MARBDRGER ZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES STEIRISCHEN HEIMATBUNDES nanalllch RM 2.10 tlBtdilltlllcli olcft rflckRetaadl. Bei tliiitHchen Anfriiccn lit du RttcKperto keltalccta. Poiticheckkonto; Wien Nr. 54 603. RM a— du'rch f«.f linLinf/i?" ■ J% OeichiffMlell# Nf. 263 — 84. J«hrfl«Bi M«rbiirg-Dr«n, DlengUg, 19. September 1944 Einzelpreis 10 Rpl Neues Kampfgebiet: Holland V l-Vergeltungsfeuer fortgesetzt — Im Osten nur Kämpfe im IVordabschnitt rd Berlin, 18. September Die Luftlandung der Anglo-Amerlka-ner im holländischen Raum ist, wie der Webnnachtbericht mitteilt, von einem gleidizeitlgen Angriff auf das belgisch-hollinditche Grenzgebiet nach Norden begleitet worden. Di« Nachrichten über diesen Kampfraum sind Jedoch zur Zeit noch spArlich, so daß die Ausdehnung und Entwicklung der K&mpfe noch nicht beurteilt werden können. Die Absichten klnM lolchea UnterBehnens liegen natürlich auf der Hand, denn das von zahlreichen Wfluerliufen durchzogene Mfln-duagsgebiet der Scheide und des Rheins Ist fQr Erdtruppen schwer durchdringbar. Bs l&ßt sich Jedoch zur Zelt noch nicht übersehen, ob der Feind nicht auch noch weitere Pl&ne hegt. Pür die Verteldigunti des niederl&ndi-■dhen Ratunes und damit der nleder-liteiniechen Tiefeben« hatte die deutsche Fähnmq drei Maßnahmen ergriffen. Gegen feindliche Landeversuche von See her wurde ein breiter Küstenstreifen überschwemmt. Angriffen von Land aus •olItMi unB«r« Truppen in dem von zahlreichen Kanälen durchzoqeneii nordbel-gisch«n Raum bedehnt. Infolgedessen werden die Kämpfe Im baltischen Raum immer härter und immer srhwier'qer. Dennoch fingen unsere Abweihrverbände alle Anqriffe auf und bewährten sich in hervorraqendem Maße qenenüb«r den Durchhrurhsversurhen der bolschewistischen Massen. Die deutsche Luftwaffe hat an diesen Abwehrkämnfen einen hervorragenden Anteil, und viele Hunderte deutscher Kampfmasrh5nen sind Taq und Nacht unterweq«;, um d^r schwer hed-änqten Front E''leichterung zu verschaffen. » CCOMOMfr m. i',i-.\iifnahm«. Krt-g ,'j-rulila. Kiftder-Atl. (WbJ PlanmäDige deutsche Truppenbewegungen im Westen Trnßfahrzeuge in endlosen Kolonnen bewetjeu SiCh auf djn Straßen vor der Westgrenze des Reiches zu den neuen Verteidigungsslellimgeii war Nach der Aulgabe des äußeren Verteidigungsgürtels Von Wolfgang Thomas Der deutsche Soldat und Finnland »Die Einstellung zum finnischen Volk hat sich nicht gewandelt« A) Verlautbarung des deutschen Oberkommandos in Nordfinnland dnb Berlin, 18. September Das Oberkommando der deutschen Truppen in Nordiinnland gibt bekannt; „Deutsch« und finnische Truppen eroberten XU Beginn des Ostfeldzuges altfinnischen heiligen Boden, der dem finnischen Volk durch den Moskauer Frieden entrissen wurde, zurück. Jahrelang standen die Fronten tief in den weiten Wäldern Kareliens und in der- kahlen Tundra als Ränder gegen den Bolschewismus. Die Finnland von den Sowjets aufgezwungenen Waffens tillstandsbedin-gungen zwangen die deutschen Kräfte, das Land zu verlassen, das sie wie ihre eigene Heimat drei Jahre lang verteidigt haben. Dos sind die deutsclien Soldaten Zeugen, die in finnischer Erde neben ihren toten finnischen Kameraden ruhen. Den rückläufigen Bewegungen der deutschen Gebirgsarmee folgt der Bol-schewist auf den Fersen. Finnische Dörfer und finnische Siedlungen kommen dadurch in die Zone des Kampfes. Das deutsche Oberkommando hat alles getan, um die finnische Bevölkerung vor dem Schrecken des Krieges zu bewahren, sowohl durch den kämpferischen Einsatz seiner Truppen wie auch Jetzt durch tätige Mithilfe bei der Evakuierung der betroffenen Gebiete. Wo es nur irgend anging, wurden deutsche Lastwagenkolonnen zur Verfügung gestellt, um Hab und Gut der betroffenen Bevölkerung zu evakuieren. Das haben finnische Verbindungsoffiziere, die sich Im Bereich der deutschen Truppen befanden und diese selbstverständliche Hilfsbereitschaft gegenüber dem finnischen Volk mit eigenen Augen bezeugen konnten, mit dem Ausdruck der Anerkennung festgestellt. Bei dieser Sachlage ist es bedauerlich, daß Nachrichten verbreitet werden, die von einem Niederbrennen ganzer finnischer Dörfer in Jenen Räumen sprechen, in denen die deutschen Absetzbewegungen durchgeführt werden. Die Richtigstellung des deutschen Oberkommandos, die den finnischen amtlichen Stellen zur Kenntnis gebracht wurde, ist klar und eindeutig. Es ist vollkommen absurd, anzunehmen, daß deutsche Soldaten, die drei Jahre hindurch die finnische Heimaterde und das finnische Eigentum mit ihren Leibern deckten und einen hohen Blutzoll hierfür entrichteten, aus reiner Willkür das zerstörten, wofür sie bisher kämpften. Finnland Ist uns In den Jahren unseres Einsatzes hier oben an der äußersten Peripherie Europas Heb und teuer geworden. Es haben sich in dieser Zeit zwischen Finnen und Deutschen zahlreiche Bande der Kameradschaft, der Freundschaft u"d des gegenseitigen Vertrauens sngebaiint, die allen Belastungen stand- gehalten haben. Selbst nach dem unglückseligen 2. September 1944 hat die loyale herzliche Zusammenarbeit zwischen finnischer und deutscher Wehrmacht in Lappland nie aufgehört. Das finnische Volk hat die deutschen Soldaten nicht nur als Kämpfer, sondern auch als Menschen schätzen und achten gelernt. Zahlreiche finnische Familien' haben deutsche Soldaten In ihren Heimen als gernegesehene und liebe Gäste beherbergt. Sie wissen um uns und unsere Einstellung Finnland gegenüber, und si" sollen auch heute wissen, daß sich diese Einstellung des deutschen Soldaten dem finnischen Volk gegenüber nicht gewandelt hat. Wo der deutsche Soldat heute noch auf finnischem Boden steht, da bleibt das finnische Lehen und das finnische Eigentum geschützt und gesichert Wie aber wird es se'n, wenn erst die bolschewistische Sturmflut über | das Land hereingebrochen se'n wird? | Finnische Bauern haben in diesen Taqen l in ihrer Verzweiflung ihre Anwesen [ niedergehrannt, damit sie nicht in d'e Hände der Bolschewisten fallen sollten. Dort, wo der Todfeind Europas gegen die Bastjonen westliche"- Kultur und Ges'Utung anrennt, wo die Sowjets nun den Krieg auf Finnland tragen, herrscht .das Gesetz des Krieges Was dem Feind in|> seinem Kampf gegen die deutsche Gehirqsarmee nützen kann, muß der Zerstörung anheimfallen. Das war in allen Kriegen so und wird auch in einem Kampf auf finn'scher