Priinumcralions - jUttift: Fiir Laibach: GanzMrig . . . 6 fl. — It, Halbjiihrig . . . 3 „ — „ Bierteljahrig. . . 1 „ 50 „ Moimtlich . . . — „50 „ Mit der Post: Ganzjahrig . . 0 fl. —- lr. Halbjiihrig . . . 4 „ 50 „ Bierteljiihrig. . - 2 „ 25 „ Silt ZustcNimg ins H-uS viertel-jcihrig 25 tv., monatlich 9 It. Stnjtinc Nummern 5 !r. Laibacher Tagblatt. Anonyme Mittheiltmgen roerbeit nicht beritcksichtigt; Dkanuskripte nicht zurltckgesendet. Utiaklion: Bahnhosgasse Nr. 132. yr-v» M tfrpchiliott imb SnfrrtfftdjS# fliircmi: Aongrehplatz 9k. 81 («mhhandli«^K.'' %% von I. v. Klcmmayr L F.B»mbcrg)^>^^ Znscrlionsprcisc: Fitr bic einipaltigc Pctitzeile 3 kr. vci zweimaliger Einscbaltnng i\ 5 ft., dreimal a 7 kr. 3nsertionSstempel jcdeSmal 30 tr. Bei groheren Inseraten und uftcrcr Einschaltung entsprechender Rabat t Nr. 34. Donnerstag, 24. September. — Morgen: Klevphas. 1868. Eine imgiltige Landtagswahl dcnnoch ... f „Macht geht vor Recht!" Mit dicscn Worten rourbe in der gestrigen Landtagssitzung dec Borgang der Majoritat bei der Annullirung der Wahl Dr. Suppan's unter gleichzeitiger Einbcrnsung seines nationalen Gcgcnkandidaten in den Landtag von cinem Rcdner der Minoritat bezcichnet. Die Majoritat hat schvn zwei Abgeordneten die Thure gcwiesen, von denen sie wnhte, dah fie nit 511 den Anhangern der nationalen Partei ge-horcn werden. Warnm sollte sie nicht anch das gleiche bei Dr. Snppan thun, von dessen gcistigen Waffcn fie keinerlei Succnrs anznhoffeii, wohl aber die gefahrlichste Schadigung ihres Parteiinteresses zu besorgen hattc. Und so muhte anch diesmal ein ini ganzen Lande wegen seines Biedersinnes geach-leter Mann, der als Abgeordneter und LandeSaus-schuhbeisitzcr in der ersten Landtagsperiode die glanzendstcn Beweise seines administrativen Talen-tes, der genanesten Kenntnih der Landesverhaltnisse und der aufopserndsten parlamentarischen Thatigkeit siir sein Vaterland gegeben, jenem Botnm versallen, das vor kurzem ben Gewahlten von Adelsberg-Oberlaibach traf, mit bem cinzigcn Unterschicdc, dah diesmal bcr scharfsinnige Wahlkalkulator ber Majoritat, Abg. Svetee, aus ben von ihm riach-trciglich zusammengestellten Wahlerlisten zu bent Resultat gelangte, bah benn boch eigentlich Dr. Suppan's Nachmann ber wahre Gewahlte von Rudolfswerth sei. Die Svetec'schen Wahrscheinlichkeitskalkiile gel-ten ja bei allen Wahlanfechtungen der Majoritat als unanfechtbar. Und dennoch wars die gediegene Rede Kromers, tin Meisterstfick in ihrcr Art, das ganze Kartenhans Svetec'scher Argumentationen fiber den Hansen. E.s gebiihrt bent biedercn Abgeordne-ten Kromer das nicht hoch gemig zu veranschlagende Berdienst, in die von den Gegnern Dr. SnppanS in ein mystisches Dnnkel gehiillte und dnrch Ber-dachtigungen aller Art gctrubte Wahlangelegenheit die schlagendsten Streiflichter geworscn zu haben. Kromer gelangte zu den nothigen Aufklarnngeii, ohne unter gcistlichcr Assistenz cine Kommiffionsreise nach Weixclburg und ispittich unternommcn zu haben, wie es der Berichterstatter Svetec gcthan, seine klarcn Ausfuhrungen waren aus Ausziige gegruiidet, die er aus ben vorgelegenen Wahlakten gemacht, der einzige, wie tins biinft, eineS Abgcordntten, der emeu. Wahlakt zu priisen hat, wfirdigc Borgang. Kromer forderte den Berichterstatter zu wicdcr-holten malen auf, ihn zu korrigircn, fall« cr nnrich-tiges vorbringe; er wies znr Evidenz nach, dah sclbst siir ben Fall, als ein Drittel bcr nach der ssanpt-liste Wahlberechtigtm der Stadt Weixelbnrg entsiclc, von benen ubrigens ttur zehn an bcr Wahl sich be-theiligtcu, bemtoch Dr. Suppan cine Stimme mehr Habe, als Ravnikar. Der Berichterstatter vermochte nicht cine ber von Kromer angeslihrten, fitr die Gil-tigkeit der Wahl Suppans sprechenden Thatsachen zu entfrastcn. Ein Maun von Kromers Geradheit und (Mci-stesscharse, ber jederzeit mit Unerschrockenheit stir Recht und Wahrheit einsteht, ber anch diesmal znm grohen Unbehagen bet Majoritat das Vorspiel der Pritfnng des Wahlaktes im LandeSausschusse zur besseren Wiirbigung bes in Anwendnng gekommenen Partcimanovers ausbeckte, ist, wenn schon als Ab-georbneter unbequem, als Lanbesausschutzmitglieb noch nnbequemer. Zu welchem Mittel griff nun diesmal die Majoritat, berm Phrasenschwall an dent blanken Schilde ber Wahrheit, bctt jener Abgeorbnete ihr vorznhaltcn pflegt, stetS erfolglo-« abprallt? Sie roollte die Wahrheit seiner Angaben in Frage stellen, sie wollten ihn eiticr Unwahrheit zeihen, und ebcn dnrch bic- Vcrlesnng cines von ihr nnd ihrcn skan-dalsiichtigen Anhangern attf bcr Gallcrie mit Heth hunger ermartetcn Protokolls einer Lanbesausschntz^ sitznng wnrde das von ihr mit Siegesznversicht in Szene gesetzte ManSver vollends zn Schanben ge-ntacht. Was haben roir schlictzlich von jenctt phrasen-reichctt und it in Beweise siir bic sondcrbarstcn Be hauptiinge« nie verlegeneti Abgcorbnctcn zu crwar-tcn, die stets bic roahrett Vertreter des Volkes sich zu nennen bclieben? DieSmal gingen sie, wahrscheinlich in volks-freundlicher Obsvrge siir bic Erweitcrnng bes Wahl-rechteS, so roeit, einen allgentein gcachtetcn Burger von Rndolsswerth, bcr sich cine Kordoiisiiber^ schrcitnng bei cincr Viehsenche zu Schulden komrncn lich, als wegen cincr biffantirenden Handlnng, bes Wahlrechtes siir vcrlustig zu erflaren. Nach ihrcn Thatcn beurtheilet sie! Was hat bic bitrgcrliche, was hat die politische Freiheit von einer klerikal-itationalcn Majoritat zu erwarten, die folche AnS-spriichc fallt, ohne cs ber Miihe werth zn crachtcn, sich nahere Information fiber bctt bctresfenben Borgang zn holen? Mit bicscr etnzigen Entschobung hat sich bic Majoritat ihr eigencs Urthcil sclbst ge-schriebett. Landtagsverhandlungen. Knnfzehnte Sitzung des train. Landtages am 23. September. Bcginn der Sitznng Halb 11 Uhr. Borsitzender Dr. Wnrzbach gibt ben Jnhalt bcr cingetangtcn Petitionen befannt: 1. ber ©cmeindevertretimg von Zirkniz wegen Einsuhrung ber Ehckonsctise; . Ieuill'eton. Das biirgerliche Gewerbe. Eine kulturhistorische Skizze von Dr. Klun. Arbeit ist bei# BiirgerS 3ictbc, Scgen ist ber Miihe PreiS; Ehrt ben Stiiiti}) seine Wiirbe, Ehret u it 8 — der Hiinbe Flei st. Schiller'S „®toctc.