scheid ,.? Umstand zu fein, daß Rußland, welches durch die ^..,. lichc Wcndnng dcr Dinge in Serbien und dnrH ^j trostlosen Allsgang des trctcnsischen Aufstandcs, ^ von scincm Prestige in den slavischen Proving" ^ türkischen Reiches'verloren Hal, in Bnlgarien cutt^ Karte auszuspielen versuchte, um seinen sinkenden / fluß zu heben u»d die orientalische Frage in M erhalten. Kr Die scheinbare Unwissenheit der rumänisches^ Hürden über das Vorhandensein und die Wim ^ panslavistischcr Comites in den Donaufürstenul.^ zeigt iu ziemlich schlagender Weise, daß all das ^^ von dcr unabhä»gigc», ja geradcz» feindseligen ^^^ welche die Regierung des Fürsten Carl >. dcM ^ ,^ burger Eabincte gegenüber in letzter Zcit eing^n . ^e habcn soll, eben eitles Gerede ist. welchem h^> ^ Absicht zu Grunde liegen kann. Europa über d'^ ^le» ^ seitigcn Beziehungen der beiden Mächte im ^h"" zu erhalten. In diese Beziehungen hat der ' ^g"" Putschversuch mehr Licht gebracht, als den °^eN" Parteicu lieb sein mag. Die bei einem dcr ^^ ^ gefundenen Papiere, unter denen sich ein "!'die^ befindet, werden vielleicht noch helleres Licht '" A^ Angelegenheit verbreiten und Europa " ^edel^. setzen, zu beurtheilen, was es von den "e" ^tt ^e Petersburg ausgegangenen Vorschlägen zur " ^r berufung einer europäischen Conferenz, «"y 1297 Abschaffung der Explosionsgcschossc berathen soll, zu Hal-^n hat. Aus allem geht hervor, daß die Türkei ans lhrem langen Schlafe zu neuem Leben erwacht ist nnd ^aß, wenn die gegenwärtigen, iin Reiche der hohen Pforte in der Durchführung begriffenen Reformen ein Gemeingut der christlichen nnd nichlchristlichen Bcvölternng gc< worden scin werden, die orientalische Frage, welche Jahre lang ganz Europa in banger Erwartung nnd Aufregung erhielt, eine nnblntigc, friedliche Lösung finden wird, an welche bisher auch der beste Frcnnd der Türkei nicht zu denken wagte. Und diese Lösung sei uns herzlich willkommen! (Tr. Ztg.) Die Parteien in Spanien. Die Partcigcstaltung in Spanien, fo wie sie hcntc besteht, reicht in ihren Anfängen bis zum Sommer 1856 zurück. Schon damals stand an der Spitze der Retrograde« der nachmalige Herzog von Valencia; schon oa-Mals schaartc die absolutistische Partei sich um die Kö-lügin; schon zn jener Zeit hatte O'Donncl die Partei ber lilicralcn Union gegründet; ebenso existirtcn bereits ^le Progrcssistcn, die dnrch ihre Schwäche nnd dnrch lhren Abscheu vor der Gleichheit der Religionen und vor anderen Reformen die Freiheit schon zweimal zn Grunde gcrichtet haben (1^43 nnd 185)6); endlich be-stand anch die demokratische Partei bereits in ihren An» Gilgen nnd hat seither so große Fortschritte gemacht, baß die nächste Bewegung ohne Zweifel von ihr ansahen wird. O'Donncl, nachdem er scin reactionärcs ^rk vollbracht, war fast unausgesetzt Präsident des ^linistcrrathcs, nnd nnr von Zeit zn Zcit, wenn ein ^ucr Günstling »einen Fall verlangte, trat Narvacz an seine Stelle, der wieder O'Donncl wich, wenn ein andrer Günstling seine Beseitigung wünschte. Allein beide bischten und schwächten das constitutioncllc System nnd kürzten das Land in Armnth dnrch ihre finanzielle Bcr-lchwcndnng und dnrch unsinnige Unternchiuungcn. Die ^waMsisten nnd Demokraten fanden im Jahre 1863 bas constitntioncllc System so sehr gefälscht, daß sie sich ^l den Wahlen enthielten, um desto besser die Ncuoln-lwn vorbereiten zu können. Sie wählten zu ihrem Chef ^n General Prim, denselben, der im Jahre 1843 der ^action diente, 1846 dem Marschall Naruacz, 1853 ^nit dcn Blacos ging nnd im Jahre 185!) mit O'Don-^l in Afrika war, der I860 in Mexico commandirte ^ 1854 in der constituirendcn Versammlung Isabella ^ dcstc