5-Z 5k>* 5>t^1 5 " halb, N ° bo yüi b«, Znfi.llun, l°» H.n« Ä/tllNllltl <^1 ^l^^^MN^V « «'>5^ Amtlicher Theil. Se t. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 6. Dezember d I. den Vrivatdocenten und Prosector am Rudolphs' Epitale in Wien Dr. Anton Weichselbaum zum außerordentlichen Professor der pathologischen Anatomie an der l. l. Universität Wien allergnädlgst zu «rnennen geruht. __________ Gautschm. p. Der Minister und Leiter des Justizministeriums hat den Bezirksgerichtsadjuncten Joseph Haussen von Wippuch nach Stein versetzt. Nichtamtlicher Theil. Grenzän'oerung der Gemeinde Uuterschischka und der Stadtgemeinde Laibach. Der trainische Landes-Ausschuss erstattete dem Landtage bezüglich Incorporierung mehrerer Grund-varcellen au« der Gemeinde Unlerschlschka m d,e Stadt-gemeinde üaibach nachfolgenden Bericht: Hoher Land-tag! Der Stadtmagistrat von Li'vach hat slch nnt der Eingabe vom 16. November 1885 an den Lande«, ausschus« mit der Bitte gewendet, derselbe möge dem hohen Landtage einen Gesehentwurs vorlegen, woniach l.) die Parcellcn, die den Grunbcomplex des städtischen Gutes Unterthurn mit iinem Gesammtflächenmaße von l20 Joch 531 Quadratllaftern bilden und einen Rein» ertrag von 917 fl. 22 kr. abwerfen; 2.) di< Parcellen mit einem Gesammtflächeninhalte von 4 Joch 527 Quadrat-klaftern und mit einem Neinertrage von 18 fi. 41 tr., auf welchen das Coliseumaebäud? aufgeführt ist und welche Eigenthum deL Josef Victor Withalm sii'd; 3.) die Parcelle mit einem Flächeninhalte von 1 Joch 882 Quadratklaftern und mit einem Reinerträge von 26 st. 38 kr., auf der das LandeSmuseum aufgeführt erscheint und die des Landes Kram Eigenthum bildet; 4.) die Parcellen mit einem Flächeninhalte von 96 l Quadratklaf-tern und einem Reinerträge von 7 fi. 47 kr., wrlche Eigenthum des E. Mayer sind. der auf der Parcelle Nr. 536/3 seine Villa aufgebaut hat; 5.) tm Par« cellen mit einem Flächeninhalte von 569 Quadratllas. tern und einem Reinertrage von 5 fl. 67 kr., dle ms Eigenthum des Karl Cambiaggio gehören, derßaus der Parcelle 536/5 seine Villa aufgebaut hat; 6.) die Parcellen mit einem Flächeninhalte von 595 Quadrat klaftern und einem Reinerträge von 5 fl. 80 kr., welche Eigenthum des Wilhelm Vollheim bilden, der auf der Parcelle 536/7 seine Villa aufgebaut hat; 7.) die Parcellen, welche Eigenthum der l. l. priv. Südbahngesellschaft, mit einem Flächeninhalte von 2 Joch und 1517 Quadratklaftern und einem Reinerträge von 32 fl. 91 kr.; a„ den ersteren drei Parcellen sind Wachthäuser der Südbahngesellschaft aufgebaut, die letzte aber bildet die Eisenbahnlrace; 8.) die Parcelle Nr. 547 mit einem Flächeninhalte von 168 Quadrat, klaftern mit einem Reinertrage von 89 kr., die Eigenthum des Peter Lahnil ist; 9) die Parcellen Nr. 680. 681 und 682 mit einem Flächeninhalte von 1238 Quadralllaftern. welche Eigenthum des l. l. Straßen« arars sind. Diese Parcellen-Nummern bilden die Straße längs des Landksmuseums bis zum Militär« Verpflegsmagazin beim Haupleingange in die Latter« mannsaUee und vom Coliseum bis zur städtischen Grenze bei der Kosler'schen Winter-Vierballe; 10.) die Par-cellen Nr. 716 und 717 bilden den Weg neben der Reich«, straße vom Coliseum bis zur Kosler'schen Sommer« Bierhalle; 11.) die Parccllen Nr. 718/1, 718/2 und 718/3 hat die Straße von der Kirche gegenüber dem Coliseum, neben letzterem und längs des MilitärVer» Pflegsmagazine« bis zur Straße beim Haupteingange in die Lallnmannsallee inne; 12.) die Parccllen Nr. 719 und 720 bilden die Straße von der Reichs« strahe neben der Laßnik'schen Besitzung bis zur Wai« tscher Grenz«. Die Parcellen Nr. 716, 717. 718/1. 718/2, 718/3, 719 und 720 haben einen Flächen« inhalt von 1 Joch 1051 Quabralllaftern und sind Eigenthum der Gemeinde Unterschischla — aus der Cat astral- und politischen Gemeinde Unterschischka ausgeschieden und dem Laibacher Stadtgebiete, und zwar der Catastralgemeinde Kapuziner-Vorstadt, einverleibt werden mögen. Seit die Laibacher Stadtgemeinde im Jahre 1865 das Gut Ullterthurn. auch Tiooli genannt, durch Kauf erworben hat, hegt sie fortwährend den Wunsch, diesen ihren Besitz mit dem Stadtgebiete zu vereinigen. Dieser Wunsch wurzelt nach dem Wortlaute der Petition des Stadtmagiftrates nicht etwa in der Ehrsucht. Herr auf eigenem Grund und Boden zu sein, sondern der-selbe ist vielmehr in der Sorge für die Entwicklung und den Fortschritt der Hauptstadt des Landes Krain, zu deren Förderung die Gemeinde Unterschischka nichts beitragen kann, begründet. Infolge dessen hat der Gemeinderath bereits am 20. September 1866 folgenden Beschluss gefasst: 1.) Der städtische Vesih. der zum städtischen Gute Unterthurn gehört und in der Gemeinde Unterschischka gelegen ist, ist aus dieser Gemeinde auszuscheiden und in die Stadt Laibach zu incorporieren. 2.) Nach § 4 der Gemeinde«Ordnung für das Hcrzogthum Krain sind diesfalls die erforderlichen Schritte bei der k. k. Landesregierung und beim Landesausschusse einzuleiten. 3.) In diesem Sinne ift § 1 des Gemeinde «Statutes zu rectificieren und zu ändern. Darauf hat die Landesregierung mit Grlass vom 13. Dezember 1866 mitgetheilt, dass sie in dieser Angelegenheit nichts zu thun vermag, da sich die kleine Gemeinde Unterschischka gegen die Ausscheidung au«, gesprochen hatte. Der Gemeinderath hat jedoch am 11. Mai 1869 abermals den Beschluss gefasst: 1.)Der Gemeinderath spricht sich dahin aus, dass er bei seinem Beschlusse vom 20. September 1866 verbleibt. 