“ I. In bem grohen Kampsc, welcher gcgenwiirtig fur Licht und Freiheit in unserm Vatcrlandc gc-kSmpft wird, nitnntt daS eigentliche Burgerthum ■7- die Bourgeoisie — einen hervorragendeu Platz ein. Jch will ntich in cine Charakteristik ber kam-pfenben Parteicn nicht einlaffcn, — sie sinb zur ®cnfige befannt und gekennzeichnet; — nur zur KrSftignng des Selbstbewutztseins, znr Hebung unb Starknng bcr Partei bes fortschrittsrennblichen Bur-gerthnms uuternchme ich es, an der Hanb ber Ge-ichichte, — bieser „Lchrmeisterin ber Volkcr," — nachzuweiseu: bag die Bliithezeit der Arbeit unb des Btirgerth ums je-derzeit nnd fiberatt anch bie Bliithezeit der Na-tvoncn gerocfen ist. Diese Wahrheit, welche mit unoertitgbaren Settern in bent grohen Gc- schichtsbuche ber Menschheit eingetragen ist, muh auf ben Gewerbsmann ermnthigend und crhebenb wirkcn, — benn er sinbet in sich unb in feiiten Arbeitsgenossen bic cigcntlichcn Triiger ber freiheit-lichen Kultnreutwicklnng. Er finbet, bah die „freie Arbeit" stets ben Ruhtn unb ben Rcichthum bcr Rationen begrunbet, — bah nur im belebcnben Sonnenglanze bcr Freiheit Gewerbe unb Kfinstc ge= deihen, — dah Freiheit unb Arbcit bic un-zertrennlichen Gcnicn sinb, welche bes Himmels Segen auf bic Erbe streuen! Wo aber Freiheit wohtit, bort fehrt bic Bildung ein, und mit ber Bildnng die fortfchreitendc Entwicklnng mit dem bauernben Wohlstanb; — dcshalb gliinzen auf bem Banner ber wahrcn Batcrlanbsfreunbe bit golbcncn Wortc: Durch Bolksdilbiing zur Vol ksf reiheit, zurn Volkswohlstanb! In unferer Heimat Krain verbienen bieft Satzt sicherlich vollste Beherzigung unb praktische Anweu-bung. Der Gewerbe- unb Kunstfleih, ber Hanbcl unb Berkehr bewegen sich in Krain leiber znm grohen Theilc itt alien, ausgesahrnen Geleisen; cine Hebung bes GewcrbcstanbcS unb ber Jubustrie, fiir welche Krain bic Borbtbingungcn in fo reichem Mahe besitzt, wie nur wenige Lanber, — eine KrSftignng bes llnternehmungsgeistcs und bcr sclbst-bewuhten Thiitigkcit bes Biirgerthnms in den frai* nifchcn Stabten unb Miirktcn, — bic Errichtung vrm gewcrblichen Fachschuleu, tion Gewcrbcvcreinen, von probnktiven Genossenschasten nach bem Muster Dcutschlanbs, Englanbs unb ber Schweiz, — bies allcs thate in unserem fchOncn LSndchcn unendlich nvth! Dieses Thema wcrde ich in scinen einzelnen Thcilcn mit meincn Landslenten eingcheud bespre-cheu, nachbem ich vorcrst bic Wichtigkcit bcr Arbeit uberhaupt, die hohe Bedcutung etnes ftarfen Biirgerthnms insbesondere beleuchtet haben wcrdc. So tiiel ist unzweifclhast, dah ber „@iirger" in bctt frainifchett StSbtcn unb Markteu sich Diet zu we-nig bem „bilrgerlichen" stobtischen Gewerbe znwen-bet unb viclfach nur Atferbouer ist; beShalb gra-vitirt tr nur zu hanfig in die Sanbgemeinben hin-ein unb ist von ihr itt Fragcn von politischer Bc-bentung abhangig, — anstatt bah bic Landgcmcinbt nach bem stiibtischen Biirgcr sich „richten," von bicsem politische Bilbung unb Ausklarnng in ben Tages-fragen erhatten sollte. Diesem naturwibrigcn Lerhaltnih entfpringen auch die befannten unnaturlichcn politischen Allian-zen, bit bei einem selbstbewuhten, fclbstattbtgen 2. dcr Fabriksinhabung von Zwifchenwaffern und GSrtschach uni Herstelluug und Erhaltung tier Brucken iiber die Save und Zayer dutch die Bc-zirkskonkurrenz mit eincr Subventivn aus dem LandeSfonde. Erstcrc Petition wirb dem WahlrcformauS-schusse, letztere dem Petitionsausschusse zugewiesen. Ats erftcr Gegenstand dec Tagesordnung wird der Bericht deS Wahlrcforinausfchusses iibcr die Regicrnngsvvrlagc, wornach in Zukunst jedermann, der von einem in dcr Gemeinde selbsttindig ^etrie-benen Gewerbe oder Erwerbe cine direkte Stener entrichtet, oder in der Gemeinde wohnt und daselbst ein sonstigeS Einkominen versteuert, als Geineinde-genossc anzuschen ist, daher auch das Gemeinde-wahlrecht ausvben barf, ohne Debatte angcnommen. Sodann wird das Ansuchen des Katidcsaus-schusseS urn eine bezugliche Information des Land-tages in Betreff eines von ihm iibcr Ersuchen deS Finanzministcriums zu crstattenden GutachtenS iibcr die beabsichtigten Reformen der Grund- und Gc-daudebcstencrung an den Finanzausschutz gcwiesen. DaS Gcsnch der Gemeinde von St. Kanzian wegen Erwirknng cities ZOperc. SteuerzufchlagcS fftr die Deckung dcr Pfarrhvfs-BauauSlagcn in St. Kanzian wird dcr Regicrung zur Erhcbung des beziiglichen Gcmcindcrathsbeschlusscs wicder zu-ruckgestellt. RegierungSvcrtreter Conrad crklart. datz schon im Jahrc 1858 die sammtlichen Konkurrenz-pflichtigen sich beistimmend crklart habcn. W nrzbach iiberlatzt den Porsitz dem LandeS-hauptmannstellvertrcter o S l c r. Hierauf verlicSt Svctcc den Bericht dcS zur llcbcrpriifung des WahlaktcS von Rudolfswerth eingesetzten AuSschusses. In demsclbcn wird dcr Nachweis zu fiihrcn vcrsucht, dah aus dem Grunde, weil die