Hummer 13. U* 80. Mär, 1902. XIII. I«tzr§»»S PettauerZeitnng. Erscheint jeden Sonnes». Drei» für Jetten mit Anstellung ini Hau«: MmuUtich 80 h. vierteljährig K 2 40, haldjSdrig K 4.80, gonzjähri« K S—. mit Postversendung im Inland«: MonaUich 85 h, vierteljährig K £.60, halbährrg K ö.—, gantjährig K 9.SO. — Einzelne Stummem 20 h. Handschriften tarrWn licht ^nrüitge^elll, fsUnMfnagen billigst berrchaet — Beiträge find erwünscht und «olle» längsten« b>« Freitag jeder Woche eingesandt werden. „Vergnügte Osterferien." .Der Her? Ministerpräsident Dr. v. Sö tbtr u»d die M,»ister Barou SpenS-Boode», Böhm-Bawerk und Freiherr v. Soll folgten in jichtli-cher Erregung der Scene und verließe» bald den Saal." — —.Der Ar« dauert fort. Der Schrift-führer verliest ».^tzdem den Eislauf und nach einigen Augenblicken verläßt da» Präsidium schleunigst den Saal, nachdem <» den Abgeordneten, noch vorher .angenehme vergnügte Oster« serie»" gewünscht hatte, wie der officielle Bericht sagt. Gehört hat de» Wunsch niemand — So berichieu die ganz und halbregieruna«. freundlichen Wiener Blätter über die letzte Si» tzuug de« Abgeordneten Hause« vor Osten,, in welcher die Resolut»» de« A geordneten Grasen Stürgkh, dahingehend, daß die sloveuischeu Parallel-Stafseu an Gymiiafiu» Eilli aufzulassen und dafür ein vollständig«» slovenische« Untergymuasium in Mar» bürg zu errichte» sei, mit einer Mehrheit von 33 Stimmen abgelehüt worden ist. Ba« diese» 83 Stimme» gehörten: 1 dem polnischen La»d««an»mil>ister Pieutak, 24 de» Elericalm. IS de« Italienern uud 10 den So-cialdeoiokraten. Diese Mehrheit ist geradezu i» ihrer Zusammensetzung ei» ltaicum. Clericale und Socialdemokrat?» mit den »atioualen Italiener» und dazu ei» puu unparteiischer Minister thun sich in rührender Ein-mütigkeit zusammen, um die Resolution Stürgkh zum Falle zu bringen. die deu wilden Kampf an der Sprachgrenze in Steiermark mildern, und d« deiche« SfaH Eilli NKuigft«»« die Gewähr Unpolitisches. —.Der Teufel hole da« Parlament l . . . .Rufen Siemichzur Ordnung. Herr Präsideut!" — rief ein d«utsch«>alio»aler Abgeordneter in höch-ster Entrüstung über die Abstimmung betreff« .Eilli". - Der Wunsch war so aufrichtig daß Herr U r i a» sofort einspannen ließ uud sich von seiner Großmutter verabschiedete, um da« bril-taute Geschäft möglichst bald abzuschließen, ehe da« hohe Hau« in die Osterferien ging. Aber die .alte Schlange' schüttelte mißbilligend den Kops u»d jagte mit ihrem alten satanische» Lächeta: .Echauffiere Dich nicht, mein Herze»«ju»ge, denn da« Geschäft wäre das schlechteste, welche« du je gemacht hast. Wo willst du denn zum Beispiel die .Schwarzen" unter» bringen, nachdem in der Abtheilung für H e u ch-l e r schon längst je drei aus einem Roste liegen, der blo« für eine» gemacht ist? — Willst du sie etwa alle in den 10. ffrei« stecken zu Ijcha-rioth und Ephiatte«? Ich warne dich vor solcher Unvorsichtigkeit, denn der Srei« ist viel zu Nein und sie würden sich, wie die Schnecken über den Topsroad. in andere Kreise schmuggeln und unter der besseren Gesellschaft der verdammten eine Entrüstung hervorrufen. d«e am Ende z» Au«jchreitu»ge» führen würde. — Lieber nicht! Wo willst du denn die .Roten" einquar- sichern sollte, daß sie nicht mehr in die Lage komme, ihre deutschen Bürger vor Mord und Todfchlag, ihre deutschen Fraue» und Mädchen :ot unflätigen Beschimpfungen fanatisirter Horde» zu schützen. ansialt sich der ruhigen Arbeit zur Entwicklung der Stadt und de« Wohlstände« der Bürger widmen zu können. — Die Rechnung de« Ministerpräsidente», in welch» die Langmut der deutschnationalen Parteien de» wichtigste» Factor bildete, war falsch. Die Langmut der Deutschen galt nicht der Regierung sondern der .Arbeitsfähigkeit de« Parlamente»," der einzigen Stütze de« Ministe-rium« Körber. Fällt diese, da»» sind die Tage der Regierung auch g,-zählt. — Uud Herr v. Kör der bürste diese Ostern am wenigsten vergnügt zubringt»; denn der mit ele» mentarer Gewalt lo«breche»de Sturm de« Zor-»e« und der Entrüstung der Deutschen noch der Abstimmung dürste ihn belehrt habe», daß e« »u» mit der Arbeittsähjgkeit de« Parlamente« zu Ende sei uud der Ruf des Abgeordneten Berger: .Hoch die deutschen Habsburger! — Der Teufel hole das Parlament!" — dürste ihn weiter» darüber d»» GewißhchW^gcheu, daß auch seine Drohung mit dem Staatsstreiche den Deutschen vollständig Schnuppe sei. Über den Berrat der Elericalen, die im Budgets u»schuffe für und im Plenum gegen .Eilli" stimmten, auch nur ein Wort zu verlieren, ist überflüssig; der Wortbruch ist ihnen zur zweiten Natur geworden, uud um da» Berauü» gen. den Deutsche» Oesterreich» wehe zu thun, verbrüdern sie sich auch mit den Socialde-mokraten, ihren Todfeinden. Der Racheakt der Italiemr wird erst später tieren, frage ich, «ein Goldsöhuchen? Im Kreise der .Gewalttätigen" würde man sie nicht dulde», deu» dort sind blo« lauter Bornehme uut-rge» bracht, Leute die einen Namen haben in der Ge» schichte uud aus Leistungen zurückblicken können, gegen welche die der Anarchisten uud Nihilisten stumpssinnige» Thu» ist. Man würde dort wenig Federlese»« mit den Roten machen und sie vor die Thüre setz,», nachdem sie von den Strickerinn?» de« Jahrganges 1792 und den .Petrvleusen" der Eommune 1871 windelweich geprügelt worden sind. Du kannst nicht überall sein, um Zucht uud Ordnung zu halten! — Lieber nicht. — Mit deu .Schwarz Rotea" ist nicht viel ta«; die lasse lieber »och oben, bi« der neue AdaptierungSbau für die .Dummheit" fertig ist. Du kannst sie dann als Pech- und Schweselträ-gec verwenden. Wo« den Rest betrifft, so ist meine Mei-nung: du suchst dir erst die Intelligentesten uuter deinen Teufel» aus und schickst sie in die ver-jchiedeven nationalen Schule», damit sie die betreffenden Sprachen lerne», den» wenn dieser Rest der Anderssprachige» plötzlich am Styx einträfe und bei Eharon ihr Nationale abgeben müßte, würd« sich kein Teufel in dem Aauder» welsch zurechtfinden. Also lasse deine Falben wieder abschirren, bleibe daheim und schau lieber, daß die Sepa- seine Früchte tragen und die Welscher werden diesen Berrat an den Deutschen bitterer bereuen, al» die Deutschen ihren Wortbruch empfinden. Bleivt »och der polnische Land«ma»nmi-»lister. Wenn die Regierung sich in der nächsten Zeit unter der Anklage der Deutschen, daß sie die Hauptschuld an dem Falle der Resolution Stürgkh treffe, noch so sehr winden uud drehen wird, um diese Anklage zu entkräften, den Name» : Pientat wird sie au» der bunten Mehrheit der 33 Stimmen von Elericalen. Socialdemokraten und Welsche» nicht mehr au»radieren können? Uud da» genügt! — .Berguügte Osterferien!' Nun. da« Präsidium de« hohen Hause« wird bald einsehen, daß die