MARBURGER ZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES ¥«Ut tcMflMlMf MuWf •. «. Diw. ■■#■■■■ Itr. $. NmHi M. IMP, IMi, IMi. Ak M Ote (llfflla auA«! t«BiUg) Ut 41a Kchrtftlaitunff aiir a*f rarmrul Nr. M-t7 analchbar. UnvatUagta Zutchrlftaa wardaa micht rtckgaaudt. BM atatUclun Aafragaa lat tea Ktckporte Miulagan. ^iticlMckkoiito Wlaa fh. S4,0Ot. OaachinMlallaa la aiH, Marktplatt Nr. 11. PMWuf Nr. T, mmi la PatU«, Ongartorgaita Nr. 1 Panraf Nr. «. STEIRISCHEN HEIMATBUNDES tt.l M* P>alMlta«|i||thliy^S!nCa!!Suttt Strairbaa4 raflgUck Portöi bat Abholan IM 1,». Altraick durck Paat akoutllck RM 1,10 (alBcchl. Rpr Poftiaituagigabaiirl ffaMkr. KmaalrauMTa wwdaa ■ur fagaa Voralaaatid nnf tfaa Blnielprata*« pnd nar Por Ha vMMa aaklkait Maatllck M4 t.lf atnaeUtUltrh Im StralfbaK4 Portoi bat Abholan ta dar OaichlftvttMla ■nd M Xpf Zuitrll-Portoauslagaa iuga««ndet. Nr. 166 — 83* Jahrgang Marburg'Dratip Dlenita^ 15. Jaul 1943 Einzelpreis 10 Rpf Frontbesttch Antoncfcns Bukarsit, 14. Juni Aui einem In Bukaretter Bllttem «r* •chianenen nimAniichan PK-Bartcht ar-fihrt dia Offentlichkalt von alnan Ba-aucb Marichall Antonaacui bat rumAnl-achan GebirgtJSgarn Im Schwartmearge-biet. Dar Staatsführar basicbtlgta die Divialon dat RittarkrauztrSgert Genaral Dumltracha, dei Broberara von Nalt-acblk, die alch In arfolgraicher BewrAh-ning In Klmpfen, die tia im Raum Kau-kaiua bis Ordshonikldia fflbrtan, den Bbrannaman dar •alaamao Dlviiion« ar-worban hatten. Nach der Inspektion, dl^ dem Marschall Gelegenheit gab, mit Offizieren und Mannschaften unmittelbar PQhlung zu nehmen und sich in Frage und AntWbrt ein Bild Ton dar Blnsatzberaltschaft der AngehArl-gan dar Division tu mactien, boten dia Gablrasjigar, von denen viele nahen den hAchstan rumlnlschan Tapfer-kaltaauszaichnungan auch das deutsche Bisama Kreuz tragen, in ^inem Vorbai-narach vor dem Staatsfflhrer auch ge-achloaaen ein Bild straffer Soldatenlucht. In einer Ansprache brachte Marschall Antonescu General Dumitrache seinen Dank und seine Anerkennung ■um Ausdruck. Di« Division, so sagte der Marschall, habe sich «nach Herz und Haltung ausgezeichnet« erwiesen. »Ihr haltet hier Wache«, so schloß Marschall Antonescu, »und das rumlt-alsche Volk wird sie weiter halten, um leben tu können. Wir kämpen verbissen, und wir werden diesen Kampf sieht beenden, ehe nicht die Gefahr restlos beseitigt ist.« Der Italicniicha Wehrmachtbericht Der italienische Wehrmachtbericht gibt bekannt: PQnf Flugzeug« wvden la Luft-klmpfen von Jigem d«r Achs« abg«-•chos««ii, tw«l -produktion, Nelson, zwischen den Zeilen zu bemerken hat. Eigentlich wollte er im Namen seines Herrn und Meisters Roosevelt d«r USA-Dffentlichkeit nur eine neu« Phantasl« über die angab-lic))en Erfolg« der USA-Rüstung vor-setzen, aber dabei entschlüpften ihm Sitte wl« »Wir hatten einige Enttiu-schungen in Kauf zu nehmen und haben einige Fehler gemacht« oder »Die Kriegsproduktion blieb In den meisten Kategorien hinter den festgesetzten Pro-duktlonszielen zurück« oder »Der Öffentlichkeit muß ein besseres Ver-st&ndnis für das Krie^sproduktionspro-gramm« beigebracht werden«. Zu gleicher Zelt hielt Bevin, der britische Arbeltsminlster, es für notwendig, den USA-Frauen Ins Gewissen zu reden, sich an dem angeblich vorbildlichen Kriegs-elnsatz der englischen Frauen ein Beispiel zu nehmen. All« B«trachtung«n dieser Art sind neu« B«w«ise dafür, dafl Reichsminister Speer und der Generalbevollmächtigte für den Arbeitseinsatz, Gauleiter Sauk-kel, mit ihren grundsätzlichen Ausführungen über Deutschlands Rüstungspotential ins Schwarze getroffen haben und daA die unerschütterlichen Tatsachen, auf dl« sie sich in ihren Reden stützten, uns«r« Feinde aufs schwerste beunruhigen. Tatsächlich ist ganz Europa Deutschlands KriagsbasisI Das köMian «uch uns«t« G«^«r nicht län- ger m«hr b«str«lt«n. Dahat appelHert B«vin an dl« Frauen in USA. daher warnt Cyrill Falls, tms Ja nicht zu unterschätzen, und däher sucht Nelson unter höchst bemerkenswerten Geständnissen «rnelit Zuflucht lA Zahlenrausch. Unsere Feinde geben damit zu; Gegen die nüchternen deutschen Feststellungen haben sie kein* sachlichen Argumente ins Feld zu führen. Italien — Volk in Waffen Kampf mit all«« Mtttela Ms zu Siege Rom, 14. Juni Der Sekretär d«r faschistischen Psrtel hat dem Duce nach Beendigung der Ar* bellen des Parteidirektoriums «Ine Ent-schliefiung übermittelt, die von der Presse In größter Aufmachung veröffentlicht wird. In der Entschließung heißt es; Zu Beginn das vierten Kriegsjahres bestätigt das Direktorium der faschistischen Partei den entschlossenen Willen der Srhwarzhemden ganz Italiens, mit allen Mitteln bis zum Sfege zu kämpfen. Das Direktorium gedenkt der auf dem Felde dei Ehra Gefallenen. Es grüßt das Stärkung des Italienischen Widerstands^ n. a. die Einigung der Industriellen und landwirtschaftlichen Produktion durch streng« Disziplin, die Beschränkung der wirtschaftlichen Institute auf ein Mindestmaß und die Ausweisung aller Ausländer, die Ihre Anwesenheit in Italien nicht rechtfertigen können. Das Parteidirektorium verpflichtet alle Produzenten zur vollständigen Ablieferung ihrer Produktion an die nationalen Sammelstellen. Es übernimmt dl« Verpflichtung, über die gleichmäßige Verteilung zu wachen und eventuelle Nichterfüllung tu verfolgen. Das Direktorium fordert von den Arbeitern, den Leitern und Führarn jeden Grades die Erreichung von Höchstleistungen, damit dia Produktion auf allen Gebieten immer mehr und besser den Erfordnernlssen des Krieges entspricht. Das Parteidirektorium begrüßt die Italienische Jugend, die auf den Schlachtfeldern die heroischen Traditionen der Nation bestätigte und die beste Vorbedeutung für die Zukunft gab. Die Jugendlichen wissen, daß es nur eine Doktrin des Faschismus gibt, die Benito Italienische Volk, das ein Beispiel des j Mussolinis, und daß es nur eine Art der Entschlossenheit und Disziplin gibt, die Wehrmacht, die ruhmreiche Taten vollbracht hat, und die vom feindlichen Terror gemarterten Städte. Das Direktorium erkennt feierlich den Anwendung gibt: lernen, arbeiten und kfimpfenl Die Entschließung grüßt dann die alte Garde der Revolution, die heute wie Immer aufrecht stehe und bereit sei, ihr tief nationalen Charakter des Krieges I Blut zu opfern, damit das Vaterland Im an, zu dem Italien durch eine Feind-! Innern gefestigt und siegreich gegen Schaft gezwungen wurde, die bereits Im seine äußeren Feinde sei. Die Entschlie- Jahre 1935 begann, als England Italien gewissermaßen den Krieg erklärte, das im Imperium Arbeitsmögllchkeiten und Brot suchte Es rlnnert die Vergeßlichen an den Ursprung der Sanktionen und an die historisch unwiderlegbaren Aktionen des Duce zur Verhinderung des Konflikts. Das Part«ldlr«ktnrluni fordert« zur ßung fordert schließlich für die Partei die höchste Ehre und die höchsten Lasten, da sie nicht nur die vorwärtstrel-bende Kraft des Lebens der Nation darzustellen habe, sondern auch die volle Verantwortung des Schutzes und der Verteidigung der Nation zu übernehmen, ihre Macht zu stärken und ihr Geschick zu sichern. Schwarzer Tag der feindlichen Luftwaffe Wieder 61 Feiudbomber abgeschossen — Unsere Flieger erfolgreich im Einsatz Fflhr«rhauptquarti«r, 14. Juni Das Obarkommando dar Wahrmacht gibt bakannt: An dar Ostfront wuTd«n örtliche Angriff« dar Sowjats Im Raum von Bjelgorod und Belew abgewiesen. In dar Nacht tum 14. Juni 'bombardierten schwer« deutsch« Kanq>fflug-z«ug« Industrl«anlagan weit hinter der sowjetischen Front Zwei Plugzeug« werden vermißt. Deutsche und Italienisch« P1ugz«ug« setzten gestern dl« Angriff« gegen dl« feindlichen Schlffsansammlungan b«l Pantellerla fort. Bin Transporter mittlerer Größe wurde versenkt, dr«l wel* tere erlitten schwer« Beschädlgungeni Britlsch-nordamerlkanisch« Flieger-verbände stießen am gestrigen Tag« g«gen die besetzten Westgebiet« und das norddeutsche Küstengebiet vor und warfen Bomben, vor allem auf Wohnviertel der Städte Bremen und Kiel. Bs entstanden Verluste unter der Bevölkerung und Schäden an Wohnhäusern und öffentlichen Gebäuden. 46 der feindlichen Flugzeuge, darunter mindestens 29 viermotorige USA-Bomber wurden vernichtet. Der Abschuß weiterer feindlicher Bombenflugzeuge Ist wahrscheinlich. f__PK-Krlt|ib«richt«r Mahlt (Sch) Blnsatzbesprechung Im Befehlswagen des Generalfeldmarschalls Der Otierbefehlshaber einer Heeresgruppe, Generalfeldmarschall v. Mnnsteln, läßt sich Im Befehlswagen seines Sonderzuges von dem Kommandierenden General eines Panzerkorps, Henrlcl( links neben dem Generalfeldmarschall), Bericht über dl« Liige erstatten P«m«r wurd«n aus «ln«m feindlichen Pllegerverband, der einen deutschen Gelaitzug vor der holländischen Küste anzugr«lf«n v«rsucht«, von d«n Geleitfahrzeugen vier Flugzeug« vemichteL Deutsch« Unterseeboot« schössen endlich Im Atlantik sieben feindliche Flug-leug«, darunter mehr«r« vi«rmotorlg« Bomb«r ,ab. In dar v«rgang«n«n Nacht flogen einzeln« feindliche Flugzeuge In das Reichsgebiet «In und warf«n vereinzelt Bomben, durch dl« unwesentllch«r Schaden angerichtet wurd«. Schw«re deutsche Kampfflugzeuge griffen In d«r Nacht tum 14. Juni Stadt und Hafen Grimsby an. Spreng- und Brandbomben verursachten zahlreiche Brände Im Zielgebiet. Ein zweiter Luftangriff richtet« sich gegen kriegswichtige Anlagen In Südostengland. Zwei eigene Flugzeuge gingen verloren. e Verlustreiche Bilanz Dl« schweren Niederlag«« d«r Geon«f B«rUn, 14. Juni Sturtkampf- und schnall« Kampfflugzeug« unternahmen am 12. Juni «in«® wlrkuagevollen Angriff auf «in«n Fhig-plat« der Fischer-Halbinsel. Bin heftiger Angriff deutscher Kampfflugzeuge richtete sich am 12. Juni gegen «ine Dlial-flnerle an der mittleren Wolga. Vier groBe Olbecken und tahlrelche Ölbehälter wurden in Brand geworfen. In einen» Olkra/twerk wurden Brände und Explosionen festgestellt. Südöstlich Charkow griffen Sturzkampfflugzeuge am 12. Juni sowjetische Artilleriestellungen und Pan-zeransanimlungen mit beobachteter guter Wirkung an. Der in der Nacht zum 13. Juni durchgeführte Angriff schwerer deuUcher Kampfflugzeuge gegen den sowjetischen Elsenbahnknottenpunkt Jelenz, der im Wehrmachtbericht vom 13. Juni gemeldet wurde, verlief sehr erfolgreich. Jelenz, einer der größten Versdilebe-bahnhöfe der Sowjets etwa 200 km östlich von Oral, wurde trotz starker feindlicher Flakabwehr nahezu eine Stunde lang bombardiert. Neben mehreren kleinen Bränden entwickelten sich fünf weithin sichtbare Großbrände. Auf dem Rückflug von diesem Unternehmen, das ohne eigene Verluste durchgeführt wurde, scIioB die Besatzung eines deutschen Kampfflugzeuges zwei mehrmotorige Sowjetflugreuga ab. Pocke-Wulf-Jäger stellten am Morgen dea 13. Juni einen unter starkem Jagdschutz die Knnalkflste anfliegenden britischen Bomberverband vom Muster »Ventura« zum Kampf. Nach heftigen Luftgefechten stürzten zwei »Ventura«-Bomber, in Rumpf und Motor schwer getroffen, brennend Ins Meer. Auch einer auseinanderbrach und völlig zerfetzt abstürzt«. Auf deutscher Seite traten keine Verluste aln. USA-Sombcr wollten Vllsslngen angrellen Am Morgen des Pflngstsonntags, kurz nach ne\m Uhr, griffen zwei Verbände von Ja s«chs nordamerikanischen Mlt-chell-Bombem unter starkem Jagdschutz dia holländische Stadt Vllsslngen In mittlerer Höhe an. Bevor der erste Verband in die für das Schutzobjekt gefährliche Abwehrzonne kam, schlugen Ihm dl« ersten Salvao einer Batterie entgegen, die dar Feind durch Bombentreffer außer Gefecht zu setzen versucht hatte. Bereit« die erste Salve lag gut in dem Verband, desaen Spitzeiunaschlne in Brand geriet und in die Scheide stürzte. Bei der zweiten und dritten Salve erhielt ein weiterer Bomber alnao Volltreffer, der die Explosion seiner gesamten Bombenlast zur Folge hatte. Zur Erde trudelnde Teile das Leitwerkes waren das einzige, was von ihm übrig blieb. Gleichzeitig geriet ein dritter Bomber in Brand und schied aus dem Verband aus, «r wurde von den begletenden Jägern aufgenommen, stürzte aber wenig« Atigenblick später, einer riesigen Fackel gleich, ins Meer. Das konzentrische Feuer aller Abwehrwaffen zwang den felndlichao Verband zur Auflösung und tum ungezielten Abwurf seiner Bomben, von denen die Mehrzahl Ins Wasser fiel. Geringer Sachschaden war das einzig« Ergebnis des für den Felivd verlustreichen und erfolglosen Angriffes. Englands Spiel durchschaut Sofia, 14. Juni »Dnes« weist In einem Leitartikel dar auf hin, dafl England angeblich Polens wegen den Krieg vom Zaun gebrochen habe. Das gleiche England habe aber Polen längst preisgegeben und sogar an die Sowjetunion ausgeliefert Die Briten, die stets mit ihren Losungen für Freiheit und Selhstbestimmungsrecht der Völker prahlten, waren es, die die kleinen Völker, die zu Ihnen standen, im Stlcha ließen. Sie sind es, die auch in der Kriegführung Ihre Prinzipien der Menschlichkeit- beiseite lassen und schuld daran sind, daß viele kleine Völker ihre Fieihelt verloren. So wurde beispielsweise Iran, das nicht für England in diesem Kriege beitragen wollte, einfach überwältigt. Endlich enthüllen si-h Eng lands wahre Absichten: keine Prelhpit keine Glelchberechflgung und Keine Humanität. Im Gegensatz zu den Annlo-Amerikanern habe die Achse kpine ihrer Losungen verleugnet- Vernichtung fies Versalller Systems. Schaffung der Vor bedingungen für den AussrhIiiP d^s Krieges für die Zukunft, Kampf gegen der hecfleltenden »»Mustang"-.Täger erhielt rli« Plutnkratie und den Rolsf howi .mu"^ so schwere Treffer, daß er In der Luft sowie Freiheit und Brot für dia Völker. Der letzte Akt Marburg, 14. Juni Diäter Krieg ist nicht «ben arm aa Qbarraaahendem politischem Gatchthen und im feindlichen Lager auch nicht an Ereignissen, die dem normalen Menschenverstand unfaßbar bleiben werden, weil sie jede Spur von Vrrantwortungtbewußt-sein und Pflichtgefühl vermissen lassen und geradezu von verbrecheriicher Dummheit diktiert erscheinen. Ganz abgesehen von den Kriegserklärungen Englands und Frankreichs, von den bolschewistischen Weltvernichlungsplänen und Roosevelts Jagd nach dem Kriege geben da Polen, Norwegen, Holland, Belgien und Griechenland genug Beispiele einer wahrhaft selbstmörderischen Handlungsweise. Nach der Reihe sehen wir die Regierungen dieser Länder in die Netze der plutokratisch-bolschewistisch-jüdischen Kriegshetzer taumeln und ihren Völkern unendlichaa Leid bereiten. Ein besonderer Platz ia diesem politischen Wahnsinnsreigen, ein Rekord im Tempo der Selbstvernichtung blieb aber bis heute dem gewesenes Jugoslawien beschieden. Am 25. Märs 1941 vollzieht es seinen Beitritt