beigelegcnc Wahlerliste dcr Stadt Wcixcl-bcrg mit dcr Hanptwahlcrlistc nicht iibercinstimmt und wcil die WSHlcilistc der besagten Stadt aus den Wahlakten dcr vorletzten LandtagSwahl a»S dcr landschaftiichcn Rrgistratur abhanden gckommen sci, Falsifikationcn in der Anfertigung dcr Wahlcr-liftcn vorgekommen fcicii. WcitcrS wird dariit mit Riicksicht auf die von nicht wahlberechtigten Wcixel-burgtrn fiir Dr. Sup p an abgegebenen Stimmen das Stimmenverhaltnih zwischen dicsem und Ludwig Ravnikar role 147 zu 153 angegeben. Wahrend dcr Sandcsansschnhbericht den ganzcn Wahlakt als null und nichtig crklarte, foil nach dem ncuerlichen Bcrichte Dr. Suppans Wahl vcrworfen, jene Ravnikar'« als giltig ancrkannt rocrdcn. RegierungSprasident Conrad erklart in Bc- trcff der in den Bcrichten angcdeutctcn Pressionen, die von RegicrungSorganen geubt roorden sein sollcn, und den Wahlcrlistenfalschungen, bah aus den ihm zugckommcncn Borlagen kcinc Spur davon crsicht-lich sci (Dr. Toman : Ha! ha!); die Wahlagitationcn I'cicn wohl schr lcbhast gcrocscn, sie scicn dies and' in den fortgeschnttensten Staaten. Es werde im Bcrichte auf GerichtSrcrhandluiigen und ZeitungS-artitcl hingeroiefen, diefelben bczogcn fich jedoch auf Borfallc, die erst nach der Wahl in Rudolfswerth ftattgcfundcn. Uebrigens fei die Wahlkommiffion iibcr die erst nachtraglich angeregten iBcrbcffcrungcn und Korekturen dcr Wahlcrlisten hiiiansgcgangcii. Dem Kanbtagc stehc das Recht zu, ubcr die Wahl zu cntfcheidcu, doch stcllc er cs beffen Erwagnng anhcim, ob eS angchc, einen Wahlakt zum Theilc giltig, zum Thcilc als ungiltig zu erklarcn. Sollc bic Rc-gicrung bas Wahlzertifikat cinem zweiten GcwShltcn ansstcllcn, so miihtc sic wiinfchcn, bah ihr andcrc Gcsichtspunkte geboten wurdcn. AnS Dr. Kalteneggers Rede. Die erfte Srage ist die, ob zu crwortcn fei, bah weitcrc (sthebungen ^icht in die Sache btiitgcn wcrdcn. obcr nicht. In wcitercr Konfcqucnz hicvon fcicn entweber bic Crhcbungcii einznlciten, obcr to fei bic Wahl zu annullircn. Dcr vom Landtage gewahllc AuSfchutz habc gceignete Nachcrhcbungcn zu machen vcrsucht, welche jeboch Sache bcS Vanbee-auefchuffcs gewefcn wiircn, cr habc ben Bcnif beS AusschusseS sowic auch jenen bes Lanbtagcs iibcr-schrittcn. DaS Hans habc nur ben Wahlakt zu prufcn, dicsmal habc man eine ncuc und richtigc Wahlerliste zusammcnzustcllcn vcrsucht. Die Grund-lage dcr Wahl sci nicht richtig, nicht vcrlShlich. In dcr Wahlerliste ber Stabt Wcixelburg erscheincn 46 Vanbtagdroahlbercchtigte, in ber HauptwShlcrliftc scicn bercn 84 eingctragen. Icnc soil gcfalscht, un-tcrschoben worben fcin. AllerbingS fcicn bit Zahlcn 46 unb 84 nicht vercinbar. Doch bas fonberbarfte ware, tine Xiifte nachtraglich einzulcgctt, lint jene Hanptlistt von 84 bamit zn becken. Dieses Re-chenexempcl miihte ja schon ein Normalschulcr be-grelfctt. Dcr fonneUe Mangel ber tiachtraglichtn Crhcbungcn des AusschusseS liege darin, bah bit dcr Bcrcchnung zu Grunde gelegtt Listc nicht amt-lich fonstatirt fei, was doch zu ihrer Glattbwiirbig-Icit nflthig ware. Auch ihrc matcriellc Grunblagc fei falfch. In bic Wahlcrlisten fcicn zncrst bic Chrcnbiirgcr, bann bic Stcuerzahler unb schlichlich bic nach ihrer perfbnlichcn Eignung Wahlberechtigten ciuzutragen. Seine cigcnen Erhebnngen habett ihtt iiberzeugt, bah mit ©cructstchtigung biefer Umftanbe sich eine ganz anbere Rciheiisolge crgabe, als fie in dcr Abstimmungslistc enthalten ist. Welches ist nun die richtigc Stimmlistc? Mehrcrc Posten wiircn zu strcichen, andere htitten in ber Rcihc friiher zu kommcn. Manchc Wahler crschcincn boppclt in ber Wahlerliste angefiihrt. Fcrncr feicn auch bic moratifchen Pcrsoncn, bic als folche in ben Listen als stimmberechtigt erschcinen, zu bcriicksichti-gcn. Wirb nun auf alle biefe Umstandc Riicksicht genommen, so erscheine bci der Ausscheidnng bes dritten ThcilcS dcr Wahler, die ber AuSfchutz vorgenommen, eine ganz anbere Rcihc ber Abstim-ntenben, was fur bas Ergcbnih ber Wahl von grotztcr Wichtigkcit fei. Urn baher fcin Rccht zu verletzen, brantragc er bie Zuriickwcifung bcS Wahl-aktcs an ben Lanbcsansfchnh mit bem Anftrage, in ber angebcutctcn Wcife nochmals bie iiothigen (5rhebungen zu pflegcn. Aus KromerS Rede. Rebiicr fonstatirt, bah im ganzen 819 Wahler ait dcr Wahl fich bethetligt, von dcneit 161 fiir Dr. Suppan, 158 fiir Ravnikar gestintint, wovon jedoch 4, die fiir ben ersteren unb 5, bic fur ben lctzlcren ihre Stimmen ctbgcgebeit, schon vom LanbcsanSschusfe als ungiltig erklart wurben, betttnach toareit nur 310 Wahlbcrcchtigtc, vvn bicfen cittfallcn 157 auf Dr. Suppan, 153 auf Ravnikar. Eine ber 4 Stimmen fiir Suppan wurde vom Landcsansfchufse ohitc gesetzlichm Grund in Abrcchnung gebracht, indent dcr betrcffcnbc Wahler einmal abgeftraft warden fei, jeboch nicht wegen Vcrgehens aus Gewinn-fucht, foubern wegen Kordonsuberfchreitung zur Zeit ber Scuchc, daher wegen eincr Uebertretung gegen die Gefundheit. Ein Wahler Ravnikars zahlte nicht deit fiir Rubotfsroerth sich crgebcitben geringfteu Zenfus, baher cr zu streichen. Demnach stelle fich bas Stimmenverhiiltnih zwischen Suppan unb Rav nikar roie 158 zu 152. Rebiier gcht itun auf bie nahere Beleuchtung der vom Lanbesausfchuffe gepflvgenen Erhebnngen ein. Gleich am Tage bes EinlangenS bes Wahl-aktcs am 2. April 1867 wurben vom LanbeSaus schuh-Reserenten (Dr. Costa) ohne Einholnng bcS Beschluffes beS Lanbesausschusses, ohitc bah ein Pro test eingelangt ware, .Erhebnngen wegen einzelner Wahler Suppans