deutschen Parteien die Osterferien dazu denütze» werde», um der Regierung und dem Präsidium eine Mustercollection vo» Kostproben ihre« .Vergnügen«" zu stiften und daß e« vielleicht doch klüger gewesen wäre, da» .bischen Eilli" an« der Belastungsprobe der deutsche» Langmut auszuschalten, denn mit dem Bruch« dieser Langmut geht auch die .Arbeit»-sähigkeit de» Parlamente»" — uud mit dieser noch ganz andere Dinge in die Brüche. Die Bismarckseter deß Pettauer GermanenbundeK „Auf Vorposten" vereinigte am jüngste» Montag eine stattliche Reihe von Verehrern de« deutschen Bvlkshelden und GeisteSriesen BiSmarck. die da erschienen ratcabinette der Abtheilung: .Südafrikanischer Krieg" bald fertig gestellt werden, den» mir schwant, als ob der Erste dieser samosen Gesell-fchaft .Gold-, Diamantenfelder - Räuber- und Massenmörder-Eompagnie" bald einrücken würde. Bcrgiß nicht an dem Tage, al» der Erste ankommt, für die andern Verdammten einen all-gemeinen Ruhetag anzuordnen und deinen Teu-seln einen Ferialtag zu geben, damit sie olle Gelegenheit haben, eine« der größten Scheusale, welche» die Hölle je beherbergen wird, persönlich kennen zu lernen; daß ihn aber ia keiner anredet. denn diese Kerle sind selbst für einen Teu« sel zu schlecht." — Also kann einstweilen der Wunsch des Abgeordneten Berger leider nicht erfüllt werden. E» drängt übrigen» auch noch nicht so sehr, denn nach den Osterseiertagen wird manchem im hohen Haufe fo gründlich eingeheizt werden, daß er doch lieber aus die .vergnügten Osterferien" verzichtet hätte, wärde er geahnt haben, welchen Höllengestank da» .bischen Eilli" aufwirbeln werde. Borsicht ist bie Mutter der Weisheit; deshalb hat die polnische LandSmann-Minister-Exzellenz auch gegen die Auflassung der slorxnischen Parallel» clafsen ,n Eilli gestimmt. Den» da die polnische Land«» monn-Excellenz al« Minister kein Ressort zu ver-walten hat. dürste sie außer ziemlich vielen waren, um den Weihekrauz am Fuße seine« alle Jahrhunderte überdauernden und glänzenden Denk-male« niederzulegen. Der Bere>n»obmann, Herr Buchhalter Han« Kasper gab seiner Freud« darüber beredte» Äu«druck. tine so zahlreiche.' stramme Schaar begrüßen zu können, «»«besondere den Gemeinde-rat mit dem Bürgermeister Herrn Joses Oruig. Herrn Franz Kaiser an der Spitze de« Männer-gesanqvereine», begleichen die Vertreter der heimische» SüdmarkortSgruppen, de« Pettauer und Marburger Turnvereine«, welch letzterer durch die Herren R o t t e » b a ch und Kottnig vertreten war, die anniesenden Träger von Doctor-hüten u. s. w. Vom ReichSratSabgeordnete» Franko Stein war »achm'ttagS eine Drahtnachricht eingelaufen, womit er seine Verhinderung anzeigte, die zuge-sagte Gedenk- und Weihende zu halten und wonach er den Schriftleiter der .Marburger Zeitung' in letzter Stunde ersucht hatte, für ihn einzu« springen. Der Vorsitzende stellt den Festredner. Herrn Norbert Iahn, vor und ersucht, mit Riick-ficht aus die kuize letzterem zu Gebote gestandene Zeit der Vorbereitung um billige Nachsicht i» der Beurteilung. Doch bedürfte e« deren nicht. Herr Schriftleiter Iahn empfahl sich al« außer-ordentlich sattelfester und hinreißender Redner, wie sie nicht alle Tage und allenthalben zu hören sind. Sehr gerne hätten wir an den gleich inhalt«-vollen al« formschönen Ausführungen so uiancheS überflüssige Fremdwort vermißt. Es müsse, führt er au«, bei der Schwer-flüssigkeit alpenländischrn Wesen« geradezu al« eine wunderbare Erscheinung begrüßt werden, daß heutzutage der Name BiSmarck in den entlegensten Alpenthälern mit Ehrfurcht genannt, sein Wesen und Wirken immer mehr erkannt und gewürdigt wird. Die mittelalterlichen Schatten, die bi« 1848 ans der Volksseele lasteten, sind langsam und stetig dem hell erwachenden deutsche» VolkSbewußtsein gewichen. BiSmarck« Werden und Schicksal erinnert einigermaßen an Wallen-stein, denn ,Bo» der Parteien Haß und Gunst getragen schwankt sein Charakterbild ia der Geschichte". Wahrlich, viel Ungerechtigkeit und Haß hat das Urteil Über ih« getrübt. Und das sei bei den andern Völkern erklärlich durch den Neid, einen solchen Titanen nicht besessen zn haben und zn besitzen und selbst die Franzosen gestehen den Wunsch ein, einen solche» VolkShelden Bit-marck zu besitzen. Um so schmerzlicher berührt eS, wenn unsere Staatenlenker der Beschneidung deutschen Ein- Schnorr.Gesuche» und Fecht-Eingaben nicht ge-rade zu viel zu thun haben. Wenn er sich, oder sie sich bei der Abstim-mung .Eilli" an sein, oder ihr Abgeordneten-Mandat erinnerte und .gegen" stimmte, so war diese Borsicht die Mutter derjenigen Weisheit, die da sagt: .e« ist besser, activer Leithammel deS PoleiiclubS zu sein, als ein abgetackelter Minister ohne Portefeuille." Denn daS Portefeuille ist bei einem Schlach-zizen stet« die Hauptsache; und er ist tolerant genug, daß e« ihm ganz Wurst ist. — ob'« der Staat, ein Jude, oder die Bauer» süllen. Nur voll mnß e« sein! Ich kann dem X X .der Tage»post" vom 27. März in ihrem Leitanssatze nur bei-pflichten, wenn der Herr .X X" behauptet, daß die .Eillier Angelegenheit" kein Zufall, sondern abgekartetes Spiel jener höhere» Kreise war, die der festeste» Überzeugung sind, daß eine böhmische Köchi» .Talken" viel besser bäckt al« irgend eine deutsche Hausfrau! ES wäre ungerecht, dir böhmische Köchi» deshalb zur Verantwortung zu ziehen, denn die deutsche Hau«jrau hatte ja das .Dieiistbotenbüchel" in der Hand gehabt und konnte daher leicht vora.i«-sehen, daß thr Marianka im .Dalkenbacken" üoer ist. — Wenn den Deutsche» die .Dalken" ä Ia Eilli" gar zu sehr mit Powidl gefüllt vorkommen, flusseS und der Schmähung de« deutschen Namen« ruhevoll und tatenlos gegenüberstehen. Wien beweist heute noch, daß e« niemal« ein Verständnis für de« deutschen Volke« Machtstellung und Bedürfnisse lp Oesterreich hatte. So hatte Bis-marck mit dem Uuversländui» seiner großen Ge-danken zu kämpfen und »ach guter Sitte frumber deutscher Landsknechte griff er zum gute», treuen Schwerte, um da« Hochziel der Einigung de« deutschen Volke» zu erkämpfe«. Es hat da» Blut und Schmerzen gekostet, aber eS mußte um der Gesundung deS gefammte» deutsche» Volke» willen fein. Es war schmerzlich für un» deutsche Ost-märkler, daß um der Ausrichtung und Einigung der deutschen BundeSstaatcn willen die Ab-stoßung de» römisch-deutsche» Schädling«, die LoSlösuiig deS von jesuitischen Einflüsse» getränkten österreichischen Bodens vom machtvoll geschaffenen deutschen Ringe erfolgen mußte. Noch waren die KriegSlieder in Dänenmark 1864 nicht verklungen, kaum daS Daiinewerk vom preußischen Heere Über-schritten, noch war kaum der schmerzlich« Bruder» krieg 1866 beendet, als der treue Wächter der deutsche» Grenzen abermal« die