Nr 2 st.,1h"bIN5^ Samstllll. !> banner. .Z«ll«,btr »rößer.p» sell«« lr! bei «s«.«n 18c>5. Mit 1. Jänner ^ begann ein neues Abo» ll em lilt auf die ! ^Klibttchrr Zeitung." Die Pränumerations - Bedingungen bleiben unverändert und betragen: Für die Versendung mittelst Post: gal'Mhrig.....15 fl. — kr. halbjährig.....7 « 50 .. vierteljährig.....3 „ 75 .. monatlich......1 „ 25 .. Für Laibach: ganzjährig.....11 fl. — kr. halbjährig.....5 „ 50 „ vierteljährig.....2 „ 75 „ monatlich......„ ^ 92 ., Für die Zustellung ins Hau« per Jahr 1 si. DM" Die PränumeratiVns' Vetriige wollen portofrei zugesendet werden. Laibach im Dezember 1884. Jg. v. Kleinmanr K Itd. Damberg. Amtlicher^heil Se. k. und t. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 27. Dezember v. I. am Metropolitan-Capitel in Zara den Domdechanl Gregor Raicevich zum Archidiacon, den Domherrn Simon Pulisit zum Domdechant und den Pfarr-cooperator und Eeremoniär, Ehrendomherrn Karl Leo Bianchi zum Domherrn allergnädigst zu ernennen geruht. Eonrad'Eybesfeld N. p. Nm 3l. Dezember 1884 wurde in der l. k, Hof» und Ttaat«- drnckcrei in Wien dlis LXI1, Stüc! des Ncichsgcschblattes, vur» läufig bloß in dents cher Ausgabe, ansgegeben und versendet. Dasselbe enthält unter Nr. 201 das Gesetz vom 26, Dezember 1884, betreffend die Einlösung der Erzherzog.Albrecht^Bahn durch den Staat; Nr, 202 die Verordnung des Ministcrinm« des Innern vom 26, Dezember 1884, betreffend die Feststellung des Tages der Ausgabe und der Verseudnug des XIV.'Stückes des Ncichsgcschblllttes vom Jahre 1859; Nr. 20!'. das Gesetz vom 28. Dezember 1884 wegen neuerlicher Verlängerung der Wirtsamlcit des Gesetzes vom 25, Mai 1880 (R. G. Vl, Nr, 56). betreffend die Zugeständnisse und Begünstigungen für Localbahnen. Am 31. Dezember 1884 wurden in der l. l. Hof» und Gtaats-' bruclerci in Wien die italienische, böhmische, polnische, ntthc« nlsche, slevenische, kroatische und romanische Ausgabe des! Stückes I^IX de» Reichsgcsetzlilattcs ausgegeben und versendet. ^ Nichtamtlicher Theil. Wildbachverbammgen. Bekanntlich hat aas Ackerbauministerium imFrüh< sommer vorigen Jahres aus vier Forsttechniletn der politischen Verwaltung, welche die Wildbachverbau» ungen in Süd Frankreich an Ort und Stelle studiert hatten, und aus mehreren jüngeren Kräften des Per« sonales der Staatsforstverwallung ein eigenes Corps ..forsttechnische Abtheilung für Wildbachverbauungen" zusammengestellt, dessen eine Section für die südlichen Länder in Vill ach, dessen andere für die nördlichen Reichslheile in Teschen ihren Sitz hat. Ein Tech» niker dieser Abtheilung wurde ferner der Lommission für die Regulierung der Gewässer in Tirol zur Dienst» leistung zugewiesen. Die Subsection hat im Laufe des Sommers und Herbstes die Erhebungen für die Projecte zur Verbauung des Radlacher, Berger, Mödritsch« und Wurnih-Wildbaches, von denen die Ortschaften Radlach, Berg, Gröfelhos und Ober-Drauburg in Kärnten bedroht werden, gepflogen, wobei insbesondele die mühevolle Aufnahme des Verger Wildbaches zu dem Resultate führte. dafs gegenwärtig noch mit einem verhältnismäßig gelingen Kostenaufwande die vollständige Beruhigung der von vielen Runsen durchzogenen, taufende von Cubilmeter Maleriales beherbergenden Nmschpintie erzielt wetden kann. Schwieliger und kostspieliger dürfte sich die Verbaimnss des Mödritsch-Baches gestalten, der bereits 1882 und 1883 die Ort, schaft Glöfelhof verheerte; die Bewohner pflegten sich zur Flucht zu rüsten, sobald sich nur im Sommer ein Gewitter auf den Höhen zeigte. Die einstweilen angebrachte« Vrundwehre haben sich im vorigen Sommer bestens bewährt und die Furcht der Bewohner gemindert. Die für die vorgenannten Wildwässer pro-jectierten Werke wurden durch die Techniker der Sec> tion bereits ausgepflockt. Die Südsection hat ferner den im oberen Moll« lhale gelegenen Npriach-Wildbach aufgenommen und das betreffende Verbauungsproject verfasst; ein Gleiches geschah für den durch seine Verheerungen berüch-tigten Schmidten-Vach oberhalb Zell am See im Salzburgischen, welcher auch im verflossenen Jahre am 18. Juli nach einem wollenblucharligen Regen einen namhaften Schaden angerichtet hatte. Weilers wurden durch die Südsection eingehende Erhebungen über einige Wilbbäche im Salzach- und Gasteiner Thale vorgenommen, insbesondere über den Piesendorfer Graben, den Uttendorfer und Mallitz» Bach. und betheiligle sich ein Techniker der Seclion auch an der commissionellen Verhandlung über die Regulierung des Hallstätter Mühlbaches. Die Nordseclion, welcher einstweilen nur ein Forsttechniker ausschließlich und einer zur lheilweisen Mithilfe zugewiesen werden konnten, befasste sich mit der Untersuchung der 27 größeren Nebengewässer der Weichsel in Schlesien. Die in diesen Nebengewässern vorkommende Ge-schiebsführung rührt, Dank den zumeist sehr günstigen Vewalbungsverhältnissen in den