1736 Amtsblatt Mr Laibacher Zeitung Nr 262. Donnerstag den tä. November 1866. (39l- l) Nr. 74«. Ooncnrs-Ausschreibmlg. Bei dem k. k. gemischten Bezirksamte iliezen ist eine sistemisirte )lctuarsstelle mit dcm IahreS-gehalte von 4^0 st. erlediget. Die Bewerber um dieselbe haben unter Nach. wei6 del- geschlichen Erfordernisse, insbesondere der Befähigung für daö Richteramt, ihre documcntiiten Gesuche im Wege der vorgesetzten Behörde bei der k. k. Personal« Landes« Commission für Steiermark in Graz biö 2 5. November l 8 203 Concurs-Ansschreibullg. Bei der k. k. dalmatinischen Statthalterei ist eine Forstprakticantenstelle mit dem Adjutum jähr-licher 3«7 Gulden 5,0 kr. ö. W zu besehen. Bewerber um diese Stelle haben sich über die allgemeinen Erfordernisse für den Staatsdienst, ihre forstliche Ausbildung und Eprachkenntnisse insbesondere, wobei jene einer slavischen Sprache unerläßlich ist, auszuweisen und ihre eigenhändig geschriebenen Gesuche im Wege ihrer vorgesetzten Behörde bis Ende November l8«6 bei dieser Statthalterei einzubringen. Zara, am !2. October !8t»li. Von der k. k. dalmatinischen S'tatthalterei. (393a) Nr. 983». Kundmachung iu Betreff der Wiederbesetzmlg des f. k. Tabak-Sub» Verlages z»ssleich Ttempelmavkell-ztleiuverschleißeH zu Tscherurmbl in .Nrai». Von der k. k. Fmanz-Direction für Krain wird bekannt gegeben, daß der k. k. Tabak-Sub-verlag, zugleich Stempelmarken-Kleinoerschleiß zu Tschernembl in Krain im Wege öffentlicher Con-currenz mittelst Ueberrcichung schriftlicher Offerte demjenigen als geeignet erkannten Bewerber ver« liehen werden wird, welcher die geringste Ver-schleisiprovision anspricht, oder auf jede Provision Verzicht leistet, oder ohne Anspruch auf eine Provision oiescn Subverlag gegen Entrichtung eines jährlichen Pachtschillings (Gewinnstrücklasseö) zu übernehmen sich -verpflichtet. Dieser Verschleiszplatz hat seinen Materialbedarf an Tabak bei dem 4'/» Meilen entfernten k. k. Tabak-Districtö-Verlage in Rudolfswerth und das Stcmpelmattriale beim k. k, Steucramte in Tschcrncmbl abzufassen, und es sind demselben , Großtrafl'kalit und 2! Tabak-Klcinverschlcißer zur Fassung zugewiesen. Nach dem Ertragnißausweise, welcher das Verschleisiergcbnis; cincr Iahrespcriode, d. i. vom ».September 1865 bis Ende August l8«6, umfaßt, und bei der t. k. Finanz ^ Direction sammt den näheren Bedingungen und den Verlagbaub« lagen eingesehen werden kann, beirug der Verkehr in dem gedachten Zeitraume an Tabak l78l)U Pfd,, im Geldwerthc von i^'^78 st. U5 kr. Der Tabak« Kleinverschleiß gewährte einen jährlichen Brutto-Ertrag von 237 st. 58 kr. Außer dem 2 '/^pcrc. Gutgewichte vom ordinär geschnittenen Rauchtabak wird kein anderes Nut« gewicht zugestanden. Zu den Verlags« Ausgaben ist außer den Frachtkosten für den Matcrialbezug auch die an die Grositrasik in Mottling vom Verschleiße nach Abzug des 2'/,perc. Gutgewichtes zu vergütende ttperc. Provision zu rechnen, welche in der oben erwähnten IahreSpenode 37 l st. 33'/, kr. betrug. Nur die Tabatverschleißprovision deS erle« digten Subverlages hat das Object des Anbotes zu bilden. Für diesen Subvcrlag ist, falls der Erstehcr das Tabakmaterial nicht Zug für Zug bar zu bezahlen Willens lst, ein stehender Credit bemessen, welcher durch eine in Barem oder mittelst öffent< licher Crcdilspapiere, oder mittelst Hypothek zu leistende Caution von ttlw st, ö. W. für das Ta< bakmatcrial und Geschirr sicherzustellen ist. Der Summe des Credits gleich ist der je. dcsmal zu erhaltende sogenannte unangreifbare Lagervorrath. Die Fassungen an Btempelmarken sind nach Abzug der systcmisirten l'/,perc, Provision für die dem Verlage zum Verschleiße überlassenen Sorten von ü st. einschließig abwärts bar zu berichtigen. Ein bestimmter Ertrag des Verlagsgeschaftes wird nicht zugesichert, und es bleibt jede wie immer geartete nachtragliche Eiuschädigungöforderung oder ein allfälliger Anspruch auf Erhöhung der Pro« ! Vision des Verlegers während der Verlagöführung gänzlich ausgeschlossen. Die Caution ist noch vor Uebernahme deS VerlagSgeschästeS, und zwar dlmien vier Wochen vom Tage der dem Ersteher bekannt gegebenen Annahme seineS Offertes zu leisten. Die Bewerber um diesen Tabak.Subverlag haben zehn Percent der Caution im Betrage von vtt st. als Vadium vorlaufig beim k. k. Steuer-amte in Tschernembl oder bei der hiesigen k. k. Landeshauptcasse zu erlegen und die Quittung hierüber dem mit einer