Trompeten schmettern lassen mußte, zum Kampfe gegen den gallisch-katholischen Erbfeind, den Franzose». Wie habe der Batirau mit Schadenfreude dem ungleiche» Kampfe entgegengesehen und sich im voran« de» niedergerungene» Deutschtums gefreut! Die Auf-stellung de» Unfehlbarkeitsdogma« zweck« Macht-erweiterung de» Vatikane» geschah bereit» ans Rechnung der sicher scheinenden deutschen Niederlage. Doch deutsche» SiegeSgeläute störte diese Träume. E» hatte nichte genützt, daß sich der Papst mit Napoleon in Verbindung gesetzt hatte, dem verhaßten Deutschen den Rest zu geben. Schlacht auf Schlacht erfolgte und strahlend dringt der Glanz der wieder gewonnenen deutschen Kaiserkrone von der Alpenwand zum Meere. .E» liegt eine Krone im tiefen Rhein" — BiSmarck hat sie mit tiefem Griffe herausgeholt. So hat BiSmarck gerächt, wa« welsche Nieder-tracht an deutschem Eigentum gesündigt hatte. Hätte er nichts anderes gethan, um alle Stämme zusammenzuschmieden, als die nenerglänzende Kaiserkrone auf daS greife Königs Haupt zu drücken, müßten ihn noch ferne Geschlechter preisen, gleich einem Dietrich von Bern, dim Recke» deutscher Heldensagen. Aber nicht geringer war sein Verdienst al« Ordner und Lenker der Dinge in den inneren Staatsangelegenheiten. Auch al» solcher war er ein Held, der Wirkungen erzielte, die wir heute »och bewundern und anstaunen müssen. na. dann setzt man die Ceaka holka einfach in'» Freie und überläßt r» ihren Gefreiten, sie darüber zu trösten. — Wa« da« „Trösten" anbelangt, so werden die Elericalen: .gegen". — Herrn Schönerer dafür, ganz inwendig sich zu tiefem Danke ver-pflichtet sühlen, daß er ihnen gerade zur rechten Zeit: .Heil dte Hohenzollern!' — zurief. Er hat ihnen damit den allergrößten Ge-fallen gethan, denn heute können sie ihren deutsche» Wählern sagen: .Ra also! — Sollten wir mit diesen .Prenßenseuchlerii' zusammen für .Eilli' stimmen, — da« könnt ihr von guten Oesterreichern denn doch nicht verlangen! — Diese Hohenzollern sind Lutheraner, also Ketzer, und die Ketzer wurden schon im Mittel-alter von Peter Arbuez und andern heiligen Männern — verbrannt! Die Ketzer und ihre Anhänger! — Sollten wir un» etwa, wenn auch nur in efligie auch verbrennen lassen? Da» könnt ihr um die lumpigen zehn Gulden Taglohn, die man un» zahlt, nicht verlangen!" — DaS wäre auch sehr wenig christ-lichl Wie e» auch sehr wenig christlich war. daß Herr Schönerer sich den Schnabel: der Deutsch-nationalen verbrannt hat! Derlei Schneidigkeiten sind unter dem Schutze der Immunität nicht mehr wert, al»: der .Esel" oder der .Lump", den man sich Welch eherner, erschütternder Weckruf war die Botschaft de» Kaiser» an da» deutsche Bolk! Er hallt heute noch wieder in jedem deutschen Jerzen. Welch weiie Fürsorge für da» Wohl der rbeUer atmet au« den seinerzeit so verlästerten Arbeiterschutzgesetzen, bei deren Schöpsnng ihm die Socialdemokratie wiederhol» >a die Zügel gefallen ist. Heute schreibt ein Wiener Blatt dieser Richtung, die „Wiener Arbeiterzeitung": Eine so gute Arbeiterversorgung erhoffen wir. niemal« erhalte» zu können. Hunger und Heimatlosigkeit der Arbeiter waren Bi«marck ein Gräuel. Seinen Absichten entsprach eS, daß der Staat 80«/,. der Unter-nehmer 20»/, für diesen Zweck leisten solle, während der Arbeiter entlastet bleiben sollte. Seine Überzeugung war, eine solche groß und vornehm gedachte Arbeiterfürsorge müsse Sache der Regierung, eine« eigen» dafür eingesetzten Arbeit«minister ium« sein. Sei» große« Herz, sein stolze« Bolk«bewußtsein kannte keine Classen-unterschiede; da« sollten ihm gerade die Social-demokrate» am meisten danken, die seine Bestre-bungen am meisten bekämpften. (Schluß folgt.) Localnachrichten. ' (Her Ltirgrrabe»> i» Deutsche» Verein»-httse) findet nun jeden Montag statt, was wir hiemit über zahlreiche Anfragen mit der freund-lichen Einladung zu recht zahlreicher Betheili-gung melden. Um bei dem Andrang? wegen be-quemer Sitzgelegenheit nicht in Verlegenheit zu kommen, wird r« sich empfehlen, sich recht-zeitig einzufinde». tpritrkaotischer G»Ne«U»«ß.) Am Öfter-montag Vormittag 11 Uhr findet im Saale der Musikschule Festgotte«die»st mit Gesang und Abendmahl«feier durch Herrn Bicar Ludwig M a h n e r t statt. Nachdem die Andacht öffent-lieh ist und jedermann Zutritt hat, wird gebeten, vor Beginn derselben zu erscheinen, da e« bei der stet« steigenden Teilaehmerzahl unmöglich ist, Platz zu finden, ohne eine Störung de« Gottesdienste« herbei zu führen. (Mäooergts«>g-Verki» i, Pett».) Am Ostermontag findet bei schönem Wetter ein ge-«einsamer Ausflug zum Hintze statt Zusammen-fuiift um halb 3 Uhr am Dominckanerplatz. Der Vergnügung» Ausschuß. abe»te i» Ventfche» frin.) Wir gestatten unS, unsere Meinung ganz offen über diese Veranstaltungen unter einem so traulich klingenden Titel zu äußern. ES war unS längst j aufgefallen, daß so mancher, der doch nicht der im hohe» Hause gelegentlich an den Hal« wirft! — Mit einem Ordnung»ras ist die Beleidigung, die außer dem hohen Hause ei» Duell unter den schwersten Bedingungen zur Folge hätte, abgethan. Der Mut ist sehr problematisch! — Ein richtiger Politiker hätte sich gehütet, den Geg. nern die Brücke zu bauen, über welche sie sich rechtzeitig. — vor der Abstimmung über.Eilli". — blo» au» Loyalität und Patrioti»«u» — sal-vire» konnte». — Ich fürchte sehr, daß solche Ansichten nach den Dogmen der Unfehlbaren .volksverräterisch" sind, allein: hu» der Deibel! — wen« irgend eine Schwefelbande dürre» Stroh. Reisig und Holz mit großem Eifer nm mein Hau» auf» türmt, dan» bin ich. troH alle» Mute» und aller Schneidigkeit denn doch nicht so dämmlich, dieser Bande zum Fenster hinau» zuzurufen: „Bitte meine Herren! Hier ist Petroleum und ein Span Kienholz! Sie werden «ich damit leichter und sichrer au»räuchern!" — BiSmarck, der auch sozusagen ein Deutscher war und zuweilen in Politik machte, sagte ein-mal so etwa» vorn: .in die eigene Suppe spucken.' — Freilich sagte der große Mann auch einmal: .Die Politik läßt sich nicht lernen, sie ist eine Kunst!" — Leider hält sich heute jeder für einen Künst-lcr, der einen Schlapphut mit breiten Krempe» Slebs im ragnrra Sinne angehört, von dieser eranstaltnng nicht« wissen nnd sich daran nicht beteiligen will, obschon die Familienobende eine Gelegenheit sein könnten, sollten und müßten, um die deutsche Gesellschast in Eontakt zu bringen. Da« geschieht nun leider nicht. Wir denken aller-ding« an kärntische Verhältniffe. unter denen e« seinerzeit möglich war. daß über 300 Personen dem bestandenen Vereine „Gemütlichkeit" angehörten und sich ohne Mißvergnügen im vereine de-geglitten. AlSdaRnem sozusagen aristokratischer Geist einkehrte und jeder Tisch eine abgeschlossene