Erde unve-meid-lich sein. Wo Zerstörunnen vorgenommen werden, richten sie sich nicht gegen das finnische Volk, sondern (regen den Todfeind des finnischen Volkes, den Bolschewismus. Das Nein des Generals Ramke •Britischer Bericht: Der Verteidiger von Brest kapituliert nicht dnb Stockholm, 18. September Reuters Sonderkorrespondent Louis Wulf gibt folgenden Bericht *über die heldenmütigen Verteidiger von Brest, der in ausdrucksvoller Weise den nicht zu brechenden Widerstand deutscher Soldaten offenbart. Ein amerikanischer Oberst ging am Donnerstag in die deutschen Linien, um General Ramke, den Kommandanten der deutschen Besatzung, die Jetzt bereits drei Wochen lang belagert wird, zur Übergabe aufzufordern. Der Oberst befand sich In Begleitung eines anderen Obersten und eines Leutnants als Dolmetsch. Sein kleiner Wagen führte eine weiße Flagge an der Seile. Er wurde von einem deutschen Posten angehalten, gerade in dem Augenblick, wo er in die deutschen Linien fuhr, worauf die drei (Offiziere ausstiegen und zu Fuß gingen. Als sie den Zweck ihres Besuches auseinandergesetzt hatten, wurden ihnen die Augen verbunden. So mußten sie dann einen Weg von mehreren hundert Yards zurückleqen, bis ein deutscher Major sie empfing. Sie mußten warten, bis ihr Auftrag an General Ramke übermittelt und von diesem beantwortet worden war. Die Antwort bestand in einer unzweideutigen Weigerung. Die Offiziere konnten dann nicht in ihre eigenen Linien zurückkehren, da die amerikanische Artillerie, die ihr Feuer eingestellt hatte, nun wiederum die Stadt heftig beschoß. Sie blieben mehrere Stunden bei den Deutschen und mußten sich vor dem Feuer ihrer eigenen Geschütze so^ gut als möglich schützen. Die Schwertcr ttlr den Abwehrsieg bei Modohn dnb Führerhauptguartier, 18. September Der Führer verlieh am 17. September das Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an General der Infanterie Wilhelm Wegener, kommandierenden General eines Armeekorps, als 97. Soldaten der deutschen Wehrmacht. General Wegener hat zu Beginn des Feldzuges gegen die Sowjetunion als Oberst und Kommandeur eines Kösliner Grenadierregiments innerhalb von drei Monaten das Ritterkreuz und das Eichenlaub zum Ritterkreuz erworben. Während der diesjährigen Sommeroffensive der Bolschewisten stand das Korps mehrmals Im Brennpunkt schwerer Kämpfe. Bei Modohn dauerte zehn Tage da» erbitterte Ringen, in dem die Bolschewisten bis zu 22 Schützendivisionen und «in Ponzerkorpt auf schmalem Raum einsetzten. In äußerst wendiger, beweglicher Kampfführung wurden sowjetische Einbrüche teils bereinigt, teils abgeriegelt. Immer wieder befand sich der General persönlich bei seinen in schwerstem Kampf stehenden Truppen und riß sie durch seinen unmittelbaren Einfluß zu höchstem Einsatz mit. 5300 finnHche Flüchtlinge mit 3000 HaufitiereTi passierten, wie der Sonderberichterstatter von »Morgen Tidningen« meldet, bi-sher die finnisoh-schweidiische Gionze zwischen Karesuando und Ha-pararvda. Marseille zu drei Fünfteln zerstört. Ein schweizer Augenzeuge berichtet aus Marseille, der Hafen Marseille hat fürchterliche Verwüstungen erlitteoi. EXas Bek-ken, diio Docks und die Lagerhäuser seiein nur noch Ruinen, Es wird anqe-ntvmmen, daß drei Fünftel des HaJÜi« vollfitdAtUg veriuchtet situL Jeder, der In den ersten drei Kriegs-Jahren auf seiner Europakarle mit Fähnchen den deutschen Vormarsch in alle Himmelsrichtungen abgesteckt hat und diese Karte nun heute zum Vergleich mit dem OKW-Bericht heranzieht, der empfindet das Gefühl eines schmerzlichen Verlustes. Es war der beruhigende Gedanke an die Unverletzbarkeit von Volk und Reich, die in der ersten Hälfte des Krieges die Namen fremder Länder und fremder Orte zur Kenntnis nehmen ließ, in denen damals um den Sieg gerungen wurde. Vor der ägyptischen Grenze, an der kaukasischen Rlviera, an der Wolga standen unsere siegreichen Truppen, auf den großen Mittelmeerinseln und an den PY''^'i^®'ipässen; das alles vermittelte das Gefühl einer stolzen Sicherheit; denn der Feind war auf Hunderte, ja Tausende von Kilometern von der Grenze der Heimat abgedrängt, und wären von der britischen Insel nicht, zunächst nur nachts, die Terrorbomber mit ihren tödlichen Lasten erschienen, dann hätte niemand mehr als das deutsche Volk Grund gehabt, sich um sein Leben überhaupt keine Sorgen zu machen. Das ist nun anders geworden. Seit Wochen schon begehrt der militante Bolschewismus den Übertritt über die östliche Reichsgrenze, und von Westen her nähern sich die Panzerverbände der Anglo-Amerikaner Jenen Reichsteilen, zu deren Abschirmung vor Ausbruch des Krieges einmal der Westwall errichtet wurde. Bundesgenossen, die wir in unser europäisches Verteidigungssystem festgefügt glaubten, sind diesem abtrünnig oder teilweise in die Front des Feindes gepreßt worden. So wogt denn von «lien Selten der Feind gegen unseren engeren Lebensraum heran, und es erhebt »ich in dieser Situation wohl bei manchem die Frage, ob denn das alles umsonst war, was in stürmischem Siegeslatif oder in verbissenem zähem Ringen Kilometer um Kilometer einstmals unter dem Einsatz wertvollsten deutschen Blutes als Schutzraum um die Grenzen des Reiches gelegt wurde. Die Frage nach dem Umsonst mag aber bei Jenen Deutschen noch eindringlicher gestellt werden, die an ein fernes Soldatengrab denken, das heute weit Im Vorfeld des Reiches, keinem Kameraden mehr zugänglich, wieder in Feindesland liegt. So berechtigt diese Frage im ersten Augenblick jedoch erscheinen mag, so eindeutig kann nur die Antwort sein, die darauf erteilt werden muß: Der Schicksalskampf unseres Volkes wäre sicher schon längst gegen uns entschieden, wenn wir nicht In den letzten anderthalb Jahren diesen Raum als Waffe gegen die materielle Überlegenheit der verbündeten Feinde hätten einsetzen können. Von dem Augenblick an, da die unversehrten Industrien Nordamerikas in Verein mit den Rüstttngswer-ken der Sowjets im fernen Ural ihre Produktion zur Höchstleistung ankurbelten, stand es fest, daß der Einsatz des laufend ausgestoßenen feindlichen Mate.rlals gegen unsere Tausende von Kilometern langen Fronten und deren dünnbesetzte Hinterräume zwangsläufig zu einem Frfolg für die Gegner führen mußte. Es kam beim Eintritt in diese von der deutschen Führung auch vorausgesehene Phase des Krieges nur noch darauf an, den eroberten