Quellengebielen, zumeist nur von der Beschaffenheit des Material«« der Gerinne selbst (Karpalhen druck.... Im Hohenlied fragt König Salomo, als er die märchenhafte Schönheit der Sulamith besingt: „Meine Süße, meine Taube, womit hast du mein Herz bezwungen, dass es vor Sehnsucht schmachtet?" Der Weiseste der Könige gibt sich selbst die Antwmt auf seine Frage: „Ach, durch eine Locke, die an deinem Halse niederhieng, hast du mich in Liebe gefangen!" Da» Haar der Frau ist zu allen Zeiten als das Schönste und Reizvollste, das sie zu eigen hat, von den Dichtern und Aesthetikern besungen und gepriesen wordrn. Die Frauen des classischen Hellas und Rom velwendelen auf ihre Frisur die größte Sorgfalt; die Frauen Griechenlands haben die kleidsume Haartracht erfunden, welche noch heute als die schönste gilt und unter dem Namen des „griechischen Knoten" bekannt ist. Das Haar wurde in langen Zöpfen geflochten, am V'uterlopf hoch zu einem Knoten fcstgeftcckt. während zwei Locken in den Nacken fielen. Die Römerinnen legten ihre Zöpfe in einen Kranz um d^s Haupt, dass sie eine Krone bildeten, und nannten diese Frisur bekannte Pflicht zu erfüllen. Nachdmrd^ib s vr sich der Me H lich n scheu sich nach Hause zu begeben. Auch der Hund richtete sich au und olsste wie früher mit einaekl^n^ tem Schweif und gesätem Kopf l^n, me Vch . s wem Herrn D.e Gäste der Conditorei milden d.e Nahe oe5 Alten und setzten sich „ie neben ihn, als flöhe er ihnen Widerwillen ein, er aber merkte nick's hiervon. " Diese Cvndiwrei wurde hauptsächlich von Denl< chen besucht, d.e vom ganzen Wosmssenski-Prosp.'tt stch hier emzufmden pflegten; es waren Ä^si^r v^> schiedener Werkstätten: 'Schlosser. Näck^ KR Hut< '"ach"' Sattler " "lles recht patriarchalische L?ule, im deutschen Smne dieses Wortes. Bei Müller gieng Lllibacher Zeitung Nr. 2 ,1 3. Jänner 1885. herzegowinischen Truppe zu Lieutenants. Ueberhaupt sollen sich die Angehörigen der bosnisch.herzegowinischen Compagnie über Erwarten anstellig und gelehrig erweisen, so dass bereits ein großer Theil der Offi' ciere dieser Truppe aus Landesangehörigen besteht. Ausland. (Deutschland.) Wenn vielfach die Meinung laut wird, der Reichskanzler Ml st Bismarck werde vorläufig jede Berührung mit dem Reichstage vermeiden und alsbald seine Reise ins Ausland antreten, so wird man dem entgegen nicht übersehen dürfen, dass der Reichskanzler zunächst durch wichtige Fragen der auswärtigen Polilik noch in Berlin festgehalten wird, überdies aber entschlossen ist, den Nachtraysetat und die Dampfervorlag? im Reichstage persönlich zu ver, treten. Es verlautet übrigens mil ziemlicher Bestimmtheit, dass das Centrum in beiden Fragen sich ablehnend verhalten, aber eilier geschlossenen Unterstützung der deutschfreisimna.cn Partei kmieswrgs sicher sein werde, —Uebereinstimmend mit St. Petersburger Nach. richten verlautet auch in Berlin von unterrichteter Seite, die Zulassnng von Vertretern Deutschlands und Rufs-lands in der egyptischen Commission der Schuldencasse werde bald im allseitigen Einverständnisse geregelt sein. Entgegengesetzte Angaben französischer und belgischer Blätter werden als übertrieben und irrthümlich angesehen. (In vaticanischenKreisen) protestiert man lebhaft gegen die Behauptung russischer Journale, dass der heilige Stuhl der Millenniumfeier des heiligen Methud einen politischen Charalter zu geben beabsichtige. Man versichert im Gegentheile, dass der Papst sich beeilt habe, in St. Petersburg und Wien bekannt zu geben, dass die Feier einen rein religiösen Charakter haben solle; der Papst werde sogar eine Encyklika erlassen, welche in diesem Sinne die Anregung geben Wird. (Ueber den Congo-Staat) verlautet Fol-gendes: Der Wunsch des Königs Leopold gehe dahin, die Descendenz seine« Vaters Leopold I. in irgend einem Mitgliebe an die Spitze des Congo-Staates ge. stellt zu sehen. Der Sitz der obersten Verwaltung soll Brüssel sein, und ein aus den Angehörigen der verschiedenen Nationalitäten zusammengesetzter Rath soll die Geschäfte führen. (Aus Centralasien.) Der Petersburger Be-richterstatter der „Pol. Corr." schreibt, die russische Regierung habe in Ostasien ganz andere Sorgen, als das ihr von vielen Blättern eingerathene Wagestück einer Niederlassung in Korea zu versuchen, welche« fie mit Japan verfeinden könnte, zu dem man die Auf-rechthaltung freundschaftlicher Beziehungen wünsche; nach den neuesten Nachrichten sei im Kuldschagebiete ein Aufstand ausgebrochen. wo die Dschungaren sich anstrengen, das Joch der Chinesen abzuschütteln. Infolge dessen seien die russischen Truppen an der dortigen Grenze sofort verstärkt worden, um allen Ereignissen gegenüber gerüstet zu sein. (Die Blockade der Insel Formosa) scheint keine sehr enge zu sein, wenigstens berichtet der Correspondent der «Times", dass chinesische Truppen gelandet worden seien und dass chinesische Dschonken zum Nachtheile