zum Dreimächtepakt, zwei Tage hernach werden Regierung und Regentschaft durch einen Militärputsch gestfirzt und ein von General Simowitsch geleitetes Kabinett beginnt zum Krieg gegen die Achsenmächte zu treiben. Am 6. April ist dieses Ziel erreicht und am 15. April flieht die Regierung zu den Engländern nach Griechesland, Drei Wochen nach dem Putsch war der kSnstliche Staat von 1918 mit seinen fast fünfzehn Millionen Einwohnern «nd seiner Viertelmillion Quadratkilometer von der Landkarte weggewischt Soeben ist nun im Verlag Wilhelm Goldmann, Leipzig, ein Buch erschienen, das sich mit diesem Untergang beschäftigt. Es träijt den Titel »So endete Jugoslawien«, sein Verfasser ist Dr. Danilo Gregoritsch, ehemals Direktor des Belgrader Blattes »Vreme«, namhafter Mitarbeiter der nationalen Ljotitsch-Partei und derzeit Generalsekretär der »Novo Vreme«. Das außerordentlich lebendig und dabei durchaus sachlich geschriebene Buch wird Tom Autor als ein Erlebnis-und Tatsachenbericht bezeichnet; jede geschilderte Begebenheit habe sich fo und nicht anders zugetragen, jedes zitierte Wort sei von den Personen, denen es in den Mund gelegt wird, wirklich ausgesprochen worden. Das Buch teilt sich in zwei große Abschnitte; Ein Staat entsteht — Ein Staat zerfällt. Seinen grotesken Höhepunkt erreicht es im vorletzten Kapitel, das dt« Überschrift »Der letzte Akt« trägt. Hier zeigen sich die Putschisten und die Putschregierung in ihrer ganzen Erbärmlichkeit und Gewissenlosigkeit! In einem Talkessel In Montenegro Ke^ die kleine Stadt Nikschitsch. Kahle Berge mit spärlichen grünen Flecken umgeben die wenigen Häuser. Man schrieb de« 15. April. Truppenteile, flbermfldet, i> zerfetzten Uniformen, verstaubt und verschmutzt, lagerten in der Stadt und auf den Feldern. Außerhalb der Stadt steht ein Gebäude, umgeben von einer Baumschule. Es ist die landwirtschaftliche Musterschule Breeo-wik, der letzte »Sitz« der Putschregierung. Es war 7 Uhr früh. In der Köche det Schule,, über ein zerbeultes Waschbecken gefugt, das auf einem wackligen Stuhl stand, wusch sich Professor Jowanowitsch, der Vizepräsident der Regierung, seinen kahlen Schädel. Sein sonst so rosiges Alt-wcibergesicht war in den letzten Tagen aschgrau geworden. Im Vorgarten stand eine Gruppe. Der glatte Banus Schuba-schitsch, der alte Prof ssor Markowitsch, der Justizminister, Krnewitsch, dw frühere Abgesandte Matscheks in Paris, der, seit Matschek die Regierung verlassen hatte, seine Stelle bei Simowitsch einnahm. Niedergeschlagen sahen sie au» und so gar nicht mehr revolutionär. Ein mächtiges Auto kam die Straße entlang. Das war Simowitsch, der im Kloster Ostrog übernachtet hatte. Frisch rasiert, diskret gepudert, in anscheinend glänzender Stimmung, mit taoelloser Bügelfalte, entstieg er dem Wagen und kam auf die Gruppe zu, die beim Ein-öangstor stehengeblieben war. Eine kurze Begrüßung folgte. Dann sagte Jowsno-witsch' »Wir haben eben über die Frage der Kapitulation gcsprochwo « Simowitsch hob eine Hand »Darüber werden wir jetzt in der Sitzung vcrhan-deln,« Jemand fraijte mit besoröter Stimme: »Haben wir auch genug FluiircuiJc, um alle über dip Grenze zu kommen?« Simowitsch lächel!^ den Mann strahlend an: »Aber natürlich; wir bekommen noch heule eine ganze Anz,ihl cni;1ischcr Wellington-Apparate SimowiUch trat mit den übritjcn lil-tfliedcrn der Regierung ins Hnu«. Di« Sil-zunrt dauerte zehn Minuten, d.inn ginjjin die Herren ntisi'tnniv.lcr um ihre Koffer z't p.Tcken. .lomnnd tral an Sininwitf "h h rui| M gcliört tich. Ab«i di« «sd«-r%D L*b«^i M wiohui, daM i/iti Li«t«u warwi auigiMUlh wwdra, dr*i uiu(>pcii ^cbild«!, di« nach Gri*chcn* Und li^w^ku kuittii.a. In o«r «rtttn Grupp« M'«r«.a Ui« Mitglieder d«r Kcgi«ruag mit ihrcu i r^uön und nichitca Verwandten, in ucr zwteilfcD dl« Politiker «riten Ran-io d«r dritten »chticOlich einig« btaaUk^^krctär« und Jourualiatvn, man |.i>^ gecnniinkchaftlich di« Landstraß« hin-•o auoi l'ludpiata. E:n Flu^Kug leigte aioh In der Luit «jid »choj »cuntll auf die GrupM lu, die «ich üb.ir Jdi Rollfeld Vfälzte. Panik cnt-»land liysterniche Schreie wurden laut, niaa wurl die Koffer weg, «tob auteinan-dci, eiiaüt vou oamenloier Angit. Das (log dicht Über den Köpfen der Ltultj iiinwfii, die «ich an den Boden go-prci3t hallen. Da »ah man: et war ein ju-gosi.iwikchcr Apparat.. . Uca«ral Mirkowitach saß vor einer klel-n«u llülzba:ackc breit und behäbig auf eil.« Hank. Vor ihm »tand ein Tisch. Um iun ttiUigo Offiziere, E« war inrwiichen Abend -cwordcn. i.>ör Kouiuijssar bei der Nationalbank, Dojlcinilsch, kam herbei: »Ich habe da# Oüid der Nationalbank noch hier. Dai muß auk-h w«jitJeschafft werden. Und einige Säi.k« Bankiiülen, E« dürften an die 350 Milhoucn- in Papier iein.« Mirkowilsch schlug mit der Hand auf d^n lisch. »Stimmt 1 Dai hätte ich beinahe v^rjjcsien. Und dann Bind ja da noch 500 Millionen von der Katse de« waffcnkoiiimandos. Bringen Sie Ihr Gold her!« Em Untcioffitier, zwei Soldaten und der Kommissar erhielten einen Lastwagen und fuhren zur Stadt, (las Gold zu holen. Der I.astwagen kam. Mirkowitsch ließ das Gold, das in kleinen Kistchen ru je Bich/irt Kilo verpackt war, neben seinem Tistii aufbr.ucn. Auf der andern Seit« la-^Jori in Säcken die Tauscndcrschein«, Mir-kowitich btjfnnn das Geld *u verteilen. Er riüf den nächsten Flicgeroffizier her* an: »Da nimm ein Kistchenl« Ein zweiter bcl.r^m zwei Kisten. Der dritte wollte auch rwci Kiiton hnhen, erhielt aber zur Strafe nur lünc Handvoll Gold, Der vierte bekam wji.f^cr zwei Kisten, dann begehrt« «iner auf uni bekam noch eine Kist« ,.. Jemand drängte sich an den Tisch, den eine immer jjroßer werdende Menge um-, RAi.i'.oilcn drohte, »Und wir, die hier bleiben? V. ir Infanteristen und Artilleristen, w,''.* gnf-c'iiicht mit uns?!« Mirkowitsch dachte einig« Augenblicke nach. »Ihr bekommt Papiergeld; das Gold brauchen wir di ülH;n, Jeder Offizier drei-Ui(itaus>''id f^inar. Könnt gleich Quittungen schreiben.• Beim unsicheren Licht des Lagerfeuer« und uer «intn schwachen Talgkerze, di« aul d.m Ii ;ch stand, begannen nun di« Giiii- ■•■le auf abijerissenen Papierfetzen, auf Kleinen Stückchen Paclyjapier, auf ttLtjii, wo» ihnen unter die Hände kam. ihre (^'uiMunj*en zu schreiben. In langer Re he ktclllcn sich die Offiziere an. Und j«cLr erhitlt seine dreißig neuen Tausen-de-Mclieinc. Einige, die schon einmal da-gkwcii-n waren, stellten sich hinten noch-ni 'l'. an. Dir Soldaten die bisher teilnahmslos auf dem Erdl^od- n fjclcgcn hatten, merkten, daß etwas V-' chligcs geschah. Lanß-»am waren sie näher gekommen und sahen ;mn mit (Jierijicn Augen der Geldver-tc Im', zu. Hungrige Rauem waren sie und zi «Vau hatte sie in den Krieg Ii « ' . fii'ut, von dem sie nicht wußten, \v : Ih LI }l'.'fiihrt wurde, M-:iku\viUch blickte auf. Er sah die hui. ri'.on Blicke dieser vielen Hunderte (1,1 l'c immer r'iJier rückten, wortlos und d id, Da rief er der Verteilungskom-rr. '»n z«' "Jeder Soldat bekommt drei-1:1 nd Dinar. Teilt das den Soldaten in 'i' (.K nu di- ilv V\ N' n! :h hatte sich eine neue Schlange 1 l. Fs waren die Kompanieführer, lUciiül'.ommandenre, die für ihre .T piin Geld empfingen Alle hatten ' im-liMlpn I. sten in Händen; un-M des-^cn, daß vielleicht nur die ein Viertel oder ein Zehntel bis .t-'Ml ch durchtfekomtnen war." Und piMi l'en pro Kopf auf der Liste drei-l, u-;'-:-! Dinar PI • zllch entstand Streit. Jemand hnill'o sei übervorteilt worden, ein an-d "fr 'i'iiMtc. fr hätte noch nichts bekommen! Und andere w8ren schon dreimal, vl'."!T''l dran gewesen! Aus dem Streit entv ckcl'e ^.ich ein HnndgemeniJe Immer v.'ii' ■ r wurde die Szene Plötzlich aber h'irtc mnn aus den umgebenden tlohen CiP'volirörlfnaltcr. M rkowit^ch sprang auf. Mit beiden T f'u- ' n schlut« er auf den Tisch. »Genug lefTit. iJ'-nutf! J'-trt bekommt keiner mehr cH.'ir! Pts Gold kommt in die P.iracke, ur'! d.Ts Paplcrtfeld wird angezündet!* F'n ^richte« Murren erhob sich sus der ptölzl'ch !«till (Jewordenen Menge, die vor e'rem Aui^cr^lick noch tobsüchtig durch-eir^Ri'drr gewirbelt war. Mirkowitsch riß eine schwere Armeepistol« herausi »Wer f'a wns?» * .AHo!« scliwleü Nur da« GewehrknattBrn wurde Immer lebhafter. Hell loderten die FiTmpipn auf. sl« man die SScke mit dem P;. fltif da» Feöer beworfen hatte. M^i-kowiNcV hatte seine pwiist drohend f'c'^en die Hfthen flher dem Flugplatz er-ho^-irn. Ks wniren die montenegrinischen Irsur-jfrnten. '''e bis vor die Stadt gekommen Trumen wurden austfesandt, um i»«!» 7:iirflrltrtiunq der Judengesetze, nicht die bedingungslos auf dem Standpunkt stehende Unterscheidung zwischen arisch und jüdisch, sondern die mehr konfessionell b^timmte zwischen Christen und Juden gilt, gab das Gericht dem Antrag des arischen Ehegatten statt. Die Scheidung wurde mit der Begründung ausgesprochen, daß die Ratsenunterschlede die Fortführung eines friedUdien Familienlebens nicht zulassen. Bulgarien ehrt deutsche Krankenschwestern. 25 deutsche Krankenschwestern, die sich zur Zelt in Skopje befinden, wurden vom Skopjeoter Roten Kreuz mit dem bulgarischen Kranken-srhwestemabzejchen dekoriert. Bei der aus diesem Anlaß stattgefundenen Feier wurden von deutscher und bulgarischer Seite herzliche Reden gehalten, die die deutsch - bulgarische Bundesgenossen-schaft zum Ausdruck brachten. Sofia liquidiert die letzten Juden-Unternehmungen. Uber die Lfquidlerug aller jüdischen Unternehmen, die bisher In Sofia noch bestanden und die jetzt anläßlich der Ausweisung aller Juden aus der Hauptstadt autnelftst werden, veröffentlicht die bulgarische Presse interessante Einzelheiten! Durch das Kommissariat für die Judenfragen werden bei den Jüdischen Aktiengesellschaften provisorisch Aufsichtsräte eingesetzt. Die realen Werte der Unternehmungen werden alsdann von Sachverständigen festgestellt und die Unternehmungen selbst versteigert. Das Jfldische Hausinventar wird voraussichtlich zugunsten des Judenfonds öffentlich versteigert, 5000. Folge de« »Bukarester Tagrtlat-tes«. Dos"* »Bukarester Tageblatt«, die einzige in der rumänischen Hauptstadt erscheinende deutsche Zeltung, bringt anläßlich des Erscheinens der 5000. Folge eine Festausgabe iheraus, die Im Zeichen det deutsch-rumänischen Freundschaft etoht und vor allem als Spiegelbild rumänischen Lebens gedacht ist. An der Spitze zahlreicher Aufsätze steht ein handschriftliches Grußwort des Stellvertretenden Ministerpräsidenten Professor Mihai Antonescu, In dem es heißt: »Ich beglückwünsche das »Bukflrester Tageblatt« für die Ehrung, die es dem Wert und der Arbelt Rumäniens zuteil werden läßt. Es Ist das beste Mittel, um der deutfth-rumänlschen Freundschaft zu dienen, die sich auf die Anerkennung der rumänischen Werte und das Verständnis unsere^ Arbelt stützen muß.« Juden vor dem rumänischen Mllltlr-gerlchL Der Kampf gegen die Jüdischen Parasiten wird in Rumänien mit aller Strenge geführt. So gelang es Kontrollorganen des Wirtschaftsmlnlsteriums, sechs Juden dem Militärgericht vorzu-führenn, die bei ihren Einkäufen weit höhere Preise als die vorgesgjirlebenen zahlten und sich an einem fleischlosen Tage In einem Gasthaus an Schwelnebraten gütlich taten. Starkes Erdbeben In Belgrad registriert, Die Belgrader Erdbebenwarte registrierte am Pflngstmonntag um 9 Uhr 54 Minuten 53 Sekunden ein starkes Erdbeben. Der Herd des Bebens befindet sich In einer Entfernung von etwa 4000 Kilometer. Neue Flnqllnle In der Türkei. Gestern wurde durch die türkische staatliche Luftverkehrsgesellschaft eine neue Fluglinie von Van In Ostanatollen nach Ela-zlg an der Oisenbabn'inle Sivas—Dlar-bdkla dem Verkehr übergeben. Verbrecherchronik im Kir(ihenfenster Ss »timmt nicht, daß $ick dU twtcki Invmitn mach England bforderttn Yan-kt*$ nur mit der britischen WaiblichkfH bttchäfligtn und im ubrigtn auuchließ' tich darauf bedacht tind, dit tnglitchtn Vorrüf« an Bedarf fgtgenatänden aller Art aufzukaufen. Sil bemühen $ich viel-mefir aufi erntteMte, ihren Sold auch tu ideellen Zwecken tu verwenden, bei-tpiehweite dem immer mehr absinkenden Chrietentum in ihrem Gattlande ufieder auf die Beine tu fielfen. Sie verartstalte' ten, wie die *Vail\ Mail* meldet, eine Kollekte, um die Kirche von Cransley in Northamptonshire, einet der tchönitcn englischen Gottes/iävser, arf ihre Art noch tchöner xa gestalten. Dat Kirchlein hat tich durch alle Stürme der Zeiten aut dem 13. Jahrhundert bit in untere Tage, oder, wie die Yankeet tafien, das amerikanische Jahrhundert hinübergerettet. Nun toll aber eine» »einer gemalten Fentier mit Szenen aus der biblischen Geschichte teitgemfiß mo(/frn/si«rf werden, indem an seiner Stelle ein von den USA-Soldaten großherzig gettifietea ^Freiheitifenster« elngenettt werden toll. Die ahnunggloten Bürger von Crantley werden darauf ein teltsamei Pagsiona-fpifl bewundern können; Rooaevelt and Churchill auf ihrem Leidenswege, ah Krönung det ganzen dte Unterzeichnmf der Atlantik-Charta. Lavt »Daily Mail* hat man tich noch nicht geeinigt, ob Churchill mit oder ohne ZiParre tn konterfeien aei. Ein wetteret Problem wäre wohl, ob man die Flieger, die gerade von der Zeratörmng deutscher Kirchen tnrilck-kehren, am die geaegneten Häupter der beiden Freiheitaapoatel fliegen läßt, mm klarxuatellen, daß man mit der Erneuerung det Christentuma gant von vorn amnfangen gedenkt. KH Unsere Kurzmeldungen Rnnlnlent KOnlgln-Mutter tai Hellen. Königin-Mutter Elena von Rumänien Itt dieser Tage zum Sommeraufenthalt In Ihrer Villa In Florenz eingetroffen. Uttorta wird »AgrargroBttadt«. Erweiterung der Stadt Litiorle ist Mck einem Im Italleoischaa Amtsblatt T«r> öffentlichten könlgllcftMo Dekret 1b tlcht genonuneiL Uttorla, beute «tn« blühende Stadt, wurde auf dem Qebiat der ehemaligen Pontinisohen Sflxapfe errichtet und steIH eines der groBzQ^g-sten konttrukUven Werke de« FaecUik mus Italiens dar. Die Fortsetzung der großen ttadtbaullcheo Planungen Koui erfährt, wie dieser Beschluß, Uttorie n einer »Agrargroiitadt« zu erwettem, weitt, auch untar den hirteeten Kiieg»-erelgnleten kelnerM Unterbrechang, Neee VerfOgnng LeTslt. Mlalttcrpri^ tident Laval hat verfügt, daß die Jvnaaa Franzosen, die tich für die antlboltcn^ wlstische Frelwllllgenlegion melden, tob der Arbelttdlenstpfllcht nnd dam Al^ beittelnsatz In Deuttchland befreit wer-den. Femer miterliegen auch die eil*-maligen franzötitchen Prelwilllgen der antibolBchewistitchen Legion, die !■-zwischen wieder nach I^enkrelch ra-rückgekehrt sind, nicht der Arbeite dienstpflicht. Neaer SIti der tpanltcfiea Palanfe !