2.) Der Stadtmagistrat wird beauftragt, die diesfalls erforderlichen Schritte bei der k. k. Landesregierung und beim LandeSausschusse mit Berufung auf das Gesetz vom 2. Jänner 1869 einzuleiten. Dies ift jedoch erfolglos geblieben, und am 22ften März 1878 ist neuerdings folgender Befchlus« gefasst worden: Der Stadtmagistrat wird beauftragt, die Frage, betreffend die Erweiterung der Stadtgemeinde Laibach bis zum Tivolischlosse, abermals in Berathung zu ziehen. Im Berichte vom 30. Oktober 1879 ist die k. k. Landesregierung um Bewilligung zur Ausscheidung der Parcellen des erwähnten Schlosses und jener, welche Eigenthum der Baugesellschaft und des Coliseums« besitzers sind, aus der Steuergemeinde Unterschischka und um Einverleibung derselben in die Steuergemeinde Kapuziner«Vorstadt ersucht worden. Diesem Einschreiten hat die Landesregierung keine Folge gegeben. Der Recurs gegen diesen Erlas« vom 25. Jänner 1880 hatte keinen Erfolg, allein das hohe k. k. Ministerium hat sich doch mit der Verordnung vom 14. April 1880 dahin ausgesprochen, dass die Ausscheidung, beziehungs« weise Incorporierung der bezüglichen Parcellen in das Laibacher Stadtgebiet mit Rücksicht auf den § 1 des Gemeinde-Statutes für Laibach nicht im administrativen, sondern nur im Landesgesehgebungs«Wege durchgeführt weiden könne, indem dadurch das Stadtgebiet Feuilleton. Süße Erinnerungen. Ein Monolog. toprten Plüschsessel mit Gobelinbordttren, ein Kamm aus schwarzem Marmor mit hohem Sims, Rechts davon eme ant.le ^"'^Vor^m Kamin im leichten Moraenanzua Lilli lächelnd °us «in bauschen trockener Blumen. Tanzlarten. rosa Brief-couvtrts ein Vndchen blauen SeidcnbandeS ,c. bl.ctcnd die dor ihr 'von den ersten zünaelnden Flammen des Kamms er« lasst werden, ssasst eure Opfer, zuckende Flämmchen, und haltet sie feff und vernichtet'sie, ich gebe sie euch gern da-hin all die lieben kindischen Trmnerungen all d e Närrischen Thorheiten der sel.gen Backftschze,t. Fass zu, Flamme! Die trocknen Blumen knistern wohl und scheinen sich aeaen deine spitze, gierige Zunge zu wehren. Aber es scheint nur so. Flamme! Denn du wirft doch nicht im Ernst glauben wollen, dass em vertrocknete« Tanzftundenbouquet sich s> eut zu sterben, Nachdem es eingesehen hat, dass cs langst vergessen 's». Vor zwei Jahren freilich, da halte es em Recht, dünkelhaft zu sein und sich gegen Vermchtung zu wehren, denn es war der erste, allererste Cotlllon-nrauh. .^ . , Heute freilich muss ich lachen, wenn ,ch an den Wligin Ernst denke, mit dem ich d,e Blumen emst ^Pfieng. Es war der letzte Tanzstunden-Abend und ""in sechzehnter Geburtstag, da wir jenen ersten, denkwürdigen Cotillon tanzten. Fritz war mein Herr aber Mem wusite er es so geschickt anzufangen, dass er 'llbst mir diesen ersten Strauß brachte, obgleich d,e «eihe zu tanzen gar nicht an uns, und der steife Tanzmeister ein gestrenger Herr war. Ja. der Fritz war ein kleiner Junge. Junge —? nein, er war eigent-lich damals schon ein ganz netter junger Mann, der einzige achtzehnjährige, und die andern Mädchen be< neideten mich alle um — nun um — jetzt kann ich's ja sagen, seine Verehrung, denn er verehrte mich wirklich. Wie reizend das Sträußchen war, das er mir brachte! Ich sehe es noch heut ganz deutlich vor mir, in der Mitte eine weiße Rose — o da, da hat die Flamme sie gerade gefasst — ob ich? — nein! — und ringsherum ein feiner Kranz von Vergissmein-nicht. Er wurde ganz roth. der gute Fritz, als er mir's brachte, und seine hübschen blauen Augen... Ach, wie kann man nur so kindisch sein, wenn man in zwei Tagen Frau wird. Was würde Ewald zu solchen Gedanken sagen. Ewald, der schöne, stolze Mann, der mich so oft und so lieb sein thörichtes, kleines Kind schilt. Ach, Ewald, du würdest mich un< barmherzig auslachen, aber ich thu's ja auch, nur manches — lache immerhin, der Mensch muss ehrlich gegen sich selbst bleiben — manches war wirklich hübsch in jenen lieben, thörichten Tagen. Andecs, ganz anders als heut, aber so kindisch luftig, so harmlos ernst. Schilt mich Ewald, geliebter Mann! Gelegentlich, mag sein auf der Hochzeitsreise, erzähle ich dir dann auch, mit wie viel List Fnh an jenem denkwürdigen Abende das blassblaue Band zer« schnitten, das ich als Güttel über meinem weißen Mulllleide trug. Freilich, dann werde ich auch beichten müssen, zu welchem Zweck es zerschnitten wurde, und schon bei dem Gedanken fühle ich, dass ich ganz roth werde. Muth. Lilli! Also Ewald — nun ja — Fr,tz bat — er bat so sehr — er war doch noch ein Junge, du kannst dich darauf verlassen, auch wenn ich vorher das Gegentheil behauptet — also Ewald, er bat so sehr um ein Andenken an den Cotillon, und da esca« motierte er — Fritz war so geschickt wie ein Taschen« spieler — eine Schere aus Mamas Nähkorb, und mitten im Blumenwalzer, weißt du — Fritz war entschieden der beste Walzertänzer — ritsch, ratsch, war das Band durchschnitten und die Hälfte davon in seinem Frack — Fritz war der einzige junge Mann — Junge wollt' ich sagen — der einen Frack trug — verschwunden. Die zweite Hälfte, die ich als Andenken behielt, was hätte ich auch sonst damit anfangen sollen? fällt da unten eben verkohlt zusammen. Die beiden ersten wirklichen Balltanztarten und Knallbonbondevisen darunter sind schon halbverbrannt, und da. da springen die letzten glimmenden Funken auf das rosa Convert und stecken es in lichterlohen Brand____ ' Wahrhaftig, ich glaube, ich werde schon wieder roth, aber das geschieht mir recht, das war auch wirk« lich das Dümmste von allem. Bitte, Flamme, beeile dich, diese Reminiscenz zu verzehren. Es ist wirklich und wahrhaftig geradezu albern, so für seinen Cla« Vierlehrer zu schwärmen, dass man seine Absage« und Quittungsbriese aufbewahrt. Warum musste er sie aber auch gerade aus rosa Papier schreiben, nun sehen sie wirtlich ganz gefährlich aus, als ob — bah — nein. das wäre zum Todtlachen! Im Grunde war er ein ganz netter Mensch, aber es hat mir doch kein bischen Leid aethan, al« Papa ihm die Stunden aufsagte — acht Tage vorher hatte ich ja Ewald kennen gelernt und darüber alle Clavierlehrer der Welt vergessen. Und wie lächerlich man sich damit macht! Ob