der Königiuucn genannt hat. Die Demokraten ^Ncn sich gegen diese Wahl, allein sie mußten den ^°grcssistcn sich fügen. Im Jahre 1865 gelang es ^>lli, ^ch an die Spitze zweier Cavalcric-Ncgimcntcr ^' stellen, allein das Volt nnd die Armee ließen ihn '"' Stiche. Damals war O'Donncl Minister-Präsident. ^ 2, Juni des nämlichen Jahres lieferten die Libcra-^» dem Niarschall O'Donncl aufs neue in den Stra^ u^n von Madrid eine Schlacht. General Picrrad, ob-^^ch spät berufen, übernahm den Befehl, während Ge-nrrc»l Pvim, der znm Tode vcrurthcilt war, nicht nach Spanien kommen wollte. ^ Die Generale, welche damals über das Volk von Madrid und einen Theil der Armee den Sieg davon- ^'^n nnd dann am folgenden Tage mehr als 60 ^lUllcric-Zcrgcantcn erschießen ließen, waren eben die ^ncralc Serrano und Zabula, welche von Gonzales A^"o ing ^.^ ^schickt worden sind, weil sie sich mit mim vereinigt hatten, mit demselben Prim, welcher sie /? Iahrc 1^66 bekämpfte und von Frankreich ans den mligcn Innitag gegen sie in Scene setzte; mit dcm- > lben Pvim, der jetzt mit ihnen sich vereinigt, um den hron der Königin Isabella niederzureißen, ihren Sohn s/:^ Kö'uigc anszurnfcn nnd ihm während der Daner ^r Niindcrjährigkeit seinen Onkel Montpcnsier zum ^kgentcn zn geben. Es ist begreiflich, daß dicscr Plan v l "crschworncn wenig Begeisterung im Lande gcfnn- lke'l^' ^'^ Armee, welche am meisten daran sich be- sie , ^ ^ haben s^int, ist durch die Beseitigung der w.^hligenden Generale unthätig geworden nnd daS y ^ scheint in Madrid wie in anderen Provinzen des ^ bks dn- Bewegung ferne gestanden zn haben. Man lyg^ulich in Spanien der unzähligen Pronnuciamcn- ^ !"^, uno die nächste Erhebung wird ganz cntschic- ^Ock^^ ^^' Eiuil-Elementcu ansgehcn; allein cs wird ^Nd^" Teilchen dauern, chc die dcmokratlschc Partei Nn .^' vorgerücktere Theil dcr Progrcssistcn sich gchü ^N6?6 organisirt haben, um losschlagen zu können. ^ .^ ^nnce betrifft, fo kann jede Partei, die start ^lc, ^'.ciue Erhebung zu wagen, auf ihren Beistand ^^'s^c Demokratie mit ihrem progrcssistischen An- ^Uützt sich weniger auf die Generale, als auf die Ui^'c niedrigeren Ranges und insbesondere anf die ^ ,mcicre. In Spanien, wie in den mcistcn Lün- "'Ye,! !! ^^ vorzüglich die Artillerie, welche von srcisin- ^lliti. "" ^!"lt wird, und man zahlt für die re- ^bcn <3? .^"^'blll'g auch jenseits der Pyrcuäcn zum ^"' die ""^ ^^' ^^ vorstehenden Mitlhcilun- ^^^N1ck/^ ^"^" "'^'" "^^ Spanien kommenden wohl- l'ie Laac 'c?"""^ ^chcn, scheinen anzudeuten, daß ^ühnick.. s'- ^' lp""ischcn Halbinsel noch immer eine ^° tllnm in A^. ^" "nc ganz unmittelbare Erhe- ">m in Ausstcht steye. (N.Fr. Pr.) Drilles bruischeü Dundesschießen. Vierter Festtag. Wien, 30. Juli. Am gestrigen vierten Festtage war dcr Fcstplah abermals sehr zahlreich besucht. Iu der Schießhallc hatten die Tnolcr wieder bcsouocrcS Glück, sie schössen die Mehrzahl dcr sildcrucn Bcchcr aus. Vormittags hatte ein Kcllncrstrikc stattgefunden, dcr aber sofort beigelegt war, ttotzdcm er größere Dimensionen angenommen halte. Die Kellner sind von den Fcstwirchcn engagirt und weder das Wirthschaftscomid' noch ein andcrcS Eomit»' hat mit ocnfclben etwas zu thnu. Sie sind auf einen Taglohn uon 1 ft. cingegan» gen, außer diesem erhalten sie Kost und SchlafMtc. Mit diesen Bcoinguugen waren sie zufrieden. Wahr ist, daß Kost nud Lagerstätten in den ersteren Tagen schlecht waren. Für die Verbesserung haben die betreffenden Comites gesorgt und am gestrigen Tage erklärten sich die Kellner selbst mit der Kost zufrieden. Das Central-comitl- hat gestern in Berücksichtigung aller Verhältnisse den Beschluß gefaßt, den Strikes ein