Zeitung. Nr. 379. Pränumeiationsprei«: Im Lomptolr ganzj. ft. Il, hnlbl. fl. 5>..'<0. ssili ble Zuftüllui!« in« Hau« dalbj. 5<»lr. Mit d« Post »)ai!,j. fi. 15, yaidj. sl. ?,5l». Mittwoch, 4. December In^ „. 5« l, ^ I8«7. Nichkuntlicher Theil. KlmdmachlMg. Z 2777!'. In jüugstcr Zeit kommen Sr. f. t. apostolischen -"tlchjtät Sammlungen von litcrarischcu und Kunstcrzcng-'usscn wieder in ungewöhnlich großer Anzahl uumit. tcldnr zn. ^ Um diesem vorschriftswidrigen Vorgang ein Ziel "" sctzc», wird mit Beziehung allf die hicrortigc 5tnnd' ?^chung vom !', März 18l!.'l, Z. Zl»?/l'., nnd nntcr Hunvcifnng anf die im uichlämtlicbcu Theile der „Wiener 7^it»»g'< vom 24. November d. I. (^. l;75>) nnd in Icncni der ..Laibacher Zeitung" vom 2t). November d. I. ^'thallenc Knudmachmig dcS l. k. ObersttäuimercramteS hicinit ucuerlich in Eriuucruug gebracht, daß alle jcuc, ^'clche ssnnst. oder Druckwerke Sr. k. k apostolischen ^"jcsliit dar^ubriugcu beabsichtigcu, früher im Wege dcS ^Wdnpräsidinuis die Allerhöchste Bewilligung zur Eiu^ ^ndiinf, anzusuchen und diese abzuwarten habc,?. Laibach, am W. November ld!g Kopfzerbrechen verursachen ; sei» gcgeu>värtigcS Be« lN'bcn ist daranf gerichtet, deren Vereinignng zu crzic-^"' da diese allein seine Portefcnillc-Frage bildet, uud ^'un rr dcu (5abiuetten von Vondon, Berlin nnd ^t. P^crölmrg ei» Prograinm vorlcgcu laßt, so dürste ^sclbc lau», ernster zn uchmeu sein, al(< die Zwang^maß ''M, durch wclche'dic Znstimmnug d^ päpstlichen Stuhlö ^'^^!it würde. Nachdcut die Drohung, die Trnppcn ^^lckznnifcu uud ihu sciucm Schicksal zn iibcrlnsseu, am "nchmiilhc Piuö' lX. abgeprallt war, dcr jcl^t wie M'lhcr erklärte, daß er bereit sei, ciu Äiärtyrcr dcr Kirche ^l Wcvdcn, bestimmte die Andeutung, daß die italienischen ^"lcgcnhciten den gcgcuwärtigcu Momeui als einen bc-!)> '"s gccignctcu zur Ocltcndmachuug dcr päpstlicbcn ""amnlioucu crschcincu ließen, den Vatican znr Au» ^)»ie dcö Consereuzvorschlageö. Ob kardinal Anto-^ l dnriu schv aufrichtig gcwcscn, bleibe dahingestellt. ^ unuthlich bestinnnte ihn dazu dcr Nmftaud, daß Frank' d^. , ,!^^ wenngleich in dcr leisesten Weise, zu Gunsten ^ ^psllichcn Fordcrui'gcu comprouiittirt hatte, uud die tcr, ^ "'^ "'" Vclouuüg derselben vou dcu Vcrtrc- ^ gcsalnnitc» Europa'. ^ , ^"hrend uu» die srauzösischcn Truppeu sich theil-^, I^ bereits einzuschiffen begiuucu. entwickeln gleichzeitig stcm?'"^" Blätter, daß Frankreich sich zn der voll-schs,?"' Running des Kirchenstaates uicht früher cnt° M'is-^ ^"^c, alö bis die Coufcrmz zu positiven (^r-^ll^ ^lührt habe. Die „Patric" widmet diesem Ech?'6 ""cu ihr mitgetheilten Artikel, welcher an d,c all/^ "'feiten criuucrt. mit dcncu die angcnbllckllch l,uH "N6 «in Rndcr stehende OrduungSparlci iu Ita'icu »icln-e^ ^'"pl'cu habe, und übrigcuS daS Verbleiben "ccch-,"' ^"^sischcn Rcgiiueutcr iu Rom oder (5'MM-'l»s c tt? , "" Thatsache darstellt, welche, ledigl'ch znr N'crt , ^""g des ,.!,,,„> ,„e. WaS d,c,cC Coufcrcuzwcrk selbst betrifft, so gefällt sich dic „Pntrie", darin, alle Schwicrigleitcu desselben iu dcu Vordergrund zu stellen. Zuuächst werde noch mit dcu Cabiucttcu von Berlin, St. Petersburg uud London über dic Bedingungen nud Gruudlagcu der Berathung unterhandelt; inau habe erst ein Prograinm zu entwerfen, dann die Pnnklc fcslznstcllcu, über welche ciu vorgäugigcS (^>N' vernehmen zn erzielen sei, ferner über die Art der Ab-stimmuug, die Wirluug, Tragweite und eventuelle AuS< führnng der Beschlüsse zu entscheiden; kurz, es würden im besten Fall noch drei Wochcu vergchcu, ehe mau nur werde sagcu lönncu : die Konferenz' ist oder ist uicht zu Stande getommcn. 1!). Zitzmg drs Hermlhlluscs vom .^). November. Auf der Ministerbank: Ihre Oxcellcu^cu die Herreu Minister Freiherr v. Beust, Graf Tnaffc, FML. Freiherr v. I ohu, v. H y c. Präsidcut Fürst 5tar1 Aucröpcrg eröffnet die Sitzung ilm 12 Uhr. Graf Autou Auerspcrg überreicht zwei Peti-tioucu gegcu das Concordat, (Werden dcr betreffenden Commissiou zugcwicfen.) (^s wird zur Tages or duuug, uämlich Fort' setzung der Spceialdebatte über 8 1l der rcvidirtcu Vcr-fassnug geschritten. Absatz >' wird ohne Debatte angcuommeu. Absatz s lautet: Die Mi'diciimlHl'sl'^cbimg so N'i^ die Gch'tzgrbiüig züü, Schlitze gl'szcll (Hpldcuiivü und Bichsl'llchcii. Freiherr v. LichtcufclS molivirt die ^tothwcu-ldigkeit, die Polizcigcsctzgcbnug in dic Competenz dcS Rcichörulhcs aufzunehulcu. Sein Autrag fei uicht gcgcn die Antonoiuic der ^üudcr gerichtet, aber es müsse,cilic gcmeiusamc Pollzeigcsctzgcbung ^istlreu, sonst sci diese übcrhanpt nicht luüglich. ^i!coner schließt mit dem Au» trnge, Absatz < habe zn lauten: „Die P ul izc i gcsetzg cb u n g, insofernc sie in gemeinsamen Vorschriften für alle im Reichöralhc vertretenen Königreiche und Bänder besteht." Berichterstatter Graf Antou AucrSperg: Der Antrag des Freiherrn vou Vichtcust'ls sci von so hoher Wichtigkeit, daß er dcr sorgfältigsten Erwägung unter, zogen werden mnß. Priueipicll habe die Coinmission selbst erklärt, daß, uachdcm sic dic taxalive Aufzähluug dcr Ncichörathöagcndeu beschlossen, sie selbst bemüht ,e>, dicsc zu vervollständigen. Deshalb bcanlragc cr die Be-schlußfassnug über diescu Absatz auSzusctzeu uud. nach. dem i.) II. zn Ende berathen sein wird, die Sitzung zu unterbreche,!, um der Commission Zeit zu gönnen, dlesen Absatz nochmals in Berathung zu zu-heu. Se. Excellenz Miinsterpräsideutstellvertreter Gras Tanffe erklärt, daß die Regierung dciu Antrag des Freih. v. VichtcufelS nicht cntgcgcn treten könne, dieselbe bereite ein Polizcistrasgcsctzbuch vor. ! Dcr Autrag LichlcufelS wlrd uahezu cinstlmmig uulcrslützt, die Beschlußfassnüg über dic Absätze ! und .<: ausgesetzt. Absatz >. wird ohuc Debatte augcuommcu. Absatz i lautet: ^Dic Feststellung dcr Gruudsntzc dcS IlulerrichtSwcseuS bezüglich der Volksschulen, Gym-uasieu u n d R cals ch n Ien , daim d>e Gesetzgebuug über dic Uuiversitätcn uud tcchui scheu Hochschntcu." ^u diesem Absatz stellt die Ausichu^uiuorilät, ver< trctcu d.irch Fürsleu Czartorysti, dcu Antrag: Absatz > ^^ ^i.> O"schgcbu»g !>ir di<> l'mwnsi!^'» »ud dic lcchuijch.u '"^'B"richlerstatlcr Graf Anton AucrSperg verliest fulacudc Stelle dcS Berichtes: ^..„K^ilrmr ln„n hi^r nü' mi^nssl, s.dc^ i.ichl rrschops^nd rr-,^ . . > M.'» ^w"^'" dcc« ^i^i.^dlrxst^, dlr Av,.^ >m. oiill! >l'c^'s!!, ' , ^> ^„s,^il, dlüi Vmidl'a,! N>i^ drü! ^I,nsi. ^^' .