Raum so teuer wie möglich zu verkaufen und dem Feind hierbei so viel Zeit abzunötigen wie Deutschland gebrauchte, um jene revolutionären Waffen zu konstruieren, zu erproben und dann in benötigter Anzahl serienmäßig herziistellen, welche uns die Gewähr dafür bieten, das materielle Übergewicht unserer hochindustrialisierten Feinde xu I brechen und damit das Gesetz des Han-I delns wieder wie zu Beginn des Krieges an uns zu bringen. I Es war ein weiser Entschluß der deut-i sehen Führung, vor allem auf wirtschaftlichem Gebiet, nicht dlles auf die Karle der eroberten Gebiete zu setzen, so verlockend anges chis dei Blockade eine organisierte Ausbeute etwa der weiten östlichen Agraigebiete nach ihrer Inbesitznahme erscheinen mußte. Abgesehen davon, daß es an Arbeitskräften, entsprechenden Moschinen und Verkehrsmitteln in genügend©! Anzahl gebrach, um z. B. die Ukraine völlig in den Dienst der Versorgung Europas zu stellen, wozu die Unsicherheit der Transportwege infolge der Bandengefahr noch berücksichtigt werden muß, sind es zwingendere Gründe gewesen die Deutschland ernährungsmäßig niemals von seinen Anstrengungen uni den Ertrag der eigenen Scholle mißleiteten Erst heule, da unser Tisch, wenn auch kriegsmäßig bescheiden, so doch immer noch genügen gedeckt bleibt, obwohl wir längst mit keinen nennenswerten Zuschü»sea ineJir aus fremden Gebieten rechnen können, erweist sich die Richtigkeit damaliger Planungen. Es wird auch zu wenig in Rechnimg gestellt, daß die Besetzung ganzer europäischer Länder und Landstriche für die Zeit ihrer Dauer nicht nur den Bedürfnissen unseres eigenen Lebenskampf« zugute kam, sondern in der gleichen Zeit unseren Feinden entzogen wurde. Wenn wir einmal überlegen, wie unsere eigenen Kriegsanstrengungen erschüttert worden wären, wenn beispielsweise die Bolschewisten zwei Jahre lang alles deutsche Land östlich der Elbe besetzt gehalten hätten, um es uns dann, nach dem der Krieg mil «II seinen Zerstörungen zweimal darüber hinweggebraust wäre, in kaum noch funktionsfähigem Zustande wieder zu überlassen, der kann p'niosson, wü«; unser siieqre>ches Vorgehen im Osten bis an die Wolga und bis nach Transkaukasien für die Sowjets noch mit Wirkungen in die Gegenwart bedeutet hat. Ohne unsere faumgreifeii-den Offensiven der ersten Kriegsjahre hätten wir auch niemals das nach M'il-lionen zählende Heer fremdvölkischer Arbeiter anwerben können, die heute für die Rüstung und die Ernährung des deutschen Volkes und damit für den Endsieg tätig srind. Wenn der deutsche Soldat jedem seiner Feinde überlegen ist sofern er sich mit ihnen in einem einige'"maßen erträglichen Kräfteverhältnis messen kann, so verdankt er das zu einem guten Teil der hohen Schule auf den mannigfachen Kriegsschauplätzen Europas mit ihren unterschiedlichen klimatischen und topographischen Gegebenheiten Umsonst sind schließlich jene Anstrengungen unserei Wehrmacht um die Erobe'-ung der einst so weiten Gebiete aus dem Grunde niemals unternommen worden, weil mit ihnen «o unendlich viel an soldatischem Vorbild, Heldentum und Opfer verbundeti ist, das mit Namen wie Sewastopol oder Stalinqrad, Tobruk oder Cassino, Cherhourg oder Brest In die Geschichte eingehen wird. Heute aber erwct^ipn uns a"s den Schlachtfeldern der einst kämpfend durchschrittenen Länder und aus dem Blut, das sie tränkte, Verpflichtung und Kralf, die Belastungsprobe der Entsi heiilunq zu Hostehen Und nur. wenn wir in ihr vers^iqten und mit dem europäischen l.ebensraum, ohne den unser großes wachsendes Volk auf die Dauer nicht bestehen kann, auch noch das Reich verlören, nur dann allein wären die Siege der ersten Kriegsjahre und ihre Früchte wirklich für immer umsonst gewesenl Seit« 2 ^ Nr. 263 DlcnitAg, 19. September 1944 MARBUROm ZETTUWa Zwischen Jassy und Klausenburg Erl»boif »MM Terwundeleti OHiziert in den Tagen de« V«rrmU PK im s*pt«Mb«f D«r ^lng« Leutnant Wolfgtaf Malier, den Arn tn d«r Bind« tragend, blickte xuRi Fenster des Abteils hinaus auf die sanften Hänge des abfallenden Karpatenlandes. Der Zug n&hert* sich der ungarischen Tiefebene. Der Leutnant erinnert« sich an die fast ein Jahr lurückliegenden Ereignisse iwischen Toulon und Rapallo, er durchmaß noch einmal die erschreckenden Bilder der Entwaffnung der badoglio-hörigen Einheiten. Das war vor einem Jahr? Mein Gott, hatte einer noch ein Maß für die Zeit, für den Tag? Vor einer Woche, nein, vor neun Tagen lag er noch mit seinem Sturmgeschütz im Räume von Jassy in den Hügeln am Pruth, sicherte, dem Feinde zugewandt, deutsche Grenadiere und Infanteristen. Er dachte an die rumänischen Soldaten, die vertrauensvoll zu den deutschen Sturmgeschützen herüberblickten, wo sie auch auftauchten an der Nahtstelle der Divisionen. Damals flogen kameradschaftliche Worte hinüber und herüber. Dann kam der Angriffstag der Bolsche-wisten. Er war Ärger als zu anderen Zelten. Der Gegner trommelte stundenlang — gewiß, aber das tat er vor seinen Großangriffen Immer. Er versuchte einen großangelegten Einbruch mit stark massierten Kräften, aber an dem deutschen Abwehrring, an unseren erfahrenen Kämpfern scheiterte er. Da wechselte er die Taktik und setzte bei den rumänischen Einheiten an — und das Unfaßbare geschah; die Bundesgenossen machten kehrt, spannten die Pakqe-srhütze aus, und die Artillerie ließ die Geschütze stehen, bemächtigten sich der Pferde und verschwanden auf Nimmerwiedersehen. Ja, und das war bei allem das Be-•chämendsfe, der Leutnant empfand noch dunkel den harten Schlag der nimäni-•chen Pak, die aus 5(1 Meter Entfernung auf sein Sfurmqcschütz feuerte. Dnnn verließ ihn für kurze Zeit das Bewußtsein. Später, als ihm die Erinnerung langsam wiederkehrte, da fand er sich auf dem Hauptverbandplatz. Der Arm schmerzte, war durchsiebt von Granatsplittern und von einem Treffer erheblich mitgenommen. So fing der Verrat für ihn am 21. August an. Aber es war noch längst nicht da« Ende. Die Straßen boten ein chaotisches Bild. Flüchtende Zivilisten mit geringer Habe. Dazwischen wild absausende rumänische Einheiten. Parole Heimat. In Automobilen rumfinischo Präfekten, die «ich mit der Pistole in der Hand Durchlaß verschafften, um schneller die Front rurück zu lassen. Es widerte ihn an. Er mußte an die Kameraden denken, die nim doppelt sich wehren würden gegen die Bolschewiston und gegen den Verrat, der doch