ich ihm die Geschichte von den rosa Converts auch erzähle? Ich glaube wohl. es ift Pflicht einer guten F>au. ihre ganze Vergangenheit zu beichten, «r wird mir deshalb doch nicht zürnen? Elisabeth sagt Laibache« Zeitung Nr. 291 2400 21. Dezember 188b. geändert werden würde. Die Gemeindevertretung von Unterschischka wie auch der Coliseumseigenthümer haben sich stets gegen die Ausscheidung geäußert. (Schluss folgt.) Politische Ueberficht. Inland. (Aus dem steirischen Landtage.) Der Unterrichtsausschuss drs steirischeil Landtages beantragt die nachfolgende Resolution: „In Anbetracht der Noth' wendigfeit und des praktischen Bedürfnisses der deut-schen Sprache für alle Bewohner Steiermarks spricht der Landtag wiederholt den Wunsch aus, ks möge an allen Schulen Steiermarks der Unterricht in der deutschen Sprache in dem Maße gepflegt werden, wie es der öffentliche Verkehr, die Einheit des Landes, des Reiches und der Armee erheischen." (Die Petroleum-EnquLte) hat Donnerstag ihre Sitzungen beendigt, und find die galizischen Delegierten bereits von Wien abgereist. Die nunmehr beendigte Enquöte hatte lediglich den Zweck, der Regierung Informationen über die Verhältnisse der Pe< troleum-Industrie in Galizien sowie der russischen und amerikanischen Concurrenz zu ertheilen und sollen auf Grundlage derselben jene Anträge formuliert werden, welche seitens der Regierung bei den Nusgleichs-Ver» Handlungen mit Ungarn zum Schutze der Petroleum-Industrie vereinbart werden sollen. Die galizische Pe-troleum'Industrie soll zwar durch eine Zollerhöhung gegen die ausländische Concurrenz geschützt werden, jedoch ist ein so exorbitanter Schutzzoll, wie ihn seinerzeit der galizische Landesverein für Petroleum-IN' dustrie in Vorschlag gebracht hat, nicht in Aussicht genommen. (Wasserwehren.) Im Hinblicke auf die häufig in den Nlpenländern eintretenden Hochwässer plaidiert die „Klagenfurter Zeitung" für die Errichtung von Wasserwehren, welche, entsprechend geschult und aus« gerüstet wie die Feuerwehren, in den Stunden der Noth große Dienste leisten könnten. Das genannte Blatt meint, die Schulung wäre umso leichter, als man an jedem Orte die hauptsächlich bedrohten Stellen ziemlich genau schon zum voraus kennt, während bei Schadenfeuer die Verschiedenheit des Vrandobjectes das rasche Eingreifen der Feuerwehr vielfach erschwert. (Ungarn) Unter den Petitionen, welche in der jüngsten Sitzung des ungarischen Abgeordnetenhauses zur Verhandlung gelangten, befand sich auch eine, welche verlangt, dass die Matriken bei sämmtlichen Lonfejslonen in ungarischer Sprache geführt werden, das heißt, dass abermals ein schritt von Amlswegen zur Förderung der Magyarisierung gemacht werde, eine Zumuthung, die bei den Chauvinisten im Hause sofort sympathievolle Aufnahme fand. Auch beantragte Madarasz von der Unabhängigleits Partei ohne vieles Besinnen, dass die Forderung, die geg" das Nationalitätsgesetz verstößt und energische Reclcmalionen von Seite der Nationalitäten herausfordert, an das Ge-sammt-Ministerium gewiesen werde, damit dieses für eine Aenderung des Gesetzes im Sinne chauvinistischer Gelüste Sorge trage. Ministerpräsident K. Tisza be< eilte sich jedoch, dem chauvinistischen Feuereifer einen Dämpfer aufzusetzen, indem er erklärte, dass eine Aenderung des Gesetzes, wie die beantragte, wohl überlegt sein wolle, da sie eine namhafte Beschränkung der durch das Gesetz gewährleisteten Rechte der Na< tionalitälen bilden und in das Volksleben selbst in verletzender Weise tief eingreifen würde. Ausland. (Zur Balkan-Frage) liegt bis zur Stunde leine neue Nachricht vor. Die Militäv»Com-mission wird jcht ihres Amtes zu walten haben, wobei es ohne Säbelgerassel von Serben wie von Bul' garen nicht abgeht, da ersteres den Widdi.er Bezirk nicht räumen, letzteres ihn nicht besetzt lassen will. Doch spielt sich dieser Kampf nur in der Presse ab. (In England) wird das neue Parlament am 12. Jänner zusammentreten, das Unterhaus wird seinen Sprecher wähl»'», und zwar voraussichtlich wieder Arthur Perl, den Sohn des brannten Ministers Sir Robert Peel. Der Sprecher wird die Vereidigung der Mitglieder vornehmen, dann wird das Parlament bis zu Anfang des Februar vertagt weiden, um durch eine Thronrede feierlich und förmlich eröffnet zu werden. Das ist bisher der Plan, der aber in der Durch» führung die wichtige Abänderung erhalten kann, dass nicht das Ministerium SaliZbmy, soliden ein Mini« sterium Gladstone die Thronrede entwirft. Diese Ab-änderung aber hängt von dem Ausginge der Verhandlungen über die parlamentarischen Bündnisse ab, wrlche die öffentliche Meinung in England gegenwärtig noch mehr beschäftigen als während der Wahlen. Auf welche Seite werden sich die 86 Parnelliten im Unter-Hause schlagen? Das ist jetzt die Hauptfrage, und sie scheint beinahe schon dahin entschieden, dass sich die Parnelliten mit den Liberalen verbünden werden, die ihnen nicht nur größere Zugeständnisse bezüglich der Autonomie Irlands, sondern durch ihre Stimmenzahl auch größere Bürgschaften für die Durchführung derselben bieten. (Italien.) Das italienische Ministerium hat in der Deputiertenkammer anlässlich der Abstimmung über die Grundsteuerreform einen glänzenden Sieg errungen, der um so höher anzuschlagen ist, als in dieser Frage der „Regionalismus" sehr scharf hervor« trat. Bisher waren die Süopruvinzen mit der Grund' fteuer viel weniger belastet als jene des Nordens; die soeben in Discussion stehende Vorlage bezweckt eine gleichmäßige Vertheilung der Elundsteur, und fand bei den zum größeren Thnle der Opposition an» gehörenden Deputierten aus den Südproviüzen lebhaftesten Widerstand. Das Ministerium hatte bei dieser Abstimmung eine Majorität von 275 gegen 168 Stim« men, also eine Mehrheit, deren sich Depretis bisher nur sehr selten erfreuen konnte. (Die