iibcr ben Umftanb ihrer Grvh jahrigkeit eingeleitet. Der eingelangte Tansfchein eines zur Zeit ber Wahl noch minberjahrig Gewe fenen erliege in ben Akten wit ber Bemerkung: „ex offo zum Amtsgebrauche bes 8aiba« cher Magistrates." Also burch ben Saibacher Magistrat fcicn bie Nachsorschungen gefchehen. Ein zweiter Wahler Snppans, ben ber Referent als minberjahrig in Vcrbacht gchabt, sci, rote dies fein Biirgerthnme niemals vorkommen kSnnen. Denn ber Jnbustricllc, ber Kansmann, ber cigentliefjc „ar» beitenbe SBiirger" hitldiget iiberall den Jdccn bes FortfchritteS unb perhorreszirt rctrograbc Ten benzen unb bcrlei AUianzett. Ganz richtig ertennt cs ber ..Birrgcr", bah mtr im Fortfchrittc, in ber vollfictt Frciheit ber Bcwcgttng, in ber biirgcrlichcn, politi-schen unb roirthfchaftlichcn Frciheit jctier fruchtbarc Same liegt, anS roelcheni ber Wohlstanb bes Ein-zelnen unb jener ganzer Bolter emporsprieht. Eine Allianz beS ..arbeitenben Biirgerthums" mit Ele-menten, welche bie Stabilitat veralteter Jnstitutivnen anstreben, — welche bcit freicit Forfchcrgcist in lecrcn Formclkram fchmicbcn mbchten, — welche bus eigene Bolt gegen anbersfprechettbe Nachbarn abfpcrrcn wollcn, inbeffen bie allgemeine Weltstromung alle trtnncnbeit Grcnzfchrankcn nieberroirft unb bic vcr-fchiebcttctt Bvlkcr unb Staaten zu verbinben sich be strcbt, — eine Allianz mit solchcn Elemcntcn ist roibernatiirlich, unhaltbar, — sie ist cine „Sunbc wider bcn.hciltgen Gcist ber Zeit!" Die vott kulturfcinblichen Elcmentcn herbeigefchleppten Hinbcrniffe we r ben fallen, roeit fie fallen miiffen, roeil iiaturnothwenbig Licht unb Frciheit fiegen lniiffen, niogen vereinzelte Storungen morncntan auch eincn kleincn Stillstand erzeugcn. Im grotzen Natur-unb Bblferteben gibt cs fcincn baucrttbcn Stillstanb, gefchtocigc einen Riicffttiritt; — ein mo-mentaucr Stillstanb ist nur eine Ruhepause, nach roelchcr ber Fortschritt seine von Gott unb ber Natur ihm ertheiltcn Rechtc tnit urn so gtbhcrer Kraft unb Macht zur Geltung bringt. Die Pionnirc bes FortfchritteS fittb bie arbci* tcitbcn jtlaffen, ist bas Biirgerthnm. Es ist nicht bloh ber bent Meitfchctt innewohnenbe Trieb, fur bie Frciheit ber Mcnschheit zu arbcitcn, — eS ist auch bas wohlvcrstanbenc eigene Jntercsse, bas ben Biirgei- brangt, im Glanzc ber Frciheit fiir fich uttb bic Scincn zu sammcln; er fuhtt es mthrober mttiber klar, bah cngherzige Strebnngen, zbpsifche Tcnbcnzcn, Anwanblttngcn vvn chinefifcher Abfpcr-rungsluft bent arbeitenben Burger nicht vom Bortheil fein foitnen, bah er unb feine Familic unb daS Land verarmen m iiffen, roenn nicht Frciheit ber Arbeit, Freiheit bes ErwerbeS, bes Bcrkchrs mit anbern LLnbcrn unb Bolkern, nttgchemnitc Entfaltiing a tier probuktivcn Kraftc zur Geltung gclangen. Der nrbcitenbc Biirgcr rnnh eS fuhten, bah cs leerc Phrafcn fittb, wenn ihm von „nationaler Arbeit," — ..nationalcr Bilbnng" unb bcrgleichcn vorbeflamirt wirb, inbeffen Eifenbahncn unb Telcgraphcn ihn auf taufenbe vvn Mcilen mit Gefchaftsleuten verbinben, — cr Rohprobuftt unb HilfSstvffc fiir seine Jnbustrie auS ben entfcrnteften Llinbern bczicht unb sicherlich froh ist. roeim cr feine Waare ..nach bem AuSlanbe" absctzen fanti. Die Zeittn siiib fiir immcr vorbei, in roelchcr das heiitiifche Produkt geniigt, — in dctiett die Gcniig-famfeit ant heimifcheii Hcrdc sich befriebigt sand. Dcr Mann mnh hinaus" — unb dcr denkende, strebsame Mann, der arbci ten be Burger blicft in bie rocitc Welt hinaus unb rnft: bent Mtilhigctt gchtirt bic Welt! Allcin nicht bloh bie Grtcmttiiih beffen, was Noth thut, geniigt; cs foil auch barnach riistig unb fraftig gcrungett wcrdcn, dah jene cttgher.zigen Strc-bungeit unb Tenbcnzcn mit Erfolg bekSmpft roerbcn, bah auf alien Gcbieten mcnfchlicher Thatigkeit bie Frciheit gefraftigct werde. Auf denn! das Biir-gerthum cinige sich fich zu Lminen unb lerne aus ber Gefchichte ber Arbeit, was es in solchcn Zeitcn bedars, in benen wir lebett; — was cs ins-befonbere in cinem Lanbc bebatf, wo bie Gcgcn-satzc so fdiarf fich gegeniiber trctcn, als in unfercr Heimat. Der Biirgcr lerne baraus, wo seine ro a hren Freunbc stchcn, auf roelchcr ©cite fur Bilbung, Freiheit unb Wohlstanb bes gef ctm m ten Voltes chrtich unb cntfchicben gekampst wirb. Das Biirgerthum priifc unb wahke! Nun zur „Gcschichtc b cc getverblithen Ar be it." . . ciiigclaiigtcr Taufschein erwies, gliicklicherwcisc zur Zeit der Wahl schon 27 Jahre alt gewesen. Auf diesc Art set die AnSscheibnng von 4 Wahlern Dr. Suppans erfolgt. Jene Erhebungen Habe der Referent auf eigene Faust gemacht, indem der Protest der Tschernembler sich auf keinen derselben bezog und letzterer auch in den iibrigen Punkten unbe-grundet befunden wurde. Ganz anders sei der Landesausschutz-Referent (Dr. Costa) bei den Erhebungen beziiglich des Protestes des Wahlkomitee's in Rudolfswcrth, der am 24. Juli l. I. cinlangte, vorgegangen, wobei Er-hebungcn beziiglich 20 beanstSndeter Wahler Rav-nikars zu pflegen waren. Der Referent Habe ohue eingeholte Aieinung des LandesauSschusses gleich 12 ubergangen, und nur gegen 8 die Erhebungen gepflogen, unter dem Vorwande, dah die gegen die ersteren 12 vorgebrachten AnstSnde ganz gleichgiltig scien. Erst fiber Kromers Anregung, dah ebenso, wie gegen Dr. Suppans Wahler ex offo Erhebungen eingeleitet wurden, bei dem vorliegenden Proteste auch gegen die beanstiindeten Wahler Ravnikars vorzugehen sei, wurden gleich im Ausschusse von jenen 12 vom Refereuten fur anstandslos