■ Rom. In Anwetenhelt dee tpanlechen Botschaftert sowie lehlrelcber hoher Persönlichkeiten wurde am Sametagmch-mittag In Rom der neue Sitz der apaBl-tdhen Fa^ange eingeweiht. Die tyrlsch-ttlrklsche Grenze geepeiiL Wie durch Reisende bekannt wird, heben die Engländer seit dem 5. Janl die syrisch-türkische Grenze gesperrt. Die britischen Konsulate In der Türkei wurden angewiesen, bis auf weiteres keine Visen mehr für Reisen nach Syrien auszugeben. Seltsame Krankenbett In Schweden. Das schwedische Gesundheitsamt itt zur Zeit mit der Untersuchung einer eigentümlichen Krankheit beschäftigt, die schon Im vorigen Jahr etliche Todesfälle forderte und jetzt erneut Im Küstengebiet eines westschwedischen See« aufgetreten Ist. Diese sogenannte »Haffkrank-helt« beginnt mit äußerst heftigen Mti-skelschmerzen, die derart zunehmen, daß der Patient Im weiteren Verlauf der Krankheit bewegungsunfähig wird. Kampf gegen die Typhusepidemie In der TQrkel. Der Kampf gegen die Typhu«*-epidemie In den dichtbevölkerten Städten der Türkei geht welter. Da Istanbul eine der am dic^esten bevölkerten Städte Ist, müssen hier ganz besondere Maßnahmen getroffen werden. So haben z. B. die Sanitätsbehörden die Kinot und Theater In Istanbul sowie auch viele Wirtschaften auf einen Monat geschlossen. Ebenso wurde den Altwarenhändlern Ihr Handel bis auf weiteres verboten. Schwere Grubenexplotlon In Argentinien. Im Hauptschacht de« Kohlenbergwerkes von Taqulmlllon (Anden terri-toHum Neuqueen) entsfand durch eine Grubenexploslon ein heftiger Brand. Vier tote und mehrere verletzte Arbeiter konnten bisher geborgen werden. Eine größere Anzahl von Arbeitern Ist noch In der Mine eingeschlossen. SchlftszusammenstoB an der sfldbrasl-llanlschon Küste. Der brasilianische 700 brt große Dampfer »Araponda« sank nach einem Zusammenstoß mit einer Yacht In den Küstenqewässem des Staates Sao Paulo nördlich der Insel Quel-mada Grande. Die Besatzung konnte gerettet werden. 7.ur 7it1t fflr AnTntgoB «« PtHäUi»« Nr t ▼om 10. April 1943 qUltlfl AuiMII der U«frninq det niattnii be' höherer flnwnlt odnr Bi'triBliMtär'ing fjtbt kelnpn Antprurh iiil Hückiahlunjj (Ini Bazu(js-(fnldei. Druck u. Veilng Marburnm Verlaq»- u. Druckerei-Gei. ro. b H — VorUigiloltupg Ei)on H.iiimqjrlnBr (vprrdiit) I. V. Verlmsleltcr l'rlty nrnun. Hniipt-icbrlltleiluiin Anton Gerschuik, olln to Maibutg a, d. Uidu, UadguHia b. \ MARBURGER ZEITUNG Dienstag, 15- Juni * Nr. ♦ Seite 3 Pe'mo**ithe Hut^stkon Das gepanzerte Herz •J« mehr dar Stahl g«glut«t. j« bt*«ir i«t dai Schwtrt; t« mehr tin Hcri gcblutat, größer Ut sein Wert.« Peter Roieg^er Fast vier Jahre lang sind wir abermals durch die Feuer eines verbrccheriich entfesselten neuen Krief^es geschritten. Unser Scjjwert aber ist nicht stumpf geworden in diesen Jahren, sondern die Feuer haben es geglutet und immer noch härter {{eschmiedet. Unsere Feinde bekommen es zu spüren! Der Umlang unserer Rüstung iat in einem gewaltigen Maße vermehrt worden, und die Waffen selbst sind immer noch besser und wirksamer geworden. Das deutsche Schwert ist schärfer denn je und der Schild unserer Abwehr aus unüberwindlichem Erz gefügt! Wir haben auch viele schmerzliche Op tr bringen müssen, und manches Her: hat in diesen Jahren geblutet. Der Krieg Das Unterland spricht zur Front Eb Heimatbrief aiia der OrUgmpp« Nenldrchen Wer schon den «riteD Weltkrieg an geboren hatten oder die einen Sohn en den vielen Fronten mitgemacht und in' der Front «teilen haben, ein grünet den Lagern der Feindmächte alt Kriegs-, Kränzlein anbrachten und wie den Müt- gefangener geschmachtet hatte, der weiß ein Brietlein aus der Heimat, eine Nachricht aufs dem Dorfe, in denen über dat heimatliche Leben und die Geschehen in der Gemeinde berichtet wird, wohl zu tchätzen. Und niemand fühlte sich in den Schützengräben des ersten Weltkrieges verlassener als der. Untersteirer, der tapfer und treu ^ie Grenzen der Heimat schützte, wenn monatelang keine Nachricht, kein Lebenszeichen aus der Heimat kam. Der Untersteirer liebt seine Heimat fast krankhaft. Er ist im höchsten Maße erdverbunden. Daher ist ihm auch jede Nachricht aus dem Dorfe, aus der Heimat wertvoller und für seine innere Haltung maßgebender als dem , , »cnmerziicne wp- fm^htiq dahinlebenden Stadtmenschen, fer bringen müssen, und manches Herz ) ^__' 1___i_u4_____n__ Zum Untersteirer spricht aus allem und hat uns Wunden geschlagen. Das deutsche j lebt in dem was Herr, aber ist nicht verzagt und kleinmütig i die Heimat bisher geboten hat, den geworden in den großen Prüfungen «„d • Welt hat ihm bisher Sngst- Opfern des Krieges, sondern im Schmerze ^»«^h .verschlossen gehalten. Bücher gab ist es geadelt worden durch die heilige f» 'h" keine und ein Lichtspie-Entschlossonl.c.t, nun erst recht das deut- | ^eater hat e, kaum gesehen. Das Dorf-sche Schicksal mit dem Siege unseres '^^en seihst war bis zur Befreiung in Schwertes zu erfüllen. Und unser Her* ist hart geworden nach außen, hat sich gew^pnet mit einem dreifachen Panzer von Eisen. In der nüchternen Klarheit unseres Hirnes erkennen wir voll bitterem Ingrimm und loderndem Haß, wie der jüdische Vernichtungshaß, der selbst gegen die Wohnviertel der Stidte, gegen Frauen und Greise und Kinder sich ausrast, unser Volk, unser ganzes Deutschland, unser aller Leben ▼erschlingen will. Aus der Härte unserer Herzen wächst riesengroß der Hafi und der eiskalte Wille zu Vergeltung und Kampf, Dieser Wille und unser Haß entfalten die letzten und tlefs^n Kräfte des deutschen Herzens, durch die der Sieg unt unverlierbar wird. « Todesfille, fn Hohenmauten ist Im hohen Alter von 85 Jahren eine der ältesten deutschen Frauen des oberen steiri-■chen Drautales, die Kaufmannswitwe Rufine Potsrhiwauscheg, verehrt von allen, die sie kannten, gestorben. In Marburg verschieden: Der 38 Jahre alte Brauereiarbeiter Alois Walle aus Tflffer, dessen Leichnam dorthin überführt wird; das Hisenbahnerssöhnchen Karl Mart-»chitsch aus der Luissengasse in Theseni das Elsendreherstöchterchen Angela Sla-wintz aus Kranichsfeld, und dat Kauf-mannssöhnchen Karl Unger aus der Brunndorferstraße 8. Eheschließung in Cllli. Samstag, den 12, Juni, fand in Cilli die standesamtliche Trauung des Kameraden Karl Skoberne mit Fräulein Ilse Frings statt. Karl Sko berne, der den ehemals unter dem Namen »Hotel zum Mohren« weit und breM bekannten Gasthof führt, gehört mit 7U Jener Kämpfergeneration, die für die Arbelt um die Befreiung der Untersteiermark in den gefOrchteten Kerkern der Belgrader Kasematten schmachtete. Nur durch den schnellen Vormarsch der deutschen Truppen wurden damals er und mit ihm viele seiner Kameraden vor dem sicheren Tode des Erschießens gerettet. In der wieder befreiten Heim widmete sich Karl Skoherne dem Aufbau seines Geschäftes, das durch den Boykot der serbophilen Gegner sehr gelitten hat, vor allem aber dem Aus-ijau des ehemaligen Kinosaales, In dem heute die Burglichtspiele als zweites Kino in Cilli untergebracht sind. Nebenbei arbeitete Karl Skoherne aber auch in seiner politischen Arbeit weiter mit, die es vor allem notwendig macht, das ihm eine tüchtige und arbeitsame Haiisfrcui zur Seite steht. Ilse «Frings entstammt der alteingesessenen Cillier Familie von Faninger, die dem Reiche schon einige hervorragende Offiziere und Beamte schenkte. Standesamtliche Nachrichten aus, Bad Neilhaus. Vor dem Standesamt schlössen August Roitz. Horhenegg, und Karoline Lopan, Bad Neuhaiis, den Bund fürs Leben. In Goritza 18 verstarb der 73 Jahre alte Franz Werdel. Zwei Brüder am gleichen Tage ausgezeichnet. Die beiden Söhne des Landwirts Wilhelm Nothdurft in Holtensen. Kreit Göttingen, an verschiedenen Fron ten Im Osten und Norwegen kämpfend, wurden am gleichen Tage mit dem Krieqsverdienstkreuz II. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. , verschiedene politische Lager aufgespal-I ten, die tich gegenseitig hart und brutal bekämpften. Und der Leidtragende dieses Parteikampfes war der untersteiri-sche Bauer gewesen. I Wenn sich auch vieles seit dem April 1941 geändert hat, wenn auch eine erhöhte kulturelle Betreuung, Vorträge, Versammlungen, Lehrgänge und die volkskulturellen Gemeinschaften die Untersteirer aufgeschlossener, hellhöriger und für die verschiedenen Möglichkelten einer tieferen Lebenshaltung zugänglicher gemacht haben, to fehlt ihnen heute doch noch, wenn er außerhalb der Grenzen seines Dorfes leben muß, am schmerzlichsten die Bindung mit der Heimat Viele tausend Untersteirer tragen heute bereltt den grauen Ehrenrock des deutschen Soldaten. Viele haben bereits ihr Leben geopfert. Viele wurden auch schon ausgezeichnet. Wie ihre Väter, Brüder und Großväter im ersten Weltkrieg und allen Kriegen, wenn es galt die Heimat -zu schützen. Es war daher ein schöner Gedanke, den untersteirischen Soldaten aus dem Kreis Cilli an der Front und in den Aus-blldungslagern Heimatbriefe zu schik-ken. Als erste hat die Ortsgruppe Neu-kirchen diesen schönen Gedanken verwirklicht. Heute liegen schon, nachdem bereits der dritte Heimatbrief an die Kameraden abgegangen ist, Antwortschreiben von der Front da. Allen liegt der Grundton zu Grunde: Tausend Dank, wir haben vor Freude fast geweint, als wir den Heimatbrief bekamen, der uns über alles was In unserer Ortsgruppe geschieht in einfachen und klaren Worten berichtet. Was hat nun der Heimatbrief der Ortsgruppe Neukirchen den Kameraden an die Front zu berichten? Verfaßt wird der Heimatbrief vom Führungsamt II. Nach den einleitenden Wortei^ wird von der Muttertagsfeier berichtet, wie die Jungmädel an den Türen |ener Mütter, die im vergangenen Jahr ein Kindlein tern an ihrem Ehrentag ein fröhlicher, sorgenloser Nachmittag bereitet wurde. Wer im Dorf geheiratet hat und wer gestorben ist, interessiert jeden Soldaten, auch wo Kinder zur Welt kamen. Daß der Friedhof und anderes neu hergerichtet wird, zeigt von der Aufbauarbeit in der Gemeinde. Der Stand der Saaten, das Wetter, der Viehstand und was sich alles sonst in der Landwirtschaft tut, findet ticherlich lebhaftes Interesse. Besprochen werden die abgehaltenen Versammlungen und ihr Erfolg, dat schöne Ergebnis der Hdussamml(ing tur däs Deutsche Rote Kreuz und noch vieles andere, was so im Dorf geschieht. Mit einigen verabschiedenden Worten und der Unterschrift des Ortsgruppenfiihrers schließt der Heimatbrief. Einlach und schlicht erzählt so der Brief dem Soldaten das Geschehen m seiner Ortsgruppe. Ei schafft so eine Bindung von der Heimat zur Front, wie sie fester und ansprechender nicht gedacht werden kann. In ihm lebt für den Untersteiler nicht nur das Geschehen des Dorfes, sondern auch der Wille, daß die Heimat alles tut, um des Opfers der Front würdig zu sein. Werkzeuge an die Eismeerfront Eine Spende der Steiermark — Generaloberst Dietl dankt Im Januar ä.ußerte Generaloberst Dietl den Wunsch, unseren an der nördlichsten Ostfront aui der Wacht stehenden Gebirgsjägern Werkzeuge aller Art, wie sie zur Ausgectaltung der Bunker und Unterkunftsräume benötigt werden, zu spenden. Der Stellvertretende Gauleiter hat in seiner Eigenschaft alt damaliger Gou-obmann der Deutschen Arbeitsfront die Aktion in die Wege geleitet, die freudigsten Widerhall fand. Der Erfolg der Aktion übertraf alle Erwartungen. In kürzester Zeit waren fast 22 000 Stück Werkzeuge beisammen und schon im März konnten nicht weniger alt 308 Werkzeugkisten mit 1070 Werkzeugsätzen in zwei vollbeladenen Waggons an die Nordfrpnt abgehen. Dieses anseihn-llche Ergebnis ist neben den Betriebs-führem größerer Rüstungsbetriebe und kleinerer Handwerksbetriebe den ehrenamtlichen Mitarbeitern der Deutschen Arbeitsfront, den Betrlebsobmftnnern und Führern der politischen Stoßtrüpps, die allesamt ausschließlich Rüstungsarbeiter sind, zu danken. Alle Kreise des Gaues sind vertreten: Kleinbetriebe, die nur ein paar Stück spenden konnten, und solche, die 500, 600 und 800 Stück beizutragen vermochten. Titchlermelster und einzelne Industriebetriebe haben die Kitten verfertigt und bereitgestellt, In denen die Werkzeuge gut verpackt werden konnten. Dieses für die Steiermark in vierten Kriegsjahr erzielte rühmliche Ergebnis wurde, wie man sich denken kann, von unseren Gebirgsjägern Im hohen Norden dankbarst begrüßt. Alle jene, die sich um die Sammlung verdient gemacht haben, wird nicJits mehr erfreuen als der Dank, den Generaloberst Dietl an den Stellvertretenden Gauleiter in einem Schreiben aussprach, in dem et unter anderem heißt: »Vor einigen Tagen ist der letzte Transport der Aktion der Gauwaltung Steiermark der Deutschen Arbeltsfront »Werkzeuge an die Front« bei uns gut eingetroffen. Ich möchte im Namen der Soldaten meiner Armee für die so überaus großzügige Spende von rund 20 000 Stück Werkzeugen meinen allerherzlich-sten Dank zum Ausdruck bringen. Ich darf Sie bitten, meinen aufrichtigen Dank an alle an dieser einzigartigen Aktion Beteiligten übermitteln zu wol- Bannsportfest in Luftenberg AusjJezeichnete Leistungen der Jungen und Mädel Die Reihe dei Bannsportfeste, die In diesem Monat in den Bannen der Deutschen Jugend durchgeführt werden, er-ötlnete der Bann Luttenberg am Plingst-samstag mit einer erfolgreichen Veranstaltung. Aus allen Standorten des Bannes traten die besten Wettkämpfer an und erzielten zum Teil ausgezeichnete Leistungen. Dcis Sportfest wurde mit einer Morgenfeier auf dem Adolf-Hitler-Platz eröffnet, die unter dem Leitwort »Ohne Kampf kein Sieg« stand. Der Führer des Bannes, Gefolgschaftsführer Prattner, sprach zu den angetretenen Jungen und Mädeln Anschließend begannen auf dem Eirhenhain die Mannschafts- und Ein-zelwettkämpfe. Als Zuschauer waren aus den umliegenden Standorten alle Jungen, Mädel, Pimpfe und Jungmädel annuirschiert und umsäumten die Wettkampfstätten Außerdem fanden vormittags im Luttenberger Lichtspielhaus Filmvorführungen statt, während die Jungmädel sich zu lustigem Puppenspiel versammelten. Wehrtüchtige Jugend Welthltd DI« Banater Schwaben, die früher ein berrthmfes Grenzreglment gebildet hatten und nun in der ff-Fteiwilligen Division »Prinz Eugen«- bei der Niederschlagung kommunistischer Banden in Südkioatien den Ruhm der Väter erneuerten, tind ein wehrtüchtiges Geschlecht. Ihre Jungen werden bereits im Rahmen des deutschen Jungvolks für die künftige Aufgabe, Schildwache des Reiches Im Südosten zu sein, ausgebildet. — Unser Bild zeigt, Banater deutsche Jungen beim Kartenlesen Den Höhepunkt des Bannsportfestes bildeten am Nachmittag die Vorführungen Im Eichenhain. Unter den Gästen befand sich außer dem Kreisführer, der mit seinem Kreisstab erschienen war, der Führer der Deutschen Jugend, Bannführer Schilcher, und die Bundesmädel-führerin, Traute Loiinser. Weit über tOOO Jungen und Mädel -hatten sich auf dem schönen Platz im Eichenhain eingefunden, um die Leistungen ihrer Kameraden und Kameradinnen zu sehen. Die Eröffnung bildete« die Mädel mit Ihrer Grundgymnastik. Nun folgten Pimpfe, Jungmädel und Jungen In bunter Reihenfolge. Die Pimpfe stürzten »ich mit Begeisterung auf den Ball, um den Sieg Im Raufballsplel zu erringen. Die Jungen aus den beiden Gefolgschaften Abstal und l-uttenberg bekämpften sich im Tauziehen, das trotz anfeuernder Rufe der Zuschauer unentschieden endete. 