nicht von ungefähr kommen konnte. AchtundvleT7ig Stunden danach wußte es die Welt, daß ein Falschmünzer auf dem Thron, kaum den Knabenhofton entwachsen, ein hinterhältiges Spiel trieb. Gewiß wußte man, daß der junge Verräterkönig in anglo-nmerikanlschen Gö-fangenenlaqem oft zu Gast war — aber kaum einer hatte ihm deshalb mißtraut. Nun verkaufte er nicht nur seinen Bundesgenossen, dem er di© Existenz verdankte, er verriet ihn nicht nur, sondern auch sein eigenes Land . . . Der Junge Leutnant aber und mit ihm seine Kameraen Veratkch, In daa Reich selbcit einzulireciken, zu vereiteln. Kriegsberichter Heinz Sponsel mä. annäkEgs KenAte. Charekts- Ir Land let das 9t/airagdb*et ■it den Mtechngeläufef« breiter «nd Irngfähiger FWIese der Rhein »it aeinM Amen (Lek und Waal) und die Maas) hmcu kommt rvoch der Münduivgstriciite* der Scheide. Ein dritter Rhein-Ann ist dl« Yieel, die sieb kurz vor AniheliB nach Norden weivdet und t>ei Kampten in die Zuideraee münxlet. Die beiden Hauptarme des Rheins, Lek und Waal, vereinigen «ich kurz vor Rotterdam wieder. Dadurch wird eine ge waltige dazwischpen liegende Ineel ge bildet, die wiederum mit Kanälen, alten Flußarmen und Sümpfen gefüllt ist. Die Maas fließt auf holldiidischom Gebi») Isn/ge Zeit beinah« parallel zur Waal Sie iat inuuor wieder gekrümmt ujm! kommt dem Rheinerm Woai so nahe, da£ edne Schleuase genügt, Verbinidunq /.wi echen beiden Strömen herzustellen. Di» RheLnabflüsse mit ihren vielfachen AL xweigungen werden ergänzt durch eiw Fülle von Kanälen, die hauptsächlich ir den Provinzen Süd- und Nordhoiliirul also bei den Städten Rotterdam und Am aterdam liegen. Während (Us Laxidschdi an der Yssel mehr NiederrheincharaJttei trägt, findel man weiter westlich Ij Kernholland eine aAiegesfjrocheaie Poldea laivdschaJt. Polder nennt der Holläride ein Gebiet, daa entsumpft uiier wir können diesmal nicht« dafürj denn die Sorgen, die wir jetzt den Müttern bereiten, kommen nicht durch Ehunmejungenstredche und zerrissene Hosen, soiulern liegen außerhalb unsere« Willens. Sie riihren von Angst und stillem Dulden um uns her. Auf beiden Seiten aber ist die Liebe inniger geworden, wedl die Söhn« stolz aiiÜd, wis (ich ihr« Mütter so enbschloa-sen mdt dem graue® Krieq»nJltag, dem ganzen MaikenJuam, dem Kocheii und Bs gibt ein paar Dinge auf der Welt, Ton denen der Soldat um keinen Preis viele Worte macht. Der Krieg Pell>er gehört dazu und der Alltag der Front, wo es um den Mut und die Überwindung, da« Grauen und um das Aushalten geht, und außerdem jene Bezirke des Herzens um die jeder, wie um efn heimliches Königreich, einen Stacheldraht der Scheu gebogen hat. Einen Ehrenplatz In dienen besonderen Bezirken des Herzens hat bei jedem Soldaten das Bild der Mutter, jenes un-verlöschhare Bild, wis es so viele in Ihrem Getlächlni« bewahren, über die Zeiten der Trennung hin und in den Tagen der Not. Wenn ich es mir recht tiherloge: eigentlich hal>o Ich nur ganz selten einen Kameraden von seiner Mutter erzählen hören, und Ich weiß doch, daß bei nicht wenigen von ihnen die letzten Ged^anken in schweren Stunden und auch im Tod bei Ihr waren. Und ich weiß auch, wie froh und stolz sie immer Bind, wenn ein Päckchen mit allerlei Kleinigkeiten und besonders mit irgendetwas Süßem eintrifft, und ihnen dann der Ausspruch entführt: »Donnerwetter, wie Mutter das mal wieder gebacken hati« Es gibt aufi<|e«prochen rrtuhbei-nige Burechon, notorische Draufgänger und mit allen WflSAem gewaschen« Globetrotter dieses Krit^ge« um Europa, die kl solchen Augenblicken glatt um den Fiivger zu wickeln vuid auf einmal wieder kleine Jungen mit schlec-htem Gewissen ^•Ind, denen e« dos Herz abdrückt, weil nie die Liol)« der Mutier mit so vied Sor^ vergelten milMen. Von seinen Kindern redet der Soldait oA und mit beeonderer PretK)«. Von der dem Schlangestehen abfinden und trotzdem noch oft süße Päckchen ins Fel-d schicken, und weil die Mütter stolz sind, daü ihre Söhne draußen fünf Jahre lang ihre Sache gutgemacht haben. KriegaheTichteT Dr. Fr. Wagner Goethe - einmal enttäuschend Der Balladenddchter Gottfried August Bürger, der »Entdeckert de« Baron« von Münchhausen, kam von Göttinigen nach Weimar, und sein erster Gang war zu Goethe, um ihm einen Besuch zu machen. Schon lange hatte sdch Bürger auf diesen Besuch gefreut. Im Audienzzimmer des Herrn StaatsmlnIsters mußte er ein« Viertelstunde warten, bös Goethe kam. Bürger verneigte sich tdef und hielt ein« sehr herzliche Ansprache an den großen Dichter. — Doch Goethe ruckte nur herablassend, worauf er sich ledSg-lich nach der Frequenz der Göttinger Universität erkundigte, an der Bürger Professor waj. Kein Wort über Bürger und se"n dichterisches Werk. Bürger wa.r von solcher tedlnohmsloaen Kühle äußerst enttäuscht iind erhob sich bald, mit bitteren Gefühlen den Besuch beendenid. Seinen Eindruck von diesem ersten und letzten Besuch beim Dichterfürsteoi goß er in diiess Vsrse: Mich dränjgt' ««, In nln Haus sni gehen, drin wohnt ain Dichter xuid Mininter. Den edlen Dichter wollt' Ich sehen und mclirt das AUtagastück Minister. Dodh steif und kaJt bUeti der Mänister vor mednem trauAen Dichtor steAm. Und vor dem höteemen Minister kriegit Ich den Dichter nicht zu sehn. HoJ ihn de«- Kudkudt und seflrstellung stand. Der Verlag Albert Langon-Georg Müller, München, der am 18. September 1894 handelsgerichtlich eingetragen wurde, kann in diesem Jahr auf ein 50jährige« Bestehen zurückblicken. Sein Gründer Albert Langen, Schwiegersohn des norwegischen Dichters Bjöm«on, begann schon im Dezember 1893 mit der Herausgab« Ton Hamsuns »Myeterlen«, imd bis heute hat der Verlag Einmaliges für da» nordische Schrifttum geleistet. Indem ef Dichtern wie Björnson Strindb'erg, Hamsun, Lagerlöf, Heydenstam und anderen half, si<äi in Deutschland und damit In der Weltöffentlichkeit entscheidend durchzusetzen. Die Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universitäl Breslau wird In Kürze die in dei Neuordnung des rechtawissenschaftlich«« Studiums vorge«<>henen »Zwischenkurs« für Kriegsversehrte* durchführen. Die anlAßllch des 85. Geburtstages von Knut HamRun nngekündiqt« zwölfb&n-dige Ausgabe seiner Romane ist jetat erschienen. Diese Neuerscheinung in sechsten Kriegsjahr wird allgemein «1« bedeutsames literarisches Ereignis gs-werlet. Hersii«g»g®bon von Willy Andreas und