der englischen Schiffe, welche bis zur Erklärung des Vlockadezustandes das Monopol hatten, den Handel zwischen dem Festlande und der Insel vermitteln. Der „Telearuphe" will wissen, dass die Wiederaufnahme der Unterhandlungen mit China in Aussicht steht und man in Peking geneigt sei, in eine Geldentschädigung zu willigen. Tagesneuigkeiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Grazer Zeitung" meldet, dem Ortsschulrathe zu Laporj zum Baue des Schulhauses eine Unterstützung von 200 ft. zu spenden geruht. — (Gang und Haltung) Unter dem Nach» lass des bekannten französischen Schriftstellers Honore de Balzac fand sich auch ein pikanter Aufsatz: „Theorie des Ganges und der Haltung", dem wir Folgendes entnehmen: Dic langsame Bewegung ist wesent« lich majestätisch; sie verräth einen Menschen, der Ieit und Muße hat, folglich reich ist oder vornehm. Wer schnell geht, verräth schon dadurch zur Halste sein Geheimnis: er hat Eile. Jede heftige Bewegung, alles Zappelige verräth ein Laster oder schlechte Erziehung, Mangel an Bildung und Umgang. Die Frauen, die eckige Beweguugen an sich haben, sind sehr häufig tugendhaft; alle Frauen aber, die gesündigt haben, zeichnen sich durch reizende Abrundung aller ihrer Bewegungen aus. Ohne Nundung leine Anmuth; ein Sah. der unwiderleglich aber ebenso wenig zu erklären ist, wie die Sympathie. Die Frauen dürfen beim Gehen alles zeigen, aber nichts sehen lassen; „dazu sind die Kleider da", hat eine geistreiche Dame gesagt, und in der Kleidung beruht unsere ganze Gesellschaft. Man nehme der Frau das Kleid, und die Koketterie verschwindet, mit ihr die Leidenschaft, die Liebe. Die Völker, welche nur einen Schurz tragen, kennen die Liebe nicht. Und darf eine Dame beim Gehen das Kleid aufnehmen? Eine Dame von Geschmack geht bei Regen und Schmutz eigentlich nie aus; jedenfalls darf sie unter leiner Bedingung ihr Kleid aufnehmen. Der Kaiserin Maria Theresia wurden einmal drei Prinzessinnen vorgestellt, erzählte ein alter Diplomat, unter denen sie einc als Gemahlin für ** auswählen wollte. Ohne ein Wort mit ihnen gesprochen zu haben, ent-fchied sie sich sür die Iweite. „Ich habe sie aus dem Wagen steigen sehen." erklärte sie später dem Diplomaten; „die Acltere that einen Fehltritt, die Iweite stieg na» tüllich und ungezwungen aus, die Dritte sprang gar über den Tritt hinweg. Die Aelteste muss demnach linkisch und ungeschickt und die Jüngste muthwillig und leichtsinnig sein." Und so war es. Die meisten aufgezeichneten Männer trugen den Kopf etwas nach der linke» Seite geneigt, z. B. Friedrich der Große. Newton, Voltaire, Ehateaubriaud, Byron; nur Napoleon hielt ihn ganz gerade und blickte so in die Seele des Menschen hinein und über Schlachtfelder hin. Auch bei allen schönen und graciösen Frauen findet sich die leichte Neigung des Kopfes nach der linken Seite, denn der Anmuth widerstrebt die gerade Linie. — (Verlauf der Franz«Ios ef«Kaserne.) Aus Wien wird gemeldet: Es hat sich ein Consortium von Groß'Industriellen und Eapitalisten gebildet, welches die Franz'Iosef'Kaserne in Wien sammt der dazu ge» hürigen freien Area um 11000000 fl. kaufen will. Das Consortium hat bereits sein Project bei dem Reichs-Kriegsmlnisterium eingereicht. — (Ein origineller Zeitung« leser.) ein wahres Unicum, lebt in Petersburg. Es ist dies ein früherer Staatsrath Or—v, ein Mann. welcher vor circa 25 Jahren eine wichtige Stellung in der russischen Administration bekeibele D?r alte Herr liest nämlich alltäglich die Zeitungen vom Jahre 1820. Gerade vor 25 Jahren, beim Verlassen der Stellung, laufte Herr Or—v einen großen Pack alter Zeitungen, und seit dieser Zeit liest er dieselben, ohne sich um die Neuigkeiten zu kümmern. Der alte Diener des originellen Staatsraths, dem Befehle feines Herrn folgend, legt ihm alltäglich die Nummern der alten Zeitungen vom Jahre 1820 in strenger Reihenfolge vor. der alte Herr liest die Zeitung leihig, wie man fagt, von A bis Z durch und sucht sich selbst zu überzeugen, dass alles das. was in der Zeitung steht, gegenwärtig geschieht. Selbstverständlich lässt sich der originelle Staatsrath nie in ein Gespräch mit fremden Personen ein. welche möglicherweise gegenwärtige Verhältnisse berühren würden, und die Gesellschaft, in welcher der alte Herr seit zwanzig Jahren lebt. besteht aus einem Diener, einem pensionierten Soldaten, einem Hunde und drei Papageien. Herr Or—v wohnt auf dem PeLli, woselbst, wie man behauptet, mehrere ähnliche Originale zu finden sind. — (DaS Nervensystem der Schwämme) Dr, Ritter von Lenden selb. der für die Linnüus-Gesellschaft in Neu-Südwales die Schwämme an den Gestaden Australiens studiert hat. ist es geglückt, das Nervensystem dieser niederen Thierclafse zu entdeckn, welches sich bisher der Beobachtung entzogen hat. Diese Entdeckung ist von hohem wissenschaftlichen Interesse, weil dadurch die viel beftrittene