130 Jungmädel zeigten einen Jungmädeltanz »Das große Tor« und die Mädel kamen noch einmal mit Keulengymnastik und Tänzen an die Reihe. Zum Abschluß marschierten sämtliche Teilnehmer zur Siegerehrung auf, die Bundesjugendfüh-rer Schilcher und Kreitführer Nemeta durchführten. Der Bundesjugendführet sprach vom Sinn des sportlichen Wett« kämpfet. Die Ergebnisse sind folgende: Reichs-sportwettkampf: Deutsche Jugend: 1. Gefolgschaft Luttenberg mit 2372 Punkten, Jungvolk: 1. Fähnlein Obermureck mit 2308 Punkten) Mädel: 1. Gruppe Kapellen mit 1863 Punkten, 2. Mädelgruppe Oberradkersburg mit 1580 Punkten, Jungmädel: 1. JM-Giuppe Abstal mit 2176 Punkten) Einzelkämpfe: Deutsche Jugend; 100-m-Lauf: Adolf Moderitz (Luttenberg) 12 Sek., Weitsprung: Rene Semlitsch (Luttenberg) 5,65 m, Keulenwurf: Ludwig Slana (Zween) 59 mj Jungvolk: 60-m-Lauf: Anton Schlesinger (Obermureck) 8 Sek., Weitsprung: Anton Schlesinger (Obermurerk) 5,01 m, Schlagballwurf: Boro Borowitsch (Zween) 70 mi Mädel: 75-m-Lauf: Mi Iii Schumak (Luttenberg) 10,2 Sek., Weitsprung: Milli Schumak (Luttenberg) 4,68 m, Schlagballwurf; Helli Prißner (Kapellen) 40 mi Jungmädel: 60-m-Lauf: Franziska Pajek (Kreuzdorf) 9 Sek., Weltsprung: Karoline Skerletz (Bad Radeln) 3,78 m, Schlagballwurf: Daniela Nowak (Kreuzdorf) 39 m. len, Vor allem danke ich den Betriebsführern größerer Rüstungsbetriebe und kleinerer Handwerksbetriebe, den ehrenamtlichen Mitarbeitern der Deutschen Arbeitsfront und besonders den Betriebsobmännern und Führern der politischen Stoßtrupps, den Waltern und -Warten und damit unseren braven Rüstungsart^ei-tem. Der Gau Steiermark hat den Soldaten der nördlichsten Ostfront mit den gespendeten Werkzeugen eine ganz besonders große Freude bereitet. Darüber hinaus helfen Sie uns mit Ihren Werkzeugsätzen verschiedenster Art, Fellen, Stahlplatten, Nägel und Sägen nicht nur notwendige Arbeiten wesentlich zu erleichtem, sondern auch den Soldaten für ihre Freizeit die Gelegenheit und Möglichkeit zu geben, sich künstlerisch in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen und somit Ihre freien Stunden schönstens aUsnifü'len.« Letzter Weii eines aufrechten Mannes Durch feige Mörderhand fiel der Wehrmann Stanislaus Sdolz aus Trifail Mit ihm ist wieder ein Mann dahingegangen, der durch unermüdliche Einsatzbereitschaft allen seinen Sturmkameraden leuchtendes Beispiel war. Kreisführer Eberharth verabschiedete sich am offenen Grabe vom Toten und versprach, den Kameraden Sdolz zu rächen nach der Parole »Aug lUm Aug, Zahn um Zahn«. Stiftung einer Nahkampfspange Als sichtbares Zeichen der Anerkennung des mit der blanken Waffe und Nahkampfmltteln Mann gegen Mann kämpfenden Soldaten, zugleich aber auch als Ansporn zu höchster Pflichterfüllung, stiftete der Führer die Nah-kampfspange. Mit dieser Auszeichnung wird vor allfem der deutsche Infanterist für höchsten mannhaften Einsatz belohnt Sie kann aber jedem Soldaten der deutschen Wehrmacht verliehen werden, der die Bedingungen für ihre Verleihung erfüllt. Voraussetzung für Verleihung der Nahkampfspange ist, daß der Soldat 'jnge-schützt und zu Fuß sich vielfach im Nahkampf Mann gegen Mann mit der Waffe in der Hand bewährt hat. Die Verleihung erfolgt in drei Stufen. Die erste Stufe in Bronze wird für 16 N'ih-kampftage, die zweite Stufe in Silber Mr 30 Nahkampftage und die dritte Stufe in Gold für vSO Nahkampftage verliehen. Die Nahkampftage werden rückwirkend ab 1. Dezember 1942 gerechnet. Die Nahkampfspange wird auf der linken Brust über der Ordensschnalle getragen und zeigt In der Mitte auf schwarzem Grund das Hoheitszeichen mfl den gekreuzten Waffen, Seitengewehr und Handgranaten, als Symbol des Nahkampfes. Vom Mittelstück der Spange gehen Strahlenbündel mit Eichenlaub-blättern nach beiden Seiten, die die Bewährung und den Ruhm versinnbildlichen Arbeitsgemeinschaft der Lehrerschaft Tagung in Saldenhoten In der vergangenen Woche wurde für die Schulaufsichtbezirke Mahrenberg und Windischgraz eine Arbeitstagung in in Saldenhofen durchgeführt. Die Lehrkräfte nahmen am Unterricht an der Oberstufe teil. Mit den Kindern wurden die Grundregel und die Einrichtungen des örtlichen Luftschutzes erarbeitet. Schulleiter Vogt hielt ein sehr anschauliches Referat über Weltanschauung im Unterricht und ging in großen Zügen auf die einzelnen Gegenstände ein. Die darauf erfolgende Aussprache ergab die restliche Klärung In besonderen Fragen, wie z. B. die Behandlung der Ras-senqesetze und die Auswertung des Gesamtunterrichtes für kriegswirtschaftliche Maßnahmen. Uber die Heilpflanzensammlung und die Durchführung der richtigen Trocknung, Aufbewahrung und Versnndvmg gab die Hauptschullehrerin Ilse Pichlhöfer In einem längeren Referat die nötigen Weisungen Absphließend gab Schulrat Schneider die Richtlinien für die Arbeiten in den letzten Schulwochen und für die Ausgestaltung der »Woche der Schule«. In dieser Woche werden die Eltern zur Teilnahme an einer Unterrichtsstunde eingeladen. Das Schuljahr wird mit einer feierlichen Schulschlußfeier mit Einholung dei Fahne abgeschlossen. Am Anschluß an die Tagung wurde der Helderhain, der außerhalb der Ortschaft von Fichten umgeben, auf einem Hüqel liegt, und das ganze Drautal beherrscht, von deu Erziehern und Cr-zleherinneo besucht. Die Gedenkstellen wurden von den Lehrerinnen mit Blumen und frischem Reisig geschmückt. Ächfrl-RlldfTdlftut ISrhwshnl Speer nnd Gnderian Im Ferleodorl der Panzersoldaten und Panzerarbeiter Reichsminister für Bewaffnung und Munition Speer und der Generalinspekteur der Pan7.ertru])pen Generaloberst Gu-derian weilten kürzlich einige Stunden in Seefeld in Tirol, das von Reichsminister Speer als Ferienort für die Soldaten der Panzerwaffn und die Panzerar-beiter bestimmt ist. Kinder aus Seefeld begrüben Reichsminister Speer und Generaloberst Guderian am Eingang des Ortes Die Emährungsgrundlage Unter dem Vorsitz des Landesbauem-führers Hainzl traten in Graz die Kreit-bauernführer und Gdustabsleitei zu einer Diensihesprechung zusa:niaen, die die landwirtschaftliche Erzeugung im Rahmen de» totalen Krieges zum Gegenstand hatte. Dabei wurden Richtlinien über die landwirtschaftliche Erzeugung und Ablieferung bekanntgegeben. In verschiedenen Referaten wurde über dJ« Erzeugungssteigerung der steirischen Landwirtschaft berichtet. Abschließend gab Landesbauernfübrer Hainzl seiner Überzeugung Ausdruck, daß der Bauer der Steiermark auch künftig alles dran setzen werde, um Front und Heimat durch seine Arbeit die Ernahninnsarund-lage zu sichern. »Der siebente Bua« Aufführung der Pettauer LalenspieHchar Für viele Besucher ein alter Bekannter war dieses urwüchsige Bauernstück auch diesmal ein votler Erfolg Es tind zwar kaum vier Jahre, daß es die Pettauer zum ersten Male snheii, aber di« Fülle großer Ereignisse, die dazwischen Hegt, lassen auch die Theaterabende 4er damaligen deutsrhon Volksgruppe viel weiter zurücklieciend erscheinen. Diesmal konnte die Aufführung im Stadtthea'er stattfinden, das uns damalt verschlossen war. Die Besetzunn war fait die gleiche und gespielt wurde fatt noch besser als damals. Die heileren Verwicklungen um das Mädel, das unbedingt ein Bub, der heiß ersehnte sie<-beute, hätte werden sollen und deshalb für diesen ausgegeben wurde, fatalen h"-qeisterten Beifall, Vor allem Frau Arti-nagg, in einer ihrer vielen Glanzrollen als Hebamme. Ih' bewährten Komiker Max Kalb n l Hdns Slawitsch, wia auch das Ehep.u Rudi und Gretl Arti-nagg wurden l)esonder9 bejubelt, aber ai?ch alle anderen Darsteller ernteten verdienten Sond« rapplaus Das Haus war schon eine Woche vor dei Vorstellung ausverkauft. Krtiker Mit dem Fuhrwerk unter den Zug. In unserer letzten Ausgabe berichteten wir erst über einen furchtbaren Unglücksfall in Egidi 1 d B. Zwei halbwüchsige Madchen gerieten wegen Unachtsamkeit auf einer Dahnübeisetzung unter eine Lokomotive und waien sofort tot. Ein ähnlicher Fall wird uns aus Kitzerberg bei Pettau berichtet. Der 14 Jahre alte Besitzerssohn Stanislaus Arnusch fuhr tnft einem mit zwei Kühen bespannten Fuhrwerk übet die Bahnübeisetzung. Im gleichen Augenblick kam aus der Richtung Friedau der Personenzug und erfaßt« da« Fuhrwerk. Arnusch erlag bald nach dem Unglück seinen schweren Verletz^ingen während von beiden verletzten Kühen eine notgeschlachtet werden mußte. De--Wagen wurde völlig zertrümmert. Der Blitz schlug aus dein Lrdboden. Die allgemeine Ansicht, daH der Rlit/ nur von oben nach unten schUiat, v/iid durch einen Blitzschlag im Weserberq land widerlegt Dort ließ «ich dei Wen eines Blitznchlrges bis In alle Einzelhei ten verfolgen Die Hntlddung hat >iu;-einem Bach ihren Anfang genom inen. Von dort wurde die Eide his tu einer Pappel mehrere Meter weil aiifge rissen. Am Fuße des Baumes wurde etwii ein Kubikmeter Erde hochgewor fen und am Baum selbst in einer Länge von 20 Meter die Borke aufgerissen lOOü RM in die Wiege gelegt. Dem Verwalter einer RAD-Abteilung wurde kürzlich das siebente Kind geboren Ant diese Nachricht veranstalteten dir Ar beilsmnnner der Abteilung vnn sich aus eine Samnilung die den Betrag vi-n mehi als 1000 RM erbrai hie. Gleich zeitig baten die Arbeitsniäiiner den Ab leilungsführer, die Patenschaft bei dem lunnen ihf'es Katneraden ütiernehaien zu dürfen Wir verdunkeln im Juni von 23 hit 3 Uhr Seite 4 ♦ Nr. 166 ♦ Dienstag. t5- Juni MARBURGEP ZETTUNO WIRTSCHAFT UND SOZIALPOUTIK An Menschenkraft nicht unterlegen Klare Antwort der Zahlen über das Kräfteverhältnis bei ans nnd beim Gegner AU am Ende de» ercten VC'ehkriei« die deutliche Widerttandskraft zum Eriic-gcn kam, erdrückte um eine rein zahlen-niäßiji mehr all zehnfache Ibermacht. 136 Millionen Menichcn der Mittelfnüchte — UeutBchland, Ötterreich-Ungara, Bulja-rie« und Türkei — waren nuch 51 Kriejji-monaten durch dai Ubergewicht von 1422 Millionen Mcnschen erdrückt worden, denn so j^ewaltif^ war die Menschenmasic, die damal» durch die Koalition der Alliierten ßcßen un» aufgeboten werden konnte. Zweifellos hat dai für un» dra-matiiche Schlußbild des ersten Weltkrie-jjpg — ein kleine* Deutschland mit schwachen Verbündeten, das von einer ungeheuer überlegenen Welt von Feinden umringt ist — auch diesmal den unverant-wortl'chen Kriegstreibern in London und Newyork ihren Entschluß zum Kriege erleichtert. Durch die Ausweitung der Achse tum Dreierpakt bekam die Außenpolitik des Führer» eine weltweite Ausdehnung, die vor al!i-m hinsichtlich des beiden Seiten ziif Verfüj5iing stehenden Mcnschenpoten-tials gcjjenübcr dem ersten Weltkrieg eine ganz neue Lage ergeben hat. Die Achte verfügt heu'e in Kontinentaleuropa über rund 350 Millionen Mcnschcn. Japan stehen im ostasiatischen Einllußbcreich rund 500 Millionen Menschen zur Verfügung, so diiß die Dreierpaktniächtc insgesamt eine Mcnschenkraft von 850 Millionen Köpfen in diesem Weltkrieg für sich buchen können. Die Feindmächte sind vom Amerikanis-mus her gewöhnt, mit Zahlen etwas groß- Deutschland (einschließlich der im Reichsgebiet t&tigen Ausländer) 56 Millionen Italien . , ...............l'' Millionen F.influObereich Deutschlands und Italiens in Kontinentaleuropa etwa 115 Millionen ■lopan ...i,.*#». .Ii... * » '*^0 Millionen Japanischer Einflußbereich . ..........etwa IfeO Millionen zügiger umzugehen als es bei uu« mit deutscher Gründlichkeit der Fall ist. Sie ■chlicßen in ihr« Aufrechnungen die Neger Zentralafrikas genau so «iin wie die Gesamtbevölkerung von Mittel- und Südamerika, einschließlich der Eingeborenen von Patagonien und Feuerland, und kommen dabei auf eine ihnen zur Verfügung stehende Menschenzahl von 1100 Millionen. Selbst wenn wir dieser Rechnung unserer Feinde folgen, ergibt sich also diesmal zu unseren Ungunsten nicht ein Verhältnis der Menschenkrafte von 1:10, sondern von 9:11! Die den Feinden zur Verfügung stehende Menschenkraft hat im Vergleich zum ersten Weltkrieg um 25" o abgenommen, unsere dagegen ist auf das sechsfache gestiegen, davon allein im kontinentaleuropäischen Raum um mehr als das 2y»fi'»che. Diese Zahlen geben aber noch nicht da» richtige Bild Die Feind-mächte zählen bei dieser Aufrechnung große Menschenmassen mit, die für ihre Kriegsanstrengungen praktisch gar nicht einsetzbar sind, zum {Beispiel die großen Landarbeitermassen Indiens und anderer bereit« erwähnter Bevölkerungstruppen. Wir dürfen annehmen, daß in Wirklichkeit diesmal die Menschenkraft etwa gleichmäßig verteilt ist. Von einer in« Gewicht fallenden zahlenmäßigen Überlegenheit der Feindmächte kann gar keine Rede sein. Einen weiteren Anhaltspunkt für die Beurteilung des beiderseitigen Menschen-potentials bietet ein Zahlenvergicich der Erwerbspersonen. Nach den neuesten Feststellungen wurden folgende Erwerbs-personenen gezählt: Erwcrbspersonen d«r Dreierpaktmächte......................380 Millionen Großbritannien und Irland......... • ......22 Millionen Sonstiges Empire........ - . ....... etwa 180 Millionen Vereinigte Staaten..............* • • . 49 Millionen Anglo-anierikanischer Einflußbereich..........etwa 200 Millionen Sowjetrußland [unbesetzt)..............etwa 85 Milhonen Erwerbspersonen der Fcindinächte . . . ..... . . 536 Millionen Rein zahlenmäßig ergibt sich hier also zu unseren Ungunsten ein Verhältnis von 4:5, Aber auch hier wirken die reinen Zahlen nur irreführend. Wenn Stalin neuerdings die Kinder vom 12. Lebensjahre ab zur Fubrikarbeit einzieht, dann können wir nicht verhindern, daß diese auf der Feindseite als Eiwerbspersonen mitgezahlt werden. Vollwertige Arbeitskräfte sind sie selbstverständlich nicht. Darüber hinaus aber beitehen im Ver- chen, die das rein zahlenmäßige Verhältnis von 4:5 nahezu umkehren. In Konti-nentäleuropa wohnen die Erwerhsperso-nen eng beieinander Auf 4,63 Millionen qkm wohnen rund 350 Millionen Menschen, also 72 je qm. Auch Asien weist mit 29 Menschen noch eine verhältnismäßig hohe Siedlungsdichte auf, die sich vor allem in China auf ziemlich eng begrenzte Gebiete erstreckt, während die iedlungsdichte Amerikas mit 7, Afrika» |/BrilU6r nindUB nucr L;c9IVJ1V11 IIU »vi i mas Hill f, gleich der Erwerbspersonen drei Tatsa- 1 mit 5 und Australiens mit nur 1,3 Einwo- nern je qkm die Erfassung und An- ilenschenrsservDi'r im ersfen Wellkrieg bei Deu^sdiland bei seinen (3egnem iunfl jeinen Ver&unriel^n ÖJKrr-Unoam I 8ul(]aripn üi I rorUa Mbm\ Verhälfnis 22 Millionen infiircpa fielen,üfriw Amen-Ks Menschenreservoir im ?,weikn wclfkrici) bei ler m Europa 3 50 Hilf in 3<äpan SOOMill HUS.650Millionen moo Millionen rrirLtlrfii—n ~JA\ MiiititundSuaamerika lvcrhaRnis9:iil 1Fi3ur.