Ende zu machcu und alle Kcllucr. die sich nicht sofort mit ihrem Lohnc zufrieden erklären werden, zu entlassen. Dagegen wird das Eomitt' für gnte Bcköstignng dcr Kellner Sorge tragen. Die KcUncrfragc wird hoffentlich damit erledigt scin. Seit gcüern haben auch die Fcstwirthc, gegen die viele berechtigte Klagen auftauchten, sich zusammengenommen und das Essen wurde ciustimmig für gut erklärt. Das gestrige Bankett verlief in heiterer uud freudiger Stimmung. Tic Toaftc wnrden fümmtlich mit Inbcl aufgeuoinmcn. Dcr Reigen derselben eröffnet Rcichörathöabgcord-netcr Dr. K nran d a, dessen Toast auf das Vaterland mit ungeheuerem Jubel aufgcuommen wurde. Mit der ihm innewohnenden, fast nbcrbranfcndcn jugendlichen Wärme des Vortrageö sprach Dr. Kuranda, als Abgeordneter aus Wicn, zu den deutschen Schützen und schll dcrtc ihnen in wenigen klaren und gefühlten Worten die Empfindungen, die den Oestcrreichcr, den Wiener durchziehen, wenn er Nachts vom Schützenfeste heimkehrend, in Wchmuth seines gegenwärtigen Verhältnisses zu Deutschland gedenkt. Nach ihm sprach Hcdinger aus Schwy;, ein Sftre-eher mit einem in dcr ganzen Halle vernehmbaren Organ, einen Toast auf Wien. Eine in dcö Wortes bester Bedeutung gemüthliche Stimmnng rief ein Tiroler hervor, im schlichten Klcidc eines Landmanncs. Tcin Aussehen würde eher darauf hindeuten, daß er draußen anf dem Felde bcsfer zu Hause sei, als hier auf der Redncrbühne, der Mann sprach „von dcr Leber weg" und er erzielte mit scincm linprovisirtcn Trinkspruch cincn weil größeren Erfolg als mancher „Studierte" , dcr feinen Toast viele Tage vorher aufgesetzt nnd auswendig gelernt hat. Er jagte cs gleich im vorhinein, daß man von ihm keine wohlgcsetztc Rcdc erwarten könne, denn er habe keine andere Schule besucht, als die Volksschule in Tirol, aber es liege ihm ob, im Namen scincr Lands-lcute den Oestcrrcichcrn den Hündcdruck zu überbringen. „Im Jahre 1862, sagte unter andcmu Herr He-chcnblaigncr, Gastwirth ans Kufstcin, war ich in Frankfurt nnd dort wnrdc auch vicl über ciu cinigcs Deutschland gesprochen, nud anf ein cinigcs Dcutschlaud gc-trnnkcn. Wcnigc Jahre darauf standcn sich die deutschen Brüder feindlich gegenüber und Deutsche kämpften gegen Deutsche. Dann nach Beendigung des Krieges hieß cS: Prcnßen, das preußische Volt habe gesiegt. Es ist nicht wahr, nicht das Volk, die Regicruug hat gcsicgt! (Beifall.) Das Volk sicgt uur daun, wcnn dnrch dcn Sieg cin cinigcs Deutschland entsteht. Das wollen wir alle, auch wir Tiroler, und als Tiroler Landmann bringe ich dem einigen Dcntschland ein Hoch." Sc. Majestät dcr Kaiser wird heute Nachmittags halb 6 Uhr auf dem Fcstftlatze erwartet. Am Haupt-cingange znr Fcsthallc erwartet das Ecntralcomit«' Se. Majestät und begrüßt ihn der Präsident Dr. «opp mit einer Ansprache. Hicranf stellt Dr. Kopp die Mitglieder des Bnndcspräsidinms nnd die Ovmännncr und dic Obmann-Stellucrtrcter sämmtlicher Eomit< s Sr. Majestät vor. Dcr Kaiscr besichtigt hieranf die Feslhallc nnd die Küche, wo Sc. Majestät von dem Wirthschafts-comitt' empfangen wird und Erfrischungen crcdcnzt wcr-dcn. Von dcr Festhalte begibt sich Sc. Majestät unter Vorantritt der Comimnitgliedcr in dcn Gabcntcmpcl. dann in dcn Ir.dustricbaznr und von da in die Schicß-halle, wo das Schicßeonnt«' Se, Majestät erwartet. Sc. Majestät besichtigt sodann sämmtliche Schießstände und wird auf die Indnslricschcibc cincn Schuß thnn. Hicranf verläßt Se. Majestät per Wagen den Festplatz. Das Programm des heutigen Tages ist cin sehr reichhaltiges. Vormittag findet die Sitzuug dcs Gcsammt-ausschusses, Nachmittags große Militärploductiou und Abcuds Feuerwerk statt, in dessen