Wilhelm von Scholz erscheint km Propyläen-Verlag, Berlin, eine »Neu« Eteutsch« Bibllognvphie« in fünf Bänden, »Die großen bsutscheat. /ilAKi>UKv«iiK Dienstag, 19, September 1944 * Nr. 2ö3 * Seite 3 Richti){e Ernte der Winfergemüse Sorgfalt Termeidet Verluste bei der EinUgerung l*t MB wlcklteM V»tkRiak' rw^unittst (fawofdM. Durch Mchy* mkttrn BrmtKi können gröftcr« V*riutt« b«d d«r Wiat*rlag«ruiig vermieden wer-dwn. [>er Zsiitpunkt det Ernte »on bei Wlntergemü«« lo lang« «It möglich hinauige»choben werden. Durch «phte-ret Ernten wird der dem Kopf abgedreht, wl» 1 B. bai Karotten, Möhren, P«tereilJ« und Kren, odei bei roten Rüben abgeschnitten Verletzungen s nd hierbei zu vermelden. Steckrüben können geköpft werden, doch darf dies nicht lu tief erfolgen. Die Wurzeln werden bei Sellerie stark rurückgeschnittea und anhaftende Erdklumpen entfernt. PheatiMCleprelse fflr Glesk»6|»Je Dia Pr»isüberwai%unge«talle in Aixerlq k*t g*gen einen Gl-Mw^eßerzeuiger dee OeMi voa 15 000 ILM rerhteft «aä Uta dtm Mt-xeufruDf TO« Gle^nresee «ywle je4e Ii«e-«•ketMgkeit Mit GekloMer Wer« Msf Kriegeitouer « Aeni Ucnfenff« Qlanknöpfe oho« R^dMwing etae« Schw&rzh&ndtWr wm IhoiMn CRierpreisea geUeifert unid weilerhia Gleakurewarea und BijouterLerwereo lu Phontaedeprvieen tum Zw«oke wedleren Kettenhandel« verkauft h«t. Ein Mann verdoppelt dl« Produktion In ekienci wastfüUacheci Betrieb kaA eän Ingenieur weeentlidi zur Produk-tio>n«et«ig«rux]rg beigetragen. Er UeO im eh engeneo Entwilrfen Vorrichtungen beuen, mit deren Hilf« EnypAee« itn Arbeitegang beeeitiqt und groEe BineparungMi ■n Ait>eiteE«lt «TEiiGilt werden konjvtien. AmA«Vg— Ütti ^T«SI Uahoar •»n*Hee sifcM Ger&tae wsMer« erkeb-HelM ftnapanaLge« an ArbasMuraft «nd Kl«i|«riel. Dwrcii eetae beeoÄ^erw Lei-■tvMffe« wvrde 4Me Pre«i Biid'-Ti a. d. Eger (Pro-tMlriorat) wri^Mje unliny««* «in Baiim ge-flUK, in d««J»«n Stamm sicii eaiie alte miisei-ve ei*enie Krtru5™»rücu<,f«] fiuid. Die Ku^'eJ nocbt« in den Fünhiijerjaliren de« a<'h.t-»ehni«r'j'a; ]Kiiv«i el g-'geti Schön i beck ur^ siagta mit 3:1 (3:0). ♦ Bei den Iwiuiismelsloffcth.iften de» Gau«v MiSnchen-Cberbayern r>i cith) Feld-wfböl Fnihwein eiaien dreifisthen Eilohj, uiwl zwar im Einzel eowi« im Mcianer-uiid gaj3:i'*f htoiT noppelspi<»!. I LICHTSPIEL-THEATEirii □ Für ]u|tnSl. nicht lyisliti. □□ FOr luaMdl. untsr 14 1. slehl iuii1ai*«n. BURO-LICHTSPIELI. Heut« 15, 17.30, ig.4.'s Uhr. Fernruf 22-19. Dtr Ufa-Farbfilm „ImmtniM" (Ein deutichei Volkslied) mit Kristlttc Sfiderbaum, Carl Raddatr, Paul KHPger und Ger-mnna Paolierl □□ londarvarin-tUllunisn: Dlenstac und Mittwoch, 12 45 Uhr: Dorit Krevuicr. Ida Wüst, Paul Richtet In „lunilrsu B«afn Mttnch", ein lustlier Krieg In den Schweizer Berien.___ ssplanadc-lichtidiels. Von DItnt- tag bis einüchlieOllch Donnertta«: D«r Optlmlil. Viktor de Kow«. OuKtl Huber, Ttien i ingen, Oikar Sima. Ru-doH Carl. □□____ LICHTSPIELE BRUNNDORP. Bis Don-nerstai; jeden Tat utn 19.45 Uhr: 9a MInuun Autknthalt. □□ Bis Donnerttac icden Tat um 17.30 Uhr; ^Juynyireirsmm I.__ ■UROLICHTSPIELI CILLI, Sachientel- der&traße Spielzelten; Woctientagi 17 und 10.15 Uhr, Sons und Feier-last 14.45, 17 und 10.15 Uhr. 19. bi« 21. September: Untsr Friu-Isln DakUr, mit Itnnv Inso, AIt)ert Matterstock. _ FILMTHEATER METROPOL CILLI, Sp'.tl-rcit; W 17 und 19.15 Uhr; S 14.45. 17 und 19 15 Uhr Bii 21. September: Clllck b«l Frauan. Johait-nes Itep'tcrs, Hertha Maveti, lane _ Tilden. □ ____ LICHTSPIELTHEATER OURKFSLD. DienstaK. den 19 und Mittwoch, den 20. Septembet: Artlattn, ein sensationeller Zirktulilm mit Harry Piel, Susi Lanner, Hilde Hildebrandt. Hans Junkermann u. a. □□ T«HLirHTSPIELE „DBUTICHM MAUl" Paltau. VorlUhrunien letzt *lKlich, außer Mflntatt. Wochentans um 17.30 und 19.45 Uhr Sonn- und PeiertaRi 15. 17.30 und 10.45 Uhr. So Du mir, mit Oustl Mü- rber, Woll-Alhach Rettj, u. a. □ TON-LICHTSPIELE ITADTTHBATIR, Pitlau. Spielzeit- Wochenta** 17.15, 19.45, Sonntats 14.30. 17.15, 19.45. Dienstae, 19. bl» Donnerstat. 21. Scptei^iber: Pierre Fresnav im Krlml-nalIllni:_Sls waras «tchi. □___ LICHTSPIELTHEATER lUFFER. Vor-lührunKSzeiten, tielich 15, 17.30 und 19.45 Uhr. 19 bis 21. September: Siin btstar FraunS. LÄJ AMTLICHE ® BEKANNTMACHUNGEN DIR OiERlURtEliMIIIIIR tSR ITAOT MARBUB*|Dr. An alle Per»oa«n, di« in Marbar]} Wohnung auchea Ami fscebcneaa AalaI walia ich mit slltn Hschdruck darauf htii, rfsB Zuiue nach Marbars nur nach vorder bei mir elnraholter ZuzuKscenahraieunK arlaubt lit. Wer ohna dlest ZututsxcnthmiBUBX nach Uarburt komnt kun hisr keine Wohnunic erhalten tmd nuB daalt rMliDM, wieder abeeschoben zu werden Ohne 2uzui(i«ne1iiuicunc köanss nur im Arbeitiainsatz hier tfttlice Personen kommen. Ob deren FamilteD in Wohnungen unteriebracht werden ktta-nen, kann nur lallwtlst eeprOlt und astacliiadan werden Marburc, nm 14. leptembe' 1044 3S54 Itiuiu. KUNDMACHUNG Sctislf«a Marburs, am 10 Septenbsr ID44. MIT Dar Pollzeldiraktor; Dr. W a 11 n a r. Dar Otwrbaruermeltter der Stadt Uarkarc-Dra«: ■ n a ■ a. KUNDMAOIUNQ VarslataakMm s«r SkltT»iv.«kiwna rUr HaaaoaliiHlRnM and B«iX«>n«fiKn«a. Im Zuia 4«r VsrwaltncijKvsraintaebunjE «uiarblsiM In UlttkuBlt. uad iw«r srtlBMiix fir dCiM M^aat l»»tMii)»r I04A, di« Mthar iurek raoalinAfttc ZtitaadwiK vaa Zakl-liartaa arfolkl« VcrKkreibvuiK «»i (Ir (riliclitjahrniitekaa) nu aMricktaaSaa SfttlalvMsialMnuie«-bftitrlKa- Weitars aatttUt la Nlakwlt aaci]walsuH|( (tir tn Priva'.ttcastaailM b«taUlIt!)(t« B«dl«ilbtt zar liaiahluK in brln-■•a. Di« ZahlMi lut bis lAnialtas B. d«« lolncsdeii Uo-naU >« Mta'jisd MMc 4«« r«f«laiKB!K >v «nttlch-laadM l«itTasas wird d«a DiaastKClMrB aalllllch dar aratta ABaeMiMt iMkatatK««'!!^ w«rdan Die liAzfblur.K lat nater VurwertdMis da« znzasandtea Zalilkarlak.k«(tes TtTri"'riiTt'i. w«t«l In d««Ui u. Franz, DrUder: MBrla, Schwe-it«r, and Familten Ichunk« n. Wrabar. Schwer und hart trat uns das Schicksal, das mir meinen Mann durch taica IdOrderhand «ntrlssen hat. Ludwig Kropf ••iHl.