animalische Natur der Schwämme über jeden Zweifel hinaus bewiesen wird. Das Nervensystem besteht au» kleinen miodermalen. spindelförmigen Zellen, ähnlich jenen eltodermalen Elementen, welche die Functionen empfindlicher Zellen im Gallert-Fisch und hbheren Thiergattungen verrichten. Ganglienzellen, ähnlich denen in höheren Thielgattungen, wur» den gleichfalls entdeckt. — (Die Oppositionspartei) Die Gattin eines berühmten Gelehrten fragt« denselben, was denn eigentlich eine Oppositionspartei sei, von der jetzt so viel in den Zeitungen geredet würde. „Hm", meinte der Professor. „die Oppositionspartei ist im Vtaale das. was du in der Haushaltung bist." Local- und Provinzial-Nachrichten. Der k. k. Landesschulrath für Krain hielt am 4. Dezember 1884 eine ordentliche Sitzung ab. Dem SitzuügKprotololle entnehmen wir Folgendes: Nach Eröffnung der Sitzung durch den Hern« Vor-sitzenden trägt der Schriftführer die seit der letzten Sihuna erledigten Geschäslsstücke vor. Dies wird zur Kenntnis genommen. Ueber den vom l. t. Landespräsidium für Krain dem Landesschulralhe abgetretenen Bericht des Bürger-Meisters von Laivach. betreffend den Beschluss des Gemeinderathes vom 2, Dezember d. I., für dermal weder selbständige deutsche Volksschulen noch deutsche Parallelclassen an den bestehenden Volksschulen zu errichten, wird beschlossen, zu erkennen: a) Die Stadtgemeinde Laibach hat bis zum Beginne des Schuljahres 1885/86 je eine städtische öffentliche Volksfchule für Knaben und für Mädchen mit es überhaupt sehr patriarchalisch zu. Der Wirt gesellte sich oft zu feinen Gästen, fetzte sich zu ihnen an den Tisch, wobei eine bestimmte Quantität Punsch vertilgt wurde. Die Kinder und die Hunde des Wirtes zeigten sich gleichfalls zuweilen in der Wirtsstube und wurden von den Gästen geliebkost und gestreichelt. Alle waren miteinander bekannt und hegten gegen einander die größte Achtung. Und wenn die Gäste sich in die Lkltüre der deutschen Zeitungen vertieften, so ertönte hinter der Thür, in der Wohnung des Wirtes, ein deutsche» Lied, das auf einem alten Klimperkasten von der ältesten Tochter, einem frifchen, blondgelockten Mädchen, das einem weißen Mäuschen ähnlich sah, gespielt wurde. Besonderes Vergnügen bereitete sie den Gästen, wenn sie einen Walzer spielte. Ich selbst pflegte gewöhnlich in den ersten Tagen des Monats bei Müller einzukehren, um bei ihm die russischen Journale zu lesen. Als ich die Conditorei betrat, sah ich den Alten bereits am Fenster sitzen und neben ihm wie gewöhnlich seinen Hund. Schweigend setzte ich mich in eine Ecke und fragte mich: „Weshalb bin ich denn eigent. lich hergekommen, ich habe hier wahrhaftig nichts zu »uchen, 'da ich krank bin und nach Hause eilen, heißen Ahee nehmen und mich niederlegen müsste? Bin ich °k«n nur gekommen, um diesen Alten anzugaffen?" Ich älgeite mich über mich selbst. „Was gehler mich an?" hechte ich, mich jenes seltsamen, krankhaften Ge« sühls erinnernd, das mich befchlich, als ich ihn auf der Straße erblickte. «Und was gehen mich alle diese lanzweiligrn Deutschen an? Was soll diese phan» tMsche Stimmung? Was soll dies« innere Uniuhe, bie ich in der letzten Zeit in mir bemerkt und die mir das Dasein trübt und mich keine klare Anschauung vom Leben gewinnen lässt, was mir bereits ein tiefsinniger Kriticus vorgehalten, der zornentbrannt meine beste Novelle analysiert?" Aber trotz des Aergers und der Bedenken blieb ich doch auf meinem Platz, während sich mein fieberhafter Zustand steigerte, so dass ich schließlich das warme Zimmer nicht mehr verlassen mochte. Ich nahm die „Frankfurter Zeitung", las ein paar Zeilen und schlummerte ein. Die Deutschen störten nnch nicht. Sie lasen, rauchten und fliistrrlen nur hin und wieder einander etwas zu, irgend eine Neuigkeit oder irgend einen Witz des berühmlen deutschen Witzbolds Saphir, worauf sie mit verdoppeltem nationalen Stolz sich in ihre Lecture versenkten. Ich mag wohl eine halbe Stunde so geschlummert haben, als ich plötzlich aufwachte, wiil ein Fieber« schauer mir durch den Köiper fuhr. Ich muss fort, ich muss nach Hause — sagte ich mir. Aber im selben Augenblicke zwang mich eine stumme, im Zimmer vor sich gehende Scene zum Verweilen. Ich habe bereits gesagt, dass der Alte, nachdem er sich niedergesetzt, seinen Blick auf irgend einen Punkt zu heften Pflegte und ihn dann den aanzcn Abend unverwandt auf den« selben Gegenstand gerichtet hielt. Auch mir war es wohl passiert, dass dieser starre, nichts unterscheidend? Blick auf mich fiel; es war ein unangenehmes, fast unerträgliches Gefühl, das einen dann beschlich. und ich wechselte immer so vasch wie möglich meinen Platz. Diesesmal war ein kleiner, runder und außerordentlich sorgsam gekleideter deutscher Herr mit stehenden, stark gestärkten Vatermördern lind mit ungewöhnlich rothem Gesicht, ein Anreisender aus Riga, Kaufmann Adam Schulz, wie ich später