Schlutzfrontc 1600 Rateten in einer Fcnergarbc abgebrannt werden. Aus Leipzig ist bereits telegraphisch die Mclduug eingetroffen, daß sich die Stadt bc.cit erklärt, das nächste deutsche Schützenfest in Leipzig zu feiern. Die Fechtacadcmie, welche dcr Wiener Männer. Turnverein gestern Nachmittags in der Festhalle veran- staltete, wurde mit einem „Schnlhauen in Colonncn" eröffnet, an dem 40 Fechter thcilnahmcn. Diefem folgte cin „Manschctlfcchten" von zehn Paaren, dann Stoß-fcchtcn in französischer nnd deutscher Mauicr, Assaurs mit dem Stoßrappicr, Säbcl-Assauls, Bajonnettircn und Schlagcrpaulen ^verhängt), Sämmtliche Fcchtartcn wnr-dcn mit Präcision ausgcfühlt und wurde dcn Thcil-nehmcrn von dcn zalilrcich anwefrndcn Amatenrs lebhafter Beifall zn Theil. Bcfondcrcs Intcresfe boten ^vci Knaben im Alter von 8 und 10 Jahren, die mit Gewandtheit und Gelenkigkeit mehrere Gange im Stoß-fechten machten. Dic Theilnahme an dem Schießen mehrt sich mit jedem Tage. Iu der Schicßhallc war gestern der Andrang von Schützen wieder sehr groß. Die Tiroler Schützen schießen mit anßcroroentlichcm Fleiße. Die mitgctommcncn Schützencapellcn machen in Wien ganz gute Geschäfte. — Die Schnhcngäste. welche eben nicht schicßen, sicht man in allen Theilen dcr Stadt und Vorstädte die Knnst- und Industrieschätze und die — Bicr^ nnd Weinkeller bewundern. Die täglichen Belagerungen dcs Esztcrhazy-KcllcrS bieten um die Mittagszeit cine lebendiges, anregendes Bild. Der Keller sowie der ganzc Hof nnd die anstoßende Gasse sind slctö mit Gästen, dic ihre Weingläser theils stehend, theils auf Vänkchcn und Ecksteinen sitzend, lccrcn, gefüllt. Die kaiserlichen wissenschaftlichen Eabincte sind stets von Nengicrigcn überfüllt. Dcr Schönbrunncr Garlcn ist jctzt während des Schützenfestes täglich sehr zahlreich von den fremden Gästen bcfucht, welche dcn Anlagen, Statuen, Baulichkeiten und dcr Menagerie die grüßte Bewunderung zollen. Oesterreich. V3irn, 30. Inli. (Sc. Majestät dcr Kaiscr) erschien hcnte in Begleitung Hohenlohe's auf dem S chü tz c nfcstp latz uud wurde uon donnernden Hoch's empfangen. Derselbe trank in dcr Festhalle au^f das Wohl aller Schützen, besichtigte die Localitätcn, vcr-weilte längere Zeit in dcr Schicßhalle und wurde überall begeistert begrüßt. Uuslclnd. Paris, 29. Juli, (Ueber die Zolleini' gung Frankreichs.) Dcr „Eonslitutionncl," von der Zollcinignng Frankreichs, Belgiens und Hollands sprechend, sagt, er habe nicht dic Gerüchte über dlc Eom-dinatiouen zu prüfen, deren Existenz durch nichts bewiesen werde. Er bemerkt aus Anlaß dcr IntelpcllaNon Oway's im englischen Unterhausc über die fraglichen Gerüchte, daß die unentschlossene Poliuk Englands mcl bei« getragen habe, die territoriale uud volttlsche Umgeslal-tnng in emcm Theile Europa's herbeizuführen. Sollte ctwa, fragt der „Constitutiunncl," dic IutcrpcllaNon Oway's das Symptom einer Wandlnng in der cngli» schen Politik fein? In diesem Falle, hoffen wir, werde England dcn ersten Act seines Wicdcrcrscneincns auf der europäischen Scene reiflich erwägen und prüfen, ov nicht die vergangenen Ereignisse, die cs durch scm Schweigen mit scincr stilljchwclgcndcn Billigung gcdcckt hat, cme ganz nenc Ordnnng dcr Dingc hcrbclgcsüyrt ha!icn, deren Entwicklnng mau nicht könne aufhalten wollen ohne gegen die Ursache cincn Rückschlag zu üben, welche sie veranlaßt hat. Hagesnenigkeiten. — Sc. Maj,slät der Kaiser Ferdinand liaben zur Nlstauriluug 5ci Filialtncke in Adcrssa, Fraction dei islri-scheu P>alie Torre, 400 sl. zu spenden geruht. — Se. Maj,slät dcr Kaiser von Nuhland traf am 28. d. Morgens i» Vellin rin. juhr vom Balin« l,ofe fofort auf der VecbmdlmMaliu nach drm auhaltischen Vahnuose weit-r. trank dasllbjl Kaffee und ss^' dann mit Erlrazug die Ncis.