«" !',f s. U !' ci!r„n'»l. d.r ^icllig^ ,.„d Ol1i,!m,g Bcn ws>, fir !">o >MM" ZU'^ck. .»it.vi.tm, Dcr Gn'> -c, in"' ^.ichcUnndc^ nl'^sch,»!!^. >l'cld.'. "^" dc^SlmU^ii.gn^ dn<-Nccl>t d s^l a mich m,Erhall' scu'^r cng^cn ,^mial ^^iloinuin, und ^ m/> si^>>. Z-'r Silw! lu.m sich dcr .chcrftcn w!,»,« m d Ocs^'^cbmni im Cr;i.h",.g^ >.»d ll^rrich^,^., »icht m>- d" 3 ^!"ch^h^'ns>' bcc,.:md.c.i E.»sl..s; m.rä.mn. so d.rs cti',/,» solch'r ft'». wllch.'V jc»c höchsirn ^l»i^idcn ^snhvd,',! »n!ü»', ^>>' d'oinuiissiou l'ccüUvagl sonach, i» dcm rvstn, Adsatz , dieser li,. zu dc» Volksschulen mid Gyniuasici, auch dic Real. schulen, in dcm zweite!, nbc, ^ii dm Nnwrl'sillUcii «inch dic ^tcch ,iischru Hochschule „ anzinrilicii, lrhineü noch ill-rrdi-i, in Äcniclsich«ig,mg dcr VrdcilUl!,g. wllchc dcr Tcchml ill lüiscriii Tngcii cincicräiüiit ist. Fürst (5zart orySki bekämpft dcu ersten Theil ^dcs Absatzes >, welcher vou dcu Volks- und Mittclschnlcu handelt, als ciucn Eingriff iu dic berechtigte Autonomie dcr ciuzelucn Läudcr und bcrnft sich bctrcsfs Galizicns auf dic zahlreichen Petitionen iu dcr Schulfragc. Ritter von HnSucr wcisl darauf hiu, daß das Volksschulwcscu allgemeine Grundlagen hat, die nicl't blos in ciucm gcgcbeucn Staate, soudcru iu dcr ganzen Welt gemeinsam siud uud sciu müsscu. Die Aufgabe dcr Volksschule ist es ja, dasjenige zu lchrcu. was dcr Meufch wifscn muß, weul> cr am Eudc dcu Nanicu eines Mensch.n vom Standpnnktc dcr Bilduug verdienen soll. Iu dicfcr allgcmeincn Bcziehiing gibt es doch qc-wiß uichtS Individuelles. Eiuc wcitcrc Aufgabe dcr Volksschule besteht dariu, ,dic Garauticu zu bietcu, dnß jcdcr dic allgcmciustc staats-bürgerliche Bildung habe. Auch iu dieser Bezichuug besteht doch gciviß zunächst ein NcichSiulcressc nud nicht daS dcr cinzclucn Läudcr, WnS dagcgcu daS Mi ttc l s ch n lw c scn betrifft, fo wäre cS auch hier vou größter Gefährlichkeit, vcr-schicdeue Systeme, die auf ucrschicdcucu Gruudnnschnuuu-gcu beruheu, zur Durchführung zn bringen. Dcr imlnr-lichc Zweck dcr Mittelschule ist, die Vorbereitung für die Hochschule zu gcbcu, uud schon deshalb ist ciuc ver< schicocuc Bchaudlnug derselben im Gegensatze zur ssoch' schule unstatthaft. ' . > Redner vcrwciSt anf dic Eonscqucnzcu, die dcr MmorilätSnutrag iu dicscr Bezichuug mit sich brächte, und bcnlerlt: Wir haben iu, Grsctzc i.bcr oic cillgeniei. neu Rechte dcr St.-.alsbmgcr die Fnizügigkcit als Rrcht^ hingestcllt; nehmen Sie jrdoch dcu Aiiuorität^utrass c,u, so ist dieses Recht illusorisch gemacht, dc»u dic Eltern, die ihre Kinder in cinc Echicle schicke», dic nnch rinrm beslimniten System gclcilct wird, siut' wcgcu ihrer Kin' dcr schindelt, an rinen Orl zn nbcrsicdcl», wo rine nuderc Schnleiurichlnng besteht, sic wcroeu so !i. (Beifall,) Fürst Sanguszlo sagt, cs gcbe nur Eiuc rich, tigc Eeutralisatiou, uud dic isl die dcr ^ntcrcfsrn und Gcsühlc. Zur Erreichung derselbe,, sci abcr nur ein einziger Weg vu'.haudcu, und daS ist ehrliche Gcwübrilns, der Antonumi'c an dic cinzclncn räudcr. Nnr so könne man dic Viiudrr bcsricdigen, uur so wird auch Gaü-im sich zufriedc» grbcu, wclchcs iu Vcrbiuduug mit Tirol dic bcste, wenn uichl dic einzige Stütze des Thrones ist (Großer LSidcrsprnch uud Murren.) Präsident: Ich muß doch bemcrlen, daß ,f>err Redner m, Unrechte stud, wcuu Sie sagen, daß Galluen nnd Tirol die c i » z i g c n blühen t'cs ThroiisS sind ^ch bitte, diescu Aufdruck znruckzunchmcii. Fürst Sangnszto: Abcr doch wcniqstcns d!e bcslcu. Präsident: DaS steht ,U)„eu slci Fürst SauguSzlu - Ich bedauere, daß cS so i.'t aber beinahe töuule »,au es sagcu sgrosic .^citcrlcit l„ ^l empfehle dcShalb die Aulrngc dcr Minorität Graf Hurtig: Entzichcn wir die 'Bestimmn,,« dcr Grnndsätzc des UnterrichtSwcscus dcm Wirfnuci«!' kreise dcS Rcichorathcs uud vcrlcgcu wir sic in die ^nud« läge, was wird die Folge sein? Die heranwachsenden Staatsbürger werde» dadurch in die peinlichste Lage versetzt werden. Dcr Knabe wird in dcm einen ^audc ansangen zn studircn, die Vebens-vcrhällmssc werden ihu in ein anderes Land versetzen-^ wird uur mit grosicr Mühc und mit Zeitverlust scinc Studien nachholcu könncu, vielleicht wird cr cs gar nickt lönncu. Er wird. wcnu cr dic Sludie» wcitcr fortsetzt sich iu seiner Laufbahn bccngl fühlen, cr wird nnr in cinciu Lande fortkommen können, uiid sind ^ ^ -Wohlc beitragen wird? Ich glanbc nicht "^".e.ncn Ich glinibe, wciiu wir dii-s,' 9^s.' ' so werden wir cinc .mßve.gu gleG nc 7 wcrdcn zahlreiche Leute wau !^., ^ sch"W', w.r kmuu.cu gehem ,t, ,n w ^ ", ihre,» Fort- Wir werden ' "b^lgnugtc Burger ftiu werden, t^isuus ,,.... "Ucrrcichischcn Patrio-^ '.',',">d der ,,t lcidcr nicht all» stars, »ur chwahcn uud ciucn sl i rch t h » rmpatri .< i s-"'»S^schaffcu. lBcifakl.) >i. >cS halte icl, »>ch< s.ir n'i'»schc».?,vci!h >,üd >,itlc 1900 daher, dcn Antrag, wie ihn die Majorität der Commission vorschlägt, anzunehmen. (Beifall.) Nachdem noch Hofrath Dr. Rolitansky den Majoritätsanlrag vertheidigt, wird die Debatte ge< schlössen. Berichterstatter Graf Anton AnerSfterg: Nach den eingehenden Erörterungen fachmännischer Natur, welche von zwei anerkannten Autoritäten zn Gunsten des Majoritätsantragcs anSgcgangcn sind, nnd nach den AuSeinandcrsetznngcn praktischer Richtung, welche ein «ndcrcr verehrter Herr Vorredner gegeben hat, bleibt mir nnr ein Weniges zu erörtern übrig. Dieses Gesetz ist ein VerfassungSgcsetz, ein Staats« gruudgcsetz, somit vor allem politischer Natur, nnd eS ist auch die politische Seite angeklungen worden, und zwar iu sehr vernehmbarer, nachdrücklicher Weise, so daß sie auch von mir eine kurze Beleuchtung erfordert. Wenn der Schwerpunkt dieses ganzen Gesetzes sich in den ß§ 11 und 12 conccntrirt, so couccntrirt sich der Schwerpunkt dieses § 11 in den !