erfuhr, ein intimer Freund Müllers, dem aber der Alte und viele andere Gäste noch unbekannt waren, ein Opfer derselben geworden. Mit großem GenufS den „Dorfbarbier" studierend und sein Gläschen leerend, bemerkte er plötzlich, den Kopf erhebend, den unbeweglich auf ihn gerichteten Blick des Alten. Er stutzte. Adam Schulz wär ein sehr empfindlicher Mensch, wie alle wohlanständigen Deutschen. Er fand es sonderbar und beleidigend, dass man ihn so scharf und ungeniert beobachtete. Mit niedergedrücktem Unwillen wandte er den Blick von dem un-delicate« Gast, murmelte etwas vor sich hin und verbarg sich hinter die Zeitung. Er hielt es j-doch nicht lange aus und schielte nach ein paar Minuten über die Zeitung hinweg — sein Auge begegnete demselben hohlen, auf ihn gerichteten Blick des unheimlichen Gastes. Adam Schulz sagte auch jetzt kein Wort. Al« sich aber dies zum dnttenmale wiederholte, schlug er mit dem Icitungsstock ungeduldig auf den Tisch und heftete, roth vor Aerger und Punsch, nun auch seinerseits die kleinen flammenden Augen auf den veidrieß-lichen Alten. Es schien, als ob die beiden Gegner sich in einen Wetttampf der magnetischen Kraft ihres Blickes einlassen und abwarten wollten, wer von ihnen zuerst das Auge senken würde. Der Lärm des Zeitung»' stockes und die excentrische Haltung des Herrn Schulz zogen die allgemeine Aufmerksamkeit anf stch. Alle liehen ihre Zeitungen liegen und beobachteten m,t schweigsamer Neugier die beiden Gegner. Die Scene begann sehr komisch zu werden. Aber der Magnetismus der herausfordernden kleinen Augen von Adam Schulz war umsonst verschwendet. Ohne sich um etwas zu kümmern, fuhr der Alte fort. starr auf den außer sich gerathenen Kaufmann zu blicken, und bemerkte gar nicht, dass er seinerseits b?r Gegenstand allgemeiner Auf-merksamteit geworden war. (Fortsetzung folgt.) 7 Laibacher Zeitung Nr. 2 12 3. Iiwner 1885. »eutscher Unterrichtssprache in Laibach zu errichten, oelche Schulen nach Maßgabe des § 11 de« Reich«. Lollsschulgesctzes vom ii. Mai 1883, Nr. 53, zu er-veitern sind. d) Gleichzeitig mit der «ctivierung dieser Volts-Ichulen mit deutscher Unterrichtssprache ist an den libiigen städtischen öffentlichen Volksschulen Laibachs )ie slovenische Sprache als Unterrichtssprache für sämmtliche Lehrgegenstände. und zwar damit der bereits begonnene deutsche Sprachunterricht au den lehteren vchulen nicht abgebrochen werde, successive von Jahr ,u Jahr einzuführen, mit der weiteren Bestimmung, dass mit dem Unterrichte der deutschen Sprache als obligatem Lehrgegerstande an eben diesen Schulen von der dritten Classe an begonnen werde. e) Die Stadtgemeinde Laibach hat für die Bedeckung der mit der Durchführung oitser Beschlüsse verbundenen Auslagen durch Aufnahme derselben in das Gemeindepräliminare Sorge zu tragen. Inbetreff der Bestreitung der Bestallung des Hausmeister-Schuldieners im Lycealgebäude und der Regulierung der diesfälligen Bezüge anlässlich der Er-Werbung dieses und des Hauptwachegebäudes durch das l. k. Aerar werden hohen Orts die Anträge erstattet. Das Protokoll vom 8. November 1884, betreffend die Uebergabe der oberwühnten Gebäude an das l. k. Nerar, wird zur Kenntnis genommen, eine beglaubigte Abschrift hievon wird dem trainischen Landesausschuss übermittelt, und werden schließlich inbetreff der Aussicht über das Lyceal- und Hauptwachegebäuoe nomme des l. l. Aerars die nöthigen Weisungen erlassen. Drei Lehrstellen an allgemeinen öffentlichen Volks« schulen werden definitiv besetzt. Ueber Zuschrift des lrainischen Landesausschusses wird inbetreff der Erweiterung einer Volksschule die Aeußerung erstattet. In einer Einschulungsangelegenheit werden weitere Erhebungen angeordnet, und wird weiteres ein Recurs gegen die aus baupolizeilichen Rücksichten verfügte Schließung einer Nothschule abgewiesen. Bezüglich der Erweiterung einer Volksschule werden die erforderlichen Weisungen erlassen. Einer Schuldienerswitwe wird die Wi>wenpension und das Conduclquartal zuerkannt. Für die Ectheilung des Religionsunterrichtes an einer vierclassigen öffentlichen Volksschule wird eine Iahresremuneration vom 1. Jänner 1885 an bis c>uf weiteres bewilliget. Die Einführung des Excurrendo.Unterrichtes in Alpen bei Nssling wird bewilliget und hiefür eine Remuneration bestimmt. Die Gesuche zweier Aushilfilehrer um Zulassung zur Wiederholung der Lehrbefähigungspiilfung weldcn höheren Orts in Vorlage gebracht. Zwei Nachtraljsgesuche um Schulbefreiung uno^ mehrere Nemuneraliolisgesliche wurden erl?digt. Ueber Recurve und StrafnachstHlLgesuche'w Schul-versäumnisfällen wurde entschieden. — Se. t. u. l. Apostolische Majestät haben der Gemeinde Ohiunih zur Einrichtung der Kirche eine Unterstützung von 100 Gulden aus der Allerhöchsten Privatcasse aller-gnädigst zu bewilligen geruht. — (Die Christ bau mfeier im Knaben« Waisenhaus« „Collegium Marianum"*) wurde