ül) Kreuzer Stempelmarke zu versehenden Offerte beizuschließen. Die Offerte sind längstens bis l S. December »8«tt, Mittags 12 Uhr, mit der Ausschrift: »Offert für den k. k. Tabak-Subverlag in Tschernembl" bei dem Vorstande der k. t. Finanz«Direction in Laibach einzubringen. Jedes Offert ist nach dem dieser Kundmachung beigefügten Formulare zu verfassen und mit den documentirtcn Nachwcisungen: ») über das erlegte Vadium, j)) über dic erreichte Großjährigkeit, c) über die tadellose Sittlichkeit dcS Bewerbers zu versehen. Auch muß dasselbe die Vcrschleißpercente, welche der Offerent für den Tabakverschleiß bean^ fprucht, eventuell den Betrag deS von ihm angebotenen Gcwinnstrücklasses mit Buchstaben geschrie. ben enthalten. Im Falle der Ersteher diesen Verschlcißplah gegen Entrichtung eines bestimmten jährlichen Betrages (Gcwinnsttücklasses) zu übernehmen sich verbindlich macht, wild bedungen, daß dieser Pacht, schilling in monatlichen Raten vorhinein bei dem k. k. Steueramte in Tscherncmbl zu entrichten ist und daß wegen eines auch nur mit einer Monats« rate sich ergebenden Rückstandes selbst dann, wenn solcher innerhalb der Dauer des Aufkündigungs-tcrmineS vorfällt, der Verlust des Verschleißplatzes von der Behörde sogleich verfügt werden kann. Jene Offerentcn, deren Anbot nichl angenommen wild, erhalten das Vadium unmittelbar nach geschlossener Concurrenzverhandlung zurück; das Vadium deS Erstehcrö aber wird vib zum Erläge der vollständigen Caution oder falls die Materialbezüge gegen Baizahlung stattfinden sollten, bis zur völligen Macelial-Bevorrathigung zurückbehalten, Offerte, welche der angedeuteten Eigenschaften oder Behelfe ermangeln, sowie jene, die unbestimmt lauten oder sich auf Anbote anderer Bewerber berufen, werden nicht berücksichtigt. Ebenso bleiben die nach Ablauf der Concur» renzfrist einlangenden, sowie auch jene Off^'t?, welche den 'Antrag der Nücklassmig eines Ruhe-genusses enthalten, unberücksichtigt. Bei gleichlautenden Offerten wird sich die k. k. Finanzdirection die Wahl vorbehalten. Die gegenseitige Aufkündigungsfrist wird, wenn nicht wegen eines in den bestehenden Vol'' schriften vorgesehenen Gebrechens die sogleiche E'U" setzung vom Verlagögeschafte einzutreten hat, a»f orei Monate bestimmt. Von der Concurrenz sind jene Personen au^ geschlossen, welche nach dem Gesetze zum Abschlüsse von Vertragen überhaupt unfähig sind, dann jeltt, welche wegen eines Verbrechens, wegen Schleich' Handels, oder einer schweren Gefällsübertrettma. überhaupt, oder wegen einer einfachen G^faUsubcr-lrelung gegen die Vorschriften über den Verkehr mit Gegenständen der Staalömonopole, dam» wegen eiues Vergehens gegen die öffentliche Sicherheit des Eigenthums schuldig erkannt, oder wegen Unzulänglichkeit der Beweismittel von dtt Anklage losgesprochen wurden, endlich frühere Verschleißcr, welche von diesem Geschäfte entseht wurden. Laibach, am 8. November !86lt. Von der k. k. Finauz-Direction. Formulare eines Offertes: Ich EndeSgesertigter cikläre mich bereit, di'N k. k. Tabak-Subvellag in Tschernembl unter a/' nauer Beobachtung der diesfalls bestehenden Vc^' schriftcn, insbesondere in Bezug auf Erhaltung des vorgeschriebenen Material ^agervorrathes «) gegen Bezug einer Provision von (mit Buch^ stabcn) Procent von der Bumme des Tal>ak< Verschleißes, oder li) gegen Verzichlleistung auf jede Provision, odcr c) ohne Anspruch auf eine Provision a/a/" Zahlung cinss jährlichen Betrages von (w'l Buchstaben) in monatlichen Raten vornhin^ zu übernehmen. Die in der ConcurrenzcAusschreibung g/!^/ derten Belege und Nachweisui'gen sind hier beigeschlossen. N. N. am .... N. N. ^ (Eigenhändige Unlerschrist sammt A»a" dcö Slmidcö und Wohnorts.) Von Ausien: Offert zur Erlangung des k. k. Tabak- Subverlages in Tschernembl. (39X—») Nr. S333. Kundmachung. ,„ Der Voranschlag der städtischen Eiunah"' und Ausgaben pro l«U7 liegt in Gemäßst v §«5 deö Stadtstatutö durch l4 Tage im M ' gistratlichen Expedite zur ö'ff.ntlichen Einsicht a l' Ltadlmagistrat^'aibach, am !3 Novbr. l«' ' Der Bürgermeister: Dr. O^H^^5^ (387-3) Nr- 77?'. KuudlMchUltg. ^ Freitag am l ll. November l^, Vormittag um » Uhr, werden in der 2^a^ in Tivoli einige . .^ Fichten-, dann Eichcu- und SnstlUlN' Bäume licitando veräußert werden. mm-mittag Kauflustige werden eingeladen, ^ um 9 Uhr zum Schlosse Tivoll zu "sch'lN Stadtmagistrat Laibach, am 8. Novcmbel^^ Der Vürgermeistlr: l^-. <3. V'