befnndenen Wahlern drei ansgeschieden. Allem auch die wei-teren Erhebungen leitete der Referent sehr uuvoll-staudig und nicht in der gehSrigen Richtung ein. Gegen einen Wahler Ravnikars war vom Wahl-komitee Protest erhoben warden, weil er schon am 6. Februar 1866 seine Realitiiten abgetreten und von diesem Tage an der nene Eigenthiimer die Stener bezahlte. Dem Proteste lag auch die Ab-fchrist des UebergabsvertrageS bei. Die Erhebung wiire demnach in der Richtung zu pflegen gewesen, ob zur Zeit der Wahl der srnhere Besitzer mit Rncksicht auf die erfolgte Abtretnng noch die Steuern gezahlt Habe oder nicht. Der Referent sand eS jedoch fur entsprechend, an das Steneramt die Anfrage zu stelleu, wie viel jener im Jahre 1866 und 1867 an Steuern zu zahlen gchabt hat. Beziiglich 4 be-austandeter Vandstraher Wahler, und zwar wegen zu geringer Steuerzahlung, erhob der Referent gar nichts. Bon den beanstandeten Tschernembler Wahlern zahlen vier weniger an Stener, als der geringste Wahlzeusus vou 6 fi. 90 Jr. fur jene Stadt betragt. Bon diesen wurde nur einer ausgeschieden. Mit Beriicksichtigung alter dieser konstatirtermahen nicht wahlberechtigt gewesenen Wahler stellt sich, abgeschen von den beanstandeten Landstraher Wahlern, das Stimmenvcrhaltnih zwischeii Dr. Snppan und Ravnikar mit 158 zu 148 herons. Kromer forbcrt zu wiederholten malcit den Berichterstatter auf, falls 1 diesc seine, ans den Akten geschSpften Biittheilungen vielleicht nnrichtig fein sollten, ihn diessalls cities besferen zu belehren. Rcdner geht nun auf die iibrigen Punkte des ^andesanSschubberichteS ein, die Haltlosigkeit der darin aufgestellten Behauptungen von Prefsionen, unerlaubten AgitationSiuitteln beriihrend, und be-spricht writers die beziiglich der Weixelburger Wah-Icrlisten vorgebrachten Bedenken in eingehender Weise. Die Hauptwiihlerliste weise 84 wahlbcrech-%c Weixelburger Wahler aus, die spezielle nnr 46. "jusenden, jedoch nach erhaltener Antwort, dah ^esclbcn iiber Aufforderung des BezirksamteS Littai ®0n diesem an bos Laudesprasidium eingesendet ™orben seien, wurde doS gleiche Ansuchen an letz-eres gcstellt. Dieses antwortete, dah die Wahl-llten zugleich mit bem Lonbtogswahlakte bem Lan-csaiiefchufsc abgeliesert worbcn seien. Domit scien c Erhebungen beS LandeSausschusses beendet ge-csen. Der ongezeigteste Weg wSre wvhl gcwescn, I q! weiters an bie Bezirksiimter Littai unb Neu-'QCtl «m Einsendung der Listen zn wenden. Die indivibnellen Steuervorschreibungen sinb sicherlich nicht in Berlust geratheii, toarum Habe man nicht bas Steueramt Sittich' urn deren Einsenbnng angegangen? Jetzt wurde deShalb vom Landesaus-schuffe die Annullirung der Wohl Suppan's bean-tragt, ber hatte es vcrschnlbet, bah durch 1'/, Jahre zur Aufkliirung ber Weixelburger Wahlerlisten nichts geschehen sei! Der neu gewohlte Ausschuh sage, von ben 84 in der Stimmliste angesiihrten Weixelburger Wahlern scien bei dem Umstaude, als jene Stadt-gemeinbe nach zwei WahlkSrpern konstituirt sei, nur zwci Drittcl wahlberechtigt. Die Majoritiit be-hauptet, man Habe zur Bemcintelung bes ungesetz-lichen Vorganges bie jpezielle Wahlerliste unter-schlagcn. Rebner sindet die Leichtfertigkeit ber Beomten, welche bie Wahlerlisten sirmirt unb zu-faminengeffellt, unvcrantwortlich, both milsse er bie Zumuthung einer abftchtlichen FSlschung ablehnen. Mon pflegt in Aemtern sich nicht mit Falschnngen abzugeben, auch lag tein Grund vor, eine solche vorzunehmen, sic ware jo leicht zu entdeckeii gewesen. Man biirfc nicht lieblos ein Urtheil iiber jemanben fallen, bcvor man ihn nicht cinvernontmen. Rebner meint, eS habc im Dronge ber Geschafte zur Zeit ber Wohlcn cine BcrwcchSlung beS Bcr-zeichnisscs ber individucllen Steuervorschreibungen mit ben Wahlerlisten zum Zwccke ber Zusommen-stctlung ber Hauptwahlcrliste ftattgesunben. Die Majoritiit schcibct nun ein Drittcl ber Wahtbcrcchtigten ber Hanptliste als nicht wahlbe-rechtigct aus, unb von jenem Drittel habcn bios 10 ihr Wahlrccht ausgeiibt. Wclchcn Bclcg hat denn bie Majoritiit fur bie Richtigkeit ber von ihr zufammcngestelltcn ncuen Wahlerliste? Ein von Svctce beigebrachtes inbivibuelleS Steucrverzeichnih, weber batirt, noch amtlich ausgefertigt. Wenn bieses echt fein foil, worum tragt es leitie Firma? Noch diesem ware ber letzte SteuerzensnS ffir bie lanbtagswahlbcrcchtigtcn Weixelburger 2 fl. 77 tr., allcin unter ben vom Ausschuh ausgeschiedencn 10 Wahlern Dr. Suppan's befinbet sich Anton Vovk mit einer Steuerzahlung von 3 fl. 2 Ir. Der Ausschuh fonntc daher HSchstenS 9 Wahler Dr. Suppan's in Abschlag bringen, unb felbft nach Abzug bicfer 9 ergeben sich fiir Dr. Snppan 149, ffir Ravnikar nur 148 Stimmen, bnher erftcrer noch immer mit ber Majoritiit von einer Stimme gmahlt erscheint. Demnach kSnne Suppan's Wahl nicht annuflirt und noch weniger Ravnikar einbe-rufcn roerben. (Bcifall auf der linken ©cite.) Graf Thurn (deutfch) wirst ber Majoritiit vor, fie machc sich bie Sachc schr bequem, cS fei leichtcr, eincm 9lbgeorbncten bie Thiirc zu vcrfchlie-hen, als mit gcistigen Waffen zn kSrnpfen (Unruhe links). Ihr Wohlfprnch fei: Macht geht vor Recht, both fie untcrnchmen einen fruchtlofen Kampf gegen bie Macht ber offentlichcn Meinung. Origincll unb uberrafthenb scien bie Antrage des zweiten AnS-fchuffcs. AuS der Asche des trsten Gcwahltcn soll ber zweite Gcwahltc als PHSnix empvrstcigcn. Der Landesansschuh tarn in 17 Monatcn iiber bie Wahl nicht in s tlare, ben ncuen Ausschuh erleuch-tete in 8 Tagen ber