durch die Anwesenheit des Herrn Landesftläsi« denten Baron Winller mit seiner Gemahlin. Seiner fürstlichen Gnaden des Herrn Fürstbischofs Dr. Missia sowie der hochverehrten Schuhdamen und Wohlthäter auegezeichnet. Die Feier begann mit der Declamation eines Waisenknaben. Nach Beendigung derselben ergriff der President de» Vincentius-Vereines. der hochw. Herr Propst Dr, I arc. das Wort und dankte mit herzlichen Worten den hohen Gästen sowie den verehrten Schutzdamen und Wohlthätern für die Müheu. Sorgen und Freigebigkeit, durch welche es möglich war. dies schöne Fest m so solenner Weise zu feiern. Nun wurde der Vorhang abermals gehoben und man sah Christbäume, reichlich mit Gaben behängt, im Kerzenglanz erstrahlen. Sodann wurde das Liedersftiel mit Declinationen, Harmonium- und Pianoforte^Begleitung. mit türkischer Musik ic. tc, ausgeführt. Als Engel wirlte hiebei ein allerliebstes Mädchen mit, welches seine Aufgabe in Miene und Sprache bestens löste. Die Monate selbst wurden durch die Waisenknaben. welche auch zur allgemeinen Zufriedenheit spielten, durgestellt. Besonders nennenswert ist der November, welcher das wohlgelun» g»ne. von Prof. Franke gemalte Porträt des seligen Präsidenten Dr. I Go gala in dankbarer Eriimeruiig bekränzte. In diesem Augenblicke Wurde so manches Auge feucht. Das Liederspiel, welchem allgemeiner Bei fall solgte, dauerte circa eine Stunde, und waren die Costüme der einzelnen Monate, namentlich des Februar. Oktober und Dezember, besonders gewählt; die Fräulein Gertrude Gmrelar und Nina Prehl haben sich um dieselben besonders verdient gemacht. Hierauf ergriff der hochwürdigste Herr Fürstbischof Dr. Missia das Wort und sprach seine Anerkennung und seinen tief. gefühlten Dank für die Opferwilligkeit aus. das „Colle- * Raummangels wegen verspätet. gium Marianum" den hochverehrten Schutzdamen, Wohlthätern und Gönnern bestens empfehlend. Nun wurde zur Vertheilung der Christgeschenle geschritten, wobei die Kinder mit Kleidungsstücken. Nackwerk und Südfrüchten beschenkt wurden. Zum Schlüsse wurde eiu reich ausgestatteter Bazar eröffnet, der großen Zuspruch fand, Hiemit schloss das bestgelungene Fest. Exdlich sei noch bemerkt, dass das Harmonium vom Ehordirigenten der Franciscanerkirche. dem hochw Herrn I>. Angelik Hribar. gespielt und das Claviersftiel aus Gefälligkeit von Herrn Burgarell besorgt wurde. — (Der neue Bischof von Parenzo'Pola,) Monsignor Dr. Johann Flapft, wird morgen in der Görzer Metroftolitankirche vom Görzer Fürstbischöfe im Beisein des Triester Bischofs Monsignor Dr. Glavina, des Bischofs Monsignor Dr. Feretich von Vealia und des Laibacher Fürstbischofs Monsignor Dr. Missia consecriert werden. Vorgestern wurde dem Bischofs Dr. Flapft namens 118 Priestern der Görzer Erzdiöcese ein goldenes Kreuz an goldener Kette sowie ein kostbarer Ring und von dem Professoren'Collegium des Gürzer Seminars ein Canon zum Andenken überreicht. — (Redactionswechsel,) Nachdem Herr Professor Suklje die Redaction des ..Ljubljansli List" niedergelegt hat, übernahm der Rcdactcur unseres Blattes. I. Naglii. mit dem gestrigen Tage auch die Leitung des „Ljubljanöli List". — (Im Schulbezirle Gottschee) wurde mit der zeitweiligen Schulinspecllon, da Herr Professor Ritter von Gariboldi zur Herstellung seiner Gesund heit länger beurlaubt bleibt, der Professor am Staats. Untergymnasium zu Gottschee, Herr Valentin Amvrusch, betraut. — (DerVerein zur Unterstütz ung dürf. tiger Realschüler) in Laibach hält am 6. d. M. um 10 Uhr vormittags im Confereuzzimmer des Real« schulgebäudes seine 18. Generalversammlung ab, an wel> cher theilzunehmen alle P. T. Mitglieder deK Vereines eingeladen sind. Sunst und Aiteratur. — (Landschaftliches Thcatcr,)^Da3 gestern zum Vor« thclle des Gesangstomitcrs Herrn Braun zur Aufführung sse» langte Quodlibet „Neisc um die Welt" hnt, was den Lachersola. anbelangt, seinen Zweck vollkommen erreicht. Namentlich war es Herr Vraun, der als leidenschaftlichcr Tunicr, Kapell. mcister :c. die Lachlust des Publicums bis zum Schlüsse der Vorstellung rcgczuhaltcn wusste. Das Publicum sargte denn auch nicht mit Beifall und zeichnete den Vcnefizianteü wiederholt durch stürmischen Applaus aus. Erwäl)i,e!i möchten wir noch, dass das in der zweiten Abtheilung eingelegte Lied „Vater Deal" eine Composition deS Kapellmeisters Hccrn Karpa ist. Das Theater war sehr nut besucht. — ( Theodor a,") Das neue Effect-Drama von Vlctonen Sardo'u: „Theodora", das seit Wochen die Neugicrdc des Pariser Publicums iu ein förmliches Fieber verwandelte, ist vor einigen Tagen im Theater Port-St.'Martiu mit grandiosem äußeren Erfolg in Scene gegangen. Den errungenen, bcdeu» tenden äußeren Succös verdankt die Novität, nach der Pariser Krl^k, z^nllchst de« scenhnsten, lünstlcrlsch vollendete» ylns» stattuna, dann der in manchen Scenen zu erschütternder Tragil sich erhebenden Darstellung