>i00Wi0n?n Srh<»rlBlId8rilJenÄt-M •etzung der an «ich vorhandenen Arbeitskräfte bedeutend erschwert Das dicht besiedelte Europa mit einer unerreichten Dichte des Verkehrsnetzes hat auch in der Frage des Menschen-potentials den Vorteil der »inneren Linie« für sich. Die zweite Tatsache, die der Ver-gleichszahl der Erwerbspersonen ihre rein buchmäßige Bedeutung nimmt, besteht in dem europäischen Übergewicht an ausgesprochenen Fachkräften. Europäische Ingenieure, Chemiker, Monteure und Facharbeiter aller Art waren stets die Pioniere der Zivilisation in der ganzen Welt. Kein Erdteil verfügt über eine verhällnis-mäÜig so hohe Zahl an Schulen, Fach- und Hochschulen sowie Bildungsanstalten aller Art wie Europa und vor allem Deutschland. Drittens sind in Kontinentaleuropa, in Japan und im größten Teil des japanischen Einflußbereiches Bevölkerungsgrup' pen, die für den Arbeitseinsatz nicht in Frage kommen, so gut wie gar nicht vorhanden. Insgesamt kann also gesagt werden, daß auch die tatsächliche Zahl der Erwerbspersonen bei beiden kriegführenden Seiten etwa gleich sein dürfte. Schließlich kommt unserer Rüstung noch zugute, daß der berufliche Aulbau Kontinentaleuropa» »ehr fuund« VerhältnisBc au{wci»t. Für die besetzten Ostgebiete liegen entsprechende Zahlen noch nicht vor. Im übrigen Europa beträgt die Zahl der »chaffenden Menschen 153 Millionen, von denen 25®/» in der Land-wirt»chtft, 30% in der gewerblichen Wirtschaft und der R«»t in den übrigen Berufen tätig sind. Die gesunde berufliche Aufgliederung dee Kontinent« »ichert »o-mit die fOr alle Aufgaben notwendigen Arbeitskräfte. Diesmal wird un» keine Übermacht erdrücken! Gleich stark an Menschenkraft gehen wir dem Höhepunkt des Krieges entgegen. Wenn Deutschland und seine Verbündeten im ersten Weltkrieg jemals die gleichen Voraussetzungen gehabt hätten, dann wäre der Ausgang ein anderer gewesen. Diesmal «ind wir an Menschenkraft nicht mehr unterlegen. Diese nüchterne Tatsache ist eine der ersten Voraussetzungen für den deutschen Siegl H. H. Entscheidungen der Arbeitsamter lind rechtsverbindlich, auch wenn sie nicht notwendig oder Irrtümlich waren. Die Arbeitsämter entscheiden nach der Verordnung zur Beschränkung des Arbeitsplatzwechsels unter Ausschluß des Rochtsweges darüber, ob in Einzelfällen eine Zustimmung zum Arbeitsplatzwechsel erforderlich Ist. Die Gerichte sind an derartige Entscheidungen der Arbeitsämter gebunden. Das Reichsaibeitsge-richt (Urteil vom 16. 10. 42) bejaht diese Bindung der Gerichte sogar für den Fall, daß das Arbeitsamt irrtümlich das Erfordernis der Zustimmung bejaht hat, während bei richtiger Wüidigung des Sachverhalts das Arbeitsveihäitnis ohne Kündigung encjen sollte, eine Mitwirkung des Arbeitsamtes also nicht in Be-fraciit kam (z. B. Probearbeitsverhältnis). Der Zweck der einschlägigen Vorschrift der Arbeitsplatzwechselveroidnung ist nach Ansicht de» Reichfiarbeitsgerichts die Beschleunigung dos Verfahrens mit Rücksicht auf «eine Bedeutung für den Arbeitseinsatz. Infolgedessen sei es nicht möglich, die Zuständigkeiten In der Weise zu trennen, daß die Gerichte darüber entscheiden, ob zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses eine Kündigung überhaupt notwendig ist, wahrend das Arbeitsamt zu prüfen hat, ob seine Zustimmung erforderlich ist. Umgekehrt hat das Reichsarbeitsgericht aurh zugelassen, daß die Arbeltsqerichte über die Notwendigkeit einer Zustimmung des Arbeifsamts entscheiden, wenn hierüber eine Zweifelsfrage zuerst in einero ar-beitsgorirhtlichen Verfahren auftritt. I.eergut sofort zurücksenden. In zahlreichen Haushalten haben sich in den letzten Jahren Verpackungsmittel aller Art, besonders Kisten, angcBarainclt. Zwar bedingen sich in den meisten Fallen die Lieferanten «Ler Waren die Rück-sendimg der Verpackungsmlttel «iusi gleichwohl ist die Rücksendung nicht zuletzt wegen Transportschwierigkeiten vielfach unterblieben Die Diftiiststellen der Deutschen Reichsbahn, sowie die Träger des Güternahverkehrs (Kraft-wa<|en- und Fuhrunternehmen) sind nunmehr angewiesen worden, Rücktrans-porte von Leergut bevorzugt entgegenzunehmen. Es ist unter diesen UmslÄn-den eine Pflicht, das angesammelte Verpackungsmaterial (besonc ers Kisten) dem Warenlieferanten zurückzusenden, damit auf diese Weise lohstoffwichtiges Volksgut einer neuen Verwendung zugeführt werden kann. Rekordbesuch der Bukarester Ausstellung »Autobahn und Wasserstrafle«. Die Bukiirester deutsch-rumänische Gemeinschaftsausstellung »Autobahn und Wasserstraße« hat mit 100 000 eine Rekordzahl von Besuchern eri eicht. Wegen des anhaltenden Andrangs des Publikums mußte sie erneut verlängert werden. Bulgarisch-schwedische Wlrtschallsver-handlungen. Wirtschaftsverhandhingen zwischen Schwetlen und Bulgarien werden noch in diesem Jahre In Stockholm staltfinden. Am Dienstcjg reiste eine bulgarische Kommission nach Stockholm ab. SPORT UND TURNEN Drei Marburger Fussbalisiege Rapid-Marburg tiiumphlart flbw Foatsport Wien S:1 (3:0), TuS Potttcback 5:1 (».-O) iw« Tos Lelbnltz 3:1 (2:0) Die vier Fußballspiele, die Marburga Pfingstsportprogramm ausfüllten, brach* ten der Abt. Rapid der Marburger Sportgemeinschaft drei bedeutsame Erfolge, die umso höhei einzuschätzen sind, ala •ich unter den geschlagenen FußballgS-aten auch die I^annschaft des Wiener Ligavereines Postsport befand. Rapid stellte diesmal mehrere neue Spieler ein, die sich überaus gut durchsetzten und gewiß e'ine erfreuliche Veratärkerung für den untersteirischen PuQballsport bedeuten. An beiden Tagen war der Besuch recht gut, zumal sich am Sonntag 1300 und tags darauf fiOO Besucher eingefunden hatten. Recht groß war die Zahl der Kriegsversehrten -unter den Besuchern, denen die Abt. Rapid für alle sportlichen Veranstaltungen freien Eintritt auf die Tribüne eiogeräumt hat. Den Reigen dei Pfingataplele «röfl-neten die Fußballer der Deutachen Jugend Marburg und die HJ des Grarer SC. Die Grazer Hitler-Jungen entpuppten sich als energische Kämpfer und setzten der sich verbissen wehrenden Deutschen Jugend hart *u. Bis xur Pause hielten alch beide Mannschaften die Waagschale, dann aber zogen dl® Gäste schnell davon und feierten mit 5:2 (2:2) einen verdienten, wenn auch angesichts der braven Leistung der Marburger etwas zu hohen Sieg. Spielleiter war Schiedrichter Suppan*. Dann erschienen der Wiener Poat-sportverein und Rapld-Marburg am grünen Rasen. Beide Mannschaften forderten ungemein das Tempo, das alsbald Spieler und Zuseher mit sich riß. Auf beiden Selten gab es prÄchtlge Aktionen, wobei umso mehr Rapids unbeugsamer Kampfgeist überraschte, Mit drei schönen Treffern krönte Rapid» Angriff seine offensiven Anstrengilhnen. Nach Seltenwechsel nahmen die Wiener Gäste, die ein reifes technisches Können Handballmeister Herausragender Erfolg In Cilli kam an beiden Pflngsttagen ein umfassendes Sportprogramm zur Abwicklung, das sich eines überaus reichen Zusprucnes erfreute und auch eine stolze Bilanz für Cillis aufstrebenden Sport aufzeigte. Den Höhepunkt erreichten die sportlichen Weltkämpfe Im Treffen zwischen dem Handballmeister des Donau-Alpenlandes, SGOP Wien, und der BSG Westen, in dem den Cillier Handballern der große Wurf gelang, dem sieggewohnten Wienern den erwarteten Sieg mit 8:7 zu entreißen. Der stolze Erfolg der untersteirischen Betriebssportler wurde von den zahlreichen Zuschauem mit großw Begeisterung aufgenommen. Im Wettkampf der Frauen beider Sportgemeinschaften siegten die Wienerinnen mit fi:2-Toren Auch im Fußballspiel fiel der Sieg mit 7:3 an die Wiener. aufzeigten, eine Umstellung vor und nun vermochten »ie den »chönen Kampf durchweg» offen zu halten. Papesch war Ihr gefährlicher Stürmei, der auch den Ehrentraifer ms ralne brachte. Eine dominierende Rolle nimmt in der Wiener Mannschaft der ehemalige Mittelläufer des »Wunderteam»« Hoffmann efh. In Rapida Reihen bot wiederum Mar-gutsch im Tor eine Glanzleistung. Das erste Tor erzielte Heller aus einem Elfmeter und erhöhte bald darauf den Stand auf 2:0, worauf sich der neueingesetzte Peperl mit einem weiteren Treffer emstellte. Spielleiter Schiedsrichter Murko. Am zweiten Pfingsttag gab ea wiederum zwei FuBballgäste im Marburger Rapidstadion Zunächst trat Rapid 2 zu einem Kriftemessen mit einer kombinierten Elf der TuS Leibnlti an und schlug diese nach zeitweise recht spannenden Kampf mit 3:1 (2:0)-Toren. E>le Tore schössen Simkowitsch, Frangesch und Wldowltsch für Rapid sowie Adam für L^ibnitz. Schiedsrichter Murko. Mit großem Interesse erwartete man dann den Auftritt der TmS Pottschach aus Niederdonau, die zu den bekanntesten Mannschaften des Sportgaues Ni*>, derdonau zählt. Rapid begann auch diesmal den Kampf n:lt großer Zuversicht und riß auch rasch die Führung an »Ich, dl^ sie bis zum Schluß der ersten Splel-hälfte auf 3:0 eiliöhte. Nach Wiederbeginn versuchten zwar die Gäste, die sich reichlich Mühe gaben und gar oft auch sehr gefährlich werden konnten, auch ihrerseits zum Effolg zu l^ommen, dodh glückte Ihnen dies erst, nachdem bereits das fünfte Rapid-Tor erzielt worden war. Zwei Tore schoß wieder Peperl und je ein Tor erzielten Fasching, Fektor und Kreiner. Für die Gäste war Haberler erfolweich. Das Spiel leitete Schiedsrichter Nemetz in CilH besiej^ der WestoB-Haodballer Am Montag kam es zum Rückspiel zwischen der SGOP Wien und der BSG Westen Cilll Auch diesmal kam es zu einem erbitterten Ringen zweier nahezu gleichwertiger Mannschaften, obgleich die Wiener Gäste alle Trümpfe aua-splfelten, um die Niederlage von taga-zuvor wieder wettzumachen. Es gelang ihnen dies auch, den mit 18:11 mußten diesmal die tapfer kämpfenden Cllller dem Meister den Sieg überlassen. Die Fußballer der BSG Westen warteten dagegen mit einer Sonderlelstung auf und ilssen noch ein ehrenvolles l:l-Unent-schleden aus dem Feuer, Im Frauen-Handballtreffen siegten die Wienerinnen mit 8:1. Die ereignisreichen Spiele waren voo lelchtathletlschen Kämpfen umrahmt, In die Wettbewerber aus Cllll, Marburg, Pettau, Kapfenberg ud sogar aus Wien eingriffen. Drei Tage Sport in Trifail Krelsmelsterschaften der Leichtathleten — PuBballnindsplel der HV Sfld-Werk« SG TriUil schlägt Marburger Reichsbahner 5:2 (3:2) In Trifail herrschte zu den Pflngsl-felertagen besonders reger Sportbetrieb Am Samstag brachten die Leichtathleten ihre Kreismeislerschaften zur Durchfüh rung, die eine Reihe beachtenswertei Leistungen und Ergebnisse brachten. In die Siegerliste trugen sich ein: 100 m Haller 12,.S, 400 m Dolinar 58.1 und Va nein 58.11 Weitsprung Haller 6.10| Hoch Sprung Dolinar 1.62 und Haller 1.62| Ku-giM Haller 10.15 und Diskus Gossak 25.15, Der Sonntag brachte ein Fußball-Rund-splel der einzelnen EV SÜd-Werke in Irifail. Es traten insgesamt fünf Mannschaften auf, die sich überaus spannende, zeitweise mitreißende Kämpfe lieferten. Der Siegereif überreichte Betriebsführer Bergdirektor Pg. Köller mit anerkennenden Worten einen schönen Preis. Die Ergebnisse waren: Berglehrlinge EV Süd gegen Deutsche Jugend Trlfell 7:4 (4:3), Tagbau gegen Zentralwerkstatl 10:3 (5:2), Elektrizitätswerk gegen Grube 5:2 (3:1) und Im Endspiel Tagbau gegen Elektrizitätswerk 5:2 (3:2), Am Montag gab es ein schönes Fußball-treffen zwischen dem untersteirischen Fußballmeister, SG Trifail, und den Marburger Reichsbahnern. Beide Mannschaften boten ihr. Bestes, obgleich die Trlfaller vom Anfang bis zum Ende die Führung behaupteten. Mit 5:2 (3:2) behielt die SG Trifail die Oberhand. Die Straflenmelsterschaft dar Italienischen Radsport-Spitzenklasse wurde bei Rom auf einer 245,5 km langen Strecke entschieden Sie endete mit dem Spurtsieg des Favoriten Ricci, der die Strecke in 7,32 Stunden bewältigte. Ultli: llas Gelieimnis um Dina Rauch Copyright br Alb«rl Lu|tm - Gtorg Mdlkr-Verlij Münchcn. 47. Portsetzung »Wissen — wollenl Aber daß du es gekonnt hast, da» begreife ich nicht. Man sagt, e« gibt für jeden Mann nur eijien bestimmten Typus Frau, den er lieben kann . . . Und ich — bin ich ihr nicht »o ähnlich geworden, wie du es wolltest? — So ähnlich, daü ich manchmal selber davor erschrack . . .?« »Gerade weil du ihr so ähnlich geworden bist — das eben war eslu gab er ernst zur Antwort. Sein Blick folgte versonxven einem großen Nachtfalter, der mit dumpfem Aufprall gegen den Lampenschirm stieß. »Verstehst du das nicht? Und w«nn wir noch zehn Jfihre so nebeneinander gelebt hätten — nie hätte ich anders als freundschaftlich für dich empfinden können. Eine Beziehung zu irgendeiner anderen Frau — das hätte kein Gewicht gehabt. Aber Du , .? Das wäre für mein Empfinrlen erst ein wirklicher Verrat an Isa gewesen. Als ob ich sie mit Ihr selbst betrogen hätte . . ■* Er hielt plötzlich Inne. Eine pelnlithe Stille breitete sich aus, in der wie ein ganz zartes Propellergerausr.h das Schwirren des Falters tönte. Dinn regte »ich nicht, ihr Gesicht hatte eine seltsam wächserne Starrheit, die Ihn bedrückte, Er beugte sich zu ihr vor. »Glaub mir, Kind, — jetzt nachdem wir das alles ausgesprochen haben, er-, scheint es mir fast wie ein Gluck für i dirii, daß diese plötzliche Wendung ein-1 getreten Ist.« Sein Ton bekam etwas warm Uber rollendes, als ub er rucht nur Dina, sondern auch sick selbst überzeugen wollte. »Du hättest diese« Leben j auf die Dauer doch nicht ertragen, Dma. Jetzt bist du noch jung, du hast noch ein ganzes Leben vor dir. In ein paar Monaten wird das alles schon gar keine Bedeutung mehr für dich haben . . .< Er blieb noch einen Augenblick zögernd stehen, als ob er noch etwas hinzufügen wollte Dann sah er mit plötzlicher Hast auf die Uhr. »Du mußt mich jetzt entschuldigen — ich muß noch ein paar Stunden arbeiten. Der vierte Akt gefällt mir noch nicht, ich will ihn ganz umwerfen. Geh jetzt schlafen, du siehst müde aus. Gute Nacht.