>>. i und ><; denn in ihnen gipfeln die höchsten Culturanfgabeu deS Staates. Die Schule, als Pflanzstätte der Bildung künftiger Etaatsbürgera.cncratioueu, ist auch für den Staat von der wichtigsten Bedeutung, nicht nur für die Gegenwart, sondern auch sür die Zukunft. Mögen wir uns vor allem bei dieser Frage daran erinnern, daß wir bcrufcn ^ wurden .;n bauen, uicht ,zu zerstören oder die Keime! künftiger Zerstörung zu legen. Es handelt sich um! einen sittlich gcistigcu Aufbau. Unterricht nud Erziehung gehören zn den höchsten, der Menschheit und ihrer Cultur gestellten Aufgaben nnd Problemen. Die Bildung ist in ihren Ausgangspunkten local, national, in ihrer höchsten Höhe kosmopolitisch, wcltbur» gcrlich. Aber zwischen den verschiedenen Abstufuugcu des CulturlebcuS ziehcu sich auch die staatsbürgerliche!!, politischen Momente hindurch. Es ist die Compctenz des Ncichsrathcs für die Gesetzgebung bezüglich der Uni« versitätcn lind technischen Hochschulen nicht bcstrilten wor« den. Die Angriffswaffcn richten sich gegen die sogcnann» ten Mittelschulen, die Realschulen und Gymnasien. Nun ist aber vor allem ins Auge zu fassen, daß ein intelli« geutcs Heer, daß das große Contingent bürgerlicher Elemente' gerade aus dicscu Schulcu hervorgeht. Es ist eine Pflicht der Sclbslcrhaltung vou Seite des StaatcS, dafür zu sorgcu' das; in dcn Staatsbürgern aller Stämme und Bänder das österreichische Staats« und Volksbewußt« scln herangezogen, geweckt und lebenskräftig gemacht werde. (Bravo! Bravo!) Dnvum bleibe der Staat Herr der Schule und die Gestaltung des Unterrichts« und Er« ziehungswcscns sei in der Wesenheit ciuc ciuhcilliche. Es handelt sich uicht um Unisormität, sondern, wie bereits erwähnt wurde, um Conformität. Die Auf< gäbe eitler slaatsbüigcrlichcn Erzichling zu löse», ist cinc Pflicht der Eclbstcrhaltung des Staates nnd zur Unter« stützlllig dieser Ansicht füge ich die Worte eines gewiegten Schulmannes, die ich gerade dieser Tage zu lesen bckommcu habe, bei: „Wir haben auch die merkwürdige Wahrnehmung gemacht, daß iu jcncn Staaten die ccn-trifugale i^raft am stärksten ist, wo Vildnng uud Frei« hcit nie hoch standen. Diese beiden Güter sind die ein» zigcn, die höher stehen als die Nationalität." Es ist vou einem verehrten Herrn Vorredner dar« auf hingewiesen worden, daß eben die Grundsätze eines civilisirteu Schulwesens iu der gauzcu Welt dieselben seien. Man weist dem gegenüber auf die speciellen Be« soudcrhciteu und Eigenthümlichkeiten der verschiedenen Länder dcr Monarchie hiu, Ich möchte aber nun di>se Bcsoudcrhcitcu uud Eigcnthümlichkcitc.. in concreter Weises vor Augen sehen, um begreifen zu köimcu, daß sie der j Geltendmachnug und Durchführung dieses Grundsatzes entgegenstehen uud daß sie dadurch gekrault nnd verletzt werden. ES ist hier ein VcrfassuugSgcsetz, in welches nicht die Dctailbestimmungcu aufgenommen, sondern nur allgemeine Gruudsätzc und Normcu festgestellt werden lönnen. Ist aber auch für die berechtigten Eigeuthümlichkei« ten etwas zu fürchten? Ich bitte uur die Worte uud deren Bedeutung ins Auge zu fassen: „Feststellung dcr Grundsätze." Kann denn nicht bei dcr Feststellung dcr Gruud-sätzc auch auf die zu berücksichtigende Mannigfaltigkeit Bedacht genommen werden, kann nicht da den gerechten ^ Wünschen in antonomcr Nichtuug Rcchuuug getragen werden ? Bedenken Sie fcrucr, daß so Vieles dem Wege der' Spccialgcsctzgcbung vorbehalten bleibt: ich weise nur auf das Schulgesetz, das iu nächster Linie unserer Be« rathuugcn steht, ich weise übrigens noch darauf hin, dah anch im administrativen Wege Manches erreicht! und durchgeführt werden kann, ich weise namentlich nach der Seite, von welcher die Anklagen uud Anforocrun-gen am lautesten ertönt haben, hiu, auf die cxccp» tioncllc Stellung des zugcstaudcncn galizischen Studien« rathcs. Sind die gerechten Anforderungen nicht auch schon berücksichtiget uud anerkannt in jenen Gesetzen, die wir bereits berathen haben und worin es sich um die Grund« rcchtc handelt? Es ist ein mir auch schon aus meiner anderweitigen constitlitioucllcn und parlamentarischen Wirksamkeit' bekannt gewordenes Wort wieder betont worden, es ist' für mich kein neuer Gekannter, es ist daS Wort „ger-manisiren". Ich verleugne uud unterdrücke manches Gefühl, das mich als Deutschen in diesem Augenblicke lebhaft bewegt, weil ich weiß, daß ich Vertreter anderer und edler Volksstämme des Reiches vor mir habe; aber Eines kanu ich nicht unausgesprochen lasseu. Hätte man in Oesterreich gcrmanisirt znr rechten Zeit, wäre man in den Geist der germanischen Bildung eingedrungen, hätte mau ihn znm Leben geführt, hätte man sich nicht überflügeln lassen vou einer anderen Seite, so stünden wir ganz wo anders, als wir jetzt stehen. (Bravo, bravo!) Es ist auch von einer Allianz separatistischer Na« tur mit dcn Czcchcn gesprochen wordcn. DaS ist nnn Geschmackssache (Heiterkeit), aber constitntioncll ist es nicht, dcun ich seh^ eben nur die parlamentarische Allianz vor Augen. Wir haben die Erfahrung gemacht, wclchcu großen Einfluß cinc Minorität sich an einem anderen Orte gesichert hat, allein mau kann nicht als neues Eiu-schüchtcruugsmittel die Drohungen, die von Minoritäten ausgehen, einem parlamentarischen Körper gegenüber gcl« ten lassen. Alle Länder und Volksstämme der österreichischen Monarchie sind im Rcichsrathc in dcr relativen Minorität; wohin käme es dcun, wenn cinc Minorität sich nicht fügen wollte dem parlamentarischen Usus, sich dcr Majorität unterzuordnen? Znm Herrschen dcr Minorität! Wahrlich das hieße dem coustitut oucllcu Principe ins Gesicht schlagen uud ihm eine lödtlichc Wunde beifügen. (Bravo!) Gerade in der Ceutralverlrctuug als jcuer Arcua, die feruc dcn localcn und nationalen Leidenschaften liegt, werden die Minoritäten ihre Würdignng uud ihren Schutz finden, dcuu sie siud dariu vertreten uud bcrufcu, ihre Stimme zu erheben, wo sie glauben, daß ihnen Unrecht widerfährt. Ich kann nach dem Gcfagtcn nur die gestern gc« äußerte Bitte wiederholen, daß die Vertreter jener Rich» tungen, denen wir bereits schon so große Concessionen machten, auch dcsseu eingedenk seien und uuö Wicderver» gcltung übcu mögen dort, wo es sich um die großen Interessen dcr Gesammtheit und die großen Culturintcr« essen handelt. Möge man doch endlich zur Erkenntniß kommen, statt Anforderungen fortwährend zn steigern, daß mau trotzdem und allcdcm in Oesterreich sich nicht so übel befindet (Bravo!), uud möge mau österreichische Gesammt« intcrcssen in erste Liuic stellen. So nachgiebig wir nnö bewiesen haben iu anderen Punkten und Bestimmungen, so werden wir doch hier, wo es sich um die geistigen und sittlichen Fundamente des künftigen StaatölebcnS Oesterreichs handelt, cinc Nachgiebigkeit nur für sehr bcdcutlich, sehr gefährlich fiudeu und uns fchwcr oder gar uicht dazu cut« schließen. Nach dem, was ich gesagt habe, kann ich nur aus daS wärmste die Annahme des Commissionsantragcö empfehlen. (Bravo, Bravo!) Präsident will znr Abstimmung schreiten. Fürstbischof Gaffer stellt dcn Autrag, Abfatz