Theodoras durch Snrah Vern« hardt. zum gerinqercu Theile auch dem Drama selbst, wel< ches nebst einia.cn mit blendender Geschicklichkeit arrnnnicrtcn Effecten viel Längen enthält und nach einem kurzen Anlaufe zur poetischen Diction in den modernen satyrischen verfällt. Der Zudrang zur Premiürc war ein außerordentlicher; für einen Sitz wurden bis 300 Francs bezahlt. Neueste Post. Original-Telegramme der Laib. Zeitung. Wien, 2. Jänner. Dl>r Haupltrcher der Credit-lose fiel auf Sene 183? Nr. 40, jener der Wiener Eommunallose auf Serie 1077 Nr. 40. Gegenüber den kritisierenden Bemerkungen der „Neuen freien Presse" gegen die angebliche Exftan-sionstendenz der Leitung der österreichisch-ungarischen Ban! theilt Generalsecretär Leonhardt ein deceits im Februar 1884 an sämmtliche Vorstände der Anstalten der Bank gerichtetes vertrauliches Circulars mit, aus welchem ersichtlich ist, dass die Bankleitung schon da« mals — unter Hinweis auf die nicht befristende allgemeine Geschäftslage, insbesondere aber auf die bestehende, zum Theile weit über ihre Mittel engagierte Speculation in der Zucker- und in der Getreidevr'anche — es als dringend geboten bezeichnete, den Verhältnissen der Firmen im allgemeinen, besonders aber jenen der bezeichneten Geschäftsbranchen, eine erhöhte Aufmerksamkeit zuzuwenden u»d im Vanlescompte-geschäfte überhaupt mii besonderer Umsicht vorzugehen. Freiwaldau, 2. Iännrr. Der Mörder des Uhrmachers KlMva wurde in dem Messeisä micogehilfen Johann Mikrolecky, aus Stala in Böhmen gebürtig, verhaftet. Dersebe war ein Bekannter des Ermordeten und wollte sich diesen Monat verheiraten und ein selbständiges Geschäft errichten. Kaschau, 2. Jänner. Auf der Marn.etfalu.Goll. niher Linie der Kaschau-Oderberger Bahn ist der Verkehr wegen starker Felsenabrutschungen eingestellt. Die Wegräumung de« Hindernisses dürfte acht Tage in Anspruch nehmen. Madrid, 1. Jänner. In Torrox, Provinz Ma° laga, gab es heftige Erdstöße mit schrecklichem unterirdischen Getöse. In Albunuclas, Provinz Gra. uada, öffnete sich der Erdboden. Die Kirche versant bis zur Thurmjpitze. In der Ge- gend von Marson verschwanden Menschen und Thiere in den entstandenen Erdspalten. Athen, 2. Jänner. Die Kammer genehmigte gestern die Tagesordnung, welche das Vorgehen der Regie« rung in der Frage der Reorganisation der Armee billigt. Kairo, 2. Jänner. General Wolseley erhielt gestern einen Zeltet mit den Worten: Okartum, all rigdt. 0. Om-llon, 15. veeomdsr. Das Papier trägt oas Siegel Gordons, und ist die Authenticität nicht zu bezweifeln. Volkswirtschaftliches. Wien, 2. Jänner. Ziehung der Serien der Vicrundfünfziacr Lose: 56 84 134 167 306 402 441 44« 609 816 873 011 980 983 1220 1295 1801 1923 2151 2296 2263 2322 237« 2413 2463 2493 254!) 25«1 2793 2720 2851 3012 3016 3070 3118 3162 3338 3407 3520 3613 377b 3815 3819 3855, Verstorbene. Den 29. Dezember. Josef Doplilar, Arbeiter, 71 I., Pctersstraße Nr. 2, Wassersucht. Den 3 1. Dezember. Johann /abjel, Hausbesitzers« Sohn, 6 Tage, Polanastrahe Nr, 59, Trismus. Landschaftliches Theater. Heute (gerader Tag): DieGlockcn von Corneville. (Oioolio« lio Lornnvilio,) iltommilisch'komische Operette in drei Acten und vier Vildcrn von Clairville und Gäbet. — Musik von Robert Planquettc. Lottoziehung vom 31. Dezember: Brunn: 70 18 81 13 54. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. "' "TÜ.Mg. 738.93 ^- 0^ windstill bclvöN ^IT' 31. 2 „ N. 739.65 ^. 2.3 windstill bewölkt ^" 9 " Ab. 741.08 -j- 1.0 W. schwach bewölkt ""gM y 7U.M8. 742.30 -j-'i,2 O."schwach bewölkt Z 2 ., N. 743.12 ^ 2,4 NO. schwach bewölkt 0,00 I 9 „ Ab. 744.82 ^0.8 NO. schwach bewölkt ?U.Mg. 745.32 — 0.8 NO. mähia bewölkt' 2. 2 „ N. 744,98 — 0.8 NO. mcMa. bewölkt 000 9 ^ Ab. 745.71 — 2.2 NO. schwach bewölkt Den 31. Dezember trübe, regnerisch. Dcu 1. Jänner aeloclerte Wolkendecke, abends windig. Den 2. trübe, austrocknender Ost» wind. Das Tagcsmittel der Wärme an deu drei Tagen -> 1,3", -^ 1,5° und — 1,3°, beziehungsweise um 4,2«, 4,4« und 1 6' über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Naglik. LillgyFenciL t. ür^laor«»^ »"t a»,« II». 1» a«r ^nnonoo swer Uio»i3S» VpotbvkorKruin., dotrotkoi^a Hon I.od«r. "le^mng l8t niotlt jßllor 0nemi!ißr Lllmpetent, lli« öztes. ^lLN!8«ne Pliarm2!t0l,°« -u änclern, at,^ jecienfallZ «nm-Ment, 7u 82«en, Danksagung. ^ W Für die vielen Veweise iuniaer ^s>« l < W W dem herben Verluste unseres ^3 Theililahmc au W > und Vaters, Herrn vielgeliebten Gatten > > Gutsbesitzers und Hauptmanns a D > > die trauernden Hinterbliebenen. W W Semle llm 2. Jänner 1885. ' W LaibachzrZeitung Nr. 2 13 3. Jänner 1885. Course an der Wiener Görse vom 8. Jänner ilM. ^ dem 0^^ C°ur«bl°tte " Gelb Wavc Stllllts-Anlehen. Zottnrcnt«!....... 82-25 8,..5 WUbcrlcnte..... 8320 »3-40 »»»-"lcr 4"/„ Staal«l°sc 25>«'fi! — — — — i»N0er s."/<, aanzc 5no „ 130 2» ,35 ?o ?