Geist ber Erkcnntnih. Er Habe ein JanuSgcsicht gcschaffcn, bas Antlitz Suppan's soll uns abgewendct, jencs Ravnikar’« zugc-wenbet roerben. Dr. Torn an (slov.) hiclt unter Bcifall ber Gallcric cine Filippika gegen bie liberate Partci uub gegen bie bcutfchc Prcffe, welche burch ihre Schilbcrungcn ber LanbtagSvcrhanblnngcn bas Lanb Krain in Bcrruf bringe. Dcrn Rcgicrungsvcrtreter erwibcrt er, seine Partci Habe genug bie Prcssion ber Rcgicrung gefiihlt. Freilich in ben Akten stxhe bacon nichts. Rebner will wcitcrS ben fflbgcorbneten Kromer ber Unwahrheit zeihcn, bah biefer nunmchr bie ge« pflogciieu Erhebungen fiir unvollstanbig bezeichnct, wahrenb er im Laubcsausfchuffe felbft bie Erklii* rung abgab, er wiinsche keine weitercn Erhebungen, roie bies bas Protokoli ber betreffenben Sitzung nachweise (Bcifall ber Gallerie). Sobann ergcht sich Dr. Toman unter wiederholten Rufen „zur Sachc" von ber rcchten Seite in Schilbcrungcn ber Wahlagitationen zu Trcffcn, too er ein unlicbfames Bcgegnih mit tincm Lanbesgerichtsrath hatte, unb gibt ber Gallerie die Leidensgeschichte seines Durch-salleS bei der Laibacher Lanbtagswahl zum besten. Kromer erwibcrt auf Toman's Angriffe, er fei toohl bei ber Wahl in Trcffcn gcwesen, Habe basclbst nur von ertaubten Mitteln ber Agitation Gcbrauch gemacht unb fei nicht in bie 8age gckom-men . dah seine Interpretation des k. k. Patente«, roomit der krainische Landtag aufgelbdt tourde, zu einer protokollarischcn Einvcrnchniung Vcranlaffung geboten. Uebcr Toman's Hinwcisnng auf cin Protokoli, nach wclchcip er in bem LanbcsauSschusse an-berer Meinung gewesen fei, wiinsche er niitjere Auf-fchluffe. Dr. Savinscheg unterstfitzt Kaltenegger'S Antrag. Wurzbach konftatirt, dah ber von Kromer angeftihrte Sachvcrhalt ber Bcrhanblungen fiber bicfen Wahlakt im Lanbesausfchuffe richtig fei. Dr. Toman vertangt bie Bvrlefung bes Protokoli« ber bon ihm angczogencn Lanbcsausfchuh-Sitzuug im Haufc. Ueber Anfrage bes Borfitzenben, LanbeShaupt-mannstellvertreters K o s l er, entfcheibet sich ber Landtag ffir diesc Borlesung (Bravo ber Gallerie). Zum Schluffe ber Gcneralbebattc fpricht Sve-tec von DicbstShlcn ber WSHlerlisten, bchonptct wcitcrs, bie angeblich nnterschobene Wahlerliste sei in Laibach falfifizirt worbcn, vcrbiichtigt bie Mi-noritat als mitfchulbig, indem diese bie Sache ver tufchen wollte (Defchwann protcstirt im Namen ber Minoritit gegen folche Zmnuthungen). Weiters meint Svetcc, ber von Kromer berfihrte Fall ber Bestrafnng wegen KorbonSfiberfchreitung fei a tier-bings burch Gewinnfucht veranlaht worbcn, benn nur be« Gctoinnes halber wiirbcn HSute bei ber Nacht fiber bie Korbonsgrenze gefchafft (Bcifall ber Gallerie), es seien Pressionen auf bie Weixelburger gcubt worbcn, man habc ihnen bie Uebertragung bes BezirkSgerichtcS von Sittich nach Wcixelburg in Aussicht gcstellt, weiters habe es geheihen, eS fei ein Befehl von Littai gekommcn, bah jedermann, der nicht wfthlen gchc, geftraft tofirbc (Heiterkeit rechts). Sobann geht Rebner auf feine eigetien, bei bctt lctzten Wahlen gemachten Erfahrungen fiber, er belobt die charaktervolle Standhaftigkeit seiner eigenen WSHler (Heiterkeit recht«), die verfuchten Beste-chungcn Widcrstand geleistet (Dr. Toman: Živi narod slovenski! die Gallerie ftimmt bei). Jener Vorgang bei ber Wahl in RndolfSwcrth mfiffe geftraft roerben, man mfiffe ben Urhcbern die AuS-ficht benehmen, ihre Plane in's Werk zn fetzen, ba-her fei Ravnikar einzuberufeu. Ein ahnlicher Bor gang der Einbcrtifung be« NachmanneS habe in NiedcrSsterrcich bereits zroeimal, fcrner in Mtihreit unb Vorarlberg ftattgesunben (Bcifall ber Gallerie). Wurzbach tiberninmtt roieber ben Borsitz. Es erfolgen fattifche Bcrichtignngen der Ab-gcorbtietcn Kromer, Kaltcncgger bczfiglich der AuS-ffihrungen des BerichtcrstatterS. DaS von ber Majoritat unb ber Gallerie mit Schnfucht cnvartetc Prototoll ber von Toman be-zogcncn Lanbesausfchuhsitzung langt ein unb foil vom Prafibenten vertesen roerben. Dr. Toman’s mahloheS Benehmen gegen den Vorsitzenden prot)a» zirt auf der rcchten Seite Ruse: „Wer ist Herr im Haufe? und: ,.DaS ist unvcrschamt!" Das vorgelesene Protokoli konftatirt, dah Kromer in der LandeSanSschnhsitznng vom 10. September l. I. aus bie Anfrage Toman'S, ob er noch welche Racherhebungcn eingeleitet wissen tootle, ge-antwortct habe: Jetzt post festum nein! (SBiebcrholte Ruse: Čujte! von ber rcchten Seite.) Pr8f iben t: Kromer antwortete bcmnach: Jetzt post festum nein! (Ruferedits: Cujte!). Nun erfolgt bie Abstimmung fiber Dr. Kaltenegger'S Antrag. Ffir benselben stimmen: Apsal-trcrii, Deschmann, Kaltenegger, Kromer, Rastem, Rubesch, Savinscheg, Wurzbach. Dagegen: Graf Barbo, Bleiweis, Dr. Costa, Grabrijan, Jugovič, Koren, Kos, Kramarič, Pintar, Prevc, Svetcc, Tavčar, Terpinz, Dr. Toman, Dcchant Toman, Treo, Zagorc und Zoys. Der Ausschutzantrag cittf Annullirnng bev Wahl Dr. Suppan's wird von dcr Majoritat au-genommen. Gegett dcn zwcitcn Antrag nuf Einberusung RavnikarS spricht Deschmann. Die Majoritat ahme freutbe Lanbtage nndj, ba fic sonst doch vom Grunbsatze nusgehe, ber Krainer Vaitbtog inusse sich sclbst genngen. Matt handle inkonsequent, bcmi ebctt so gnt ludvcn bei beit frnheren Wahlannullirnngen bic Nachmanner Mulej's tuib Obresa's einzitberusen gewesen, bies sei jcdoch nicht geschehcn. Rebrn' sei vou dcr. Aentzerung bes BerichterstatterS einpiirt ge-weseu, man musse bic Mahler strašen, ber Landtag ubernehme also noch bic Nolle bed Zuchtmeisters. Man