« Er gab ihr mit flüchtigem Druck die Hand, als fürchte er auf einmal 'selbst diese kameradschaftliche Berührung . , . In seinem Zimmer überkam ihn plötzlich die Abspannung, Der schmerzhafte Druck an der Galle, den er schon seit dem Vormittag gespürt hatte, guälte ihn wieder stärker. Kein Wunder auch — was dieser Tag ihm an Erschütterungen gebracht hatte, war selbst für seine guten Nerven etwas reichlich. Erst der Brief von Professor Welker, dieser bei aller medizinischen Sachlichkeit doch beinah wie ein Wundermiir-chen anmutende Brief. Und dazu der andere, der diesem Schreiben beigeschlossen war, — diese vertrauten und so lang entbehrten Schriftzüge, deren unerwbrteter Anblick Ihn so Ubetwältigt hatte, daß er zum ersten Male In seinem Leben in Tränen ausgebrochen war . . .1 In diesem Augenblick hatte er erst die ganze Schwere der Trennung gespürt, die gespenstische Leere dieser vierzehn Monate, in denen isabell für ihn tot gewesen war — schlimmer als tot. Wie schrecklich diese heimlichen Besuche im Sanatorium, bei denen sie ihn nicht erkannt, »Ich in feindlicher Abwehr wie vor einem Fremden, einem verhaßten Eindringling vor ihm verschlossen hatte. Bis ihm die Besuche so zur Qual geworden waren, daß er sie schließlich ganz eingestellt hatte . . . Fast ein halbe» Jahr war es her, daß er Isa zum letzten Male gesehen hotte. Es war als lebe »le in Irgendeiner Schattenwelt, zu der er keinen Zugang hatte, aus der nur von Zeit zu Zeit eine karge Erinnerung an ihre Existenz ihn erreichte, ein trockener Krankenbericht, der immer dasselbe sagte und seine anfängliche Hoffnung allmählich In müde Resignation verwandelte. Und jetzt atif einmal dieser Brief, der ihn, mehr noch als der ärtzliche Befund, von ihrer Genesung überzeugte. Es war als spräche sie selbst zu Ihm, als hörte er sie sprechen — mit der Ihr eigenen geistigen Anmut, die Sich in jeder Wendung, jedem Wort ausdrückte. Sie schien sich über Ihre Krankheit vollkommen klar zu sein, sie sprach davon mit einer rührenden Offenheit wie von einem peinlichen Unfall, an dem sie sich selbst die Schuld gab und für den sie Ihn beinah um Verzeihung bat. Aber was Ihn an diesem Brief am tiefsten beglückte, war die Immer neue He'^t^Hgung, daß Ihre Liebe für ihn durch dic-sen furchtbaren Zwischenfall ^ nichts an Kraft eingebüßt hatte. »Ich zähle die Tage, bis ich dich wiederhabe«, schrieb sie. Ja, auc^ er würde diese Tage zählen. Aber noch war es nicht so weit. Es würden noch gut zwei Wochen vergehen, bis er von hier abkommen konnte. Erst mußte die Premiere vorüber sein. Und darui kam noch die alljährlich Ende Mai stattfindende Generalversanunlung der Theateraktionäre, bei dei er nicht fehlen durfte. Zwei Wochen noch — aina kleine Ewigkeit! Aber dar Professor, mit dem er am Nachmittag aln längeres Tele-phöngespräch geführt hatte, war mit dieser Wartezeit sogar sehr einverstanden. Je^e zu frühe seelische Erschütta-rung, auch eine freudige, konnte In diesem ersten Genesungsstadium noch schädlich wirken. Sogar brieflich sollte möglichst alles vermieden werden, waa die Rekonvaleazentln erregen konnte . ■ Gut, auch dieser Vorsc^ift würde ar sich fügen. Es war ja schon ein Glück, ihr überhaupt wieder einen richtigen Brief 8chrelh(|D zu dürfen und nicht mehr diese inhaltlosen, verguälten Epistel, zu denen er jedesmal Stunden gebraucht hatte — diese schrecklichen Brlefa an eine Gestorbene . . , Michael Korunth drehte die Schralb-tlschlampe an. Es war Jetzt halb elf. Wenn er den Brief nachher selbst zum Kasten brachte, ging er morgen mit der ersten Aushebung wog und war spätestens übermorgen in Schönlinden. 25. Dina Rauch saß In einer Ecke der Hotelhalle und verfolgte mit nervöser Ungeduld die ausdauernden Leseübungeo eines Ihr schräg gegenüberaitzenden älteren Herrn. Warui dieser Mansch, dieser Weinreisende oder waa ar war, wohl endlich mit seinar »Morgenpoat« fertig wurda, die ar schon Mit alnar halben Stunde mit Beschlag balagt hattaf Sie schnellte aus ihrem Klubsessel und winkte dem Boy, der müßig an dar Drehtür herumstand. »Hol mir mal schnall aus dem Kloak ein paar hiesige Zeitungen, alles waa am Morgen erschienan Ist Aber fllnkl« Der Junge schwirrte dienstelfrla davon. Dina trat ana Fenster und aaA Ihn mit mdamdec Armem über dia StraAe laufen. Auf dam großen Platz lag dla Sonika. Dia Linden um das Bruimeodenkmal blühten. Menachan mit heiteren Gaalcfa-tam gingen vorüber, ohne Ella, In aorg-losem Spazlerg&ngerschrltt. Blgentlicb ganz sympathisdi, dieaa töd-deutscha Stadt. Sympathischer als das laute, haftige, aufreibende Berlin, — fand Dina. Vielleicht würde man alch hier mit der Zeit ganz gut eingewöhnen, wenn . • Warm das Engagement überhaupt zustande kam . . . Aber ^aran war eigentlich nicht zu zweifeln nach dem gestrigen Erfolg. Das Publikum war doch ganz schön mitgegangen. Fünf Vorhänge zum Schliiß — das wer immerhin ein Erfolg zu nennen. Wenn dieser alte Knasterbart von Kritiker da vom In der ersten Parkettreihe nicht gewesen wäre, der einen mit seiner skeptischen Miene belneh aus der Stimmung gebracht hättel Wahrscheinlich Irgendein pensionierter Oberlehrer, der schon aus Oposltion Jeden Gast verreißen mußte, um sich wichtig zu machen • • • MARBURGER ZEUUNC Dienstag, 15. Juni * Nr, 166 * Seite 5 PfingstfuQball in Edlin^en In Edlingen weilten an beiden Pfingit-feiertagen die SG Gubruedorf Mii Gubransdorf be^ Wim, dl« zweimel g«* gen die SG Edlingen antrat. Am »rttM Tag siegte die SG Edlingen mit 6:2 (2;l)-Toren, mußte aber im zweiten Traf-iftn den Sieg mit 5:4 (2:2) den Gilten überlassen. Beide Mannschaften waren gleichwertig, DSC vor SCC und BSC Gleich auf Anhieb gab m Im «ritm Durchgang zva Leichtathletlk-Varelna-meisterschaft auf dem Reichtiportfeld einig« gute Ergebnisse, zum Teil sogAr Jahresbestleistungen. Der Deutsch« SC erzielte mit 17 793,45 Punkten «In« überaus beachtliche Leistung, neben d«r ilch Allerdings auch die dichtauf folgenden SC Charlottenburg mit 17 479,5 und Berliner SC mit 17 180,15 sehen lassen können, SGOP Berlin folgte mit 16 888,8 vor der Berliner Tumerschaft mit 14 081 Punkten. Der Titelverteidiger, SLV Berlin, war nicht am Start. Besonders genannt werden müssen folgende Leistun-fren: 200 m Lelfhelt (SGOP) 22,5,4*100 m DSC 44,9, Speerwurf Gerdes 61,95 m und Bödner 61.92 m sowie Stabhochsprung StOhrck (DSC) 3.90 m. Hockeymefaterschaft entschieden Zum Endkampf um die deutsche Hockeymeisterschaft der Minner blieb der TV 57 Frankfurt-SachsenheusÄn «her den Hamburger HC Uhlenhorst mit 2:1 (1:1) siegreich. Der Kampf ging vor 4000 Zuschauern in Frankfurt vor sich. RmnXnien—Slowalcei 2s2 Im Fußball-LAnderkampf zwischen Ruminiea und der Slowakei, der an Pfingstsonntag Im Bukarester Eisenbahnerstadion vor 25 000 Zuschauem ausgetragen wurde, trennten sich die beiden Mannschaften 2:2 (1:0) unentschieden. Rumänien ging durch Marian in der ersten Halbzelt in PQhrung, die es drei Minuten nach Wiederbeginn durch Covaci auf 2:0 auszudehnen vermochte. Kurz darauf erzielten die Slowaken durch Balaj den ersten Treffer und durch Venutl fünf Minuten sp&ter das Augleichtor. Das Vorspiel wurde von zwei deutschen Wehrmachtmannschaften der Standorte Bukarest und Belgrad bestritten, die beide sehr gute Leistungen zeigten und viel Beifell erhielten. Bukarest siegte mit 3:0-Toren. Dresdner SC und Saarbrücken in der Schlussrunde tit ßtii Des wm ü* dleajlhrlge deut- sche PuAbellaMlttereckeft wird am 27. Juni in Berliner Olyaipiastedion etaie neue Peemng erleben! der Dresdner Sportklub trifft «of dem zum ersten Male so weit vor^rangenen Weetmarkmei-ster ^ Seerbrflcken, der in der Stutt-gerter AiflW'Hltler-Keaipfbahn vor 20 000 ZttkchauerB die Wiener Vlenn« mit 2:1 (l:0)-Tor«i beelegta. Die Dreedner sdüu-gen in Hennover vor 30 000 Zuschauem den Schalke-Becwinger Holstein Kiel mit 3:1 (l:0)-T(Yen. Mit verbissenem Siegeswlllen brachte die Aufiens«itermann«cihaft FV SaarbrOk-ken den vorjährigen Endepielpartner Schalkes, Vienna-Wien, zum Scheitern. Der klmpferische Einsatz der Saarbrük-ker rechtfertigte den 2:1 (1;0)-Sieg. Jeder einzelne Menn des Westmarkmeisters wer echneller ele mU Oegempieler, kainer vertagte. Als Mennerheft teigten die Saarbrflcker ein flüeeige« vnd flotte« Spiel, de« in Mlttelliufer Sold dl« treibende Kr«rt hatte. Aul beiden Seiten vollbrachten dla ToiliQter flberragende Leistungen. Da« technisch reifer« Kfin-n«n gewih^e den Wienern lunlchst eine leicht« F«ldOb«rl«genh«it, eher bald hatten sich die Oagner auf Ihr Spiel eingestellt und vertalftae PeMsplal enwungen. Binkert nQtite ein ZAgera der Wiener Verteidigung sum PQhrungstreffer aus. Ein Elfmeter brachte Saerbrflcken da« zweite Toft Wien raffte sich nun zu starken Angriffen auf und vermochte durch Gr&bel den ainzigen Gegentreffer zu erzielen. Ploc im Vienna-Tor hielt kurz vor Schlüfl einen zweiten, den Saarbrfickern zugesprochenen Elfmeter, der von Sold geschossen wurde. Deutsche Bahnmeisterschaften der Amateure Auf der Braunschweiger Radrennbahn wurd«B am Pfingstsonntag dl« Bahnmei-sterechaften der deutschen Amatmrrad-fahrar entsdhleden. Sprintermeister auf der lOOO-m-Strecke wurde der in Nürnberg beheimatete Voggenrelter, der in beiden Bndläulen mit 14,9 bzw. 14 für die letiten hundert Meter den ehemaligen Meister Purann (Berlin) hinter sich ließ. Br hatte im ersten Zwischenlauf den Titelverteidiger Buncel (Berlin), Bös (Wien) und Krause (Hannover) hinter Die SoBHemindensplele in Wien brachten an beiden Pfingsttagen folgende Ergebnisse: WAC—Wacker 3:1, Wiener Sportklub—Rapid 5:4, Austrta—Florida-dorfer AC 3:1, Floridsdorfer AC—FC Wien 6:4, Wiener AC—Wiener Sportklub 4t4. ■ine nene deutsche Jfahresbestleistnng erxlelte die Leipzigerin Thiele im Weitsprung mit 5,49 m. Außerdem gewann sie die 100 m in 12,9. Die Mttnchner-FnBball^swahi wurde in Augsburg flberraschend 1:3 (0:2) geschlagen. Kroatiens PnBballmeistar Concordla trat in Sofia an und erzielte gegen Lewski ein 1:1-Unentschieden. Ein Llnderkaapf der Kegler Finnlands und Schwedens in Helsinki wurde von den Finnen mit 12 121 :11 674 Holz klar gewonnen. sich gelassen, wlhrend Pnrann durch ■einen Erfolg Ober MIrke (Breslau) We-sterhold (Köln) und Klein (Erfurt) In den Endlauf gelangt war. In den beiden Läufen um dan dritten Pietz war Mirke Jeweils vor Btmiel. Voggenreiter kam mit Mirke zusammen zu seinem zweiten Meistertitel im Zweisitzerfahren, wo er die Paar« Wachhold—Bös (Wien), Krause—Nolhdurft (Hannover) und Saager—Bunrel (Berlin) hinter sich ließ. Die Siegerzeit war 13 Sekunden. Das Vierer-Mannschaftsfahren über 4000 m gewann Dresdenia Berlin mit der Mannschaft Wiemer, ^ger, Neuendorf und Strink In 5:04. Wir hören im Rundfunk MMrtai, II. JMI R«khn*B4ari 12,U—12.49i Dw B«rieM lur I.atc. 15.30—161 S«hau(uf-B(iaiH Schuaunn, Liizt, 16—17i Ava dm R«ick dar Op«r. IS—18.30: KUim VolktwtUra. lt.30—tfi Dir ZviUpUütl. I9.1S—I9.30i FraatbarioM«. D« Fall«, Pa|aalai, Liaai (Kaaaar- aai Orchtttarmuiili). 21—231 E4var4 CHag, a4a KaapoaiataBbildni*. 23 Ma Ml Voa Z.«krar Wa Dactal (OparaUtnaandunt). Dmlseklaadaai4«n 17.1^1l.l0t Griag-Gadlcht, aia-Koniart. 10.13—31) Banta Klln|a. 21—22: Ein« Stunda ilr dlcli, Saadar Alpaat S.IS—Ii Baaehwlngtar Mor|t*B. 1S.15—I9.4St Daatacka Volkawalaaa ia Lied and Tana. Für die Frau Wir kochcn mit Gerstengrütze In d«r n«u«n Zut«ilung8p«ilod« gibt es Gerstengrütze auf einen besonderen Abschnitt der Fleischkart«. Dies« Gerstengrütze Uifit sich vielseitig tu schmackhaften G«richt«n v«rwenden, di« dem Kochenzettel «ine willkommen« Abwechslung bringen. Den Hausfrauen zur Kenntnis, daß ein gestrichener Eßlöffel Grütze 15 g wiegt. Seppe 30 g Gerstengrütze, 1 Vi 1 Wasser, Salz, Kräuter. Die Gerstengrütze wird mit dem Wasser kalt angesetzt und in etwa 50 Minuten gar gekocht. Dann schmeckt man sie mit Salz und Kräutern ab. Schleimsuppe 50 g Grütze, IJ^ 1 Wasser, Salz. Die Grütze wird mit dem Wasser kalt angesetzt und gar gekocht. Man schlägt sie durch ein Sieb und schmeckt die Suppee mit Salz ab. Der Rückstand kann als Brei gegessen werden. Brei 180 g Grütz«, 1 ü 1 Wasser, Selz oder Zucker nach Geschmack. Di« Gerst«n-grütze wird mit Wasser kalt angesetzt und ^dick ausgequollen. Man schmeckt sie mit Salz oder Zucker ab und gibt sie evtl. mit heißer Milch zu Tisch. Grfltzrend 200 g Grütze, H I Wasser, Salz, Kräuter. Die Gerstengrütze wird mit dem Wasser und Salz kalt angesetzt und gar gekocht. Dann füllt man sie in eine gut gefettete Randform und stürzt sie auf eine angewärmte Platte^ In die Mitte füllt man Gemüse oder Fleisch (z.B. Gulasch) und streut auf den Rand feingewiegte Kräuter. Ballennilchspelse 80 g Gerstengrütze, % 1 Wasser, H I Buttermilch, Zucker und Zitrone nach Geschmack. Die Gerstengrütze wird mit dem Wasser kalt angesetzt und fast gar gekocht. Dann gibt man unter Rühren die Buttermilch hinzu, läßt gar kochen und schmeckt die Speise mit Zucker und abgeriebener Zitronenschole ab. Grfltzquergcreme lOOg Grütze, H 1 Wasser, 40 g Zuk-ker, 125 bis 250 g Quarg, Salz, Zitronensaft. Die Grütze wird in dem Wasser ausgequollen und kalt gestellt. Zucker, Qudrg, Salz und Zitronensaft führt man schaumig, fügt die Grütze dazu und vermischt alles gut. Film Die nene Wochensciiau Die neue Wocivenschav steiit im Zel-Chsn der großan Sportpalast-Kuiid^e-bung. Wieder etleban wir den mitreißenden Schwung, der, von Dr. Goebbels entfacht, aus den Männern aufbricht. Der Ingenieur, der deutsche Rüstungsarbeiter werden geehrt. Ritterkreuzträger der Wehrmacht legen Männern der Industrie das Ritterkreuz des Verdienstkreuzes um. Während der Worte Reichsministers Speer entrollt die Kamera ein faszinierende« Bild von der un^geheuren Leistung unserer Rüstungsindustria. Glühender Stahl formt ticSi unter gewaltigen Hämmern, von der Faust des Arbeiters ausgerichtet. Maschinen arbeiten, schrillen In grandiosem Rhythmus wächst aus dieser Symphonie des Schaffens Geschütz um Geschütz, Panzer um Panzer, U-Bont um 0-Boot. Der Eindruck dieser photo-graphisch glänzend gefaßten Bilder ist hinreißend und wird Jedem eine klire Gewißheit geben, daß die deutsche Waffenschmiede mit einer Kraft und üher-legenlieit arbeitet, die der Front und damit der Heimat die Garantie de« vollen, sich beständig steigemdeo Einsatzes gibt. Von der Arbelt der Rüstung, von ihren gewaltig gesteigerten Leistungen gibt Reirhsmtnister Speer vor dem Führer Im Hauptquartier Bericht Es ist elc Zeugnis vor dem Führer und vor der Nation zugleich. Wir erleben einen Aufmarsch ukrainischer Freiwilliger, di« als -Schützen-Division Galizien« den Kampf gegen den Bolschewismus, den sie vor 15 Jahran schon einmal führten, im eisernen Wall der deutsdien Wehrmacht nunmehr bestehen werden. Wir sehen Kriegsfreiwillige au« dem älteeten HJ-Jahrgany eich in die Reihen der ff stellen, und wir werden Zeuge der Ehrung der 44. Division in Wien, der Reichsstatthalter