««?" -^7« < st"nftcl i«o .. i<9 20 i I8«n Lomo°Nentenschclne . per St. — — — — 4 "/„ Ocst, Goldrcnte, stcuerfrci . ,04'lu i«< 25 vcstcrr, Notcnrcnic. swicrfrci , 97 45 97<>0 Ung. Gold«!!tc ! b, Stabtgcmeindc Wicn IU2-— 103-— Anlehcn d. Stadtgcincindc Wien (Silber und Gold) .... — — —-— Prämicn-Nnl.b.Ctabtgcm.Wicl! — — — — Pfandbriefe (siir 100 fl) Nobcrcr. allg.östcrr.4 >/i'V„Golb 122-— 122 50 bto, in 5,0 „ „ 4 V, "/>, 97Ü0 97-7U bto. in 5>n .. „ < "/„ . »2 50 S3 — bto, Prnmien°Schulbvcrsch.»'Vn »0 »7 — Ocst, Hhpolhclcnbanl I0,.b'/,"/« wo— 10« !/5 Ocst,°»ng. Banf verl, 5 "/<> - - 102-70 102 »ü bto. ,. 4 >/i'V» - 101-60 101 »0 dto. „ 4 "/n , . 977b 88 — Ilng, allff, Bobtncredit-Actiengcs, in Pest W I. ,83!» V«l.5 '/^"/» 1»1 60 10280 Prioritäts » Obligationen «i!r iuo fl ) Elisabctb-Wcstbahn l. «lmisjion 11050 I1I-— ss-crbin«nbe-Navbbahn in Silb. I054U 10« — ssranz'Iosef-Bahn.....»»»0 »0-1» Galizüchc Korl - Lobwig - Nahn Ei» >«8> 30«, fl. S.<'/,°/n , »9 3» ü»-«N Ocstcrr, Nolwcstbahn .... 102-30 102-80 Siebenblirgci.......»8 2», »» ?b Geld Ware Staatllbahn 1, Emission . . , 18375 — — Sübbahn il 3"/,....... 147-50 148 — .. k 5«/"...... 124- -,- Ung.'geliz, Vahn..... 9» 00 100 — Diverse Lofe (per StUl5) Liebitlosc ion fl...... — — — — Clary.i/oose 40 fl...... 4,-75 <225 4 »/„ Donau-Dampssch, 100 ft. , 114 — 114 50 ^'aibachcr Prämie»-Nnlehcn l!0fl, —'— — — Oseucr Lose 40 fl...... 4225 43.— Valfsy l'ose 4U fl...... 38-75 37-25 Molhcn Kreuz, ösl. Ges. v. 10 fi —— — — ylubols-^osd 10 fl..... 18-25 18-75 Ealm-l'ose ^lU fl...... 5« 50 K7 — St,-Genoi«^ose «» fi, . . , 5075 51-25 walbstcin-^'osc !i0 fl..... —-— 28 — Winbischgriitz Lose lj,, fl. . . . 3650 »7 — Banl-Actien (per C Änglo-Ocs!cri. Vanl i!«N fl. , . 9s— 9650 U,,nl ^'csl!llschas!, Wiener 200 fl. —---------'— Naütvc«!», Witüsl, 100 fl, . <, INI-—1NI-50 Bdncr.'Änst,, O»-sl,i!UNfl,S. clcn»,.ösl. 00 fl. ^"/«lE. 60— «1 — ^nbcrbant, ösl,, 20l!fi, G.5n<>/„ fl, <5M, — ^ ^,^ Vöhm, Norbbahn 150 fi, . . . ikb-5» ,86 — Westbah" 2«n fi. . . , 294 — 2»«-— Vuschtiehraber Lisb. 5>< u fi, CM, —— ^.^_ (iit, b.) 200 fl. , 1»1__ I»2_ Donau - Dampfschiffahrt« -- Ges, Oefterr, 5,00 fl, brtb°Val>n2l)() ft. (lVi, . , 2»2—282-50 ,, ttni-Vubweie 200 fl, , . . —-^ ____ ,,Salb,-T!iol,IN,5 l»07 75 ^>l!!fl!!chl-!!°Barcs«viss-V,20Nfi, l!M. i!L7 — 2«7'50 >raz°Ko!lachci 0Nfl,ö.W, 243 — 245 — fflll>Icnl'l,-lN-(5i!enb, L00 fl, , , —— — — llaschau-Oderb. (iisend. 20« fl.S, 14850 148 75 i,'eml>erg-^zcn!ow,-Iassy «tisen- bahn-Gcscll, 200 ö, W. . . 1»?-— i9?-r>n ^'lovb, oft,-unn,, Trieft 5U0fi,(5M. 5»8 — b7N -Ocsterr, Norbwestb, »0« fl. Silb. 17225 >73 — bto. (M. «) 200 st. Silber , 177 —,?7-5<» Prag-Duzcr Liscnb, 15.0N, Silb. 88— «8-50 Mubols'Bahn I0<> fl. Silber . . I8I75 18^-25 Siebcnbülgcr Eiscnb. 2<>N fl. . 17»-5U 1?» 75 StaatOeisenbahn »00 fi. ö. W. . »08 — »08 25 Gelb Gare Slldbahn 2<0fi. Silber . . , i<5-ec,ß°Nnhn 200 ss, ö, W. , , 24«-50!24»-50 Tramwav'Ges., Lllr,i?o fl, ö, W, 20U-75 210 — " «. r .^1 ' ""' '"" fi, ,04 50 105«» Transport.Gesellschaft i »0 Francs'ktücke..... »75, »-?«, Silber......... —— —— Deutsche «e ch«b«nlnoten . . «0 llb «>-»b ß ^l^M«^^^^ Untere, nach lanssjährigen Erfahrungen als vorzüglich ^ '^WWE«^ wirksam anerkannte« Specialitäten führt stets frisch am ^ ^er ulldlversendct sofort per Nachnahme nur die ^ 3MDM5 tlMsN-jlstMlle llez ^lul. v.'srn^oo^ U ^W Haarwuchs-Pomade üe?bV z>m^,'" lß ^ ^Wn Haarboden zn starten und das UnKsallen der Haare zu l>Is ^ ^,fM» verhindern; zugleich gibt es diesen einen schönen Glanz und wird sssl " ^W>? '"'^ sicheren» Erfolg bei Tausenden angewendet. Ein Tiegel sammt ^ l " 1 > ' Anweisung «<» lr. 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Bezirksgerichte Wippach wurde in der Executionssache der Lncia Grahor gegen Mathias Zorj von Slap Nr. 18 Mio. 363 fl. famm» Anhang für die theils unbekannt wo befindlichen, theils verstorbenen Maria Witwe Zorj, Mathias Zmz und Johann Horj, Anton März ^und mj. Th?» esid, Maria unb Johann Zorj von Slap und F'anz P^ernel von Wippach, Tabularaläublnel der N'alitäten Einlage Nr. 554, 557 558, 559, 560. 561, 562. 563' 564.' 566 und 567 a4 gehörige Realität «ud Current-Nr. 214 ad Herrschaft Krupp wird mit dem früheren Anhange auf den 1 4. Jänner 1885 reassumiert. K. k. Bezirkegericht Mottling, am 26. Oktober 1884. (5094—3) Nr. »467. Reassunnerung dritter efec. Feilbietung. Vom k. l. Bezirksgerichte Laas wird bekannt gegeben : Es sei über Ansuchen des Herrn Franz Petsche von Altenmarkt die m,t dem Bescheide vom 28. September 1662 angeordnet gewesene dritte executive Fell-bietung der dem Thomas Koderca von Ve»h Nr. 6 gehörigen, gerichtlich auf 2010 fl. bewerteten Realität 8ub Urbar. Nr. 124 »6 Grundbuch Herrschaft Schnee-berg mit dem früheren Anhange auf den 14. Iänne, 1885, jedesmal vormiltags 9 Uhr, hiergenchls reassumiert worden, K. k. Bezirksgericht Laas. am Isten November 1684.