Carolinen-Frage — beigelegt.) Im Vatican wurden Freitag die Mediations-Acte b> züglich der Carolinen-Frage von den Vertretern Deutsche lands, Spaniens und dem Caroinal'Secrelär Iacobini unterzeichnet. Damit ist dieser Streitfall, der so viel Staub aufgewirbelt und die letzten Tage des Königs Alfonso verbittert hat, endgiltig erledigt und beigelegt. Tagesneuigketten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie der «Bute für Tirol und Vorarlberg" meldet, zur Restaurierung der Kirche zu Prezzo eine Unterstützung von 200 fl. zu bewilligen geruht. Se. Majestät der Kaifer haben, wie die „Vriinner Zeitung" meldet, der Gemeinde Vidöe zuM Schulerweiterungsbaue 300 st. zu spenden geruh». — (Subsistenzbeiträge für Officiere.) Se, Majestät der Kaiser hat angeordnet, dass mit 1, Jänner 1886 die nachstehenden Gebürenbestimmulisen in Wirksamkeit treten: 1.) Die im Gagebezuge stehende!« Ojficiere (einschließlich der Auditore. graduierten Militärärzte mid Truppen Nechnungsführer) vom Hauptmann (Rittmeister ic) zweiter Classe abwärts erhalten einen Slil'sistenzbeitrag von 10 st monatlich, welcher eine m«-theilliarc Gebür bildet und am Ccsten eines jeden Monats nach den für den Bezug der Gage maßgebenden Grund< sähen im vorhinein zu empfangen ist. Dieser Subsistenz« beitrag gebürt jedoch nicht: a) beim Bezüge der für be> stimmte Stationen Dalmatiens oder der für das Occu« pationsgebiet (einschließlich des Limgebietes) bewilligten Subsistenzzulagen; d) beim Bezüge der Bereitschafts-oder Feldzulage; o) den Osficieren des Ruhestandes, welche unter Velasfung in diesem Verhältnisse zur Dienstleistung verwendet werden; ä) den auf den Vel-sorgungsstand der Militär-Invalidenhäuser zählenden Officieren. 2) Die im § 33 der Gebürenuorschrist. erster Theil, für Cadet.Officiers« (Assistenzarzt.) Stellvertreter systemisierte Dienstzulage wird von 8 auf 12 st, erhöht 3.) Für jene Cadetten, welche die Osficiers.Stellvertreter-Charge nicht bekleiden, wird eine Dienftzulage von 8 st-monatlich systemisiert, welche nach denselben Grundsätzen wie die für Cadet - Officiers - Stellvertreter bemessene Dienstzulage zu erfolgen ist. 4) Jene neuernannten Majore, welche anlässlich ihrer Ernennung in den Ve> zuz einer höheren oder überhaupt in den Bezug einer Futterportionen-Gebür für eigene Pferde treten, erhalten sowohl im Frieden als auch in der Mobilität einen einmaligen Pferde-Anschaffungs» und Ausrüstnngsbeitrag von 600 fl,, welcher mit dem Tage der Ernennung zul Gebür erwächst, — (Südflavische Akademie.) Die sü> slavische Akademie in Agram wählte neuerdings Rail« zum Präsidenten. — (Velocipede. Reise.) Eine interessante Bnyclefahrt hat in den letzten Wochen ein Mitglied de» BicycleclubS in Baden bei Wic„, Herr Victol Schmidt, gemacht Am 13. November hatte er seine Bicyclefahrt von Baden angetreten und gelangte am 18. November mittags, in 36 Stunden, die Rast un< gerechnet, in Trieft an, wo der Velocipödistencluo, namentlich der Präsident Herr Stumpf, ihm eine be» sonders freundliche Aufnahme bereitete. Von Trieft g'eng die Reise zu Schiff nach Venedig, von Mestre an> 22. v. M. früh über Padua und Vicenza nach M< rona, von dort nach herzlichem Empfang durch den Club über Noveredo nach Arco, wo bis 1. Dezember Aufenthalt genommen wurde. Von Arco gieng die Fahrt über Bozen, Bruneck, Lienz nach Paternion, Villach. immer: Männer feien komisch in solchen Dingen, und sie muss es wissen, denn sie ist schon zwei ganze lange Monate verheiratet. Aber Ewald ist nicht komisch, mein Ewald nicht, er weiß ja, dass die ganze kindische Vergangenheit wesenlos aufgegangen ist in meiner Liebe zu ihm. Bitte, spute dich, Flamme — er wird gleich kommen — und zu sehen braucht er ja gerade nichts von diesen Reminiscenzen. — Man kann nicht wissen! — Vielleicht hat Elisabeth doch recht —! I. D. (»lachdru« verboten.) Manuela. Roman von Maz v«n Weißeuthnrn. (92. Fortsetzung.) Sie kam desselben Weges, wie er. Kam sie vielleicht gar gleich ihm vom Schlosse? Und wenn es der Fall war, wer war sie dann? Seine Neugierde war erwacht. Sein Entschluss, der räthselhaften Fremden zu folgen und zu ergrün« den, wer sie sei, war schnell gefasst. Seine Cigarre beiseite schleudernd, folgte er der Gestalt vor sich, sie keinen Moment au« den Augen lassend. Jetzt machte der Weg eine plötzliche Biegung. Für eine Minute war sie seinen Blicken entschwunden; nun aber tauchte sie, vom Monde hell beleuchtet, wieder vor ihm auf. E« war eine hohe Frauengestalt, u»d plötzlich fiel es Noderich wie Schuppen von den Augen. D'ese Haltung, diesen Gang kannte er. Doch was sollte sie, an die er unwillkürlich denken musste, zu solcher Zeit auf der offenen Landstraße zu schaffen haben? Welches Veheimnis lag hier zugrunde? Wie ein Schatten folgte er ihr, ohne dass sie eine Ahnung von dieser Verfolgung gehabt hätte. Wie lange diese Wanderung währte, Roderich wusste es nicht. Die Landstraße halten sie lange verlassen und waren in den Waldweg eingebogen, auf dem häufige Baumschatten die Verfolgung nicht wenig erschwerten. Plötzlich aber stand Roderich wie angewurzelt. In geringer Entfernung dehnte sich ein freier Platz aus, auf dem sich ein einsames, dunkles Gemäuer erhob. Mit schnellen Schritten kreuzte die Gestalt, der er bis hierher auf Schritt und Tritt ge» folgt war, die Lichtung, indessen Roderich, einem Instinct gehorchend, im Schalten der Bäume zurück« blieb. Sein Blick haftete unverwandt auf der Scene vor seinem Auge. Unheimlich finster lag das Hau« im Walde da; alle Fensterläden waren geschlossen, nirgends sah man Licht, doch die nächtliche Vesucherin öffnete mit einem Schlüssel, welchen sie bei sich trug, das Portal des Hauses. Mit verschränkten Armen stand Roderich und blickte auf die Thür, durch welche die Gestalt der Unbekannten verschwunden war; da mit einemmale, er wnsste nicht, wie ihm geschah, hörte er au« dem oberen Stockwetk des Hauses einen langen, unHeim« lichen Schrei ertönen, jetzt noch einen zweiten, dann trat eine lautlose Stille ein. Roderich O'Donell besaß ein tapferes Herz; er hatte zn allen Zeiten zahllose Beweise seines Muthes gegeben, aber heute Überlief es ihn doch einen Moment eisig kalt wie Todesschauer. Was konnte der Schrel zu bedeuten haben? War hier in der Stille der Nacht ein Verbrechen v?rüvt worden? Sollte er sich den Eil'lass erzwingen, um zu erforschen was geschehen sei? Was barg dieses Haus. das unheimlich und düster dalag, gleich der H-xenburg im Märchen, aufragend aus dem Dunkel der Nacht wie ein nächtlicher Spuk? Drei, fünf. zehn Minuten stand Roderich O'Do-nrll erwartungsvoll, doch lautlose Stille herrschte nur das Zirp?