Ge» meinde für sich bildete, war die „Gemütlichkeit' — verschwunden, den» da« so vornehm scheinende Isolieren war der Ansang vo« Ende. Will man, daß unsere Fomilienabeude da« werden, wo« fie sein könnten, müßte zunächst d»e echt kleinstädtische Zvgeknöpstheit verschwinden und e« dem eintretenden Zweifler erst recht bewiesen werden, daß e« in vielem Kreise eine herzliche Gemütlichkeit gibt, gibt e« in diesem Kreise da« nicht, dann wifien wir nicht, wie diese Beran-staltung zum Namen „Familienabend" kommt. Die Junggesellen «erden doch nur in der Wärme weichgekocht und genießbar gemacht. lSchälcriissttzriig.) A« verflossene» Montag sand die dritte Sch utero nfsührung unserer Musik-schule statt. In alt üblicher Wnse führte Herr Direktor E. Bach«anndenan unserer Anstalt eingehaltenen Stufengang vor. wobei die zahl-reich erschienenen Zuhörer Gelegenheit hatten, von der streng klassischen Ausbildung unserer «ufi-kalischen Jugend Kenntni« zu nehmen. Bei den kleineren Schülern erschien e« al» ein Vorteil gegen früher, daß sie nicht von ihrem Lehrer, sondern vo» den fortgeschritteneren Schülern beim Bierhändiaspielen begleitet wurden, wodurch eine arößere Selbständigkeit bereit« in den Ansang»-stadien ihrer musikalischen Entwickelung erzielt wird. Der Erfolg der im ganzen IS Nummern umfassenden Ausführung war ein durchaus guter und hielten flch alle Schüler unter Berücksichtigung de« bei solchen Gelegenheiten leicht erklärlichen „LampenfieberS" rech, wacker. Auch muß die Auswahl der verschiedenen Sonaten und freieren Bortrag«stücke al« durchau« gelungen bezeichnet werden. Fräulein Marie P o «k o s ch i 11 zeigte in den 3 Liedern von Schubert, die sie vortrug, daß sie über eine sehr schöne, kräftige und umsaug-reiche Stimme verfügt, bei der sich eine gute Schalung bereit« sehr deutlich bemerkbar machte, besonder» ist ibre gute und deutliche Textau»sprache sehr zu loben. Deu Abschluß der Ausführung bildete ein achthändige» Arran- trägt: allein, e« ist doch ei» Unterschied, ob der Mann die: „Götterdämmerung" — den „Ring de» Nibelungen" — oder — den „lieben Angu« stin forsch zu dirigieren versteht. Roch einer Privatmeldung soll der Gemütszustand de» Sultan» ein überau» gereizter sein und die Verhaftung von sogenannten „Iungtürken" fortdauern. — Do» ist denn doch sehr begreiflich; wenn man ein paar hundert Weiber hat uud schon ein älterer Türke ist. dann hat man alle Ursache, mißtraurisch gegen Iungtürken zu sein. Am 26. März ist Eecil Rhode« in Eap-stadt gestorben. Die Buren werden znm Zeichen der Trauer in den nächsten sech« Wochen, anstatt mit den erbeuteten Metsord» nur »ehr mit Mausergewehren schieß", und jeden gefangenen Khakigeneral da« Ehrenwon abnehmen, seine gesammten kriegSwifsenschasllichen Kenntnisse aus einer festländischen Eadetenschule wenigstens so weit zu ergänzen, daß er Mannschaft«-Schule abhalten und Gewehrgriffe commandieren lernt. Reicht seine Vorbildung dazu nicht au«, so hat er al« EinjShrig freiwilliger „Pfeifen-decket" bei einem Offiziere der festländischen Hrere zu dienen, widrigenfalls er bei der nächsten Gesoi'gennahm, al« „krieqtdienstunschad-lich" zu leichteren Diensten al« Kindermädl nach den Eonzentration»lagern kommandirt wird. 0. W. gement der Ouverture znm .Sommernacht»-iraum" von Mendelssohn für 2 Tlaviere, bei deren Ausführung da» gleichmäßige rvthmische Ziisammenspiel, sowie die sinngemäße Nuancie-rung der Tonstärke besondere Anerkennung ver-dient. Diese Schüleraufführung, bei der nur eine einzige Privatschülerin ihre Leistungen zeigte, während alle andern Schüler der Musikschule waren, zeigte von dem großen Fleiße und dem hervorragenden Pflichteifer de« Herrn Director« B a ch m a n n, wie de» Musiklehrer». Herrn Willibald Scheiber und e» wäre ungerecht, wenn man die» nicht öffentlich au«sprechen würde. (Qirtrcg.) Nächsten Mittwoch wird, dem Wunsche de« k. k. Ministerium« für Eultu« und Unterricht entsprechend. Gymnasialdirertor A. G u b o im Physiksaale de« Kaiser Franz Josef-LandeSgymnaflum« (II. Stock) um 8 Uhr abend« einen Bortrag „über Gymnasialbildung und ihre FSr-derung durch da« Hau«" halten. H«ezu sind zunächst die Eltern der Schüler und dann alle, die sich um die Sache interessieren, freundlichst eingeladen. Ein zweiter populär-wiffenschaftlicher Bortrag wird folgen. (4j«eil.) Die Trauuung de« Herrn Rudolf a l ck e. k. k. n. a. Lieutenant« im Landwehr-hlanen-Regiment. mit Frl. Paula T e r d i n a findet künftigen Sonnabend den b. April um halb 12 Uhr in der Propsteikirche statt, wozu wir dem allgemein beliebten nnd geschätzten Brautpaare die wärmsten Glückwünsche entbieten. (V«n der Schule.) Der k. k. LandeSschul-rat hat an unserer Mädchenbürgerschule die Stelle eine« Director« und vorderhand dreier Bürgerschnllehrer-, bezw. Lehrerin »enstellen mit der RechtSwirksamkeit vom Beginne de« Schul-jähre« 1902—1903 systemisiert, dagegen die «»flossnng der sech«ten und siebenten Elafle an der bisherigen Mädchenvolksschule angeordnet. (faiirlskcnarr.) Unsere Stadt und ihre Handel«- und Gewerbetreibenden genießen nun die Ehre, in de? Handelskammer durch zwei Herren vertreten zn fein, tadrat außer Herrn Bürgermeister Or n i g, welcher derselben seit län-aerer Zeit angehört, auch Herr Adolf S e l l i tisch egg, Kaufmann und Gemeindtrat. zum Hau-delSkammerrat gewählt wurde. (Die !lferkr«»»»g am fnttii) ist in recht gefälliger Wei,e nnd erstaunlich rasch in Beton fertiggestellt worden. In unserem Museum ist eine alte Stadtansicht zu sehe», welche au dieser Stelle Altwässer der Dra» und Gestrüpp anfweiSt. Seit wenigen Jahren sind unsere Kaianlagen ein Anziehungspunkt der Bevölkerung für jede Jahreszeit geworden: Kühl im Sommer, rasch schneefrei und trocken im Winter. (Freute »«» anten Weinen) finde» sich Überall und wenn derselbe noch dazu billig ist, umso besser. Auch ein Grati«trunk schadet nie. uud wird gerne angenommen, wenn er angeboten wird uud wenn «an zu einen Trunk in den Keller eingeladen wird, schlägt man die Einla-dung auch nicht leicht au«. Allein in einen Keller einzubrechen, um sich selbst, weun auch ungebeten, einen Tropfen zu holen, ist durchau« nicht schön. Die Besitzer in St. Wolfgang in der Kollo« spürten schon lange solche Besuche ungelodtner Gäste «n ihren Kellern und waren wenig erfreut darüber, daß man gerade ihre Weine besonder» zu bevorzugen schien. Den eifrigen Nachfor-sonchungen de» k. k. Gendarmerieposteii» in Mario-Neustist ist e» gelungen, einen der unge-betenen Gäste in der Person de» Bla» Durmch in Sittesch zu fassen und ihn dem k. k. Bezirk»-gerichte Petto» einzuliesern, wo der Freund eine» guten Tropfen» erfahren wird, daß ein Gratis-trunk, den man sich durch Einbruch in irgend einen Keller