hiitc sich vor Parteinahme, bisher Habe die Parteiagitation vor bent Wahllokale ihre Grenze ge-habt, in Zukunst soll nach ber Lanbcsausschnhvor-lage auch ber Wahlkandidat seine Mahler im Wahl-lokale kontroliren burfen, nach bent hentigen Bor-gange verpflanze man daS Partcigetriebe sogar in ben Landtagssaal. Dr. Prevc (slovenisch.) Der Borrebner Habe zwar dicke Worte (debele besede) gcsprochen, boch seicn sie so leer nnb leicht, rote ein Fedcrchen (Beisall ber Gallerie.) Der Borgang sei allerdings straf-wurbig, benn subjektiv nnb objektiv sei bnrch die Falsisikation der Wahlakten ein Berbrechcu konstatirt. Deschmann: Wenn die Ansiihrungen dcs Vorredners richtig, so sei darans nicht zn folgern, dah Ravnikar einzubernsen sei, vielmehr roiive dieSfalls zn wunschen, bah ber Staatsanwalt-schast eine tiichtige Krast erhaltcn bleibe. Uebrigens sei in ber Landesordnung n ur bic Rebe von ber Zulassung bes Gewahlten, als folcher erscheint Suppan, keineswegs Ravnikar. Svetec (slov.) Filr die Anerkeuniing ber Wahl RavnikarS spreche bas Gesetz, benn Ravniker sei mit abloluter Majoritat geivahlt. Deschmann roerbe zwar im „Tagblatt" eine andere Meinung aussprechen (ha! ha! links ittib anf der Gallerie), Deschmann Habe nicht Grnnd, ber Majoritat Jtr-kottfequenj vorznwcrsen, benn totnn er konsequent honbelt, mfifjte er anf ber linken Seite des Houses sitzen, Nicht aber a us ber rechten. (Beisall ber Gallcrie.) Der zweite Antrag bes Ansschnsses anf Einbe-rufnng RavnikarS totrb sobaitn von ber MajoritSt beschlossen. Die baraitf ersolgte Bekanntgebung eine« Schrei-bcns bes MinisteriumS bes Jnnern an ben Lan-deSprcisidenten, roorin jener erklart, bas blos in slo-venischer Sprache beschlossene Gesetz fiber die Ver-theilung der Hutwciden wcgen ber Verkiirzung ber Gleichberechtignng ber beutschen Sprache unb Nicht-beachtnng bet noch bestehenben Bestimmnngen fiber bic authentischen Texte ber Gesetze zur allerhochsten Sanktion nicht vorlegen zn kBnnen, erklart ber Bor-sitzenbe ber geschastsorbnungSmatzigen Behanblnng nnterziehen zu wollen unb an eine ber nachstm TageSordnungcn zu stellen. Schlntz ber Sitznng 2'/2 Uhr. Ncichste Sitzung Freitag ben 25. mit folgen-ber Tvgesorbnung: 1. Bericht bes Schulausschnssts fiber bic Re-gicrunsvorlagc, betreffend bic Realschnle. 2. Dienstesinstruktion sur die Angestellten des ZwangsarbeitShauses. 3. RechnungSabschlnh des Grnndentlastungs-fondeS pro 1866. 4. Answeis fiber die Lcrdienste der Zwang- likge. 5. Gesitch bes Stadtpfarrers von St. Jakobi unt cinen Beitrag aus Landesmitteln sfir die Wie-! berherftellung ber Maricnftatue. Lokal- unb Proviuzml-Angelegenheiten. Aufliisung des Gemeinderathes. Die heiltige „Laibacher Zeilnng" bringt sol« gcitbe Mittheilnng: Die Zerwursnisse mtt bent Ge-inciuberathc, in welchen sich bet Burgermctster Herr Dr. Ethbin Heinrich Casta befiubet, habcn eaten Zu-ftanb geschaffen, welcher cbcnsowohl mit ben Jnteressen ber Stabtgemeinbe, als mit belt Jnteressen ber osseut-lichen Berwaltung uuvereiubarlich ist. Bet der Attssichts-losigkeit ber Behebnug bieses ttnleiblicheu Zustaudes aus anbemtt Wege hat das k. k. Landesprasidium ben Gemeinberath ber Landeshanptstadt Laibach tut Smite beti § 47 ber provtsorischen Gemetnbeorbnung sitr Laibach Vow 9. Juui 1850 ansgclost unb bic cinst-weilige Seituttg ber Magistratsgeschaftc bent crstett Magistratsralhc Herat Johann ©nttuian iibettrcigen. Lokal - Chronik. — (5) i c b st a h l.) Borgestern Nachts gegett brci Uhr murbeit in eiiteitt Gasthanse in ber Klosterfraueu-gassc mehtcre bent Wirthe gchvrige Kleibungsstfickc entroenbet, wobei ber Died biesetben bnrch ein ver-gittertS Fenster herausholte. Ein zusallig dazu koin-tnenbet Knecht hittberte zivar ben Thater, anf bieseni sonberbaren Wege noch weitcre Amtexionen vorztt-nehmctt, boch fonnte er beti letztcrcn iticht habhaft tocrbeit, iitbeut ihm bieser wahrcnb beti Ringens cinen Stich in bic Hand betbrachtc nnb biescn Moment zur Flucht bcniiytc. — (Die O hrc n be ti H crrn S a gorz) sinb so letbettb, bas; er sich in ber gestrigeit Lanbtagtisitznng bariiber beschwerte, bah bic Sttminc seines sprcchenben Nachbarti, Herrn Deschntann's, ihtt betattbe. Entspringt bieser ltititatiirliche gcrcizte Zustand ber Ohrcn beti Herat Sagorz etnent sisischcu llebel berselben, so wiirben mit ihm tatheit, sich bei einent ratioitelleit Arzte Hilfe zn suchen. Ober sollte bas Ohrenleiben bes Herrn Sagorz ein solcheti sent, wie es bei semen Majoritatskollegen vorkommt, bah er nur die Stimme ber Gcgnct nicht vcrtragcn kann? — (Der G raz cr T ages post) mitrb aus Franz in Unterfteient sotgeitbes geschriebcn: Ich will Jhnctt heute elite Thatsache berichten, roetchc ein dll-steres Streiflicht anf die klerikalen Zustcinbe in Krain zu wcrfen geeignet erscheint. In bent an unscren Bezirk angrenzenben Markte Mbttnig beabsichtigte ber Gtnnbbesitzet K. die Tochtet bes 8iealitatenbesitzets L. zn ehelichen; Baler, Tochter unb Brantigam roareit eittig unb es fehltc nut itoch bie pfarrtiche Bewillignng, b. i. bie Betanlassung beti Aitfgebolcs. Allein bet Herr Pfarrer machte Emstreuungen unb suchle zn be-haupten, datz, ba bie Brant L. bereits ait ben Be-sitzerssohn R , welcher mit bent gegenwartigen Brantigam K. verwanbt ist, verlobt gewesen, bies auch eittc Berwanbtschaft zwischen ber Brant unb bern genannten Brantigam begriiitbe uitb beshalb aus bet Heirat nichts werbeit tonne. Dieses vcranlahtc ben Brauti-;am, bei bent Laibacher Konsistorinm Beschwerbe zu iihtett ttttb