« der Heimchen im Walde schlug a» sein Ohr. Jetzt aber — die Thür des Hauses ward ae< öffnet, und die geheimnisvolle Frauengestalt, welche er vorhin gefolgt war, erschien wieder auf der Schwell»', begleitet von einem alte» Weibe. «Nein, nein. Tony, du bleibst hier!" hörte el eine bekannte Stimme vom Hause her an sein Oh^ schlagen. »Ich fürchte mich nicht, weder vor Lebende» noch vor Todten. Kehre ins Haus zurück und tracht alles ruhig zu halten. Verhindere, wenn möglich, d« Wiederholung dieses geisterhaften Schreiens. Min? Stunde wird bald geschlagen haben, bis dahin vil-halte alles ruhig und bringe den Schlaftrunk in Ä^ Wendung, wenn es noththut l Ich werde so bald all» möglich wiederkommen. Gute Nacht jetzt, Tony!" Und mit raschen Schritten entfernte sich "^ Sprechende, während die alte Frau in das H^ zurückkehrte. Die nächtliche Wanderin hatte den Waldweg ^ reils eine Strecke zurückgelegt, als sie. plötzlich ft^-" bleibend, die Uhr hervorzog und beim hellen Sche" des Mondes auf dieselbe niederblickte. «Halb Zwei!" flüsterte sie halblaut vor sich h'"' ,Es w»rd spät werden, ehe ich Rosegg erreiche!" . „Spät. ja. eine viel zu späte Stunde, als da Mademoiselle Latour daran denken sollte, sich alle» auf freier Landstraße aufzuhalten!" , Einer Eingebung Folge lclstend, welcher läM zu widerstehen er sich unfähig fühlte, war Rode"" O'Don.ll plötzlich ans dem Baumschatteu hervor- "" au ,hre Scile getreten. .^ ..S,e nlauben, dass ich Sie nach Rosegg zU'w begleite?" fügte er, sich verbeugend, hinzu. (Fortsetzung folgt.) L«ib«che» Zeitung «r. 291 2401 21. Dezembe, l88». Klagenfurt, St. Veit, Iudenburg, Mürzhofen nach Baden zurück, wo die Ankunft am 9. M erfolgte. Die Fahr-zeit ohne Rast betrug 53 Stunden, die Distanz« zwischen Meftre und Baden 843. zwischen Baden und Trieft 532 Kilometer. Die Leistung verdient in der That alle Anerkennung, zumal sie ohne jeden Unfall zurückgelegt Wurde und — einige tragikomische Abenteuer ungerechnet — dem Reisenden nur Vergnügen und Ehre brachte. In Italien und Tirol erregte das malerische Nlcyclisten'Costüm nicht geringe« Aufsehen, und die biederen Tiroler konnten nicht begreifen, wie man auf biesem Rade durch ihre Berge kommen könne. — (Ein originellesReiterftückchen) hat ditsertage Lieutenant Vöter vom zweiten westphälischen Husarenregiment Nr. 1 l in Düsseldorf ausgeführt. Der-selbe ritt nämlich auf seinem Hengst „Turin" drei hohe lchmale Treppen hinauf, welche in mehreren scharfen und sehr engen Wendungen in das im ersten Stock ge« legene Casino des weftphälifchen Uhlanenregiments Nr. 5 führen, wo er plLhlich die nach einer Fuchsjagd ver» sammelte Gesellschaft überraschte. — ( Der Winter i n S i c i l i e n.) In einem Briefe derZ.Perseveranza" aus Palermo heißt es: Seit zwei Tagen haben wir hier ein abscheuliches Wetter. Man erstarrt vor Kälte. Schnee fällt auch in der Stadt, und die Felder sind ganz weih. Auch aus Catania und Messina wird Schneefall gemeldet. — (Bei der ^ablo ä'böto.) Iwei Taub. ftumme. welche ganz abseits sitzen, unterhalten sich in der Ieichenfprache. Plötzlich fährt eine alte Dame. welche die Ieichenfprache versteht, entrüstet auf und bemerkt ihnen in dieser Sprache: Aber. meine Herren l Bedenken Sie doch, e» find ja junge Mädchen da l Local- und Provinzial-Nachnchten. Avainischer Fanötag. (Sitzung vom 18. Dezember.) Vorsitzender Herr Landeshauptmann Graf Thurn -Valsassina; Vertreter der Regierung: der k.U. Landespräsident Baron Winller und der k.k. Bezirks-hauptmann Philipp Zaplotnik. — Der Bericht des Landesausschusses, betreffend die Erhöhung des Jahres. beltraa.es für die bleibende Einquartierung des Mili-lilrs in der Stadt Lalbach, wird dem Finanzausschüsse zugewiesen. . Abg. Professor Süll je referiert namens des Finanzausschusses über den Rechenschaftsbericht des «ande«ausschu ses, betreffend die Auflage von ge. brannten Flüssigkeiten, und beantragt, den Bericht des Landesausschusses in diesem Theile zur Kenntnis zu nehmen. In der Debatte über diesen Antrag ergreift Seine Excellenz Abg. Baron Schwegel das Wort und faqt. dass der vorliegende Bericht des Finanzausschusses nicht vollkommen den Thatsachen entspreche, dass der Bericht zwischen den Zeilen mehr sage, als man eben sagen mächte. Factisch sei ein Ausfall von 5000 fl. bei der Vergebung dieser Auflage zu Ungunsten des Landesfondes zu verzeichnen, und wird im Berichte des Finanzausschusses die Reducierung des Erträgnisses «u« dieser Auflage der Regierung, speciell dem Mi« nisterium zugeschrieben, da die Sanction des betreffenden Landtagebeschlusses so spät erfolgt fei. Seine Excellenz meint, es sei eine derartige Behauptung eine Undankbarkeit gegen das Ministerium. Es sei seitens der Parteigenossen Sr. Excellenz bei der Berathung der Auflage auf gebrannte Flüssigkelten wohl mit Recht behauptet worden, das« die Bestimmungen, wie solche die Majorität des Landtages beschlossen, nicht die Allerhöchste Sanction erlangen können, und obwohl dieselbe damals als