leistet, einen garstigen Katzenjammer im Gefolge bat. (Mit «r» Prügel) werden am flachen Lande gewöhnlich Streitigkeiten und Zwistigkeiten im kurzen Wege auSgetragen. Manchmal aber spielt die Keule aber auch eine große Rolle al» Mittel, seine überfchüfsige Kraft zu verwerten. In solchen Fällen heißt man da» einfach Ro-heit. Und Roheit scheint auch die Triebfeder ge» wesen zu sein, die den Knecht F. L e s s a r an» St. Martin veranlaßte, in der Rächt vom 22. d. M. den Winzer Georg Ga sp e ritsch au» Wnrmbach mit einem Prügel so zu miß-handeln, daß er lebensgefährliche Verletzungen erhielt. Lessar wurde dem k. k. Bezirksgerichte Pettau eingeliefert und wird entsprechend ver-knurrt werden. (Schnaps! Schnaps, do eile» Getränke.') mag der AuSzüglee Jakob Woi»k in begeisterte« Zustande, der bei ihm an der Tage»ordnung war. gewöhnlich gesungen haben, al» er schnap»-selig hei«wankte. Freilich passierte ihm dabei de» öfteren da« Mißgeschick, daß er nicht mehr wußte, in welcher Himmelsrichtung fein Heim läge und dann den Zickzack-Weg für den kürze-sten hielt. Am Vortage St. Josefi scheint sich der geschworene Feind der antialkoholistischen Liga justament einige Frakeln mehr geleistet z» habe», al« sonst in der Regel und anstatt sein AutzugS-stübel aufzusuchen, machte er sich sein Lager ia der Streuhütte de« S ch e s ch a k in Pollenschak »»recht, um seinen Rausch auizuschlasen. Allein dieser Rausch scheint ei» so außergewöhnlicher gewesen zu sei», daß Jakob WoiSk heute »och schläft. Er wurde nämlich i» der Streuhütte tot aufgesunden. (Ein Gerücht), welche« allgemein verbreitet ist und nicht stille werden will, behauptet, daß man dem Mörder der Frau P i n t e r i t f ch knapp aus der Ferse sei. Frau Pinteritsch hat in einem winzigen Häuschen an der Wegkreuzung in Unterrann, wo heut« der Sima'sche Neubau steht, eine Tabaktasrik »yd eine bescheidene Kramerei betrieben. Am Dienstag der Eharwoche 1897 wurde sie in dem Häuschen, in dem sie damals ausnahmsweise auch übernachtete, er-droffelt aufgefunden. Die ältliche Frau hatte am Tage zuvor au» Anlaß der Einberufung eine» Verwandten nach Kreta, eine Wallfahrt nach Maria Nenstist unternommen und soll dann ganz außergewöhnlich in einem Gasthause am Rann an einer Gesellschaft teilgenommen haben, so daß e» die müde Frau später vorzogt einmal im kleinen Geschäst»ra»me zu übernachten, während sie sonst allabendlich mit ihren Verlag uud ihrer TageSlosung im Korbe in einem Hause der Nach-barschast die Nachtruhe aufsuchte. Alle diese Um-stände wiesen darauf hin, daß nur eine mit den LebenSgewohnhriten der Ermordete» bekannte Persönlichkeit die grauenvolle Tat verübt haben konnte. Trotz umsichtige Erhebungen kam bisher kein Licht in die düstere Angelegenheit und so mancher wurde von der sogenannten Bvlkesstimme mehr oder minder laut verdächtigt. Um der Ehre der grundlos Verdächtigten und um der heiligen Sühne willen wäre es zu wünschen, daß endlich der Alp der Ungewißheit nach Jahren von den Gemütern schwände. Ein srüherer Knecht in der Nachbarschaft soll sich als nunmehriger Soldat gelegentlich einer Strashast dieser That gerühmt und bedauert haben, daß seine Au»bente nur in Tabak und Zigarren bestanden hat. (Schnellfnhre») ist zwar verboten, ollein die Rosselenker scheine« anderer Meinung zu sein. Der Knecht eine» hiesigen Bürger«, welcher seinem Janez da« schneidige Fahmt in der Stadt gewiß nicht gestattet, fuhr am Palmsonntag? so scharf au« der Ungarthorgaffe auf den Flonaniplatz, daß die Pferde ein Mädchen au« St. Marxen niederrannten und e« nur einem glücklichen Zu-fall zu verdanken war, daß die Niüergeworsene. deren Kleider dabei zerrissen wurden, nicht schwer verletzt wurde. (vergüte tinurnt.) Am Sonnwendtage vormit-tag« war e«. al« den im Hause P e rko, Bürgergosse einquartierten Kn echten 2 u I a und 3amperI de« Herrn S t a r y der beste Theil ihrer Habe au« dem Stalle gestohlen wurde, dessen Thüre der Dieb gewaltsam geöffnet hatte. Von dem Knechte 2ula ei» neuer Lodenhut. eine leichte Stoffhose und zwei Hemden, dem !?amperl ein brauner Lodenrock, Weste, ein paar Halbstiefel, ein paar Schuhe und eine Tabakspfeife hotte der Dieb, der offenbar fehr qe»a» Bescheid wußte, mitgenommen. Al» der Diebstahl entdeckt würd«, fiel der Verdacht der Bestohleneu sofort auf einen früheren Kameraden und richtig ertappte man de» Gauner in Sauritsch und nahm ihm ab, wa« er noch von seiner Beute hatte, allein ihn selbst zu fassen gelang nicht. Denn er fluch-tele mit ein paar Sprüngen in« — Ausland: Kroatien. (Jfirrbtrritschaß.) Bom 31. März. b>« 6. Juni, 3. Rolle de« 1. Zuge«, Zugeführer Laurentfchitfch, Rottführer E. Wratscht». Feueranmeldungen sind in der SicherheitSwachstube zu erstatte». (Dir Sild-Seilagk) unserer heutigen Rum-mer bringt ein neue» Kathreiner - Sujet, ebenso originell in der Idee wie die in früheren Iah-ren veröffentlichten und noch allgemein in der Erinnerung lebenden Kathreiner-Vilder. 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H«rr von Gchnettov stand bereit« da. um ihren Stuhl zurecht »u schieben; Ewald verbeugte sich und begann nach einer kleinen Erfrischung, die er bei der kurzen Pause genieben konnte, die HerkuleSarbeit, mit allen Damen nacheinander zu tanzen. Er that es mit der größten Pflichttreue, er that es im Schweiße seine» Angesicht». Roch nie hatte er in seinem Leben so viel, so ungern getanzt, noch nie hatte er sich zur Liebenswürdigkeit so sehr zwingen müssen wie , heute. Nur einmal wurde ihm bei dieser Arbeit eine kleine Rast gegöni 4: er durfte wieder zum Tanze spielen, und daß sich in seine Tänzc so oft die Melodie: »Hab Dich von Öerzen lieb, da» glaube mir' hineinmischte, da» war wohl nur ein ganz zufälliger Zufall. Endlich war da» große Werk vollbracht. .Eotillon!' ertönte die Stimme de» Tanzmeister» und Ewald ging langmmen Schritte» auf Alice zu, um fie abzuholen. Herr von Schnettov war ihm ,uvor gekommen. Ewald erreichte da« schöne fftad gerade, al» sie sagt«: .Bedaure unendlich, Herr brause hat mich bereit» engagiert." .Aha!' erwiderte der Angeredete näselnd, und'wandte sich, mit dem Knrifrv im Auge, an Ewald. .Darf ich wiflen, mit wem ich die Ehre habe? Mein Name ist Herr von Scknktcov.' .Ich heiße Ewald Krause!' .Aha! Wohl Kaufmann?' examinierte Herr von Schnettov »„verschämt weiter. .Da» nicht, Herr von Schnettov,' erwidette Ewald sehr ruhig; .ich bin Korbmacher!' Er nahm Alicen» Arm und stellte sich in die Reihe der Tanzenden, während der andere ihm dumm und ver-bliifft nachschaute. Man nahm Platz; Ewald hatte seine Absicht vollkommen ge-ändert; währender zuerst gern seine Neugier befriedigt hätte. lag ihm jetzt daran, durchau» keine Aufklärungen zu erlangen: Er hatte »furcht, durch