von Schirach im Auftrage des Führert den Namen »Reichsgrenadier-Division Hoch- und Deutschmeister« verleiht. Da eben die vierta Büchersammlung des deutschen Volkes abgeschlossen Ist, werden Aufnalhmen von einer fahrenden Frontbuchhandlung besonders IntereMie-ren. Als sehr eindrucksvoller Bildstreifen bleibt vor sllem ein Stoßtruppunter-nehmen im Dschungel der Kuban-Sümpfa zu nennen. Großartig die Gestalten der Soldaten, Jägerhaft in Kleidung und weichem, gleitendem Gang. Fritz Gay UNTERSTEIRISCHE LICHTSPIELTHEATER MARBURO-DRAU | BURG-LICHrSPIElE Haut* IS, is.M. 20.43 Ute Paienf ttlt BUn JANINGS IB Altes Herjs wird wieder Jung mit Matlr Landrock. Viktor Sa Kawa, Will D«ha. lillaabalk Fllckaaickliai, Haral« FaaltaB, Margli Sya«. üin beitaraa, dramatlich bawagtaa Splal vollar Humor uad Charme und von Uefarar,Badautung — VB dla Charaktarftgur alnaa alganilanlgaB, biiMUffM Tndustrlrqrwaltlganl PSr Jafaadlicha slckl i«fl«laaaaal ESPUiAOE Wo 16, li JS, 2S.4S Ukf So 13.4», U, U 30 20.45 U>i Der kleine Grenzverkehr Ein Ufa-Pllra mit WUly PHlich, Harlfea PaUar, Natal ballner, Hilde Saiaak, Ckarlotl Daadart, Patar Wldmann, Mrfrti KUhtar. PSt Jagandllcha alcbl isfalaaaaal Lichiiplelc Kadedetclwiie Dienstag, IS., Mlllwock, II. nd Donaarataf, IT. Janl mm 19 Uhr — ein luitiger BAuemdlm: Die Pfingstorgel WUIr loeiaer, Maria Andergaal, Havoaa SIeliar und die Hcwoliner ein«;« gdnzcn Durlcs In schönen Trachten PBr Jageadllcke ingelaaaaal Burg-Licktfspiele Cilll AachaoafeldaratraS« Bla IT. Jnnl — WERNER KRAUflS In Paracelsus Ritt Annellai lelnhuld, Mathlaa WiamaBB, klartia ürt*l FOr Jagcndiltht onler 14 Jahrea alckt ingaiaBaoa) ftieiropol-ticiitopiel^ Cllli Bla IT. Juni. Frauen sind keine Engel Marie Harell, Aial v. Ambeaaac, Rlekar4 Romamwafcf rur Jugendliebe onler II labraa alcbt asfalaaawl l.ich<«pietndllrhe alcht ingelaaiaal Amtliche BelcciiintmacHunoeii Untwoflizler-Bcwerber des He«ret L&ngerdienende Freiwillige (Unteroffizier-Bewerber) fQr das Heer können sich mit 16 ^ Jahren melden. Einstellung nach Vollendung des 17, Lebensjahres. Voraussetzungen fflr die Einstellung slndi 1. Besitz der deutschen Reichsangehörigkelti 2. Wehrwürdigkeiti 3. Abstammung von deutschem oder artverwandtem Bluti 4. Einsatzbereitschaft, überzeugte nationalsozialistische Einstellung, hochwertig er Charakten 5. Volle Felddiensttauglichkeiti 6. Beendigung der Lehnelt oder Einwilligung des Lehr-herm zur Lehrzeltverkürzung i 7. Ableistung der verkürzten Arbeltsdienstpflicht von drei Monaten I 8. Keine gerichtlichen Vorstrafen. Llngerdienende Freiwillige (Unteroffizier-Bewerber) verpflichten sich zu 4%- oder I2)ähriger Dienstzeit. Waffengattung und Truppenteil kOnnen selbst gewählt werden. Beförderung zum Unteroffizier kann bei Feldbewährung nach einer Dienstzelt von 10 Monaten erfolgen. Umfangreiche Fflrsorgemaßnahmen sichern nach der Dienstzeit Jedem den ihm zusagenden Beruf. Es bestehen folgende Möglichkeiten? Portsetzung der soldatischen Laufbahn als Heeresbeamter. Ubertritt in die Zivilbeamtenlaufbahn, Übernahme eines landwirtschaftlichen Betriebes fWehrbauer) oder Übertritt ins freie Erwerbsleben. Übernahme In die Offizier-Laufbahn bei (Iberragenden Föhrer- und Charakteranlagen und besonderer Bewährang vor dem Feinde ist möglich. AtisVnnft und Meldung beim Wehrbezirkskommando Marburg/Drau. ___1^^*® Kleiner Anzeiger Ja^M Wort koat#' Mf StallaagMocü« S R^, 4m faltg«4nidcto Waat N Rp(, fflt Geld- Raalltltanvarkahr Br^afwachial and Hairat II Rpi, daa (attgedruckta Wort 40 Rpf, alle &brlgaa Wortanialgaa It Rpt, daa fattgedruckla Wort JO Rpf Da, Wortprala gilt bla tu 13 Back-itabcD |a Werl. KarnwortyebOhr bal Abholung dar Aagabota SS Rpt. bat Zuiandung durrb Po«t oder Butaa TO Rpt. Auakunftigabtihr fflr Anial-gaa mit dem Vermerk Auskunft in da. Verwaltung odar Qaachlfta-Stella" 30 Rpi Anielgon-AnnflhmesthluB Am Tage *or Erachetnan um , II (Tbr Klolne Anzeigen weriiaa nur gagaa Voreinsendung daa Ba-traqas laucb gflitigi Brlefmarkao) aufgenommen MIndesIgabflbi ftlr alaa Kleina Anrelga 1 RM. Zu kaufen gesucht Sltzkasslerln und Küchengehll- f^i (Ober) wird sofort aufge- - inommeo. Caf4 SchloQberg, tjeorg jgg.g Kanzleikraft mit Maschinen-! schreibkenntnissen wird sofort für Marburg aufgenommen. Anschrift in der Verw. d. 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Juli Posten, ^ z.a nnt. »Freu- de«. 311-8 »Marburger Zeitunga, Cilll. >903, Nr. 588332, Ulaga Rosa-25-ö-6;lia. geb. 7. 9. 1940, Nr. 098445, Ulaga Anton, geb. 1. 5. 1935, Nr. 1666B2, Ulaga Hilda, geb. 15. 7. 1933, Nr, 166861, mirden verloren. Abzugeben Bäckerei Sommer. Tüffer. —13 Zu mieten gesucht iMöbl. Zimmer von ruhigen Änderungen bei einer Firma Im Register wurde am 10. Jtinl 1943 bei der Firma; Anton Klffmann, Sitz- Marburg, folgende Änderung eingetragen: Der Inhaber Anton Kiffmann ist infolge Austrittes und unmittelbar darauf erfolgten Ablebens aus der Firma ausgeschieden. Das Unternehmen ist auf seinen Sohn, Othmer Klffmann, Kaufmann und Uhrmechermeister in Merhurg/Draa übergegangen. Die Firma ist geändert in; Othmar Klffmann. Der Sitz lautet nunmehr; Marburg'Drau Als nicht eingetragen wird veröffentlicht: Geschäftszweig; Handel mit Gold- und Silberwaren und optischen Artikeln im kleinen, Großhandel mit Uhren und Schmuckwaren und das Uhrmachergewerbe. Geschäftslage: Te-getthoffstrafle 11. 119-6 Gericht Marburg/Dran. _________Anträge unter »Wohnungsbel • Elnz I 234 Istellung erw.« an die Verw. d. j Bl_30?^ 'junge verheiratete Frau sucht ab 1. August 1943 Halbtagsbeschäftigung In einem BvTro. Zuschriften unter »Marburg« an die Verw. des Blattes. 323-.S Offene Stellen Va« llnatellaag voa Arbeltakrll-taa «0! die Znatlmnang de« aa* aUadIgea Arbeltaaaites elagebolt wardaa. W ohnungstausch |Am 7. Juni 1943 während der Fahrt mit dem Zug zwischen Prageihof-Friedau-Radkersburg vergaß ich meinen Photo-Apparat Iba 6X9. Es wird gebeten, daß der Finder oder der nur etwas da»*on weiß, sofort an Koreniak Rudolf, Cilll, Unter-Kötting 37, meldet. Be lohnung 100 RM. —13 Verschiedenes Serviererin sucht »Burgkaffee« in Marburg-Drau. 234-6 Als Verlobte grilleni ANGELA KRAINZ ■ UDOLF GANZENMDLLEr. fetten Augsburg-Wellenburg An unsere Posibezieher! Wenn der Postbote zu Ihnen kommt und die Bezugsgebühr für die »Marburgei Zeitung« elnhebt, bitten wir Sie, damit in det Zustellung keine Unterbrechung eintritt, die Zahlung nicht zu verweigern. Bezugsgebühr Ist Immer in voraus zu bezahlen. »Marburgor Zeitung«, Vertriebsabtelliingii Danksagung Für die herzliche Anteilnahme anläßlich des schmerzlichen Verlustes meines lieben Gatten, Gustav Freiherr von Grulschrelber, bitte ich auf diesem Wege für die schönen Kranz- und Blumenspenden sowie lüi das letzte Gelelte meinen innigsten Dank entgegenzunehmen. 133-6 Maria v. Grutschrelher nnd Kinder. Wir geben die traurige Nachricht, daß uns unsere Innigstgeliebte, herzensgute Mutter, Großmutter, Schwiegermutter, Schwester und Tante, Frau Rufine Potschiwauscheg am Pfingstsonntag, den 13. Juni, nach lengem, schwerem Leiden im Alter von 85 Jahren für immer verlassen hat. Das Begräbnis findet Dienstag, den 15. Juni, um 17 Uhr, in Hohenmauten statt. Hohenmauten, Villach. Neunkirchen (Nieder-Donati), Wuppertal-Elberfeld, den 13. Juni 1943. Dr. Julius Schober, Oberreichsbahnrat Ing. Otto Schober, Fritz Schober, Kaufmann, Söhne. Medizinalrat Dr. Julius Srhober, Bruder, und alle übrigen Verwandten. Wohnungstausch. Zimmer Küche, Kabinett, Speifi und Balkon, tausche gegen gleich schöne reine sonnige Wohnung, oder nur gegen* Zimmer, Küche und Speise. Adresse in der Verwaltung des Blattes. 335-9 Laufend ——--— Tausche tiefen Kinderwagen ge- NaschinenhobelsckaHen 'gen einen Rundfunkemptänger, per Fuhr RM 40.- abzu- auch Volksempfänger -geben Tischerei Weslak, Zu besichtigen bei Koltz, Peltau, Marburg, Reiserstraße 2, Prambergerweg 4.___ -----------------------------------lausche prima Anasti^matappa- 6X9, auf Platten, gegen Fllmapparat, event Aufzal^-iung. Adr. Verw^_3.S0-14 Tausche Junge Hasen gegen Filmapparat mit Aufzahlung Adr. Verw. 351-14 THYMAKÜ das naturreine Kräutergewürz gibt allen Speisen — auch ohne Fletsch — höchsten Wohlgeschmack. 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Mit anderen Worten gesaj^ti Ich habe die V'olksrausik meines Landes au(-{{ezeichnet In Stil und Form-gebunii bin ich ein deutscher Romantiker der Schumannschen Schule geblieben; aber zu-({leich habe ich den reichen Schatz der Volkslirder meines Landes ausj^cschöplt und habe aus dieser bisher noch unerforschten Ansstrahlunjj der norwegischen Volksseele eine nationale Künst zu schaffen versucht.« Diese Worte schrieb der jjroße norwogische Tondichter Edvard GriejJ, dessen Geburtstag sich am 15. Juni zum hundcristen Male jährt Er dilt mit Recht in seinem Lande als der Vater der neueren nurwcfjischen Musik ■Über die Grenzen Norwegens hinaus aber ist sein Werk im fiesamlen jJermanischen Lebensraume heimsch (geworden. An Grieg hat es sich bewahrheitet, daß gerade der von den Nachbarvölkern verstanden und geschätzt wird, der fest im Boden seiner heimatlivhen Kunst wurzelt. Vor allem das stammesverwandte Deutschland ist von Anfang an der Musik Griegs auffjeschlossen gewesen. Durch den deutschen Musikvcriag sind seine Kompositionen in ungezählten Heften verbreitet worden. Führende deutsche Musiker haben ihm den Weg geebnet, deutsche Fürsten ihm gehuldigt. Vor allem hat die deutsche Familie seinen schlichtcn Weisen das Haus geöffnet. S-ine lyrischen Stücke für Klavier, seine Lieder und Ch5r«, seine Musik zu Ibsens 'Peer Gynt« und manches andere mehr sind innerhalb Deutschlands populär im besten Sinne geworden und bis zur Gegenwart geblieben. Wer kennte und liebte nicht die verhaltene Innigkeit von »Solveigs Lied« und • Aaset Tod«, den gebändigten Jubel des Klavierstücks »An den Frühling« oder die gemessene Feierlichkeit des Huldigungs-marsches aus »Sigurd Jorsalfar«, Edvard Grieg, dessen Entwicklung durch die strenge Schule des Leipziger Konservatoriums gelenkt worden ist, (ühlte sich nach seinem Bekenntnis als »musikalisch ganz deutsch«. Es ist ein Beweis für die Gemeinsamkeit des Gei-iteslebena der germanischen Völker, daß •r dieses deutsche Fühlen mit dem Ideal des Volksliedes seiner norwegischen Heimat in Verbindung zu bringen vermochte. Er hat tief hineingehorcht in die Seele des nordischen Menschcn. In der Abgeschiedenheit der norwegischen Berges-und Seenwell, fernab vom ''mmel des großstädtischen Kunstbetriebes, t-üchließt sich ihm die Erhabenheit und Unberührtheit der Landschaft, in der die Gestalten der altgermanischen Sage lebendig zu sein scheinen. So ersteht durch ihn die nordgermanische Musik zu neuer Blüte Es be-•t«ht — so schreibt ein Landsmann Griegs — «wischen seiner Musik und dem Boden, dem er entstammt, ein so natürliches unlösbares Verhältnis, daß man kaum einen Ton von ihm hören kann, ohne selbst mitten im Konzertsaal oder im Salon einen Irischen Hauch von tiefblauen Fjorden und strahlenden Gletschern zu verspüren. Manchem mag die aparte Harmonik und die eigenartige Melodik Griegs zunächst als ein interessantes Reizmittel erscheinen. Es ist aber mehr als nationales »Kolorit«, was in seinem Werke zum Ausdruck gelangt — es ist echte Volkskunst, gespeist aus den Quellen des ewigen germanischen Volkstums, Wie alles echte Volksgut sind seine Weisen schlicht und herb in ihrem Ausdruck, eine deutliche Absage gegen jene volkstömelnde Süßlichkeit und Sentimentalität, die Grieg einmal als einen »durch Mendelssohn verweichlichten SkandinavismuB* geißelt Und wtgen lhr«r ntturhaftcn Einfachheit und Ursprünglichkeit haben tit die Zeiten überdauert und sind ti« bU in die Gegenwart Besitztum dca Volke« gebliebeo, während die Erzeugnis*« rolksfremdcr Moderichtungen längst vergessen worden sind. Für Grieg galt et alt Gesetz tefntt Schaffens, an die bodenständige Überlieferung anzuknüpfen und die Kräfte des Volkstums in seiner Musik Gestalt werden zu lassen. Sein Werk stand unter dem verpflichtenden Leitsatz: »Wie unsere Dichter aus der alten Sage immer wieder neu schöpfen, lo darf und muß auch der Komponist den musikalischen Quellen seiner Kunst nachspüren.« Pro/. Dr. GoHhold Frotscher ★ Norwegen ehrt Grieg Anläßlich des 100. Geburtstages des großen norwegischen Komponisten Edvard Grieg am 15. Juni gab das Reichskommissariat einen Empfang, an dem neben Ministerpräsidenten Quisling sämtliche norwegischen Minister und die führenden Persönlichkeiten des Kulturlebens teilnahmen. Ministerialrat -Oberführer .?G, W. Müller würdigte in einer Ansprache das Werk Griegs. Norwcijischcrseits nahm Minister Fuglcsang das Wort, um Edvard Grieg als Mittler der kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Norwegen zu feiern. In Oslo wird am 15. Juni ein Grieg-Kulturfilm uraufgeführt werden, und auch in allen anderen Teilen dea Leindes wird der Gedenktag des großen Komponisten festlich begangen. Äußerlich kommt die Feststimmung bereits im Straßenbild zum Ausdruck. In der Innenstadt sieht man viele Fahnen. Vor der Aula der Universität, in der die Festkonzerte stattfinden, sind Pylonen mit flackerndem Feuer aufgestellt. In dem gegenüberliegenden Nationaltheater, dem Hause Ibsens und 1 Björnsons, werden die vielen hundert Ver-j anstaltungen, mit einem Staitsakt ihren Höhepunkt und Ausklang finden. Die Reihe der Veranstaltungen wurde mit einer Festvorführiing im »Norske Teatret« eingeleitet. Schon das erste Festkonzert sprengte den Rahmen des Üblichen und wurde zu einer machtvollen Huldigung. Die »Nordische Romanze mit Variationen«, die »Peer Gynt-Suite« und das Klavierkonzert a-moll op. 16, das Grieg mit 24 Jahren schrieb, ließen die Fülle seines Schaffens aufs neue «rieben. Der Schöpfer der Wiener »Schrammelmusik« Zum 50. Todestag Johann Schrammeis Sprechen wir von Wiener Volksmusik, so finden sich sogleich di« eindringlichschmeichelnden Klänge der »Schrammel-Musik« in unserem Gedächtnis ein. Wohl wuchs sie folgerichtig aus den wenigen Streichern der Walzerorchester Lanners und Strauß Vater seit 1877 hervor, bezeichnet aber doch eine neue Wendung des Klangwillens der Wiener Volksmusi-I kantensecle. War der Siegeszug des Wie-, ner Walzers einmalig und unerreicht, so darf nach ihm die »Schrammelmusik« immerhin auch von ihrem Siegeszug rund um die Erde sprechen, wenn auch in bescheidenerem Maße. Ihr Schöpfer, Johann Schrammel, hatte sich am Wiener Konservatorium sein gründliches musikalisches Können geholt aus dem Empfinden heraus, daß auch die Volksmusik einer gewissenhaften musikalischen Grundlage nicht entbehren kann. So wurde er ein tüchtiger Geiger, der vierundzwanzigjährig mit seinem Bruder, dem Klarinettisten, und einem Gitarristen ein kleineres Ensemble bildete, dem die Wiener begeistert z.ujubelten. Der neuartige Gesam'klnng kristallisierte mit einer verstärkten Violine eine Quartettbesetzung heraus, die eine vielfache Nachahmung bald auch außerhalb Wiens fand. Als Schrammels Bruder mit seiner Klarinette das Quartett verließ, wurde er durch einen Harmonikaspieler ersetzt, der seitdem zum festen Begriff der »Schrammelmusik« gehört. «♦ «W/o 4 t' \ Bad Tüffer in der Untenteiermark Aofnehniri Stpfftn-Llchlhlld, Orai Man spricht Deutsch Die Ausstrahlung deutschtr KulturgüUr in Frankrtich Ein Fotogeschäft auf dem Boulevard des Italiens, an der Ladentür ein Schildi »Man spricht Deutsch«. Eine nette Verkäufe! in, den Kunden als Deutschen erkennend, fragt: iMein Herr, bitte wai wünschen Sie?