i in seinen einzelnen Theilen zur Abstimmung zu bringen. (Wird abgelehnt.) Bei der A b st iin m u n g wird Absatz i »ach dcr von dcr Majorität dcr Commission vorgeschlagenen Fassung angenommen. (Gegen dieselbe stimmen die polnischen Mitglieder des Hauses nnd der Bischof von Brisen.) Absatz l< lanlct nach dem Majoritütsantrage: Tic 6wil- iilid Stvasn-chtölMlMlmüg so wie die Gcsch-sscbmig ilder Handels- und Wechjclrcchl, Set-, Bcvg- und' ^'henvccht. Eine Minorität dcr Commission beantragt, conform mit den Beschlüssen dcS Abgeordnetenhauses, !il. !v habe zu lautcu: Dic Civil- und SttafgesetMbuna insofcrnc sie nicht die Einrichtung dcr Grnndbiichrr nnd solche O^rnstäude lrlrifft, , welche nnf Grund dcr Lcmdcöordnnngcn nnd dicscS Ornndgc-schce in dcn WntnncMrciö dcr Landlagc gclMn, fcrncr die ! Gcschgebnnc, iilicv Handclö- nnd Wechsclrcchl, See-, Bn'n- nnd !?che!irccht. Zur Begründung des Minoritutsantragcs ergreift Fürst Iablonows'ki das Wort uud spricht gegen dcn Majorilätsantrag auS Rücksichten dcr Autouomic, welche in Angelegenheiten der Landcscultur dadurch ganz auul-lirt werde. Se. Ezcclleuz Iustizminister Ritter v. Hye tritt dem MiuoritätSuotum entgegen und empfiehlt den Antrag ^ der Majorität znr Annahme. Im Minoritätsuotum, führt Redner aus, ist vor« zugswcisc dasjenige im Auge gehalten, was die Civil« ' und Strafgcsctzgcbung in Beziehung auf die LaudeScultur ^ betrifft, dcun die Landcsordnuugcn überlassen alle Anordnungen in Betreff dcr Landcöcultur, der öffeutlichcu Bauten, der Wohlthätiglcitsanstaltcn, dcr Landcscom, munication n. s. w. dcr Landesgcsetzgcbuug. Dcr verehrte Herr Antragsteller dcS MinoritätSvotnms will, daß auch die Civil« uud StrafrcchtSgesctzgebuug iu dieser Be. ziehung der LandcSgesetzgcbnng überlassen bleibe. Dann würde aber wahrhaftig von der Civil« und Strafrechts, gcsetzgebuug des Reiches fchr wenig übrig bleiben, wenn man alle diese Gegenstände der Landcsgcsetzgetmng zuweisen würde. Berichterstatter Graf Anton NuerSftcrg: Die eingehende fachliche Unterstützung, die dcr Majoritäts< antrag von Seite dcr Regierung so wie anch eines Wt» gliedes des hohen HanscS gefunden hat, enthebt mich jeder weiteren Bemerkung. Dcr Antrag dcr Majorität wird hierauf angenom-men. (Dagegen blos Fürst Cznrtoryöki, Fürst IaW' nowSki, Fürst Sapieha nud Graf Goi'ß.) Die Alineas I bis o des tz 11 werden hieraus angenommen nnd die Sitzung unterbrochen, damit dic Commission zur nochmaligeu Verathuug dcr Alineas i" und ^ zusammentrete. Nach Wicderaufuahmc dcr Sitzung theilt Bericht' erstattcr Graf Anton Ancrspcrg mit, daß sich b>e Commisson einstimmig zur Auuahmc dcS vom Freihcn'N von Lichtcnfcls gestellten Antrages geeinigt habe und die Iü. l uud ^ nuumchr zn lauten hättcu: ^>l. l. „Die Polizeigcsctzgcbung, iusoferuc es si«) um gemeinsame Vorschriften für alle im Reichsrathc vertretenen Königreiche nnd Länder handelt." l'ü. k. „Die Gesetzgebung über Staatsbürger- »"" Heimatsrecht so wie über Volkszählung. Die beiden Absätze werden nach den AuSschnßa>'< trügen angenommen. 8 12 kommt zur Debatte uud wird bei dcr Absti!"' muug nach dem Commissiousautragc augeuommen. D>e §§ 13, 14, 15), 1<> nnd 17 werden ohne Debatte cM' uommcn. Bei ^ 18 (Erlöschuug des Maudats) wünscht Fck uou Lichteufels, es möge conform mit dcr früheren Vcrfasfuugsbestimmuug auch der Fall dcr dauernde" Vcrhiudcruug hier aufgcnommcu werdcu, uud bcautnW die Eiuschicbung dc6 Passus: „oder dauernd verhindert ist, Mitglied des Rcichsrathes zn sein." (Ist uulcrstützt.) Berichterstatter Graf Autou A ucrSpcrg bemertt, die Cominission habe die vorliegende Bestimmung als cinc mehr interuc Angelegenheit des Abgeordnetenhaus^ betrachtet. Bei der Abstimmung wird tz 1« mit dem AnM'' dement des Frh. v. Lichtenfcls angenommen. Ohne Debatte werden die §§ 19 und 20 angenommen. Zu 8 21, nach welchen» jedes der bcidcu Hausn' berechtigt sein soll, die Vcrwaltuugsactcn dcr Regierung zu prüfen nnd znm Zwecke dcr Information Cominissi^ nen zn ernennen, erklärt Freiherr v. Lichtenfe l s, daß er gegen dicseu Paragraph wichtige Vcdcukcu habe» Neun den bcidcu Häuscru dieses Recht zustünde, s" folge hieraus, daß die vom Rcichsrathc bestellte Co>^ mission, welche die Informationen cinzuholcu h^, berechtigt wäre, sich selbst in die Aemter zu begebe», Beamte uud Münster zu vernehmen, Zeugen zu verhöre", Cassen zu rcuioircn, ja vielleicht die Militärvcrwnltnlif!, die Vcrpflcgllng dcr Regimenter, die Festungen, die Kanonen und die Zeughäuser zu iuspicircn. Dies Bcfngniß gehe sogar noch über das M«>u' stcrvcrantwortlichtcitsgcsctz hinaus uud sei ciu Eiugriss in die Rcgicrungsgewalt; wenigstens sci ciu solche möglich. Man könne nicht wissen, was die kommende Au bringt, uud ob uicht ein Mißbrauch vou dieser GenM stattfinden uud durch denselben die Action dcr Ncg^ rung lahmgclcgt werden köuule. Er glaube, daß dieser Paragraph gauz auszulasst" wäre, nachdem die Äcfugniß, wclche die GcschäftSord^ nnug in dieser Bezichnng dcn beiden Hänsern cinräuw'' anSrcichcnd sci. Berichterstatter Graf Anton Aucrspcrg hält d>c vom Vorredner geäußerten Bedenken für unbegründet' da keines dcr beiden Hänfcr einen executive»! Wirkung" kreis hat, so töunc cö auch iu dieser Richtung ciuc 2^ trolc nicht ausüben; übrigens ließen sich die Bedenke anch dadurch bchebcn, wcuu statt dcö Passlls „Z"! Zwecke dcr Information" gcsctzt würde: „znm Zw^ ^ dcr Emholuug dcr Iuformation." Er stellte diesen AnNW' Freiherr v. Lichtcnfcls erklärt, daß auch d"! Formuliruug seine Bedenken nicht beseitigen tönnc. , Berichterstatter Graf Anton Ancrspcrg rcpl'c^ und erklärt, er wüuschc uicht, daß dicscr Paragraph z" Gegenstände des Conflictes mit dem anderen Hause g macht werde. . <> Freiherr v. Lichtcnfcls: Ich begreife "^ wozu neue Verfüguugcn eintreten sollen, nachdem d gegenwärtige Gesetz, betreffend die Geschäftsordnung, stehen bleibt. ^„ Präsident bringt dcn tz 21 in dcr vom ^ richtcrstatter alnendirtcn Fassnng znr Abstinunnng; ^ selbe erlangt nicht die erforderliche ZwcidriltclmajoN ist somit gefallen. ,,< Die ^ 22, 23 und 24 wcrdcu ohuc DebaM.^ gcnommcu uud foiuit dcr Gesetzentwurf iu zweiter Lei erledigt. . .g, Präsident constatirt, daß sämmtliche p" graphe mit überwiegender Zwcidrittclinajorität angc> men wurdcu. Schluß dcr Sitzung: 4 Uhr 15 Minuten. Nächste Sitzung: Montag. ,^ Tagesordnung: Dritte Lesnng dcr Verfay>l'«^ gcsetze und Cllmmissionöbericht über daS Dclcga ^' gesetz. 