dieselben den Platz an Alicen» Seite zn verlieren. .So, nun haben wir Ruhe!' meinte Alice: »erzähle» Sie mir vor allen Dingen, warum verleiignen Sie hente meine Freundin Marie?' .Gestatten Sie mir vor der Antwort eine Querfrage: Hat Fräulein Marie jemal» behauptet, daß ich mich für sie interessiere?' .DaS nicht, aber sie interessiett sich für Siel' .n «®ott ^ Dank! Nun, Fräulein, dann glauben Sie meiner Versicherung, daß mir sämtliche Marien der Sonne, des Himmel* nnd der Erde vollkommen gleichgültig sind, seit ich da» Glück habe, -ie zu kennen.' .Die Erfahrung wird'» lehren!' .Ich hoffe, Sie werden mir Gelegenheit dazu geben?' ^ .Warum nicht? Sie haben ja immer Zeit und keine Sorge», -ie leden — nnn, wie eben ein reicher Mann leben kann!' .Fräulein!' erwiderte Ewald ernst, .ich bin nicht reich! Ich lebe von meiner Arbeit und würde mich schämen, nichts z» thun.' Alice sah ihn verwundert an. Nach einer kleinen Weile aber lächelte sie und sagte so recht von Herzen: .Das freut mich!' .Lhne Aufklärung geht e» doch nicht, Fräulein, da» sehe ich. Wollen Sie mich hören?' .Recht gern!' .Nun, die Einladung Ihrer Eltern hat mich überrascht, da ich nicht die Ehre hatte, sie zu kenne». Jetzt aber möchte ich um keinen Preis diesen schönen Abend zurückgenommen sehen. Ich habe mein Staatsexamen als Baumeister bestanden, erwarte täg-lich mein Diplom darüber, beabsichtige, da es mir, Gott sei Dank, an Arbeit und entsprechenden Einnahmen nicht mangelt, vor allem einen eigenen Herd zu gründen, — das heißt, dieser letzte Gedanke ist mir erst heute abend gekommen!' In diesem Augenblicke wurde Alice von einem Herrn zur Extra-tour ausgefordert. Ewald hatte da» Rachsehen. Al» sie zurückkehrte und sich setzte, kam eine andere junge Dame auf Ewald zu, überreichte ihm einen Eotillonorden und nahm seinen Arm. Ewald hatte noch nie in seinem Leben auf einen Orden Wert gelegt; die jetzige Dekoration war ihm aber geradezu verhaßt. Al» er die Tour beendet, fand er Herrn Schnettov neben Alicen sitzend. Er hört« noch, wie derselbe zu dem jungen Mädchen sagte: »vielleicht denken Sie morgen anders, mein Fränlein!' Ewald nahm den Stuhl ein, welchen nach diesen Worten Herr von Schnettov verlaflen. Tiefe Röte bedeckte das Gesicht Alicen», und neugierig wagte Ewald die Frage: »Herr von Schnettov hat Ihnen wohl etwa» sehr Interessantes erzählt?' .Im Gegenteil!' »Er schien nicht sehr erbaut?' »Da» glaube ich!' antwortete sie, das Köpfchen zurückwerfend, und fügte lachend hinzu: »Ich habe Ihnen ins Handwerk gepfuscht !" .Als Korbmacher?' rief Ewald entzückt. Alice nickte. Ewald ergriff ihre Hand und sagte in bittendem Tone: »Fräulein, da« ist ein sehr, sehr langweilige«, häßliche» Ge-schäftl Nicht wahr, mir gegemiber werden Sie dasselbe nicht fort-setzen?' Alice lacht«, sah ihn freundlich an. «S schien Ewald, al» ob der Druck seiner Hand leise erwidert würde, er war überglücklich. »Schlußgalopp!' tönte die Stimme des Tanzmeisters; alle Paare erhoben sich, auch Ewald legte seinen Arm um die graziöse Taille seiner Tänzerin; der wilde Tanz schien seinem wild klopfen-den Herzen noch nicht wild genug. Alle» Schöne hat ein Ende; so der Tanz, so der ganze gennß-reiche Abend. Die Gesellschaft brach auf. auch Ewald empfahl sich, entwickelte gegen Herrn und Frau Schönstädt eine von ihm selbst kaum geahnte Liebenswürdigkeit und wurde gebeten, recht bald wiederzukommen. .Schlafen Sie recht wohl. Fräulein!' sagte tc zu Alice; er mußte wohl heate kurz von Gedanken sein, denn e» war bereits da» siebente Mal, daß er da» größte Interesse für den guten Schlaf an den Tag legte. .Auf morgen!' fügte er leise hinzu. Alice blickte ihm freundlich in» Auge, nickte Ia, und Ewald Krause ging ttäumend und glücklich nach Hause. Nur wenige Tage sind seit dem Festabend« vergangen. Ewald hat sein Diplom erhalten und ist zufällig mit Schönstädt» zwei-mal wieder zusammengetroffen. Nach der letzten Begegnung, al» er und Alice ganz leise und heimlich mit schrecklich wichtiger Miene geplaudert und sie ihm mit der allergrößten Aufmerksam-keit zngehött und dann freundlich genickt und lieblich gelächelt hatte, war er nach Hause geeilt und hatte in der Frende seines Herzens folgenden Brief geschrieben: .4 50 »Heißgeliebter Bater! Du bist der beste Mann, Du bist der böseste Mau» von der W«lt! Laß Dich stillen, laß Dich schelten! Warum hast Du mir nie von Deinem alten Freunde Schönstädt gesprochen, warum hast Du mich stets mit Deinen Geldsendungen während meiner Studien» zeit so knapp gehalten, trotz Deines Vermögens? Doch Dn wirst Deine Gründe habe», alter, guter, lieber, braver Bater, nächstens schreibe ich Dir ausführlicher; heute nur Grüße vo» SchönstädtS und von mir, der Dir hoffentlich bald ein großes Glück melden wird! Dein Ewald," ES ist Sonntag früh, Ewald musterte soeben mit peinlicher Genauigkeit seine Toilette, entfernte jedes Stäubchen von de» Kleidungsstücken und lacht hinaus durchs offene Fenster, wie die Sonne hinein! Er will ja heute zu SchönstädtS und mit ihm. dem Haupte der Iainilie, ein wichtiges Wörtchen reden! Um elf soll er da sein, hat Alice gesagt, denn um diese Zeit, meinte Alice, ist Papa in der besten Lanne, nnd Mama, fügte Alice hin-zu, ist dann in der Luche beschäftigt, so daß sie, Alice weiß eS ganz genau, durch-aus nicht störend dazwischen komme» wird. Der Briefträger unter-bricht ihn bei seiner Be-schästigung. »Aha", jubelt er, »ein Brief vom Bater!' Nichtig! — Der Bater schrieb: »Lieber Sohn! Bringe sofort inliegen-den Brief zu meinem alten Freunde,demDoktorMöckel. Sonntag nachmittag um 3 Uhr bin ich bei Dir. Dein Bater.' »Kurz und bündig!' brummte Ewald, .durchaus nicht zu freundlich; heut nachmittag also kommt der Alte selbst! - Herrlich! — Prächtig! WaS wird der sich über seinen Jungen srenen!' Mit fliegender Eile beendete er seine Toilette, um durch den Gang zum Doktor Möckel nicht zu spät zu SchönstädtS zn konimen. Endlich war er fertig, steckte den Brief ein, stürmte zum Doktor nnd wurde sogleich vorgelassen. E« war ein alter wür-diger Herr, der sich sehr freute, als er in dem jun-geu Mann den Sohn seines Freunde» erkannte. Ewald gab ihm den Brief. derDok-tor nötigte ihn zum Sitzen, nahm feine lange Pfeife wieder in den Mund und las. Je mehr er las, desto mäch-tiger dampften die Rauchwolken empor, desto ernster wurde sei» Gesicht. .Hm." meinte er bedächtig, als er mit Lesen fertig war, legte den Brief beiseite und sah dem jungen Mann betrübt inS Gesicht. Ewald erschrak uicht wenig. „Dars man erfahren,' fragte er, .was mein Bater Ihnen geschrieben?" ..Richt viel!' erwiderte der alte Herr, indem er sich zu einem Lächeln zwang. .Leid',» Sie viel an Kopfschmerz?' .Ich?" prallte E'^lld