ignorant in dieser Angelegenheit bezeichnet worden seien, habe die seitens des Ministeriums vorgenommene Abänderung des betreffenden Landtagsbeschlusses ihre Bedenken glänzend gerecht-fertigt. Redner bemängelt nun die Abgabe der Auflage durch den Landesausschuss, wie es im Berichte des Finanzausschusses heißt, dass dieselbe «unter der vand" erfolgt sei, dass man nur mit dem Pächter, Herrn Delleva, unterhandelt habe und nicht eine bffentliche Eoncurrenzausschreibung erfolgt se«. für welche noch immer genügend Ieit gewesen ware, da "an ja bereits am 29. November 1884 nut Herrn Delleoa zu unterhandeln begann. Se. Excellenz tadelt Weiters dass sich der Landesausschuss nicht Berichte über die Vorräthe der gebrannten Flüssigleiten seitens der Gemeinden zukommen ließ. um so auf Grund des am 15. Jänner d. I. erfolgten Erlasse« an die Gemeinden infolge der gepflogenen Erhebungen settens derselben im Vereine mit dem Pächter doch eme Basis 'llr die künftige Verpachtung dieser Austage zu besitzen. Diese Auflage sei viel zu billig verpachtet worden. Wie es Sr. Excellenz von kompetenter Seite bekannt st. beträgt die Einfuhr von reinem Alkohol für den Konsum in Krain mindestens 20000 Hektoliter, woraus wenigstens 40 000 Hektoliter Brantwein fabriciert werden, was bei einer Auflage von 3 fl. per Hekto« "ter die Summe von 120000 fl. ergibt. Wenn auch °u« derselben die Regiespesen zu decken kommen, so würde ein Reinerträgni« resultieren, welches gegenüber der erzielten Verpachtungssumme per 25000 fl. in keinem Vergleiche steht. Auch tadelt Seine Exellenz eine der Bestimmungen des mit dem Pächter Herrn Dekleva vom Landes» ausschusse abgeschlossenen Vertrages. So enthalte derselbe die Bestimmung, dass der Pächter am Ende seiner Pachtzeit für die bereits vergebürten gebrannten Flüssigkeiten keine Entschädigung zu leisten habe. So könne es kommen, dass derselbe im letzten Monate seiner Pachtzeit solche Mengen von gebrannten Flüssigleiten zu billigerem Satze vergebüren kann. das« er dem Nachpächter oder dem Lande als Eigenthümer dieser Auflage den Effect dieses Steuererträguisses vollkommen verderben kann. Es sei wohl die Bestimmung in den Vertrag aufgenommen, es habe der Pächter bei billigerer Vergetmung den zwanzigfachen Betrag als Strafe zu entrichten, allein derselbe sei höchst prekär in der Praxis. Seine Exellenz stellt nun die von uns in der letzten Nummer wortgetreu veröffentlichten Anträge. Der Herr Landespräsident Baron Winkler be« merkt, er muffe auf einige Umstände in diefer Angelegenheit hinweisen, woraus ersichtlich sein wird, dass die Behauptung, die Regierung treffe irgend ein Verschulden an der späten Sunctionierung dieses Gesetzes, nicht am Platze sei. Der Voranschlag des krainischen Landesfondes pro 1885 wurde der Regierung unter dem 11. November 1884 vom krainischen Landesausschusse übermittelt. Die Landesregierung hat sich sofort in eingehender Weise mit dem Landesfträliminare be« schäftiget. um so rasch als möglich an das hohe Mini-sterium darüber Bericht zu erstatten und das Präliini« minare vorzulegen. Die Landesregierung war ins« besondere bestrebt, einzelne Punkte des Landesvoranschlages zu unterstützen und in erster Linie die Auflage von 3 fl. per Hektoliter von gebrannten Flüssigkeiten zu befürworten, und um diese Einnahme dem Landes-fonde zuzuwenden, dieselbe möglichst plausibel zu machen. Unter dem 22. November 1884 wurde das Lan-desfondspläliminare mit dem Berichte dem hohen Ministerium des Innern vorgelegt. Das k. t. Ministerium des Innern musste sich bezüglich der zu em« pfehlenden Allerhöchsten Genehmigung des Landes-präliminares mit dem k. k. Finanzministerinm ins Einverständnis setzen, und es ist wohl erklärlich, dass ob dieser Verhandlungen ein längerer Zeitraum verstrichen ist. Am 7. Jänner 1885 erfolgte die Allerhöchste Sanction des Landespräliminares; mit Erlass vom 10. Jänner 1885 wurde dieselbe vom Ministerium des Innern der Landesregierung intimiert, am 11. Jänner 1885 begannen die Berathungen über die Durchführungsinftruclion bezüglich der Auflage auf gebrannte Flüssigkeiten, welche am 12. Jänner 1865 beendet waren, so dass am 13. Jänner 1885 die Durchführungsinstruclion im Landesgesetzblatte publi« ciert würd?. Die Regierung hat sich daher, wie aus den angeführten Daten ersichtlich ist, wohl leine Vrr-zögerung zuschulden kommen lassen. Berichterstatter Abg. Professor Hu kl je beantragt die Unterbrechung der Sitzung, damit der Finanzaus, schuss zu der Resolution Sr. Excellenz des Abg .Baron Schwegel Stellung nehmen könne. Die Sitzung wird um halb 12 Uhr vormittags unterbrochen, und der Finanzausschus« tritt zu einer Berathung zu-sammen. (Fortsetzung folgt.) Der Verein der Aerzte in Arain* hielt am 26. November seine Monatssitzung ab. welcher 18 Mitglieder beiwohnten. Nach Verlesung und Ge^ nehmigung des letzten Sihungsprotololles wurde der Wiedereintritt des Dr. F. Müller in Commenda ge-meldet und mitgetheilt. dass Stabsarzt Dr. Schipel ob Transferlerung ausgetreten sei, Hierauf erbat sich Vezirkswundarzt Gaur au das Wort zum Programm-punkte: Standesangelegenheiten. und zwar zu zwei Klagepunkten. Bezüglich des ersten, dass Aerzte zur Intervention als Sachverständige trocken «aufgefordert" statt eingeladen werden, wurde eine diesbezügliche FormularLnderung als gerechtfertigt bezeichnet. Was den zweiten Klagepunlt anbelangt, dass ihm das k. l. Bezirksgericht statt 2 fl nur 1 fl 5 kr. für ein ärztliches Zeugnis zuerkenne, wurde bemerkt, er mvge in Hinkunst die Behörde darauf aufmerksam machen, dass der ärzt-liche Verein in seiner bereits seit dem Jahre 1875 ein« geführten Honoraltaxe für gewöhnliche ärztliche Zeugnisse als Minimalbetrag 2 fl festgestellt hat. und einfach eine nicht derartig bezahlte Ieugnis'Ausstellung im vorhinein verweigern. Primararzt