- nuch K'ssincl^n fort. Ein ofsici.ller Empfang fand auf Wunjck Er. Maji'äät nickt st^,lt. — (Militärisches.) Die Militä, commission silr die Ncorganisnung der Aimee bat, wie dem „F,dbl." von verläßlicher Seite milgethtilt wurde, dcreit« mehrere der w.sent-lichften Allmten vollendet. I„ e>slcr Linie soll bereits die Vrojectute G a g e r e gu l i r u n g in dcr Armee im Pnncip uolltommcn ausgearbeitet sein. So vii,'l darüber verlautet, soll tünftiaM der Unterlieutenant 000 ft., d.r One,lieutenant 800 st., der Hauptman,, 1200 fl. Gaqe beziehen -die bisoer beftanoene ^darge der U,Ue>lientcnants und Hauptleutc zweiier Classe wir» aanz ausardobe,,. Glcickzeilig aber soll nnt dieser Ga^eregullrung der Weqiall der dlsber lür die Osficiere besiandrnen anderweitigen Gebübren eintrc« t(N. Eö wird künftig d n subalternen 3)ff'cieren daö bisher bem'ssene Holz sül die W>nt>lmoriatc nicht mehr zulommen, cdei'jo soll der bisher !yjum>s»rle Oss c'er?di, ner jllr alle Tfficiere, aushüren und auch d«s diöber bemessene Ofsiciels» Quailiergeld reducitt. respective die Quartici-Competenz ge« jchmülelt werden. Im Emllange mit dieser Gagesegulirung soll auch das Pensionsnormale ein'qe A^änderunaen erleiden; es soll nämlich lünjlia. die Pensionö>bem.ssung nicht mehr Nach dcn Qmnquenuien, sondern nach der entsprechenden Quote jedes Quinquenniums der zu>iK5a.el>a,tndc ist. Nach einigen unwesentlichst, Debatten wurde folgender Antrag fast einstimmig angenommen: Die Versammlung wählt ein Co« mill', bestehend aus fünf Mitgliedern. Dieses Comitt' hat den Auftrag, die nothwendigen angetragenen Musikinstrumente die dazu gehörigen Gerüche und brauchbaren Musikalien vom hiesigen löblichen l. t. Artillerie-Regimentc sogleich anzuschaffen, sowie auch alles nothwendige zu veranlasse», damit die Musitcapelle ehestens inb Leben trete. Zum Schlüsse wurden zu Comit<''mitgliedern per Acclamation gewählt die Herren: Peter Kosler, Mathias Gregoric, Eouard Pour, Paul Stale und Josef Negali. — (Zur Schulrevue) liegen uns nun auch die Programme des t. t. Obergymnasmmö und der l. t. Ober-realschule vor. Beide enthalten wissenschaftliche Aufsätze, u»d zwar das erstere: Beitrag zur Zerlegung gebrochener rationaler Functionen in Partialbrüche, von Professor Ioh. Nejedli, und: lj<>5I<> i/ X!><^!<> in ll«k m>'<'lj>l< ^> >.j «lvol'jlo. ^l'i^ul i»'s»l'. 8lili»l': und das letztere: Ueber die Saftbewegung in den Pflanzen, von Fr. Wastler, und außerdem die gewöhnlichen Schul-nachsichten. Wir entnehmen aus denselben: 1. Bezüglich t>e? Obcrgymnasiums i dasselbe zählte im Schuljahr 18L6, 557 Schüler, von denen der Religion nach 550 Katholiken, 1 Evangelisch: der Nationalität nach 472 Slovencn, 84 Deutsche, 1 Croat waren. An Stipendien bezogen die Studierenden des Obergymnasiums im l. I. 7297 fl. 90 kr. Der Gymnasial'Unterstühungsfond hatte eine Ein« nähme von 2830 fl. 1^. kr. Die eingehobcnen Unterrichts» gllder betrugen 4072 fl. 95 lr. — 2. Bezüglich der t. t. Oberrealschule: Dieselbe zählte im Schuljahre 18L8: 197 Schüler: von denselben waren der Religion nach: Katholische 193. Evangelische 4, der Nationalität nach Slovene» 113, Datsche 03, Italiener 20 und 1 Eroate. An Stipendien genossen die Schüler 41 fl. 45 t. ö. W. Ein Privatuntelslul;ungsverein und die Sparcasse mittelst eines Beitrages per 200 ft., sorgten sür arme Schüler. An Schulgeld gingen ein 1387 st. — (CurIiste) der im Badeorte Töpliz in Unter-train angelommencn Curgä'ste vom 10. bis 30. Juli. Im „Vadliause" : Die Herren: Wilhelm Ogrinz, l. l. Auöcullant, von Ruvolsswerth: Ioh. Babnit, Caplan zu St. Vartolomü: Bernhard Dolenz, Weingartenbcsiker, Franz Schapla, Reali-tütenb.scher, beide von Wippach; Orejöet Pfarrer zu Meichau; Ioh. Schlaffer, Comis, von Laibach; Toussaint Nilter v. Fich-tcnau, Bürgermeister: Pflegrr, (^aslgcbcr mit Gattin, bcioe uon Rudollöwerth' Anton Werbic, Müllermelsler i Lau,r»i!lc V. St. Pächter:c., beide von Oberlaibach. Tann die Frauen: Maria Seifert, Bürgertochter, Alberlilic Tschuber von Otro^, k. l. KreisgelicvtsrathI-Galtin, mit Frl. Tochter; Maria Mechora, Bäckersgattin i Maria Vidiz mit Tochter, sämmlliche uon Ruoolsswert; Caroline Pirz, von Haselbach; Emilic Redic, t. t. Nolarc'galtin, vo» Laibach i M. Elarici, Gütcrinspec-tors Gattin, init Tochlcr, von Bieitenau; Maria Telba, Reolitätenbesiftelin, v. Loitscb: Elisabeth Paima, Beamtens-willwe, mit Magd und N»sse„, von Mlling - L. Blasic, t. t. Beaiutenstochler, vo» Laibach; Iosesiüc Sniberöic, P'ivate, von Illyi.-Feistriz; Äaricla Maii^chuli, von Udinc. — Im Gasldausc „zum Adltl" die H^ire»: Simon Wut, vo» Villach : Ioh. Wlinleln von S^mic', Joses Verdcrber, Lodeüfabritaot, uon Ncsjcltvu!: Georg Samme, uon Lai-bach: Fll. Kalifler mit Diciulin, von Tri.st. - Im Gast-hause „znr Post" die Herren: Michael Lilrt und Johann ztramcisic, beide von Eernemdl. — In Priuatwohnuogeu: Frau Maria Mar, iiausmannöwilwc, mit Nichte, Herr Georg Kobelic, mi: Gemahliu, beide uo» Ruüoliswetth. — Im Gajlhause „zum Röbl" die Herren: Ioh. Rabic, Gastgeber, von Lalbach' Gosrooaric. mit Gallin und Tochter, vo» Weinitz. Zusamme» : 120 Cur^ä'tc und 418 vom Lande. Einssesoüdet. In der „Laibacher Zeitung" vom 24. Juni d. I. Nr. 143 war zu I>sen, baß der Schattenzeiger a» err üiin» 1823 Uom Professor Frank genau gezeichneten Sonnenuhl auf der St. Ialoder ^irchrnwaod giwmonijch richiig gestalt wurde, da er aus der genaucn Richtung, durch mehrm^li^ Uebertünchcn und Reparatur der Außenwäode, gedrückt worden ist. Dafür wird gewch i/drc uconungöllebende Mann dem bochwindigcn aUgcachleten Herr» Pfarrer uon St. Iatob daoluerpflichlct sein, denn die richtige Zeit ist cine unelläh-liche Bedingung zur leichter,,'!! Einhaltung der Lcbenöordnung. Die schließliche Bemerkung in dieser, das aUgenn'iue Interesse berührenden Angelegeüheit, möge dem Einsender nicht übel gedeutet werden. Eine gute Sonnenuhr isl lind bleibt immerhin die feste Grundlage zur Neguliru-'g der Uhren im allgemeinen- aber vennoch hat auch die Souue hiermfallö ihre o>l uicht unbedeutenden Abweichungen, worüber auch erwähnter Professor Frank, eigens für die Lage Laibachs berechnet, im Laidacbcr Schieibkalender pro 1822 eine genaue Abweichungslabelle beigegeben hat. Es wäre demnach wünschenswert, wenn die St. Ialober Thurmuhr darnach im Gange erhalten würde, wornach sich dann auch die übrigen Stadtuhren richten ließen. Mit heutigem Tag zeigt vi,.' Sonnenuhr schon um 6 Minuten, 3 Secunden zu früh die 12. Mittagsstunde. Laiba ch, den 31. Juli 1808. (f'in Freund der Genauigkeit. Neueste V«st. Wie der „Voh." aus Wien tclcgrafthirt wird, hat Oesterreich in Petersburg nicgci« der Schaustellung russischer Sympathien für die czcchischc Opposition diplomatische Vorstellungen gemacht. Pest, 30. Juli. (Sitzung der Deputir-tentafcl.) Graf Andrassy überreicht die sanctionirtcn Gesetze ülicr die Stcucrcinhclinng, die Hauöstcucr, Pcr-sonalsteucr und Ctcwpcln. Dcr Bcschlnßantrag Aiilc^ tics' wegen einer gegen ihn einzuleitenden Untersuchung anläßlich dcr Belgrader Verschwörung wird mit einer vom Iustizmmister licantragtcn wesentlichen Modification angenommen. Hierauf folgt die General-Dedattc über den Wchrgcsctzcntwurf. Madarasz spricht für seiucn Gegenantrag und