znrück, »Run ja,' richt de» Doktor sinnend fort und ließ sein Auge über den Schädel Ewalds wandern, „es ist ja nichts Seltenes, daß junge, kräftige Lei'ie durch Blutandrang gequält werden.' Das Staunen ließ Ewald nicht zu Worte kommen. »Bei solchem Blutandrang kommt es sehr aus Diät an," fuhr der Alte fort, .auf die Speisen. Apropos, Speisen: Wollen Sie heute mein Gast sei«?' .Herzliche» Dank, ich bin schon versagt.' .Kommen Sie morgen früh wieder." rief der Alte hastig, .dann wollen wir weiter über die Sache sprechen!' Oster« Bon Alfred Llebing «Mit wkdlcht,) Ewald empfahl sich, Al» er die Treppe hinabging, murmell? er: .Der Alte ist verrückt!" Endlich hatte er die Wohnung seiner Liebe erreicht. Es wrn ihm doch gar eigen zn Mut, als er die Klingel zog: eine gewii! Beklommenheit beniächtigte sich seiner und seine Stimme zittrri. al» er deu Gute» Morgen des Dienstmädchens erwiderte. Er trn in da» Empfangszimmer, Alice war allein darin, sie eilte ihr entgegen. Sie sah reizend au», das dustige, lustige Mullkleid H» dir Zartheit ihrer Formen noch mehr hervor und die schönen blaur Angeu blickten so treu uud lieb aus den Eintretenden, ihr klein» zartes Händchen streckte sich ihm so zutraulich entgegen, daß > sie wahrhaftig nicht zu fragen brauchte: Liebfl Du mich auch? .Papa kommt gleich, er plaudert noch mit einem alten Geschäft freunde. Ewald, ich habe schreckliche Angst!' .Nicht doch, Alice,' meinte er, ohne das Zittern seiner Stinu unterdrücken zu können: .Papa scheint mich ja leiden zu möge» ' .Ach, Herr Krause." r i der soeben eintretende Hai Herr, .wa» bringen Sie * .Nur mich selbst!' at • wartete Ewald uud drii : )ie dargebotene Rechte .So!" meinte Schönste, mit einem lächelnden Su ... ■ tenblick auf Alice, toelrfte sich anschickte, das Zimmer zu verlassen, »Run vor all ,, Dingen — setzen Sie sich' ■ Mächtig wurde in Metern Augenblick an der Klirn^l gezogen, da« Dienstmädchen trat ein und meldete: .Hc>? Krause!' Die beiden Mäuner bl»f ten sich an. .Der Herr mag eintreten," sagte Schönstndi Die Thür ging aus u»d — Ewald flog an den Hals de« Kommenden. »Lieb, :, einziger, guter Papa!' riri er entzückt, »das ist Hm lichl Nun magst Du bei Deinem alten Freunde ein gute« Wort für mich ein* legen. Herr Schönstädt -• Die Stimme stockte ihn«! Herr Schönstädt sowohl al» sein Papa blickte» flch fremd an, sie verrieten auch nicht die geringste Freude dr; Wiedersehens. »Mein Herr,' begai > Krauses Bater, .ich fünfte das Schlimmste für meinr» Sohn —' Wieder trat da» Die»'-mädchen ein; ein breite dumme» Lache» lagerte a», ihrem Gesicht, sie grinste: »Da ist nun noch ein Herr, und der sagt, daß er aurtt Krause heißt.' Die beiden Krause, Schi' städt und Tochter standen bei dieser Nachricht so mänschrnsti als hätte der Photograph ihnrn zngcrnsen: Jetzt, bitte still zu stehe ' Herr Schönstädt winktr dem Mädchen zu. Sie ließ einen jimn Stndrntrn eintreten, der »in vollem Wichs" ausgezogen war. 1 mächtigen Kanonenstiesel gingen ihm bis über die Kniee und d KorpSband lag breit ans dem Hemde mit Stehkragen. Die » vermeidliche Schmarre sehlte nicht in dem jugendlichen, etwas , röteten Gesicht uud die große«, wasierhellen Augen sahen dreist die Welt hinein. Mit leichter Verbeugung sagte er: »Nehme » die Freiheit, mich Herrn Schönstädt vorzustellen! Heiße Ewa Krause, Studiosus juri», habe Auftrag vom Alten, pardon — v. Bater. Sie zu besuche» !" .Also — Sie — sind — Herr — Ewald — Krause!" meit Schönstädt, indem er die Pausen benutzte, um stch zu sammel .bitte, nehme» Sie Platz." »Sehr verbunden!" und er setzte sich. »Ich hoffte schon längst. Sie zu sehen, aber Ihre Wohnung -.Habe »och keine fixe Kneipe," lachte Ewald Krause ll., »wol vorläufig im Hotel.' MI Ewald Krause l. murmelte vor sich hin: .Wie werde ich heute zu meinem Ziel gelangen?'' .IHremHerrnBatergeht» gut?' >gte Schönstädt .Tanke!' meinte der neue Ewald mise II. .Wolle» Sie uns das Vergnügen iche». heute mittag unser Gast zu »?' .Danke! Kann'S aber leider nicht lnehmen; bin gerade heute bei ,'bem KommetS!' Damit stand er auf, verbeugt? J) und wollte gehen. .Erlauben Sie. daß ich Sie be» leite," sagte Schönstädt. der sich rgcnommen hatte, den junges ;a»n, diesmal den echten Ewald raus«, infolge der schriftlichen >itte de» echten Bater Krause, in i't Ncbeiistube etwas abzukanzeln. Schönstedt ging nun voran, die 5liür blieb halb geöffnet und Alice mit Ewald Krause I. und Bater atten Zeit, sich in ihrer neuen Lage \u orientieren. Plötzlich hörten sie, wie die an-»ere Thür der Nebenstube geöffnet wurde und eine Stimme, welche Ewald sofort für die des Doktor Äöckel erkannte, rief: »Guten Morgen, lieber Schönstädt. Komme nur in größter Eile auf ein Wort. Äei Dir verkehrt ein £>«nr Ewald »raufe?' — Ohne die Antwort erst abzuwarten, fügte er dann hinzu: .Nimm Dich in acht, der Mensch ist verrückt!' .Herr." donnerte der neue Ewald Genesen Nach dem »emMfct Krause II. .Was?' rief wütend Ewald Krause l. und stürzte ins Ncben< zimmer, au» welchem die Schmeichelei gekommen. Tokivr Miickel wir aber jetzt ülicrzrngt davon, mit zwei -Lcr-rückte» zu lhnn zn haben. .Mein (Lott, wa» giebt e«?' tief jetzt fehr ängstlich Fran Schön-städt, die endlich die Toilette bc" endet »«d bei dem Lärm eiligst ein getreten war .Meine Herrschaften!' sagte der alte Herr «ranse, .nur ich kann die Sache entwirre»! Darf ich bitten, Platz zu nehmen?' Er erzählte alle« und schloß mit den Worten: .Mag mein Sohn e« der Botet-liebe verzeihen. wenn ich gegen Freund Möckel brieflich die Besiirch-tuug au»fprach, er habe den Ber-stand verloren!' .Den «erstand habe ich nicht verloren, lieber Papa, aber — mein Herz! Diese jnnge Dame hat e» mir fortgenommen und ich hatte eben jetzt die Absicht, mir al» Erfav für meinen Berlnst die Hand der-selben von Bater Schönstädt zu er-bitten!' .Dacht' ich'» mir doch.' meinte hieran« Herr Schönstädt; .nnn ganz offen gestanden, ich war darauf gefaßt.' .Und ich auch!' rief nun feine Äattin, .aber hier geht e» doch nicht, da» müssen wir in der guten Stube —' .Nein, Mama, wir mache» e« hier, nicht wahr Alire?' rief stöh-lich Ewald «raufe l.< ihre beide» kleinen Händchen ergreifend; sie von Frltz TOarH«. «Kit tc4u nnd die Ll^en beider traten sich jetzt so geschickt, daß ein längere« Borstndium nicht zu verkennen war. I .Da» ist ja ein Hauptulk!' miint« der erstaunte neue Ewald Dumont» Flugversuch in Monte M. arbeitet man, mit er«me Garn, hin- und zurückgehend 4 Reihen — 2 Rippen», nun folgen 2, nur 8 M hohe R. (= 1 Rippe» al« »eil. dann « Reihen = 2 Rippen) über die ganze Hbhe, Z einfache Reihen, ll M. hoch, IN Lft».. welche Armloch und Achsel bilden, I f. ZU. in die «berste SS. der letzten Rippe von 15, SS.; rückwürt» gehend arbeitet man l einfachem. von 27 f. SS. bi» zum unteren Rand de« Leib-chen«, 2 K. 8 SS. hoch, 4 R. je 16 « hoch: in umgekehrter Folge sinb sämtliche R zur 2. Hülste bet Leibchen» zu wieberh M cr»»e Garn arbeitet »an am unteren Raub in j»be Rippe l Et., ge-folgt von je 2 Lftrn. (im Ganze» 20 8t.). Run beginnnt d. Rückchen: lte Tour: Z f. W. In jede» 2te St., gefolgt von 6 f. SS. Wenden. 