« Die Worte kommen etwas langsam, aber völlig fehlerfei und mit einwandfreier Aussprache, obwohl gerade das Aussprechen dös »H« für den Franzosen recht schwierig zu sein pflegt. Ein Wort gibt das andere, bis ichließlich der Kunde, etwas neugierig geworden, sich die Frage nach dem Ursprung der schon recht guten Sprachkenntnisse nicht verkneifen kann. »Ich besuch« seit neun Monaten die Kurse des „Deutschen Institutes", Anfangs wollte ich es aufgeben, aber jetzt macht es mich (kein Schreibfehlerl) schon große Freude.« Ein Fall, herausgegriffen .aus vielen tausend. Dei Ptanzose hat aich niemali viel mit Sprachen abgegeben, wie ar Ja überhaupt nur selten sein Land verlassen hat. Die enge Berührung mit dem deutschen Menschen hat jedoch arhet»> lieh Wandel geschaffen und dai Bettreben gezeigt, seine Sprache wenigstem etwas zu erlernen. So ist et kein Wunder, dafi die von den verschiedenen deutschen Stellen veranstalteten Sprachkurse stets restlos überfüllt sind. Dabei muß berücksichtigt werden, daö die deutsche Sprache für den Franzosen sehr schwer zu erlernen ist, vor allem machen ihm die Umlaute viele Schwierigkeiten. Aber man läßt sich dadurch nicht entmutigen. So überrascht es den Deutschen gar nicht mehr, wenn er in steigendem Maße auf das Schild »Man spricht Deutsch« stößt und seine Heimatsprache von Menschen hört, denen noch vor wenigen Jahren die amtliche Propaganda wahre Schauermärchen Ober das Reich erzählt hatte, Dreißig Monate Kennenlernen von Volk zu Volk haben genügt, um dem Franzosen eindeutig genug vor Augen 7.U führen, wie er von seiner Regierung hintergangen worden ist. Jeder, der mit offenen Augen durch Paris geht — und für die Provinz trifft das nicht weniger zu —, muß die Feststellung treffen, daß der Wunsch der französischen Bevölkerung, sich mit dem geistigen Gedankengut Deutschlands in all seiner Vielfältigkeit vertraut zu machen, außerordentlich rege Ist, Verständlich aus dem Bestreben heraus, den Deutschen, der einem so lange im Zerrbild fiezeigt worden war, nun so ken- nenzulamen, wia tr wirklich Ist. Greifen wli aui den varschiadenan kulturellen Schaffensgebieten einlga besonders ins Auge fallende Beispiele haraus: Da ist zunächst einmal das Schrifttum. Et in deutscher Sprache lu lasen, ist naturgemäß nur sdhr wenigen Franzosen möglich. Um so lebhafter ist das Verlangen nach guten Ubersetzungen. Welche Bücher sind nun besondert begehrt? Für den Kanner der VerhältiiitBa itellt et keine Uberratchung dar, daß die Übersetzung det Werkes des Führars, »Mein Kampf«, >Ma doctrine«, sehr starkes Interesse findet. Abgesehen von den ewig Gestrigen, die das Gebot der Stunde immer noch nicht erkannt haben, ist et im Laufe der Jahre allen Franzosen klar geworden, daß dat Schicksal ihres Landes untrennbar mit dam Großdautschlandt verbunden Ist. Adch das schfingeistige Schrifttum ist sehr begehrt Basonderet Interesse besteht gerade für die Werke von Carosta, Blunck, Bmit Jünger u. a. m. Von den Klattikam braucht in diätem Zutanunenhang nicht waltar getpro-chen SU werdeni denn diete waren auch schon früher In guten Ubersetzungen vorhandan. Auch im Thaatarleben macht sich dar deutsche Einfluß stark bemerkbar. Wann die namhaften deutschen Bühnen Gastspielreisen nach Parit unternehmen, to ist das ein künstlerischet Breignit, von dem schon lange vorher gesprochen wird, überflüssig zu betonen, daß die Theater bis zum letzten Platz besetzt sind und Ttusenda keinen Einlaß mehr finden können. Manch freundschaftliche Beziehungen sind dabei zwischen den Künstlern der beiden Nationen angeknüpft worden, die sich auf die künftige Zusammenarbeit fruchtbar auswirken werden. Auch deutsche Stücke findet man in zunehmendem Maße auf dem Spielplan der Pariser Theater, so in jüngster Zeit auch gerade anl&ßllch der Gerhart-Hauptmann-Ehrungen. Das gleiche trifft für die Musik und die bildende Kunst zu. Wenn ein namhafter deutscher Dirigent nach Parit kommt, to kann er einer dankbaren Aufnahme gewiß tein Alt im vergangenen Jahr eine Auutellung von Werken Professor Brekers stattfand, da war dat ein Ereignis, an dem das gesamte geistig interessierte Paris Anteil nahm. Zehntau-sende statteten dieser bemerkenswerten Ausstellung ainen Besuch ab, der auch 41e besondere Förderung der franzOsi-tchen Regieruiig galt. Bleibt noch der Film. Ihm kommt, da •r die breiten Massen des Volkes in erster Linie erfaßt, besondere Bedeutung zu. An welchen deutschen Filmen ist nun der Franzose vor allem interessirt? Greifen wir ein paar Beispiele heraus. Im Herbst des vergangenen Jahres lief in einem Lichtspieltheater auf den Champs Elys^es monatelang dei Film »Le jeune Hitlerien«. Als der Schreiber dieser Zeilen interessiert nähertrat, um festzustellen, um was für einen Film es sich denn handelte, mußte ei sehen, daß es der in Deutschland Im Jahre 1935, also vor acht Jahren gezeigte Film »Hitlerjunge Quex« war. Zehntausende von Franzosen haben diesen Film, der in deutscher Sprache mit einkopiertem französischen Zwischentext lief, gesehen und waren, wie dia Berichterstatter, stärkstens beeindruckt Monatelang wurde auch der Film »Le President« — deutscher Titel »Ohm Krüger« — gezeigt Auch für reine Unterhaltungsfilme besteht große Nachfrage, wobei, dem französischen Geschmack entsprechend, sich allerdings mancher deutsche Film eine Titeländerung gefallen lassen muß. Mit »In einer Nacht im Mai« weiß der Franzose nicht allzuviel anzufangen, aber »Evastochter« zieht weit mehr. Als neuestes filmisches Ereignis wird gegenwärtig auf Riesenplakaten der Veit-Harlan-Fllm »Die goldene Stadt«, französischer Titel: »La ville dorÄe« angekündigt. Ein kleiner Streifzug nur durch das deutsche Gedankengut, wie es in Frankreich in Erscheinung tritt. Aber schon er zeigt, daß dem französischen Volk In den letzten Jahren die Werke des geistigen deutschen Schaffens viel mehr vertraut geworden sind, als man es erwarten konnte. Die dles)ahrlge Frflhjahrsausstellung der Gesellschaft bildender Künstler Wiens steht im Zeichen einer besonderen Reichhaltigkeit. Sie faßt mit dem schon traditionellen allgemeinen Teil, der all jährlich Zeugnis von dem Iflngsten Schaffen der Mitglieder des Hauses ablegt, nicht weniger als drei Sonder schauen zusammen, nämlich im Künstlerhause selbst »Das Wiener Stadtbild« und »Meister der Medaille, im Hause in der Friedrichstraße »Die Meisterprels-trSger 1943«. Das Stadttheater Elbing hat zur Uraufführung das Lustspiel »Die eifersüchtige Liebe« von Hans Joachim Saager erworben, das am 19. Juni gespielt werden wird. Die Familie „Ziehen" Kleine sprachgesrhlrhtiiche Plauderei Alt Ich kürzlich ein Stück Im Zug« fuhr, öffnete ein Mitreisender aut beiden Seiten det Abteils die Fenster, obgleich ein Gewitter im Anzüge war. Sofort wurde der Ruf laut; »Es ziehtl« Trotzdem weigert« tich der Fahrgast, wenigstens das eine der Fenster zu schließen. Er tat einen Zug aus seiner Zigarre, wobei er Asche auf seinen Anzug verlor, und wurde den Mitreisenden ge-geiyiher anzüglich. Da er gerade so recht im Zuge war, begann er sogar zu schimpfen Das war kein schöner Zug von ihm. Alle hatten Ihn diher auf dem Zuge, nannten sein Benehmen eine Ungezogenheit und riefen ihm zu, er solle sich zügeln. Auf einer der nächsten Stationrn sog er es schließlich vor, das Abteil zu verlassen. Das wäre so eine kleine Kostprobe der Familie »Ziehenl« Ddbei sind die Bedeutungen und Anwendungsmögllchkei-ten besonders von »Zug« noch keineswegs erschöpft. Ein Gespann, eine bestimmte Anzahl Soldaten, Linien unserer Schrift oder unseres Gesichts, der Verlauf eines Gebirges, ein Weiterschieben einer Figur bei irgend einem Brettspiel —- alles sind »Züge<', und auch bei d^n Zusammensetzungen gibt es norh doppelte Bedeutungen: die Eisenbahn läßt an verkehrsreichen Tagen »Vorzüge« fahren, während Vorzug aber auch der Gegensatz zu Nachteil sein kann, und wenn jemand Im Aufzug ins 10. Stockwerk fährt, hat das Wort eine andere Bedeutung, als wenn er in einem merkwürdigen »Aufzug« herumlaufen würde. Die reiche Entwicklung, die »ziehen« vor allem in der Gestalt des Hauptwortes »Zug« genommen hat, läßt sich In der Sprache besonders seit dem 18. und 19. Jahrhundert beobachten. Der Grund für diese Vielseitigkeit der Bedeutungen liegt vor allem darin, da^ ziehen sowohl transitiv (jemanden oder etwas ziehen) wie intransitiv (ohne Ergänzung im vierten Fall) gebraucht werden kann. Nun hat ziehen "''er über »Zug« hinaus noch eine Fülle von Zusammensetzungen und sog. Sproßformen entwickelt, unter denen man einzelnen ihre Verwandtschaft mit ziehen auf den ersten Blick gar nicht ansieht. Da spricht man z. B. von »großzügiger« Planung, im Kriege von »zügigem» Vorwärtsdringen. und das lateinische periculum In mora wird zu der wörtlich übersetzten Wendung »Gefahr im Verzuge» mit dem Sinne: in der Verzögerung liegt eine Gefahr, Ähnlich sind gebildet »ohne Verzug« und »unverzüglich«. Wer stirbt, »liegt in den letzten Zügen , und so hieß die Wendung noch bis ins 16. Jahrhundert »in Zügen liegen«, d. h. im Ilinwegziehen ins Jenseits begriffen sein. In »zögern«, »zupfen« (wiederholt ziehen), .zutschen«, »Zaum« (Ziehriemen), »Zögling« (bei Herder noch Zügling) — überall steckt f unser ziehen darin. Der »Herzog« ist eigentlich der »heer-Zieher«, also Heerführer, und »zähe' heißt wörtlich »fähig sich ziehen zu lassen«, also schwer zer-reißbar. Zur Sippe »Ziehen« gehört auch »Zeug« mit all seinen Zusammensc^un- gen und Ableitungen, wenngleich die Bedeutungsentwicklung hier unklar ist, und ebenso der »Zeuge«, d. 1. derjenige, det vor Gericht, »gezogen« wird. Jede Partei mußte versuchen, den Gegner zu »überzeugen« d. h. mehr Zeugen beizubringen als die andere. An Fürstenhöfen war as In früheren Jahrhunderten vielfach Sitte, daß der Herrscher die Unterschrift unter die oft zahlreichen Urkunden nicht salber schrieb, sondern der Schreiber alles, bis auf einen Strich, etwa di« Eck- oder Mittellinie In einem bestimmten Buchstaben, fertig machte. Diese zog der Herrscher, er zog also den Namen »voll«, und dadurch wurde die Urkunde »vollzogen«, d. h. gültig. Und wie »Zucht«, »Züchter«, »züchtig«, »züchtigen« ohne weiteres ihre Abstammung von ziehen verraten, so die Bezeichnung für schnelles, plötzli* ches Ziehen, »zucken« und »Zuck« oder — wie es beim Schwert heißt — »zük-ken«. Unser »Entzücken« hat Im Mittelalter noch die Bedeutung ellig wegnehmen, gewaltsam entreißen und gewinnt seit der Reformationszeit den biblischen Sinn »im Geist« wohin entrückt sein«, dann »des klaren Bewußtseins beraubt sein«, wozu sich die Nebenform »verzückt« bildete, und schließlich »Im höchsten Grade begeistert sein«. Zweifellos geht auch das aus dem Niederdeutschen stammende »Tau« (Ziehstrick) auf eine germanische Wurzel tuh, taug, d. h. ziehen zurück und hat sich aus dem mlt-tolniederdeutsrhen touwe, d. h. Werkzeug, Webstuhl zu der jetzigen Bedeutung entwickelt. Vornamen — und ihre Bedeutung Vo« Prad Lang Mancher von uns hat ainan Vomo-man, von dam ar tain Laban lang nicht weiß wat ar eigentlich bedeutet. Oder wittan die Alfont und die Bruno, die Rudolf, Gretan und KlArchen alle, was ihr Name ihn an zu sagen hatT Gerada Alfons — »Etwas Sponisches«, möchte man schließen. Welt gefehlt! Alfons ist ein guter deutscher Name, zusammengezogen aus Adslfuns, und bedeutet »der durch Adel Glänzeude«. Die Silbe AI findet man auch noch in anderen Namen, etwa Alois (für Adel weis). Alfred jedoch hat als erste Silbe nicht AI sondern Alf und bedeutet wohl »der von Elfan oder Alben Beratene«! Nach dem Alfred mag manchen der Manfred einfallen. Aber auch hier gilt es aufzu-zupassen. Die zweite Hälfte beider Namen klingt zwar gleich ober die beiden Worte haben nichts miteinander zu tun. Manfred heißt »der Mannesschutz, der schützende Held«. Lustig ist es, daß sich dieser Name auch umgekehrt findet in dem leicht veränderten Friedemann, der einst recht häufig war» wir kennen Ihn als einen Sohn des großen Sebastian Bach, Die Silbe Fred oder Fried — die also Schutz oder Friede bedeutet — findet sich in noch vielen anderen Namen: Friedrich, Siegfried, Ot-fried, Gottfried, auch in vielen Mädchennamen: Fredegunde, Elfriede usw. Eine andere Silbe oder besser gesagt ein anderes Wort, das sich auch In vielen Namen findet, ist Wolf. Die Vorliebe dafür in den germanischen Namen, verstehen wir, wenn wir bedenken, daß der Wolf für die Garmanen «in heiliges. Glück und Segen bringendes Tier war, das sie sich ebenso wie die Raben als Gottvaters Begleitung dachten. Zu den Wolf-Namen gehören auch die Namen Rudolf — Ruhmeswolf — und Adolf — eigentlich Atha-ulf, der Edelwolf. Inter essant Ist es, daß es einen Namen gibt, der beide Wotanstiere — Wolf und Rabe T- in sich vereinigt, einen sehr berühm ten Namen sogar, Wolfram, eigentlich Wolfrabe. Was bedeutet GreteT Grete Ist eine Abkürzung von Margarete, das aus dem Altgriechischen, vielleicht auch aus dem Altpersischen herzuleiten ist und »Perle» bedeutet. Meta und Margot leiten sich ebenfalls von Margarete her. Paul, Max, Moritz und Peter kommen alle vier aus dem Lateinischen, Max heißt: der Größte, Paul bedeutet: der Kleine, Moritz bezeichnet einen Mohren und Peter bedeutet: der Felsen. Klaus ist eigentlich ein Nikolaus, was »Volkssieg« besagen will. Jörg und Jürgen sind gute Verdeutschungen von Georg, der ur tprünglich »Landmann« bedeutet. Theo dor stammt aus dem Griechischen und bedeutet »Gottesgnbe«. Olga ist eigentlich eine nordische Helga, Karla ist die weibliche Form von Karl, Luise die weibliche Form von Louis, Louis ist die französische Form des ursprünglich deutschen Ludwig Gertrud ist altgermanisch und bedeutet »Speerzauberin«.