1901 20. Sitzung dcs Herrenhauses uom 2. December. Auf der Miuisterbauk: Ihre EMlenzcu die Hcnm Munster Freiherr v. Vcust, (^raf Taaffc, FML. mcchcrr v. John. ^, Präsident Fürst Karl Auerspcrg erüffuct dic ^'d»"g uul II Uhr 45 Minuten. DaS Präsidium des Abgeordnetenhauses theilt den von dem letzteren beschlossenen Gesetzentwurf betreffend °>e Aufhebung dcs VchcnsbandcS der Salzbnrgcr ^chcn '" ^tcicrmark und Salzburg mit. Präsident beantragt zur Porberathung dieses Mtwurfcs ciuc Commission von 9 Mitgliedern zu mäh-^l. (Augcuouimcu.) Freiherr v. Lichtcnfcla und 24 Genossen stellen '"Müden Antrag: In Erwägung, daß bei der AbsliiU' "'uiig über dcu 8 21 der rcvidiricu Verfassung derselbe, ll»c verlautet, l»ur iu Folge eiucs Nl'ißvcrständnisseS ablehnt wurde, weil diele Mitglieder der Meinung wa> ^'", .daß „nch Ablehnung des r>om Berichterstatter mo-blfuirtcn Antrages der nrsprüuglichc Comulissiousauirag M' Abstimuluug gclaugeu würde, stcllcu die Uutcrzcichuctcu dcu Autrag: . „cö sci gemäß ^ 2tt der Gcschäftsorduuug die Bcr-MAuug über ^ 21 des OruudgcsctzcS über die Reichs» vttlrctuug wieder auf.;uuchmcu." Freiherr v. Lichtcufcls begründet diesen Au-u'"g. Er habe noch immer dieselben Bedeuten gegen den ^°n der Commission vorgcfchlagcncu ^ 21. Am Schlüsse b"' Debatte über dicscu Paragraph, dessen Ablehnung er "^'tragic, habe der Bcrichtclstatlcr, die vom ihm(Ncducr) ^rgebrachtcu Bcdcuteu würdigend, cine Modification die. j ^ParagraphcS beantragt, welcher zui Abstimmuug gc-'"'igle uud abgclchut wurde. Damit sei die Augclegcuhcit wohl uach seiucm' Wunsche erledigt gcwcseu/abcr nach Schluß der Sitzung ^rlircitctc sich das Gerücht uud ciuzcluc Mitglieder sftra-"W cs ihm gegenüber aus, daß sie gegcu dcu modifkir« ^» Paragraph nnr deshalb stimmten, weil sie erwartete», b"ß nach' Ablehnung dcesclbeu die ursprüuglichc Fassung ^' Commission zur Abstimmung gclaugcn würde. Dies sli aber unmöglich gcwcscu. weil der von dem Bericht-"flatter sclbst modificirlc Autrag au die Stelle dcs Com» "lissionsanlragcö getreten war. Obwohl er selbst an diesem Mißverständnisse schuld. '°s sci, wolle er doch uicht, daß ein Beschluß Geltung "lauge, welcher nicht der wahre Ausdruck der Mciuuua, bcs Hauses sei. Cr selbst sei. noch immer derselben Ncinnng wie gestern, und wcuu dcr Autrag uicht mo< bisicirt würde, wärc cr noch iuuucr sür die Ablehnung desselben. Aber es sci voraussichtlich, daß mau ciuc Tc^tiruug l'crcinbarcu löuuc, wclchc allcu berechtigten Wünschen ">id auch dciu Abgcorductcuhausc cutsprcchcu würde. Im ^csctzc über oic Delegation, welches auf dcr hcutigcu Tagcsorduuilg steht, tommc ciu ähnlicher Paragraph wie der nbgclchutc vor. Cs sci abcr wichtig, daß iu dieser Vezichuug das Dclcgatiousgcsctz uichts audcrcs bestimme nls das Gesetz über dic Ncichsvcrtrctuug. Cr bcautragc bahcr, daß die Debatte über dicscu Paragraph wieder culfgcuommcn wcrdc, uud bchalic sich vur, ciucu Autrag "uf Modificiruug dcs !? 21 ciuzubriugcu. Dcr Autrag dcs Frcih. v. Lichtcnfcls (Wieder-""fnahiuc dcr Debatte) wird so zahlreich uutcrstützt, daß "" Präsident dcusclbcu als augcuommcn betrachtet. 5, Frcibcrr v. Vichtcnfcls stellt hierauf folgcudcn Antrag: Daö h, Haus wollc beschließen, tz 21 dcs Grnud« ^setzes über dic Ncichsvcrtrctnug habe zu lauteu: „Jedes dcr bcidcu Häuser dcs NcichSrathcs ist be> ?5iUgt, die Miuislcr zu iulcrpcllircu; iu allem, was w V^u'kuugskrcis erfordert, dic Bcrwaltuugsaetc dcr „^icruug dcr Prüfung zu unterziehen, von derselben ^',u- ciügchcudc Petitionen Auslüuftc z» verlangen; Coiu< ''!'ss'°»cu zu crucuucu, wclchcu von Seite dcr Ministern die erforderlichen Informationen zn geben sind nnd ?>cu Ansichten iu Form von Adressen uud Resolutionen ""üdruck zn gcbcu." . Vcrichlcrstattcr Graf Aulou A ucrsPcrg erklärt, "U'ch dicsen Autrag fei die Fragc iu ciu ueucs Stadium 'weu; cr bcautragc daher, die Sitzuug zu unter« ^)cu, damit die Commission darüber Beschluß fasscu ,. . Der Antraa wird nugcuommcu uud die Sitzuug "'U"brochcu. . .Mährcud dcr Unterbrechung erscheint Sc. Excellenz ^tlzmmistcr Ritter u. Hyc im Saale,) ^ach Wicdcraufuahmc dcr Sitzuug erklärt oe,- ^"chtcrstattcr Graf Auto» Aucrspcrg NamcuS l, .^"umissim,, daß dicsc sich dcu Autrag des Frci. ^' "0" ^ichtcufcls auciguc, uud bcaulragt dcsseu di, .5?" dcr Abstimmuug wird ß 2l dcs Gesetzes über " »mchsvertretuug iu dcr vom Freihcrrn v. ^chtenftls C;,.)'"litcn Fassung angenommen. (Dagegen bloS ssurst ""MMi und Fürst Wassillo.) , ^ wird zuv Tagesordnung geschritten. (Schluß folgt-) Oesterreich. Pest, 2. December. (Sitzung dcr Dcftu-tirteutafcl.) Georg LulacS legt sciu Mandat nieder. Louyay beantragt dic Wahl einer ständigen Füuf-zehucr'Finnuzcommisfiou. (Wird auf dic Tagcsorduuug gesetzt wcrdcu.) Dauu beantwortet Miko die nculichc lauge Interpellation Radics w^gen dcr Alföo'Fiumaner Bahn iu beruhigendem Siuuc. Dic voin „Hou" gc-rüchlweisc gebrachte Nachricht, cs sci iu dcr uutcr Vorsitz Sr. Majestät dcs Kaisers hier stattgehabten Minister-coufcrcuz die Aufstclluug ciucS Houvcdcorps von 15.(X)0 Mauu bcfchlosscu worden, cutbchrt uach dcu verläßlichsten Mittheilungen jcocr Begründung. Uusland. Florenz, W. Novcmbcr. (Hanssuch uug bci den Karthäusc r u. ^ ^ Mazziu ist isch cs C o m-plot. — Rüstungen in Bcuczicn.) Iu dem früheren KarthäuscrllDster vor dcr Porla roinana wurdc ciuc Haussuchung vorgenommen, wobci mau cinc solche Anzahl rcactiouärcr Documcutc faud, daß zur Vcrhaf-tuug dcs Superiors uud dcs Sakristaus geschritten wurdc. Auch ciuc Summe vou mchr als 130.000 Francs wurdc scqucstrirt. Fcrucr führtcu dic bci dcm unlängst vcrhaf-tctcu Dr. Cslival uud luchrcrcu garibaldischen Officicrcn aufgcfuudcucu Papiere auf die Sp»r ciues mazziuistischcu Complots uud cs wurden verflossene Nacht die Hanpt-mitglicdcr zweier rcpublicauischcr Comites festgenommen, die ihre Instructioucu vou Lugauo crhicltcu. Mazziui soll übrigeuS vou den Aerzten aufgegeben sein. — Ciu Correspondent dcr „G. di Vcuczia" erhält vou ciucm Officicr aus dcul Gefolge dcs Priuzcu Umberto, dcr uuläugst die befcstigtcu Plätze in Vcuczicn bcsichtigtc, nähcrc Mitthciluugcu über die dort vorgcuonnucucu um« fasseudcu Nüstuugeu. Vcroun uud Äiantua seien gegen» wärtig iu dcr ^agc, jede Belagerung erfolgreich aushalten zn tönncu. uud namcuttich lctztcre Stadt scheine gleichsam im Bclagcruugszuslaud, so zahlreich seien die Trnppcn, wclchc dahin strömen, und