mtt Aufhebung bes pfatramtlichen Bc-chetbes zn bitten; allein bet Konsistotialbescheib vom 6. August Z. 374 lautete: „Diescm Ansuchen faittt keiue Folgc gegebeit roerbeit" — obwvhl, itebettbei ge-sagl, bet Beschwetbcsilhtet ein Zetliftkat bes Gemcmbe-anttes Mottnig probuzirte, roorin betselbe sowie bessen Braul als makellose, gewcrbebefltsscne Lcule bezeichnet roerbeit, zwischen welchen allbekannt kein Verroanbt-schaftsvethaltnih bestehe, roogegen bent Herat Psattet von ©cite bet Gemetnbe eiite petsonltche Feinbschast tit bieser Aitgelcgeitheit vorgeworsen wird. Aus biese Weisc roirb tut Markte Mottnig die erfte Nothzivilchc in Autisicht geitontmeit roerbeit. Angekonlnieue Fremde. Am 23. September, lintel Kleltmi. Lazarovik,Triesl. — Sckiubert Josef, Klaqenfurt. — Kargacin, Zengg. — Pntt Johann, Cikli. — Hing Alex.. Triest. — Dr. Fleisch, Advvkat, Wien. — Dotzler, jtaufitt., Wicn. Hotel Stallt U ivn. Rauch, Kausut., Gvttjchec. — Bah, Berlin. — Guidi, Kaufm., Wicn. — Dr. Rudejch, Wien. _________ _ urn 2.4" liber bem 9iormalc, Berleger und flit tie Redaction veranlwortlich: Ottomar Bamberg Witterung. Laibach, 24. September. Nackts regnerisch. Vorinillac> lhcilweise aufgeheilert. Wind aus West. Miltags: Wiirme: + 17.1'» (1867 tH 10.1°, 1806 +18.4°). Barometer - 325.94 Par. Li,lien, ittt ©leigeit. Das gestrige Tagesmitlel der Warme: +13.5°, Vcrstorbene. Den 23! September. Martin Finsgar, Juwohner, all 72 Jahre, im Zivilspital an ErschLpfnnc, der Kraste. Gcdenktafel fiber die am 26. September 1868 stattfindenden Lizitationcn. 1. Fcilb., Alpe Ferlovse der Marktgeineinde Wippach, 4555 ft. 35 fv., BG. Wippach. — Aeilb.' KrajZek'fche Real., Dobvvc, BG. Ratschach. — 1. Feilb., Ptenicar'sche Real., Radinannsdorf, 700 ft., BG. RadinamiSdorf. — 2. Feilb., Mazi'sche Real., Jnnergoriz, BG. Laibach. — 3. Fcilb., Poder^aj'sche Real., Duplice, 2365 ft., BG. Laibach. 1. Fcilb., Bratns'schc Nachlatzreal., Podgric, 1527 f!., BG. Wippach. (Svlcbiflitiirtcii: Lehrerstelle am Gymnasium Laibach, 955 fl. Bis Endc September bei der Landesrcgierung Laibach zu iiberreichen.____________________________________' Theater. Heute: $lcu Gevatter von drr Strahr. Gcnerebild in 1 Alt, von A. Sanger. Person«,: Josef Entres, Pvstineister, Hr. Miiller. — Josefa, seine Gatttin, Frt Jesiika. — Der Pfarrer, Hr. Stefan. — FranMa, Frl. v. Stefany. — Mad. Hrnby, Hebamme, Frl. Mahr. — Mad. »tijlblin, Tischleriii, Frl. Deutsch. — Der Schulmeister, Hr. Schrapp. — Gras von Falkcnstcin, Hr. Bergmanu. — Leopold Kronberger. Hr. Patch. Salon Pihllterger. Operette in 1 Akt, von Offeubach. Persvnen: Herr von Pitzlberger, gewesener Stcirkma-chcr, jetzt Rentier, Hr. Moser. — Ernestine, scinc Tochtcr, Frl. I ess if a. — Cafimir Kauefas, Fagotist und Kompositeiir, Hr. Parti). — BrLsel, srllher Geselle, jetzt Groom bei Pitzl-verger, Hr. Miiller. Morgen : „Dam enschlacht."______________________________ Anaimer .Commissionslager bei Herrn .lolinmi I Alfred Hartmann in Laibach, | im Grumniglchen Hanse. (98—5) | Wiener Borse vom 23. September? Btaatefonds. I Geld Sperc. often*. Wiihr. . 68.80 bio. v. I. 1806 57.75 bto. National«A»l.. 01.40 50.70 77.— 81.80 91. 91.50 bto. Mctalliqms Lose von 1854 . . . Lote von I860, gailjc Lose von 1860, Fiinst. PrUmiensch. U. 1804 . Qrundentl.-Obl. Steiermark zuLpCt. Savnten, Sram u. Kiistenlanb 5 „ Ungant . . zu 5 „ Kroat.n. Slav. 5 „ Sicbenbilrg. „ 5 „ Aotlen. Nationalbanl . . . Crebilanstatt . . • N. o. Escompte-Ges. Analo-osterr. Banl . Ccft. Bobcncreb.-A. . Deft. HyPoth.-Bank . Steicr. EScompt.-B!. ffaif. Ferd.-Norbb. . Sildbahn-Gesellich. . Saif. Elisabeth-Bahn. Earl-Ludwig-Bal>n Siebenb. Eifenbahn. Saif. Franz-JofefSb. . Fitnfk.-Barcf-r E.-B. Alfolb-Fium. Bahn . Pfandbrlefo. Nation. S.W. verloSb.! 97.80 Una. Bob.-Creditanst. 90.50 Allg.ost.Bob.-Crebit. ; 102.50 bto. in 83 3. tiidj, 86.- 84.— 72.60 73.— 70. 708,— SOU.— «18.— 158.- 190,— 21.r)!— 1822 184.10 158.— 205.75 143.25 155. 154.50 143.50 Ware 54.— 57.86 61.50 56.80 77.50 82.- 91.50 91.70 86.50 90. 73.— 74.— 71. 709— 206.20 622. 158.50 192.- 66. 220.— 1827 184.30 158.50 206, 143.75 155.50 155. 144.— 98.- 91. 10». 84.50 Ocft. Hypoth. Banl . Prlorltats-Obligr- Siibb.-Gef. zu 500 Fr. bto. BonS 6 pCt. Siotbb. (100 fl. CM.) @ie6. 0.(200 fl. ij.ro.) R»bolfsb.(»o»fl.o.ro.) Franz-Jof. (200 ft.©.) Lose. Srcbit 100 ft. 0. ZB. . Don.-Dampffch.-Gef. zu 100 ft. CM. . . Triester 100 fl. CM. . bto. 50 fl. 0.83. . Ofencr . 40 fl. d.SB, Ehterhazy fl. 40 CM. Satm . „ 40 „ Palffy . „ 40 „ Clary . „ 40 „ eitoie „ 40 „ Winbifibgratz 20 „ Walbstem . 20 „ Seglevich . 10 „ RubotfSstift. 10ii.ro. Wechael (3 Mon.) itugeb. 100 fl. fttbb.ro. Franks. 100 fit. Sonbon 10 Ps. Stert. Paris 100 Francs . Mtinzen. flat]. Mttnz-Ducaten. 20-Francsst!ick. . . VereinSthater . . . Silber................. Gcld 1 Ware 96.—! 96.50 96.50^ 97,— 212,— 212.50 89.25! 89.75 80.75' 81.— 81.80 82,30 86.25 86.75 136.25 186.50 90,— 91.— 118.— 53.— 55.- 30.50 31.— 160.— 163.— 87.— 38.— 28.— 28.50 31.50 32.— 30.- 20.— 21.— 20.50 21.50 14.50 15.50 13.50 14.— 96.25 96.50 96.25 96.55 115.70 115.85 45.90 46.- 5.51 5.52 9.22 9.23 1.70 1.70s 113.75 114.— Telegraphischer Wechselcvurs vom 24 September. 5perc. MetalliqneS 56.80. — 5perc. M etalliqnes mit Mai- und November-Zinsen 57.40. — 5perc. Nalional-Anlehen 61.60.— 1860er Slaatsanlehen 81.80. — Bankaktien 710. — Kteditaklien 206.20. — London 116.- -. — Silber 113.75. K. k. Dnkaten 5.52'/,». DruS von Jgn. t>. Kleinmayr & Fed. Bamberg in Laibach