Pcrczcl in einer fulminanten Nede für den Gesetzentwurf. Pest, 30. Juli. (Sitzung der Magnaten-tafel.) )iach Verlesung dcr sanctionirten Gesetze uud Zuweisung deS Gesetzes über die Eintommenstcner an die Section wird Deal's Bcschlußantrag wegen dcr Curie angenommen. Pest, 30. Juli. In der heute Nachmittags abge- haltenen Konferenz dcr Deal-Partei beantragte Finanz minister Vonyay die Votirung des Budgets < n I)k>c mit den Modificationcn dcr Finanzcommissiou. Die (5onft' rcnz genehmigte dies. Kissingen, 30. Juli. Dcr Kaiser von Ruh' land ist angekommen. Telegraphisch? Wechsclcourse vom Al, Juli. 5p rc. MetllNia'.i?«! 58.90. — 5>p?rc. Mrtalliqnr^ mil Mai- und !/iol,ember-Zinsk,i59.10.— ^perc, !1la!io!ial Auledeü 03.20. - l^s>>". 2l,l^,löc,',l che!' 87.10. — Vantactis:, 735i. - «lredilücilrn iil5'.^<' — ^ondun 113.20. — Gilbrr III 25 — K. l Dmntm 5,39. Handel und MKswirtlj schaftliches, l5oconsernte. Die Nachnchlcu, welche allscillg in W" lrüff dcr hcuvigcu Coconöerntc auo Iialien und Fraulrrich cin' laulieu. sind nicht giinstig. Die gewonnenen Eocäns der heurigen Huchll'n dieser Bänder enthalten weniger Seide, als iu nnde-ren Ialircu; daher tomntt cc<, daß man nach Angaben italic»!-scher Züchter, hrner ungefähv l8 Kilu^raiüin italienischer Cocons ;n eincin Kilo^ramiü roher Seide branch!, während hiczn in a»-dercu Jahren 10 — 12 .^ilugramm Cocons fienilgtrn. In Mai' land wurden heuer die Cocons, je nach ihrer Qualität, ;u <> di« !»'/, Frctl, p^r Kilogramm bezahlt, wa« sich auf ca. 1 sl 80 bis ^»<» fr, pr, W.'Psd. calculirt; dieser Preiö ssaü filr halbgetroct' n>'k Cocons, während dii- ssetlocknelen li.'i nns einen Preis uoü mindestens 2 fl. ^0 fr. bis 5, fl. cr;ieli>n dürften. Selbst die Qnantität, die zu Marltc lain, war im Vcrhcilinissc ;n andi'Mi Jahren sehr gering. Die Preise dcr Seide sind in Folge dessc» »ehr gestiegen. Diese Ums.ände sind filr unseren erst beginneuocil Seidenbau mir als willkommen .,„ betrachten, denn inisere Sei dsnranpenzilchter werden nnn eine grössere Vntschädiauna ihnl Üililhe ;n hoffen haben. Verstorbene. Den 2-l, Juli, Pasquale Pisani, Harfenist, alt 31 Jahr.', im Cmilspital an der Gehirnentzündung. Den 2 5. Juli. Johann Klcmeniit, Inwohner, all W Jahre, im Ciuilsftital am Durchsallc. - VartholomiM Tnrc-ic, Taglöhncr. alt 38 Jahre, im Civilspilal au dcr Eullras' tnng. - Maria ^oicuar, Inwohnerin, alt 73 Jahre im Civil-spital ail Altersschwäche. D l- u ^ 0. I u l i Dem Herrn Eduard WicSler, k t 3an-de5ger!chtüofflc,al, scine Gattin Anna, alt 26 Jahre, in der Slüdl Nr. 206, nm svi'Iiu.^ !!t»^lo»mil>I!>i, Dcn27. Juli. Antonia Toncina, Inwohnerilwitwe all 65. iu dcr Stadt Nr. W, am Lungcublutsturze. — Nlaria M°r' kouic. Inwohnerin, alt 4:'. Ialire. im Civilspital an der Cntlräf !nng. - Iakod K.cmar, Laibachrr Findling, alt 1 Monat, in dn' Polanauorsladt Nr. 51, an Schwache. Den 2l», Juli. Herr Rudolf Cargniatli, pens. l. t. Be' znlsamtS-Nanzlist. alt «5 Jahre, in der Kratauoorstadt Nr. 73, am ,Hchrficbcr. — Dem Herrn Valentin Roic. Gärtner und Hausbesitzer, sein Kind Anna, nothgrtauft, iu dcr Karlslädtcrvor Üadt Nr. 25, todt geboren, in Folge ciner schweren Geburt. ^ Agnc« Lulanc, Äcdiencrin, alt 44 Jahre, im Civilspital am or' gunisä'cn Herzfehler. Dcn 3 0. Iul i. Franz Rudrsch. gcwrscucr Diurnist. al< 25. Jahre, im Civilspital an dcr Ritäenmarlschwindsucht. Matthäus Floriancic, Inwohner, alt 51 Jahre, im Livilspit"! an Entartung der Unterleibsorganr. — Den/ Bartholoinan? Troutel, Orbstler, sriu Kind Johanna, alt 2 Jahre, in der Hrn^ deczlyvorsladt Nr. 27, an der Abzehrung. Augekommene Fremde. Am 2s». Juli. 2tat)t 5wien. Die Herren: Schiwizhofcii, t. l. Statthalters Nalh. von Stein. — Crosatti, von Tricst, — Blahna, vo» Rcisniz, —. Trafoycr. vu» Durnbirn. — Goder, von l?e>t" berg Capla. von Wipftach. — Ehrnircich. von Ponovic. -. Dolcnz, Ue'N Vulganen. — Baronin Vranyczanl). v°" Finmc Elefant. Dic Hrrrcu: Schcga, k l. Vczirlörichter. — P"-schern, von Trieft. — Üandan, von Haruz. — Gcrcar, vo» Hrmouicc. Baron, V0u Graz. ^azar und Araycr, vo» .ftssrlbach — Pio uud Horvat. von Waraodin - Erschc«, von Tricst. ^, ^. r, ^l ^. '^'^ "^ , II l^ ...