Dr. Fux stellte einen Kranken vor. bei welchem durch Stichverletzung des Bauches ein acht Centimeter langes Nehftück durch die Wunde vorgefallen war. Piese Verletzung machte durch Anwendung des antiseptischen Verbandes einen ganz günstigen Ausgang. ohne dass irgend ein operatives Verfahren eingeschlagen werden musste. Das Nehstück schrumpfte allmählich zu« sammen. so dass nur eine kleine Narbe zurückblieb. Der Wundverlauf war größtentheil» fieberloS. Daran an- * Wegen Raummangels verspätet. knüpfend erläuterte der Vortragende die anatomischen Verhältnisse des NeheS in der Vauchhyhle und besprach einen Fall. der dadurch sich besonders interessant herau»^ stellte, das« die Harnblase durch Einspritzung einer Cocai'nlvsung bei der Untersuchung derselben durch Instrumente wegen Verdachtes eine« Vlasenfteine» unempfindlich gemacht wurde. Regierungsrath Dr. Valenta theilte eine biographische Skizze über Georg Carl Starava»nll mit. Derselbe ward geboren am 2. April 1748 in bet Stadt Stein in Oberlrain. studierte in Wien die Mebi^ ein und bestand die strengen Rigorosen daselbst mit allgemeinem Beifall. Im Jahre 1774 wurde er al» Professor der Nrzneilunde auf die Universität Freiburg im Breisgau berufen (das damals zu Oesterreich ge«' hörte), wo er sich einen solchen Ruf erwarb, das» ble Kranken nur von ihm behandelt werden wollten. Gr gab verschiedene Abhandlungen mebicinischen Inhaltes heraus. Von allgemeinem Interesse darunter war, die über die famose Monika Mutschler. Dle^ war aus Duningen bli der damaligen freien Reichst stadt Rottweil und gab vor. dass sie ohne alle SpelH und ohne allen Trank lebe. Trotzdem der Magi» strat irregeleitet. diese Vorspiegelung al« Thatsache amtlich bestätigte, wagte e« der von Natur furchtsaH angelegte Staravasnik, die Betrügerin zu entlarven. Staravasnil war wegen feines unbescholtenen Lebens-Wandels, wegen seiner Frömmigkeit und Religiosity wegen seiner Aufrichtigkeit. Humanität und Bereitwillig keit, den Armen fowohl als den Reichen zu helfen, allge« mein sehr beliebt. Leider entrlss ihn seinem fchönen und edlen Wirlunzstreise der Tod im frühen Alter von 44 Jahren. Staravasnil wurde 1792 mit dem Pestgifte angesteckt und erlag dieser Vergiftung am 26ften März. Nachdem er verschieden, wurde die Leiche üb> tcn Kindes, respective Bruders W ^ welcher im 10. Lebensjahre nach kurzer aber schwerer M ^ Krankheit am 18 Dezember d. I. um 6 Uhr nach» M ^ mittags selig im Herrn entschlafen ist, W W Das Begräbnis findet am 20. b, M. nachmit- ^ M tllgs in Ill.Feistrlz statt. W W III, «Feistriz am 18, Dezember 1685. W W Marie Aodnik W M Mutter. W Latta$er?,3eittttg 9lr. 291 240I _______21. Dezember 1885. Course an der Wiener sörse vom 19. December 1W5. N°« d«m oMellen C^««««« Grl^ War, Staats.Nnlehen. ^vtenltnte.......82-00 88-0! «Uberrente.......««'ia 88«, <«e 140 - l««an«°/. Fünftel 10« ., l40-1<0 5< l»N4er Otaatslose . . IO0 „ '70 — l?0 5< ^et „ . . b« >. l«7 75 I«8 b! «»m».«enttn lDrfi. «olbltnt«. ft. lerlre« . 10» »l» io« 4« vefterr. «ot«n«n<«, fi»,uers«! . «l» li» lao 3i ""».Gold«,,«« t°/„ . . , . «70 »»«! ,. Papierrcnl« 5«/« . . . , »1 «0 »1 «« >, Ei »c .., Präuuen.Nnl. K loast.ö.lv. n? »5 »?",l thlih.Vieg.Vose 4°/° l°0 sl. . . «« - 1« »« Gruudentl.» Obligationen (sllt 100 ft, E..M.), l"/« böhmische......ic.7-50 —'- ^"/n galizische......1^8-70 104 b« °°/u mahiische......105'«b - — °°/« »ltblrösterrcichischc , . . »07 «» 108 »<> °°/° ol'eroftelleichische . , . . lOK »6 10« 25 ^"/° fteirische.......10<— — — b°/« lroatifcht und slavonische . 10t —------- ''/, flebcnblirgische ... . 1°» «« 10« 72 »°/c Temeser Vanat , . , . 108 — in» «l 5°/« un»arische......103 20 10» ?( Andere öffentl. Nnlehen. Donau-Neg »l>ole 5°/» 100 N. . 118 7b 11» li« bto, «nleihe 1»?8, steueiftei . iol — io5 5l «»lehen d, Stabtgemeinbe Wien 102 co 10850 Anlcbcn b, Stadtgemeinbc Wien (Silber und (sold) . . . , - — —-— Prämien.Anl.b.Elabtgem.Wie!' 12600 125?« Pfandbriefe (für 100 ft.) Vcbenci, allg.öftell.4'/,°/«Golb, 1,5«, iz«.:« dto. in 5« ,, „ l»0 — W9 »0 bto. in 5o „ „ <>/« . »s— »« eo bto. PrämieN'Schuldversch.»«/» »8 lb »675 Oeft.Hypotbelenbanl 10>.k »„ . 100 — I01-— Oest.»u>:g. Äanl Verl. 5 °/„ . , tO2 «o 108 — dl°, „ < >/, °/° , 10l-4» 10185 blo. ,, 4 °/o . , »»— »»-8» Ung. allg. Nobeiicrcbit»Uctiengei, in Pest ln I. 18.19 Verl. 5 >/,»/„ 102 75 108 75 Prioritäts. Obligationen Isilr 100 fl.) Hlisabelh'Weftbahn 1. «mission 11575 li« 2ü sserbinanbs'Norbbahu in Vilb, »05 50 ice — ssranz'IoIes»Äahn.....»280 »3 10 Olllizische «ail. Vudwl«»«ahn Em, Igtii 30U fi. E. 4 >/, °/° - 100 — lou »k Oesterr. Norweftbahn .... »08 80 104-10 Siebenbürner......»»-50 »8 80 Vlld war« Staatsbahü I. Emission . , . 19» 25 300 «2 Sllbbnyn i^ 3 °/„...... 155-40 155 8« „ „ 5b°^...... 12« 75 '«»-3« Nng.'galiz, Vahn..... »»-?<> 100 «0 Divers« z»,se > (per Stücl) ! ^«litlole l«0 fl...... 1S0-- 180-60 «llarv'sose 40 fi..... 41 5«! 42- 4 »/» Donau.Dampfsch. loa ft. il4'— 1« — ralbllcher Prämicn»Änlehen »0N 2ji'26' 22?k O,encr l!ole.»ft. . . . . 48»°' "-25. Palffy.Los.: <0 N..... 8,.__^ g»50 «othen Kreuz, oft. Ges. v. l<> fi. 14-20 14«N Mudols.Vose iUfl..... 1g,,^ iK5<, I''»''^'"!« " fl..... 5«s,U 57— St'O",'0'« «z-75 Walbstem^'ose 20 ss. . . 2,-59 «<»-— Windischgräh.ilose »<> fi. , . , zg.,5 zg-75 Vaul°Actieu lver Gtü«l) Änglo.Oefte«. Banl »00 «. . . l«8 50 104 — Nanlvercin, wiener, 1O0 ss, . , 105.50 10570 Vbncr^Anst.. Oeft.i!0off,S. 40°/» 225.-,2L6 — ..öfi, «00ss. «5°/°<^ 5«-— L8--^anderbanl.öft,. 5l00ft.G.50°/°«. 105»!> 10570 Oefter.—----- , Weftbahn »00 fi. . .---------------- tt uschtiehrader «tisb. 50« ft.«M.-------—— ,, (lit. U.) «>u fl. . -..—------- D ouau > Dampfschiffahrt« » Ves, Qesserr. 500 fl. TM. . . , 4«»-— 470 — Plau.«is,(«llt.«Db,,Z.M«fi.S, — — — — Dur.«odcnbcicherg.N.«fi. 2«i. »««-«5 U« 7b »lllz.Köfiacher «,.