-Wachlm«iater M. R. Ist am 17 September 1044 m AHzUliiinc seines Dienstes tBr Plhrar und seine etiie Heimat Miallan. Wir e«b«B dem teuren V«rblich«neD am Mittwoch, dau 20. September 1944, uia 10 Uht formIttaKS vom Traiierhause, PirberRasse 3, BHB das letzte Oelelta. Pettau, den 18 Sept. 1944. ftrat« Krapf im Namen aller Verwandten Fritz Rauar, Krelsfahrer und Landrat. Statt tader besonderen Anzeige I 3715__ # Harl trat uns di« Nachricht. daB unser lieber Sohn und Bruder Rudi Iwanz tr«aaal«r am 1. Bavtcmbei 1044 in einem Feldlazarett an aer Invasions-tront seinen Verwunduaicen er-leren lal Puchberg bei Sachsanteld, 15. Scpt«mber 1944. in tielar Trauer: Paul und PauDn« Iwani, Eltern; Atbert, Cyrill, Paul, Slawka. BrUd«r; LHdmllla, Anna Schwesicrn; Franzi l«r«nich«k, Cou«ln, und die übrieen Verwandten. 7M2 #Unsachai hart und schwer traf uni die trnuriie Nachricht, dal Baa«r zweiter Sohn und Bruder Karl HIade Mir. Bai alntra •ek.-lli.-Rai. am M. Aucnst 1044. im 21. Lahensjahra, an der Ostfront den Heldentod fand. UarbHrK'Dr., Sckobar, Le«-b«n, d«n 14 teat«mb«T 1044. In tl«fit«r Trauar: laltann and Maria Hlai«, II-tern: Vlkt«r, Anna und Ivivia, Oescbwlsten Franz und Ther»- ila Wuti«. Onkel und Tante; Blaalus Hiad«, Onkel; Kalharl-aa, OroBmutter, und alt« QbrI* Raa V«rwandt«ii. 7071 ■ W. Zuti«f«t erichüttert. ge-pHH ben wir die untaBbar« Nachrlcnt, daB uasar aiailRar InniistRellcbtar Sohn. Binder und Oakal Franz Kaitschitteh • r«aaill«r Im Altar vaa 21 lakrea, aaloM am B hill 1144, an der SH-(roBt erlUt«n«n schweren V«r-wundang in «inem Feldlazaiett am 7 lull 1044 «rltRcn ist DaraschlBR. aat 14. Septem-kar 1044. 7084 Franz u. Tkaretla Kallschltseh, Eltern; Franz, dzt. im Felde Bri'der; Maria und Aniela, Schwestern, und alle Qbrigen Verwandten. nr Von ti«t»tera Schm«^ j|S| gcbeuet. geben wir die W traurige Nachricht, daB maln Bber alles geliebter Qatte, BMta aiaztcei Sohn Fritz Schütz •afralUr, auaa«z«lchn«l mit 4ar •atmvdalll« und dem V«r- wund«t«n Abialch«n ara B August Im 23. Lebensjahr an der Ostlront zelallen. tat. Frledau, Im AuRu:t 1944. In tiefer Trauer: lahanna SchBtz Oattin; Marl« BchMli, Uatt«r, nnd alle kbrigen Ver-30B8 wandten. Hart und setiwar traf PBI uns die traarige Nach-^ ridit. daB mein ll«b«r •atl«, «as«r Sohn und Bruder Rupert Kermek Kananlar am IT. Aagnsl 1044. Im Altar vaa 27 fahr««, an dar Oalfrant g«rallaa lat. 7150 Leltersbcrg, Leaakard L d. B., Waalis«fib«rR, Mlacfeangrlti, Tk«««a. am II. I«»t. 1144. la tl«t«r Tranar: Maria Narnaak. eattla; »anlalla, TBditcrdita: Anl«N aad Bmma S«rta, nitern; Emma, luill. Jasefln« «nd Marl«, Schw«itern; Marian, dz. im BAD, Brudar; Paal SlmanllMh Schwager, nnd all« Ibrliaa Verwandten. SchMcrzeriailt gebaa wir pHi( die traurige Nachricht, daB unser einziger bb-Temallichar Soka. Oatt«, N«f-t« and Schwag«r Karl TJinzir Mataralarmmaan ta BT. l.abeasiahre, Im MaaaU t«JHBclttckt Ist. Di« B«is«tBunt faad am B. Scpt«nb«r 1944, an II«!d«Bfricdho(e ia Cilll statt. Allaa, die uaseren li«b«B Karl inr letztea Rukeitltle be-Rl«4tatea, besoaders s«iB«e Kameraden, auf dieiem V«h« BBs«rea kcrzIlchsttB Dank. Ponigi, Ffintklrchen (Ungarn), Smedariks Palanka, Kutadak (Serbien) am 13. Septemhcr 1044. 3a72 In tiefer, stolzer Trauer: Rasalla und Blasius Sakuk«-schak, Eltern; Olga geb. Wall-ktwllseh, Gattin; August, dzt. bei der Wehr, Onkel; Maria ItBINHi, Taata. sowie alle Ihrigen Verwandten. In tlalitem leid gebe Ick Nkaaat, daB mein Innlcatg«- Hskter nnd cutir Qatte, Herr Michael Brenkowitsch MM.-Wachtmaistar In Ruh«, •astwirt und Bailliar am 17. September 1044, Im 10. Lebentlahre, nach laacem nnd schwerem Leiden lault verschieden Ist. Die BelseliBnf naseres liebei Totes findet Dienstag, den IS. Septew^•r 1044. um 10 Uhr, am Stldti-scken Fritdbofe la Cllll «tatt. Clin, den IB. Sept. 1144. la tlafer Trauer: Maria Ir«»-kawItKh, flattlB, uad alle Ibrtgea Verwandtaa. >7i4__ PBr dl« vl«l«fl Bewell« Inn!-g«r Aatsllnalun« and di« adkl-B«a Kranz aad Bluneaiaendea anlBBllch das ichw«r«a V«rl«-st«s unserer liebes Mutter, Ickwlararki, QrsB «ad UrgraB-matt«r. Schwester und Taata. Frai MARIR MIHR, sowie audi allen, die ihr das letzt« Qe-Itlt« gaban, sprechen wir auf diesem Wege Basaren facrzll-cken Daik aas. 7170 Marbarg, am 11. Sapt. 1144. PaaiMI« l««hr and lURItieH tlM( «Ur Ilvllverwaiinn« In der Unteritelermark i ^ L ter B«o«tttaete tti KrnShruBi und Laadwlrtschatt | B«k«nutmachung Beir.: iUnlieileruitu vaa Siiviiakartttlfaln. Wie iai Varjahr wiid auch heue' de« verbraucli«! wiaCor die Mlslicnkelt laboten Karlotle'n ein iu kellern. Die liskellerungtkartori'eln künue entweder beim Vertcl-lai oder direkt beim Erzeuger bezuctn werden. Die Ein-keilerungshievito betrlRt lüt die Zeit vom 13. Noveinher 1S44 bis 22. Juli 1045 (neun Zuteiiungiperioden) IdO kg, für Kiuder bis zu drei lahren 50 k«. Belm Bezug der KaJi««.arKBKikirlett«ln beim Verlellei dürfen vorläufig nur 60 kf fe Fipkellerer gegeben werden. Die Au'tabc der lest-lickM SO kg darf «tut tacli Auiruf vorgenommen werde«. Iai Krsvugir-Verbfaucherverkehi ilnd bei Vollfin-kelleruac. «ai eiaeii rweiaialigen Transport zu verniet-dea, die 100 ki Karto^relo auf einmi! zu beziehen V«rl)r*uchtr, der beim Veritller die K.irtoff»!n bezlehao will, hat den BezuRfau'we's lür SpeUekartuI-Itla rar dl« fl«. W« 77 Zute!lun<«periode dem Verteiler bis lli,g'trmi 1 Oktol-er 1944 vorrulegen Die I.Ssoiig •laei Elrke11«rHP(n^cl3ein0» unierbleibt in diesem Falle. Dckvotl ongapaßta ' OSRAM-Licht arwalsf jtdi hiar 1 als adles Werkzeug Man I 10III9 obar nicht nur im guten j lichte wtrkBn,— i>on(*Je''n auch alias im basian Uchla sehen 05RAM. Viel ^icht tü wenig ötrom 5/ 'i\. . ' rA Nk MODAUS l CO itr' *SdväiUi4tgc s»wte Moose iir>cl Flcten tötet eine Winleripritjung mit tthAUUCH t[l> Ihrem z^wtändigen Kouf-mann ocle bei de Ost-marktsclieii Pllaii.'.en-schulz-Gest'Usthafi m. b. H. Wien Vll., Moria-hillerstrflße 08 a, ?G'JO ■BeMMMmmamsaMHBtnHKJf! FRISCHES OBST aus dem WHCK-OIbs ist ist Winter nicht nui rc sondern es gibt den llnustratien auch d|e Mfiglichkelt. eme ranze Reihe schniackhaltei kialil.citrii 'u bereiten, Alle Obstarten la^u'i 'irti ,,i;ln-w«cken". d h. i'a.