« ^Z^ n, - - "5 H 6 U. Mg. 3254.25 Silber-Aulehrn von 1864 . . 69.- - 70.— Silberanl.1865 (Frcs.) rüclzahld. in 37 I. zu 5 pCt. sur l00 fl. 72.- 72.50 Nat.-Anl.mit Iäli,°<5oup. zu5°/„ 63.20 63.30 „ „ „ Apr.-Eoup. .. 5 „ 63.-- «320 Metalliques . . . . „ 5 „ 58.75 5N,90 detto mit Mai-Loilp. „ 5 „ 59.— 59.l0 detto.....„ 4j„ 5250 5275 Mit Verlos, v. 1.1839 . . , 170 50 171.50 „ „ „ 1854 . . . 78.- 78 50 „ « „ I860zu500fl. 87.10 87 20 „ „ ^ „ 1860 „ 100 „ f<6 25 96.75 .. „ „ 1864 „100 ,. 97. 0 97,70 6ümo'Rentensch. zu 42 l.. uu«t. 24 — 24.50 Domaineu 5perc. iu Silber 105.55 105.75 ft. der Kronländer (für 100 ft.) Gr.-Entl.-Oblig. Nirderöflerreich . ^1 5°/, 86.- 86.25 ^>herösterreich . > » 5 „ 88.— 89.- Geld Wanre Salzburg .... zu 57« 87. - 88.- Biihmcn .... „ 5 „ 92.- 92.50 Mähreu .... „5 „ 88.5.0 89.- Schlesien ... „ 5 „ 88.50 89-50 Stelermart ... „ b „ 8?.— 88.— Ungarn.....„ 5 „ 76.50 77. - Temeser-Vanat . . „ 5 ,. 7^.50 74.25 Croatien uud Slavonien „ 5 „ 76.— 77.__ Galizim .... „ 5 „ 66.50 6?.— Siebenbürgeu ... „ 5 „ 70.25 70.75 Bulovina .... „ 5 „ 66.25 66.75 Ung. m. d. V.-E. 1867 ., 5 ,. 73.— 7^.50 Tem.N. m. d.V.-E. 1867 „ 5 „ 7^.50 72.75 Actien ipr. Stück), Nlltioualbaul...... 73«i.— 738 — Kaiser Fcrdiuands-Nordbahn zu1000fl.ö. W.....1870.—1873" Kredit-Anstalt zu 200 fl. 0. W. 214.40 214.60 N.ü.Escom.-Ges.zv500si.ü.W. 636.— «38.— StatScisenb.'Gcs. zu 200 fi.EM. oder 500 Fr...... 252 30 252..">0 Kais. Ais. Bahn zu 200 sl. CM. 165.— l«5 50 Slld.-uordd.Aer.-B.200.. „ 151.50 151.75 l3ltd.St.-,l.-vl>n.u.z..t.E.200si. 181.— 181.25 Geld Waare Gal.Kar>-l!ud.-V. z. 200 fl.EM. 210.— 210.50 Böhm. Wcstdahu zu 200 fl. . 154.25 154.75 Ocst.Don.-Dampfsch.-Gcs.«-« 54:-l.— 544.— Oesterreich, ^lohd iu Tricst Z I 241.— 243.— Wim.Dampfm.-Actg. . . . 390.— ^(,0.— Pcstcr Kcttcnbrückc .... 438.— -442.— A:iglo-Austria-Ban! zu 200 si. 164,50 165.— Lemuerg Czeruowiljer Acticn . 1^8.-186.50 Aersicher.-Gcscllschaft Donau . 253- 258.- Pfandbriefe (für 100 fl.) National- » baul auf > vcrlotlbar zu 5"/ 9ft — l»8.30 C. M. 1 Nlltionalb.llnfö.W. verleb. 5,. 93.4« 9360 Ung. V°d.-Ercd..'Anst. zu 5'/, „ 92.25 92.50 Allg. öft, V°deil-Ercdit-?luftal< ucrlosbar zu 5"/„ iu Silber 100.50 101,— Lose (pr. Gtült.) Ered.-A.f.H.u.G.z.100fl.ä.W. 137.— 137.^0 Don.'Dmpfsch'G.z.100fl.LM, 94.75 95 25 Stlldtgem. i^ssn „ 40 ,. ü. W. 33.- 34.- Esteryazy zu 40 fl. TM. —.— 172.— Salm „ 40 „ ,. . 38.50 39.50 Geld M°" Palffv zu 40 fl. CM. 35 50 !<^ Elary .. 40 .. ,. . —— ^'^ Sl. Gcnois .. 40 „ „ . 32 50 ^' . Windischgrätz „ 20 „ „ . 20. - ^. ^ Waldstciü „ 20 „ „ . 215" "5^ Keglcvich „ 10 „ „ . 15.50 l^ Rudolf-Stiftung 10 „ „ . 14.75 1"" Wechsel. (3 Monath Augsburg filr 100 fl sildd. W. 94 50 ^'^ Fraiilfurt a.M. 100 fl. detlo 94.70 ^ Hamburg, für 100 Marl Baulo 8^ 60 ^'-5 ^.'oudoll für 10 Pf. Sterling . N3 65 ^> ^ Paris sür 100 Franlö . . . 43.15 "' EourS der Geldsovte« ^, ./ Maare Gell. "^ .., ft. K. Münz-Ducateii . 5 fl. 41'lr. ^ st-^ ,. Napoleousd'or . . 9 „ 8 « ^ " 31 " Rufs. Imperials . 9 „ 30 ,. " ,< ^ , Vereiusthalrr . . 1 „ 67;,. ^ " 7.5 " Silber . . 111 „ 50 ,. Hl " ^ Kraiuische Gruudrutlallungs - Obligatw"«' _ UlUnot.ruull.: 86.50 Geld, 90 W"" »