Ä. ^00ft.«.W. — —-— »ablenbera-Lisenb, ino ss, . , ,36, 84-— »aschau.Oberb. Eifenb. «0<1 ft.«. 148-7« 14» 2Ü vcu!v«g»Lzerlww,.IaNy «lilen» bahn.Oesell. »00 ö. w. . . »2»Ü0 227 — Ll°yd.öft,«uua,,Trieft5Wft.HVt. »8t — «l>» — Oefter,. Norbweftb. 300 fi. Gilb, iß,-— ie» 50 bto. (M. N) «00 fi. Silber . «8-25 1«4 — Vraa.Dul« «lsenb.15Uss.Silb. 84 50 85-50 «udolf.Babn »na fi. Gilb« . . 185-zo 185 «0 Slebenbürg« «isenb. «<»« ft, , 1»! 75 182 25! Vtaat««iscubl»hn «00 st. ö. W. . 75'2« «?« ?6j !«tld M«« Vlldbaßn »aa fi. GIlb«r . . . lU'so »84 — «ilb.Norbb,.!Uerl>..V.,fi.««i, 1,0 — 1,0 « Iheiß«Äahn üoa ft. «. W. , , ,zi'«> »«»-»» lramwah.Ves.. Wr.170 fl. ö. w. 1,4-7« 1«« » wr., neu 10« fl. 10» »a 10» >» Transport.Gesellschaft 100 fi. . zz _ « — U«g..aali,. «liseub, , fl. Oilfter 17»-«» l»» »« Un«, Norboftbabn ^U0 ft, G«!>«s 17» ,5 I»»'»b Nng,weftb.(«aab.«raz)!»Ul,fl.«. 1,57z ««'»5 IndnftrleNctle« (per Vlü«) Hgybl und ilinbberg, llisen« und Stahl.»Ind. in Wien 100 fi, . _._ ^..^ E«s«nbahnw.»peihg. I,8«'!,4a»/» __ ,„ »____ „Elbemühl". Vapiers. u. V..«. «>—'«'ea Montan'Gesellsch. öfterr,.alpin« „40 ,»>^ Prag« «lisen«Inb.»«es. »00 ss. ,,,._ 14>>— Galgo«Iar,. «lsenraff. 100 1. . <».,»<> »,,«» l0afs«ns>»., Oeft. in «U. 100 ,. ,«!_ .1^ __ »rliall««ohl«n»..»^. ,o». Valute». Ducaten........ »»» »oz »0»ffr»nc«»Vttl<<..... 1U— 1»Ot Gilb«......... —». —-— Deutsche «eich»b»nln«ten . . «l,» «, 0t 5^^l naeli Di'. ü>I».1iö lF^?W ir 60 Irr. ViMWH z«ss«!i Ol«llt, Itlleumntl8MU8, /v>lv»! (zNeüerrel88en, Kreux-/ l» >»l 8el>m««en, 3lelven«ollm«r-/ ^D iH^ ,en, ^N80ll>vellui!^en, A^^«I^ 8tellll«lt llor Uu8lleln Ullll <^chvh«ark,. 8el»nen ete., iu dor ^Virlcun^ unudvrtl-psslicil, 8oknoII unä lädio^l Iiol-konä, vio äiv8 dundorto von 8dlriktlicl,en ^U82oiolinlinsson llU» dun v^oitWton Xroi»l,il ba^voisou Ilönnon. 2u Ii».ben in dor MM- ^lrä tllslioll p«r r«8t ver- Net. -WH MW) 8 6l'Ü88tO8 I^»KSr VON ^ I » l M.w il,l.ail,3M °D .'2. 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Oklic izvršilne zemljišèine dražbe. C. kr. okrajuo sodišèe v Kiškem daje na znanje: Na prošnjo Urše Raèiè iz Viher št. 8 dovoljuje se izvršilna dražba Mihe Teišelièevega, soduo na 1075 gld. cenjenega zemljišèa vložna št. 134 katastralne obèine Dernovo. Za to doloèujejo se trije družbeni dnevi, prvi na dan 23. deeembra 188 5, drugi na dan 23. januvarij a in tretji na dan 24. februvarija 1886, vsakokrat od 10. do 12. ure dopoludne, pri tern sodišèi s pristavkom, da se bode to zemljišèe pri prvein in drugem roku le za ali èez cenitveno vrednost, pri tretjem roku pa tudi pod to vrednostjo oddalo. Dražbeni pogoji, vsled katerih je posebno vsak pouudnik dolžan, pred ponudbo 10°/0 varšèine v roke draž-benega komisarja položiti, cenitveni zapisnik in zemljeknjižni izpisek ležè v registraturi na ogled. C. kr. okrajno sodiäöe v Kräkem dn6 29. oktobra 1885. (4520—3) Nr. 4423. Aufforderung an die unbekannten Erben. Vom l. k. B zntsgrnchte Wippach wird bekam«! gemacht, dass am 27sten Oktober 1884 Maria Rant in Wippach Nr. 83 ohne Hinterlassung einer letzt-willla.en Anordnung qestorden sei. Da diesem Gerichte unbekannt ist, welchen Personen auf ihre Verlassenschaft ein Eibrecht zustehe so werocn alle diejenigen, welche hierauf ans was immer für einem Rechtsgrunde Anspruch z>« machen gedenken, aufgefordert, ihr Erbrecht binnen einem Jahre, von dem unten gefetzten Tage an gerechnet, bei diesem Gerichte anzumelden und unter Ausweisung ihres Erbi echtes ihre Erbs-erllänmg anzubringen, widrigens die Verlassenschaft, für welche mzwifchen Herr Antun Vidrich als Verlassenschafts, curator bestellt worden ist, mit jenen, die sich werden erbserllärt und ihren (irbrechtslilel ausgewiesen h^bcn, verhandelt und ihnen eingkantllwrtet, der nicht angetretene Theil der Verlasstnschast aber vom Staate als erblos eingezogen winde. K. k. Bezirksgericht Wippach, am 30. September l685. (5066 —l) Nr. 8939. Bekanntmachung. Aom l. k. Landesgerichte in Vai» bach wird bekannt gegeben: Es sei in der Tfecutionssache des G. Völkl in Trieft (durch Dr. Sa« jovic) gegen Adalbert Lintschinger, gewesener Handelsmann, jetzl Privat in Laibach, pot. 250 fi. s. A. dem derzeit unbekannten wo befindlichen Geklagten Adalbert Lintschinger ein Curator ad aetum in der Person des Herrn Dr. Pfefferer aufgestellt und demselben das diesgerichtliche Urtheil vom 21. November 1885, g. 8326, zugestellt worden. Laibach am 15. Dezember 1885. (5050^1) Nr. 8784. Uebertragung emutiver Feilbietungen. Das t. l. Landesgericht yaibach hat über Ansuchen der k. k. Finanz« procuratur für Kram, in Vertretung des hohen k. k. Aerars, die mit Bescheid vom 13. Oktober 1885, Z. 7355, zur Einbringung eines Steuer- und Umlagenrückstandes pr. 79 fi. 2 kr. s. A. bewilligte, auf den 7. Dezember 1885, 11. Jänner und 8. Februar 1886 angeordnet gewesene efecutive Versteigerung der dem Hermann Rakouz gehörigen, gerichtlich aus 2000 fi. geschätzten Realität in der Grundbuchs« Einlage Nr. 20 der Eatastralgemeinde Gradischa-Vorstadt mit dem vorigen Anhange auf den 8. Februar, 8. März und 12. April 1886, jedesmal vormittags 1t) Uhr, im landesgerichtlichen Verhandlungssaale übertragen. Die Licitationsbedingnisse, wornach insbesondere jeder Licitant vor gemach« tem Anbote ein 10proc. Vadium zu Handen der Licitationscommifsion zu erlegen hat, sowie das Schä'hungS-protokoü und der Grundbuchsextract können in der diesgerichtlichen Registratur eingesehen werden. Laibach am 12. Dezember 1885. (4947—2) Nr. 4406. Bekanntmachung. Vom k. k. Vezirkögeichte Treffen wird mit Bezug auf das Edict Nr. 3314 bekannt gemacht, dass in der Er/cu'ionS^ fache des Franz Zupaniii von Dobrava gea/n Fmnz Kolar von Stemple am 26. Jänner 1886 zur dritten Feilbietung geschritten werden wird. K. k. Bezirksgericht Treffen, am 26. November 188b.