so bedeutend die übrigcu militärischen Porbcrcituugcu, wclchc getroffen wcrdcu. Pariö, 1. December. (Gari b a ldi ancr. — Suczcaualarbc itcn.) Der hcutigc „Monitcur" schreibt: Dcr letzte Trausport vou gcfaugcucu Garibnl-diancru hat gestern Civitavecchia verlassen, um den italienischen Behörden übergeben zu werden. — ^csscps hat iu dcr Coufercnz uou Nizza versichert, daß die Sucz-Canalarbcitcn vor dcm 1. September 1^6!) beendigt sciu wcrdcu, widrigcufalls dic Äanuutcrnchmcr für jcdcu Verzug zu ciucr Convcntionalstrasc von monatlich füuf. hundcrltauscud Franc« ucrhaltcn sind. ^csscpS sagtc, daß uach einer gestern angekommenen Nachricht ciu Dampfer dcr Compagnie Bazin den Isthmus passirt hat. CS crübrigeu noch für 150 Millioncu Terrain zn ver-laufcu. Vou dcr polnische,» Grenze, 27. Novcmbcr. (Dic russischen Winterquartiere in Po-dolicu. - - Iournalsti in m cn über Scrbici, nnd die Türkei.) Wie verläßliche Nachrichten auS Hussyatiu mcldcu, haben scit den ktztcn Wochen sämmtliche in Podolicu statiouirtc russische Truppcu ihrc Wiu-tcrquarticrc bczogcu. Dcr größte Theil hat sich bci Kou-stautiuow couccutrirt, währnid in Kamicnicz-Podolsk nur cin Corps von ctwa -1000 Mann untcr dcm General Gnildcnschmit verblieb. In Kousiautinow ist seit October auch ciu Artillcric- und Mnnitionslnboratorium crrich-lct wordcn, wclchcö dic Beschaffung dcr Artillerie' nuo Iufautcriciuuuitiou bcsoigt. I'l ttamicuicz, sowie uuler allcu iu Podolicu stchcudeu russischeu Truppcu, hcißt cs allgcmciu: dieser Thcil dcr Armee werdc im Frühjahr uwbilisirt uud gcglu dic türkische Grenze uorgcschobeu wcrdcu. - Dic russische Presse bringt gegenwärtig auch häufig Berichte aus dcr Türtci uud Scrbicu, die bezüglich dcr oriculalischcu Fragc ciu bczcichucudcs Streiflicht auf dic Politik dcs St. Petersburger Cabiucts wcrfcu. So cuthält das Journal „Moskwa" cinc Belgrader Corrcspondcuz, worin cs uutcr audcrm heißt: „Die Bczichuugeu Serbiens zur Türkei gestalten sich täglich hoffuuugsloscr, uud cs will uns schcincu, die Stunde dcr Cnischciduug rücke stcts uähcr. Bisher hat Scrblcu zu dcu uucrhörtcu Vorgänge» in dcr Türkcl geschwiegen, da cö mit Vortheil in ciucn Kampf sich juicht ciulasscu konnte. Hcnt abcr fürchtet cs die Türken nicht mchr. Serbien verfügt übcr eine wohldisciplinirlc patriotische Armee von 100.000 (?) Mann uud ZOO Gcschüycu. Ucbcrdics hat cS uoch ciucn Borrath von 300.000 Ge. wchrcn, dcrcn größtcr Tycil iu Hiutcrladcr umgcwaudclt ist. Dic Staat'öcassc endlich cuthält bci 15 Millioucu baarcu Geldes. Mit solchcu Äiittclu tauu man schou ciuc Nutcruchmuug wagcu. Außerdem stchcu Serbien natürliche uud mächt'gc Vuudcsgcnossc.i zur Scitc. Vou uicht gcriugcr Bedculnug ist auch dcr Umstand daß Serbien ciuc großc Zahl tüchtiger Offiziere besitzt, dic uoch täglich durch dic Zögliugc der sogcuauutcu bulgarischcu Atadcmic - wo jlü'gc Ecrbcu iu dcu Mililärwissenschaf-ten unterrichtet werden - fich ergänzen. ?iach dcn ueuc» stcu kricgcrischcu Erfahrungen sind uämlich tüchtige Uu. terofficicrc ciuc großc Stütze dcr Taktik, uud deshalb ward auch unlängst ciu großer Thcil dcr scrbischeu Uu< tcrofficicrc zur bessern Eiuübuug uach Kragujcwaz bc° ordert. .Indcrerseits" — schließt dieser bemerlcnSwerthc Artikel — regcu sich auch dic Türken. So werden alle Mohammedaner in Bulgarien mit Waffen versehen und gegen die Christen fanatisirt. (Dstindische Ueberlandpost) mit Nachrichten aus Bombay bis zum 14. Novcmbcr, ist am 2. d. M. iu Trieft ciugctrosscu. Es ging daselbst das Gerüchts König Theodor habe dic europäischen Gefangenen hin»' richten lassen. — In Calcutta hat cin Cyclonstnrm am 1. Novcmbcr gegen 1000 Personen das Leben gekostet uud bciuahc 30.000 Hütten dcr Eiugebornen zerstört. — „Egypte" meldet, Rattib Pascha sci zum Gcncralis. simuS der cgyptischeu Armee ernannt worden. — „Av^ venire o'Egitto" versichert, die Azizic - Gesellschaft habe sich wcgcn dcr gegenwärtigen Hanoclsstockuug ihrer Per. pftichtuugcu dein veucziauifchcu Mnnicipium gegenüber für entbunden erklärt, mit dcm Vorbchc-.lte, später neue Auträgc zu stellen, wcnn beide Thcilc damit einverstanden sciu sollten. Hagesneuigkeiten. — (Lrstei Wiener Arbeitstag.) Am Soxn. lag versammell-n sich aber 2000 Atbriter in Wien um das Wiegenfest ihrre Vcsrin«rechtc« zu srirrn. Noch' am SamZlag war diese Vetsammlung in Frage qeslellt -> da list am 8. Jänner das neue Vl>lsammlung?gesch ,n Kraft trill — jedoch durch El. ^ccllcnz den MmiUrr Taafse aul Votstcüung dc« Voisitzolbe» gcslcillet wlilde». Ein e 2Ü.000 Fra,ns und dcm Gallcningcnieur Herin Alphand 50.000 Francs. Die Hcrren Gasjies und Dax, welche unentgeltlich dic beiden Aauaiien ultterhillten, wurden mit einem Geschen! vo» jc 1200 Francs abgisundeu. — (Zcitun gsabsali.) D.r Manchester „(Hammer" thcill mit, dab er am vorigen Samstag (d.m Hinrichtung, tage dcr drei Fenicr) 192.045 (5frmplarc gedruckt babe und zweis.lt, oh je von einem Tageblatt a„ cincm und dem! sclbrn Tage mehr Eiemplare ahg<>,ltzl worden !.>>.„ lf, dcn 35.000 per Stunde oder beinahe i^ n der M ." abgezogen und für diese ^5^^ Locales. me.iValn"/^.?^ ^'^ "ichlich tragende« m zt anlschcn Bohne), von deren versuchsweisem An> au wn gemc oel haben, ist ve.fl.ssene Woche ei„e Anfrage N '_, ^'"^i dem He.ru Slatthallei von Sleiermart ^aron 2>iecsery «n das hiesige LandeSprasidium gelarigl. 1902 6s durften' rcmnach auch in Steiermarl Versuche mit breser mleressanlen Frucht angestellt louden, welch« m Mefico so geschabt wild, daß man sie zum Tcsscrt servirt. — (Spenden.) Ter Verwattungsratl) des hiesigen Nushilfscasseverlins hat durch seinen Vorslehei Herrn Johann N.P. Horal einen Vetrag von 70 fl. al« Ergcbnih einer Sammlung unter den hirsi^en Gcwclbsleulen mit dcr Wid» mun^ dem k. l. Landtöpläsirium üdrireicht, die Hälfte »avon der t. t. Normalschuldirecliun, die andere Halite aber der Direction drr Knabenhauptschule zu St. Iatod zur Anschaf« sung von Lehrmitteln für arme Lehrjunqen an der Gewerbeschule zu übergeben. Gleichzeitig haü derselbe belanntgegeben, baß beim AushilsScasseverein ein Betrag von je 10 fl. für Anschaffung von Prilmien an den hiesigen Gewerbeschulen erlegt worden ist. Tie Netrilge von je 35 fi. wurden so« fort ihrer Bestimmung zugeführt und bei diesem Anlasse für die ergiebige Untcrslritzuna dcr armen Schuljugend an den Gewerbeschulen dem AuZhilfscasseverein die gebührende Aner» lennung des l. l. LandesprHstoiums