-h ilrm WVi'K-Ver-luhien i ist dabei n'rht unbedingt erforderlich, daß der Betriebsarzt ausschließlich hauptamtlich wirkt Möglich i«t auch das Zurückgreifen auf Privatärzte, die nur stundenweise, aber pünktlich, Snrech- und Be-handlungsstnnden im Betriebe abhalten, w'e ja vereinzelt «ogar schon auf diese Weise ein zahnärztlicher Dienst im Betriebe gewährleistet wei-den konnte. Immer mehr wird im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsfürsorge die Zuordnung ausgewählter Laienkräfte als Helfer des Betriebsarztes vollzogen. Sie eind meist Mitglieder der Werkscbar-oder Werkfrnuengnmpe bzw. beim DRK oder im HJ-Gesundheitidienst ausgebildete Männer und Frauen, die den Be-triehs.T-zt mit Gesundheitsbeobachtungen am Arbeitsplatz unterstützen. Appell in Trifail Rlchtlmien für den Einsatz Kreisführer El)«rharLh rief di» Parteigenossen de« Kret'se« Trlfai.1 zu einem Dienstcippell in der Kreisführunq zusammen und gab ihnen in grundlegender Woise Richtlinien für ihren Einsatz im to-tnlen Kreg. Der Kreieführer ging davon miß, daß die Tugenden der Kampfzeit a\ich heute wirnler jenditen mit schußferMaem j ^/^ehre Gewehr, dnnn die zwangsrekrutiertenMän-ner, die Frauen und K'nder und hinten-nach wieder Banditen Mittag- war schon vorüber, a!« vor einem Bauernhaus, dessen Fenster zerschlagen waren, haltgemacht wurde Von den'Bauersleuten war nichts zu sehen Ein paar von uns mußten hinein und brachten an einer Stange e'nen russ'gpn Schwein ske*isel. Wer e'ne Schale halte, erhielt eine dünne Kukuruzsuppe, ungesalzen und ohne Fett. Aber die Menschen drängten s'rh doch herzu, halfen einander mit allerlei Gefällen aus und aßen die ungewohnte Kost, denn alle waren hungrig. TAPFERE UNTERSTEIRER Aue der Ortsgruppe HothlenstedTi, Kreia Marburg-LajOid, wurde al« erster HohJesi-«teiner, Gienaidier Gottfried Soitsch, mit dem Eisernen Krem I. Klafi«e ausgeizedch-net. Sokiat Michael Gorenaik au« derselben Ortsgruppe hat da« Bieem« Kreuz II. Klasse erhalten. verlassen. Nirgends gab es Vieh auf der Weide, wie ausgestorben war da« Land. Auch im Dorf sah man wenig Menschen. Wir wollten nach dem Essen, da« nur aus einer dünnen Suppe und einem kleinen Stück Brot bestand, etwa« zu rauchen und zu trinken haben. Wir fragten, nachdem einige Männer ohne Antwort an uns vorbeigegangen waren, endlich noch einen jungen hinkenden Menschen, der wohl ein Bauernitnecht war, wo man Tabak, Wein oder Most und Brot haben könnte und vielleicht etwas Wurst. Aber der Bursche schüttelte mit einem merkwürdigen Grinsen den Kopf und ««gte u , ii»iu ^ •* j f> T v.!., r\ » , Hkmdw&rkebetiiebes zuruck. Ferner ist uns, daß d e Trafik hier im Ort schon i . r j.» , , u j _______; ............' Hans Grieß 25 Jahre Meistor, Durch das Dreifaches JubilSum Der Tapezierermeister und Deikorateur Hane Grießl m Graz feierte am 16. September mit «einer Gattm Hildegard, qeb. Schaffeiner da« Fest der silbernen Hochzeit. Gleichzeitiq blickt er auf den GOjäh-riqen Bestand des von «einem Vater gegründeten und von ihm übernommenen seit Monaten zu sei, weil es weder Zigaretten noch Tabak gebe, Bäcker sei weit und breit ke-iner mehr, nur noch selten werde in einem der Bauernhäuser Brot gebacken, und der Krämer habe schon längst kein bißchen Salz oder Zucker, kein Stück Papier und keinen Bleistift zu verkaufen, von Wurst gar nicht zu reden. Im Wirtshaus aber hätten sich die Kommandanten, die Herren Kommiss^are, einquartiert. »Ich rate euch, versucht nicht, dort hineinzugehen. Es ist — verboten.« Und darauf humpelte er weiter, so schnell er konnte. In dieser Nacht wurden wir in leeren Ställen und Tennen zusammengetrieben. Das Verlassen dieser unserer Schlafstät-ten wurde uns strengstens untersagt. Die Bf^nditen deuteten dabei auf ihre Ge- Geglückte Flucht Am nächsten Morgen ging es weiter. Wir waren aber nur noch beiläufig unser fünfzig, lauter stärkere Leute und bloß ein paar junge Frauen Die anderen muß'en zurückbleiben, es hieß, daß sie als Munitions- und Verpflegsträger im Kampfgebiet an der untersteirischen Grenze eingesetzt we'den Ich aber halte ' G!ück. In einem Wald, durch den wir kamen, verschloff ich mich unbemerkt ins dichte Gestrüpp. Den Taq über hielt I ich mich versteckt, dann rannte ich die ganze Nacht den Weg zurück» abseits und auch um das Dorf _ , . »1 I 11 j ' von der Straße, uim uju vi ' macht«" ifh einen großem. Bogen. Frühmorgens, es war noch nicht recht licht, •fand Ich wieder an der Sawe, fand auch einen Kahn und fuhr hinüber. Als ich sfhon beinahe an unserem Ufer war, schrie auf der anderen Seite wer und gleich darauf wurde geschossen. Ich sprang ins Wafiser und schwamm und k-och ans Land, Zwei Tage später war ich wieder daheim, Zwe-i Kameraden aus unserer nächsten Nachbarschaft, die bei- wir im »befreiten Paradiesa beoeoneten. Aus dem Haus heraus aber roch e« nut nach gebratenem Fleisch. Drinnen hielten die Anführer der Banditen ihre Mahlzeit. Als sie dann herauskamen und \\'ieder marschiert ^vurde,* hatten einige t'irt nn^h B-ot der Hand. Dfe Kinder schauten sehnsüchtig danach. Nacht in einem Dorf Abend« war ein kleines Dorf erreicht, das von Wachen umstellt war. Unterwegs schon hatten wir uns tiewundert, d^R wir so wenig Leuten benenneten. Die Bauernhöfe waren nur selten bewohnt und sahen so verwahrlost und verödet aus, als seien sie schon Monate den Prüder K., »fnd bald nach mir ru-rückaekrtmm.en Sie sind den Banditen nachts davongenannen und mußten über die Sawe schwimmen. Von den anderen haben wir nichts mehr nehört . . , Michael Terner Todesfälle. In Marburg verschieden; Der 68jährige Reichsbahnpensionist Alois Roßmann aus der Fraustaudnerstraße 64| der 7.3jährige Arzt Dr. Andreas Korent-schan aus der Edmund-Schmid-Ga^sej das Schmiedstöchterchen Christine Swen-schek aus" Oberrotwein 5; der 36iährige Lokr^motivheizer Anton Pototschnik aus der Berinastraße fl in Drauweiler und das Lokomotivheizerstöchterchen Ingp Brau-nik aus der M^rtin-Greif-Gasse 30. Kleine UnfaUschronlk: Der Ißjährige Hilfsarbeiter Cyrill Bredner aus Brunndorf fiel von einer 7 Meter hohen Mauer und verletzte sich die linke Hand. — Die zehniährige Besitzerstochter Antonie S n:\onitsch aus Wat, Gemeinde Strahleck, Wirde von e'n^m unbekannten Täter in den linken Olierarm anqeschos«"!!. — Die 73jährige Besitzerin Josefine Gohren au« der Zwettendorferstraße in Marburg fiel am Hof und verletzte sich den rechten Unterschenkel. — Dem 42iährinen Knecht Johann Jost aus der Josefstraße in Marburg stieg die Kuh auf den rechten Fuß ,so daß er Quetschunnen erlitt. — Verletzunnen am rechten Fuß und an der linken Hand erlitt der 51 jährige Knecht Josef Richter au« Teinschberg, Gem. Windischfeistritz. — Der SOjährine B"triebsführer Hans Golesch aus der Unterrotweinerstraße 9 in Marburg erlitt Verletzungen an der rechten Hand und am linken Fuß Verletzungen "m rechten Fuß zog sich der ?ation«lelter Dr. Ley gestiftete