2te Z. rot: In jede mittelst? der 3 f. M. vor. Z. 3 f. M, 3 f. SS. auf die 3 folg. St., 1 IS. vor. Tour übergehen, 3 f. SS fortl wiedirh. Nach jeder Z. wendet »an ble Arbeit unb häkelt abwechselnd mit crtme und r»tem Garn noch 16 Z. wie bie 2te. Sine Z. Picot» (von cr«me Garn) bildet bei, Unteren Rand be» RSckchen«. — Ia» Leibchen näht man bi« auf l0 SS. Zusammen, umgiebt ba«selb» unb bie Armlöcher ring« dicht mit f. SS von rotem Garn und mit 1 R Picot» von cremefarbenem. Sine gehäkelte Schnur, durch bi« Picottreihe gezogen, unb Quästchen schmücken den Hal»au»schnitt de» Kleidchen». Genese». Die Nein« Patientin hat zum erstenmal wieder ba» Veit der-lassen, an ba» sie «Ine langwierige Krankheit Wochen hindurch fesselte. Run sitzt sie bleich unb matt in ihren Kissen, ben träumerischen Blick ber großen dunkeln Sinberaugen in» Leere gerichtet. Roch kraftlo» spielen bie Hönbchen mit ben Frühling»blumen auf ihrem Schoße. Nur Geduld, liebe Klein«, wenn erst die Sonne wieder wärmer scheint, und bie VSglein draußen ihre Oster-lieber singen, wirst auch du dich be» wiebergeschenkten Leben» freuen können! Die Flugversuche »on SantoS Tumont in Moute-Carl». vielver. svrechende Flugversuch« unternahm ber Luftschiffer Santo» Tumont in be» letzten Zagen de» Januar mit feinem lenkbaren Luftschiff von Ro»iehe Monte-llarlo» au» gesehen. schien e» aber bie Oberfläche bc» Wasser» zu gleiten. Santo» Dumont beschrieb einen Krei» unb ließ sich bann au seinem Au»guug»i»inkt nieber. Dies« kurz« Jährt galt allgemein siir g, artig gelungen, aber noch Besser«» sollte solgen. Nm 2'/, Uhr bestieg Sani, Dumont seine Maschine wieder unb machte eine zweite Ausfahrt, Erni, in stetiger Gangart gerabean» in bi« See und vollsührte bnnn eine Reilie Sl«Uung»wrchseln. Aufsteigen, Herabkommen, «enden, Anhalten. fc„n schnellen erweckte» begeistert, «eisall»ruf» seilen» ber Zuschauer: jede» niiver würbe luit erstaunlicher Leichtigkeit --»»geführt. Dann suhr er jrn »bei ba» Kasin- und ben Zanbenschießplatz, kreuzte die Bucht und flog „i ba» Schloß zum «u»gong»punkte zurück. Am solgenden Zage sollte» Fahrte» i» größerem Umfang« wiederholt werde», doch «schien bie» bei ungünstigen Wett«r nicht ratsam. Di« nächste Fahrt w.^:e ber kühne ^ schiffee, durch die bisherigen Erfolge ermutigt, von Monte-Earlo au» i, ber Insel Korsska zu richten. Bei ber Auffahrt, die er am 14. Febriirn Monle-Sarl» unternahm, geriet jedoch sein Ballon in Feuer»ge,ahr. m zerschnitten werben unb fiel in» Meer: Santo» Dumont blieb glücklicher:,, unverletzt. Die Korsskasahrt gilt nach bem Unfall« al» aufgegeben. I« $»rt,T. einem Patienten herau.ftndeu muß?' — Kandidat: „Ob er genug ffl ■: hat, um 9i« Rechnung zu bezahlen.' virmherzig. Mutter: .Fritzchen, wo ist ba» Stück Kuchen »«blieb«», da» hier auf de» Zisch« lag?' — Fritzchen: „Da» hab' ich einem Hiiüq eigen Jungen gegeben>' — Mutter: ,S«hr brav, Fri|ch»n! Hier bait Du etwa» zur Belohnung! ver war denn ober ber kl«in», hungrige Jung, — Fri»ch«n: .Ich!' Berftinbliche» Teutsch. In ben dreißiger Jahren d. ». I. entstaub we,i» be» Eigentum»rechte» an einem am Seminar In ZÜbingen stehenden Brunn,» «in Prozeß. E» wnrb» beschloss«n, «in»n alt«n P«bell de» Stift«» um sei»« Meinung zu frage». Ders«lb« erteilt» folg«nb« schriftlich« Antwort: .Seit Menschcngedenken habe» bi« Herren Seminaristen niemal» nicht au» (einen andern Brnnnen kein anb«r»» Wasser niemal» getrunken, al» au» diese».' Ä. t/^LINNüTI L. L Ü m » -o- Di» Kultur ber Pastinaken unterscheidet sich wenig von jener ber Mühten Sie werben I» März ausgesät «ine anbete Pfleg« «I» bi« be» bstenn Hacken» unb Jäten» Ist nicht erforderlich. Bei» Hacke« Ist »nr daraus achten, baß bi« Wurzeln nicht verletzt werben. LpinatNißche». Eine große Hanbvoll Spinat »leb gewaschen, gebrüdi, mit kalte» Wasser übergössen unb fest anlgebrückt: hierauf wirb er mit «Inri halb«n Zwiebel fein gewiegt. Dann rührt »an 60 Gramm Butter zn Schau >! brückt ein in Milch geweichte» Munbbrbtchen fest au», nnd giebt e» mit eine»! ganzen El und etwa» Salz an bie gerührte Butter, von bieser Masse »erbn. Nein» Kldßcheu in bie flebende Fleischsuppe gelegt unb zehn Minuten gekoch: Walb Roseuwilbliuge bringen nur wenig Sangwurzeln »it. ll» bie Bildung neuer Faferwürzelchen zu beschleunige», wirb «»pfihlen, mittelst eine? Schufterpfriemenl ein» Anzahl Stich» In ben Wnrzelstock zn »achen, bie bie Rinde durchbohren unb noch etwa» In» Holz gehen missen. An biesen angestochenen Stellen bildet stch Salln» unb bieser Ist ber Anfang neuer Wnrzelbildu»>i So b»haub»lte Waldwildling« sind bald bewurzelt unb wachsen freubig weitet. Silbenrätsel. », ur, tu, b», d». Ixn, bo, hurn, in, itch, ko, l»n, lo, du, tue, 1'« ergi«b«nt>e» vmtsArn ylxg. I) Wncn.au» der all leftamentUche» flksdHw«* befanntrn Bern. 4) Sinn ®ltt«Ipunft i) El», früher I? Tenifchland h»,ft>e, fttzt nur noch in cstpreußen vorkommende Hirscharl. ») Den »I Kmdtell eine» Wugenrad«». 7) Dn Ao«nl-ho»i»»ii»rr. «egrnidtzllch zu menschlich. ») »in«, r (trßll Eihne Jakob». ») ittnen Ab|ch!,d»»>iruk. 10) Sin« «et b«» yabrrab». 111 dlntn «»wodner Qnblen». II) (llne lyrisch« Tlchiaattumg. 11) Einen der tleinen Pr» ! «ntschaft im alten «rndien. I») «In« ben »egyptern und Indien I») Sine «ladi In »er Schweiz. 17) gl»ß unk Stakt Im gürstenlu» euß innrerer Linie. >») giuß unb «tabt i» «btzmen. I») »leine« «ehtttz. kinb bie «orte richtig «funken, so bezeichnen die »ufana»dnchftab«n von oben na !>! !N gelesen ein» von den CnaUnbern im vuernkrie,« «tralfcnt »iurich duchstaven aber. d»n unten mich »ben gelesen ben Stzaiann dieser (tinrld Her» selb. SUnbnn Im'Vurrnkrle,« «trossen« Einrichtung bie ItnZ > oben gelesen den Ubarakter bieser (tlnrlchtung. Karl Certel. A. K A A A A C D K ElIltlB H H H 1 LLLLL II S N H R R 9 8 8 T T T T W X X ' Dii»»»trttfel. •ink ble Buchstaben richtig ------ |---- - »<««> gwrkiHl, rcih» eine di« bei 'entrechte unb «agrrech«, Aruzrii. — ZI« akrigtn «ngerechten Reiben dczetwnrl, Einen vnchsladen. ») Einen ?eil de» Baume». Ifu- ijti — --- ~ - l) Einen flagetln. «takt an ine Mtseiatt. t) «inen Vornamen. «} llirn an b« «aale. T) «in «ewdsser. ») «inen »uchfiaiK ;-«■fUfung folgt In nÄchfter Anmmer. ■uftefunjen in« veriger N,»»er: »e» Aritbmogriph»: »»i,ar<«n, vn»rrn. Lauben, Oabrlft, Aubet, »egen. lburq. lirlangen. Niagara. -