ausgesprochen. ** (Stipendium für Techniler.) Von den durch die hilsige Sparcasse errichteten Stipendien für Stu» dirende aus Krain, welche sich den höheren technischen Studien widmen, ist pro 1867/66 ein Stistungsplatz mit 150 fl. zu vergeben. Vcwerbungen darum sind mit den nöthigen Nach» Weisungen bis 30. d. M. bei der Sparcasstndirection einzu-»eichen. — (Theater.) Das gestrige Venefice der Fr. Kel-ler^Podhorsty hatte, wie bei der Velievlheit der Vene« . ficiantin zu erwarten, ein gut besuchtes Haus. Fc. Keller und Hl. Müller theilten sich im Genrebild „In der Stern» alle«" in den Veisall des Publicums. Fr. Keller als Klllinerin und Hr. Müller als Gefreiter waren in der That recht amüsant, und ihr drastisches Spiel, sowie die ge. lungenen Eftempor^'s erhielten das Publicum fortwährend in der heitersten Laune. Die Eoupvü'sche Operette: «Leichte Cavalerie" griff diesmal mehr duich als bei der eisten Aufführung. Der musitalische und der gesangliche Theil tonnte der sorgfältigeren Ausführung wegen besser gewürdigt wer. den. Die Chöre wurden recht tactfest und frisch gesungen, und die hübschen Nationalmelodien aus dem Magyarenland thaten ihre Wirlung. Dazu die hübsche Ausstattung unseres Huharencorps, an dessen Spitze Fr. Keller (Istvan) und Hr. Müller (Ianos) in heiterem und sentimentalem Genre Verdienstliche« leisteten, und die gelungene Peisisslage einer Gemeindevertretung, bei welcher Hr. Krehl durch launige» Spiel und Gesang excellirte — und wir haben alle Elemente eines heiteren Abends beisammen. Das Publicum zeigte sich sehr animilt und apvlcmdirte die witzigsten Stellen des Teiles mit vieler Lebhaftigkeit. Souvv^'s Melodien sind sehr sang» bar und in jenei leichten Weise gehalten, welche sie schnell populär macht. Somit glauben wir der Operette noch einige gut besuchte Wiederholungen in Aussicht stellen zu lönnen. Korrespondenzen. ^ Stein, 30. November. Heuer gab es in unserem Städtchen vcrlMnihmühig gegen die Vorjahre viele Fremde, so dah selbst hie und da Privalwohnungen denselben abge« litten worden sind. Diesen Besuch verdient aber auch unsere Stadt w.gen der schönen Lage in der Nähe der Alpen, der fiiichen Lust selbst im Hochsommer und wegen des auügc. zeichn.ten Tlinlwassers. Man Hal nicht Unnchl, anzunehmen, dah sich Stein nach und nach zu einem klimatischen Curorle dcvcuMvcn wcrde' cö fehlt nur noch an cincr comfolladlen Äadeallstalt ,«r stt es am Pwhe zu elwühncn, daß lin palentiller Fleischhauer aus Lailiach vier eine Mc>1c ernchten und sich vcrpstichten wollle, a,cg«n Zusicherung des Laibachcr Tarifes mit einem Nachl.ifjc von 2 lr. p bürsnisse bereits mit einem lOperc. Zuschlage zu den sammt« lichen direclen Steuern schon belastet ist, so slellt sich die vorerwähnte Mautherhöhung, wrlche auf ungefähr 300 fl. prälimmirt werden tax», auch als nothwendig dar. Man sieht, daß es der jchigen Gemeindcvorstchung an dcrn guten Willen, die Communicalionsmittel zu verbessern u:id die Stadt zu verschönern nicht fchll; so dürsten die Trockenlegung der sogenannten, von Fuhrwerken start besuchten Klostergasse und die Herstellung eines gewölbten Durchlasses auf der Schult zur Beseitigung der über die Straße fliehenden Pfütze die Vorboten einer zweckentsprechenden Gedcchrung mit den Mouth-«rtrügnifsen sein. — Die Wocheumärlte in dem uns benach« barten, vor lurzem erst zum Markte erhobenen Orte Manns« bürg gestalten sich wiver Eiwcnlung günstig. Krapilla»Töftliz, 30. November. Laut der am Schlüsse der Saison im Laufe oiescö Monats ausgegebenen 23. und letzten Curlisle erreichte die Zahl der Besucher unseler Anstalt heuer ihre höchste Stufe seit dem Bestehen des Bades, und zwar waren aus den höheren u»d bürgerlichen Stünden 1920, gegen das Vorjahr um 773 mehr, auö den übrigen Ständen 20.450, um 5392 Personen mehr als im Vorjahre zum Curgeluauche hier anwesend. Nach den einzelnen Ländern vertheilt sich die Zahl dieser Besucher auf: 1. Inland: Böhmen 5, Crualien (Agram mit 187) 8399, Dalmatien 16, Galizien 3, Görz 21, Kürnlen (Klagenfurt mit 20) 820, Kraiil (Laibach mit 53) 1023, Kralau 2, Küstenland 20, Mühren 1, Militärgrcnze 5, Oesterreich unter der Enns (Nie» mit 176) 198, Oesterreich ob der Enni 15, Slavonien 4, Steiermarl (Graz mit 144) 11.688, Ungarn 32, Tirol 4, Trieft 95, zusammen 22.351; 2. Ausland: England 1, Levante 4, Mccllc»durg-Sllclltz 1, Moldau 3, Preuhen 1, Serbien 5, Wallachei 4, zusammen 19. Neueste Post. Wien, 3. December. Sc. l. l. apostolische Majc« stät find vorgestern, den 1. d. M., Morgens von Ofen nach Schöillirunn zuruckgctchrt. Wien, ili. December. Heute eingelangten telcgra-phlschen Nachrichten dcS Viccaomirals Tegetthofs aus Havanna zufolge ist die kaiserliche Fregatte „No-vara" mit dein ^eichnüm Sr. Majestät des Kaisers Maximilian au Vord daselbst eingetroffen. Pest, 2. December. Die Porlagc über die Quote wurde vom ganzen Hanse, m>t Ausnahme dcr äußersten linken, in dcr (Äcncraldcbattc angenommen. In Folge eines AmcndemcntS, welches Ghyczy zum fünften Puuttc cillbrachtc und welches erst dem Drucke übergeben wurde, ist die Specicüoevatte aus morgen ve^chodm wor^u. Oajzago ist uach dem heute kundgegclxncu Nahlresultate zum Vi.«.^Mdcnt.m dcr Dcputirtcutafcl gewählt. Paris, Z. Decenllicr. Dcr „Monitcur" meldet iu ciucr Depesche aus Nom, General Failly verließ mit seinem Gencralstabe gestern Rom gänzlich und licgab sich nach Civitavecchia. London, 2. December. Im Untcrhause erwidcrlc Stanley auf eine Interpellation Barrowö, er habe bei Beginn der Session Englands Antwort auf die Einla» duug zur Conscreuz mitgetheilt, bisher sei die Antwort nicht im geringsten modificirt. Auf eine Interpellation Hartcastle'ö erwiderte Stanley, Englands Gesandtschaft in Dresden hörte wegen Eintritt Sachsens in den Nordbund auf, wegen der englischen Ansiedler verbleibt da« selbst ein Geschäftsträger. Anf eine Interpellation Banse'S antwortet Stanley, er tenne den Antanf zweier englischer Schisse durch Griechenland, lchtcreö sei hiczn berechtigt, weil am Kriege unbcthciligt; England hätte dagegen rcmonstrirt, wenn cS KricgSabsichtcn gegen die Tuck' vermuthete. ^elegraphlscl,, Wleliselcvurf, vom 3, December. 5prre. H'ietalliqile« 57.7>». — kprrc. Metalliqne« mil Mc>'- >"° Nouember-Zmsc„5«.50. - 5,pn-c-. !)ial o«c,l Aulehei! lKI.IN,.- «W^ actkn «i8(>. — — silber II«, - Londan l^».1',. - K s, Duca!e,> li.7l. Oeschästs-Zeitung. Verlosung. (18i slat:gchablcn Verlosung dcö Prciinieü'Aül-hcüö rxnn ll.sscl'N!" 18^5>, 472, 103l, 1l>8!». N22. 