Leistungsbuch verliehen. Schadenfeuer Im Wiener Volksprater. StinuBtag nachmittcig brach infolge Kurz-schKi»ses auf der dem Rieeenraid geqen-überliegemc'en Hoch«chnubahn im Volksprater ein Sch-idemieuor «oi«. da» »Ich rasch in der Holzkonstruktion verbreitete. Die Feuerechiutzpolized rückte mH starken Kräften aus und konnte in schwieriger und umciichtiqer Arbeit da« Schadenfeuer löschen. Am Riesenrad ist kein wejsentlichcr Schaden entstaiiden. oWir werden nie die Treue brechen" Von den heimlichen Bezirken im Soldatcnherzen Da« Vertrauen in den deutschen Endsieg ist auch bei unseren Soldaten, die i in Kriegvjefanqenschaft gerloten, uner-j schütteriich. Dies beweisen immer wie-! der ihre zuversichtlichen und von hervorragendem soldatischem Geist getragenen Mitteilungen. Vor uns liegt ein Brief eine« Öberqefreiten, der bei don I Kämpfen in AJriika lin nordamerikarwi-j «che Gefangenschaft geriet. I>ie6or Soldat ,der vor seinem Eintritt in die Wehrmacht SA-Mann in o'nom Gra/er SA-1 Stui-m war, schreibt: »Das Schicksal der Gefangenßchaft trage Ich leichter, als ich anfangs glaubte, und zwar, well ich in mir den festen Glauben an unseren Sieg trage.« In einem späteren Brief lesen wirr »Wir eind lui« aber auch bewußt, dafJ noch manch«« «chwere Opfer zu bringen und noch viel Harte« zu überwinden ist, bi« unsere Kameraden an der Front das für uns siegreiche Kriog«-ende erkämpft iiaben. Wir Gefangencsn können leider nicht viel dazu beitragen, sondern nur der geliebten Heimat gelo-Leitarn j ben, daß wir ihr die Treue niemals brechen werden. Die schöne Heimat und 6. Wird Obst an einer Fdhrj||raße ge- ' das »zu Hause« kann uns niemand er- setzen, und deshalb ist uns kein Opfer, da« wir für sie bringen müiseen, zu groß.« In einem anderen Brief gibt der Soldat Re'ner Freude darüber Ausdruck, daß der langersehnte Wunsch der Kriegsgefangenen, irgend etwas zu dem harlen Schiicksalskampf der Heimat beitrageil zu können, jetzt erfüllt werden kann. Er beauftragte seine Eltern, von einer ihm noch zustehenden Sonderzuwendung den Betrag von 250 RM für das Winterhilfswerk zu spenden. Die Zuversiicht auf ein siegreiche« KriegserwJ« und erin Wiedersehen mit ck.im «chönien de\itechen Vaterland l&IVt die hart« Zeit der Kriegsgefangenschaft leichter werden. »E« ist nirgends «o «chön wi« in unseren deutschen Gauen, in denen ein gesimdes, aufrechte« und einige« Volk lebt. Es mag vielleicht gut sein, daß das Schicksal mich in die Fremde verschleppt hatj denn dadurch habe ich erst den richtigen Wert unserer deutschen Heimat schätzeji gelernt!« Es wird verdunkelt von 20 bis 6 Uhrl Die Mädchen 25 in der Au ROMAN VON E M MUNGENAST Nathdrucksrcclit; Wilhelm Heyne Verlag 1d Dresden »Was tust du denn da?« fragte der Vetter hinter ihr. Sie fuhr herum, »Ach, ich vertreibe nur einen veriückten Buntspecht, den man abschießen sollte.« »Einen verrücken Buntspecht?« »Ja, er ißt nicht recht bei Tröste, er macht allt« kaputt, er hat dort drüben die Juntjbtärnme der Kirschen bo tief angehackt, dalJ man den Daumen hineinlegen kann.« »Er wird Maden entdeckt haben.« »Aber-nein, nicht« dergleichen. Er hackt gesundes Holz an und laßt sich nicht einmal durch Stoiiiwüile vortreiben. Dort hängt erl Siehst du ihn? Dort hinter dem dicken Ast!« Nun entdeckte auch Mnrell den schön befiederten Vociel der laut schimpfend den Ast hinaufliof, verschwand und vorsichtig, nur den Kopf zeigend, auf die Menschen hernipderspahte. Er sah wie ein winziges Männchen mit langer spit-ler Nase aus, »Könntest du dir beim Bürgermeister nicht eine Flinte aiisbitten und den Schädling abschießen?« fraut« «i«. Der Specht hatte wieder zu trommeln begonnen. »Gerne, Stefanie! Wahrhaftig, er muß nicht recht bei Tröste «ein. Spechte sind doch sonst so scheu!« Und er hob niohreie Steine auf und warf sie in die Rüster hinauf. Sch mptend strich der Vogel ab. »Jetzt zahlt er Fersengeld!« »Er kommt wieder. Hol dir beim Bürgermeister das Gewehr und stelle es griffbereit in den Salon. Heule oder morgen kannst du ihn bestimmt aijsulue-ßen.« Stefanie Uth schritt zum Spalierobst zurück. Sie sah in ihrer Arbeitskleidung entzückend aus, und besonders gut gefiel dem Vetter da« unter dem breiten Strohhut hervorguellende, dunkeltote Haar. Sie bückte sii h nie, sondern ging immer in die Knie, wenn sie sich am unteren Teil de« Spaliers zu schaffen machte. »Trägst du immer Handschuhe, Stefanie?« »Ja, sonst verderbe ich mir die Hände. Wir tragen bei der Arbeit immei Handschuhe, auch Bianka und Gudrun in der Küche.« »Ich trage nur ungern Handschuhe, sogar im Winter sind sie mir zu viel. Am Volant geht's noch an.« Er zwirbelte da« «schwarze Bärtchen und trat dichter nn sie heran Sie war gestern abend mit Gabriele ausgegangen und hatte «icherlich alles »rlcihreu, was er mit Gabriele im großen Zimmer besprochen hatte. »Du, wie wdr's, Stefanie? Wollen wir nicht eine kleine Spritztour machen? Vielleicht nach Schloß Stetten? Oder nach Schloß Waldenburg? Hm, wir würden dort vespern und bis Mittag wieder hier sein.« »Jetzt nicht, aber ein andermal!« »Heute ist doch ein Pracntwetter, Stefanie. Wir können auch geschwind nach Hall fahren und im Schatten von Sankt Michael einen Trunk zu uns nehmen, das hübsche Rathau« anschauen^ und plaudern. Hm, wie wäre?« »Ein andermal, Otfricd.« »Warum denn nicht heute? Warum ein andermal?« »Du siehst doch, daß ich zu tun habe!« -Schade, Stefanie!« Sie sagte nichts und er ärgerte sich plötzlich über ihre Gleichgültigkeit. »Stefanie«, sagte er. und seine Stimme klang unfrei. Hör mal, ich möchte dich to Stimmunq der Mädchen qegen dem Vetter stellte «ich als feinri&elig heraus. Er hatte an vieles gerührt, was ihnen lieb und wert war. »ich bin noch am Leben und sitze frohen Sinnes unter euch«, meinte di« Mutter, und ich hoffe, daß ich euch noch während vieler Jahre eine zuverlässige Frenindin sein darf, deren Liebe nichts anrechnet und nAchts abzieht! Denn dies, meine Töchter, ist allein die wahre und echte Liebe! Aber eines Tages werde ich nicht mehr beii euch «eJn, und dann, Go weiß ich zuversichtlich genau, werd,e4 ihr auch ohne mich d.is Rechte tun.« Sie machte eine kleine Pause. »Man muß diie Menschen nehmen, w1« sie «ich biete'n«, sagte sie, »und ich habe während meiines Lebens noch keinen einzigen Menschen getroffen, der talentlos und damit nicht brauchbaj gerweaen wara.