1978.^072 n»d M, 3170 gezogen. - Aus dirseii würden nachfüllende llO grüsjl" Treffer gc;oc,c», und zwar fiel der Haiiftlw-ffer' von 2.»0,^ ü. W. aus Serie 305) Nr 33, der zweite Treffer von 2«5,« je 5<)00fl. o. W. S. 1122 Nr. 0 fl. >j W, ; dami S. ^» Nr. 35 und Nr. 43, S. 472 Nr, «8. S. 1034 Nr 24 5» M'b Nr. 84, S. 103» Nr. W, G. ll!?8 Nr. 3'>, «2 uüd Nr. i»li. S. 2072 Nr, 12 und Nr. 93, S. 3l70 Nr. 14, 30 nnd ?l>^ W gcwimim jk 500 fl. c>, W. T. 305 Nr. 20, 5« und Nr, ^ Serie 472 Nr. 12. 2" 1034 Nr. 42 und Nr. 00, S 103!) Nr. 43 und Nr 49, S> 1122 Nr. 01. S. I!'?8 Nr. 1, 13, 30. 5>1, 55, 83 nud N>-8«. S. 2072 Nr. ,4. 20. 40. 41, 52. 54 und Nr. 90 ,md '2" 3170 Nr. 75. ?i» und Nr. ><0, gewimm, je 400 fl, >). W. ?luf lllle llbrissen ill obigll, uerloslc» acht Seric» riilhnllenc!! hier nichl besonder« cmfffeflihrtm 740 Nnnnnrrll rulfiilll der grrinaslc O<-wi»n von 150 fl. ü. W. Ergedilisse des Tabakverkaxfes i:n »Quartale !8U7. Im 1, Quartale dr« llinfrudeil Jahres Ixlrilg drr Ot° saülmtcrlüi! fttr da« m P^rlant c>rs^!e in- nnd ausländische Tabalmateriale „ach officicllen Ausweisen I l.7l7.5>l0 fl,, ssegcü die glrichc Per,ode des Vorjahres mshr nm 007.505 fl. Dics" gllustigc Erfolg ist vorziiglich dem erhöhten Abfatzc der il« Inlandc erzengtcn (5igarrc>l zuzuschreiben. Ftraint,„Vst, 2. December. Auf den, heutia.-» Martle s>»d erschienen: 45 Wagen nnt (selreide, 3 Wagen mit Heu „nd Stroh, 0 Wagen mit Holz, 17 Wagen mit Svect'nnd 97 Stück Schweiß von 14 bi« 18 lr. per Pfd. ____________Durchschnilt«-Preise. ^. ^__lr^ fi. i tt^ Weizen pr. Metzen 0 93 Viltter pr. Pfund . — > .'!s Korn „ 4-- Eier pr. Stilck . . -U Oerste ., — — Milch pr. Mas, . —,!" Hafer .. 2 — Nmdfleisch pr. Pfd. —' ^ Hnlbfrucht „ - «_ ! Kalbfleisch „ —! sl bsiden „ 3 08 Schweinefleisch „ — !^ Hirse „ 3 -- Schöpsenfleisch „ — ^ IU Knlliriltz „ 3 W Hillindrl pr. St»ll — 2" Erdäpfel „ 1 25 Tauben ,. — ll> Üinscn ,. — — Heu Pr. Henlurr . — 86 Erbsen .. — - Slrol, ' ,. . — !55» Fisolen ,^ 4 10 Holz, harlcö, pr. .Ast 5!"" Himdsschmalz pr. Pfd. — 45 — weicheö. „ g -"' Schweilieschmalz ,. — ! 30 Wlin, rother, pr. Eimer -- ^ Speck, frisch. „ - 27 - weißer ,. 8^ Speck, geränchrrt, Pfd. — 33, Angekommene Fremde. An, 2. December, Htadt Wie». Die Heireii: Noscnseld, von Nrlliiii. — Schul' rauel, Ailtiquililleüsammler, und Tauchlier, Kaiifm . von W't"' Mohrc». Herr Palliardi, Oberlieutruant. von ssinmr. ^> Theater. Heute VlittN' och.-Pla» »lld Zufall Voll«sii!cl ulil lhchina. in 2 Acten. ^^^» 6U.Mg. 320 4,. ^0,. O. z. starr^"Sch^" „,„ 3 2 ^ N. 322 l« 4 2,o W.schwllch ! trübe «I> l0., Äb. 323.!? l- 0.^ O, schwach trilbc Nacht« slilrmisch ans N. uud NO Schnccfall scil 5 ^ b.s gegen 7 Uhr. Bleibende schwache Schurcdeclc. Tagsl!" regnerisch. ijerautwllttliclitl' Ncdaclciir: Iquüi» ». H l e i n m a n r Dürstnbcricht. Wien, 2. December. VloS ziustrageiide Staatsfonds uud von diesen vorzüglich steuerfreie Äirleheu höher. Allt Ubrigcu lifsectc» unlueseutlich verändert, Devisen und Valu"" billiger abgegeben. Geld ziemlich flilssig. Geschäft unerheblich. ^ Veffentliche Schuld. ^. dc^j Swütcs (siir 100 si) Geld Waare In N. N. zn 5pCl. fur 100 si, bb.90 54 10 In österr, Währung steuerfrei 58 80 59.-^, Sieucranl. iu ö. W. v. I. 1804 zu 5pEt. rückzahlbar . 89,25 89.75 Silbcr-Aiik'hrn von 1804 . . 72.5c 73.70 Silberclül.1805 (ssrcs.) rlickzahlb. in 37 Jahr. zu 5 pEt. 100 fl. 79.^1 80.— Nllt.-Aul. mit Iäu.-Eoup. zll 5"/« 6«.70 »i Mctasllque» .... „ 5 „ 57.00 57.70 detto mit Mm-Coup. „ 5 , .',:<.— 5>9,15 detto ... ^, 50 5 51 25 Mit Verlos, v. 1.1839 . " . "' i'.i^.<) 1.^2 .'- " " " " ,3^ ' ' - "5-'5 76.25 „ „ „ 18b0z,l5,)0fl. h,. . 84 20 „ „ « „ ^800 „ 1»)0 „ 92.25 92 50 ^ ^ ,.,. 1864 „ 100 .. 7..,5.. 7000 «omo-Rentcusch, zu 42 I.. «u,^. z, sx> 22. - Domainen 5pcrc. i» Silber -.- _._ 8 der Kronliludcr (für 100 fl.) Gr.-Entl.-Oblia.. Nicderijstcrreich . z» 5"/, 89^— !>0. ^ Obtrösterreich . ,, 5 „ 87.7o 8» .— Geld Waare Salzburg . . . . zu 5'/. 86.5-> 87.50 Böhmen .... „ 5 „ 89.5U 90.— Mähreu .... „ 5 „ n?.— «8.— Schlesien .... „ b „ 87.— 88. - Stelcrmarl ... „ 5 „ 89.50 90.— Ungarn.....„ 5 „ 70.75 71.25 Tcmescr-Vanat . . „ 5 „ 70.50 71.— Ernatien und Slavouieu „ 5 „ 71.25 7!.75 Galizien .... „ 5 „ 65.— 65.75 Siebcubilrgeu ... „ 5 „ 05.25 05.75 Vulouina .... „5 „ 55.-- 60,— U»g, ni. d. V,-(i. 1867 „ 5 „ 08.75 69.25 Tcm.B.m.d.P.-E. 1867„ 5 „ 68.- 68.25 Actien (pr. Stllck). Natioualbanl (ohne Dividende) 679.— 081.— K.Ferd.-Nordb.zu 1000fl. C.M. 1»-.'>5.- 1098 -Kredit-Anstalt zn 200 fl. 0. W, 184.10 184.20 N.ü, Cscom.-Gcs.zi'500fl.iz.N. 61?.-- 019.— S.-E.-G.zu200st.CM,o.500Fr. 244 20 244,30 Kais. Elis. Nahn zu 200 fl. CM. 140.75 141.-E?Nd,-uordd.Ver.-B.200 „ „ 130.— l30.25 SUd St.-.l.-veu.u.z,-i.E.200fl. 108.— 108.25 O»l.«arl-Lud..V. z.20U ft.«M. 204.50 204.75 Geld Waare Vöhm. Westbahu zu 200 fi. . 148.-- 148 25 Oest.Don.-Damvfsch.-Ges.W^ 479.- 481.— Oesterreich. Lloyd iu Trieft Z I 180.— 182.— Wien.Dampfm.-Actg.500fl.ü.W. 4»!0.— 465,.— Pester Kettcubriicke ..... 383.— 3^8.— Anglo-Austria- «anl zu 200 fl. 106,75 107.25 ^'cmbcrgcr Ceruowiljer Acticn . 107.5,0 I08.- Pfandbriefe (flir 100 st.) National- l baut auf > verloöbar zu 5'/. 97.00 97.80 <5. M. j Nalillnalb.aufö.W verlosb.5„ 93.— 93.20 Ung.Äod.-Ercd.-Aust.zu57, „ 89.75 90.-Allg. öst, Bodeu-Lredit-Alistalt verlosbar zu 5'/, in Silber I"3.— 104,— Uose (pr. Stllcl.) Eitb,-A.f.H.u.G.z.100si.ö.W. 129. - 129.50 D°n.-Dmftfsch.-G.z.100fl.EM. 86.— d?.- Stadtgem. Ofen „ 40 „ il. W. 24.- 24.50 Esterhazy „ 40 „ TM. 118.— 120.— Sal« „ 40 „ ^ . 30,50 3150 Pallfsy ^ 40 . ^ . 24.25 24.75 j" " ' " "" ' Tel'd M«" «tlary zu 40 fl. CM. 25,25 ^'^ St. Gcnois ,. 40 ,. „ . 25.— ^'H Wiudischgräh „ 20 „ ,, . 19.- ^ Waldsteiu „ 20 „ „ . 19.50 2<'.^ Kcglevich .. 10 ,. ,. , 13.50 l^ Rudolf-Stiftung 10,. ,. . 12.25 1^ Wechsel. (3 M°«°'^ Augsburg flir 100 fl südd. W. 100.- l^ Franlfurla.M 100 fl. dclto 100.25 1<"Za Hamburg, filr 100 Marl «aiilo 88 75 A'^ London filr 10 Pf. Sterling . 120^ l2"«g ! Paris fUr 100 Franls . . . 47.70 ^"7« <5onrs der Geldsorten s Geld W°°"st. K. Milnz-Ducatcn 5 fl. 72 lr. 5 st- Az, Napolconsd'or . . 9 „ 63 „ 9 ,. "3', Nuss. Iu,periali> . 9 .. "3 „ 9 ^ "^ Vereiuöthaler . . l „ 77 „ l „ ^, , l Silber . . 118 ,. - „ 118 „ ^ M Krainische OrundeutlaNungs - Obligationen, M vatuolirung: 88. Geld, 89 Waa«, M